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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Post subject: DIE SPUR FÜHRT ZURÜCK - Jack Nicholson
PostPosted: 27.02.2020 01:40 
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Produktionsland/Jahr: USA 1990
Darsteller: Jack Nicholson, Harvey Keitel, Meg Tilly, Madeleine Crowe, Eli Wallach, Rubén Blades, Frederic Forrest, David Keith, Richard Farnsworth
Drehbuch: Robert Towne
Produziert von: Robert Evans, Harold Schneider, Jack Nicholson
Musik: Van Dyke Parks

Los Angeles im Jahre 1948: Jake Gittes verdient sich immer noch sein Geld als Privatdetektiv, dessen Hauptaufgabe darin besteht, untreue Ehemänner zu überwachen. Eine wiederum anfänglich harmlose Eifersuchtsgeschichte entpuppt sich bald als gefährliches Politikum. Und prompt wird Gittes von der Vergangenheit eines Falles eingeholt, der vor elf Jahren sein ganzes Leben verändert hatte.
(Covertext; Ofdb)

16 Jahre nach Polanskis Neo-Noir-Meisterstück CHINATOWN legt Robert Towne eine Fortsetzung der Geschichte von Jake Gittes vor.
Jack Nicholson übernimmt die Rolle wieder und um die Inszenierung kümmert er sich auch gleich selbst.
Dazu neben ihm in der Besetzung einige Top-Leute, wie Harvey Keitel, Eli Wallach und Richard Farnsworth.
Das sind auf den ersten Blick nicht die schlechtesten Voraussetzungen, würde ich meinen, aber ich hatte nun einmal bisher keine Ahnung, was Nicholson als Regisseur drauf hat (oben eben nicht).
Am Ende hatte ich wieder einmal das Gefühl, dass die großen Namen nur notgedrungen quasi als Aufmerksamkeitserreger engagiert wurden.
Denn das Drehbuch ist - gelinde gesagt - schwach und Nicholson stellt sich als Regisseur als glatte Nullnummer heraus.
Er mag ein großartiger Schauspieler sein, aber als Regisseur... - nein, Danke, lieber nicht...
Jetzt haben wir hier also ein paar hochkarätige Namen im Cast versammelt (inkl. Nicholson selbst), aber für sie alle gilt angesichts eines derartigen Drehbuchs nur eines: Zu retten, was noch zu retten ist, so gut es irgendwie geht.
Das tun meinem Gefühl nach auch alle, aber wenn dann der Regisseur (egal, ob aus Inkompetenz oder reiner Überforderung, was ja auch theoretisch möglich wäre) auch noch weitestgehend versagt, ist das Desaster komplett und der Flop an den Kinokassen sollte niemanden verwundern.
Wo CHINATOWN noch überall ein gewisses Quäntchen Raffiniertheit hatte, übertrumpft hier eine Szene die andere an Uninspiriertheit.
Und sogar die Charakterzeichungen lassen zu wünschen übrig, so wie auch deren Platzierung in der Handlung.
So sind bspw. die drei Frauenfiguren (auch die zwei in die zentrale Geschichte verwickelten) letztlich nicht mehr als optischer Aufputz.
Und eigentlich haben Eli Wallach und Richard Farnsworth auch nicht viel Raum bekommen, sind beide in ihren Rollen, aus meiner Sicht, als verschenkt zu bezeichnen.
So bleiben hauptsächlich nur mehr Nicholson und Keitel, die versuchen müssen, die Aufmerksamkeit beim Zuschauer aufrechtzuerhalten und das gegen so viele Negativaspekte.
Bei mir haben sie es jedenfalls nicht geschafft.
Die Geschichte ist zu zerfahren und schlicht uninteressant, die Charaktere zu unausgereift, die Inszenierung fast vollkommen misslungen und die Musik habe ich quasi gar nicht wahrgenommen.
4/10

Trailer:
www.youtube.com Video from : www.youtube.com


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