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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Betreff des Beitrags: viereckige Augen
BeitragVerfasst: 21.06.2016 11:26 
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The - Noah



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Produktionsland/Jahr: USA 1975
Regie: Daniel Bouria
Darsteller: Robert Strauss
Drehbuch: Daniel Bouria
Produziert von: Louis De Rochemont III

ich versuche hier auch mal mein Glück mit einer Filmvorstellung. Konstruktive Kritik an Format und Stil der Vorstellung höre ich gerne.

Hintergrund
Habe den Film gestern im Kino gesehen. Ich versuche hier mal etwas die Einführung der Vorstellung in schriftlicher Form niederzulegen, soweit ich mich erinnern kann. Ich fand diese ziemlich interessant.

Dieser Film wurde 1968 gedreht und das erste mal 1975 in zwei New Yorker Kinos in einer Spätvorstellung gezeigt. Danach ist er auf Grund von schlechten Kritiken nicht weiter aufgeführt worden. Erst 1997 wurde der Film wiederentdeckt und neu aufgeführt allerdings im amerikanischen Fernsehen. Etwas später gab es ein Release auf DVD. Der griechische Regisseur hat in seiner Jugend im zweiten Weltkrieg eine traumatische Flucht von einem Schiff, welches ihn in ein KZ bringen sollte durchlebt. Er hat hierdurch auch sein pessimistisches Weltbild entwickelt. In diesem Film, welches auch sein einziger bleiben sollte, verarbeitet er dieses. Bei der Planung wollten mehrere Studios seinen Film für relativ viel Geld produzieren, auch bekannte Schauspieler waren geplant. Allerdings hat er dies abgelehnt. Warum lässt sich jetzt nicht mehr nachvollziehen. Der Film wurde schließlich für nur 80.000$ gedreht und die einzige Rolle mit Robert Strauss belegt, welchen er vor dem Film kennen gelernt hat. Während der Dreharbeiten haben sich beide allerdings so zerstritten, dass die Kommunikation zwischen beiden nur noch über den Kameramann möglich war. Zu allem Überfluss ging dem Film zwischenzeitlich auch noch das Geld aus und konnte nur fertig gestellt werden in dem Daniel Bourla beim Glücksspiel das fehlende Geld auftreiben konnte.

Zwei Tage nach dem Veröffentlichen des Programmes der Black-Box in der stand, dass Sie "The Noah" spielen würden, hat das Kino ein Brief von Daniel Bourla erhalten, in dem er sich bedankt, dass sie seinen Film zeigen. Fast 50 Jahre nach den Dreharbeiten.

zum Film
Noah ist der letzte Überlebende des Atomkriegs. Er war ein amerikanischer Soldat und landet alleine auf einer verlassenen Insel mit einer verlassenen kommunistischen, asiatischen Militärbasis. Er richtet sich dort ein. Gottseidank gibt es fast unbegrenzt Schnaps und Reis. Irgendwann beginnt er mit jemanden ein Gespräch, für die Antwort macht die Kamera ein Gegenschuss, man sieht niemanden, hört aber jemanden sprechen. Noah fängt an sich Personen einzubilden. Als erstes Freitag, später noch eine Frau, dann ein Kind, eine Schulklasse, eine Stadt, Lärm, Unordnung. Man hört alles man sieht nur Kaputte LKWs, baufällige Hütten und das Meer. Die Welt, so wie er sie kennt, beginnt von neuem. Er steigt vom Berg "LKW" herab und trägt zwei Tafeln mit Geboten. Darunter "gehorche dem Wort deines Führers". Dabei Trägt er einen weiten asiatischen Mantel und seinen amerikanischen Stahlhelm. Ein Krieg bricht aus .... Es beginnt alles von neuem.

Absolut beeindruckender aber auch sehr ansträngender und lauter Film.

7/10

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Zuletzt geändert von Lonestarr102 am 21.06.2016 11:47, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: viereckige Augen
BeitragVerfasst: 21.06.2016 11:47 
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Goya – oder der arge Weg der Erkenntnis


Produktionsland/Jahr: DDR/UDSSR 1971
Darsteller: Donatas Banionis (Solaris), Olivera Katarina, Fred Düren, Rolf Hoppe uvm.
Drehbuch: Angel Vagenshtain
Regie: Konrad Wolf

Filmposter
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Buch-Cover
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Dieser Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von "Lion Feuchtwanger", welches das Leben von Goya auf seine weiter interpretiert. Goya war Hofmaler am spanischen Königshaus während der Invasion durch Napoleon und dem darauffolgendem spanischem Unabhängigkeitskrieg. So um 1810 herum.

Abriss Inhalt
Als Hofmaler hat Goya ein gutes Auskommen und versteht sich gut am Hof. Er lernt aber auch das Leben auf der Straße kennen, welches durch den Krieg und die spanische Inquisition schrecklich, grausam und Unfair ist. Dies beeinflusst ihn immer mehr bei seiner Malerei. Seine Bilder werden grausamer und bringen ihm schon bald Probleme mit der Inquisition ein.

Hintergrund und persönliche Notizen.
Ein Film aus der DDR/UDSSR, der auf einem Buch von Lion Feuchtwanger (Jud Süß) basiert. Wie kann das funktionieren. Ganz einfach: Der Film Jud Süß basiert auf einem anderen Roman. Ahhhh..

Ich zitiere hier mal die Wikipedia, weil es so beeindruckend ist:"Gedreht auf 70 mm, 3000 Kostüme, Waggonladungen von Requisiten, elf Monate Dreharbeiten von September 1969 bis August 1970, Drehorte in Jugoslawien (Dubrovnik u. a.), Bulgarien, auf der Krim (Jalta), im Kaukasus, Schauspieler aus acht Ländern (die meisten spielten in ihrer Muttersprache), zwei Sprachfassungen (russisch und deutsch), Musikaufnahmen in Leningrad, Synchronarbeiten in Berlin-Johannisthal.

Den Aufwand merkt man dem Film auch an. Wunderschöne Drehorte und fantastische Kostüme. Auch die Szenen sind prächtig ins Bild gesetzt. Mir fällt da spontan eine Szene vor dem Gericht der Inquisition ein, an dem die Angeklagten ihre Taten gestehen, bereuen und abschwören sollen. Hier stehend die Angeklagten mit ihren gelben Roben so deprimieren, aber auch schön in der Kamera, dass man sich kaum satt sehen kann.
Auch schön, Goya setzt sich Kerzen auf seinen Hut um die Nacht durcharbeiten zu können.

Toller Film, bei dem man Aufmerksam sein muss, um nicht den Faden zu verlieren.

8/10

Ein Paar Bilder aus dem Film:
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 Betreff des Beitrags: Re: viereckige Augen
BeitragVerfasst: 27.06.2016 09:04 
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Der Todesking - Jörg Buttgereit


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Drehbuch: Jörg Buttgereit & Franz Rodenkirchen
Kamera: Manfred O. Jelinski
Musik: Bernd Daktari Lorenz u.a
Darsteller: Hermann Kopp, Heinrich Ebber, Michael Krause, Jörg Buttgereit, Bela B. u.v.a.
Jahr: 1990

Der Todesking. Sieben Episoden, sieben Tode.

Eine Woche und jeden Tag ein Toter, meist durch Mord oder Selbstmord. Es wird nicht erklärt warum sich diese Personen zu Tode kommen. Es wird eher die Stimmung gezeigt bevor die Person umkommt. Es ist ein hochgradig ungemütlicher Film. Er hinterlässt eine stark depressive Stimmung. Man sieht wieder, dass Buttgereit sehr auf Ästhetik steht. Das Budget war klein aber trotzdem ist alles sehr liebevoll ungesetzt. Die erste Episode spielt in einem Zimmer von einem offensichtlichen Fischliebhaber. Die Wände sind behangen von diversen Tauch und Fischpostern u. A. auch ein Poster des Weißen Hais. Der Protagonist füttert seinen Goldfisch. Die Kamera steht in der Mitte des Raumes und dreht sich. Man sieht wie beim vorbeidrehen der Kamera der Protagonist sich Fisch zubereite, Staubsaugt oder schläft. Ein Cut und eine Szene viele Zeitsprünge! Zwischen den Episoden bekommt man dann immer eine immer weiter verwesende menschliche Leiche präsentiert.

War sehr überrascht, dass ich ohne den Film je gesehen zu haben einen Monolog schon aus der Musik kannte. Leider bin ich eine Handlungshure und komme nur schwer mit diesem losen, handlungsfreien Episodenformat klar.

Der Film fühlt sich so depressiv und melancholisch an wie ein Silencer Album. Generell scheint der Film so gut zum Black Metal zu passen, dass diverse Bands (z.B. Manes, Taake, Irrylicht) Samples oder Stücke aus diesem Film benutzen. Schlagt das man Mediabook des Film auf sind dort Personen abgebildet, welche sich ein Todesking tätowiert haben. Die erste Person scheint Hoest von Taake, auch eine Black Metal Band zu sein. Scheint also irgenwie ein Nerf getroffen zu haben.

7/10 Depripillen

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Hoest von Taake mit Todesking
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*notiz keine eingen Bilder. Blu Ray Player im PC hat leider den Geist aufgegeben.

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 Betreff des Beitrags: Die Erfindung des Verderbens - Karel Zeman
BeitragVerfasst: 28.06.2016 11:43 
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Die Erfindung des Verderbens - Karel Zeman


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Produktionsland: Tschechoslowakei
Originalsprache: tschechisch
Erscheinungsjahr: 1958
Länge : 83 Minuten
Regie: Karel Zeman
Drehbuch: Karel Zeman, František Hrubín
Produktion: Zdeněk Novák, Československý Státní Film
Musik: Zdeněk Liška
Kamera: Jiří Tarantík
Freigabe: FSK 6
Bildformat: 1,33:1

Veröffentlichungen: DVD und Blu-ray von Ostalgica
habe die DEFA Synchro geschaut.

Tschechisch-slowakischer halb echt halb Animationsfilm nach Vorlage eines Jule Verne Romans.
Handlung:
Ein naiver Wissenschaftler und sein Assistent werden von U-boot-Piraten entführt und auf eine geheime Vulkaninsel verschleppt. Die Piraten motivieren den Wissenschaftler an seiner Forschung weiterzuarbeiten, denn sie finanzieren Ihm seine Forschung. Der Wissenschaftler freut sich und denkt er kann der Menschheit ihn ein glücklicheres Zeitalter führen. Die Piraten wollen den technologischen Fortschritt allerdings nur für ihre Waffen nutzen. Diese Folgen hat der Wissenschaftler nicht geahnt. Der Assistent versucht dies zu verhindern.
Technik:
Ein schwarz-weiß Animationsfilm, welcher versucht den Stiel der Zeichnungen aus Jule Verne Romanen zu kopieren. Diese ungewöhnliche aber auch interessante Art von Trickfilm habe ich bis jetzt noch nie gesehen. Wunderschön und sehr Steampunkig.
Zitat aus der Wikipedia:
Zum Film kommentierte der Filmbeobachter: „Man kann wohl mit Fug und Recht diese … Arbeit als besten Jules-Verne-Film bezeichnen, der je gedreht wurde.“ Die Variety schrieb: „Gewiß die ungewöhnlichste und insbesondere die künstlerisch werkgetreueste Übertragung einer Jules-Verneschen Geschichte in das Medium Film..

8/10 Punkte


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 Betreff des Beitrags: Re: viereckige Augen
BeitragVerfasst: 29.06.2016 09:42 
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Das Rote Zelt - Michail Kalatosow

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Originaltitel: Krasnaja palatka
Produktionsland: Sowjetunion, Italien
Originalsprache: Englisch
Erscheinungsjahr: 1969
Länge : 158 Minuten
Altersfreigabe: FSK 12
Regie:Michail Kalatosow
Drehbuch: Richard DeLong Adams, Ennio De Concini
Produktion: Franco Cristaldi
Musik: Ennio Morricone (italienische Fassung), Aleksandr Zatsepin (sowjetische Fassung)
Kamera: Leonid Kalaschnikow
Schnitt: Peter Zinner, John Shirley
Darsteller: Sean Connery, Claudia Cardinale, Hardy Krüger, Peter Finch, Mario Adorf

noch ein Paar Filmposter:
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Ein starbesetzer Abenteuerfilm nach wahren Begebenheiten. Es geht um die missglückte Nordpolexpedition vom italienischen General Umberto Nobile (Peter Finch). Dieser macht sich mit dem Luftschiff ‚Italia‘ zum Nordpol auf und wirft dort ein Kreuz mit der Italienischen Flagge ab. Auf dem Rückweg stürzt das Luftschiff ab. Nun geht es um das Überleben der gestrandeten und um die Such- und Rettungsmaßnahmen der Staaten. Bei dem sich später auch Roald Amundsen (Sean Connery) anschließt.

Ein feiner Abenteuerfilm, welcher in meinen Augen aber ein paar Probleme hat. Die einzige Frau im Film wirkt sehr deplatziert. Ihre Liebesgeschichte zu einem der Expeditionsteilnehmer wirkt mehr als konstruiert. Liebe Claudia Cardinale du hast sicher schon bessere Rollen gehabt. Auch fand ich den Kommunistischen Pathos der um den Amateurfunker, der das SOS-Signal auffängt etwas übertrieben. Dieser Konnte das Signal nur Empfangen, weil er eine Gruppe Kinder mit rotem Stern auf der Mütze mit einem Drachen herumlaufen lässt. Am Drachen war die Antenne des Funkgerätes befestigt. Allerdings ist die Geschichte um die Rettungsaktion und auch die der Überlebenden sehr spannend. Man wird mit wunderbaren, eisigen Luftaufnahmen belohnt. Auch finde ich Mario Adorf als sehr emotionalen aber nicht gerade überintelligenten Funker sympathisch. Mir gefiel auch das versucht wurde möglichst nah an der wirklichen Geschichte zu bleiben.

1929 wurde vom deutschen Rundfunk ein Hörspiel Produziert, welches die Geschichte dieser Rettungsaktion zum Thema hat. SOS … rao rao … Foyn – „Krassin“ rettet „Italia“ ist die älteste komplett erhaltene Hörspielproduktion in deutscher Sprache
6/10


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ähmmm keine Ahnung warum die Bilder hier so gestaucht sind. Die DVD hat beim gucken ganz normale Bilder geliefert. Irgendwo ist da war schief gelaufen

Pressebilder:
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 Betreff des Beitrags: Re: viereckige Augen
BeitragVerfasst: 01.07.2016 11:31 
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Kirmes - Wolfgang Staudte


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Originaltitel: Kirmes
Produktionsland: Deutschland
Originalsprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 1960
Länge: 102 Minuten
Altersfreigabe: FSK 16
Regie:Wolfgang Staudte
Drehbuch: Wolfgang Staudte
Produktion: Harald Braun, Helmut Käutner, Wolfgang Staudte
Musik: Werner Pohl
Kamera: Georg Krause
Schnitt: Lilian Seng
Darsteller: Götz George, Juliette Mayniel, Hans Mahnke, Wolfgang Reichmann, Manja Behrens, Fritz Schmiedel


Worum geht’s:
Der Films beginnt mit einer Szene in der ein Mann an Plakatwände Kirmesplakate klebt. Ich denke mir, dass die Plakate die bereits Kleben vom Regisseur wohl gewählt sind. Werbeposter für unser Heer hängen zwischen reißerischen Filmpostern und Parteiposter der CDU die sich keine Experimente also keine Veränderung wünschen. Dies deutet auch schon ein wenig den Sinn dieses Filmes an, denn hier geht’s unter anderem Darum das sich eigentlich nichts geändert hat seit dem Krieg. Und Probleme werden verschwiegen.
Zu Beginn wird bei Bauarbeiten auf einer Kirmes in der Eifel eine Leiche von einem Toten deutschen Soldaten gefunden. Martha Mertens weiß sofort, dass dies Ihr Sohn ist. Ihre Familie und andere bekannte der Familie versuchen Ihr das auszureden. Sie sagen, es gibt ja keine Beweise, dass er es ist. Außerdem würde Sie wirklich wollen, dass Ihr Sohn den Heldenstatus aberkannt bekommt. Denn dies würde bedeuten, dass er Desertiert ist.
Warum Sie und auch die anderen eigentlich wissen müssten, dass dies definitiv nur Robert (Götz George) sein kann wir nun mit einem Zeitsprung nahe gebracht.
Ende des Krieges, ist Robert von der Front geflohen und versteckt sich in seinem Heimatdorf. Die Front ist schon zu hören. Ständiger Fliegeralarm. Die Kinder kommen aus der Schule und müssen Plakate kleben auf denen steht das Desaströse erschossen werden. Der NSDAP Parteichef der Region wittert das sich irgendwo Robert versteckt haben muss. Alle die von Robert erfahren wollen Ihm eigentlich helfen, haben aber alle sehr viel Angst, denn es wird ständig mit der Todesstrafe gedroht.
Es geht in diesem Teil vor allem um den Wahnsinn der letzten Tage, in dem die Alten zum Volksturm berufen werden und mit Holzpanzerfäusten ausgerüstet werden. Wo fast jeder weiß, dass es eigentlich bald vorbei sein muss, aber die Fanatiker des Ortes immer noch an den Endsieg glauben. Der größte Feind scheinen die Deserteure zu sein, die es wagen sich in einem verlorenen Krieg von der Front zu entfernen.
Beeindruckender Film. Passt sehr gut zu den anderen anspruchsvollen Staudte Filmen die ich bis jetzt sah: Der Untertan, Die Mörder sind unter uns

Ich würde hier noch auf eine Rezension hinweisen die auf der ofdb von Bretzelburger veröffentlicht worden ist. Sehr gut verfasst, allerdings muss ich dabei einen großen Spoiler Hinweis geben.


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 Betreff des Beitrags: Re: viereckige Augen
BeitragVerfasst: 06.07.2016 07:22 
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Das Finster Tal - Andreas Prochaska

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Produktionsland: Österreich, Deutschland
Originalsprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 2014
Länge : 115 Minuten
Altersfreigabe: FSK 12
Regie: Andreas Prochaska
Drehbuch: Andreas Prochaska, Martin Ambrosch
Produktion: Helmut Grasser
Musik: Matthias Weber
Kamera: Thomas Kiennast
Schnitt: Daniel Prochaska
Darsteller: Sam Riley, Tobias Moretti, Paula Beer, Thomas Schubert, Carmen Gratl, Clemens Schick, Helmuth A. Häusler

19tes Jahrhundert. Ein Mann kommt aus dem fernen Amerika in ein abgelegenes Alpental um dort Fotos zu machen. Er lässt sich im Tal einschneien, um dort den Winter zu verbringen. Im Laufe des Filmes wird klar, dass dieser Mann eine andere Motivation hat in das Tal zu kommen als Fotos zu schießen. Ihn verbindet seine Vergangenheit mit dem Tal und es hat bei Ihm ein paar offene Rechnungen hinterlassen.
Kaum ist der Titel des Filmes über den Bildschirm gehuscht wird man direkt erschlagen von bildgewaltigen Alpenaufnahmen und einer prächtigen Musik. Dies hält der Film bis zum Schluss durch. Die Ästhetik ist durchgehend Grandios und die Musik schiebt einen in die passende Stimmung. Der Film beginnt wie ein Heimatfilm in dem die verschiedenen Personen eingeführt werden. Hier ist der Film so ruhig, dass knisternde Spannung in weite Ferne rücken lässt. Hier bekommt man aber auch genügend Zeit die Personen schätzen und kennen zu lernen. Im ersten Schnee beim Baumfällen passiert ein tödlicher Unfall. Ein paar Tage später verschwindet einer bei der Jagd. Ab hier nimmt der Film dann fahrt auf. Es wird wie in einer Achterbahn immer rasanter um auf ein grandioses Ende zuzusteuern.
Ich würde behaupten, dass dies einer der besten deutschsprachigen Unterhaltungsfilme die in den letzten Jahren produziert wurden. Hier stimmt alle. Bild, Musik, Spannung, Tempo hat genau meinen Geschmack getroffen.

Für mich ein großer Überraschungsfilm. Ich kannte weder den Regisseur noch irgend einen der Schauspieler

9/10


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 Betreff des Beitrags: Re: viereckige Augen
BeitragVerfasst: 07.07.2016 09:38 
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Himmelfahrtskommando El Alamein - Armando Crispino

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Alternativtitel: Mit Eichenlaub und Schwertern, Sullivan's Marauders
Originaltitel: Commandos
Herstellungsland: Deutschland, Italien
Erscheinungsjahr: 1968
Genre(s): Drama, Krieg
Originalsprache: Italienisch
Länge : 112 Minuten
Altersfreigabe: FSK 16
Drehbuch: Artur Brauner, Dario Argento, Menahem Golan
Produktion: Artur Brauner
Musik: Mario Nascimbene
Kamera: Benito Frattari
Schnitt: Daniele Alabiso
Darsteller: Lee Van Cleef, Jack Kelly, Giampiero Albertini, Marino Masé, Götz George, Pier Paolo Capponi, Ivano Staccioli, Marilù Tolo, Joachim Fuchsberger, Heinz Reincke, Helmut Schmid, Otto Stern



Ein Sondereinsatzkommando von italienisch stämmigen Alliierten wird im zweiten Weltkrieg mit einem Fallschirm über Afrika abgewogen. Sie sollen dort ein Wasserquelle der Italiener erobern, alle Italiener töten und diese durch eigene Leute ersetzten. Dieser Wasserquelle ist für den geplanten Angriff auf Nordafrika sehr bedeuten. Das Erobern klappt auch wunderbar, danach laufen die Dinger nicht mehr so am Schnürchen wie geplant. Die deutschen kommen mit Ihren Panzern vorbei und die Alliierten müssen Ihnen vorgaukeln sie seien die echten Italiener.

Der Angriff auf das Lager hat mir sehr gut gefallen, auch wenn ich wirklich Schwierigkeiten hatte zu unterscheiden wer zu wem gehört, da alle dieselbe Uniform trugen. Lee Van Cleef, Götz George und auch Heinz Reincke sind sehr überzeugen in Ihren rollen. Prinzipiell war dieser Film interessant gemacht. Auch gibt es ein paar Schöne Szenen in dem z.B. Lee Van Cleef seine Leute beim Trinken mit den Deutschen durch ein Loch im Fußboden beobachtet. An eine Musik kann ich mich nicht mehr erinnern. Allerdings zog sich der Film ganz schön. So richtig packen und in seine Handlung ziehen konnte mich der Streifen leider nicht. Vielleicht funktioniert der Film in der stark gekürzten deutschen Fassung besser. Das werde ich aber so schnell nicht überprüfen
Bei der Recherche zu dem Film bin ich wieder auf eine neue Genrebezeichnung gestoßen. Habe davon noch nie gehört. Laut der englischsprachigen Wikipedia handelt es sich hierbei um ein Macaroni Combat oder Macaroni War Film.

5/10


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 Betreff des Beitrags: Re: viereckige Augen
BeitragVerfasst: 08.07.2016 11:28 
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Komm und sieh - Elem Germanowitsch Klimow

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DDR-Titel: Geh und sieh
Originaltitel: Иди и смотри
Produktionsland: Sowjetunion
Originalsprache: Russisch, Weißrussisch, Deutsch
Erscheinungsjahr: 1985
Länge : 146 Minuten
Altersfreigabe: FSK 16
Regie: Elem Germanowitsch Klimow
Drehbuch: Ales Adamowitsch, Elem Germanowitsch Klimow
Produktion: Mosfilm und Belarusfilm
Musik:Oleg Jantschenko, Wolfgang Amadeus Mozart
Kamera: Alexei Rodionow
Darsteller: Alexei Krawtschenko, Olga Mironowa, Liubomiras Laucevičius

Hier noch ein paar Poster:
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Besetztes Weißrussland 1943. Der geschätzt 14 jährige Junge Fljora gräbt aus längst verschütteten Schützengräben ein Gewähr und Munition aus und möchte sich den russischen Partisanen anschließen. Seine Mutter ist gar nicht erbaut über diese Entscheidung aber Fljora wittert das große Abenteuer. Im Wald bei den Partisanen angekommen beginnt er freudig das Soldatenspiel. Beim ersten Einsatz muss er allerdings zurückbleiben und seine guten Schuhe gegen Kaputte eines anderen Partisanen tauschen. Bedingt durch die ein Luftangriff und die Trennung von seiner Einheit macht er sich mit einem gerade kennengelernten Mädchen wieder nach Hause. Hier findet er aber keinen mehr vor. Die Bewohner seines Dorfes sind alle erschossen worden. Hier mit beginnt das kleine Abenteuer von Fljora in ein nicht enden wollendes Martyrium zu werden. Hierbei verändern sich sein Charakter und auch sein Aussehen. Er sieht später im Film um Jahre gealtert aus.
Dieser Film hat es in sich. Nach dem betrachten ist einem erstmal etwas schlecht. Es so bestial abscheulich, dass man oft seinen Augen nicht trauen kann. Man fängt an zu zweifeln ob dies wirklich passiert sein könnte. Indirekt bezieht sich der Film auf den Massenmord der SS-Sondereinheit Dirlewanger am 22. März 1943 an den Bewohnern des Dorfes Chatyn. Hier muss mal wirklich kommen und selbst sehen. Abseits des Schreckens ist dieser Film mit prächtigen Bildern inszeniert und auch die Soundtechnische Untermalung, wenn z.B Fljora auf der Suche nach seiner Familie in einen Wahn verfällt und alles um ihn herum nur noch Gedämpft wahrnimmt.
Würde hier mal das kleine aber feine Wort Meisterwerk hinterlassen wollen. Werde diesen Film wohl so schnell nicht mehr vergessen.

Sonstiges
Manche Szenen in dem Film wurden mit echter Munition gedreht. Dies macht den Beschuss durch ein MG noch bedrohlicher, weil man so eine realistische Darstellung von MG Feuer nicht gewohnt ist.
Kurzes Zitat aus der imdb: „Live ammunition was used in the film - in interviews, actor Aleksey Kravchenko has described actual bullets passing some 10 centimeters above his head.”

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 Betreff des Beitrags: Re: viereckige Augen
BeitragVerfasst: 11.07.2016 11:17 
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Das Schwert des gelben Tigers - Chang Cheh

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int. Titel: New One-Armed Swordsman
Originaltitel: 新獨臂刀
Produktionsland: Hongkong
Originalsprache: Mandarin
Erscheinungsjahr: 1971
Länge : 98 Minuten
Altersfreigabe: FSK 18
Regie: Chang Cheh
Drehbuch: Ni Kuang
Produktion: Runme Shaw
Musik: Chen Yung Yu
Kamera: Ting Hsiung Kuo
Schnitt: Kung Mu-To
Darsteller: David Chiang, Ti Lung, Li Ching, Ku Feng, Chen Sing

Sorry verwenden hier keine Namen. Ich kann mir asiatische Namen beim besten Willen nicht merken.
Ein Schwertkämpfer wird des Raubes von Gold beschuldigt und zum Duell herausgefordert. Er ist sich keiner Schuld bewusst und siegessicher nimmt er das Duell an. Fall er verlieren solle, schwur er sich den rechten Arm abzuschneiden und nie wieder ein Schert anzufassen. Es kommt wie es kommen muss. Er arbeitet als einarmiger Krüppel in einem Restaurant und lässt sich von den Gästen hänseln. Eines Tages kommt ein Schwerkämpfer in das Restaurant und erkennt die wahre Natur des Einarmigen. Er versucht sich mit dem Einarmigen anzufreunden… Rache!… So viel zu Handlung.
Das Schwertballett ist von der ersten bis zur letzten Minute beindruckend. Sehr stark fand ich direkt zu Beginn des Films wie er sich selbst den mit dem Schwert abschlägt, das Schwert wirft und seinen eigenen Arm an einen Baum pinnt. Auch die Charaktere sind durchweg sympathisch. Ein wahre Freude diesen Film zu schauen
Dieser Film ist der dritte Teil einer Trilogie. Ich habe die ersten beiden Teile nicht gesehen und haben nicht das Gefühl das die ersten Teile irgendetwas mit diesem zu tun haben. Dieser Film steht sehr eigenständig für sich selbst.
Gesehen auf Arte Cinema.
8/10

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 Betreff des Beitrags: Re: viereckige Augen
BeitragVerfasst: 13.07.2016 09:56 
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Treffer - Dominik Graf

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Produktionsland: Deutschland
Originalsprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 1984
Länge: 103 Minuten
Altersfreigabe: FSK 16
Regie: Dominik Graf
Drehbuch: Christoph Fromm
Produktion: Michael Hild
Musik: Dominik Graf (Lieder), David Knopfler, Stefan Melbinger
Kamera: Helge Weindler
Schnitt: Rolf Basedow
Darsteller: Maximilian Wigger, Dietmar Bär, Tayfun Bademsoy, Barbara Rudnik, Beate Finckh, Guido Gagliardi, Rainer Grenkowitz, Heinrich Schafmeister, Dieter Pfaff


Dies ist die Geschichte von drei Freunden. Ein dicker, clevere und wortgewandter (Franz), ein kleiner, südländischer, aufbrausender(Tayfun) und ein großer Stiller (Albi) bilden das Team der Motorradliebhaber. Zu beginnt des Filmes bekommt Franz ein Job als Sekretärin in der Autowerkstatt in dem auch die beiden anderen arbeiten. Sie denken, dies ist der beginn einer guten Zeit und Franz kann seine Schulden abbezahlen. Nach kurzer Zeit wird ihr Chef krank und die Firma wird nun von einem Arschloch verwaltet. Nach einer Schlägerei mit diesem verlieren Sie alle ihren Job und beschließen sich selbständig zu machen. Für das Startkapital schließen sie einen unseriösen Kredit ab, welcher sie in eine noch verzweifeltere Lage bringt. Nun beginnt die hoffnungslose Suche nach Geld.

Auch wenn mein Inhalt so klingt als wäre dies ein sehr dramatischer Film, liegt hier der Fokus eher auf Auto/Motorrad-rennen, Schlägereien und Wortgewandtheit. Besonders Dietmar Bär als Franz hat mir sehr gut gefallen. Hab ihm sehr gerne zugehört wenn er z.B. einer Frau ein Auto verkauft oder seinem Kreditinstitut erklärt, dass er jetzt ein Job als stellvertretender Geschäftsführer hat. Für mich auch ein ungewöhnlicher Anblick ein so jungen Dietmar Bär zu sehen. Kannte ihn bis dato nur aus neuere Produktionen und aus dem Kölner Tatort.
Ansonsten hat mir die Bildqualität der DVD etwas den Spaß genommen. Sah alles sehr matschig aus.
Insgesamt ein unterhaltsames Jugenddrama in dem sehr viel geraucht wird.

6/10


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 Betreff des Beitrags: Re: viereckige Augen
BeitragVerfasst: 26.07.2016 10:24 
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White Tiger

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Originaltitel: Belyy tigr
Herstellungsland: Russland
Erscheinungsjahr: 2012
Regie: Karen Shakhnazarov
Länge: 104 min
Altersfreigabe: FSK 16
Drehbuch: Aleksandr Borodyanskiy, Karen Shakhnazarov
Produktion: Galina Shadur, Karen Shakhnazarov
Musik: Yuriy Poteenko, Konstantin Shevelyov
Kamera: Aleksandr Kuznetsov
Schnitt: Irina Kozhemyakina
Darsteller: Gerasim Arkhipov, Aleksandr Vakhov, Vilmar Bieri, Dmitriy Bykovskiy-Romashov, Vitaliy Dordzhiev, Valeriy Grishko, Klaus Grünberg, Vladimir Ilin, Dmitri Kaljazin, Yuriy Kirshev, Vitaliy Kishchenko, Karl Kranzkowski


Nach einer verlorenen Panzerschlacht wird in einem der ausgebrannten Wracks ein überlebender Panzerfahrer gefunden. 90% seiner Körperoberfläche ist verbrannt und er kann sich nicht erinnern wer er ist. Wie ein Wunder erholt er sich schnell von diesen Verletzungen.
Er berichtet, dass ein einzelner weißer Tiger-Panzer das Massaker angerichtet hat. Später auf einem Panzerfriedhof erzählen ihm andere zerstörte Panzer ihre Todesgeschichten. Er sagt er ist auserwählt vom Panzergott, der mit seinem goldenen T34 durch den Himmel fährt, den weißen Geistertiger zu jagen. Nun beginnt die Jagt.
Kein perfekter Film auch ist die Handlung etwas flach, aber trotzdem mir hat diese Mischung aus Mystery und Kriegsfilm sehr gut gefallen. Alles ein wenig anders als man es aus anderen Kriegsfilmen kennt. Mir hat auch sehr gut gefallen, dass hier der Fokus auf Panzerschlachten liegt. Die meisten anderen Kriegsfilme zeigen ja eher Kämpfe von Infanteristen.

Wer was authentisches sucht ist hier definitiv falsch.
7/10



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Basiert wohl auf dem Buch von Ilya Boyashov

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 Betreff des Beitrags: Re: viereckige Augen
BeitragVerfasst: 17.08.2016 22:39 
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Smog – Wolfgang Petersen

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Produktionsland: Deutschland
Originalsprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 1973
Länge :86 Minuten
Altersfreigabe: FSK 6
Regie: Wolfgang Petersen
Drehbuch: Wolfgang Menge
Produktion: Peter Märthesheimer
Musik: Nils Sustrate
Kamera: Jörg-Michael Baldenius, Günter Kiesling
Schnitt: Liesgret Schmitt-Klink
Besetzung: Marie-Luise Marjan, Wolfgang Grönebaum, Heinz Schacht, Michaela Henner, Hans Schulze, Doris Gallart, Edda Pastor, Wolff Lindner, Rudolf Jürgen Bartsch

Es sind die 70er wir befinden uns im Ruhrgebiet. Wetterbedingt entsteht eine immer größere Smogglocke. Erst Smogalarm eins und etwas später zwei.
In dem Film werden alle Punkte eines Smogalarmes durchgespielt und zeigt wie verschiedene Menschen damit umgehen. Die Geschichte wird anhand von vielen kleinen Geschichten erzählt. Die Familie bei dem das Baby immer kränker wird. Der Nachtbar der meint bei Schlimmstem Smog noch seinen Müll im Garten zu verbrennen zu müssen und immer wieder Autofahrer.
Das meiste geschieht allerdings in Fernsehbeiträgen, welche die Ursachen und auch die Folgen des Smogs erklären und begleiten.
Ich fand den Film jetzt nicht sonderlich spannend, allerdings durch seine ungewöhnliche Machart trotzdem sehr spannend. Außerdem ist die Pottsprache und auch der Pott der 70er wunderschön dargestellt. Erinnert hat mich der Film irgendwie an die Schulfilme dich ich damals in der Schule auf VHS im Bio oder Physik-Unterricht gesehen habe
7/10

Habe den Film von dieser DVD ofdb gesehen.

Bildqualität war leider ziemlich Matsche.

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 Betreff des Beitrags: Re: viereckige Augen
BeitragVerfasst: 08.11.2016 12:23 
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Wir - Vojtech Jasný

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Produktionsland: Deutschland
Originalsprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 1982
Länge :98 Minuten
Altersfreigabe:
Regie: Vojtech Jasný
Drehbuch: Claus Hubalek
Produktion: Gregor Mager
Musik: Jan Novák
Kamera: Martin Strauß, Norbert Zinkand
Schnitt:
Besetzung: Dieter Laser, Sabine von Maydell, Heinz Moog, Susanne Altschul, Giovanni Früh, Gert Haucke, Wolfgang Kaven, Dieter G. Knichel, Kurt Lambrigger, Marga Maasberg, Joachim Dietmar Mues, Hanna Ruess,

Ich diktiere wortwörtlich was ich in der heutigen Staatzeitung lese: In 120 Tagen ist unser erstes Raketenflugzeug ‚INTEGRAL‘ vollendet. Es naht die große, historische Stunde, da sich der ‚INTEGRAL‘ in den Weltraum aufschwingen wird. Vor einen Jahrtausend haben eure heroischen Vorfahren diesem Planeten dem einzigen Staat untertan gemacht. Ihr seid es, dessen glasender, feuerspeiender Integral, die unendliche Gleichung des Alls integrieren wird. Eure Aufgabe ist es jene unbekannten Wesen, die auf anderen Planeten vielleicht noch in dem unzivilisierten Zustand der Freiheit leben unter das segenreiche Joch der Vernunft zu beugen. Sollten Sie nicht begreifen, dass wir ihnen ein mathematisches, fehlerfreies Glück bringen, haben wir die Pflicht sie zu einem glücklichen Leben zu zwingen. Doch bevor wir zu den Waffen greifen wollen wir es mit dem Wort versuchen.

Der TV-Film beginnt mit diesen einleitenden Worten, die diesen Film schon ganz gut beschreiben. Ein düstere Dystopie, in der alle per Gesetzt glücklich sind. Gefühle und Gedanken sind hinderlich. Ich Spoiler hier wohl nicht, dass dieser Zustand nicht allen gefällt.

Mit einfachen Mitteln wird hier ein Glaubwürdiges Setting geschaffen. Alle Möbel und Wände sind durchsichtig. Lediglich wenn man gebucht wird (SEX) fahren für eine bestimmte Zeit Lamellen an den Wänden herunter. Alles wird gleichzeitig gemacht. Jeder steht zur selben Minute auf, ist zur selben Minute auf Arbeit und selbst Sex ist zu bestimmten Zeiten eingeteilt. Beim Essen sitzen alle nebeneinander, führen gleichzeitig den Löffel zum Mund und ein Metronom hilft das Kauen zu synchronisieren.
Wie an den einleitendem Text zu erkennen sehr, der Film lebt von Monologen und Dialogen die mehr mit Schrift als mit Sprache zu tun haben. Wirklich ein besonderer Film.

Schade das es keine DVD Auswertung gibt. Hab den Film aus youtube gesehen.

7/10



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Buch Cover
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 Betreff des Beitrags: Re: viereckige Augen
BeitragVerfasst: 18.11.2016 12:52 
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Das unsichtbare Mädchen - Dominik Graf

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Produktionsland: Deutschland
Originalsprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 2011
Länge :105 Minuten
Regie: Dominik Graf
Drehbuch: Friedrich Ani, Ina Jung
Produktion: Dagmar Rosenbauer, Gloria Burkert, Andreas Bareiß
Musik: Sven Rossenbach, Florian van Volxem
Kamera: Michael Wiesweg, Hendrik A. Kley
Schnitt: Claudia Wolscht
Besetzung: Elmar Wepper, Ulrich Noethen, Ronald Zehrfeld, Silke Bodenbender, Anja Schiffel, Tim Bergmann, Lisa Kreuzer, Thomas Lawinky, Christine Zart, Peter Harting, Michael Lerchenberg, Victoria Sordo, Elisa Schlott, Hildebrand Schleipfer

Tanner hat sich versetzen lassen von Berlin nach Bayern an die tschechische Grenze. Auf dem Weg in seine alte Heimat überfährt er fast eine Leiche. Er bricht seine Heimfahrt ab und fängt an den Fall zu untersuchen. Der Polizeichef der örtlichen Wache hat aber schon nach einen Tag den alkoholkranken Mann dieser Frau der Tat überführt, woraufhin sich der Mann in seiner Zelle erhäng. Ihm kommt das reichlich komisch vor, da das Opfer Zeugin eines neun Jahre alten Falls ist bei dem ein 8 Jähriges Mädchen verschwunden ist. Außerdem glauben viele im Dorf, dass das Mädchen noch lebt. Aus seine Jagt nach der Wahrheit legt er sich mit wesentliche mächtigeren Personen an als er auch nur entferntesten erahnen kann.

Der Film fängt an wie ein typischer TV-Krimi, er gibt Ermittler und eine Leiche. Der Auftrag scheint klar, aber mich hätte schon der Anfang stutzig machen sollen, als ein kleines Mädchen im Bikini mit einem Hula Hoop Reifen, direkt neben einem Plakat einer Erotikmesse spielt. Ihr Spiel sieht in etwa so aus, als würde sie in einer stripty bar tanzen. Allerdings wenn die Gewaltspirale immer weiter anzieht, weiß man das hier etwas faul ist mit dem Sonntagsabendprogramm. Spätestens dann wenn Tanner nur mit dem Kopf aus dem Erdreich ragend den Wildschweinen zum Fraß vorgeworfen wird ist man sich dieser Tatsache bewusst. Spannender, schonungsloser Thriller.
Ganz gut gefallen hat mir das Nebengeschichten nur angedeutet werden. Denn auch Tanner hat eine Vorgeschichte, dir nur in Fetzen immer wieder aufkommt. Was da genau gewesen war, dass bleibt der Fantasie des Zuschauers überlassen
Jedeglich die schnellen Kameraschwenks und das Rumgezoome empfand ich als etwas anstrengend.




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 Betreff des Beitrags: Re: viereckige Augen
BeitragVerfasst: 21.11.2016 08:54 
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Die Halde - Rainer Erler

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Produktionsland: Deutschland
Originalsprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 1975
Länge : 90 Minuten
Regie: Rainer Erler
Drehbuch: Rainer Erler
Produktion: Rainer Erler
Musik: Eugen Thomass
Kamera: Wolfgang Grasshoff
Schnitt: Hilwa von Boro
Besetzung: Angelika Bender, Ekkehardt Belle, Hans Hermann Schaufuß, Cordula Trantow, Bruni Löbel, Alexander May, Kurt Sowinetz, Erica Schramm, Willy Semmelrogge
DVD-Release: fehlt


Tom hat seine Schule abgeschlossen und geht vor dem Beginn seines Studiums auf Wanderschaft. Dabei begegnet er Lizzi, die ihm sofort begeistert ihre Straße, zum Sonnengrund, zeigt. Eine Mülldüne hat schon Teile der Straße gefressen und droht die ganze Straße zu fressen. Die Bewohner scheinen dieser Gefahr zu verdrängen und genießen den Abend im Garten. Die Schuld, dass in ihrem Garten nichts mehr wächst wird auf die Fremden geschoben, aber auch sonst scheinen sie ihren Frust über die Situation eher an ihren Nachbarn auszutragen anstatt, das wirkliche Problem den Müll zu erkennen.
Die Bewohner sind alle auf sympathische Weise überzeichnet und Tom, der in diese Welt fällt, kann kaum fassen was er hier sieht. Lizzis Lieblingsplatz ist eine nasse Matratze direkt an der Düne, auf der man in jeder Minute von einem die Düne herunterrollendem Auto erschlagen werden könnte. Ein Nachtbar geht zum Angeln mit seinem Köcher immer zu einem See um die toten Fische zum Verspeisen einzusammeln.
Optisch wird hier auch einiges geboten, Müll überall der besonders Bedrohlich wird, wenn ein Sturm ausbricht und die Bäume voller Papier und Plastiktüten hängen.
Ein Film der gnadenlos und schonungslos die Wegwerfgesellschaft anspricht, allerdings auch Themen wie Fremdenhass und Intoleranz behandelt und einen dabei immer wieder schmunzeln lässt. Gerade jetzt wieder hochaktuell. Auf jeden Fall eine Empfehlung!


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 Betreff des Beitrags: Re: viereckige Augen
BeitragVerfasst: 22.11.2016 11:27 
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Im Zeichen des Kreuzes - Rainer Boldt

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Produktionsland: Deutschland
Originalsprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 1983
Länge: 103 Minuten
Regie: Rainer Boldt
Drehbuch: Rainer Boldt, Hans Rüdiger Minow
Produktion: Common-Film, Berlin für WDR und SFB
Musik: Jens Peter Ostendorf
Kamera: Karl Kases
Schnitt: Elke Boisch
Besetzung: Wigand Wittig, Renate Schroeter, Mathias Nitschke, Karl-Heinz von Hassel, Antje Hagen, Johanna Rudolph, Gunnar Möller, Rainer Christian Mehring, Werner Schwuchow, Hermann Zause, Jo Bolling

DVD: viele Extras inclusive der Fernsehansprache vor dem Film. Bildqualität ausbaufähig aber okay.

Die deutsche "The Day After"-Variante

In dem TV-Film geht es darum, dass LKW-Castor-Transporter auf dem Weg durch Niedersachsen in einem kleinen Ort mit einen Benzintanker zusammen stößt und Explodiert. Die Bewohner des Ortes wissen nicht so recht was mit ihnen passiert. Hilfe bekommen sie auch keine. Der Ort wird großflächig abgesperrt und es wird gewartet bis die Einwohner sterben. Ein Ehepaar hat in dem Ort ihren Sohn für eine Woche abgeliefert um auf dem Rückweg die Katastrophe hautnah mitzuerleben. Zurück in Ihrem Heimatort werden sie sofort verhaftet und unter Quarantäne gestellt. Im weiteren Verlauf des Filmes versuchen sie zu fliehen und zu ihrem Sohn zu kommen. Dieser sitzt mit anderen Betroffenen eingepfercht in der örtlichen Kirche und erlebt wie die Leute immer mehr unter Strahlenkrankheit leiden.

Gut aufgenommene Schreckensvision der Zukunft die damals in den 80er nicht so unwahrscheinlich war wie heute. Natürlich hat es nicht komplett an Brisanz verloren aber hat auch nicht mehr die Brisanz wie im Kalten Krieg. Die Handlung ist spannend und hält am Ball, leider sind die Schauspielerischen Leistungen manchmal etwas schwach und der Ton wirkt wie schlecht synchronisiert. Schade eigentlich, währen die genannten Punkte besser umgesetzt, wäre es ein richtig guter Film. Das der Film in verschiedenen Punkt wie z.B. Ursache des Unfalls oder das Verhalten der Bundeswehr nicht plausibel ist, empfand ich als nicht so dramatisch.

Spannend finde ich noch die Produktionsgeschichte des Films. Die Produzenten von den öffentlich rechtlichen hatten angefragt ob sie echte ABC-Schutzkleidung für den Film ausleihen könnten. Dies wurde abgelehnt mit der Begründung man dürfe die Bevölkerung nicht in Angst versetzen. Die Ausstrahlung wurde durch die Politik wegen Angstschürerei auf der ARD verhindert. Verteidigungsminister Manfred Wörner erklärte in einem offenen Brief, dass die Sendeanstalten mit dieser Produktion die grundgesetzlich zugesicherte Pressefreiheit überschritten hätten.
Schließlich wurde der Film dann einen Monat später auf dem WDR und dem NDR gezeigt.

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 Betreff des Beitrags: Re: viereckige Augen
BeitragVerfasst: 09.12.2016 23:58 
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Rainer Erler - Fleisch
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Produktionsland: Deutschland
Originalsprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 1979
Länge : 114 Minuten
Altersfreigabe: FSK 16
Regie: Rainer Erler
Drehbuch: Rainer Erler
Musik : Eugen Thomass
Kamera: Wolfgang Grasshoff, Wolf Bachmann
Schnitt: Hilwa von Boro
Besetzung: Jutta Speidel, Wolf Roth, Charlotte Kerr, Christoph Lindert, Bob Cunningham, Tedi Altice, Ben Zeller, Ronnie Lee Williams: Sänger


Irgendwie verstecken sich in der deutschen Fernsehlandschaft doch so einige Perlen. Ein äktschenreicher ZDF-Thriller sieht man ja nicht alle Tage

Monica ist in den Flitterwochen in den USA unterwegs. Irgendwann unterwegs wird in einem dubiosen Motel ihr Mann von einem Krankenwagen entführt und sie kommt nur um Haaresbreite davon. Auf ihrer panischen Flucht lässt sie sich von einem Trucker mitnehmen mit dem sie sich schnell anfreundet. Zusammen gehen sie zurück zum Motel und versuchen die Ursache der Entführung zu finden.

Der Film der in Deutschland nur für den TV gedacht war, hat es in anderen Ländern ins Kino geschafft. In der DDR lief er 1981 in einer leicht gekürzten Version auch im Kino.
2008 versuchte Pro7 sich an einem Remake, welches ich persönlich allerdings nicht kenne.

Ein spannender Thriller mit einer priese Roadmovie.
Habe nur sehr wenige Details, die mir nicht so wirklich gefallen habe. Zum Beispiel empfand ich die Motelbesitzerin und auch den Zivilpolizisten nicht sehr glaubwürdig. Aber das sind eher Kleinigkeiten.

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 Betreff des Beitrags: Re: viereckige Augen
BeitragVerfasst: 13.12.2016 09:55 
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Operation Ganymed - Rainer Erler

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Produktionsland: Deutschland
Originalsprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 1977
Länge : 118 Minuten
Altersfreigabe: FSK 12
Regie: Rainer Erler
Drehbuch: Rainer Erler
Musik: Eugen Thomass
Kamera: Wolfgang Grasshoff
Schnitt: Hilwa von Boro
Besetzung: Horst Frank, Dieter Laser, Jürgen Prochnow, Uwe Friedrichsen, Claus Theo Gärtner, Vicky Roskilly, Wolf Mittler

Premiere: 11. Dezember 1977 im ZDF
Kino: 30. Mai 1980 als Helden – Verloren im Staub der Sterne

Es kalte Krieg tobt. Drei NASA ein ESA und ein Roskosmos Astronaut kommen von einer mehr oder weniger gescheiterten „Friedensmission“ von dem Jupitermond Ganymed zurück. Zwei von drei Raumschiffen sind unterwegs verloren gegangen. Da auf der Erde nach über zwei Jahren Funkstille keiner mehr mit der Ankunft des Raumschiffes rechnet gelingt es den fünf Astronauten nicht, eine Funkverbindung herzustellen. Aus der not heraus führen sie eine eigenmächtige Landung auf der Erde durch und landen dabei an einer Wüstenmeeresküste. Da keiner ihre Ankunft bemerkt hat begeben Sie sich auf die beschwerliche Reise mit viel zu wenig Wasser durch die Wüste. Auch haben sie keine Ahnung wo sie sich befinden und welche Richtung die beste ist.
Beim Betrachten des Filmposters habe ich eine Space-Opera erwartet, aber ganz was anderes bekommen. Hier geht es nicht um strahlende Helden die fremde Welten entdecken, sondern viel mehr was mit Menschen passiert die unter Extrembedingungen gestellt werden. Was ihre langjährige psychologische Ausbildung wert ist, falls sie um ihr Überleben kämpfen. Extrem dreckig und hässlich fantastisch gespieltes Charakterkino untermauert durch fast psychedelische Gedankengänge der Protagonisten.
Dystopisch, melancholisch, psychedelisch, fantastisch.
8/10 Punkten

DVD gibts von EuroVideo. Im Kommentar der ofdb steht: "Als Master dürfte eine unrestaurierte ZDF-Fassung hergehalten haben - am Ende des Abspanns erscheint: "Im Auftrag des ZDF".


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 Betreff des Beitrags: Re: viereckige Augen
BeitragVerfasst: 14.12.2016 22:47 
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Anders als du und ich (§ 175) - Veit Harlan

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Produktionsland: BRD
Originalsprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 1957
Länge: 91 Minuten
Altersfreigabe: FSK 18
Regie: Veit Harlan
Drehbuch: Felix Lützkendorf
Wissenschaftliche Beratung: Hans Giese
Produktion: Arca-Filmproduktion GmbH (Gero Wecker)
Musik Erwin: Halletz, Oskar Sala
Kamera: Kurt Grigoleit
Schnitt: Walter Wischniewsky
Darsteller: Christian Wolff, Paula Wessely, Paul Dahlke, Hans Nielsen, Ingrid Stenn, Friedrich Joloff, Herbert Hübner, Kurt Vespermann, Hilde Körber, Gunther Theil, Paul Esser
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Kein von vorn bis hinten spannender Film, aber durchaus interessant ist er auf jeden Fall. Außerdem sind Gerichtsverhandlungen mit Gesetzen die heute der Vergangenheit angehören für mich lehrreich und ein großes Vergnügen
Hier geht es um den Sohn Klaus der Familie Teichmann der gerade sein Abitur macht. Die große Sorge der Eltern besonders des Vaters ist, dass sich der Sohn mit 18 Jahren nie mit Frauen trifft sondern jeden Tag bei einem Schulkollegen rumhängt. Zwischen den beiden passiert noch nichts konkretes, sie interessieren sich nur beiden für abstrakte Kunst und elektronische Musik, allerdings kann man die Anziehung der beiden förmlich spüren. Immer wieder gibt es zärtliche Berührungen, die dann aber wieder zurückzucken.
Bei den Teichmanns wohnt auch noch ein Flüchtling als Haustochter. Dies sieht gut aus und ist um die 20 Jahre alt. Die Mutter versucht sie zu überreden ihren Sohn zu verführen um ihn von seiner Homosexualität zu heilen.

Sonstiges:
Veit Harlan versucht sich mit diesem Film nach seinen Propagandafilmen im dritten Reich zu rehabilitieren. Er wollte ein Werk schaffen, dass für die damaligen Verhältnisse zu Verständnis und gegen Homophobie steht. Auch wollte er ein Film schaffen, der sich gegen die im dritten Reich verschärfte Fassung des $175 ausspricht. Der $175 stellte sexuelle Handlungen zwischen Personen männlichen Geschlechts unter Strafe. Dies wurde aber verhindert und unter großem Druck musste er den Film umschneiden und ist nun so homophob wie es die Öffentlichkeit wollte.
Beim Start des Filmes gab es wohl reichlich Proteste, allerdings nicht weil der Film die Homosexualität kritisiert. Es waren hauptsächlich Künstler und Musiker der abstrakten Kunst und der elektronischen Musik, die nicht mit Homosexualität in einen Topf geworfen werden wollten.

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 Betreff des Beitrags: Re: viereckige Augen
BeitragVerfasst: 03.01.2017 11:42 
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Eolomea - Herrmann Zschoche

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Produktionsland: DDR
Originalsprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 1972
Länge: 82 Minuten
Altersfreigabe: FSK 6
Regie: Herrmann Zschoche
Drehbuch; Angel Wagenstein, Herrmann Zschoche, Willi Brückner
Produktion: DEFA
Musik: Günther Fischer
Kamera: Günter Jaeuthe
Schnitt: Helga Gentz
Besetzung: Cox Habbema, Iwan Andonow ,Rolf Hoppe, Wsewolod Sanajew, Petar Slabakow, Wolfgang Greese, Holger Mahlich ,Benjamin Besson, Evelyn Opoczynski, Heidemarie Schneider

Nach und nach verschwinden 8 Raumschiffe, daraufhin wird ein allgemeines Flugverbot für Raumschiffe auf unbestimmte Zeit verhängt. Zudem bricht der Funkkontakt zur Raumstation „Margot“ zusammen. Alles könnte mit den merkwürdigen Morsesignalen, die alle 25 Jahre vom Sternbild Cygnes ausgehen und das Wort Eolomea ergeben zusammenhängen. Maria Scholl macht sich auf den Weg zur Raumstation Margot, um das Geheimnis zu Lüften.
Für mich ist die interessanteste Figur des Films der Kapitän der Raumstation Daniel Lagny, gespielt von Iwan Andonow und synchronisiert von Manfred Krug. Kein Bock mehr auf die Arbeit im All und immer einen prächtigen Spruch auf den Lippen. Seine Dialoge mit seinem Kollegen haben mir am ganzen Film am meisten Spaß gemacht. Ansonsten ist die Handlung etwas ruppig und holprig erzählt, immer wieder fragte ich mich wo sich die Handelnden gerade aufhalten und wie das alles zusammenpasst. Mit etwas Puzzlegeschick lässt sich zwar alles zusammenbauen aber der Film macht es einem trotzdem nicht leicht der Handlung zu folgen.
Der psychedelische Look und die prächtigen Kulissen und Miniaturen werten den Film um einiges auf. Würde den Film gerne mal im originalen 70mm ORWO Format im Kino betrachten. Ich glaube dann wirkt der Film nochmal ganz anders. Mir stand „nur“ eine wirklich gut aussehende mdr hd Aufnahme zur Verfügung. (siehe Bilder unten)

6/10 (wenn einem die holprige Handlung nicht stört locker 8/10)


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