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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Post subject: Re: THE OPENING OF MISTY BEETHOVEN - Radley Metzger
PostPosted: 10.06.2013 19:31 
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Daredevil70 wrote:
Die Video-X-Pix/Distibpix-Blu-Ray ist ja eine Referenzveröffentlichung mit vielen Extras. Die könnte auch von Criterion stammen. Ich kann gut verstehen, dass man da der alleinige Anbieter bleiben will. Mein Wunsch an Mascotte wäre es daher, Kraft und Geld lieber in andere Klassiker zu investieren, bei denen es noch keine Topp-Veröffentlichung gibt.


Nö, sehe ich anders. Gerade weil offenbar das US-Release Referenzcharakter hat, würde ich mir wünschen, dass auch hierzulande Referenzscheiben dieses Genres mit Original- und deutschem Ton herauskommen.


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 Post subject: Re: THE OPENING OF MISTY BEETHOVEN - Radley Metzger
PostPosted: 10.06.2013 22:04 
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ugo-piazza wrote:
Daredevil70 wrote:
Die Video-X-Pix/Distibpix-Blu-Ray ist ja eine Referenzveröffentlichung mit vielen Extras. Die könnte auch von Criterion stammen. Ich kann gut verstehen, dass man da der alleinige Anbieter bleiben will. Mein Wunsch an Mascotte wäre es daher, Kraft und Geld lieber in andere Klassiker zu investieren, bei denen es noch keine Topp-Veröffentlichung gibt.


Nö, sehe ich anders. Gerade weil offenbar das US-Release Referenzcharakter hat, würde ich mir wünschen, dass auch hierzulande Referenzscheiben dieses Genres mit Original- und deutschem Ton herauskommen.


Word. :)


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 Post subject: Re: THE OPENING OF MISTY BEETHOVEN - Radley Metzger
PostPosted: 11.06.2013 09:42 
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Mascotte Film wrote:
Mein Interesse wäre es eher, statt immer die Ausgabe mit dem lausigen Bild nachzupressen, die Ausgabe halt mal mit dem neuen Bild überarbeitet zu veröffentlichen, ohne ein grosses Ding draus zu machen.


Finde ich richtig gut!
Es muss ja nicht immer gleich die Superlative sein. Die deutsche Fassung in zeitgemäßer Qualität ist doch schon ein Kaufanreiz für sich.
Würde mich sehr freuen, wenn ihr einfach zahlreiche weitere Filme aus den 70ern in schönem anamorphem 16:9 bringen würdet, auch wenn die Kinorolle mal nicht ganz perfekt und sauber ist.
Hat für mich seinen Charme und ist viel besser als diese blassen 4:3 Veröffentlichungen von VHS-Mastern.

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 Post subject: Re: THE OPENING OF MISTY BEETHOVEN - Radley Metzger
PostPosted: 11.06.2013 10:17 
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Jersey Bellini wrote:
Mascotte Film wrote:
Mein Interesse wäre es eher, statt immer die Ausgabe mit dem lausigen Bild nachzupressen, die Ausgabe halt mal mit dem neuen Bild überarbeitet zu veröffentlichen, ohne ein grosses Ding draus zu machen.


Finde ich richtig gut!
Es muss ja nicht immer gleich die Superlative sein. Die deutsche Fassung in zeitgemäßer Qualität ist doch schon ein Kaufanreiz für sich.
Würde mich sehr freuen, wenn ihr einfach zahlreiche weitere Filme aus den 70ern in schönem anamorphem 16:9 bringen würdet, auch wenn die Kinorolle mal nicht ganz perfekt und sauber ist.
Hat für mich seinen Charme und ist viel besser als diese blassen 4:3 Veröffentlichungen von VHS-Mastern.

Ich kann dir nicht ganz folgen. Wenn der Film auf 35mm gedreht wurde (1.37:1), dann gibt es ergo auch eine Veröffentlichung in 4:3. Das hat ja mit dem VHS Master nichts zu tun, sondern mit dem Filmnegativ.

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 Post subject: Re: THE OPENING OF MISTY BEETHOVEN - Radley Metzger
PostPosted: 11.06.2013 13:15 
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Naja so einfach ist das ja leider nicht... Filmmaterial ist generell erstmal "immer" flat 1,37:1 (und da es wohl wenig Pornos im Scope Format gibt, können wir diese Betrachtung mal aussen vor lassen). Selbst wenn auf dem Negativ das volle 1,37:1 Bild ausgefüllt ist, heißt das noch nicht, dass es das Originalformat ist. Neben Hard-Matting (also mit "schwarzen Balken" direkt auf dem Filmaterial) gibt es ja noch "Soft Matting"; bedeutet - es wird die gesamte Fläche belichtet, aber nur für ein bestimmtes Bildseitenverhältnis komponiert. Die Kaschierung erfolgt dann bei der Vorführung. Wo es dann noch einen Unterschied gibt ist ob "Proteced" oder "Unprotected" geschossen wurde (Protected = hat nichts mit Kondom zu tun sondern; der zusätzliche Bildraum oben/unten wird von "Fremdköpern" wie Mikros usw. freigehalten um eine "Open Matte" Auswertung in 1,37:1 (also 4:3 für Heimvideo) zu ermöglichen). Gerade bei "Soft Matting" kann man im Zweifel nur durch das Einholen von Meta-Informationen Gewissheit bekommen (oftmals lässt sich das aber anhand bildgestallterischer Element durchaus ersehen für welches Seitenverhältnis ein Film kadiert wurde). Gerade in den 70gern dürfte noch viele Filme für 1,66:1 bzw. 1,85:1 komponiert worden sein.

Misty ist doch ein gutes Beispiel. Die US-BD ist im Originalformat von 1,85:1. Eure alte DVD ist 4:3; vergleiche Aussage oben (kann natürlich auch gezoomt sein, habe die neue BD noch nicht, die Misty DVD von Tabu allerdings schon aber nie gesehen bisher davon... :oops: ).

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 Post subject: Re: THE OPENING OF MISTY BEETHOVEN - Radley Metzger
PostPosted: 11.06.2013 13:25 
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chakunah_2072 wrote:
Naja so einfach ist das ja leider nicht... Filmaterial ist generell erstmal "immer" 1,37:1 (und da es wohl wenig Pornos im Scope Format gibt, können wir diese Betrachtung mal aussen vor lassen). Selbst wenn auf dem Negativ das volle 1,37:1 Bild ausgefüllt ist, heißt das noch nicht, dass es das Originalformat ist. Neben Hard-Matting (also mit "schwarzen Balken" direkt auf dem Filmaterial) gibt es ja noch "Soft Matting"; bedeutet - es wird die gesamte Fläche belichtet, aber nur für ein bestimmtes Bildseitenverhältnis komponiert. Die Kaschierung erfolgt dann bei der Vorführung. Wo es dann noch einen Unterschied gibt ist ob "Proteced" oder "Unprotected" geschossen wurde (Protected = hat nichts mit Kondom zu tun sondern; der zusätzliche Bildraum oben/unten wird von "Fremdköpern" wie Mikros usw. freigehalten um eine "Open Matte" Auswertung in 1,37:1 (also 4:3 für Heimvideo) zu ermöglichen). Gerade bei "Soft Matting" kann man im Zweifel nur durch das Einholen von Meta-Informationen Gewissheit bekommen (oftmals lässt sich das aber anhand bildgestallterischer Element durchaus ersehen für welches Seitenverhältnis ein Film kadiert wurde). Gerade in den 70gern dürfte noch viele Filme für 1,66:1 bzw. 1,85:1 komponiert worden sein.

Misty ist doch ein gutes Beispiel. Die US-BD ist im Originalformat von 1,85:1. Eure alte DVD ist 4:3; vergleiche Aussage oben (kann natürlich auch gezoomt sein, habe die neue BD noch nicht, die Misty DVD von Tabu allerdings schon).

Bei der DVD zu "Opening of Misty Beethoven" (bei unserer und bei der US Version) hat man damals - weil TV Geräte halt 4:3 waren - den Film einfach gezoomt. Das sieht man schön im Vorspann, wo der Titel links und rechts abgeschnitten ist. Hat bei der neuen US Version von "Opening of Misty Beethoven" auch ein nettes Featurette zu dem Thema drauf.

Nun denn, das Labor wird ja dann sehen, wie das Format der jeweiligen Filmrolle ist... :)

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 Post subject: Re: THE OPENING OF MISTY BEETHOVEN - Radley Metzger
PostPosted: 11.06.2013 13:30 
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Mascotte Film wrote:
Nun denn, das Labor wird ja dann sehen, wie das Format der jeweiligen Filmrolle ist... :)

Naja... leider eben nicht. Gerade im Fall von protected geschossenem Soft Matting beinhaltet das Negativ (oder die Kinokopie) ein erstmal völlständig "verwertbares" Bild in 1,37:1 was aber nicht unbedingt dem intendierten Seitenverhältnis entsprechen muss. Sind keine weiteren Informationen vorhanden, ist also im Zweifel gerade nicht "automatisch" ersichtlicht was das Originalformat ist.

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 Post subject: Re: THE OPENING OF MISTY BEETHOVEN - Radley Metzger
PostPosted: 11.06.2013 14:14 
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 Post subject: Re: THE OPENING OF MISTY BEETHOVEN - Radley Metzger
PostPosted: 11.06.2013 14:22 
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Mascotte Film wrote:
Jersey Bellini wrote:
Mascotte Film wrote:
Mein Interesse wäre es eher, statt immer die Ausgabe mit dem lausigen Bild nachzupressen, die Ausgabe halt mal mit dem neuen Bild überarbeitet zu veröffentlichen, ohne ein grosses Ding draus zu machen.


Finde ich richtig gut!
Es muss ja nicht immer gleich die Superlative sein. Die deutsche Fassung in zeitgemäßer Qualität ist doch schon ein Kaufanreiz für sich.
Würde mich sehr freuen, wenn ihr einfach zahlreiche weitere Filme aus den 70ern in schönem anamorphem 16:9 bringen würdet, auch wenn die Kinorolle mal nicht ganz perfekt und sauber ist.
Hat für mich seinen Charme und ist viel besser als diese blassen 4:3 Veröffentlichungen von VHS-Mastern.

Ich kann dir nicht ganz folgen. Wenn der Film auf 35mm gedreht wurde (1.37:1), dann gibt es ergo auch eine Veröffentlichung in 4:3. Das hat ja mit dem VHS Master nichts zu tun, sondern mit dem Filmnegativ.


chakunah_2072 wrote:
Naja so einfach ist das ja leider nicht... Filmmaterial ist generell erstmal "immer" flat 1,37:1 (und da es wohl wenig Pornos im Scope Format gibt, können wir diese Betrachtung mal aussen vor lassen). Selbst wenn auf dem Negativ das volle 1,37:1 Bild ausgefüllt ist, heißt das noch nicht, dass es das Originalformat ist. Neben Hard-Matting (also mit "schwarzen Balken" direkt auf dem Filmaterial) gibt es ja noch "Soft Matting"; bedeutet - es wird die gesamte Fläche belichtet, aber nur für ein bestimmtes Bildseitenverhältnis komponiert. Die Kaschierung erfolgt dann bei der Vorführung. Wo es dann noch einen Unterschied gibt ist ob "Proteced" oder "Unprotected" geschossen wurde (Protected = hat nichts mit Kondom zu tun sondern; der zusätzliche Bildraum oben/unten wird von "Fremdköpern" wie Mikros usw. freigehalten um eine "Open Matte" Auswertung in 1,37:1 (also 4:3 für Heimvideo) zu ermöglichen). Gerade bei "Soft Matting" kann man im Zweifel nur durch das Einholen von Meta-Informationen Gewissheit bekommen (oftmals lässt sich das aber anhand bildgestallterischer Element durchaus ersehen für welches Seitenverhältnis ein Film kadiert wurde). Gerade in den 70gern dürfte noch viele Filme für 1,66:1 bzw. 1,85:1 komponiert worden sein.

Misty ist doch ein gutes Beispiel. Die US-BD ist im Originalformat von 1,85:1. Eure alte DVD ist 4:3; vergleiche Aussage oben (kann natürlich auch gezoomt sein, habe die neue BD noch nicht, die Misty DVD von Tabu allerdings schon aber nie gesehen bisher davon... :oops: ).

chakunah_2072 hat es perfekt zusammengefasst. :viannen_102:

Es gibt z.B. viele nachlässige Veröffentlichungen gerade auf US-DVDs von Filmen, die in Widescreen im Kino gezeigt wurden (eine entsprechende Maskierung des Bildes war ja auch bei herkömmlichen Spielfilmen durchaus üblich) und dann mit wirklich schlechtem Bild, das wohl zuvor für VHS-Veröffentlichungen in den 80ern genutzt wurde, auf den Markt geworfen werden.
Eine wirkllich schöne Alternative ist dagegen eure PRETTY PEACHES DVD oder eben die hervorragend remasterten amerikanischen MISTY BEETHOVEN sowie PAMELA MANN Veröffentlichungen.

Ähnlich schade ist es bei den Alpha-France DVDs, die ja oft ein wirklich gutes Bild haben, aber dann nur mit 4:3 Letterbox-Breitbild erscheinen...
Ich hing ja auch an meinem alten Röhrenfernseher, aber diese Formate sind wirklich Relikte aus den Anfangstagen der DVD.

Was ich einfach sagen möchte, ist nur, dass es toll wäre bei Neuveröffentlichungen auf anamorphes 16:9 zu setzen, sofern es das Material irgendwie hergibt. Natürlich fallen Pornos da oft aus dem Rahmen und es ist bestimmt keine einfache Sache. Für die heutigen technischen Standards und das Kinoflair ist es aber sehr wünschenswert.
Mann stelle sich z.B. vor, was hier in den anderen Film-Foren los wäre, wenn ein heißersehnter Klassiker mit auf 4:3 optimiertem Bild für den Videothekenkunden aus den 80ern angekündigt werden würde...

Eure angekündigten Projekte und den Kontakt hier im Forum finde ich sehr, sehr lobenswert. Vielleicht wäre diese Formatdiskussion auch ein Anreiz, um eure kommenden Titel noch weiter aus der unüberschaubaren Masse auf dem XXX-Sektor herauszustellen und ein breiteres Publikum mit allgemeinem Interesse an Filmen aus dieser Zeit anzusprechen.

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 Post subject: Re: THE OPENING OF MISTY BEETHOVEN - Radley Metzger
PostPosted: 11.06.2013 14:42 
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Nur nochmal zum Thema Misty... hatte das gerade nochmal gecheckt, der Film ist auf 16mm gedreht im Super 16 Format; bedeutet die belichtete Fläche wird gegenüber Normal 16 (auch 1,37:1) etwas breiter, somit ergibt sich ein Seitenverhältnis von ~ 1.66:1 für das 16mm Negativ (das Ganze wird dann auf 35mm aufgeblasen ist somit schonmal auf min. 1.66:1 hard-matted, weil normal 35 dann wieder 1,37:1 ist). In diesem Sinne kann es hier also keine "Open Matte" Fasssung geben. Die Heimvideofassung in 4:3 muß also gezoomt gewesen sein, wie ich es als Möglichkeit einräumte, Mascotte es bestätigte und biberwesen es mit seinen Screenshots belegte :mrgreen: (übrigens sind die Screenshots offenbar direkte "Raw" Shots des Streams die nicht entzerrt wurden (720x480 bzw. 720x576) und daher etwas in der Geometrie gestaucht; falls sich da einer gewundert hat. Wenn man die DVD normal abspielt ist da natürlich nicht so [sofern das 16:9/4:3 Flag richtig gesetzt ist]). Der Grund warum man bei der 4:3 Fassung oben und unten etwas mehr Bild sieht, ergibt sich dann ebenfalls aus meinen Ausführungen.
Aber selbst hier können sich schon die ersten Fragezeichen einstellen: Und zwar 1.66:1 vs. 1.85:1. Das 16mm Negativ ist 1,66:1, das 35ger Blow-Up ebenfalls (davon gehen wir mal aus). Da der Film aber offenbar für 1,85:1 intendiert war (das damals vorherrschende Breitbildformat in den USA), muß weiter abkaschiert werden (was bei der BD auch passiert ist). Würde man die Filmrollen unversehens abtasten, würde möglicherweise zu dem Schluss kommen, dass 1.66:1 das Originalformat wäre. Die imdb gibt dies übrigens ebenfalls an. Im Zweifel können hier nur Meta-Information helfen.
Ich denke an diesem Beispiel wird klar, wie es schnell es dann doch kompliziert werden kann und wie wenig das Format des Negativs über das intendierte Format aussagt. Und wie die Auführungspraxis dann tatsächlich ausgesehen hat... davon haben wir noch gar nicht anfangen.

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PostPosted: 11.06.2013 15:27 
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Aber gerade bei "Pretty Peaches" ist es so, dass unsere Neuauflage mit dem anamorphen 16:9 Bild eben "falsch" ist. Hier fehlen oben wie unten schlicht Bildzeilen, sprich das Bild wurde auf 16:9 "aufgeblasen". Und somit ist es natürlich eigentlich nicht mehr korrekt. Früher war das Produzieren von Filmen eine sehr kostspielige Angelegenheit, daher kann man schon davon ausgehen, dass der Regisseur den Bildausschnitt sehr sorgfältig gewählt hat. Da macht es meines Erachtens wenig Sinn, wenn man nun 40 Jahre später plötzlich daran etwas ändert.

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 Post subject: Re: THE OPENING OF MISTY BEETHOVEN - Radley Metzger
PostPosted: 11.06.2013 15:39 
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Es ist aber aus meinen Ausführungen hoffentlich klar geworden, dass bei ALLEN sphärischen Formaten (zentral 1,66:1 bzw. 1.85:1) das Breitbild (wenigstens beim Vorführen) durch "abschneiden" entsteht? Das ist BEI ALLEN FILMEN in 1,66:1 / 1,85:1 auf 35mm so, das ist nicht die Ausnahme sondern der Standard! Egal ob die schwarzen Balken fest auf das Filmmaterial kopiert sind oder nicht, es ändert ja nichts (nur weil man es sehen kann, heißt es nicht, dass man es sehen soll). Es werden immer diese Teile "abgeschnitten". Bei Scope gibt es einen anderes System (2:1), aber das ist erstmal unrelevant für uns.

Hier nochmal ein SMPTE Testbild bei dem die ganzen Grenzen eingezeichnet sind:

Image

Ob man es glaubt oder nicht. Bei 1,66:1 bzw. 1,85:1 (Pink bzw. Orange Linie) werden gegenüber 1,37:1 (Grüne Linie) die überschüssigen Bildteile "einfach abgeschnitten" und man hat "weniger" nutzbare Fläche (tatsächlich "40%" für den "Mülleimer" :shock: ;) ). Das ist bei Misty doch auch so, auf der 35mm werden über 1/3 der potentiell nutzbaren Fläche einfach durch schwarze Balken verdeckt und das wird beim abtasten natürlich "abgeschnitten". Schlussendlich ist das Bild aber auf einem entsprechenden Breitbildleindwand oder auf dem Flattie dann größer weil die Fläche ausgenutzt wird.

Diese ganze 4:3 Transfere in der Vergangenheit sind eben dem bereits erwähnten: "die Fernseher waren halt 4:3" geschuldet. Natürlich wird gerade im HC Bereich einige Titel geben die trotz 35mm für 1,37 geframed sind, was aber viel eher auf die Verlagerung der Pornos aus den Kinos auf den Heimvideomarkt (damals also 4:3) zurück zu führen ist.

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Last edited by chakunah_2072 on 11.06.2013 16:39, edited 5 times in total.

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 Post subject: Re: THE OPENING OF MISTY BEETHOVEN - Radley Metzger
PostPosted: 11.06.2013 16:17 
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Mascotte Film wrote:
... daher kann man schon davon ausgehen, dass der Regisseur den Bildausschnitt sehr sorgfältig gewählt hat. Da macht es meines Erachtens wenig Sinn, wenn man nun 40 Jahre später plötzlich daran etwas ändert.


Darauf weisen chakunahs Anmerkungen doch letztlich hin. ;)

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PostPosted: 02.11.2015 14:43 
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Puh, 5 Seiten hier schon? Ich lese jetzt mal vorher gar nichts davon, sondern will möglichst unbefangen, meine Meinung zu dem Film, den ich nun gesehen habe, wiedergeben.

Einer der Klassiker der Golden-Age-Pornos, wenn nicht sogar der Über-Klassiker? Also dann weiß ich wirklich nicht, was das mit mir und dem Genre noch werden soll. Das Positive vorweg: direkt schlecht fand ich ihn nun nicht, er war auch recht unterhaltsam und ist natürlich etwas ganz anderes als heutige Porno-Filme (sofern man da überhaupt noch von Filmen sprechen kann).

Meine bisherigen Eindrücke und zum Teil auch Vorurteile zum Thema HC-Spielfilm hat dieser Film jedoch eigentlich exakt bestätigt. Ich finde, die HC-Sequenzen fügen dem Film nichts, aber auch rein gar nichts hinzu! Metzger hätten den Film auch soft drehen können, und es hätte ihm nicht nur nicht geschadet, sondern wahrscheinlich eher sogar extrem gut getan.

Dann habe ich ja neulich das Fass zum Thema "erotisch vs. sexuell anregend" aufgemacht. Was das angeht, würde ich sogar sagen, der Film war gar nichts von beidem. Ich meine, hier wird doch Sexualität bewusst auf eine so abstruse Weise ad Absurdum geführt, dass es zwar dadurch recht unterhaltsam ist, aber gleichzeitig auch das genau Gegenteil von anregend oder erotisch ist. Über weite Strecken erschien mir das Ganze eigentlich genau wie eine Demontage und Parodie des Porno-Genres!

Daher funktioniert der Film aus meiner Sicht auch am besten, wenn man ihn als Sex-Komödie/Groteske ansieht, aber wie gesagt (ich kann es gar nicht oft genug sagen), die hätte soft noch weitaus stimmiger gewirkt. Diese ständigen Aufnahmen von Cum-Shots und Genitalien haben mich immer wieder aus dem Film rausgerissen - daran ist für mich nichts erotisch oder anregend. Selbst wenn ich mir einen Porno ansehe, nur um mir einen runterzuholen, finde ich das exzessive Fokussieren auf Genitalien und den Cum-Shot extrem nevig. Und in einem Spielfilm stört es mich erst recht.

Fazit: Nach so viel Schwanzgelutsche und Muschigelecke brauch ich als nächstes wohl erstmal wieder einen geschmeidgen Softcore - da gibt es nur Titten zu sehen, und das ist auch gut so! :mrgreen:

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PostPosted: 02.11.2015 14:59 
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ugo-piazza wrote:
die Sitzreservierung im Flieger ("Erste Klasse, Sex, Nichtraucher, Junggesellenfilm, normales Menü, lecken") richtig klasse.

Szenen wie diese fand ich auch richtig herrlich! Aber genau das hätte man genauso gut oder sogar noch besser ohne die pornographischen Elemente haben können.

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PostPosted: 02.11.2015 22:25 
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Chet wrote:
ugo-piazza wrote:
die Sitzreservierung im Flieger ("Erste Klasse, Sex, Nichtraucher, Junggesellenfilm, normales Menü, lecken") richtig klasse.

Szenen wie diese fand ich auch richtig herrlich! Aber genau das hätte man genauso gut oder sogar noch besser ohne die pornographischen Elemente haben können.


Hätte man, gewiss. Aber der Clou ist doch, dass HC nicht zwangsläufig mit einem Verzicht auf Handlung, Humor etc. pp. einhergehen muss. Freilich eine Erkenntnis, die vor langer Zeit verloren ging.


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 Post subject: Re: THE OPENING OF MISTY BEETHOVEN - Radley Metzger
PostPosted: 05.11.2015 00:20 
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ugo-piazza wrote:
Chet wrote:
ugo-piazza wrote:
die Sitzreservierung im Flieger ("Erste Klasse, Sex, Nichtraucher, Junggesellenfilm, normales Menü, lecken") richtig klasse.

Szenen wie diese fand ich auch richtig herrlich! Aber genau das hätte man genauso gut oder sogar noch besser ohne die pornographischen Elemente haben können.


Hätte man, gewiss. Aber der Clou ist doch, dass HC nicht zwangsläufig mit einem Verzicht auf Handlung, Humor etc. pp. einhergehen muss. Freilich eine Erkenntnis, die vor langer Zeit verloren ging.


Verstehe ich ja, dass das damals der Ansatz war. Aber so revolutionär finde ich diese Idee nun auch nicht bzw. war das ja einfach die normale Entwicklung damals. Denn die einfallslose, wie am Fließband entstandene Massenabfertigung von Pornos gab es ja damals noch nicht. Wenn man also halbwegs talentierte Darsteller zur Hand hat und der Regisseur sein Handwerk versteht, dann ist es ja eigentlich aus künstlerischer Sicht der geringste Aufwand nun auch noch etwas HC-Material zu drehen. Klar war das damals noch etwas brisanter, denn HC wurde ja erst so ab Anfang der 70er offiziell akzeptiert (soweit ich weiß).

Aber der Punkt ist: Ich sehe nach wie vor nicht, wie HC-Sex einem Film irgendwas essentielles hinzufügen soll. Und ich würde fast sagen, das liegt an der Natur der Sache: Sex ist, jetzt mal ganz nüchtern betrachtet, ja schon ein recht banaler Akt - vom rein körperlichen Vorgang her in etwa so spannend wie jemandem beim Essen zuzusehen.

Daher weiß ich auch nicht, wie man an HC irgendwas "schöninszenieren" soll... Ich hab mal ALADDIN X von Luca Damiano und Joe D'Amato gesehen (vielleicht kennt den ja jemand) - da hatte man einen "grandiosen" Einfall: da gibt es eine Aufnahme, in der man die Innenansicht einer Muschi simulieren wollte und man sieht dann quasi von innen, wie der Schwanz eindringt. Völliger Schwachsinn und völlig lächerlich sowas!

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 Post subject: Re: THE OPENING OF MISTY BEETHOVEN - Radley Metzger
PostPosted: 05.11.2015 00:46 
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Probier mal einige der anderen Empfehlungen, die du in dem anderen Thread bekommen hast, Chet. Ich persönlich bin ein großer Fan des Golden Age of Porn, aber der Status, den MISTY BEETHOVEN genießt, war mir schon immer etwas spanisch. Der Film ist zwar sehr schön, aber es gibt sowohl eine ganze Reihe besserer HC-Klassiker aus dieser Zeit, als auch bessere Filme (soft & hard) von Radley Metzger.

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"Wir haben zulange Menschen, denen Film als Kunstform nichts bedeutet, das Geschäft bestimmen lassen, und jetzt pissen sie ihm das letzte Fleisch von den Knochen."
- Tim Lucas (im Zusammenhang mit diesem Artikel)

ESKALIERENDE TRÄUME
Exzessraum des Cinelebens



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 Post subject: Re: THE OPENING OF MISTY BEETHOVEN - Radley Metzger
PostPosted: 05.11.2015 02:05 
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McKenzie wrote:
Probier mal einige der anderen Empfehlungen, die du in dem anderen Thread bekommen hast, Chet.

Wollt ich auch schon anmerken: Jetzt bloss nicht gleich die Flinte ins Korn werfen!
There's so much good HC-Stuff out there... give it another try!

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 Post subject: Re: THE OPENING OF MISTY BEETHOVEN - Radley Metzger
PostPosted: 05.11.2015 02:32 
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Wenn ich nach einem Western alle Western hätte sein lassen, und mein Argument gewesen wäre, dass die Filme als Dramen ohne Revolver und Cowboyhüte ja ebenfalls funktionieren würden, wäre mir auch sehr viel Cineglück verborgen geblieben. ;)

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To please the majority is the requirement of the Planet Cinema. As far as I'm concerned, I don't make a concession to viewers, these victims of life, who think that a film is made only for their enjoyment, and who know nothing about their own existence.


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 Post subject: Re: THE OPENING OF MISTY BEETHOVEN - Radley Metzger
PostPosted: 05.11.2015 07:11 
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Ein ganz ausgezeichnetes Argument, Dr. Zombi. Und auch im ach so verpönten HC-Bereich der Moderne findet man tolle Filme, die filmisch und erotisch was bieten können. Schau Dir z.B. mal was von dem spanischen Regisseur Roberto Valtueña an, das sind teilweise hervorragende Filme, die ansprechenden Sex bieten und auch vom filmischen Standpunkt was drauf haben. CHECK IN CHECK OUT dürfte Dir, Chet, bestimmt gefallen, weil er sehr stylisch ist und ausgezeichnet gefilmt wurde. Und weil vor allem das Rein-Raus-Spiel eben nicht ermüdend abgefilmt, sondern mit sehr viel Phantasie umgesetzt ist.

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Die Umschreibung Neuentdeckung [...] ist natürlich nur eine äußerst persönliche Färbung, denn es handelt sich um ein Spektakel innerhalb der ganz eigenen Filmwelt. Die Suche nach Input, nach Neuem, und die Offenherzigkeit gegenüber Genres und Filmen jeder Art, führen mich immer wieder zu solchen Etappen, und auch wenn sich dieser Kreis niemals schließen wird, er erfährt mitunter durchaus erfreuliche Erweiterungen. (Prisma)


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 Post subject: Re: THE OPENING OF MISTY BEETHOVEN - Radley Metzger
PostPosted: 05.11.2015 21:45 
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Chet wrote:

Aber der Punkt ist: Ich sehe nach wie vor nicht, wie HC-Sex einem Film irgendwas essentielles hinzufügen soll. Und ich würde fast sagen, das liegt an der Natur der Sache: Sex ist, jetzt mal ganz nüchtern betrachtet, ja schon ein recht banaler Akt - vom rein körperlichen Vorgang her in etwa so spannend wie jemandem beim Essen zuzusehen.

Daher weiß ich auch nicht, wie man an HC irgendwas "schöninszenieren" soll... Ich hab mal ALADDIN X von Luca Damiano und Joe D'Amato gesehen (vielleicht kennt den ja jemand) - da hatte man einen "grandiosen" Einfall: da gibt es eine Aufnahme, in der man die Innenansicht einer Muschi simulieren wollte und man sieht dann quasi von innen, wie der Schwanz eindringt. Völliger Schwachsinn und völlig lächerlich sowas!


Da hast du wohl recht. D'Amato braucht aber natürlich keine Sau.

Ich denke, dass das Golden Age gerade deshalb Klassiker hinterlassen konnte, weil die Filme nicht nur Handlung beinhalteten, sondern auch Sex als etwas Positives darstellten. Davon ist im HC doch nichts geblieben.


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 Post subject: Re: THE OPENING OF MISTY BEETHOVEN - Radley Metzger
PostPosted: 07.11.2015 00:41 
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ugo-piazza wrote:

Ich denke, dass das Golden Age gerade deshalb Klassiker hinterlassen konnte, weil die Filme nicht nur Handlung beinhalteten, sondern auch Sex als etwas Positives darstellten. Davon ist im HC doch nichts geblieben.


Da hast du recht. Heute ist HC, als würde man Leichtathletik sehen. Es fehlen nur noch die Punktrichter.

Es gibt viele abgefahrene Filme aus dem Golden Age. So was wie "F" mit John Leslie. Oder, völlig anders als die amerikanischen Produkte, einige der Hans Billian-Produktionen. Die sind immer noch witzig.


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 Post subject: Re: THE OPENING OF MISTY BEETHOVEN - Radley Metzger
PostPosted: 07.11.2015 19:32 
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ugo-piazza wrote:

Ich denke, dass das Golden Age gerade deshalb Klassiker hinterlassen konnte, weil die Filme nicht nur Handlung beinhalteten, sondern auch Sex als etwas Positives darstellten. Davon ist im HC doch nichts geblieben.


Kann man das wirklich so generell sagen? Gab es nicht damals auch schon diese "roughies" (heißen die so?), die Sexualität auf eine extrem düstere und sadistische Weise zelebrieren?


Ansonsten gilt: Das Problem an den HC-Klassikern ist einfach, dass sie HC sind! :lol:

Aber gut, ich werde natürlich noch den ein oder anderen Versuch wagen. Was ich an diesen Filmen immerhin recht interessant finde ist, dass die Sexszenen nicht so standardisiert und vorhersehbar, wie das in späteren HC-Filmen meist der Fall ist, abgehandelt werden, sondern sehr viel mehr variiert werden.

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 Post subject: Re: THE OPENING OF MISTY BEETHOVEN - Radley Metzger
PostPosted: 07.11.2015 19:46 
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Chet wrote:
Kann man das wirklich so generell sagen? Gab es nicht damals auch schon diese "roughies" (heißen die so?), die Sexualität auf eine extrem düstere und sadistische Weise zelebrieren?

Die Devise lautete, wie auch generell in den Filmen der 70s: Anything goes and no holds barred!

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 Post subject: Re: THE OPENING OF MISTY BEETHOVEN - Radley Metzger
PostPosted: 07.11.2015 20:04 
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TRAXX wrote:
Chet wrote:
Kann man das wirklich so generell sagen? Gab es nicht damals auch schon diese "roughies" (heißen die so?), die Sexualität auf eine extrem düstere und sadistische Weise zelebrieren?

Die Devise lautete, wie auch generell in den Filmen der 70s: Anything goes and no holds barred!


Heißt das nicht: "No holes barred!" :mrgreen: ;)

Was ich in diesem Zusammenhang auch ganz interessant finde: Es heißt ja heute manchmal: Pornographie wird immer perverser und extremer... Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass alles, was irgendwie möglich ist, garantiert schon im Laufe der 70er gemacht wurde. Das sind ja alles keine neuen Ideen, die der Menschheit jetzt erst eingefallen sind.

Auch ganz lustig: damals waren ja diese Pseudo-Inzest-Pornos auch ziemlich angesagt (gab es da nicht eine ganze Reihe?). Sowas traut man sich ja heute kaum noch - wobei ich mich da auch frage, warum? Allermöglicher Extrem-Schrott wird gedreht, aber solche fiktiven Charaktere sind zu schlimm, oder was?

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PostPosted: 07.11.2015 20:39 
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Chet wrote:
Was ich in diesem Zusammenhang auch ganz interessant finde: Es heißt ja heute manchmal: Pornographie wird immer perverser und extremer... Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass alles, was irgendwie möglich ist, garantiert schon im Laufe der 70er gemacht wurde. Das sind ja alles keine neuen Ideen, die der Menschheit jetzt erst eingefallen sind.

So ist es!
Nur war es so, dass man früher alles wild durchmischte, es gab keine Spezialisierung wie heute.
In den 70s war's dann wie folgt, da hiess es bei nem HC-Spielfilm: "Oh! Sieh an! Eine Anal-Sex-Szene!" Bei nem anderen: "Oh, eine double penetration!" Bei nem anderen: "Oh, ne rasierte Muschi!" Bei nem anderen: "Oh, ne Rothaarige mit dicken Titten!" Bei nem anderen: "Oh, eine SM-Szene! usw. usf. ... ja, es gab sogar in wenigen Schwulen-Sex zu sehen! Anything goes!

Chet wrote:
Auch ganz lustig: damals waren ja diese Pseudo-Inzest-Pornos auch ziemlich angesagt (gab es da nicht eine ganze Reihe?). Sowas traut man sich ja heute kaum noch - wobei ich mich da auch frage, warum? Allermöglicher Extrem-Schrott wird gedreht, aber solche fiktiven Charaktere sind zu schlimm, oder was?

Wo lebst denn du? Hinterm Porno-Mond? :P
Klar gibt zeitgenössische Inzest-Pornos! Sogar en masse!

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 Post subject: Re: THE OPENING OF MISTY BEETHOVEN - Radley Metzger
PostPosted: 07.11.2015 23:28 
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Chet wrote:
ugo-piazza wrote:

Ich denke, dass das Golden Age gerade deshalb Klassiker hinterlassen konnte, weil die Filme nicht nur Handlung beinhalteten, sondern auch Sex als etwas Positives darstellten. Davon ist im HC doch nichts geblieben.


Kann man das wirklich so generell sagen? Gab es nicht damals auch schon diese "roughies" (heißen die so?), die Sexualität auf eine extrem düstere und sadistische Weise zelebrieren?




Da hast du durchaus recht. Da ich sowas aber nicht schaue, werden die von meinem Hirn gleich abgeblockt. :D


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 Post subject: Re: THE OPENING OF MISTY BEETHOVEN - Radley Metzger
PostPosted: 21.12.2015 23:26 
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Ich glaube, ich verstehe langsam, was mir TRAXX und Co. hier sagen wollten bezüglich den Vintage-HC-Klassikern. Ich habe diese Trennung in meinem Kopf (HC muss sexuell stimulierend sein; SC ist ein eher "sauberer" ästhetischer Genuss) wahrscheinlich wirklich einfach ein kleines bisschen zu engstirnig gesehen.

Wenn ich schon jetzt an MISTY BEETHOVEN zurückdenke, glaube ich, der würde mir jetzt schon besser gefallen. Um nur mal eine Szene als Beispiel zu nennen (hab's nicht mehr genau im Kopf):

Da gab's doch diesen etwas "strangen" Filmmogul (?), der in einer Szene seine Frau vögelt und gleichzeitig von einer anderen per Strap-On von hinten genommen wird... :shock: :lol:

Fand ich jetzt nicht wirklich anregend, aber vom Kink-Faktor her witzig. Hab den zum Teil - wie auch schon erwähnt - eigentlich sehr witzigen Film vielleicht letztendlich immer noch ein kleines bisschen zu ernst genommen. Das war vielleicht schon das einzige klitzekleine "Problem".

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 Post subject: Re: THE OPENING OF MISTY BEETHOVEN - Radley Metzger
PostPosted: 12.07.2017 09:20 
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TRAXX wrote:
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Orginaltitel: The Opening of Misty Beethoven
Darsteller: Jamie Gillis, Constance Money, Terri Hall
Jahr: 1976
DVD / Video: Tabu (DVD) ; VFL (Video)

Inhalt:

Dolores Beethoven nennt sich Misty Beethoven, weil sie der Meinung ist, dass dieser Name sie interessanter machen würde. Sie verbringt einen großen Teil ihrer Zeit in einem Sexkino, wo sie – meist Stammkunden – nicht nur die Hand schüttelt... Dort trifft sie eines Tages auf einen interessanten Mann. Dieser "entführt" sie schon bald in eine für sie vollkommen neue Welt. Sie soll an Selbstvertrauen gewinnen, indem sie neue sexuelle Praktiken lernt...

OFDB


Fantastic film, thanks!!!!


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