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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Post subject: DIE BANDE DES SCHRECKENS - Harald Reinl
PostPosted: 13.12.2014 13:22 
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R.: Harald Reinl
D.: J. Joachim Bartsch
Wolfgang Schnitzler
K: Albert Benitz
M: Heinz Funk
D: Joachim Fuchsberger
Karin Dor
Eddi Arent
Dieter Eppler

Bei seinem Überfall auf eine Londoner Bank wird der gesuchte Verbrecher Clay Shelton von Inspektor Long gestellt. Beim vergeblichen Versuch zu fliehen, tötet Shelton einen Polizisten, wofür er gehängt wird. Vor seiner Hinrichtung schwört er, alle, die an seiner Verhaftung und Verurteilung beteiligt waren, umzubringen.
Tatsächlich wird wenig später ein Mordanschlag auf Inspektor Long ausgeübt. Er hat zwar noch Glück, der Staatsanwalt und der Richter allerdings nicht. Ist der Tote wieder auferstanden? Bei einer Exhumierung findet Long nichts, als einen leeren Sarg und eine Todesliste.

Bei seinen Ermittlungen stößt Long auf die kalte Mrs. Revelstoke - und verliebt sich in ihre schöne Sekretärin. Er ist allerdings nicht der einzige Verehrer. Während verschiedene Männer um die schöne Frau werben, geht das Morden weiter.

Die Bande des Schreckens ist wahrscheinlich ein heißer Anwärter auf den Titel "bester Wallace Film". Der Film bietet eine ausgewogene Mischung aus Spannung, Humor und Action und wird dabei nie langweilig. Reinls Regie ist grandios. Die tollen schwarz-weiß Bilder, die er und Kameramann Benitz entwerfen, sind in der Reihe vielleicht unübertroffen. Genauso überragend gut sind die Schauspielleistungen, von Joachim Fuchsberger (der auf der Todesliste nüchtern-selbstzufrieden noch einen "Chef" vor seinen Inspektor kritzelt, ehe er die Toten ausstreicht), Karin Dor, Eddi Arent und nicht zu vergessen Dieter Eppler, einer der ganz großen Mimen dieser Epoche.

Es fällt mir schwer 10 Punkte für diesen Film zu zücken, weil es im internationalen Kino sicherlich noch besseres gibt. Innerhalb der Wallace-Reihe verdient er sie auf jeden Fall, im deutschen Film wurde wenig besseres gemacht.
9,5/10.


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 Post subject: Re: DIE BANDE DES SCHRECKENS - Harald Reinl
PostPosted: 13.12.2014 13:45 
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Solides Mittelfeld im Wallace-Kosmos, bleibt aus meiner Sicht deutlich hinter den Spitzenwerken zurück. Mir fehlt es hier ein wenig Atmosphäre, das fürchterlich kitischige Ende bereitet mir zusätzliche Bauchschmerzen (obwohl, irgendwie ist es fast lustig).

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 Post subject: Re: DIE BANDE DES SCHRECKENS - Harald Reinl
PostPosted: 13.12.2014 14:11 
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"Die Bande des Schreckens" sehe ich auch in der Spitzengruppe.
Atmosphärisch dicht, spannend und hervorragend gespielt.
Dieser Beitrag wird wohl ewig unter meinen beliebtesten Wallaces bleiben.


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 Post subject: Re: DIE BANDE DES SCHRECKENS - Harald Reinl
PostPosted: 13.12.2014 14:17 
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Dann wärst du am Besten im November zu uns nach Köln gekommen, da hat ihn der Filmclub im Kino gezeigt, im Rahmen der Fuchsberger-gedächtnisreihe.

Wiederholt wird er leider nicht mehr. War sicher die letzte Möglichkeit, DIE BANDE mal auf der großen Leinwand zu sehen. Take it easy, man kann nicht alles wissen.

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"Danach kam ja nur noch der subventionierte Staatsfilm."
(Herbert Fux. Er meinte die Zeit ab Mitte der 70er.)


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 Post subject: Re: DIE BANDE DES SCHRECKENS - Harald Reinl
PostPosted: 13.12.2014 14:26 
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Wo Köln doch fast nur ein Katzensprung wäre. Ist wirklich schade, ich habe nämlich noch nie einen Wallace auf großer Leinwand sehen können.
Das muss ich bei Gelegenheit mal dringend ändern wenn es möglich ist!


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 Post subject: Re: DIE BANDE DES SCHRECKENS - Harald Reinl
PostPosted: 14.12.2014 13:26 
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Blap wrote:
Solides Mittelfeld im Wallace-Kosmos, bleibt aus meiner Sicht deutlich hinter den Spitzenwerken zurück. Mir fehlt es hier ein wenig Atmosphäre, das fürchterlich kitischige Ende bereitet mir zusätzliche Bauchschmerzen (obwohl, irgendwie ist es fast lustig).

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Was sind für die die Spitzenvertreter?


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 Post subject: Re: DIE BANDE DES SCHRECKENS - Harald Reinl
PostPosted: 14.12.2014 16:07 
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Ohne Reihenfolge: Der Hexer und Die toten Augen von London (beide 9/10), gefolgt von Der Frosch mit der Maske, Der unheimliche Mönch, Das Geheimnis der weißen Nonne, Zimmer 13, Das indische Tuch, Der Zinker, Die toten Augen von London und Die Bande des Schreckens (alle 8/10).
Die Italiener laufen selbstverständlich außer Konkurrenz ... ;)

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Die Umschreibung Neuentdeckung [...] ist natürlich nur eine äußerst persönliche Färbung, denn es handelt sich um ein Spektakel innerhalb der ganz eigenen Filmwelt. Die Suche nach Input, nach Neuem, und die Offenherzigkeit gegenüber Genres und Filmen jeder Art, führen mich immer wieder zu solchen Etappen, und auch wenn sich dieser Kreis niemals schließen wird, er erfährt mitunter durchaus erfreuliche Erweiterungen. (Prisma)


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 Post subject: Re: DIE BANDE DES SCHRECKENS - Harald Reinl
PostPosted: 14.12.2014 17:15 
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Schmutziger_Maulwurf wrote:
Die Italiener laufen selbstverständlich außer Konkurrenz ... ;)

Wieso? Was Wallace angeht, laufen die doch auch unter dem Prädikat echt. ;)


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 Post subject: Re: DIE BANDE DES SCHRECKENS - Harald Reinl
PostPosted: 14.12.2014 17:48 
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Cosa avete fatto a Solange? (internationale Version)

Der Frosch mit der Maske
Das Geheimnis der weissen Nonne
Der unheimliche Mönch
Der Hexer
Das indische Tuch
Das Geheimnis der gelben Narzissen
Der rote Kreis
Der Fälscher von London


Die toten Augen von London
Das Gasthaus an der Themse
Der Teufel kam aus Akasava
(Mein Super-Wohlfühlknuffel)
Im Banne des Umheimlichen
Der Mönch mit der Peitsche
Das Rätsel der roten Orchidee
Das Rätsel des silbernen Halbmonds
(internationale Version)
Zimmer 13

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 Post subject: Re: DIE BANDE DES SCHRECKENS - Harald Reinl
PostPosted: 22.10.2019 01:09 
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Harald Reinls zweiter Wallace-Film zählt zweifellos zu den frühen Klassikern der Reihe, der einen Hauch des Übernatürlichen zu verbreiten weiß, da sich Scotland Yard mit einen Verbrecher Konfrontiert sieht, der scheinbar aus dem Reich der Toten zurückgekehrt ist. Wie so oft steht das Motiv der Rache im Vordergrund und die Hintergründe werden von Reinl sehr ansehnlich und teils spektakulär geklärt. Die Verbrecherbande "Galgenhand" geht beim Liquidieren der Todeskandidaten sehr unsentimental vor und in diesem Zusammenhang kommt es zu ungewöhnlich brutalen Momenten, die für Nervenkitzel und Spannung sorgen. Ein altes Familiengeheimnis wirkt wie schleichendes Gift und viele der beteiligten Personen glänzen durch hohe Widerstände, sodass es Chef-Inspektor Long nicht gerade leicht gemacht wird, Licht in die düstere Angelegenheit zu bringen. Durch die atmosphärisch sehr dichte und stringente Inszenierung kommt genügend Tempo auf, außerdem ist die besonders gute Dialogarbeit hervorzuheben. Top-Interpreten, unter denen im Besonderen Joachim Fuchsberger, Karin Dor, Karin Kernke, Fritz Rasp, Ulrich Beiger oder Elisabeth Flickenschildt hervorstechen, sorgen für einen perfekten Mix aus Aufklärung und Geheimnis. "Die Bande des Schreckens" ist und bleibt einer der Wallace-Filme, der sich seit Kindheitstagen unter den persönlichen Lieblingsfilmen der Serie etablieren konnte und der daher stets gerne gesehen ist.


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