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 Betreff des Beitrags: DIE GLORREICHEN SIEBEN - John Sturges
BeitragVerfasst: 20.03.2013 14:46 
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Regie: John Sturges
Darsteller: Die Glorreichen: Yul Brynner, Steve McQueen, Charles Bronson, Robert Vaughn, Brad Dexter, James Coburn und Horst Buchholz; Der Böse: Eli Wallach

Worum geht's?
In einem armen mexikanischen Bauerndorf zieht in gewissen abständen der Bandit Calvera (Eli Wallach) mit seiner Bande vorbei, um den Bewohner die mühsam eingetragene Ernte abzunehmen. Als sich drei der Bauern entschließen, in einer Stadt Waffen zu kaufen, bekommen sie stattdessen sieben Pistoleros, die ihnen aus den verschiedensten Gründen gegen Calvera helfen wollen...




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Allgemeines zum Film: Bei dem derzeitig äußerst verschneiten und kalten Frühlingswetter ist es mal Zeit, einen schönen, sonnengetränkten Western-Thread zu starten. Der Film ist die amerikanische Version von Japans Großmeister Akira Kurosawa und dessen Epos Die 7 Samurai von 1954. Den Stoff an den Rechten sicherte sich Produzent Lou Morheim für schlappe 250 Dollar. Als einer der ersten wurde Anthony Quinn auf den Stoff aufmerksam und sein Kumpel Brynner sicherte sich die Remake-Rechte. Der Plan: Brynner würde Regie führen und Quinn den Hauptdarsteller geben. Das erste Drehbuch, eng an das Original angelehnt, wurde von Walter Bernstein verfasst und über Umwege gelangte Produzent Walter Mirisch an den Stoff. Unter Mirisch durfte Walter Newman ein weiteres Drehbuch verfassen. Den ersten größeren Streit gab es dann, als Regisseur John Sturges darauf bestand, als einziger Produzent genannt zu werden. Nicht mit Morheim, der Klage einreichte. Wie es sich für große Anwaltsangelegenheiten gehört, wurde natürlich nicht vor Gericht verhandelt, sondern ein Vergleich ausgehandelt: Morheim bekam Geld, wurde aber "nur" als Associate Producer auf der Leinwand festgehalten. Das war dann auch sein Mitwirken am Film. Schlimmer kam es für Anthony Quinn: Da er nicht mehr für den Film im Gespräch war, zog er mit einer Klage von 650.000 US-$ vor Gericht gegen Brynner und verlor.

Dann begann das eigentliche Casting... Brynner war ja bereits beteiligt. Steve McQueen sollte auch mitmachen, war aber bereits vertraglich an eine andere Produktion gebunden. Seine Ex-Frau erzählt folgende Version: Um aus der Sache rauszukommen, fingierte McQueen einen Autounfall. Mit Erfolg. Sein US-Leinwanddebüt feierte der Deutsche Horst Buchholz, der auch danach noch groß Karriere machte. Eli Wallach, der böse Bube der Geschichte wurde vom Broadway geholt, war aber zunächst skeptisch. Den er fand die Rolle des Bandenchefs im Original wenig prickelnd. Zusätzlichen Druck machten den Produzenten ein drohender Schauspieler-Streik, der beim Casting mächtig aufs Gas drücken ließ. Und so kamen auch die befreundeten Robert Vaughn und James Coburn an Bord. Abgerundet wurden die Hauptdarsteller durch Brad Dexter und Charles Bronson.

Zeit zu Drehen... Und zwar in Mexiko. Doch dort freuten sich die Anwohner nicht wirklich auf die Mannschaft auf den USA, nachdem der Gary-Cooper-Film Vera Cruz die Mexikaner nicht gerade positiv dargestellt hatte. Dadurch wurden viele Cast- und Crew-Positionen mit anwohnern besetzt und sogar eine Art Zensor eingesetzt. Es kam zu diversen Änderungen: Die Dorfbewohner würden nun nicht mehr losziehen, um Hilfe anzuheuern, sondern nur, um sich selbst Waffen zu kaufen. Zudem wurde darauf geachtet, dass die mexikanischen Dorfbewohner des Films immer frische gewaschene, weiße Kleidung trugen, um dem Image des verarmten Bauern entgegenzuwirken.

Mit Drehstart am 1.3.1960 kam es dann auch direkt zu Problemen: Jeder Star wollte sich mit dem einen oder anderen Trick in den Vordergrund spielen. Am ärgsten wurde es zwischen McQueen und Brynner, die gewissermaßen einen Kleinkrieg führten. So ist McQueen vor der Kamera immer mit mindestens einem Körperteil in Bewegung, während Brynner häufig eine stoische Ruhe ausstrahlt. Und auch die Rolle von Buchholz hätte McQueen lieber gehabt. "McQueen? I couldn't take his guts." sagt Buchholz im Interview. Und als Horst dann auch noch extra Szenen bekam, die nicht im Drehbuch standen (speziell die Stier-Szene), war natürlich genug Zündstoff gegeben. Trotz allem gab es neben maximalen Testosteronwerten und Säbelgerassel natürlich eine Art Gemeinschaftsgefühl. Man spielte u.a. Schach und Gin Rummy(?). Brynner heiratete sogar direkt am Set, während Wallach von "seiner" Gang ins Herz geschlossen wurde. Das führte dazu, dass alle Requisiten für Wallach nicht direkt ihm, sondern seiner Bande gegeben wurden, ehe er sie bekam.

Als der Film dann in den amerikanischen Kinos anlief, ging das nur sehr schleppend. Nach etwa einer Woche wurde er nicht mehr landesweit gezeigt. In Europa hingegen schlug der Film ein und wurde ein Erfolg. Dazu dürfte neben der geballten Starpower noch eine andere große Leistung beigetragen haben: die Musik von Elmer Bernstein:
The Magnificent Seven - Elmer Bernstein

Quelle: Das meiste ist aus der Dokumentation "Guns for Hire - The Making of The Magnificent Seven", die sich auf den meisten Ausgaben im Bonusmaterial findet.

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Meine Sicht: Ich habe mir den Film vor ein paar Wochen mal wieder angesehen und auch, wenn ich Die Sieben Samurai noch besser finde, halte ich diesen Film für durchaus gelungen. Ich bin zwar bei weitem kein Experte in Sachen Western, aber hier wird ordentlich abgeliefert. Die Schauspielerleistungen sind (gerade wegen der Reibereien?) verdammt gut, die Musik spricht zudem für sich selbst. Die simple Handlung erhält vor allem durch die Eigenheiten der Sieben genug Boden, um mit den Charakteren mitzufühlen. Sei es der kinderfreundliche Bronson, der von Reichtum getriebene Dexter oder auch der von den Geistern seiner Vergangenheit verfolgte Robert Vaughn. Gerade Vaughns Szene gegen Ende hat mir sehr gefallen, das wirkte sehr intensiv.
Die diversen Oneliner ("Der beste Schuss den ich je gesehen habe!" "Der schlechteste! ...Ich habe auf das Pferd gezielt.") zünden auch und dazu gesellen sich wunderschöne Panoramaaufnahmen sowie eine Melancholie, die ich trotz allem bei Samurai noch stärker herausgearbeitet fand. Der Film hat bei mir 8 Punkte sicher (Samurai 9).

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Die Nachfolgerfilme haben ja bereits Threads, aber zum Original hatte ich keinen gefunden!?

EDIT: Bilder gefixt.

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Zuletzt geändert von MMeXX am 03.02.2014 17:32, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE GLORREICHEN SIEBEN - John Sturges
BeitragVerfasst: 04.04.2013 18:25 
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Ich hab den zweiten Teil zu erst gesehen und mag ihn eigentlich bis heute ein bisschen mehr. Trotzdem ist das ein toller Western und so eine Besetzung ist ja einzigartig. Wallach nimmt hier schon viel von seinen späteren SW-Rollen vorweg. Natürlich ist das Gutmenschentum schon ein bisschen lästig, aber man kann drüber hinwegesehen. Am Ende gibts dann auch für 1960 einige beachtliche Härten, wie die Machete die den Reiter trifft, was 10 Jahre später genauso in Corbuccis Companeros wieder vorkommt.

8/10


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE GLORREICHEN SIEBEN - John Sturges
BeitragVerfasst: 07.04.2013 16:22 
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Absoluter Klassiker und einer meiner
absoluten Lieblings US-Western.
Die Besetzung ist bis in die kleinsten
Nebenrollen hervorragend besetzt, die
Dialoge witzig und schlagfertig, das Finale
spannend und mitreissend.
Toller Streifen, 9 von 10 Punkten


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE GLORREICHEN SIEBEN - John Sturges
BeitragVerfasst: 07.07.2013 15:48 
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Ich hatte ja gehofft, dass Tarantino mit Django Unchained eine kleine Western Welle auslöst, und siehe da, einige IW's werden veröffentlicht, es kommen mehr Western in die Kinos, ect...
Aber wenn ich dann von Remakes von "The Wild Bunch" lese wird mir ganz anders ! Und jetzt soll auch noch ein remake zu den glorreichen sieben kommen ! :o Mit Tom Cruise :shock:

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE GLORREICHEN SIEBEN - John Sturges
BeitragVerfasst: 07.07.2013 16:54 
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Aber Mag 7 ist ein universaler Stoff den man zu jeder Zeit remaken kann. Und wo man auch die Vorlage erreichen kann, oder auch verbessern kann.

Außerdem ist Mag7 ja selber schon ein Remake !!!

Ein Remake von The Wild Bunch dagegen ist Schwachsinn. Und sinnlos. Und kommerzieller Selbstmord.


Zuletzt geändert von Stanton am 25.02.2017 18:03, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE GLORREICHEN SIEBEN - John Sturges
BeitragVerfasst: 07.07.2013 17:03 
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Stanton hat geschrieben:
Aber Mag 7 ist ein universaler Stoff den man zu jeder Zeit remaken kann. Und wo man auch die Vorlage erreichen kann, oder auch verbessern kann.

Außerdem ist Mag7 ja selber schon ein Remake !!!


Das mag schon sein, aber wie viele Regiseure gibt es, die heute aus dem guten Stoff einen guten Film machen können ! Höchstens eine Handvoll ! Viel weiß ich über das Remake zwar noch nicht, aber ich bezweifle das da einer der großen im Regiestuhl sitzen wird !
Noch dazu mit Tom Cruise, diese Oberpfeiffe :roll: ... dessen einzig gute Rolle Jack Reacher ist !

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE GLORREICHEN SIEBEN - John Sturges
BeitragVerfasst: 07.07.2013 18:53 
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Regisseure genau so viel wie früher. Aber ob die einen nehmen der Western kann ... ?


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE GLORREICHEN SIEBEN - John Sturges
BeitragVerfasst: 07.07.2013 21:22 
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mel gibson sollte ihn drehen :mrgreen:

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE GLORREICHEN SIEBEN - John Sturges
BeitragVerfasst: 08.07.2013 18:01 
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Es gibt für mich heutzutage nur 3, bzw. 2 Regisseure bei denen ich mich wirklich freue wenn sie einen neuen Film machen, und dass sind Tarantino und die Coen Brüder ! und irgendwie könnte ich da N.W. Refn auch dazu zählen...

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE GLORREICHEN SIEBEN - John Sturges
BeitragVerfasst: 08.07.2013 18:51 
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Ich denke Costner könnte ihn machen.


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE GLORREICHEN SIEBEN - John Sturges
BeitragVerfasst: 08.07.2013 19:18 
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Ed Harris, Walter Hill...


Ob sich Cruise ein Glatze rasiert und Zigarren raucht? :lol:

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE GLORREICHEN SIEBEN - John Sturges
BeitragVerfasst: 12.02.2017 20:29 
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Hab jetzt das Remake gesehen und würde jetzt gerne das Original sehen. Was ist denn die beste Möglichkeit, den Film zu schauen? Die deutsche BD soll ja zu tief sein. Oder ist da schon eine neue in Planung, jetzt, da das Remake draussen ist?


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE GLORREICHEN SIEBEN - John Sturges
BeitragVerfasst: 13.02.2017 11:44 
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Am besten du legst dir die DVD zu, da ist die Tonhöhe korrekt. Ich hab die United Artists Edition da sind auch ein paar Extras drauf, vorallem das Making of ist sehr interessant. Soweit ich weiß ist bis jetzt keine Meldung im Internet aufgetaucht, dass eine BluRay Neuauflage erscheinen soll. Die DVD ist allerdings ziemlich günstig zu bekommen. ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE GLORREICHEN SIEBEN - John Sturges
BeitragVerfasst: 25.02.2017 16:29 
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Dem Tipp schliesse ich mich an.
Die DVD ist für den derzeit angebotenen Preis absolut
lohnenswert.


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE GLORREICHEN SIEBEN - John Sturges
BeitragVerfasst: 09.07.2017 15:03 
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Vor einer gefühlten Ewigkeit habe ich diesen Film einmal gesehen und gestern mit kaum noch einer Erinnerung daran wieder.
Damals habe ich ihn mir schon in dem Wissen angeschaut, dass es sich dabei um einen Klassiker handelt, fand ihn aber weder beeindruckend in irgendeiner Hinsicht, noch überragend.
Aus heutiger Sicht hat sich an dem Eindruck nichts geändert.
Der Film ist unterhaltsam, aber mehr auch nicht; was daran das große Meisterwerk sein soll, als das er oft bezeichnet wird, erschließt sich mir nicht.
Die Geschichte an sich ist schon nichts Besonderes und auch nicht irgendwie hervorragend inszeniert.
Das Geschehen plätschert vor sich hin, die Musik von Elmer Bernstein zeigt seltenst Wirkung und wenn, dann nur kurz und minimal.
Soweit also nichts, was mir den Klassiker- und Kultstatus, den der Film genießt, verständlich machen würde.
Ich glaube eher, dass die Popularität der sehr namhaften Besetzung zu verdanken ist.
Zumindest wüsste ich nichts, was den Film sonst von der Masse abheben würde.
In meinen Augen ist das also zwar ein brauchbarer Film, aber einer, der seinem Ruf nicht ganz gerecht wird.
So gibt's nur 6/10.


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE GLORREICHEN SIEBEN - John Sturges
BeitragVerfasst: 10.07.2017 16:02 
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Sturges hat den Film schon sehr sauber inszeniert.
Das was ihn von anderen Filmen seiner Zeit abhebt ist die starke Betonung des Söldnertums der Sieben (im Klassischen Western wären sie sonst "resozialisiert", d.h. in die Gemeinde eingegliedert worden).
Das "Vorsichhingeplätschere" nennt man allgemein Charakterzeichnung.
Und so etwas wie Bernsteins Musik mit verschiedenen Leitmotiven gab es im damaligen Us Western auch noch nicht.


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE GLORREICHEN SIEBEN - John Sturges
BeitragVerfasst: 10.07.2017 16:08 
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Nobody hat geschrieben:
Sturges hat den Film schon sehr sauber inszeniert.
Das was ihn von anderen Filmen seiner Zeit abhebt ist die starke Betonung des Söldnertums der Sieben (im Klassischen Western wären sie sonst "resozialisiert", d.h. in die Gemeinde eingegliedert worden).
Das "Vorsichhingeplätschere" nennt man allgemein Charakterzeichnung.
Und so etwas wie Bernsteins Musik mit verschiedenen Leitmotiven gab es im damaligen Us Western auch noch nicht.

Ändert aber alles nichts daran, dass das nicht so wirklich das Wahre ist für mich.


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE GLORREICHEN SIEBEN - John Sturges
BeitragVerfasst: 10.07.2017 20:43 
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Mag sein trotzdem hindert das den Film nicht daran, das zu sein, was du ihm ansprichst.


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE GLORREICHEN SIEBEN - John Sturges
BeitragVerfasst: 10.07.2017 21:12 
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Nobody hat geschrieben:
Mag sein trotzdem hindert das den Film nicht daran, das zu sein, was du ihm ansprichst.

Ich will dem Film ja gar nicht absprechen, ein Klassiker zu sein, das habe ich auch nie bezweifelt, aber muss er deswegen gleich ein Meisterwerk sein?


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE GLORREICHEN SIEBEN - John Sturges
BeitragVerfasst: 11.07.2017 12:45 
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Ein Westernklassiker ist er, aber ganz gewiss kein Meisterwerk.

Mir gefällt er auch nicht so wirklich. Das vorhandene Potential wird doch ganz ordentlich verschenkt, aus einer Reihe verschiedener Gründe.
Mag 7 ist ganz klar Sturges bekanntester Western, aber für mich weit davon entfernt sein bester zu sein. Alle die er vorher gedreht hat mag ich mehr, und The Professionals (Brooks, 1966) ist der weitaus gelungenere US Western zum Söldner Thema. In jeder Hinsicht.
Als ich ihn das erste Mal als Jugendlicher sah war ich sogar richtig enttäuscht, aber mittlerweile sehe ich ihn doch positiver. Ein paar Sachen sind schon gelungen. 6,5/10


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE GLORREICHEN SIEBEN - John Sturges
BeitragVerfasst: 11.07.2017 14:39 
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Stanton hat geschrieben:
Ein Westernklassiker ist er, aber ganz gewiss kein Meisterwerk.

Eben, aber das scheint Nobody nicht einsehen zu können oder zu wollen.
Bei ihm ist es anscheinend automatisch Klassiker = Meisterwerk und anders geht's nicht; so kommt mir das vor.
Aber dass es auch andere Meinungen geben kann, kann oder will er anscheinend nicht akzeptieren, sonst würde er mir nicht schon wieder vorwerfen, ich würde dem Film etwas absprechen wollen.


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE GLORREICHEN SIEBEN - John Sturges
BeitragVerfasst: 11.07.2017 16:03 
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Ihr beide habt doch das Remake gesehen. ;) Da könnte ich eure Bewertung verstehen. :roll:


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE GLORREICHEN SIEBEN - John Sturges
BeitragVerfasst: 11.07.2017 17:15 
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Der Film ist für mich auch kein Meisterwerk im Sinne von Peckinpah/Leone, aber ich kann seine Beliebtheit viel besser nachvollziehen als z.B. von High Noon

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE GLORREICHEN SIEBEN - John Sturges
BeitragVerfasst: 11.07.2017 19:46 
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giant_claw hat geschrieben:
Ihr beide habt doch das Remake gesehen. ;) Da könnte ich eure Bewertung verstehen. :roll:



Immerhin ist Mag7 trotzdem noch locker der beste Mag 7 Film. Die 3 Fortsetzungen taugen nicht viel, und das Remake (das eher eine weitere Fortsetzung ist) ist ebenfalls eine Enttäuschung.

High Noon dagegen macht mir deutlich mehr Spaß. Der ist teils brillant inszeniert, der geht immer.


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE GLORREICHEN SIEBEN - John Sturges
BeitragVerfasst: 11.07.2017 21:16 
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Kann ich null nachvollziehen, wie jemand, der das Kino liebt, diesen Film nicht mögen kann. Zudem sollte ein halbwegs aufgeweckter Cineast Genrefilme immer kontemporär einstufen können: Der Film wurde 1959 konzipiert, das war 7 - 9 Jahre vor WILD BUNCH, DIRTY DOZEN oder PROFESSIONALS. Für einen Endfünfzigerfilm ist er sowas von hip und cool und modern. Der Anführer aus Wladiwostok war zwar sehr mutig geachtet, aber auch im echten Westen gab's ne Menge bunter Einwanderer. McQueen, Bronson, Coburn... was gibt's da zu jammern.

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE GLORREICHEN SIEBEN - John Sturges
BeitragVerfasst: 11.07.2017 21:21 
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Ok, aber auch wenn ich berücksichtige, wann der Film gemacht wurde und was nach dem damaligen Stand alles neu war: Was ändert das daran, wie gut mir ein Film gefällt?


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE GLORREICHEN SIEBEN - John Sturges
BeitragVerfasst: 11.07.2017 23:16 
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Sbirro Di Ferro hat geschrieben:
Stanton hat geschrieben:
Ein Westernklassiker ist er, aber ganz gewiss kein Meisterwerk.

Eben, aber das scheint Nobody nicht einsehen zu können oder zu wollen.
Bei ihm ist es anscheinend automatisch Klassiker = Meisterwerk und anders geht's nicht; so kommt mir das vor.
Aber dass es auch andere Meinungen geben kann, kann oder will er anscheinend nicht akzeptieren, sonst würde er mir nicht schon wieder vorwerfen, ich würde dem Film etwas absprechen wollen.


Also erstens habe ich weder von Klassikern oder Meisterwerken gesprochen, zweitens habe ich nie in Frage gestellt, dass du einen Film schlecht finden kannst und drittens: doch das tust du und genau darüber habe ich mich beklagt! Aber anscheinend bringst du für Kritik so viel Verständnis auf, wie für die Filme, die du schaust.


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE GLORREICHEN SIEBEN - John Sturges
BeitragVerfasst: 11.07.2017 23:20 
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Sbirro Di Ferro hat geschrieben:
Ok, aber auch wenn ich berücksichtige, wann der Film gemacht wurde und was nach dem damaligen Stand alles neu war: Was ändert das daran, wie gut mir ein Film gefällt?


Er darf dir nicht gefallen, nur solltest du - darauf wollte ich ebenso hinweisen, wie Mike - etwas Verständnis für den Entstehungszeitraum und -kontext aufbringen.


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE GLORREICHEN SIEBEN - John Sturges
BeitragVerfasst: 12.07.2017 14:51 
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Nobody hat geschrieben:
Also erstens habe ich weder von Klassikern oder Meisterwerken gesprochen, zweitens habe ich nie in Frage gestellt, dass du einen Film schlecht finden kannst und drittens: doch das tust du und genau darüber habe ich mich beklagt! Aber anscheinend bringst du für Kritik so viel Verständnis auf, wie für die Filme, die du schaust.

Du verstehst es noch immer nicht...
Ich erkenne dem Film nichts ab, ich habe nirgendwo gesagt, der Film wäre überhaupt kein Klassiker oder kein Meisterwerk oder dergleichen.
Der Film ist ein Klassiker, das habe ich nie bezweifelt dass er objektiv als Meisterwerk wird ist auch klar, aber muss er das deswegen für den einzelnen Zuschauer auch sein?
Ich kann doch wohl sagen: "Das ist FÜR MICH kein Meisterwerk, weil ich ihn eben nicht so gut finde", aber damit erkenne ich ihm noch lange nicht diesen Status an und für sich ab.
Man muss immer unterscheiden können, zwischen subjektiv und objektiv.
Wenn ein Film objektiv gesehen ein Meisterwerk ist, wie eben DIE GLORREICHEN SIEBEN, muss das nicht heißen, dass er das für mich als einzelne Person, aus meiner subjektiven Sichtweise, genauso ist.
Auch wenn er das für mich persönlich nicht ist, ändert das nichts daran, dass er aus objektiver Sichtweise ein Meisterwerk ist.

Und: Bezüglich der Berücksichtigung von Entstehungszeitraum- und kontext:

Noch einmal: Auch wenn ich das alles berücksichtige, ändert das überhaupt nichts daran, ob oder wie sehr mir der Film gefällt.


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE GLORREICHEN SIEBEN - John Sturges
BeitragVerfasst: 12.07.2017 20:49 
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Du verstehst es nicht. So, wie du den Film besprochen hast, hast du genau all das impliziert, wogegen du dich jetzt wehrst. Es ist diese überhebliche Selbstverständlichkeit, mit der du über vieles hinwegbügelst.
So, wie du es jetzt geschrieben hast, wäre es doch in Ordnung.

P.S. in der Kunst gibt es keine Objektivität


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