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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Post subject: DER BRIEF AN DEN KREML - John Huston
PostPosted: 25.06.2018 23:10 
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Produktionsland/Jahr: USA 1970
Darsteller: Bibi Andersson, Richard Boone, Patrick O'Neal, Dean Jagger, Barbara Parkins, Nigel Green, George Sanders, Ronald Redd, Max von Sydow, Orson Welles, Lila Kedrova
Drehbuch: John Huston & Gladys Hill
Produziert von: Carter DeHaven, Sam Wiesenthal, John Huston
Musik: Robert Drasnin

Ein Netzwerk erfahrener westlicher Spione rekrutiert den jungen Agenten Rone (Patrick O’Neal), dessen fotografisches Gedächtnis ihn für einen gefährlichen Job qualifiziert hat. Er soll die Spione auf einer Mission nach Russland begleiten. Gemeinsam versuchen sie, einen Brief zu finden, welcher von der CIA geschrieben wurde und Russland Beistand zusagt, in dem Fall, dass eine Atombombe in die Hände der Chinesen geraten sollte.
(Moviepilot)

Die Geheimdienst/Spionage-Thematik ist normalerweise gar nicht meine Sache, aber hin und wieder gibt's doch Einzelfälle, die interessant erscheinen.
Wie so oft, ist es auch hier wieder Regie und vor allem Besetzung, die mein Interesse geweckt haben.
Die Besetzung natürlich vielversprechend und Huston ein Routnier, der sich auf jeden Stoff neu einstellt, damit wären gute Voraussetzungen gegeben, ich persönlich habe mir aber trotzdem nicht viel erwartet.
Umso größer dann die Überraschung(en): Die Geschichte scheint auf den ersten Blick vielleicht eher verworren und schwierig verfolgbar (zig verschiedene Namen tauchen auf, die man alle auseinanderhalten muss), läuft aber sehr geordnet und geradlinig ab, sodass es einfach ist, dranzubleiben.
Huston inszeniert das Ganze durchwegs einwandfrei und sauber, leistet sich trotz einer Laufzeit von fast 2 Stunden kaum erwähnenswerte Längen.
Er nimmt sich zwar für Vieles etwas mehr Zeit, aber trotzdem lässt die Spannung nicht nach und es ist eigentlich keine Sekunde zuviel.
Für die Einführungs-/Vorbereitungsphase bspw., die andere auf 20 Minuten komprimieren, nimmt er sich eine Dreiviertelstunde Zeit.
Aber das ist, wie gesagt, um nichts zuviel, wirkt penibel durchkomponiert und der Zuschauer hat auch noch genug Zeit, um sich in dieser Welt zurechtzufinden und die einzelnen Figuren kennenzulernen.
Was Huston in der Folge aber noch gut macht (was für ein gutes Drehbuch spricht): Trotz der ausführlichen Einführungsphase, obwohl man glauben sollte, dass man wüsste, wer wo steht, zaubert er immer noch, über den ganzen Film verteilt, Überraschungen aus dem Ärmel.
Und auch das wirkt (auch zum Ende hin) keinesfalls, als sollte/müsste alles auf ein Twist-Feuerwerk hinauslaufen.
Also das ist schon alles gut durchdacht, da müssen die Schauspieler gar nicht mehr viel tun, in dem Sinn, dass sie dafür sorgen müssten, dass es nicht langweilig wird.
Zwar ist eine solch namhafte Besetzung zweifellos ein Bonus, aber es ist glücklicherweise kein Film, der alleine davon abhängig ist, der mit der Besetzung steht und fällt (was es ja auch schon gegeben hat, bei Huston).
DER BRIEF AN DEN KREML ist für mich eine in allen Belangen wirklich sehr positive Überraschung.
Lange habe ich mich selbst nicht an den Film herangetraut und jetzt kann ich doch nur eine Empfehlung aussprechen.
Mindestens 8/10.

Trailer:
www.youtube.com Video from : www.youtube.com


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