Dirty Pictures

Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Post subject: Re: SCHÖN, NACKT UND LIEBESTOLL - Roberto Montero
PostPosted: 05.05.2010 19:03 
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Ich mache nichts mit dem Schuber , nur (fast)alle die ich bis jetzt habe die bekommen mit der Zeit kratzer , risse usw. der Zeichen der Zeit :shock:
Habe nur Angst das es hier auch passiert :) Deswegen bin ich allgemein kein Freund davon.

Und Schubbern kann ich mir darauf keinen .... dafür hoffentlich bald auf Karate , küsse blonde katzen :mrgreen:


PS: Wann komm eigentlich Die Brut des Bösen von euch ? :mrgreen: :mrgreen: :lol:


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 Post subject: Re: SCHÖN, NACKT UND LIEBESTOLL - Roberto Montero
PostPosted: 05.05.2010 21:28 
chakunah_2072 wrote:
Scheibe ist endlich da :mrgreen: Ausführliches Feedback dann später! Sieht soweit schon mal sehr anständig aus!




Nicht nur sehr anständig.:) Die Bildqualität ist für einen solchen Film über jeden Zweifel erhaben.
Man kann nur hoffen, daß noch viele Filme von CO erscheinen.


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 Post subject: Re: SCHÖN, NACKT UND LIEBESTOLL - Roberto Montero
PostPosted: 05.05.2010 21:34 
Schwiegermutterstraum wrote:
Und Schubbern kann ich mir darauf keinen .... :mrgreen:



Steh einfach dazu! Das Forum heißt ja auch nicht umsonst "Dirty" Pictures. :mrgreen:
Die Leute im Forum sind doch tolerant! ;)


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 Post subject: Re: SCHÖN, NACKT UND LIEBESTOLL - Roberto Montero
PostPosted: 05.05.2010 22:16 
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So teuer wie unsere IGCC Schuber in der Herstellung sind, sollten sie schon ne Weile halten. Jedenfalls länger als der Durchschnittschuber. Ne bessere Qualität kriegt man kaum.

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 Post subject: Re: SCHÖN, NACKT UND LIEBESTOLL - Roberto Montero
PostPosted: 05.05.2010 22:32 
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Camera Obscura wrote:
So teuer wie unsere IGCC Schuber in der Herstellung sind, sollten sie schon ne Weile halten. Jedenfalls länger als der Durchschnittschuber. Ne bessere Qualität kriegt man kaum.


Die Erfahrung hat gezeigt, dass Hochglanz-Schuber im Gegensatz zu matten Schubern nicht so schnell "Schäden" bekommen. Von daher alles richtig gemacht ;)
Wobei die matten natürlich noch etwas edler aussehen... Aber mittlerweile bekommen die selbst bei mir ein Paar Macken. Und ich "schub(b)er" mit keinen :lol:
Da greift man mal zu feste zu und schon hat sich der Fingernagel etwas in die Pappe gedrückt. Oder Ecken stoßen ab... Ach es ist ein Kreuz ;)
- Am besten eingeschweißt lassen und sich in Enthaltsamkeit (!) üben :lol:


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 Post subject: Re: SCHÖN, NACKT UND LIEBESTOLL - Roberto Montero
PostPosted: 06.05.2010 17:41 
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Heute erhalten und einfach wieder ein Hammer Ding geworden wo alles passt !
Hab mir gleich das Booklet durchgelesen, und musste wieder richtig schmunzeln, was Herr Kessler für eine Bedeutung für SCHÖN,NACKT UND LIEBESTOLL rausgehauen hat...GEIL! :mrgreen:

Nur weiter so...ich freu mich schon auf die nächsten Italos + die blonden Katzen !

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 Post subject: Re: SCHÖN, NACKT UND LIEBESTOLL - Roberto Montero
PostPosted: 06.05.2010 23:24 
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Wenn du das Booklet schon informativ fandest, dann hör/schau dir mal den Audiokommentar an!

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 Post subject: Re: SCHÖN, NACKT UND LIEBESTOLL - Roberto Montero
PostPosted: 07.05.2010 12:02 
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italostrikesback wrote:
Schwiegermutterstraum wrote:
Und Schubbern kann ich mir darauf keinen .... :mrgreen:



Steh einfach dazu! Das Forum heißt ja auch nicht umsonst "Dirty" Pictures. :mrgreen:
Die Leute im Forum sind doch tolerant! ;)



Ok ok , ich bin ein verdammter WIXXER :o :shock: :D :D


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 Post subject: Re: SCHÖN, NACKT UND LIEBESTOLL - Roberto Montero
PostPosted: 07.05.2010 16:33 
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Die DVD ist wirklich toll geworden. Mein Kompliment an Camera Obscura. Freue mich schon auf die nächsten IGCC-Titel bzw. auch auf einige eurer Einzel-Releases.

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 Post subject: Re: SCHÖN, NACKT UND LIEBESTOLL - Roberto Montero
PostPosted: 08.05.2010 00:01 
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italostrikesback wrote:
chakunah_2072 wrote:
Scheibe ist endlich da :mrgreen: Ausführliches Feedback dann später! Sieht soweit schon mal sehr anständig aus!




Nicht nur sehr anständig.:) Die Bildqualität ist für einen solchen Film über jeden Zweifel erhaben.
Man kann nur hoffen, daß noch viele Filme von CO erscheinen.

Eierschaukeleien gegenüber Labels finde ich zum kotzen, aber die Bildqualität ist einfach fantastisch! Das geht nicht besser! Eine top DVD, ohne wenn und aber.

Dem Film selber konnte ich nicht allzu viel abgewinnen, hatte beziehungsweise eine völlige Sleaze- Bombe mit entsprechender Synchronisation erwartet. Der Film ist gut, keine Frage, bewegt sich allerdings auf ganz normalem Niveau. Ein Giallo leicht über dem Durchschnitt. Kauf aber auf keinen Fall bereut.

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 Post subject: Re: SCHÖN, NACKT UND LIEBESTOLL - Roberto Montero
PostPosted: 08.05.2010 02:44 
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TRAXX wrote:
Ein Giallo leicht über dem Durchschnitt.


Welche Gialli sind dann über-durchschnittlich ??? Und bitte jetzt nicht mit Argento`s kommen ;)

Endlich eine deutsche Giallo VÖ mit allem was dazu gehört ... sowas hat's hierzulande noch nicht gegeben !!!


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 Post subject: Re: SCHÖN, NACKT UND LIEBESTOLL - Roberto Montero
PostPosted: 08.05.2010 08:11 
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Ist doch völlig scheißegal, ob das ein guter, schlechter oder durchschnittlicher Giallo ist. Die Veröffentlichung dieses Films durch CO ist wunderbar, obendrein in tollem Format und schöner Verpackung - das kann gar nicht oft genug lobgepriesen werden. Basta!

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 Post subject: Re: SCHÖN, NACKT UND LIEBESTOLL - Roberto Montero
PostPosted: 16.05.2010 19:18 
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Heute Mittag hab ich mir den Film zu Gemüte geführt und bin noch immer in Gedanken bei Kommissar Capuana :mrgreen:
Seit langem mal wieder ein Giallo der wirklich auf den Punkt meinen Geschmack getroffen hat.
Gepunktet hat der Film bei mir in erster Linie mit dem Slow-Mo Kill am Strand - genial gefilmt, genial gespielt....auch die Syncho is wieder sehr fein, bekommen doch gleich zu Beginn auf dem Polizeirevier die Transen gesagt, dass es "Durchzug" gibt, wenn sie nicht die "Klappe" halten...sie können ja später ihren "Arsch in die horizontale bewegen" :mrgreen:
Auch sonst wird der Film keine Minute langweilig, Silvano Tranquilli ist als Dauerschnodderer wieder perfekt besetzt...für mich eines der fiesesten Gesichter im Italo-Kino !
Als letztes erwähne ich noch den superben Soundtrack...ein Ohrenschmaus wie er besser nciht sein könnte !

Die eingefügten Szenen sind übrigends klar zu deuten, aber selbst auf größeren Flächen ist die Qualität noch immer wirklich gut !
Generell wird eine konstate, sehr gute Bild-und Tonqualität abgeliefert !

RESPEKT & DANKE an Camera Obscura für diese Veröffentlichung, MEHR DAVON !

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 Post subject: Re: SCHÖN, NACKT UND LIEBESTOLL - Roberto Montero
PostPosted: 17.05.2010 15:59 
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Heute wurde SNUL geliefert, als "Bonus" habe ich mir "Byleth" gegönnt. Doch obwohl das Päckchen recht frisch aussah, griff beim Auspacken die eisige Faust des Todes nach meinem schwachen Herzen! Das schöne Digi = Mettgut! Die Hartbox = Mettgut!

Ich möchte dem Transportdienstleister das Fleisch von den Knochen peitschen. Marcia soll ihm mit dem Handrührgerät die Darmzotten polieren! Warum? Waaaaruuum???

Grummel, grummel, grummel...

Zum Glück macht der OFDB-Shop in solchen Fällen keine Zicken, der Austausch wurde bereits per Mail besprochen. Positive Denkweise: Die Vorfreude auf die Sichtung von SNUL steigert sich weiter. Mmmppfffff...

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 Post subject: Re: SCHÖN, NACKT UND LIEBESTOLL - Roberto Montero
PostPosted: 17.05.2010 20:53 
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Meine ist auch gestern endlich angekommen und sieht aus wie aus dem Ei gepellt (zu Blap`s Häufchen rüber schiel :) )!
Hatte leider noch keine Zeit sie zu sichten, wird wohl morgen Abend soweit sein...

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 Post subject: Re: SCHÖN, NACKT UND LIEBESTOLL - Roberto Montero
PostPosted: 18.05.2010 03:36 
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Habe mir die Tage auch mal die KESSI & STIGGY - SHOW auf dem Audiokommentar gegeben. Allein deswegen lohnt sich schon die Anschaffung! :o :mrgreen: 8-) 8-) 8-)

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 Post subject: Re: SCHÖN, NACKT UND LIEBESTOLL - Roberto Montero
PostPosted: 18.05.2010 23:37 
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So, hab mir die DVD grade mal zu Gemüte geführt! Film gefällt mir wirklich gut und die Qualität ist klasse, absolut tolle Veröffentlichung hier von Camera Obscura :231:
Als sehr interessant empfand ich auch die "Revelations of Jazz Maniac"-Featurette und die Fotogallerie weiß auch zu gefallen. Den Fotoroman, sowie den Audiokommentar hebe ich mir für morgen auf. Von mir bekommt der Film eine (7,5/10).

Krass fand ich, dass Capoana den Mord an seiner (untreuen) Frau zugelassen hat und erst anschließend den Rächer richtet!

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Last edited by Cordell on 19.05.2010 11:19, edited 1 time in total.

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 Post subject: Re: SCHÖN, NACKT UND LIEBESTOLL - Roberto Montero
PostPosted: 19.05.2010 09:39 
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Ich habe mir auch gestern den Film zu Gemüte geführt...
- Der Film an sich ist wirklich gut und schon über dem Durchschnitt anzusiedeln. Zumal er sehr spannend ist und nicht wie so oft den Mörder gleich am Anfang sehr offensichtlich verrät.
- Sehr gelungen fand ich auch den Soundtrack (gleich geordert) und den Vorspann (so muss das aussehen...)
- Das Feature fand ich auch sehr "hilfreich" genau so wie den Audiokommentar, in den ich immer mal wieder reingezappt habe
- Großes Highlight war aber für mich der Fotoroman. So was hatte ich noch nie gesehen und fand wirklich super benutzerfreundlich animiert und übersetzt. Da gab es schon andere Slideshows, die mich zur Verzweiflung gebracht haben, weil ich mit dem Lesen nicht nachkam ;)
- Bonuspunkte gibt's dann für die schöne Verpackung und das Booklet (wie schon bekannt)

Zusammenfassend stellt die DVD von "Schön, nackt und liebestoll" von CO einen wahre Bilderbuch-Veröffentlichung dar!

Film: 7,5/10
DVD: 9,5/10


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 Post subject: Re: SCHÖN, NACKT UND LIEBESTOLL - Roberto Montero
PostPosted: 20.05.2010 00:08 
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Ich habe mir nun den Film nochmals angesehen, diesmal mit dem vollen Audiokommentar von Christian Kesseler und Marcus Stiglegger. Die zwei machen einen super Job, was und vor allem wie sie den Film kommentieren ist genial und zu keiner Sekunde langweilig. Habe mich köstlich amüsiert :)

@Camera Obscura
bitte lasst diese Beiden auch einen Kommentar zu Horror Infernal machen!!

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 Post subject: Re: SCHÖN, NACKT UND LIEBESTOLL - Roberto Montero
PostPosted: 25.05.2010 15:59 
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 Post subject: Re: SCHÖN, NACKT UND LIEBESTOLL - Roberto Montero
PostPosted: 25.05.2010 16:05 
Die Kommentare von den beiden sind schon klasse! Freue mich jedes mal darüber!
Ich finde man sollte den Blap mal in die Runde aufnehmen! :mrgreen:


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 Post subject: Re: SCHÖN, NACKT UND LIEBESTOLL - Roberto Montero
PostPosted: 25.05.2010 17:21 
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italostrikesback wrote:
Die Kommentare von den beiden sind schon klasse! Freue mich jedes mal darüber!
Ich finde man sollte den Blap mal in die Runde aufnehmen! :mrgreen:

Der würd die ganze Zeit nur: "MAAAAAAAAAACIAAAAAAA !!!" brüllen... :D :mrgreen: ;)

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 Post subject: Re: SCHÖN, NACKT UND LIEBESTOLL - Roberto Montero
PostPosted: 25.05.2010 17:26 
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Camera Obscura wrote:
Na gut... ;)


Haha, klasse Sache! :lol:

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 Post subject: Re: SCHÖN, NACKT UND LIEBESTOLL - Roberto Montero
PostPosted: 29.05.2010 19:51 
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Super Film! Vor kurzem erst gesehen... einfach grandios! Dazu gleich ne Frage: Besitzt hier jemand eines der alten dt. Tapes des Filmes?


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 Post subject: Re: SCHÖN, NACKT UND LIEBESTOLL - Roberto Montero
PostPosted: 29.05.2010 20:01 
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Kaihoro wrote:
Super Film! Vor kurzem erst gesehen... einfach grandios! Dazu gleich ne Frage: Besitzt hier jemand eines der alten dt. Tapes des Filmes?


Ähm, ja.


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 Post subject: Re: SCHÖN, NACKT UND LIEBESTOLL - Roberto Montero
PostPosted: 29.05.2010 20:28 
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Kaihoro wrote:
Super Film! Vor kurzem erst gesehen... einfach grandios! Dazu gleich ne Frage: Besitzt hier jemand eines der alten dt. Tapes des Filmes?


Musst mal in den "Battle-Thread" (VHS, DVD, Blu-Ray,...) schauen. Da gibt's Fotos!


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 Post subject: Re: SCHÖN, NACKT UND LIEBESTOLL - Roberto Montero
PostPosted: 01.06.2010 18:25 
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Gestern war es soweit :D Die Obscure dvd ist super geworden, hab mir den Film gegeben, dann gleich den Roman angeschaut und am ende dem Coolen Audiokomentar gelauscht! Solcher bonus ist toll!!! Sehr zu empfehlen die Scheibe!

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 Post subject: Re: SCHÖN, NACKT UND LIEBESTOLL - Roberto Montero
PostPosted: 06.06.2010 23:19 
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Sehr schöne Idee, den Fotoroman als Extra aufs Scheiberl zu packen!


Hab mir just mal den Audiokommentar zu Gemüte geführt, und der wirft natürlich die Frage auf, ob CO nun tatsächlich Mario Bianchi "geilen Taxi-Ficker" aka "Das Sex-Taxi" rausbringt, damit Christian K. wieder den Audiokommentar sprechen darf.

Lohnt sich doch bestimmt, gell, L.? :mrgreen:


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 Post subject: Re: SCHÖN, NACKT UND LIEBESTOLL - Roberto Montero
PostPosted: 11.06.2010 22:36 
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SCHÖN, NACKT UND LIEBESTOLL („Rivelazioni di un maniaco sessuale al capo della squadra mobile“, Italien 1972) R: Roberto Bianchi Montero

In den Kreisen der Oberen Zehntausend geht ein Killer um. Sein Modus Operandi: schöne und vor allem untreue Ehegattinnen werden bespitzelt und ihre libidösen Fehltritte fotografiert, um sie hernach mit dem Messer zu meucheln. Die in flagranti erstellten Schnappschüsse findet man fein drapiert neben den Leichen. Unter den Frauen der gehobenen Gesellschaft geht die Angst um – keine ist unschuldig, jede kann es treffen. Denn alle sind sie schön, nackt und liebestoll! Kommissar Capuana (Farley Granger) ist zunächst ratlos, vermutet den mysteriösen Täter jedoch im Umfeld der Opfer. Kann er weitere Morde verhindern? Ist seine eigene Frau ihm treu? Ein Wettlauf gegen die Zeit und den Tod beginnt…


„Bekenntnisse eines Triebtäters an den Leiter der mobilen Einsatztruppe“, wie der sperrige O-Titel in der deutschen Übersetzung heißt, wurde unter der knackigeren Franchise SCHÖN, NACKT UND LIEBESTOLL in die damaligen Bahnhofskinos geschwemmt – wohl mit der Absicht, dem Zuschauer einen Sexfilm unterzujubeln. Stattdessen handelt es sich bei Roberto Bianchi Monteros Film um einen waschechten Giallo, der alle handelsüblichen Zutaten des Genres zu einem durchaus schmackhaften Eintopf verquirlt. Dank der löblichen „Italian Genre Cinema-Collection“ aus dem Hause Camera Obscura kann der Connaisseur sich diese seltene Perle nun erstmals in ungeschnittener und restaurierter Form ins heimische Wohnzimmer holen.

Bereits der kreative Vorspann umschmeichelt die entzündeten Augen mit bunten Pop-Art-Farbspielen, das wunderbare Titelstück von Giorgio Gaslini besorgt den dazu passenden Hörschmaus.
Dann geht es direktemang ins Eingemachte: Die Kamera verweilt auf nacktem Frauenfleisch, kaltblütig zerschnetzelt von unbekannter Killerhand. Der erste Auftritt des Hitchcock-erprobten Farley Granger mit einigen namenlosen Leichenbeschauer liefert gleich Anlass für den ersten schmierigen Dialog des Films: „Habt ihr sonst noch was gefunden?“ „Jo, ´ne Kollektion Puderdosen.“ „Na, gepudert hat sie ja wohl ganz schön, haha!“
Oha. Solcherlei denkwürdige Dialoge werden im weiteren Verlauf noch zahlreiche folgen (zumindest in der deutschsprachigen Fassung), zartbesaitete Gemüter seien vorgewarnt.

In technischer Hinsicht bietet der Film eher solide Durchschnittsware – die Raffinesse eines Bava oder Argento sollte man nicht erwarten. Zumindest Marcus Stiglegger weist aber im Audiokommentar auf die zuweilen gelungene Ausleuchtung, dezente Farbspielereien (Betonung von Primärfarben) und den geschickten Einsatz von Zeitlupe hin. Wirklich bemerkenswert ist z.B. die erste Mordszene am Strand, als der Täter sein Opfer jagt und die komplette Szene in Zeitlupe aufgelöst wurde. Stiglegger referiert im Audiokommentar über den „Eternal Instant“ von Zeitlupenaufnahmen, das Peckinpahsche „Fixieren des Augenblicks in der Ewigkeit“ und die Darstellung der „Überempfindlichkeit der Sinne im Moment der Krise.“ Äußerst gelungen ist auch eine spätere Sequenz, als das Opfer den Mörder in einem Badezimmerspiegel hinter sich entdeckt, der zuvor von Wasserdampfkondensat verhüllt war und daraufhin eine Wendeltreppe hinaufgejagt wird, an deren Ende sie ihr Dasein aushaucht.

Unbedingt lobenswert ist auch der stimmungsvolle Score vom Jazz-Komponisten Giorgio Gaslini, der auch zusammen mit der Gruppe GOBLIN die Musik zu PROFONDO ROSSO zauberte.

Das recht durchwachsene Drehbuch gewinnt sicherlich keine goldenen Hackebeile für besondere Innovation, zumindest wird aber auch keine Langeweile verbreitet. Bluttat folgt im Sauseschritt auf Bluttat, und da die Geschehnisse größtenteils recht ansprechend inszeniert sind und viel nackte Haut die Leinwand ausfüllt, wird der Zuschauer angenehm bei der Stange gehalten (hüstel!). Einige „Streckszenen“ muss man zwar ertragen, hier und da tritt die Narration etwas unbeholfen auf der Stelle und das Auslegen geschickter falscher Fährten gehört auch nicht unbedingt zur Stärke des Skripts – aber unter solchen Missständen leiden etliche Gialli.
Beim optischen Erscheinungsbild des Messermörders bedient sich der Film recht offensichtlich beim ikonischen Vorbild des Killers aus Bavas BLUTIGER SEIDE – schwarze Lederhandschuhe, Hut, Trenchcoat und Strumpfmaske. Nur ist die Maske hier ebenfalls schwarz, statt weiß. Die blutigen Morde sind recht pittoresk und werden stilsicher mit dem Klappmesser ausgeführt.
Wie in zahlreichen anderen Gialli steht auch in SCHÖN, NACKT UND LIEBESTOLL die dekadente Upper-Class im Fokus der Ereignisse. Die Damen der Bourgeoisie werden als hedonistische, unterleibszentrierte Schlampen gezeichnet, die ihren reichen Männern auf der Tasche liegen und sich in Beauty-Parlors und Friseursalons vergnügen
Gegen Ende gelingt es der etwas unbeholfenen Geschichte dann wirklich, eine manierliche Spannung zu erzeugen – und zwar mit dem berüchtigten Telefonat, das dem Film seinen (Original-)Titel verleiht. Die detektivische Glanzleistung, aus der Kommissar mittels dieses Gesprächs dann die Identität des Killers kombiniert, wirkt aber doch etwas arg konstruiert und holprig.

Diskussionswürdig wären eventuell die etwas mittelalterlich anmutenden Moralvorstellungen der Geschichte, wie sie im konservativen Italien der damaligen Ära aber nicht weiter verwundern. Das Brechen des kirchlichen Gebots der ehelichen Treue durch die promiskuitiven Ehefrauen, so könnte man argumentieren, verleiht dem Killer eine Legitimation für seine Taten – ein Postulat, dessen sich ja auch die amerikanischen Verwandten des Slasher-Films bedienen: Wer fickt, wird zerhackt. In fast biblischer Geißelungsmanier wird das Weib als Ursprung aller Sünde und Befleckerin der heiligen Institution Ehe entlarvt. Dieser „Ethik“ folgt der Film konsequenterweise bis zum bitteren Ende, das eine echte Dampframme ist. Hier geht es nicht mehr um die Tugenden von „gut und böse, richtig und falsch“ – hier wird dem Betrachter eine doch etwas fragwürdige und alttestamentarische Kirchenmoral untergeschoben.
Es ist aber dem Spaß zuträglicher, den Film aus dem historischen und soziologischen Kontext zu lösen und ihn mit unideologischen Augen zu sehen – dann ist er nämlich eine mitunter herrlich schmuddelige „Guilty Pleasure“-Erfahrung.

Die deutsche Synchronisation ist stellenweise ein Gnadenhammer, der seinesgleichen sucht. Hierfür gibt es zahllose Beispiele, mein persönlicher Favorit ist aber die Szene auf der Polizeiwache, bei der „warme Brüder“ und „Nutten“ sich einen Schlagabtausch liefern, der derart unfassbar ist, daß ich zurückspulen musste, da ich glaubte, nicht recht gehört zu haben:
Tunte: „Ich steh einfach nicht auf Weiber und hab seit meiner Entwöhnung nie wieder ´ne Titte angepackt!“
Bulle: „Sei doch ehrlich! Du hasst alle Frauen! Es ist doch so, Cleopatra, oder?“
Tunte: „Aaach was, ich bin der Meinung alle Menschen sollten Brüder werden, und zwar warme! Und wieso quatscht ihr immer von ´nem Mörder, es kann doch auch ´ne Schickse gewesen sein!“
Bulle: „Natürlich. Oder ein Arschficker wie du.“
Tunte: „Apropos, wenn du kein Bulle wärst, könnt ich direkt schwach werden!“
(Auftritt Farley Granger)
Tunte: „Hee, Kommissar, können wir Ihren Gesellen hier nicht umschwulen?“
Nutte: „Den sollte man auch umficken!“

Un-fass-bar!! Ich frage mich immer wieder, was in den Hirnskästen der damaligen Synchronautoren wohl vor sich ging oder aus welchen verkommenen Bahnhofspinten und Bierschwemmen diese Schreiberlinge rekrutiert wurden. Augenscheinlich ist jedenfalls, daß die Genrefilme der Epoche nicht sonderlich ernst genommen und generell als Abfallprodukt behandelt wurden. Den Trash-Gourmet erfüllt dies natürlich mit Wohlgefallen, wenn auch eher unbeabsichtigt. Das italienische Original verströmt jedenfalls eine gänzlich andere Atmosphäre, die Grundstimmung des Films ist bierernst, teilweise sogar niedergeschlagen. Mitunter gibt das Skript sich regelrecht wortkarg, während die deutsche Fassung fröhlich drauflos plappert.

Den Kommissar Capuana gibt uns der legendäre Hollywoodstar Farley Granger, der anno dunnemals mit Altmeister Hitchcock bei COCKTAIL FÜR EINE LEICHE und DER FREMDE IM ZUG zusammenarbeitete – in gesetzten Jahren zog es ihn dann nach Italien, wo der in Filmen wie ALLA RICERCA DEL PIACERE (aka HOT BED OF SEX aka LEATHER AND WHIPS) oder Dallamanos DER TOD TRÄGT SCHWARZES LEDER mitspielte.
Granger macht seine Sache durchaus ordentlich – mitunter haftet seiner Rolle etwas subtil Tragisches an, das er hervorragend transportiert. Wie er wohl auf den offen homophoben Humor des Streifens reagiert haben mag, bleibt Spekulation; schließlich ist Granger selber schwul und lebt seit 50 Jahren in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung.
Neben Granger ist vor allem die durchweg ansehnliche Damenriege bemerkenswert, denn hier gibt es zahlreiche Augenweiden für die Skopophilen unter uns zu belechzen. Das erste Opfer des Mörders wird von der liebreizenden Femi Benussi gegeben – dieser Mord ist auch in filmischer Hinsicht herausragend, denn es handelt sich um die bereits erwähnte Zeitlupen-Massakrierung am Strand. Außerdem gibt es noch Annabella Incontrera und die stets gern gesehene Susan Scott alias Nieves Navarro zu bewundern. Mein persönlicher Liebling unter den Schönen, Nackten und Liebestollen ist die rassig-rothaarige Österreicherin Krista Nell, die leider drei Jahre später an Leukämie starb. Die Ehegattin von Capuana wird von der aparten Sylva Koscina gespielt, die ursprünglich aus Kroatien stammt.
Der gestandene Silvano Tranquilli hat nicht nur die Rolle eines Anwalts übernommen, er darf sich auch mit Nieves zwischen den Laken wälzen. Besonders erwähnenswert ist natürlich der einzigartig morbide Luciano Rossi (u.a. bekannt aus den Luciano Ercoli-Giallo, als „Quasimodo“ in CAMORRA – EIN BULLE RÄUMT AUF und zahllosen anderen) in der Rolle des nekrophilen Leichenbestatters, der im Film bereits recht früh als Tatverdächtiger eingeführt wird – ein „Roter Hering“, denn man schnell als solchen durchschaut. Mir ist er besonders durch seine manische Darbietung in DJANGO UND DIE BANDE DER BLUTHUNDE in Erinnerung geblieben. Laut Kessler ließ er sich in Edoardo Mulargias FOLTERCAMP DER LIEBESHEXEN ohne Double fellationieren, was ihn zumindest zu einem Schauspieler macht, der seinen Beruf mit Leidenschaft ausübte.

Ein Wort noch zu den „Hardcore-Szenen“, die in der US-Fassung des Films mit dem zweideutigen Titel PENETRATION, zu bestaunen sind: Ein gewiefter amerikanischer Produzent ließ einige Rödeleien mit drittklassigen Sexakteuren ablichten, schnitt sie in Monteros Film und bewarb das Ergebnis als „Porno mit Farley Granger“. Der betagte Schauspieler war davon weniger amüsiert und verklagte den Produzenten, wonach die Ferkelfassung vom US-Markt verschwinden musste. Aus lizenzrechtlichen Gründen veröffentlichte Camera Obscura nun die „geschnittene“ Version ohne Porno-Inserts – was ja auch die ursprünglich von Montero beabsichtigte Schnittfassung ist.
Der Schelm Kessler kommentiert dies im Audiokommentar wie folgt: „Ich hätte es sehr lustig gefunden, wenn die Firma vom über 80 Jahre alten Farley Granger verklagt worden wäre und die gesamte DVD-Edition dann eingestampft hätte werden müssen. Das wird nun leider nicht geschehen.“
Grins. Seien wir froh darüber!

Apropos: Eine besondere Huldigung verdient der sehr informative und vergnügliche Audiokommentar der beiden Filmgelehrten Marcus Stiglegger und Christian Kessler. Auffallend daran ist, dass Stiglegger eher mit fachmännischer Ernsthaftigkeit zuwerke geht und gerne doziert, während Kessler die Angelegenheit mit seinem speziellen Humor („Titten!“) erfolgreich vor allzu ausufernder Trockenheit bewahrt. An einer Stelle schnäuzt er sich sogar enthemmt die Nase (voll ins Mikro!) und gibt öfters einige seiner prallen Anekdoten zum Besten, die ja stets für Stimmung sorgen. In jedem Fall sind diese Audiokommentare eine lehrreiche und amüsante Dreingabe, die man auch bei zukünftigen Veröffentlichungen nicht missen möchte!

Fazit: SCHÖN, NACKT UND LIBESTOLL gehört gewiss nicht zu den Glanzlichtern des Genres, dafür ist die Macht der Konkurrenz einfach zu groß. Er bewegt sich vielmehr im gehobenen Mittelfeld – um zu den Giallo-Größen zu zählen, mangelt es ihm an Spannung, originellen Einfällen und einem überzeugenden Drehbuch. Trotzdem wird hier recht solide Kost serviert, die lediglich etwas an Würze vermissen lässt.
Aber ganz egal wie gut oder schlecht der Film ist – was letztendlich dem subjektiven Geschmack unterliegt – so muss man doch dem wunderbaren Label Camera Obscura tiefen Dank zollen für die Veröffentlichung dieses vergessenen Kleinods. Die Aufmachung der DVD ist prächtig und stilvoll, der Film wird in brillanter Qualität dargereicht. Das Sahnehäubchen sind die üppigen Extras und der bereits großzügig mit Lorbeer gekrönte Audiokommentar.


Lieblingszitat des Films:
„Das erste Mal gestorben und gleich tot! Hähä.“

Lieblingszitat des Audiokommentars:
„Später drehte er [Roberto Bianchi Monteros Sohn Mario Bianchi] dann Filme wie DER GEILE TAXI-FICKER und… naja… (Pause)… da weiß man gar nicht, was man sagen soll.“

_________________
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 Post subject: Re: SCHÖN, NACKT UND LIEBESTOLL - Roberto Montero
PostPosted: 11.06.2010 23:39 
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Diabolik! wrote:

Beim optischen Erscheinungsbild des Messermörders bedient sich der Film recht offensichtlich beim ikonischen Vorbild des Killers aus Bavas BLUTIGER SEIDE – schwarze Lederhandschuhe, Hut, Trenchcoat und Strumpfmaske. Nur ist die Maske hier ebenfalls schwarz, statt weiß. Die blutigen Morde sind recht pittoresk und werden stilsicher mit dem Klappmesser ausgeführt.
Wie in zahlreichen anderen Gialli steht auch in SCHÖN, NACKT UND LIEBESTOLL die dekadente Upper-Class im Fokus der Ereignisse. Die Damen der Bourgeoisie werden als hedonistische, unterleibszentrierte Schlampen gezeichnet, die ihren reichen Männern auf der Tasche liegen und sich in Beauty-Parlors und Friseursalons vergnügen


Na, was denn sonst? :mrgreen: Wer nicht arbeiten muss (Ein Mitschüler sagte immer: "Arbeit ist die Prostitution des kleinen Mannes"), sondern von dem Verdienst anderer lebt, kann auch das Leben genießen... :mrgreen:


Diabolik! wrote:
Gegen Ende gelingt es der etwas unbeholfenen Geschichte dann wirklich, eine manierliche Spannung zu erzeugen – und zwar mit dem berüchtigten Telefonat, das dem Film seinen (Original-)Titel verleiht. Die detektivische Glanzleistung, aus der Kommissar mittels dieses Gesprächs dann die Identität des Killers kombiniert, wirkt aber doch etwas arg konstruiert und holprig.


Nicht stärker als bei Argentos "Bird with a crystal plumage", von dem man sich hier inspirieren ließ.

Diabolik! wrote:
Diskussionswürdig wären eventuell die etwas mittelalterlich anmutenden Moralvorstellungen der Geschichte, wie sie im konservativen Italien der damaligen Ära aber nicht weiter verwundern. Das Brechen des kirchlichen Gebots der ehelichen Treue durch die promiskuitiven Ehefrauen, so könnte man argumentieren, verleiht dem Killer eine Legitimation für seine Taten – ein Postulat, dessen sich ja auch die amerikanischen Verwandten des Slasher-Films bedienen: Wer fickt, wird zerhackt. In fast biblischer Geißelungsmanier wird das Weib als Ursprung aller Sünde und Befleckerin der heiligen Institution Ehe entlarvt. Dieser „Ethik“ folgt der Film konsequenterweise bis zum bitteren Ende, das eine echte Dampframme ist. Hier geht es nicht mehr um die Tugenden von „gut und böse, richtig und falsch“ – hier wird dem Betrachter eine doch etwas fragwürdige und alttestamentarische Kirchenmoral untergeschoben.
Es ist aber dem Spaß zuträglicher, den Film aus dem historischen und soziologischen Kontext zu lösen und ihn mit unideologischen Augen zu sehen – dann ist er nämlich eine mitunter herrlich schmuddelige „Guilty Pleasure“-Erfahrung.


Wobei noch anzumerken wäre, dass der katholische Einfluss ja soweit ging, dass eine Ehescheidung, die ja kirchlich eh nicht anerkannt wird, erst in den 70ern in Italien rechtlich ermöglicht wurde. Die Wikipedia gibt hierfür 1970 an *** The link is only visible for members, go to login. ***, verweist aber auf einen Artikel in der taz, der das Jahr 1974 benennt *** The link is only visible for members, go to login. ***



Diabolik! wrote:

Lieblingszitat des Films:
„Das erste Mal gestorben und gleich tot! Hähä.“

Lieblingszitat des Audiokommentars:
„Später drehte er [Roberto Bianchi Monteros Sohn Mario Bianchi] dann Filme wie DER GEILE TAXI-FICKER und… naja… (Pause)… da weiß man gar nicht, was man sagen soll.“



Der kam übrigens bei dem wunderbaren Label "Action Video" als "Das Sex-Taxi" raus.

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