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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Post subject: Re: DER FLÜSTERNDE TOD / ALBINO - Jürgen Goslar
PostPosted: 07.10.2012 12:37 
Ich habe Horst Frank noch niemals so krass gesehen wie in diesem Film. Ein großes Lob für den Maskenbildner. Da kann man wirklich Angst bekommen.


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 Post subject: Re: DER FLÜSTERNDE TOD / ALBINO - Jürgen Goslar
PostPosted: 09.10.2012 00:01 
Was ein Film!
Nicht symphatisch, ganz und gar nicht knuffig, sondern ziemlich derb und rau.
Ich musste mir den Film 2 mal ansehen um sicher zu sein, dass ich ihn in die Sammlung stellen will.
Was den Film letztendlich ausmacht, ist seine ziemlich schonungslose Art, seine erstklassige und außergewöhnliche Besetzung und dass der Streifen sogar bei der zweiten Sichtung enorm kurzweilig, bzw. durchgängig spannend ist.
Aus Deutschland gibt es nicht viel in dieser Art und wann sieht man schon mal einen derart widerwärtigen und abstoßenden Horst Frank?

Die Bildqualität der Koch DVD passt zum Film und ist meiner Meinung nach ganz in Ordnung. Der anfängliche Laufstreifen macht mir auch nichts aus.
Der Bonus ist auch sehr schön und informativ.

Meine Empfehlung!


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 Post subject: Re: DER FLÜSTERNDE TOD / ALBINO - Jürgen Goslar
PostPosted: 09.10.2012 00:08 
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Hier stimme ich dem Italo voll und ganz zu !!!!!!!!!!!

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und echte Filmfans brauchen sowas nicht !!!


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 Post subject: Re: DER FLÜSTERNDE TOD / ALBINO - Jürgen Goslar
PostPosted: 11.10.2012 00:39 
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kann mich nur den meißten lobgesängen anschließen, echt heftiger streifen (auch der im bild!).
die vergewaltigung fand ich schon sehr strange, grandiose leistung der schauspieler und des maskenbildners!
habe horst frank erst garnich erkannt, unglaublich hässlich als albino, aber gut geschminkt der bursche und dann noch so eine leistung mit gebrochenem bein (oder war es der fuss?), doll, einfach doll.
aber der laufstreifen ging mir doch ganz schön auf den sack und so kurz war der nun auch nicht zu sehen.
da hätte ich mir gewünscht, das ma da doch eventuell mehr hätte rausholen können.
auch bei solch einer limitierung, hätte ich doch sehr gerne noch nen pappschuber spendiert bekommen.
naja, vielleicht beim nächsten mal, oder repack (die sind ja schwer in mode)! ;)

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 Post subject: Re: DER FLÜSTERNDE TOD / ALBINO - Jürgen Goslar
PostPosted: 11.10.2012 07:14 
Joe Spinell wrote:
kann mich nur den meißten lobgesängen anschließen, echt heftiger streifen (auch der im bild!).
die vergewaltigung fand ich schon sehr strange, grandiose leistung der schauspieler und des maskenbildners!
habe horst frank erst garnich erkannt, unglaublich hässlich als albino, aber gut geschminkt der bursche und dann noch so eine leistung mit gebrochenem bein (oder war es der fuss?), doll, einfach doll.
aber der laufstreifen ging mir doch ganz schön auf den sack und so kurz war der nun auch nicht zu sehen.
da hätte ich mir gewünscht, das ma da doch eventuell mehr hätte rausholen können.
auch bei solch einer limitierung, hätte ich doch sehr gerne noch nen pappschuber spendiert bekommen.
naja, vielleicht beim nächsten mal, oder repack (die sind ja schwer in mode)! ;)



Ich wäge jede DVD von mal zu mal ab, in diesem Fall hat mich der Laufstreifen gar nicht gestört. Natürlich kommt es auch immer auf die Art von Film an.


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 Post subject: Re: DER FLÜSTERNDE TOD / ALBINO - Jürgen Goslar
PostPosted: 11.10.2012 10:52 
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italo wrote:
Joe Spinell wrote:
kann mich nur den meißten lobgesängen anschließen, echt heftiger streifen (auch der im bild!).
die vergewaltigung fand ich schon sehr strange, grandiose leistung der schauspieler und des maskenbildners!
habe horst frank erst garnich erkannt, unglaublich hässlich als albino, aber gut geschminkt der bursche und dann noch so eine leistung mit gebrochenem bein (oder war es der fuss?), doll, einfach doll.
aber der laufstreifen ging mir doch ganz schön auf den sack und so kurz war der nun auch nicht zu sehen.
da hätte ich mir gewünscht, das ma da doch eventuell mehr hätte rausholen können.
auch bei solch einer limitierung, hätte ich doch sehr gerne noch nen pappschuber spendiert bekommen.
naja, vielleicht beim nächsten mal, oder repack (die sind ja schwer in mode)! ;)



Ich wäge jede DVD von mal zu mal ab, in diesem Fall hat mich der Laufstreifen gar nicht gestört. Natürlich kommt es auch immer auf die Art von Film an.


ich geb dir ja irgendwo recht, wenn der film nicht richtig zündet (is ja immer eine geschmacksfrage), dann kann so ein laufstreifen schon das zünglein an der waage sein.
habe mir den film nur wegen horst frank gekauft und hatte eigentlich nicht so viel erwartet.
als der film dann anfing und dieser laufstreifen (eine gefühlte ewigkeit) nicht enden wollte, dachte ich noch, was für ein murks, schnell wieder verscherbeln das teil, pfui...
aber als der film zu ende war, habe ich mir den weiterverkauf noch mal überlegt, da das teil echt rockt ud horst frank eine starke unheimliche performance abgeliefert hat (das auch noch unter recht derben bedingungen).
wenn der film mich nicht so begeistert hätte und nur mittelmaß nach meinem gusto gewesen wäre, dann hätte der laufstreifen dieser scheibe den todesstoss gegeben und das teil wäre schnurstracks in irgendeinem auktionshaus verschwunden.
sach mal, ist der horst fank in dem mini interview besoffen, oder ist er krank (dement, oder was anderes)?
er hat ja schon immer einen leicht schrägen eindruck gemacht, aber hier war ich doch sehr verstört als ich ihn gesehen habe,
ich war echt geknickt.
mein fazit, doller film mit sehr schönen extras (die interviews sind sehr informativ), mit einem leichten faden beigeschmack (laufstreifen).
7,0 /10 points (halben punkt abzug wegen dem laufstreifen).
das ein pappschuber fehlt, ist zwar bei solch einer limitierung schade, gehört für mich aber nicht zur gesamtbewertung.

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 Post subject: Re: DER FLÜSTERNDE TOD / ALBINO - Jürgen Goslar
PostPosted: 11.10.2012 12:32 
Joe Spinell wrote:
[ich geb dir ja irgendwo recht, wenn der film nicht richtig zündet (is ja immer eine geschmacksfrage), dann kann so ein laufstreifen schon das zünglein an der waage sein.



Du sagst es. Das verstehen viele User nicht, dass ein durchschnittlicher Film aufgrund einer brillianten Präsentation manchmal mehr punkten kann. Genauso kann ein eigentlich guter Film bei einer schlechten Präsentation runtergerissen werden.
Zum Beispiel ist für mich TÖTE AMIGO ein schwieriger Film, der mir, als die allererste Koch DVD rauskam gar nicht gefiel.
Nach dem die verbesserte DVD erschienen war, gab ich dem Film nochmal eine Chance und plötzlich hat er mir recht gut gefallen, bzw. wanderte in die Sammlung.


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 Post subject: Re: DER FLÜSTERNDE TOD / ALBINO - Jürgen Goslar
PostPosted: 11.10.2012 16:59 
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Ob mir ein Film gefällt oder nicht, das erkenne ich völlig unabhängig von Bildqualität, Kürzungen, Format oder Synchronisation. Gute Filme bekommt gar nix kaputt.

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 Post subject: Re: DER FLÜSTERNDE TOD / ALBINO - Jürgen Goslar
PostPosted: 11.10.2012 17:11 
DJANGOdzilla wrote:
Ob mir ein Film gefällt oder nicht, das erkenne ich völlig unabhängig von Bildqualität, Kürzungen, Format oder Synchronisation. Gute Filme bekommt gar nix kaputt.



Ob ein Film letztendlich in die Sammlung wandert hängt schon mit der Bildqualität, Kürzungen, Bildformat etc. zusammen, jedenfalls bei einem großen Teil der User. ;)


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 Post subject: Re: DER FLÜSTERNDE TOD / ALBINO - Jürgen Goslar
PostPosted: 11.10.2012 17:51 
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italo wrote:
DJANGOdzilla wrote:
Ob mir ein Film gefällt oder nicht, das erkenne ich völlig unabhängig von Bildqualität, Kürzungen, Format oder Synchronisation. Gute Filme bekommt gar nix kaputt.



Ob ein Film letztendlich in die Sammlung wandert hängt schon mit der Bildqualität, Kürzungen, Bildformat etc. zusammen, jedenfalls bei einem großen Teil der User. ;)

Darum ging es nicht. Das widerspricht sich auch mit der oberen Aussage, in welcher es allein darum ging, die Qualität eines Films beurteilen zu können.

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 Post subject: Re: DER FLÜSTERNDE TOD / ALBINO - Jürgen Goslar
PostPosted: 11.10.2012 18:28 
DJANGOdzilla wrote:
Darum ging es nicht. Das widerspricht sich auch mit der oberen Aussage, in welcher es allein darum ging, die Qualität eines Films beurteilen zu können.



Natürlich wird ein Film nicht schlecht durch die Bildqualität aber das Seherlebnis wird dadurch stark beeinträchtigt und hier ist es einfach Ermessenssache ob man sich das antun will.
Joe Spinell meinte einfach, dass bei einem "kritischen" Film die Bildqualität das Zünglein an der Waage sein kann ob man den Film mag oder nicht. Da gebe ich ihm uneingeschränkt recht.
Eine Erstsichtung in mieser Qualität kann den ersten Eindruck erheblich schmälern.
Sowas funktioniert meist ganz unterbewusst.


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 Post subject: Re: DER FLÜSTERNDE TOD / ALBINO - Jürgen Goslar
PostPosted: 11.10.2012 20:21 
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wieso finde ich dann einige Filme super, die es nur auf VHS in beschnittenem Bildformat gibt? ist das auch unterbewusst?

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 Post subject: Re: DER FLÜSTERNDE TOD / ALBINO - Jürgen Goslar
PostPosted: 12.10.2012 00:31 
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wiso, weshalb, warum...
das muß doch jeder für sich selber entscheiden mädels! 8-)
italo und meine wenigkeit haben halt die von uns genannte auffassung, das das ganze suggestiv abläuft.
filme die ich bei meiner erstsichtung vorher garnich kannte, "können" leicht abfallen in der bewertung, wenn bestimmte dinge auftreten, die mir nicht gefallen, sogar nerven!
dadurch wird mein sehgenuss geschmälert und das ganze "kann" unter umständen zu einer herben enttäuschung führen!
in diesem fall, konnte ich dem film so viel abgewinnen, das das thema mit dem laufstreifen, nur maginal am ende in meine bewertung mit eingeflossen ist!
wäre der film nur mittelprächtig (für meinen geschmack) ausgefallen, wäre dieser filmfehler das zünglein an der waage, ob ich diesen film wirklich in meiner sammlung stehen haben will, oder ob ich ihn dann nicht lieber wieder verkaufe!
filme die ich schon kenne und liebe, da ist es mir im ersten moment egal, ob ich erstma nur ne schlechte quali auftreiben kann, wenn sich nichts anderes ergibt, hauptsache ich habe dann den film zu hause und kann ihn gucken.
das sind dann ja auch ganze andere voraussetzungen, wenn ich hier noch ein altes tape liegen habe, wo eigentlich fast garnix stimmt, aber ich den film trotzdem geil finde, nur leider keine andere quali in sicht ist (dvd, br)!
das ist dann eine situation, mit der ich dann auch ohne probleme leben kann und hoffe das sich bald jemand erbarmt und den film seine wohlverdiente aufmerksamkeit schenkt, damit ich meine herzchen auch endlich mal in einer anständigen quali bewundern darf!
glücklicherweise gibt es heutzutage ein paar label, die sich den nischenfilmen widmen und versuchen das optimum herauszuholen, um uns alle mehr, oder weniger glücklich zu machen!
meißtens (bis auf wenige ausnahmen) gelingt es auch den leuten, unsere filmlücken nach und nach zu schließen.
manchmal ist dann auch ne gurke dabei, die zwar schön grün und saftig aussieht, aber trotzdem nicht richtig munden will,
so is das halt manchmal im leben! ;)

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 Post subject: Re: DER FLÜSTERNDE TOD / ALBINO - Jürgen Goslar
PostPosted: 12.10.2012 00:44 
ein steak auf einem dreckigen Teller serviert schmeckt mir auch nicht so gut, obwohl das Steak das gleiche ist. ;)


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 Post subject: Re: DER FLÜSTERNDE TOD / ALBINO - Jürgen Goslar
PostPosted: 23.12.2012 21:00 
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Der Flüsternde Tod (1976)
Guter Film, der weit weniger Schund als erwartet ist.
Gerade durch Horst Frank als Albino dachte ich im Voraus, dass das nur übelste Exploitation sein kann (so wie ich es nur allzu gerne mag).
Aber nichts da! Der Film kommt bei weitem seriöser rüber als ich jemals gedacht hätte.
Auf mich wirkt der Streifen wie ein Western, der in Afrika spielt und dabei alleine durch seinen exotischen Schauplatz eine Daseinsberechtigung hat
und eine Ausnahmestellung genießt.

Meine Lieblingszitate
"Ich hab nie geträumt bevor ich dich kannte.
Das Leben war zu nüchtern, zu kalt.
Keine Illusionen, keine Hoffnung.
Eine Zukunft konnt ich mir nicht vorstellen.
...
Ich war immer allein, wenn man Niemanden hat,
dauert es nicht sehr lange bis man sich einredet,
das man auch Niemanden braucht.
Und plötzlich warst du da!
Ich wollt´ mich nicht verlieben.
Ich hab mich dagegen gewehrt."
"Das stimmt, du warst unausstehlich!"
"Aber dann stürzte die Mauer zusammen.
Und 100 Träume stürmten auf mich ein.
Und alle hatten dein Gesicht.
Du hast mich zurückgeholt!"
"Von wo?"
"Ich weiß nicht!"

"...aber ein falscher Schritt bei dieser Aktion und sie würden alles zerstören, was wir in Jahren aufgebaut haben!"

"Habt Mitleid!"
"Als ihr meine Farm niederbranntet und meine Frau umbrachtet, hab ich alles verloren.
Vor allem Mitleid!"

_________________
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 Post subject: Re: DER FLÜSTERNDE TOD / ALBINO - Jürgen Goslar
PostPosted: 06.05.2013 18:39 
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Alternativer Titel: Albino
Alternativer Titel: Death in the Sun
Produktionsland: Deutschland, Großbritannien, Simbabwe, Südafrika
Produktion: Jürgen Goslar
Erscheinungsjahr: 1976
Regie: Jürgen Goslar
Drehbuch: Jürgen Goslar
Kamera: Wolfgang Treu
Schnitt: Karl Aulitzky, Richard C. Meyer
Spezialeffekte: Helmut Klee, Richard Richtsfeld, John Rosewarne
Musik: Erich Ferstl
Länge: ca. 93 Min.
Freigabe: Ungeprüft
Darsteller: Christopher Lee, Horst Frank, Trevor Howard, James Faulkner, Sybil Danning, Sascha Hehn


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Der Haus des Offiziers Terrick wird von Guerillas in Brand gesetzt, seine Verlobte vergewaltigt und getötet. Gemeinsam mit seinem Freund Katchemu macht er sich auf die Suche nach den Rebellen die sich um den Anführer Albino scharen. Terrick macht sich allerdings mit seinem Racheauftrag keine Freunde bei seinen Vorgesetzten und die Armee ist bereits auf seiner Spur um ihn zu verhaften.

Mit den Klängen von Erich Ferstl wird zum Auftakt eine Musik geboten die sich ähnlich einer Ortolani-Komposition (in einem bekannten Kannibalenfilm) zum Ohrwurm entpuppt. Die angenehme und schöne Melodie passt auch hier zu dem eher rauen und derben Treiben dass dem Zuschauer geboten wird.

Weniger angenehm ist allerdings die Begegnung mit Sascha Hehn, den ich in der Rolle des Soldaten Peter für eine Fehlbesetzung halte. Dieser Missmut kann jedoch mit einem kurzen Auftritt von Sybil Danning wieder entkräftet werden. Sybil ist leider ein wenig kurz im Bild und muss- auf Grund des Auftritts vom bösen Horst Albino Frank- früh abdanken.

Horst Frank als König der Terroristen, der vom Teufel gesandte Charles Manson Albino, der die Welt von den Weißen befreien will. Allzu viel Dialog steht dem Horst nicht gerade zur Verfügung, aber allein mit seiner Präsenz und einem äußerst gedenkwürdigen Gebiss zieht er die Sympathien auf seine Seite. In weiteren Rollen sind ein recht gut aufgelegter James Faulkner als Terrick, Christopher Lee und einer meiner liebsten Synchronsprecher Erik Schumann zu sehen. Schauspielerisch ist alles, außer Sascha Hehns nicht überzeugender Auftritt, im grünen Bereich.

„Der Flüsternde Tod“ nutzt natürlich die Situation sprich Rape and Revenge um als Exploitationfilm zu fungieren und vor allem zu funktionieren, was dem Film auch gelingt. Inmitten von Exploitationträchtigen Stilmitteln kann man dem flüsternden Tod allerdings nicht absprechen, dass er sich auch bei den Elementen des Westernkinos bedient.

Fazit: Böse, derbe und dreckig ist es in Südafrika, was die Freunde des Exploitation-Cinemas erfreut und sie werden sich an der Seite von Terrick mit Wonne auf die Jagd nach dem Terroristen-Albino machen.

7,5/10

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 Post subject: Re: DER FLÜSTERNDE TOD / ALBINO - Jürgen Goslar
PostPosted: 31.05.2013 13:25 
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DVD: Koch Media



Der flüsternde Tod (Deutschland, Großbritannien, Rhodesien (heute Simbabwe), Südafrika 1976, Originaltitel: Albino)

Große Gefühle, weites Land

Terrick (James Faulkner) beendet seine Dienstzeit bei der Polizei, freut sich auf eine glückliche Zukunft mit Sally (Sybil Danning). In letzter Zeit sorgen Ausbrüche von Gewalt für Unruhe, Terrick warnt seinen Vorgesetzten Bill (Christopher Lee) vor drohender Gefahr. Am Abend der Abschiedsfeier passiert das Unfassbare, Sally wird vom irren Terroristen Albino (Horst Frank) überfallen und bestialisch getötet. Rasend vor Hass und Schmerz schwört Terrick Rache! Ohne Rückendeckung seitens zuständiger Behörden und Gesetzeshüter, begibt er umgehend sich auf die Fährte des Albinos ...

Jürgen Goslar ist dem deutschen Publikum vor allem als Regisseur (und Darsteller) diverser TV-Produktionen bekannt, dazu gehören unverwüstliche Reihen wie z. B. "Derrick" oder "Der Alte". Er war aber auch als Produzent und Drehbuchautor aktiv, erledigte diese Aufgaben beim hier kurz vorgestellten Film. Hier gelingt ihm als Regisseur und Drehbuchautor die wunderbare Verschmelzung unterschiedlicher Genres, munter bedient sich Goslar aus verschiedenen Schubladen, fügt Fragmente zu einem durchweg stimmungsvollen Werk zusammen. Zu Beginn gibt es zwischen Faulkner und Danning romantische Momente, teils nahezu in Gefilde à la Rosamunde Pilcher führend. Doch schon während dieser Phase sind brodelnde Zwischentöne auszumachen, bis die Romanze abrupt per roher Gewalt beendet wird. Nun folgt eine Hatz inklusive Mord und Totschlag, mehrfach von kerniger Gangart, dennoch lässt sich Goslar nie zu extrem ruppigen Details hinreißen. Neben Liebe und Rache ist Loyalität ein Thema, während die politischen Aspekte im Pulverfaß südliches Afrika lediglich als Aufhänger dienen, nicht genauer umrissen unter der Lupe des Betrachters landen. Erstaunlich nüchtern (gleichwohl betörend) fängt die Kamera das Geschehen inmitten prächtiger Landschaften ein. Weder Regie und noch Kamera erliegen der Versuchung sich lustvoll in Schönheit zu aalen, in diesem Rausch den roten Faden zu verlieren. Kameramann Wolfgang Treu lässt dem Umfeld genung Raum um den Zuschauer zu faszinieren, degradiert aber Handlung und Akteure nie zur Nebensache. Treu bezeichnet seinen Stil als "eine Art poetischen Realismus", treffender kann man es wohl nicht ausdrücken (zu finden im Bonusbereich der Veröffentlichung von Koch Media).

Regie und Kamera großartig, wie ist es um die Herrschaften vor der Kamera bestellt? James Faulkner mag zunächst etwas unscheinbar anmuten, erweist sich mit fortschreitender Spieldauer jedoch als Glücksgriff. Terrick ist kein unverwundbarer Rächer aus einem Comicstrip, Faulkner zeichnet überzeugend einen verzweifelten Menschen, der sich nur noch aus einem Grund aus den Trümmern seines zerstörten Lebens erhebt, er will Vergeltung, egal um welchen Preis, er hat nichts mehr zu verlieren. Antagonist Horst Frank kommt mit vergleichsweise wenig Spieldauer aus, bleibt allerdings dauerhaft in Erinnerung. Monströs, animalisch, fanatisch, obendrein kann die Arbeit von Makeup artist Colin Arthur nur als grandios bezeichnet werden. Christopher Lee agiert als lokaler Polizeichef zurückhaltend, dem aufmerksamen Zuschauer werden kleine Spitzen sicher nicht entgehen. Sybil Danning erfreut in der frühen Phase unsere Augen, Trevor Howard sehen wir als ihren gebrochenen Vater. Erstaunlich wandlungsfähig Erik Schumann, seine Darstellung des harten Offiziers ist ein Hochgenuss! Sascha Hehn, damals noch ein ganz junger Bursche, kommt in seiner Nebenrolle als Freund des Hauptcharakters angenehm unschleimig daher. Weitere Nebenrollen wurden mit schwarzen Darstellern besetzt, teils als Begleiter Terricks, teils als Sympathisanten des irren Aufwieglers Albino.

"Der flüsternde Tod" ist ein fast vergessenes Kleinod! Vielleicht mag der Plot nichts bahnbrechendes bieten, doch phantastisches Umfeld, wundervolle Kamera, motivert aufspielendes Ensemble, platziert einem Gerüst aus zuverlässigem Handwerk, machen den Streifen zu einem herrlichen und unvergesslichen Filmerlebnis! Bei aller Begeisterung für Regie, Kamera und Ensemble, soll der sehr eingängige und angenehme Score von Erich Ferstl nicht unterschlagen werden.

Großes Lob für die DVD aus dem Hause Koch Media! Der Film liegt in sehr ansprechender Verfassung vor, schöne Farben und angenehme Schärfe, Laufstreifen und Kratzer sorgen für "echtes Filmfeeling", fernab zu Tode gefilterter Sterilitäten. Offensichtlich blieb der Filterwolf im Zwinger, vielen Dank dafür! Eine zweite DVD liegt bei, dort finden wir aktuelle Interviews mit Jürgen Goslar (rund 40 Minuten), Kameramann Wolfgang Treu (rund 28 Minuten), zusätzlich ältere Ausführungen von Erik Schumann (rund 14 Minuten). Anschauen, es lohnt sich! Ich möchte daher auch die Veröffentlichung von Koch als Kleinod bezeichnen, ganz klarer Kaufzwang!

Dicke 8/10 (sehr gut) für den Film! Höchstnote für den Repertoirewert der DVD, sicher eine der wichtigsten Veröffentlichungen der letzten Jahre!


Lieblingszitat:

"Ich will den Albino!"

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 Post subject: Re: DER FLÜSTERNDE TOD / ALBINO - Jürgen Goslar
PostPosted: 24.04.2014 22:58 
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Ich freu mich, dass ich es gewagt hab, (dass es eine Koch-DVD war hat allerdings schon dazu beigetragen.)

Ja es ist ein reiner Rache-Western mit allem was dazu gehört, deswegen werde ich jetzt nicht mit großer Strenge auf Spannung und Überraschungsmomente in der Story blicken. :lol:


Punkten kann der Film mit seiner wunderbaren Musik, der Location (kann auch ein blinder Kameramann nicht versauen) und den interessanten Darstellern, ich hab mich besonders über Captain Bligh gefreut, auch wenn er natürlich nicht die Rolle seines Lebens spielt, ebenso Horst Frank, von dem ich allerdings gerne etwas mehr Text z.B. sein komplettes politisches Progamm, seine Vorgeschichte etc..gehabt hätte. Mit dem großen Rächer konnte ich weniger anfangen, im Gegensatz zu seinem "indianischen" Helfer.

Goslar ist ein echt sympathischer Mensch, das wissen wir dank der tollen Bonus-Disk, als Filmemacher überzeugt er mich nicht. Seine Regie ist unsicher, besonders in den Actionszenen amateurhaft, die Zeitlupe besonders bei harmonischen Szenen peinlicher Trash.

Das Ende mit Howard fand ich wieder klasse. Ein Film, den man sich auf jeden Fall mehrfach ansehen muss.

6/10

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 Post subject: Re: DER FLÜSTERNDE TOD / ALBINO - Jürgen Goslar
PostPosted: 28.06.2020 17:44 
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Bei "Der flüsternde Tod" handelt es sich um einen Vertreter aus Regisseur Jürgen Goslars experimenteller Phase. Genau wie in seinem Nachfolgewerk "Slavers - Die Sklavenjäger", kommt es zu einer ungewöhnlich drastischen Darstellung von Gewalt und Brutalität, außerdem schwingt permanent ein unmenschlicher Tenor mit, der die Geschichten trostlos wirken lässt. Bemerkenswert ist der Mut der Inszenierung, wenngleich sich häufiger offenbart, dass noch Luft nach oben vorhanden war; ein Eindruck, der bei "Slavers" nicht mehr so deutlich aufkommen sollte. Die bunt zusammengewürfelte Besetzung wirkt unorthodox und bleibt in bestimmten Fällen auch unauffällig, allerdings kann vor allem Horst Frank überzeugen, den man zweifellos in einer seiner beunruhigendsten Rollen und damit verbundenen Aufmachungen zu sehen bekommt. Eigentlich ist es vom Prinzip her stets klar, wohin diese unerbittliche Reise nach Franks Auftauchen gehen wird, aber dennoch verfügt die Geschichte über spannende Phasen, die sich immer wieder mit barbarischen Intervallen abwechseln, vermischen oder auch beißen. Die größte Überraschung bleibt Erich Ferstls beeindruckende musikalische Begleitung. Im Gros gut besetzt, solide inszeniert und kaum auf irgendwelche Sentiments bedacht, ist "Der flüsternde Tod" einer der Filme, welcher so oder so in Erinnerung bleiben wird.


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