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DER DIVISIONSTROTTEL - Mariano Laurenti
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Autor: Chet [ 29.12.2010 22:40 ]
Betreff des Beitrags: DER DIVISIONSTROTTEL - Mariano Laurenti

OT: Sergente Rompiglioni diventa... caporale (1975)

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Seit der Ankunft des Feldwebels Pfeifenwichs (Franco Franchi) geht es in einer italienischen Kaserne drunter und drüber und für zusätzliche Verwirrung sorgt zudem die hübsche Tochter des Chefkochs...

Mit dem Schlimmsten gerechnet und doch wieder positiv überrascht worden. Franco muss diesmal ohne Ciccio an seiner Seite auskommen - ob das die Sache nun besser oder schlechter macht, sei mal dahingestellt - Fakt ist aber, er schlägt sich hier durchaus wacker, was aber auch an der sehr, ähm, ambitionierten dt. Synchro, die keinen Kalauer auslässt, liegen könnte. In Nebenrollen gibt es einige bekannte Gesichter zu entdecken, wie z.B. Enzo Andronico, Luciano Pigozzi und George Wang. Letzterer darf nicht nur dem Feldwebel ein paar Karate-Moves beibringen (und ihn damit in den Ganzkörpergips befördern), sondern ist auch stolzer Besitzer einer neapolitanisch-chinesischen Pizzeria. Ansonsten sorgen halt dumme Sprüche, sinnlose Wortspiele und stellenweise auch ganz anhörbare Musik von Ubaldo Continiello für Kurzweil. Nur gegen Ende gingen scheinbar die Ideen aus und man muss, wie schon in zig anderen solcher Militär-Klamotten, mal wieder die missglückte Präsentation einer neuen Wunderwaffe anschauen (gähn!).

Insgesamt aber solide runtergekurbelter, zwar gnadenlos alberner, jedoch erstaunlich genießbarer Italo-Klamauk.


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Autor: Pacific Nil [ 24.01.2018 17:07 ]
Betreff des Beitrags: Re: DER DIVISIONSTROTTEL - Mariano Laurenti

Der Divisionstrottel – Mariano Laurenti

(Italien 1975)

5.1.2018, Kino (Kommkino Nürnberg, 35mm, DF, 1,85:1)



Inhalt:

Feldwebel Rompiglioni (dt. Nervensäge, DF: Pfeifenwichs) wird in seiner neuen Kaserne aufgrund eines von ihm an alle Streitkräfte abgeschickten Briefes irrtümlich für ein hohes Tier der Armee gehalten und in allen Ehren empfangen. Als sich sein wahrer Dienstgrad offenbart sind die Kameraden natürlich ernüchtert und Rompiglioni tut erstmal Dienst nach Vorschrift: Er verbittet sich, dass die Tochter eines Corporals, der als Chefkoch arbeitet, einfach in der Kaserne ein und aus geht, denn „wenn der Soldat ne Frau sieht, wird die Uniform zur Bettdecke“, zudem „sind die Töchter von Corporalen wie Zugvögel, sie schwirren von einer Kaserne zur anderen“.

Es stellt sich heraus, dass der Sohn des Standortleiters La Torre mit der Corporalstochter eine Beziehung hat und ihm ist die Einstellung Rompiglionis sehr recht, ist er doch gegen diese Beziehung. Doch damit nicht genug, Rompiglioni verflicht sich auch noch in eine Spionageaffäre, da in seiner Kaserne eine neue Waffe getestet wird – „natürlich eine alles vernichtende Waffe, von einem deutschen Professor erfunden“ – und die Chinesen Rompiglioni manipulieren, um den Test zu sabotieren und die Waffe zu entwenden. Und so verfolgt unser Held das Liebespaar, das sich schließlich als bereits verheiratet und mit 4 Kindern gesegnet entpuppt, während die Chinesen hinter ihm her sind. Aufgrund seiner Gutgläubigkeit wird der Feldwebel letztlich zum Corporal degradiert.


Review:

„Der Divisionstrottel“ ist die Fortsetzung des in Deutschland nie ausgewerteten „Il Sergente Rompiglioni“ (1973), der Film ist jedoch auch in Unkenntnis des ersten Teiles verständlich. Mariano Laurenti, der den ersten Teil noch nicht drehte und in den folgenden Jahren diverse Komödien mit Gloria Guida inszenierte, feuert in „Der Divisionstrottel“ immerhin ein Gagfeuerwerk ab, das, da zumindest jeder zweite Gag zündet, den meisten anderen Komödien Laurentis und Militärkomödien Italiens der 70er- und 80erjahre weit überlegen ist. Zu Beginn lässt der Film noch Schlimmstes erwarten, denn der Gag, dass Rompiglionis Brief von den Adressaten falsch interpretiert wurde und jetzt die ganze Kasernenbesetzung zu Ehren eines Feldwebels aufmarschiert, wird gnadenlos breitgetreten und ist irgendwann peinlich statt witzig. Wenn hingegen die sabotierte Superwaffe beim Test nur Chaos anrichtet und die Fehlfunktionen wie in einem Stummfilm mit beschleunigtem Tempo und Klavierbegleitung gezeigt werden, ist das urkomisch, wie auch das Dauerfeuer diverser frauen- und fremdenfeindlicher Sprüche, die bitte nicht auf die politisch korrekte Goldwaage gelegt werden sollten: So bestellt die schwarze July Brown selbstverständlich „Milch, weiß“, für Chinesen ist „allel Anfang schwel“ und überhaupt sehen „diese Chinesen immer irgendwie krank aus“ und ein dicker weiblicher Feldwebel „muss sich ihre Röcke auch in der Zeltabteilung kaufen“. Zudem ab und zu tatsächlich subversiv, wenn im Büro eines amerikanischen Militärs ein durchgestrichenes Foto des Expräsidenten Nixon hängt.

Der Film wurde auf dem 17. außerordentlichen Filmkongress des Hofbauer-Kommandos als „stählerner Überraschungsfilm“ gezeigt und vom Publikum überwiegend als unterhaltsam und nur teilweise stählern empfunden.


Fazit:

„Das Genie kackt von innen raus!“


Wertung:

7 / 10

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