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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Post subject: VIRGINS OF HELL - Ackyl Anwari
PostPosted: 04.12.2009 19:37 
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VIRGINS OF HELL

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Orginaltitel: Perawan di sarang sindikat
Darsteller: Enny Beatrice, Yenny Farida, Harry Capri, Nina Anwar
Jahr: 1986
DVD / Video: IVE (Video) ; Retrofilm (DVD)

OFDB

My old review:

Gestern nacht mal meine Boersen-Beute innen Player geschmissen und diese indonesische Trash-Perle von der hiesigen Liste der bedrohten Art geschaut.

Wahrlich guter unterhaltsamer Trash mit Chicks on bikes, Schlangen die Kugeln ausm Arsch beissen, am Feuerspiess gegrillte Mädels, blubbernde Blutblasen im Gesicht...... aber am geilsten fand ich die Szene, wo der Ober-Baddie völlig unmotiviert 2 Mädels inner Badewanne mim Kopp zusammenschlägt, sie dann rauszerrt und mit französischem Rotwein überschüttet und dabei hämisch sich einen abgeiert. Toll !

Ich hatte mich ja immer geweigert Unsummen für das beschlagnahmte Vollbild-Tape hinzublättern, da ich fürchtete es sein mal wieder eine völlig, sogar aus Sicht der Zensurlogik, unnötige Beschlagnahme.
Und die ises auch !! Man muss beim betrachten aussen vor lassen, dass das Teil 131er ist.

Es ist ein waschechter spät-80er Indonesien-Trasher. Nicht ganz so abgefahren wie all die JAKA SEMBUK Filme, aber VIRGINS FROM HELL steht sicher in der Tradition dieser Filme, nur eben upgedated.

Als Trash-Factor gebe ich...


8 / 12


bye

TRAXX

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"Ein Tittchen hier, ein Fötzchen da, und die Welt sähe wieder rosiger aus." anti
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 Post subject: Re: VIRGINS OF HELL - Ackyl Anwari
PostPosted: 21.01.2010 15:41 
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Ich habe den Film zumindest mal antesten können , und ich muß sagen daß der Sleaze-Gehalt (im Vergleich zu beispielsweise Jaka ) doch beachtlich hoch ausgefallen ist ... und auch die Synchro ist mal wieder ... au weia :mrgreen:

Grundsätzlich kann man bei indonesischer / philipinischer Filmkunst wenig falsch machen , wenn man Lust auf außergewöhnlich debilen Trash verspürt ! Diese Streifen haben einfach das gewisse Etwas ! So ist mir grundsätzlich aufgefallen , daß alle Oberschurken ( bei Virgins, 5 Deadly Angels , ich glaube auch beim Stabilizer oder Rambu) ihre Stützpunkte mit geilen Tierpostern ( Pferde , Schimpansen) aus dem neuen "Wendy" oder der "Apotheken-Rundschau" dekoriert haben . Offensichtlich ein Zeichen für Wohlstand in diesen Breitengraden ! Auch erwähnenswert sind die todesmutigen (one-take) Stunts , bei denen man des öfteren echte Panik und Todesangst in den Augen der Darsteller erkennen kann ! Auch "Virgins of Hell" macht in diesen beiden Disziplinen keine Ausnahme ... wie gesagt , ich habe den Film nicht komplett gesehen , aber in Sachen Sex + Violence gibt es wohl einiges zu bewundern ! Wer übrigens Lust auf mehr asiatischen Wahnsinn hat , ich kann diesen wundervollen blog nur empfehlen :

When the Vietnam War raged ... in the Philipines :D :D :D

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 Post subject: Re: VIRGINS OF HELL - Ackyl Anwari
PostPosted: 21.01.2010 16:45 
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Der Film macht richtig Spass. Leider sind die Frauen allesamt recht hässlich. (Das liegt aber meinen persönlichen Vorlieben, ich finde z.B. auch Thai-Frauen und Inderinnen extrem abstossend. Nein, ich habe nicht generell eine Abneigung gegen Asiatinnen, in Japan würde mir vermutlich vor Gier die Zunge aus dem Halse hängen). :mrgreen:

Virgins of Hell

Der fiese, sadistische Drogenbaron Mr. Tiger ermordet ein friedliches Ehepaar. Diese wollten ihm nicht hier schickes Anwesen verkaufen, also mussten sie ins Gras beissen, schliesslich will der Gangster dort sein neues Hauptquatier aufschlagen. Die Kinder des getöteten Paares schwören Rache. Die beiden Schwestern sind mit einer Gang schlagfertiger und bewaffneter Motorradbräute unterwegs, die ältere Schwester führt die Truppe an. Zunächst machen die Damen ein Casino des Verbrechers platt, später wollen sie dann seine Residenz erstürmen. Der Plan schlägt jedoch fehl, ein Teil der Mädel wird beim Angriff gekillt, der Rest wird eingefangen und versklavt. Unter der Knute des perversen Sadisten erleben die Frauen die Hölle auf Erden, doch noch ist ihr Wille zum erbitterten Widerstand nicht völlig gebrochen...

Dieser Knaller von Film stammt aus Indonesien, wurde 1986 abgedreht. In Deutschland hat sich Retrofilm dieser "Perle" angenommen, die DVD trägt neben "Virgins of Hell" noch den wunderbaren Untertitel "Furien der Apocalypse". Was man hier zu sehen bekommt ist eigentlich nahezu unbeschreiblich. Damen in grellen Klamotten rollen auf Mopeds durch die Landschaft und ballern wild um sich. Natürlich müssen sie auch etliches einstecken und werden von fiesen Dreckstypen in die Mangel genommen. Die Sause entbehrt jeglicher Logik, die Darsteller liefern unglaubliche Leistungen ab, die Waffen sehen aus wie aus dem Spielzeugladen. Ab und an blutet und matscht es auch ein wenig, insgesamt erreicht der Bodycount recht üppige Dimensionen. Als alter Geiferling vermisse ich lediglich hübsche Frauen. Während man bei Produktionen aus Japan oder Hong Kong eigentlich immer steile Zähne zu sehen bekommt, entsprechen die Damen aus Indonesien nicht meinem Geschmack. Aber was solls, der Spassfaktor stimmt ohne Zweifel.

Diese wirre Mischung aus Women in Prison, Foltercamp, Action und Bikerfilm weist einen extrem hohen Gehalt an Trash auf. Wer sich auf diesen groben Unfug einlassen kann und mag, wird sicher jede Menge Freude mit dem Machwerk haben. Der erdachte deutsche Titel "Furien der Apocalypse" ist ohne Zweifel irgendwie passend und nett, ich hätte allerdings "Pfannkuchengesichter vs. fiese Fratzen" bevorzugt. Die DVD von Retrofilm überrascht mit einer -für einen Titel dieser Art- sehr gelungenen Bildqualität. Extras zum Film gibt es nicht, dafür jedoch insgesamt 25(!) Trailer zu anderen Ergüssen, Daumen in die Höhe!

Herrlich, ich habe mehrfach Tränen gelacht! Fette 7,5/10

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Blap V 3.0 regaining paradise

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Vom Ursprung her verdorben


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 Post subject: Re: VIRGINS OF HELL - Ackyl Anwari
PostPosted: 21.01.2010 17:30 
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:D "Furien der Apocalypse" ist fast so gelungen wie "Sarg der blutigen Stiefel"! Ich liebe solche Filmtitel...

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"Wir raten ab!" - Der katholische Filmdienst

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 Post subject: Re: VIRGINS OF HELL - Ackyl Anwari
PostPosted: 09.09.2011 18:09 
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VIRGINS OF HELL - FURIEN DER APOKALYPSE

[Indonesien][1986]

Regie: Ackyl Anwari

Darsteller: Enny Beatrice, Yenny Farida, Harry Capri, Nina Anwar, Dicky Zulkarnaen, August Melasz, Hendra Cipta, Leily Sagita, Yetty Lorent, Ratna Debby, S. Parya, Djamal Saputra,...
(wer kennt sie alle nicht?)


Jungfrauen? Hölle? Furien? Apokalypse? Was ist da denn los?

Nun, ganz so endzeitlich, wie der Titel glauben machen möchte, geht es im Film dann doch nicht zu – als Frauenknast-Foltercamp-Sexploiter kocht diese indonesische Produktion nur auf Sparflamme. Was nicht bedeutet, dass man es hier nicht mit einem extrem unterhaltsamen und belustigendem Filmchen zu tun hätte.

Aber immer der Reihe nach.

Dieses Epos handelt von der jungen Sheila, die gerade noch schnuckelig genug ist, um die Hauptrolle spielen zu dürfen. Als Kind musste sie mit ansehen, wie ihre Eltern ermordet wurden. Zugegeben, als Kind ist vielleicht etwas übertrieben. Um genau zu sein, sieht sie zur Zeit des unfreiwilligen Ablebens ihrer Eltern keinen Deut jünger aus, als im Rest des Films, so dass man den Eindruck gewinnen muss, seitdem seien gerade mal ein paar Stunden vergangen. Aber man versteht ja, was gemeint ist.
Jedenfalls weigerten sich Mami und Papi, einem fiesen Gangster, der auch einen dieser typischen Fieser-Gangster-Namen trägt, nämlich „Mr. Tiger“, ihr kleines Fleckchen Land zu verkaufen – kein Wunder, jemandem, der „Mr. Tiger“ heißt, kann man ja auch nicht trauen. Und schon ist es passiert: Tigerchen zückt sein Schießeisen, und die beiden Sturköpfe sterben an Bleivergiftung. Sheila, die das Ganze aus einiger Entfernung beobachtet (übrigens schon mit der Knarre im Anschlag, die sie anscheinend immer dabei hat - könnte ja sein, dass ein fieser Gangster ihren Eltern das Land abkaufen möchte, diese sich weigern, woraufhin dieser dann... Ihr wisst, was ich meine), schwört natürlich in einer gnadenlos schlecht gespielten Trauerszene Rache, würde den Fiesling am liebsten schon auf der Stelle über den Haufen schießen, wartet dann aber klugerweise doch noch ab, denn sonst wäre der Film ja schon vorbei.
Stattdessen tut sie das, was jede vernünftige Frau in so einer Situation tun würde: Sie schmeißt sich in knallrote Hot Pants und gründet eine Biker Gang, ausschließlich bestehend aus jungen Hühnern in ebenso knallbunten wie -engen... Hot Pants.
Gemeinsam fahren sie nun eifrig durch die Gegend und rauben ab und zu mal ein Casino aus. Eines Tages fällt Sheila ein, dass sie sich ja noch rächen muss, und beschließt, der Tiger'schen Festung zusammen mit ihren Mädels einen kleinen Besuch abzustatten.
In einer unbeschreiblich undynamischen Actionszene überfallen sie die Schufte, die aber gar nicht so dumm sind, wie sie aussehen, und einen Großteil der Mädels, darunter auch Sheila, gefangennehmen können. Fortan kauern die die jungen Damen in einem angenehm weitläufigen Verlies und geben sich gegenseitig die Schuld. Ab und zu werden sie zum Foltern rausgeholt, z. B. indem man sie zusammen mit einem Frettchen in einen Sack steckt oder wie ein Bratspieß auf offenem Feuer röstet. Wenn sie nicht gefoltert werden, müssen die jungen Hüpfer hart schuften – Kokosnüsse pflücken sich schließlich nicht alleine. Allzu hart scheint die Arbeit dann aber doch nicht zu sein, selbst am Ende des Tages sehen die Grazien immer noch aus wie frisch aus dem Ei gepellt und wirken auch nicht ernsthaft erschöpft.
Da die Gaunerbande des Mr. Tiger in einem reichlich improvisiert wirkenden Labor auch noch fleißig neuartige Aphrodisiaka zusammenblubbert, die jede Frau sofort rollig macht (wo kann ich die eigentlich bestellen?), werden Sheilas Schützlinge natürlich auch als Versuchskaninchen benutzt und von Zeit zu Zeit ordentlich durchgenudelt. Als eine der Damen es irgendwann nicht mehr aushält und Selbstmord begeht (wobei man sich schon fragen muss, wie die Gute das bewerkstelligt hat, baumelt sie doch an einem Strick fast 3 Meter über dem Höhlenboden – völlig unmöglich, an dieser Stelle einen Strick an der Decke anzubringen, geschweige denn, seinen Kopf dort hineinzulegen), platzt den Mädels der Kragen: Mit einem unfassbar billigen Trick gelingt ihnen der Ausbruch und mit Hilfe des von den Gangstern zum Aphrodisiaka-Zusammenblubbern gezwungenen Chemiestudenten Larry, der plötzlich zum Aushilfs-Rambo mutiert, heizen sie den Schurken kräftig ein.

„Virgins of Hell“ hat eigentlich all das, was man von solch einem Film erwartet: Durchaus nett anzuschauende Hauptdarstellerinnen, katastrophale schauspielerische Darbietungen, Dialoge jenseits von Gut und Böse, Folterungen, einen „Ilsa“-Klon, der die Mädels am liebsten vernaschen möchte, explodierende Hütten, explodierende Boote, explodierende Menschen, Kampf mit Gummikrokodil usw. Das volle Programm!
Allerdings hat man ständig das Gefühl, es wäre mehr drin gewesen. Es dünkt einem, die Macher wollten einen schön spekulativen Film drehen, hätten sich dann aber doch nicht so richtig getraut. Das hängt natürlich auch mit der indonesischen Zensurbehörde zusammen. Nackte Haut gibt es dann auch nicht wirklich zu sehen, die langen Beine der Hauptdarstellerinnen sind das Höchste der Gefühle. Sogar in den Vergewaltigungsszenen gibt es nichts zu sehen außer den Nahaufnahmen der Gesichter (inklusive sagenhaft schlecht gespielter Orgasmusszene).
Wirklich blutig wird es auch nie. Offenbar war einfach auch zu wenig Geld da, wenn Leute erschossen werden, gibt es weder Mündungsfeuer noch Einschusslöcher. Es knallt einfach ein Schuss vom Band und der „Getroffene“ fällt theatralisch röchelnd zu Boden. Die gesamten Blutpäckchen gingen vermutlich hauptsächlich für das Finale drauf, in dem schonmal das Hackebeilchen in die Halsschlagader getrieben wird.

Dennoch macht der Film Laune. „Virgins of Hell“ ist ein herrlich sinnfreier, niemals langweiliger Spaß mit jeder Menge Szenen, die ich so auch noch nicht gesehen habe und einen schon ordentlich zum Lachen bringen können. Mein Favorit ist die Szene, in der die am Boden lauernden Wachposten von brennenden rollenden Fässern überrascht werden. Aber statt aufzuspringen und wegzulaufen, bleiben die erschrockenen Herren liegen und versuchen stattdessen, den Fässern ebenfalls davonzurollen. Und wie Schussverletzungen mit Hilfe einer Schlange und etwas Laub in Sekundenschnelle verheilen können, das würde sogar MacGyver blass machen. :o

Um es mit Sheilas Worten zu sagen: „Die ganze Sache ist völlig idiotisch.“

Bingo.

6/10

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Regelmäßig neue Reviews von Stuart Redman und DJANGOdzilla bei
JÄGER DER VERLORENEN FILME


Last edited by DJANGOdzilla on 09.09.2011 21:11, edited 1 time in total.

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 Post subject: Re: VIRGINS OF HELL - Ackyl Anwari
PostPosted: 09.09.2011 19:44 
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Den Film hab ich mir letztens erst notiert, da der schier unglaubliche Trailer auf irgend einer VHS oder Dvd drauf war....
Glaub auf einer Cineclub dvd war dieser...

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 Post subject: Re: VIRGINS OF HELL - Ackyl Anwari
PostPosted: 16.08.2012 13:39 
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Blap wrote:
Herrlich, ich habe mehrfach Tränen gelacht!

Das könnte mittlerweile zwar fast zwei Jahrzehnte her sein, als ich das Teil mal sah, aber ich weiss, dass ich da auch lachen musste (z.B. die Szene im Labor, wo jemand eine Spritze bekommt und sich dann Blasen auf der Haut bilden, das Geschreie war sehr amüsant und unfreiwillig komisch). Ich habe VIRGINS OF HELL als trashigen Camp-Streifen mit ein paar harten Szenen in Erinnerung.


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