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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Post subject: Re: DER FLUCH DER SCHWARZEN SCHWESTERN - Joseph W. Sarno
PostPosted: 03.12.2014 08:28 
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Prisma wrote:
Das kann kein Zufall sein! :mrgreen:


Eher ein Fluch! ;)

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 Post subject: Re: DER FLUCH DER SCHWARZEN SCHWESTERN - Joseph W. Sarno
PostPosted: 03.12.2014 13:43 
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Schmutziger_Maulwurf wrote:
Yep, immer noch notiert :mrgreen:

Zum einen hab ich kein Problem mit Porno, zum anderen steh ich auf Schmuddelkram, und zum Dritten sind in meinen Komplett-Schauspieler-Listen einige Sachen die noch laaaaaaaang vor mir herschieben werde (wie z.B. AMISTAD mit Tomas Milian). SCHULMÄDCHEN PORNO klingt an der Stelle sogar wie etwas was ich gerne in der Sammlung haben möchte. Vor allem um Längen lieber als AMISTAD ...


Und eine der wenigen Herzog-Veröffentlichungen in wirklich superber Bildqualität. 8-)

Die schwarzen Schwestern stehen seit Erscheinen ungesehen im Schrank, ich glaube, ich muß mir die doch mal zur Brust nehmen...


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 Post subject: Re: DER FLUCH DER SCHWARZEN SCHWESTERN - Joseph W. Sarno
PostPosted: 03.12.2014 14:56 
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andeh wrote:
Prisma wrote:
Das kann kein Zufall sein! :mrgreen:


Eher ein Fluch! ;)

Man muss sich einfach nur ein paar Mal überwinden, den Film anzuschauen.
Danach legt sich die DVD quasi wie von selbst ein! :lol:

Meine Erstsichtung war wie gesagt auch nur irgendwas zwischen Durchhaltevermögen und schnellem Desinteresse.
Und gerade bei diesem Beitrag kann ich gut nachvollziehen, wenn man den Film nicht, aber eben auch sehr gerne mag.
Bei mir kommt das nämlich nicht besonders oft vor, dass sich das so grundlegend bei einem Film ändert.
Wenn, dann schon eher in die andere Richtung. Deswegen schätze ich "Der Fluch der schwarzen Schwestern" heute so sehr.


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 Post subject: Re: DER FLUCH DER SCHWARZEN SCHWESTERN - Joseph W. Sarno
PostPosted: 03.12.2014 16:43 
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Prisma wrote:
In ihrem Blick ist immer noch genau der selbe, unbändige Wille, schamlose Sex-Orgien zu organisieren und zu delegieren! :lol:

Ich finde ja, den hat sie sogar heute noch:
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Passend dazu spielt sie bisweilen auch noch in erotisch angehauchten Bühnenstücken mit. Eine Frau mit Überzeugung!

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 Post subject: Re: DER FLUCH DER SCHWARZEN SCHWESTERN - Joseph W. Sarno
PostPosted: 03.12.2014 22:40 
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Prisma wrote:
andeh wrote:
Prisma wrote:
Das kann kein Zufall sein! :mrgreen:


Eher ein Fluch! ;)


Meine Erstsichtung war wie gesagt auch nur irgendwas zwischen Durchhaltevermögen und schnellem Desinteresse.
Und gerade bei diesem Beitrag kann ich gut nachvollziehen, wenn man den Film nicht, aber eben auch sehr gerne mag.


Ich konnte auch nicht widerstehen und wusste nach diversen Rezensionen, worauf ich mich da einlasse :) Und trotzdem ging es mir bei der Erstsichtung, die auch die einzige bis jetzt blieb, genauso. Diee schiere Eintönigkeit, die nervige Musik und die mangelnde Story hat mich irgendwann nur noch genervt und auf die Vorlauftaste drücken lassen.


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 Post subject: Re: DER FLUCH DER SCHWARZEN SCHWESTERN - Joseph W. Sarno
PostPosted: 03.12.2014 23:24 
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Wentworth wrote:
Ich konnte auch nicht widerstehen und wusste nach diversen Rezensionen, worauf ich mich da einlasse :) Und trotzdem ging es mir bei der Erstsichtung, die auch die einzige bis jetzt blieb, genauso. Diee schiere Eintönigkeit, die nervige Musik und die mangelnde Story hat mich irgendwann nur noch genervt und auf die Vorlauftaste drücken lassen.

Das kommt mir sehr vertraut vor! :lol: Selbst beim zweiten und beim dritten Mal konnte der Film bei mir nicht richtig zünden.
Das Komische daran ist allerdings, dass ich mir den trotzdem immer wieder anschauen wollte, und das auch getan habe.
Von daher kann ich sagen, dass irgendwas dran sein muss und ich habe seitdem viel Neues im Szenario entdecken können und schätzen gelernt.
Mittlerweile sage ich ganz aufrichtig, dass es jede weitere Sichtung wert war, wohlgemerkt ohne Vorlauftaste. ;)


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 Post subject: Re: DER FLUCH DER SCHWARZEN SCHWESTERN - Joseph W. Sarno
PostPosted: 04.12.2014 20:47 
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Papayo wrote:
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Passend dazu spielt sie bisweilen auch noch in erotisch angehauchten Bühnenstücken mit. Eine Frau mit Überzeugung!

Oh, das ist ja mal interessant, Papayo!
Ich hatte vor einiger Zeit auch mal nach Infod über Nadia Henkowa gesucht, aber überhaupt nichts Neues finden können.
Weißt du da vielleicht Näheres zu ihrem heutigen Schaffen?


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 Post subject: Re: DER FLUCH DER SCHWARZEN SCHWESTERN - Joseph W. Sarno
PostPosted: 04.12.2014 21:18 
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Hi Prisma, sie hat eine eigene Homepage, und wenn man sich von da ein wenig weiterhangelt, landet man schnell bei Rezitationen, Knef-Liederabenden und Sex&Crime mit Gabi Dauenhauer. Letztere hätte ich mir seinerzeit auch sehr gut als eine der schwarzen Schwestern vorstellen können. :mrgreen: Es gibt auch einige recht aktuelle Kritiken online zu lesen.

Wie schön wäre es denn, wenn man zu einer einschlägigen Genrekinoveranstaltung Nadia engagieren würde, die einleitenden Worte zu sprechen! Wer erfolgreich Kreisler und Brecht bringt, kann mit Sarno schließlich nichts verkehrt machen.

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 Post subject: Re: DER FLUCH DER SCHWARZEN SCHWESTERN - Joseph W. Sarno
PostPosted: 08.12.2014 13:01 
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Oh vielen Dank! Auf die Idee, mal nach Nadia Gruhn zu suchen, bin ich natürlich erst gar nicht gekommen.
Sehr interessant zu sehen, was die Dame heute macht, wenn man weiß was sie damals sporadisch gemacht hat! :lol:
Ganz erstaunlich! Allerdings werden solche Partizipationen wie in "Der Fluch der schwarzen Schwestern" verschwiegen.
Von daher weiß ich nicht, ob sie heute noch übermäßig gerne einleitende Worte zu ihren Sarnos sprechen würde.
Oder darüber zu debattieren, wie es ist, mit beispielsweise Anke Syring rumzumachen. :mrgreen:
Aber die Idee gefällt mir wirklich sehr gut! Ich finde, diese Frau wird immer faszinierender!


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 Post subject: Re: DER FLUCH DER SCHWARZEN SCHWESTERN - Joseph W. Sarno
PostPosted: 08.12.2014 19:24 
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Da geht es mir ähnlich. Ich mag überhaupt verwinkelte Biografien und lost-and-found-Geschichten ganz besonders gern. Und wer weiß, wenn Dyanne "Ilsa" Thorne heute Paare vermählt, vielleicht gibt Nadia inzwischen ja Unterricht in Schwarzmagie und spricht demnächst einen AK zum "Fluch der schwarzen Schwestern" ein. Lass mich bitte träumen! :D

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 Post subject: Re: DER FLUCH DER SCHWARZEN SCHWESTERN - Joseph W. Sarno
PostPosted: 09.12.2014 02:31 
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Habe den Film soeben gesehen. Durchaus eine faszinierende, gaumenkitzelnde Erfahrung.

Eine Affinität zu Jean Rollin und/oder Jess Franco ist auf jeden Fall hilfreich, um das Dargebotene mit Genuß zu goutieren.

Und jetzt alle:
„Wir öffnen unsere triefend nassen Lippen, um den Samen von diesem langen zitternden Pfahl des Fleisches, der tief in uns dringt, zu trinken.“ :twisted:

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 Post subject: Re: DER FLUCH DER SCHWARZEN SCHWESTERN - Joseph W. Sarno
PostPosted: 09.12.2014 18:08 
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Diabolik! wrote:
Und jetzt alle:
„Wir öffnen unsere triefend nassen Lippen, um den Samen von diesem langen zitternden Pfahl des Fleisches, der tief in uns dringt, zu trinken.“ :twisted:

Es finden sich offenbar immer mehr Jünger der schwarzen Schwestern! :lol:


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 Post subject: Re: DER FLUCH DER SCHWARZEN SCHWESTERN - Joseph W. Sarno
PostPosted: 09.12.2014 20:12 
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Oh Gott :shock: Wie ihr euch den wieder schön redet :lol:

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 Post subject: Re: DER FLUCH DER SCHWARZEN SCHWESTERN - Joseph W. Sarno
PostPosted: 09.12.2014 20:32 
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Da gibt's nix schönzureden, ich finde den Film immer besser, je länger ich darüber nachsinne.
Und Nadia Henkowa ist (war) sowieso das schärfste Geschoss unter dem Vollmond. Barbara, Edwige, Franca, Lina und Rita mögen mir verzeihen.

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 Post subject: Re: DER FLUCH DER SCHWARZEN SCHWESTERN - Joseph W. Sarno
PostPosted: 10.12.2014 13:02 
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reggie wrote:
Wie ihr euch den wieder schön redet :lol:

Ach was, das ist natürlich komplett anders...
Der Film redet uns schön (zu)! :mrgreen:


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 Post subject: Re: DER FLUCH DER SCHWARZEN SCHWESTERN - Joseph W. Sarno
PostPosted: 19.12.2014 11:01 
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 Post subject: Re: DER FLUCH DER SCHWARZEN SCHWESTERN - Joseph W. Sarno
PostPosted: 19.12.2014 11:07 
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.... ja, hier dürfte Onkel Andreas ruhig nochmal ran ( blu ray, Neuabtastung.. ) ;)

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 Post subject: Re: DER FLUCH DER SCHWARZEN SCHWESTERN - Joseph W. Sarno
PostPosted: 19.12.2014 22:52 
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Mater Videorum wrote:
Ich gebe zu, vor 10 Jahren hätten mich die Schwestern vor Langeweile angewidert...

Als ich den vor fast zehn Jahren erstmalig gesehen habe, hatte ich etwa genau dieses Gefühl.
Schön, wie dieses Happening über die Jahre bei mir gewinnen konnte und ebenso schön, dass du es geschafft hast, dir den mal anzuschauen! ;)


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 Post subject: Re: DER FLUCH DER SCHWARZEN SCHWESTERN - Joseph W. Sarno
PostPosted: 21.12.2014 14:32 
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trebanator wrote:
.... ja, hier dürfte Onkel Andreas ruhig nochmal ran ( blu ray, Neuabtastung.. ) ;)

Das wäre mal was! Ich denke bei einer qualitativen Steigerung würde die gewünschte Atmosphäre auch deutlicher rüberkommen.
Dann würde selbst reggie vor den schwarzen Schwestern niederknien! :lol:

Weil das Bild des Films so Wischiwaschi war, hatte ich Screenshots im Anfangspost daher aus dem Trailer genommen. ;)


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 Post subject: Re: DER FLUCH DER SCHWARZEN SCHWESTERN - Joseph W. Sarno
PostPosted: 21.12.2014 21:39 
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Nein das ist einer der totalen nullnummern. kann nicht verstehen das ihr den so mögt.... Nichtmal in 4K könnte ich dem was abgewinnen.... totaler Nonsens der Film.

Wollte mich ja raushalten, da ich aber immer namentlich genannt werde :lol:


Lest euch doch mal Maters review durch, wieder nur schöngerede :shock: :lol:

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 Post subject: Re: DER FLUCH DER SCHWARZEN SCHWESTERN - Joseph W. Sarno
PostPosted: 02.01.2015 12:42 
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Ich habe ihn nach den vielen Beiträgen hier auch noch mal in den Player geschoben.

Diesmal fand ich das Getrommle nicht mehr ganz so nervtötend :D . Muss wirklich der Fluch sein. Und ich gebe Prisma recht, Henkowa/Gruhn hat wirklich Präsenz, ob sie nun die Oberbesessene als Mischung aus Draculas Frau Nr.2 und Mrs. Danvers gibt oder nackich im Keller rumtanzt.

Trotzdem gibt es hier so vieles, was Kopfschmerzen macht. Sarno ist natürlich nicht der einzige Drehbuchautor vergleichbarer Filme, die kein vernünftiges Drehbuch schreiben konnten, aber hier sind die sich ununterbrochen wiederholenden Elemente eine so unglaublich langweilige Null-Nummer. Da gibt es nicht das geringste Gespür für Schauwerte, oder dramatisches Erzählen, und Schneckentempo bedeutet nicht automatisch Atmosphäre. Man hat so oft den Eindruck, dass einzelne gelungenere Szenen lediglich der Kulisse geschuldete Zufallsprodukte sind. Und natürlich kann man sich auch des Eindrucks nicht erwehren, dass der Gruselquatsch wirklich lediglich ein Vorwand ist, so viele nackte Möpse so oft wie möglich auf die Leinwand zu bringen. Dagegen ist nichts zu sagen ;) , aber hätten da nicht 80 Minuten locker gereicht?

Trotzdem ist es schon ein merkwürdiges Filmchen. Schwer misslungen und bleischwer, keine Frage, und doch hat er was.


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 Post subject: Re: DER FLUCH DER SCHWARZEN SCHWESTERN - Joseph W. Sarno
PostPosted: 11.01.2016 15:43 
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DER FLUCH DER SCHWARZEN SCHWESTERN

Produktionsland: Deutschland, Schweden, Schweiz
Produktion: Dominik Huser, Chris D. Nebe, Sture Sjöstedt
Erscheinungsjahr: 1973
Regie: Joseph W. Sarno
Drehbuch: Joseph W. Sarno
Kamera: Steve Silverman
Schnitt: Karl Fugunt, Dietmar Preuss
Musik: Rolf-Hans Müller
Länge: ca. 103 Min.
Freigabe: ungeprüft
Darsteller: Nadia Henkowa, Anke Syring, Marie Forså, Nico Wolferstetter, Ulrike Butz, Alon D'Armand, Heidrun Hankammer, Christa Jaeger, Irina Kant, Eric Maney, Natasha Michnowa, Flavia Reyt


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Vor einigen Jahrhunderten wurde eine Baronesse verbrannt. Man warf ihr Vampirismus vor. Gegenwart: Die Geschwister Paul und Julia sind zu Gast auf dem Anwesen der Baronesse um dort ihre Erbschaft anzutreten. Die Dame des Hauses - Wanda Krock – praktiziert in der Nacht, zusammen mit ihren schwarzen Schwestern, Orgien und Beschwörungen. Ihr Ziel lautet: den Geist der Baronesse ins Leben zurückzurufen. Die Gäste befinden sich in großer Gefahr, denn sie erliegen dem Gebaren von sexuellen Ausschweifungen und…

DER FLUCH DER SCHWARZEN SCHWESTERN ist eine Co-Produktion der Länder Deutschland, Schweiz und Schweden unter der der Regie des Amerikaners Joseph W. Sarno. Dieser war meist unter dem Pseudonym Joe Sarno als Regisseur tätig. Seine, in Deutschland bekanntesten (auf DVD oder VHS veröffentlichten Arbeiten) sind, BIBI – SÜNDIG UND SÜß, LESLEY ABIGAIL – ICH WILL IMMER, PORNOSPIELE MIT STOCK UND PEITSCHE, DER FLUCH DER SCHWARZEN SCHWESTERN sowie die HC Produktionen INSIDE LITTLE ORAL ANNIE und INSIDE JENNIFER WELLES. Leider wurden dem deutschen Filmverrückten viele Arbeiten von Joseph W. Sarno bisher vorenthalten. Man denke an ALL THE SINS OF SODOM, SIN YOU SINNERS, FLESH AND LACE und nattürlich SIN IN THE SUBURBS. Filmtitel die - die Herzen eines jedem Roughie-Fans höher schlagen lassen.

DER FLUCH DER SCHWARZEN SCHWESTERN ist ebenfalls ein ziemlich spezielles Stück Film. Eine Mischung aus Erotik und Horror. Zwei Genres die sich immer einer großen Beliebtheit beim Publikum erfreuten und die Lichtspielhäuser füllen konnten. Inmitten von spärlichen Requisiten und einem überdeutlichen Schmuddel-Look, lässt Sarno die Schwestern des Satans ihre Messen praktizieren. Geleitet von einer minimalen (aus Bongotrommeln) bestehenden musikalischen Begleitung, wippen die Schwestern der Bösen, unter der Leitung von Madame Wanda Krock, in sexueller Ekstase. Die Gründe für dieses absonderliche Verhalten erfährt der Rezipient nach ca. 20 Minuten. Der übliche Kreis von Hexenkult, Todesschwur und Wiederkehr aus dem Reich der Toten. Gepaart mit dem Thema Vampirismus, welches sich an der Geschichte der Elisabeth Báthory angelehnt ist. Wie die Blutgräfin wurde auch die „Hauptdarstellerin“ Nadia Henkowa in Ungarn geboren. Diese sorgt als Wanda Krock für dubiose Unterhaltung. Ihre Mimik wie Gestik demonstriert sich als eine Mischung aus Dominanz, Psychose und LSD Rausch. Allein ihre teils apathische und teils berauscht wirkende Präsenz, rechtfertigt die Ansicht des DER FLUCH DER SCHWARZEN SCHWESTERN. Die restlichen Darsteller/innen sind eher unauffällig. Deren Filmografien geben einige Auftritte in Erotik- und HC-Produktionen wieder. Der bekannteste Name (neben Ulrike Butz) dürfte Heidrun Hankammer sein, die innerhalb der Wallace-Verfilmungen DER GORILLA VON SOHO und DER MANN MIT DEM GLASAUGE mitwirkte.

Obwohl sich die Spannung zurückhält, kann DER FLUCH DER SCHWARZEN SCHWESTERN trotzdem mit seiner Atmosphäre für einen gewissen Reiz sorgen. Den Film als uninteressant und langweilig abzuhaken wäre ein Fehler. Mich konnte das Teil irgendwie fesseln. Im Prinzip orientiert sich der Film etwas an BLUT AN DEN LIPPEN. Vergleiche gibt es keine: denn Harry Kümmels Film spielt in einer ganz anderen Liga.

Fazit: Nachdem mir schon LA BIMBA DI SATANA zusagte, konnte mich nun auch der Schmuddel-Kram FLUCH DER SCHWARZEN SCHWESTERN gut unterhalten. Ob ich – auf Grund dieses Bekenntnisses - eine Einweisung in die Psychiatrie befürchten muss? Wer weiß das schon…

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 Post subject: Re: DER FLUCH DER SCHWARZEN SCHWESTERN - Joseph W. Sarno
PostPosted: 11.01.2016 18:19 
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sid.vicious wrote:
Fazit: Nachdem mir schon LA BIMBA DI SATANA zusagte, konnte mich nun auch der Schmuddel-Kram FLUCH DER SCHWARZEN SCHWESTERN gut unterhalten. Ob ich – auf Grund dieses Bekenntnisses - eine Einweisung in die Psychiatrie befürchten muss? Wer weiß das schon…


So lange Du in der Realität keine Menschen mit Pferdespritzen einbalsamierst, Schlossbewohner meuchelst oder Tote wieder zum Leben erweckst, würde ich mir an Deiner Stelle keine so großen Gedanken darüber machen, weil lediglich "sich unterhalten fühlen" noch keine Voraussetzung für eine etwaige Einweisung auf eine geschützte Station einer psychiatrischen Einrichtung darstellt. :D ;)


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 Post subject: Re: DER FLUCH DER SCHWARZEN SCHWESTERN - Joseph W. Sarno
PostPosted: 11.01.2016 18:38 
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sid.vicious wrote:
Fazit: Nachdem mir schon LA BIMBA DI SATANA zusagte, konnte mich nun auch der Schmuddel-Kram FLUCH DER SCHWARZEN SCHWESTERN gut unterhalten. Ob ich – auf Grund dieses Bekenntnisses - eine Einweisung in die Psychiatrie befürchten muss? Wer weiß das schon…

Hörst du denn schon ferne Bongotrommeln im Schlaf und träumst von Schwester Wanda? :lol:

Nee, der Film ist sicherlich weit davon entfernt ein Meisterwerk zu sein, aber nach persönlichem Ermessen ist das ein richtiges Festival der Unterhaltung geworden.


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 Post subject: Re: DER FLUCH DER SCHWARZEN SCHWESTERN - Joseph W. Sarno
PostPosted: 30.01.2016 16:08 
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sid.vicious wrote:


Fazit: Nachdem mir schon LA BIMBA DI SATANA zusagte, konnte mich nun auch der Schmuddel-Kram FLUCH DER SCHWARZEN SCHWESTERN gut unterhalten. Ob ich – auf Grund dieses Bekenntnisses - eine Einweisung in die Psychiatrie befürchten muss? Wer weiß das schon…[/align][/b]


Henkowa und ihren Bongos entkommt man nicht :D Das ist echt ein Fluch.


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 Post subject: Re: DER FLUCH DER SCHWARZEN SCHWESTERN - Joseph W. Sarno
PostPosted: 27.12.2018 02:39 
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Nach einer kleinen Ewigkeit habe ich mir "Der Fluch der schwarzen Schwestern" wieder einmal angesehen, und mittlerweile weiß der Film über die volle Distanz zu gefallen, wenngleich mir manchmal tatsächlich so ist, als sei er nicht vollends zu begreifen. Dieser Eindruck orientiert sich weniger an dramaturgischen Leitlinien, sondern eher an der eigenwilligen Präsentation, die eine Bandbreite zwischen Unverständnis bis Faszination abzudecken weiß. In all den Jahren hat Joseph W. Sarnos Hexen-Flick aber nur gewinnen können. Nicht nur weil er anfangs einen sehr schwierigen Stand bei mir hatte, sondern seine durchaus vorhandenen Kapazitäten immer deutlicher zum Vorschein kommen konnten, was allerdings nicht passieren muss.

Ich denke nach wie vor, dass Nadia Henkowa nicht unbeteiligt daran ist, dass es hin und wieder zu einem regelrechten Drang kommt, sich diesen Sarno anzusehen, immerhin wirkt ihre Aura wie das Fundament dieser im Grunde nicht außergewöhnlichen, aber auch nicht uninteressanten Geschichte, die sich leider mit einigen inszenatorischen Unzulänglichkeiten herumplagen muss. Henkowas Präsenz definiert sich über relativ einfache, aber äußerst wirksame Mittel: Ihre natürliche Bereitschaft eine Art Frondienst zu leisten, um Sinneseindrücke überhaupt aufs Tableau zu bringen, sowie dieser auffällig verwirrende Schimmer des Irrationalen bilden Eindrücke, der nur schwer an einem vorbeigehen können. Alles in allem bleibt "Der Fluch der schwarzen Schwestern" schließlich ein kurzweiliger Vertreter europäischer Horror-(S)Experimente, dessen schwarz gefärbte Seele bestimmt noch wesentlich besser wahrzunehmen wäre, wenn es eine verbesserte Präsentation für das Heimkino geben würde.



www.youtube.com Video from : www.youtube.com


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 Post subject: Re: DER FLUCH DER SCHWARZEN SCHWESTERN - Joseph W. Sarno
PostPosted: 01.01.2019 21:24 
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DER FLUCH DER SCHWARZEN SCHWESTERN

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Joe Sarnos Sexfilme nehmen innerhalb des Genres eine herausragende Sonderstellung ein: Sie thematisieren das Sexuelle zwar in seiner graphischen Gestalt; aber noch mehr ging es dem Regisseur in seinen Filmen um eine sexuelle Spannung. Diese Spannung baut sich in seinen Werken sehr langsam auf. Meist sind es Zweidrittel der Laufzeit, die benötigt werden, um die psychologische Disposition seiner handelnden Figuren zu charakterisieren – und im letzten Filmdrittel kommt es dann wortwörtlich zur sexuellen Explosion. Wobei es zumeist Frauen sind, die den Handlungsfluss vorantreiben; Männer spielen bei Sarno eine gänzlich untergeordnete Rolle, sie werden als Mittel zum Zweck „gebraucht“. Insofern sind es überwiegend Frauenfiguren, die zunächst mit beiden Beinen im Leben stehen, auf die Sarnos Filme sich konzentrieren. Sodann verspüren Sarnos Protagonistinnen im Laufe der Handlung eine bedrückende Leerstelle, welche sie mit sexueller Entgrenzung auszufüllen suchen. Die Plots von Sarnos Filmen stellen dabei oftmals den Partnertausch als mögliche Lösung voran, um diese emotionale Leere zu schließen, oder aber es werden regelrecht Sexorgien zelebriert. Die US-amerikanische Vorstadt dient hier als Ort, der von Sarnos Frauenfiguren als gesellschaftliche Zwangseinrichtung begriffen wird. Und der Sex soll schließlich von diesem gesellschaftlichen Zwang des Bürgerlich-Seins befreien. Neben der Suche nach sexueller Befriedigung stellt das zweite zentrale Thema in Joe Sarnos Gesamtwerk das Korrumpieren eines naiven und sexuell unerfahrenen Mädchens dar. Meist ist es eine dominante andere Frau, die – im Sinne Sades – mit ihren sexuellen Lenkungen die Unschuldige bricht – und infolge moralisch korrumpiert. All diese Motive ziehen sich wie ein roter Faden durch Sarnos Werk…

War Sarnos Schaffen bis zum 1973 gedrehten DER FLUCH DER SCHWARZEN SCHWESTERN meistenteils in einem zeitgenössischen Setting angelegt, in einem urbanen oder vorstädtischen Kontext, in dem sich die sexuellen Dramen seiner Protagonistinnen abspielen, so verrückt sich dies mit dem hier besprochenen Film. DER FLUCH DER SCHWARZEN SCHWESTERN gibt sich vordergründig als fantastisches Kino, welches in der Tat wunderbar atmosphärische Szenen zu kreieren im Stande ist. Die implizierte Zeitlosigkeit des traditionellen Horrorfilms mit seinen klassischen Monstern wäre hier nun eine topographisch verdeutlichte, denn eine der Hauptprotagonistinnen kommt in der (damaligen) Gegenwart mit einem Zug am Bahnhof an und wird dann mit einer altertümlichen Kutsche in ein Schloss gefahren, wo die Zeit keine Bedeutung hat – beziehungsweise: das Vergangene wird durch die rituelle Wiedergeburt der weiblichen Reinkarnation einer vampirischen Hexe dupliziert. Joe Sarno und sein Kameramann Steve Silverman, mit dem der Regisseur sehr oft zusammengearbeitet hatte, erzeugen dann auch Momente, die einem Vampirfilm formal durchaus inhärent wären. Es gibt ein pittoresk anmutendes Schloss mit schaurigen Gängen; wir sehen herrliche Farbverfremdungen, die die Räume in einem blutigen Rot stimmungsmäßig ausfüllen; oder: eine Protagonistin flieht in der Nacht aus dem Schloss, wobei sie ein unheimlicher Bodennebel gespenstisch einhüllt, bis sie dann von Fledermäusen attackiert wird. Nicht unwichtig ist vielleicht zu erwähnen, dass diese Attacken nicht sichtbar gemacht sind. Nur die Tonspur lässt Fledermausgeschrei verhallen, während die Angegriffene sich mit wilden Gesten verteidigt. Dieses Nicht-Sichtbarmachen der angreifenden Macht könnte insgesamt darauf hindeuten, dass Sarno den Genrestoff des Vampirfilms als psychologische Metapher nimmt, um wiederum auf seine bekannten Themen zurückzugreifen. Natürlich bietet das Vampirmotiv grundsätzlich einem Regisseur die Möglichkeit, dieses mit einem sexuellen Symbolismus zu kodieren. Und im Falle Sarnos schließt der Genrestoff dabei aber eine Tür auf, hinter der vorausgegangene Detailelemente seines Kinos liegen, die hier nun, in diesem Vampirfilm, großzügiger auszuspielen sind. Oder anders ausgedrückt: Das Vampirfilmgenre wird vom Regisseur genutzt, um Altbekanntes aus seinem Werk andersartig zu reflektieren. Sarnos „Vampirfilm“ wird somit zum Widergänger der eigenen Kunst; Figuren und Motive, die seinen Corpus als Film-„auteur“ bestimmen, „erstehen“ hier quasi neu, ja, werden in eine neue Stil-Form, in die des Horrorfilms, gebracht…

Sarnos DER FLUCH DER SCHWARZEN SCHWESTERN beginnt mit einer Ritualisierung des Hexenkults: Die eingeweihten Schwestern tanzen nackt zu einer Voodoo-artigen Bongomusik, anschließend werden lesbische Sex-Akte vollzogen. Die Verklammerung von sexueller Auslebung und Voodoo-Zeremonien wirkt in einem europäisch zentrierten Vampirfilm zunächst einmal höchst sonderbar. Gleichwohl stellt diese Verklammerung nichts Ungewöhnliches in Sarnos Werk dar. Immer wieder kommt es vor, dass in seinen Filmen der Partnertausch hinter der „Maske“ eines Sex-Kults ausgelebt wird. Eines der frühesten Beispiele wäre hier wohl der 1964 entstandene SIN IN THE SUBURBS, wo sich das Geschehen ebenso um eine kultisch angehauchte Geheimorganisation zirkelt. Gelangweilte Paare treffen sich dort mit Masken und in weiten Kutten gehüllt, wobei ein unglaublich rhythmischer Jazzsoundtrack die kultischen Sexszenarien orgiastisch dynamisiert. Die Treffen werden dabei auf einer kleinen Bühne abgehalten und von aufgestellten Kerzenreihen begleitet, ganz ähnlich arrangiert, wie es dann auch im Kellergewölbe der SCHWARZEN SCHWESTERN geschieht. Das Amulett, welches Henkowas Figur in DIE SCHWARZEN SCHWESTERN für ihre hypnotischen Zwecke nutzt, scheint von Sarno direkt aus seinem SIN YOU SINNERS (1963) entliehen. In diesem Film wird ebenso ein Zauberamulett aus Haiti eingesetzt, wobei wir dann mit der Ortszuweisung Haiti den Voodoo-Kontext haben, der sich abermals in DIE SCHWARZEN SCHWESTERN in der musikalischen Rahmung der Riten artikuliert. Gleichwohl sind dies alles Hintergrunddetails, die der szenischen Dekoration vor allem dienen – wobei sie aber Sarnos vergangenes Schaffen im Film von 1973 neuerlich in der Set-Gestaltung weiterführen. Wesentlicher ist indes die Interaktion zwischen den Frauentypen selbst, die sich – ausgehend von Sarnos früheren Werken – in DER FLUCH DER SCHWARZEN SCHWESTERN unmittelbar weiterspinnt. Drei solche Sarno-Frauentypen möchte ich ansprechen: 1.) Wir haben Sarnos typischen Frauencharakter, der „auf der Suche nach sich selbst“ ist, der sich innerlich befreien möchte; diesbezüglich sei besonders an die Rolle von „Dr. Julia Malenkow“ gedacht, die vordergründig zwar die Antagonistin des Kults darstellt, doch andererseits dann auch tiefe, wohl sexuelle Gefühle für ihren Bruder hegt. Letztlich ist für mich die Wissenschaftlerin die eigentliche Hauptfigur des Films, welche ihren verborgenen Konflikt um das Tabu der körperlichen Bruderliebe mit sich austrägt – der Vampirismus wäre dabei die Kraft, die „Julia Malenkow“ immer dichter zum Inzest hinführt (doch im letzten Moment triumphiert die nüchterne Ratio über die sinnliche Verlockung des sexuellen Übertritts). Weiterhin (2.) hätten wir die Figur der „Monika“, die sicherlich am deutlichsten Sarnos naives Mädchen verkörpert, die sich ohne großen Widerstand lenken lässt und am Schluss die Folgen daraus ziehen muss. Hier fällt natürlich Sarnos Film INGA (1968) ein, in dem diese Justine-Figur am prägnantesten umgesetzt ist. – Und damit verbunden (3.): die Figur der reifen manipulierenden Frau, die ihre sexuelle Anziehungskraft skrupellos missbraucht. Dabei muss die Schauspielerin Nadia Henkowa besonders hervorgehoben werden, die in DER FLUCH diesen „Vamp“ meisterhaft wiedergibt: Am Tage täuscht sie als „Wanda“ mit ihrem zugeknöpften schwarzen Kleid eine Sittlichkeit vor, und in der Nacht verwandelt sie sich in eine aggressive Bacchantin, deren Ziel einzig nur das Hervorbringen von sexuellen Exzessen ist, an denen die anderen Figuren zerbrechen – Henkowa spielt ihre Figur wahrhaft obsessiv…

Indem Joe Sarno sich nun in DER FLUCH DER SCHWARZEN SCHWESTERN so sehr auf sein eigenes Werk konzentriert, wirkt der Film hermetisch. Der unvorbereitete Zuschauer erkennt einzig nur die übernommenen Genremuster des Horrorfilms, die ihn über die Gesamtspielzeit von Szene zu Szene führen. Im Gesamtbild erscheint der Film deshalb in sich fragil, er funktioniert nicht als durchkonstruiertes Ganzes, da sich das Szenische denn eigentlich ausschließlich um den filmischen Kosmos Sarnos dreht. Einen Mehrwert bekommen wir aber, wenn wir das Werk als einen Teil der filmischen Welt Sarnos betrachten. Mit seinen Figuren und Motiven reiht Sarnos ungewöhnlicher Vampirfilm sich in ein größeres Gesamtwerk ein – und das mit äußerster Konsequenz…


das figurenreiche Szenenbild verkörpert die unterschiedlichen Frauentypen, die in Sarnos Filmen immer wieder vorkommen...
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wobei es vor allem aber der "two-shot" ist, der die Szenen-Gestaltung von Sarnos Kino bestimmt; auch in DER FLUCH DER SCHWARZEN SCHWESTERN kommt die Zweier-Einstellung ständig vor, um ein antagonistisches, oder auch symbiotisches Frauenpaar von der Umwelt abzuschirmen; die Frau verdoppelt sich oder sie verschmilzt mit der anderen...
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man kann bei diesem stilistischen Vorgehen Sarnos natürlich unmittelbar an Ingmar Bermans Filme denken, dies ein großes Vorbild des US-amerikanischen Regisseurs, der selbst viel in Schweden gedreht hatte...
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in dieser Szene (oben) wird die Furcht vor der eigenen Begierde durch die Blickachsen der beiden Personen symbolisiert; die Schwester, die ihren Bruder heimlich liebt, schaut ängstlich aus dem Bildraum, während der Bruder - möglicherweise naiv unwissend - die Schwester direkt anschaut...
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der "two-shot" ist in der oberen Szene zum Selbstbildnis geworden, das Gemälde wird zum Spiegel des davor stehenden "Ich"s...

okkulte Riten und heimlicher Sex kommen in Sarnos Werk häufig vor; so zum Beispiel in seinem SIN IN THE SUBURBS...
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im späteren DER FLUCH gibt sich die Szenerie natürlich ungleich freier in der sexuellen Darstellung...
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Trailer:
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die obigen Bilder sind zumeist von DVDbeaver übernommen, wo die unterschiedlichen Fassungen gegenüberstellt werden, wobei die Blu Ray den Film in einer sensationellen Qualität zeigt...

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 Post subject: Re: DER FLUCH DER SCHWARZEN SCHWESTERN - Joseph W. Sarno
PostPosted: 02.01.2019 05:48 
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Howard Vernon wrote:
wobei die Blu Ray den Film in einer sensationellen Qualität zeigt...

Ich habe auch nicht schlecht gestaunt, als ich die Bilder gesehen habe.
Eine Veröffentlichung ist irgendwie komplett an mir vorbei gegangen.

Übrigens vielen Dank für die überaus interessante Analyse! 8-)
Dazu werde ich mir auch noch ein paar Gedanken machen...


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 Post subject: Re: DER FLUCH DER SCHWARZEN SCHWESTERN - Joseph W. Sarno
PostPosted: 02.01.2019 12:10 
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Prisma wrote:
Howard Vernon wrote:
wobei die Blu Ray den Film in einer sensationellen Qualität zeigt...

Ich habe auch nicht schlecht gestaunt, als ich die Bilder gesehen habe.
Eine Veröffentlichung ist irgendwie komplett an mir vorbei gegangen.


Ich hatte zuvor nur die DVD von Retro-Seduction gekannt, wo das Bild recht dunkel war und außerdem der Ton nicht optimal; als ich dann die Blu Ray gesehen habe, hatte ich den Eindruck, dass ich den Film zum ersten Mal "erlebt" hätte - wunderbare Farben (die roten Räume sind einmalig etc.), super Ton etc. - eine wirklich tolle Erfahrung den Film so zu sehen... die deutsche Sprachfassung kenne ich nicht, aber - wenn ich nach dem deutschsprachigen Trailer gehen -: die Intensität wird für mein Gefühl in der deutschen Fassung doch schon sehr gemindert...


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 Post subject: Re: DER FLUCH DER SCHWARZEN SCHWESTERN - Joseph W. Sarno
PostPosted: 02.01.2019 20:45 
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ein kurzer Nachtrag zu meinem oben ausgeführten Motiv-geschichtlichen Ansatz hinsichtlich Sarnos Werk: wer seinen DER FLUCH... mit Henkowas eindrucksvoll dominanter Figur kennt, der wird im unteren Trailer von SIN YOUR SINNERS sicherlich einige Elemente finden, die dann im späteren Film von Sarno weiterentwickelt worden sind: so vor allem: der tänzerische Okkultismus mit der Bongo-Musik - und auf das Zauberamulett hatte ich ja bereits hingewiesen...

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natürlich ist solch ein Trailer nicht repräsentativ, aber - so denke ich - er kann doch bestimmte Bezüge zwischen den zwei Filmen deutlich machen und somit einen weiterführenden Eindruck für den späteren DER FLUCH... vermitteln...


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