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 Betreff des Beitrags: UNION PACIFIC - Cecil B. DeMille
BeitragVerfasst: 22.05.2015 08:43 
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Union Pacific, USA 1939
R.: Cecil B. DeMille
B.: Ernest Haycox, Walter DeLeon, C. Gardner Sullivan, Jesse Lasky Jr., Jack Cunningham
K.: Victor Milner, Dewey Wrigeley
M.: Sigmund Krumgold, John Leipold, Victor Young, Gerard Carbonara, Leo Shuken, George Antheil
D.: Joel McCrea, Barbara Stanwyk, Robert Preston, Brian Donlevy

Es ist einer von Präsident Lincolns letzten großen Träumen: eine Eisenbahn, die Ost-und Westküste miteinander verbindet. Die Union Pacific soll diesen Auftrag übernehmen und den Schienenstrang bis an die Grenze von Kalifornien voran treiben, wo er sich mit den Gleisen der Central Pacific vereint. Doch diese hat ihre Schwellen bereits viel weiter nach Osten verlegt. Gierige Börsenspekulanten wollen nun, dass die Central möglichst viele Meilen gewinnt und die Union in der Wüste stecken bleibt.
Deshalb heuert Bankdirektor Barrows den umtriebigen Sid Campeau an. Dieser soll mit einer reisenden Spielhölle die Bahnarbeiten zu behindern. Doch auch die Union Pacific hat tüchtige Männer in ihren Rängen. Zu ihnen gehört der ehemalige Offizier Jeff Butler, der scheinbar jede Situation meistern kann. Butler hat zudem ein Auge auf die Lokführertochter Mollie Monahan geworfen. Doch die verlobt sich mit seinem Freund Dick Allen, einem von Campeaus Handlangern.

Union Pacific ist bestes Westernkino der späten Dreißiger. Der Film bietet epische Szenen vom Eisenbahnbau, die sehr schnell ihren Einfluss auf entsprechende Sequenzen in Sergio Leones Spiel mir das Lied vom Tod erkennen lassen. Dazu kommen dynamisch gedrehte Actionszenen und nicht übermäßig schmalzige Liebesszenen. Die Ausstattung und die Kostüme sind großartig gelungen und DeMille kann Szene für Szene sicher inszenieren. Die Geschichte fesselt von Anfang bis Ende. Die Figurenkonstellation wurde später teilweise von Fritz Lang für seinen Western Unions übernommen (der allerdings auch auf einem Roman von Zane Grey basiert).
9/10


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 Betreff des Beitrags: Re: UNION PACIFIC - Cecil B. DeMille
BeitragVerfasst: 27.05.2015 16:04 
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Habe den Film vor einigen Tagen angesehen und für nicht ganz so gut befunden.
Die Schauspieler und auch die Charaktere sind toll. Einige deiner Argumente kann ich außerdem gut nachvollziehen.
Allerdings gibt es auch Kritikpunkte: Diese unheimlich sentimentalen Todesszenen, v.a. des ansonsten nicht vorkommende Spielers Paddy oder die unselige Darstellung der Indianer, in der viel zu langen Überfallszene am Schluss. Außerdem sieht man jedem einzelnen Bart an, dass er aufgeklebt ist.
Joel McCrea ist ein ziemlich draufgängerischer Typ, viel interessanter als später in seinen B-Western.
Wusstest du, dass Robert Preston erst Anfang 20 war, als der Film gedreht wurde? Das hat mich nämlich überrascht. Dazu ein witziger Kommentar aus: "Quinlan's Filmstars": "He always looked about 35 ..."


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 Betreff des Beitrags: Re: UNION PACIFIC - Cecil B. DeMille
BeitragVerfasst: 07.06.2015 21:59 
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"...and still did when he returned to films in triumph in the sixties ..."

Den Film sah ich als Kind im Fernsehen und einzelne Szenen habe ich niemals vergessen.
Auf den Titel achtete ich damals nicht und ein somit überraschendes Wiedersehen viele Jahre später, zündete bei mir so richtig.

Trotz vieler falscher Bärte und unkorrekter Sichtweise auf die Ureinwohner der neben DeMille's eigenen "Plainsman" für mich schönste frühe Western.

8/10


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 Betreff des Beitrags: Re: UNION PACIFIC - Cecil B. DeMille
BeitragVerfasst: 08.06.2015 18:57 
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Ja, er ist wirklich gut.
Meine Liebelingsfrühwestern bleiben aber "Stagecoach" und "Jesse James - Mann ohne Gesetz".

Vor kurzem habe ich übrigens erstmalig den noch früheren "The Big Trail" gesehen. Hat mich durchaus beeindruckt.


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 Betreff des Beitrags: Re: UNION PACIFIC - Cecil B. DeMille
BeitragVerfasst: 08.06.2015 19:45 
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Welchen früheren? Den von Walsh?


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 Betreff des Beitrags: Re: UNION PACIFIC - Cecil B. DeMille
BeitragVerfasst: 08.06.2015 20:12 
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Ja, genau.


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 Betreff des Beitrags: Re: UNION PACIFIC - Cecil B. DeMille
BeitragVerfasst: 11.06.2015 16:54 
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Pacer Burton hat geschrieben:
Allerdings gibt es auch Kritikpunkte: Diese unheimlich sentimentalen Todesszenen, v.a. des ansonsten nicht vorkommende Spielers Paddy oder die unselige Darstellung der Indianer, in der viel zu langen Überfallszene am Schluss. Außerdem sieht man jedem einzelnen Bart an, dass er aufgeklebt ist.

Sentimental war früher von 1930-1960 sehr angesagt und oft sehr kitischig.Bei manch so einem Melodram denkt man da :roll: :roll: :evil:.Muss man mit leben macht den Film nicht unbedingt schlechter auch wenn es doch übertreiben wirkt.Die Darstellung der Indianer ist eig meistesn eher negativ behaftet.Zu den Bärten kommt auch noch hinzu das die meisten Indaner wohl von weißen Dargestellt wurden liegt jedoch alles an der Zeit.

Mir gefiel der Film aber auch recht gut.Vileleicht schreibe ich die tage nochmal etwas dazu.


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 Betreff des Beitrags: Re: UNION PACIFIC - Cecil B. DeMille
BeitragVerfasst: 08.02.2018 23:59 
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Starker Film über Inbesitznahme und Zivilisierung des Wilden Westen, in dem sich Nord und Süd am Ende die Hände reichen, denn keine Kraft der Welt lässt das „neue Amerika“ aus den Fugen geraten. Gerade in Anbetracht des frühen Produktionsdatums bietet der Film sehr gut inszenierte Szenen, wie z. B. das Entgleisen einer Lokomotive. Bestens besetzt, spannend inszeniert und der Schmalz, der hält sich in Grenzen.

Ich bin begeistert.

_________________
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 Betreff des Beitrags: Re: UNION PACIFIC - Cecil B. DeMille
BeitragVerfasst: 09.02.2018 11:37 
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Ich mag Union Pacific auch sehr, trotz genau so offensichtlicher wie auch typischer Schwächen. Aber was zählt ist all das was grandios daher kommt, und das ist nicht wenig, wie in allen gelungenen DeMille Filmen. De Milles bester Western noch vor The Plainsman. 8/10


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