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 Betreff des Beitrags: CONNY UND PETER MACHEN MUSIK - Werner Jacobs
BeitragVerfasst: 09.08.2018 14:41 
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BEWERTET: "Conny und Peter machen Musik" (BRD 1960)
mit: Cornelia Froboess, Peter Kraus, Gustav Knuth, Trude Herr, Karl Lieffen, Walter Gross, Gudrun Schmidt, Kurt Grosskurth, Johanna König, Ralf Wolter, Hans Schwarz jr. u.a. | Drehbuch: Karl Georg Külb, Aldo von Pirelli, Werner Jacobs | Regie: Werner Jacobs

Als Nichte des Hoteldirektors Trautmann soll Conny das Hotelfach von der Pike auf lernen. Sie arbeitet deshalb auf Wunsch ihrer Eltern im "Splendide" in Lugano als Zimmermädchen. Als sie eine Panne mit ihrem Fahrrad hat, kommt ihr der Sportwagenfahrer Peter zur Hilfe, der in Wahrheit Kellner in einer Trattoria am See ist. Er träumt von einer Karriere als Detektiv und kann sich bald beweisen, als sich im Nobelhotel die Fälle von Schmuckdiebstählen häufen. Zuerst muss allerdings Direktor Trautmann überzeugt werden, der von Connys neuem Freund nicht sehr angetan ist...

Bild Bild Bild

Im Kern der Handlung steht die Freundschaft zwischen der temperamentvollen Conny und dem nicht weniger schlagfertigen Peter, der seine Stelle als Kellner wegen eigenmächtigen Handelns verliert und sich auf Anraten von Conny im "Hotel Splendide" als Hoteldetektiv verdingt. Ähnlich wie in den Miss-Marple-Filmen mit Margaret Rutherford fühlt sich Peter durch intensive Lektüre zahlreicher Kriminalromane befähigt, einen Hoteldieb zu entlarven. Mit viel Engagement und jugendlichem Temperament gelingt es den beiden, die mysteriöse Serie der Schmuckdiebstähle aufzuklären. Einige Missverständnisse und Verwicklungen verzögern die Entlarvung der Täter jedoch mehrmals und tragen dazu bei, den für diese Art von Unterhaltungsfilmen üblichen Humor zu kultivieren. Das Karussell der Ereignisse dreht sich beständig. Wie nicht anders zu erwarten, haben Conny und Peter in diesem Film erneut Gelegenheit, einige ihrer pfiffigen Songs vorzutragen und tun dies immer aus einer spontanen Laune heraus: Beim Radfahren, bei der Arbeit, einem abendlichen Spaziergang oder bei einer Autofahrt. So vermittelt der Film eine Unbeschwertheit, die typisch für den damaligen Schlagerfilm ist und beim Zuseher auf Entspannung und Hebung der Stimmung zielt. Die zauberhafte Landschaft um den Lago Maggiore, der durch seine Lage zwischen Italien und Schweiz einen Hauch von Internationalität vermittelt, die Welt der Grand Hotels und der Schönheitswettbewerbe - kurzum: Das Feriengefühl, das sich beim Sehen einstellt, ist noch genauso frisch wie zur Drehzeit im Jahr 1960.

Der Kriminalfall wird schon zu Beginn des Films angesprochen und streut Zweifel an der Seriosität der feinen Herrschaften: Karl Lieffen darf einmal mehr als dubioser Charakter fungieren und Abgründe hinter seinem aufgesetzten Lächeln zeigen. Schöner Schein und wahres Sein stellen Gegensätze dar; Blender haben Hochsaison, ebenso wie ihre willigen Helfer, die sich in Höflichkeiten ergehen und den König Gast zu keiner Zeit brüskieren wollen. Gudrun Schmidt absolviert eine besonders aparte Rolle als schöne Luxemburgerin, deren Aufenthalt im Hotel noch für Spannung sorgen wird. Die Herren Grosskurth, Knuth und Wolter üben sich in Übertreibung und tragen den Schalk nicht nur im sprichwörtlichen Nacken, sondern frei vor sich her. Da darf natürlich auch nicht Trude Herr fehlen, die ihr berühmtes Lied "Morgen bin ich immer müde" zum Besten gibt, während Gustav Knuth als Hotelbesitzer zwischen Strenge und augenzwinkerndem Schmunzeln balanciert. Der erste Auftritt Peters als Detektiv, der von einer Agentur geschickt wird, spielt auf die berühmten Deduktionen von Sherlock Holmes an, als Peter den Hotelier durch gute Beobachtungsgabe verblüffen kann. Viele gute Ansätze wie z.B. die Idee, den Hotelflur durch das geschickte Platzieren von Spiegeln zu überwachen, die nächtlichen Beobachtungen im Hotelpark und die Verfolgungsjagd während der Laufstegauftritte der Schönheiten aus ganz Europa sorgen für Abwechslung. Dennoch sollte man sich keinen astreinen Kriminalfilm erwarten, sondern einen kurzweiligen Unterhaltungsfilm, der mit hohem Tempo unterwegs ist und dessen glänzend aufgelegtes Darstellerensemble beliebte Mimen ihrer Zeit versammelt. Ein vergnüglicher Spaß für Nostalgiker. 4 von 5 Punkten

Joachim Kramp listet die Schauspielerin Renate Ewert in seinem Buch "Das Edgar Wallace Lexikon" (Schwarzkopf & Schwarzkopf) als Mitwirkende dieser Produktion auf. Nach mehrmaliger Sichtung möchte ich dies definitiv ausschließen, da sie weder unter den Laufstegschönen, noch sonst in einer Szene zu sehen ist. Filmdatenbanken wie die imdb führen Ewert ebenfalls nicht im Cast des Films an.


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