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 Betreff des Beitrags: MÄDCHEN MIT HÜBSCHEN BEINEN - Camillo Mastrocinque
BeitragVerfasst: 09.09.2016 21:04 
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I 1959

OT: Le bellissime gambe di Sabrina

D: Mamie van Doren, Antonio Cifariello, Willy Birgel


In Baden-Baden blamiert sich ein Wachmann, er hat sich durch den Blick auf die Beine einer Frau ablenken lassen und schon war die Firma leergeräumt. Da er nur die Beine gesehen hat, gibt es keine Beschreibung der Frau, nur den Hinweis, dass sie an einem Oberschenkel Muttermale hatte, die die Form des Sternbildes des Großen Bären hatten.

In Italien ist eine Strumpfwarenfirma auf der Suche nach einem neuen Model, dies lässt man sich 16 Millionen (Lire) kosten. 8 Millionen für das Mädchen, die anderen 8 Millionen für den Fotografen. Zu den interessierten Fotografen gehört Teo, der das Geld gut gebrauchen kann, denn das Fotostudio, das er mit Freunden betreibt, ist in einer finanziellen Schieflage. Er ist begeistert von dem Mädchen Sabrina, doch sie will sich partout nicht fotografieren lassen, hat sie doch Muttermale in Form des Großen Bären auf dem Oberschenkel.

Teo gelingt es aber, heimlich ein Foto von Sabrinas Beinen zu machen und für den Wettbewerb einzureichen. Damit es berücksichtigt werden kann, ist aber unbedingt eine Unterschrift des Models erforderlich, die Sabrina natürlich verweigert, würde dies doch Interpol auf ihre Spur bringen, denn Sabrina ist als Lockvogel für ihren Onkel Gottfried tätig, der als Gentlemangauner auf großem Fuß lebt und aktuell einen großen Juwelendiebstahl plant.

Teo ist aber hartnäckig hinter Sabrinas Unterschrift her, und wie es so kommt, springt der einen oder andere Funke zwischen den beiden über. Aber wie soll Sabrina aus ihrer vertrackten Situation rauskommen?

Holla, der Film erweist sich als eine spritzige und charmante Komödie, die beim Zuschauer beschwingte Laune hinterlässt. Dass Mamie van Doren als Sabrina dem Teo den Kopf verdreht, ist angesichts ihrer körperlichen Attribute nicht verwunderlich, dies gilt schon eher für die Tatsache, dass ihr Onkel "Graf Gottfried" von Willy Birgel gegeben wird. Teo hat noch Kollegen, der mit Kontakten zu Filmproduzenten prahlt und damit sein Modell dazu bringt, jeden Tag etwas freizügiger zu posieren; am ersten Tag weigert sie sich noch, einen Knopf ihres Kleides zu öffnen, am Ende post sie in Unterwäsche. ;) Und die Kessler-Zwillinge kommen auch auf einen Auftritt vorbei. Ach ja, wenn ich nicht irre, gibt es auch Gerd Duwner zu hören.

Wäre schön, wenn sich ein Label um diesen Film kümmern würde, denn hier gilt: Ess ich noch was oder ess ich nichts mehr?


www.youtube.com Video From : www.youtube.com


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 Betreff des Beitrags: Re: MÄDCHEN MIT HÜBSCHEN BEINEN - Camillo Mastrocinque
BeitragVerfasst: 10.09.2016 21:45 
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Da hast Du ja mal wieder einen mir völlig unbekannten Film vorgestellt. Danke.
Es soll sich dabei wohl um eine italienisch-deutsche Co-Produktion handeln. Da auf dem Plakat der Name "Alfa" auftaucht, müsste Artur Brauner beteiligt gewesen sein. Er hat ja Mamie van Doren 1964 auch für den Film "Freddy und das Lied der Prärie" engagiert.


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 Betreff des Beitrags: Re: MÄDCHEN MIT HÜBSCHEN BEINEN - Camillo Mastrocinque
BeitragVerfasst: 12.09.2016 19:11 
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Wie hast den gesehen Ugo? Gibt es den auf Tape oder ist der mal im Tv gelaufen???
Denke den kenne ich noch gar nicht...

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 Betreff des Beitrags: Re: MÄDCHEN MIT HÜBSCHEN BEINEN - Camillo Mastrocinque
BeitragVerfasst: 12.09.2016 21:31 
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Das hat der ugo "Forgotten". ;)

Mir hat der Film auch richtig gut gefallen.

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 Betreff des Beitrags: Re: MÄDCHEN MIT HÜBSCHEN BEINEN - Camillo Mastrocinque
BeitragVerfasst: 20.02.2018 18:55 
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Mädchen mit hübschen Beinen – Camillo Mastrocinque

(Italien 1958)

4.9.2016, Kino (Kommkino Nürnberg, 35mm, DF, 1,66:1)
7.1.2018, Kino (Kommkino Nürnberg, 35mm, DF, 1,66:1)



Inhalt:

Ein Wachmann ist so abgelenkt von den schönen Beinen einer immer wieder an seinem Fenster vorbeiflanierenden Frau, dass „Ach, du meine Güte!“ plötzlich die Juwelen, auf die er hätte achtgeben sollen, gestohlen sind. Da er von der Frau nur die nackten Beine gesehen hat, kann er auch nur diese beschreiben – und sie haben ein augenfälliges Merkmal: Muttermale in der Anordnung der Sterne des „Großen Bären“.

Sabrina ist Model, ziert sich jedoch, da ihre Beine Muttermale in der Form des Großen Bären zieren. Der Fotograph Teo (DF: Frank) will einen Wettbewerb mit dem hochdotierten Preis von 16 Millionen Lire mit ihr gewinnen, doch auch bei einem lukrativen Halbe-halbe meint sie nicht, dass mit seiner „Intelligenz und ihrer Schönheit ja nichts mehr schiefgehen kann“ – denn sie weiß, dass nach ihr wegen des Juwelendiebstahls gesucht wird. Und ihr Onkel, ein Frauenversteher wie er im Buche steht („Es gibt noch etwas, das noch viel zerbrechlicher ist: Ein Frauenherz. Es gibt nichts, das leichter zerschleißt, als ein Frauenherz“), plant schon den nächsten Coup, bei dem er überzeugt ist, „dass noch etwas viel zerbrechlicheres als ein Frauenherz existiert: Ein Geldschrank“. Als schließlich Sabrina eine falsche Heiratsanzeige in die Zeitung setzen lässt, um Teo eifersüchtig zu machen, gibt auch Onkel Gottfried auf: „Ich habe versucht, sie gut zu erziehen, aber es hat ihr immer an Temperament gefehlt.“


Review:

„Mädchen mit hübschen Beinen“ ist eine angenehm sleazige Gaunerkomödie mit der Trashfilmversion von Marilyn Monroe, Mamie Van Doren, in der Hauptrolle. Inszeniert hat sie Camillo Mastrocinque (Diverse Totò-und-Peppino-Filme, „Ein Toter hing am Glockenseil“, 1964), der ab den 30erjahren meist Komödienstoffe inszenierte, hier jedoch dem Zuschauer ein gemischtes Vergnügen bereitet, denn obwohl Van Doren heiß ist und so manche politische Unkorrektheit heute Schwierigkeiten mit der Zensur hätte („Wie ist er?“ – „Wie Othello“ – „Ein NEGER!!???“ … - „Und wie sieht dieser Archibald aus?“ – „Ziemlich kahl und dick“ – „Und wieso haben Sie sich in SOWAS verliebt?“) und der Runninggag mit dem Model, dessen Bluse von seinem Fotographen nach und nach, aber sehr langsam aufgeknöpft wird, Spaß macht, wirkt der Krimiplot uninteressant und das Tempo ist oft zu lahm.

Trotzdem ein Film, der gerettet werden sollte, denn in den 1 ½ Jahren seit dem Forgotten-Film-Fest haben sich die Verfallserscheinungen (Essigsyndrom) noch stärker bemerkbar gemacht!

Der Film wurde auf dem 17. außerordentlichen Filmkongress des Hofbauerkommandos gezeigt und wurde vom Publikum als spaßig empfunden, war aber kein Liebling des Festivals.


Fazit:

Ein Film wie „amerikanischer Champagner“ (Cola).


Wertung:

6,5 / 10


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