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 Betreff des Beitrags: THE DARK BELOW - Stewart Sparke
BeitragVerfasst: 09.02.2019 12:35 
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The Creature Below
(The Dark Below)
Großbritannien 2016 - Directed by Stewart Sparke
Starring: Anna Dawson, Michaela Longden, Daniel Thrace, Johnny Vivash, Zacharee Lee, David Shackleton...


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Diesen Tauchgang ins Unbekannte hat sich die abenteuerlustige Biologin Olive Crown (Anna Dawson) bestimmt anders vorgestellt. Doch die Tiefen des Atlantiks bergen noch so manche Geheimnisse, und mit einem davon - einem riesigen Tentakelwesen - sieht sie sich plötzlich konfrontiert. Als man die junge Wissenschaftlerin endlich nach oben befördert hat, kann sie sich an nichts mehr erinnern. Dr. Fletcher (Zacharee Lee), der Finanzier des Projekts, ist mißtrauisch und stinksauer. Der kostspielige High-Tech-Tauchanzug ist praktisch Schrott, und die Frau, die da dringesteckt ist, hat angeblich keine Ahnung, wie es dazu gekommen ist. Als sich Olive den beschädigten Anzug genauer ansieht, entdeckt sie in ihm einen kleinen, schwarzen Klumpen, den sie, einer inneren Eingebung folgend, vom Boot schmuggelt. Das mysteriöse Ding, das sich als ein Ei entpuppt, versteckt sie im Keller des Hauses, das sie zusammen mit ihrem Freund Matt (Daniel Thrace) bewohnt. Und auch ihrer Schwester Ellie (Michaela Longden), die gerade zu Besuch ist, erzählt sie nichts von ihrem Mitbringsel aus der Tiefe des Ozeans. Nachdem aus dem Ei eine kleine Kreatur mit Tentakeln geschlüpft ist, die ihr beim ersten Kontakt eine schwarze, schleimige Flüssigkeit ins Gesicht spritzt, beginnt sich Olive zu verändern. Sie umsorgt und füttert das bizarre Wesen und schreckt vor nichts zurück, um ihr kleines Geheimnis zu bewahren.

The Creature Below ist, nach einigen Kurzfilmen, das erste Spielfilmprojekt der kleinen britischen Produktionsfirma Dark Rift Films, welches über einen Zeitraum von vierzehn Tagen für sage und schreibe zwölftausend Pfund on location in Yorkshire gedreht wurde. Drehbuchautor Paul Butler erdachte sich eine von H. P. Lovecrafts Cthulhu-Mythos inspirierte Geschichte, die einerseits in kleinem Rahmen, fast schon als Kammerspiel, funktioniert, die andererseits jedoch auch globale Dimensionen annimmt, schließlich steht nicht weniger auf dem Spiel als das Ende der Welt, wie wir sie kennen. Dieser ungeheuer ambitionierte Spagat von Butler und Regisseur Stewart Sparke ist zwar bewundernswert, mit den zur Verfügung stehenden Mitteln allerdings nur schwer zu realisieren. Während das apokalyptisch anmutende, für einen donnernden Nachhall sorgende Ende gelungen ist, löst die Umsetzung des Tauchgangs zu Beginn eher Kopfschütteln denn Staunen aus. Da hat man sich schlicht und einfach übernommen, denn CGI-Effekte in dieser Preisklasse, so kreativ und charmant sie auch sein mögen, können einfach nicht überzeugen. Das wirkt wie in einem alten Computerspiel und reißt den Zuschauer aus dem Film raus, bevor er überhaupt drinnen ist. Erst wenn sich die Geschichte in Olives Haus verlagert und praktische Spezialeffekte zur Anwendung kommen, findet The Creature Below endlich in die Spur.

Richtig geile Kreaturen haben Neil Stevens, Paul Wilkins und Simon Brodie da gebastelt, welche ein sehr cooles B-Movie-Flair verströmen. Das Zusammenspiel mit der Cast funktioniert prächtig, wobei Sparke - der den Film auch geschnitten hat - nicht den Fehler macht, zu viel zu zeigen und zu lange auf das Monster draufzuhalten. Zwei, drei handgemachte und gut platzierte Gore-Szenen runden den positiven Eindruck ebenso ab wie die paar eingestreuten, hübsch psychedelischen POV-Aufnahmen aus Sicht der Kreatur, welche im Verborgenen lauert und ihre Opfer beobachtet. In diesen Momenten kommt sogar ein klein wenig Suspense auf. In technischer Hinsicht ist das Gebotene sehr okay, und auch die Schauspieler sind durchwegs in Ordnung. Eine besondere Erwähnung verdient Dave S. Walkers subtiler Score, der manchmal stark an Ennio Morricones Soundtrack für John Carpenters The Thing erinnert und für eine ganz sonderbare, beunruhigende Stimmung sorgt. Überhaupt ist die Atmosphäre düster und dicht (*) und das ganze Szenario angenehm ernst angelegt; humoristische Einschübe und ironische Brechungen sucht man hier vergebens. The Creature Below ist somit, trotz aller durch das geringe Budget verursachten Defizite (Billiglook, CGI-Effekte), ein kleines, cooles, stimmiges Creature Feature mit Lovecraft-Touch, das insbesondere durch das starke Ende nicht so schnell in Vergessenheit gerät.

(*) Das gilt allerdings nur für die Originalfassung. Die deutsche Bearbeitung ist leider ein Paradebeispiel dafür, wie eine tolle Stimmung durch eine sterile, emotionslose Synchronisation völlig ruiniert wird.

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