Dirty Pictures

Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Post subject: Re: VENUS IM PELZ - Massimo Dallamano
PostPosted: 10.04.2017 20:52 
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Canisius wrote:
Jetzt MUSS ich ihn dringend sehen! :D

Wie schnell wir doch alle auf Reklame anspringen! :lol:


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 Post subject: Re: VENUS IM PELZ - Massimo Dallamano
PostPosted: 11.04.2017 12:32 
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Canisius wrote:
Stanton wrote:
0/10


Das ist doch das Dirty Pictures Gütesiegel schlechthin... ;)

Jetzt MUSS ich ihn dringend sehen! :D


Aber ich helfe doch immer gerne.

Ist doch immer wieder großartig wie sehr die Leute hier (nicht alle natürlich) sich von einer abweichenden Sichtweise angegriffen fühlen.

Wobei dieses gelackte auf Kunstfilm getrimmte Filmchen hier ja das Gegenteil von Dirty ist.

Kaum zu glauben daß der von Dallamano ist.


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 Post subject: Re: VENUS IM PELZ - Massimo Dallamano
PostPosted: 11.04.2017 12:44 
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Stanton wrote:
Wobei dieses gelackte auf Kunstfilm getrimmte Filmchen hier ja das Gegenteil von Dirty ist.

"gelackt auf Kunstfilm getrimmt"?
Sorry, aber das kann ich nicht im Geringsten nachvollziehen.
Das ist eher das, was ich bei einem Godard empfinde, aber hier wird doch ein ganz anderes Feeling verbreitet.
Die dallamano'sche VENUS IM PELZ ist einfach herrliches 60s-Kino.
Wenn ich auf die Sets schaue, die Musik höre, das ist alles unverkennbar 60s und schafft eine wunderbare Atmosphäre.


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 Post subject: Re: VENUS IM PELZ - Massimo Dallamano
PostPosted: 11.04.2017 12:58 
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Nicht für mich, ich finde den hier unglaublich öde, aber das was du da nennst finde ich durchaus in Dallamanos anderen Filmen (die Canisius jetzt besser nicht mehr schauen sollte). Ich kenne 3 andere von ihm, und die sind so völlig verschieden von diesem hier.

Godards Filme sind ja nun alles mögliche, aber das Gegenteil von gelackt.

Ich meine damit eher die scheußliche Gegenlicht Photographie, die ich ich prätentiös nenne, aber mit pilcherisch auch sehr gut umschrieben ist.

Ich finde auch daß der Film, trotz seiner an sich gewagten Darstellung von Erotik (für das Jahr), irgendwie furchtbar verklemmt wirkt.


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 Post subject: Re: VENUS IM PELZ - Massimo Dallamano
PostPosted: 11.04.2017 13:09 
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Stanton wrote:
Godards Filme sind ja nun alles mögliche, aber das Gegenteil von gelackt.

Vielleicht ist es die falsche Bezeichnung.
Ich finde bei Godard wirkt alles viel zu gezwungen, ist gewollt auf Kunstfilm hingearbeitet, ist einfach prätentiös.


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 Post subject: Re: VENUS IM PELZ - Massimo Dallamano
PostPosted: 11.04.2017 19:46 
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Stanton wrote:
Canisius wrote:
Stanton wrote:
0/10


Das ist doch das Dirty Pictures Gütesiegel schlechthin... ;)

Jetzt MUSS ich ihn dringend sehen! :D


Aber ich helfe doch immer gerne.

Ist doch immer wieder großartig wie sehr die Leute hier (nicht alle natürlich) sich von einer abweichenden Sichtweise angegriffen fühlen.

Wobei dieses gelackte auf Kunstfilm getrimmte Filmchen hier ja das Gegenteil von Dirty ist.

Kaum zu glauben daß der von Dallamano ist.


Wenn alle die gleichen Filme feiern wäre es ziemlich langweilig.
0/10 ist aber heftig. Besonders für einen italienischen Genrefilm in diesem Forum. :o

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 Post subject: Re: VENUS IM PELZ - Massimo Dallamano
PostPosted: 11.04.2017 20:20 
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Canisius wrote:
0/10 ist aber heftig. Besonders für einen italienischen Genrefilm in diesem Forum. :o


An sich schon, aber ich fand da wirklich alles dran total mißlungen, die Erotik, die Schauspieler, die Dialoge die Photographie, etc, und er war wirklich von der 1. Einstellung an langweilig. Und das ist das absolute KO Kriterium, ein Film darf alles sein, nur nicht langweilig

Ich bin da selber überrascht wie mies ich ihn fand, ich hatte da ganz andere Erwartungen.


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 Post subject: Re: VENUS IM PELZ - Massimo Dallamano
PostPosted: 12.04.2017 11:44 
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Könnte es nicht also ein Problem der Erwartungshaltung gewesen sein?? Fisch erwartet und Fleisch bekommen ...?

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Die Umschreibung Neuentdeckung [...] ist natürlich nur eine äußerst persönliche Färbung, denn es handelt sich um ein Spektakel innerhalb der ganz eigenen Filmwelt. Die Suche nach Input, nach Neuem, und die Offenherzigkeit gegenüber Genres und Filmen jeder Art, führen mich immer wieder zu solchen Etappen, und auch wenn sich dieser Kreis niemals schließen wird, er erfährt mitunter durchaus erfreuliche Erweiterungen. (Prisma)


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 Post subject: Re: VENUS IM PELZ - Massimo Dallamano
PostPosted: 13.04.2017 10:02 
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Nein, totale Langeweile ist totale Langeweile, da ändert auch die Erwartungshaltung nichts. Ich hätte ihn gerne positiver gesehen, aber da war nichts.

Generell aber hat die Erwartungshaltung schon einen gewissen Einfluss auf die Bewertung, aber jetzt keinen der am Ende mehr als einen Entertainment-Punkt ausmacht. Klar wenn ich einen Film positiv sehen will, dann konzentriere ich mich etwas mehr auf die positiven Seiten, und umgekehrt. Das sind die unbewußten Abläufe, die aber auch manchmal bewußt korrigiert werden.

Aber, um das mal zu sagen, ich finde daß großartig, wenn man ein und denselben Film so gegensätzlich empfinden kann. So was macht mir Laune, und das sehe ich in Foren noch viel deutlicher als bei Gesprächen unter Freunden und Bekannten, wo das aber auch immer wieder vorkommt, daß ich mit einem/einer oft übereinstimme, aber dann kommt ein Film und wir sein Welten auseinander. Für mich ist das normal, aber hier im Forum haben da offensichltich viele Schwierigkeiten mit, als nähme man ihnen ihr Lieblingsspielzeug weg, wenn man es nicht ebenso mag.


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 Post subject: Re: VENUS IM PELZ - Massimo Dallamano
PostPosted: 13.04.2017 18:33 
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Stanton wrote:
Nein, totale Langeweile ist totale Langeweile, da ändert auch die Erwartungshaltung nichts. Ich hätte ihn gerne positiver gesehen, aber da war nichts.

Generell aber hat die Erwartungshaltung schon einen gewissen Einfluss auf die Bewertung, aber jetzt keinen der am Ende mehr als einen Entertainment-Punkt ausmacht. Klar wenn ich einen Film positiv sehen will, dann konzentriere ich mich etwas mehr auf die positiven Seiten, und umgekehrt. Das sind die unbewußten Abläufe, die aber auch manchmal bewußt korrigiert werden.

Aber, um das mal zu sagen, ich finde daß großartig, wenn man ein und denselben Film so gegensätzlich empfinden kann. So was macht mir Laune, und das sehe ich in Foren noch viel deutlicher als bei Gesprächen unter Freunden und Bekannten, wo das aber auch immer wieder vorkommt, daß ich mit einem/einer oft übereinstimme, aber dann kommt ein Film und wir sein Welten auseinander. Für mich ist das normal, aber hier im Forum haben da offensichltich viele Schwierigkeiten mit, als nähme man ihnen ihr Lieblingsspielzeug weg, wenn man es nicht ebenso mag.


Alle mal aufgepasst:
Stanton mag "Venus im Pelz" nicht!!!!!!!!!11!!!!1!!!
Ergreift ihn!!!!!!!!!!!elf!!!!!!!1!!!!!!
:mrgreen:

Im Ernst, unterschiedliche Sichtweisen & Meinungen können durchaus bereichern.
Diesen Dallamano kenne ich nicht. Deshalb kann ich keinen Kommentar abgeben.
Die Bandbreite der Urteile in diesem Thread ist aber erstaunlich. Von Prachtstück und Traum bis hin zu 0/10 ist alles dabei. :)

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 Post subject: Re: VENUS IM PELZ - Massimo Dallamano
PostPosted: 12.05.2018 11:29 
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Le malizie di Venere
(Venus im Pelz / Das Mädchen Wanda / Venus in Furs / Devil in the Flesh / Fire in the Flesh / School Girl Temptations / Venere nuda / Venere in pelliccia)
Deutschland/Italien/Schweiz 1969 - Directed by Massimo Dallamano
Starring: Laura Antonelli, Régis Vallée, Loren Ewing, Renate Kasché, Werner Pochath, Mady Rahl...


Image

Severin, Severin, speak so slightly
Severin, down on your bended knee
Taste the whip, in love not given lightly
Taste the whip, now plead for me

I am tired, I am weary
I could sleep for a thousand years
A thousand dreams that would awake me
Different colors made of tears


Venus in Furs, from the album The Velvet Underground & Nico (1967)
The Velvet Underground
Songtext (Auszug) - Written by Lou Reed

Severin (Régis Vallée) hat Gelüste. Spezielle Gelüste. Geweckt wurden diese Gelüste bereits in seiner Kindheit, genau genommen an jenem Tag, an dem er das Dienstmädchen der Familie heimlich beim Sex mit dem Chauffeur beobachtete. Unglücklicherweise war der Junge nicht vorsichtig genug und wurde prompt beim fröhlichen Spannen erwischt, woraufhin ihm von der empörten Bediensteten ordentlich eine gescheuert wurde. Das hübsche Mädel bereute jedoch sofort ihre heißblütige Überreaktion und drückte den armen Kleinen fest an ihren wohlgeformten, nackten Busen, um ihn zu trösten. Die Saat war gesät, der Boden war fruchtbar, das Pflänzchen gedieh prächtig. Als Severin, nun so um die dreißig Jahre alt, der hübschen Wanda von Dunajew (Laura Antonelli, Malizia) begegnet, ist es um ihn geschehen. Er kann die Augen nicht von dieser Frau lassen, verfolgt sie mit seinen Blicken, spioniert ihr nach und sieht ihr schließlich sogar durch ein Guckloch beim Sex zu. Wanda bleibt der sie stalkende Voyeur nicht verborgen, und im Gegensatz zu den meisten Frauen genießt sie seine ungewöhnlichen Aktivitäten. Eine seltsame Liebesgeschichte nimmt ihren Lauf, die sogar in eine mehr oder weniger spontane Heirat gipfelt. Doch bald zeigen sich Risse in der ungesunden Beziehung, welche sich rasch vertiefen und bizarre Gewalt(phantasien) nach sich zieht (ziehen).

Basierend auf der Novelle des österreichischen Schriftstellers Leopold von Sacher-Masoch aus dem Jahre 1870 inszenierte Massimo Dallamano (Cosa avete fatto a Solange? aka Das Geheimnis der grünen Stecknadel) Ende der 1960er-Jahre ein prickelnd-kontroverses, lustvoll-perverses Erotikdrama, das gleichermaßen erregt wie verstört. Das Verhältnis des getriebenen Protagonisten zur Sexualität ist zutiefst gestört. Lust und Schmerz, Hingabe und Demütigung, Zuschauen und Bestrafung, das alles gehört für ihn zusammen, ist untrennbar miteinander verwoben. Wobei die Rollenverteilung von Anfang an feststeht. Severin ist nicht der dominante Part der Beziehung, sondern der unterwürfige. "I want you to make me suffer!", fordert er von seiner Geliebten. "You are my mistress, I am your slave." Und weiter: "I want no limits... to your cruelty." Wanda kommt seinen Wünschen anfangs gerne nach. Bis sie einerseits des Spiels überdrüssig wird und sich andererseits herausstellt, daß es sehr wohl Grenzen für Severin gibt, und daß ein Überschreiten dieser Grenzen ihn um den Verstand zu bringen droht. Für das katholische Italien Ende der Sechziger/Anfang der Siebziger war diese freizügige SM-Phantasie viel zu starker Tobak; dem Film wurde erst die Freigabe verweigert, dann wurde er heftig zensiert und überarbeitet. Erst 1975, sechs Jahre nach seiner Entstehung, erblickte er in stark veränderter Form das Licht der italienischen Leinwände.

"For a second I thought you wanted to kill me. It was beautiful. Absolutely beautiful."

Selbst wenn man mit der SM-Thematik nichts anzufangen weiß, ist Le malizie di Venere ein faszinierendes, bisweilen sogar aufwühlendes Erlebnis. Die der Geschichte innewohnende Dynamik, die Wechselbäder der Gefühle des masochistisch veranlagten Antihelden, die einfallsreich in Szene gesetzten Liebesspiele, das Verwischen von Realität und Phantasie, die plötzlichen, eruptiven Gewaltausbrüche... Sergio D'Offizis dahingleitende Kamera fängt das alles brillant ein, mal zärtlich voyeuristisch, mal wuchtig brutal wie in der Sequenz, in der Wanda ohne Vorwarnung zur peitschenschwingenden Furie mutiert. Visuell ist der Film ein Genuß. Schöne Schauplätze, schöne Frauen, schöne Sets, schöne Gewänder (auch eines von der pelzigen Art), begleitet von Gianfranco Reverberis eingängigen, leicht psychedelischen Score, der trotz seiner nahezu omnipräsenten Aufdringlichkeit nicht wirklich stört. Das tröstet auch darüber hinweg, daß das Geschehen etwas distanziert abläuft, daß man nichts für die Figuren empfindet und daß es dem sich abspulenden Drama an Spannung und Dramatik mangelt. Böse Zungen behaupten sogar, der Streifen wäre langweilig. Eine Einschätzung, die ich nun wirklich nicht teilen kann, nimmt sich Le malizie di Venere seines quälerischen Themas doch so leidenschaftlich, verführerisch und lustvoll an, daß man auf eine verquere Weise angenehm-sinnlich unterhalten wird.

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 Post subject: Re: VENUS IM PELZ - Massimo Dallamano
PostPosted: 12.05.2018 15:21 
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Sollte dieser Film nicht von Koch Films zusammen mit Dallamanos Dorian Gray Verfilmung auf Blu-ray kommen?


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 Post subject: Re: VENUS IM PELZ - Massimo Dallamano
PostPosted: 12.05.2018 22:09 
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 Post subject: Re: VENUS IM PELZ - Massimo Dallamano
PostPosted: 15.09.2018 20:32 
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Endlich mal gesehen, ohne große Erwartungen. Ich weiß zwar nicht, welche Fassung diese TV-Fassung letztlich ist, aber nach dem Ende fand ich Stantons Einschätzung ziemlich zutreffend.

Öde und nach einer Weile wiederholt sich alles nur noch ohne akzeptable Auflösung. Irgendwann war es nur noch widersprüchlich und konfus. Trotz der Freizügigkeit, die ich für das Entstehungsjahr recht erstaunlich fand, fand ich es letztlich auch ziemlich verklemmt. Bei dem Thema braucht es was mehr als nacktes Peitschenschwingen.

Das hölzerne Spiel der beiden Hauptdarsteller hat dem schwachen Drehbuch den Rest gegeben. Vallée hatte genau einen Ausdruck drauf, Antonelli hat mich auch nicht überzeugt. Nicht, dass ich hohe Anforderungen an Therapeutenszenen bei solchen Filmen stellen würde, sie sind meistens schrecklicher Unsinn. Aber hier war es besonders nervtötend, vor allem als Rahmenhandlung.

Das Beste war noch die Musik.


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