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 Post subject: THE VENGEANCE OF THE MUMMY - Carlos Aured
PostPosted: 15.02.2020 17:27 
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THE VENGEANCE OF THE MUMMY
Originaltitel: LA VENGANZA DE LA MOMIA

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Spanien 1973, spanischer Kinostart: 1975


Regie:
Carlos Aured

Darsteller:
Paul Naschy,
Jack Taylor,
María Silva,
Helga Liné


Amenhotep (Naschy) wird von einem Priester vergiftet, um so dessen Gewaltherrschaft zu unterbinden. Jahrhunderte später entdeckt der Archäologe Professor Stern (Taylor) die Mumie des ungeliebten Pharaos und überführt den sensationellen Fund in ein Londoner Museum. Der ägyptische Forscher Assad Bey (Naschy in einer Doppelrolle) tritt mit Professor Stern in Kontakt, da er sich für Amenhoteps Mumie interessiert. Doch ist Assad Bey in Wirklichkeit ein Priester, der den Pharao wieder zum Leben erwecken möchte – und dazu benötigt er zahlreiche Jungfrauen als Blutopfer…



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Die antike Rückschau, mit der Aureds THE VENGEANCE OF THE MUMMY beginnt, erinnert natürlich umgehend an Karl Freunds THE MUMMY von 1932. Gleichwohl spielt die Naschy-Mumienversion die tragische Liebesbeziehung um die reinkarnierte Geliebte, die in der Karloff-Fassung den Hauptaspekt ausmacht, nur am Rande aus. Eher konzentriert der Plot des spanischen Werks sich auf den ägyptischen Priester in der filmischen Gegenwart, wie dies denn auch in den Nachfolgefilmen des 1932er Originals der Fall wäre – so etwa in THE MUMMY’S HAND (USA 1942). Bei diesen inhaltlichen Bezügen endet dann allerdings das Bezugsgeflecht zu den US-amerikanischen Vorbildern aus den Universal-Studios der 30er und 40er Jahre. Diesbezüglich ist von Karloffs „Mumie“ bei Naschys Mumienmonster nichts mehr zu entdecken. Regisseur Carlos Aured rezipiert vielmehr den lateinamerikanischen B-Film, welcher – wegen der sprachlichen Gemeinsamkeit – ebenfalls im Kino Spaniens recht bekannt gewesen war. Solche Latsploitation-Werke modifizieren zumeist die Erzähl- und Inszenierungsmuster der berühmten Universal-Horrorfilme in eine landestypische Darstellungsart um. Man sieht dieses Vorgehen beispielsweise in LA MOMIA AZTECA, den Rafael Portillo 1957 in Mexiko gedreht hatte. So etabliert der mexikanische Horrorfilm Portillos seine lateinamerikanische Filmmumie durch das Aztekenthema. LA VENGANZA DE LA MOMIA lässt zwar die atmosphärische Qualität aus Portillos Mumienhorrorfilm vermissen, aber in beiden Werken zeigt die Mumiengestaltung eine gewisse Ähnlichkeit zueinander – vergleicht man dies mit dem Karloff-Vorbild. Die angesprochene mangelnde Atmosphäre von Aureds Film wäre dann auch die größte Schwäche dieses Mumienwerks. Denn die Szenen werden überaus uninspiriert gestaltet (begleitet von einer orchestralen Musik, die akustisch historisches Zeitkolorit aufkommen lassen will). Keine Farbverfremdungen o. ä., wie man es zum Beispiel aus den Hammer-Horrorfilmen oder aus dem italienischen Genrefilm dieser Jahre kennt, gibt es in LA VENGANZA DE LA MOMIA zu erleben. Einzig nur der Vorspann mit Naschys Pharaosequenzen wirkt wie ein kunterbunter Comicstrip
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. Und die nachfolgenden Szenen jedoch zeichnen sich durch eine prosaische Nüchternheit aus, was deshalb den Film insgesamt recht spannungsarm macht. So spult Aureds Mumienversion sich „trocken“ und „fantasielos“ vor den Augen seiner Zuschauer ab. Aber für Naschy-Fans mag indes auch dieser Film von Interesse sein, da hier, mit der „Mumie“, ein weiteres Monster aus dem Universalkanon vom spanischen Schauspieler bedient wird…





Naschys Mumie...
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...zeigt eher Gemeinsamkeiten mit seiner mexikanischen Filmversion,...
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...als dass die Karloff-Mumie "wiederbelebt" wäre...
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...wobei manche Szenen in ihrer bunten Comicartigkeit...
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...denn selbst noch an BLOOD FEAST erinnern...
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Trailer:
youtu.be Video from : youtu.be


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 Post subject: Re: THE VENGEANCE OF THE MUMMY - Carlos Aured
PostPosted: 15.02.2020 17:32 
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Habe ich das richtig verstanden, dass sich eine sogenannte Exportfassung mit anderen Szenen (alternative Nacktheit und / oder Gewalt) für diesen Film nicht überliefert hat?... oder gibt es überhaupt keine Alternativfassung? - in der USA-BD wurde ja nur eine Szene neu integriert...


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