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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Post subject: Re: DAS GESICHT IM DUNKELN - Riccardo Freda
PostPosted: 21.01.2015 23:15 
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Richie Pistilli wrote:
Leider fällt die Spielzeit der bezaubernden Frau Lee zeitlich mal wieder etwas sehr dünn aus

Das ist zwar immer schade, wenn man Margaret Lee nur kurz betaunen darf, aber in diesem Falle ist die straffe Rolle ja unbedingt erforderlich gewesen, um die nötige Grundspannung aufrecht zu erhalten und Zweifel zu schüren. Ein paar Rückblenden hätten allerdings sicherlich drin sein können! ;)

Richie Pistilli wrote:
www.youtube.com Video from : www.youtube.com

Das Titel-Thema halte ich für eines der besten überhaupt, höre ich unwahrscheinlich gerne! Wie der Rest der Musik von Nora Orlandi ist das schon absolute Spitzenklasse! Für Edgar-Wallace-Verhältnisse war die musikalische Begleitung bis dahin ohnehin beispiellos, "Stecknadel" und "Halbmond" reihen sich hier mühellos ein.


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 Post subject: Re: DAS GESICHT IM DUNKELN - Riccardo Freda
PostPosted: 22.01.2015 19:02 
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Prisma wrote:
Ein paar Rückblenden hätten allerdings sicherlich drin sein können! ;)


Das wäre wohl das Mindeste gewesen.... :evil: ;)
Hätte mir gerne ein wenig mehr Spielzeit für die Dame erwünscht. Aber noch viel schlimmer empfand ich die gleichfalls sehr knapp bemessene Spielzeit in einem meiner absoluten Lieblingsfilme:



Hatte den Film im letzten Jahr zum ersten Mal gesehen und war auch hinsichtlich des Auftritts von Margaret Lee im Voraus sehr gespannt.... aber dann folgte dort fast das gleiche Spielzeitfiasko :( (nur ihr Abgang war viel derber insziniert ;) )

Im Zuge meiner momentanen Auffrischung bereits gesehener Italo-Streifen, wurde aber bereits Killer sind unsere Gäste der vorsortierten Filmauswahl beigefügt und dann gibt es Miss Lee auch bald wieder im vollem zeitlichen Umfang zu bestaunen :)



Prisma wrote:
Das Titel-Thema halte ich für eines der besten überhaupt, höre ich unwahrscheinlich gerne! Wie der Rest der Musik von Nora Orlandi ist das schon absolute Spitzenklasse!


Das unterschreibe ich blind :good: Beide Themen erklingen bei mir sehr häufig aus den Boxen, wobei ich das Titel-Thema auch ein wenig beachtlicher finde. Gänsehaut-feeling pur :ggg55:


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 Post subject: Re: DAS GESICHT IM DUNKELN - Riccardo Freda
PostPosted: 22.01.2015 22:55 
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Richie Pistilli wrote:
aber dann folgte dort fast das gleiche Spielzeitfiasko

In "Killer sind unsere Gäste" wird man in dieser Beziehung garantiert nicht enntäuscht werden, Margaret Lee und der Film hinterlassen einen hervorragenden Eindruck.

Was die kurzen Gast-Rollen insbesondere in italienischen Filmen angeht, sind die gar nicht so sehr zu unterschätzen. Klar, wenn man jemanden sehr gerne sieht und das Vergnügen schnell beendet ist, denkt man unweigerlich an etwas mehr Screentime. Allerdings mochte ich diese in der Regel exponierten Rollen schon immer sehr gerne, weil sie den Star-Bonus nochmals besonders in den Vordergrund heben und sie bleiben meistens doch ganz deutlich in Erinnerung. Daher habe ich diese Rollen immer als eine Art Privileg für Darsteller und Zuschauer empfunden und daher geht das in "Das Gesicht im Dunkeln" schon in Ordnung, genau wie zum Beispiel bei Nadja Tiller in dem gerade von dir besprochenen "Das Geheimnis des gelben Grabes". Solche Auftritte sind trotz der überschaubaren Dauer wie eine Versicherung für fulminante (Selbst-)Inszenierungen des jeweiligen Stars.


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 Post subject: Re: DAS GESICHT IM DUNKELN - Riccardo Freda
PostPosted: 23.01.2015 00:35 
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 Post subject: Re: DAS GESICHT IM DUNKELN - Riccardo Freda
PostPosted: 03.11.2016 18:18 
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● MARGARET LEE als HELEN ALEXANDER in
DAS GESICHT IM DUNKELN (D|I|1969)



Riccardo Fredas Edgar-Wallace-Beitrag "Das Gesicht im Dunkeln" wartet mit einer Reihe von unterschiedlich angelegten Frauenrollen auf, von denen allerdings auf ihre bestimmte Art und Weise jeweils eine Bedrohung für den Protagonisten der Geschichte ausgeht. Wie jede ihrer Kolleginnen, hat auch Margaret Lee eine sehr kurze Erscheinungsdauer, doch kommt gerade ihr das Privileg der Dramaturgie zu, die Geschichte aus dem Off zu dominieren. Helen Alexander kam ganz offensichtlich bei einem fingierten Autounfall ums Leben, doch gewisse Anzeichen deuten darauf hin, dass sie möglicherweise noch am Leben ist. So sieht ihr Ehemann John sie beispielsweise in einem Pornofilm, der nach ihrem tödlichen Crash gedreht worden sein muss. Von handwerklicher Seite wurden somit etliche von Helens Markenzeichen mit in die Szenerie integriert, die beim Zuschauer ebenfalls Zweifel aufkommen lassen. Die Strategie, eine totgeglaubte Person quasi wie einen dunklen, aber stets präsenten Schatten über dem Szenario schweben zu lassen, hat sich so gut wie immer als effektives Stilmittel herausstellen können und die Suche nach dem Phantom kann beginnen, somit das Elixier eines Films bilden, so wie hier auch. Helen Alexander wird trotz ihrer wenigen Szenen schnell und nachhaltig integriert und charakterisiert, zu diesem Zweck kommt es der Produktion zugute, eine überzeugende Expertin wie Margaret Lee mit an Bord zu haben. Nach dem 1966 entstandenen "Das Rätsel des silbernen Dreieck", in dem sie ebenfalls eine kürzere Rolle hatte, sieht man interessiert bei ihrem Wallace-Ausstand zu, den sie perfekt löst, da die Rolle optimal skizziert wurde. Ihre erste Szene ist wegweisend und bezeichnend für das momentane Verhältnis zu ihrem Mann, denn die attraktive Millionärin lässt sich in der Badewanne von ihrer Freundin Liz verwöhnen und man spricht ganz offen darüber, dass die Trennung unmittelbar bevorsteht.

Schnell wird der Zuschauer mit weiteren Informationen durch Helens Stiefvater versorgt, der ihren Egoismus, ihre Wesenskälte und Eigenwilligkeit hervorhebt und im Endeffekt nicht gerade schmeichelhaft von ihr spricht. Dass man auch über die Vermögensverhältnisse aufgeklärt wird, liefert gleichzeitig ein Blanko-Motiv für den später folgenden tödlichen Unfall, der ganz nach Wallace-Manier mörderische Hintergründe hat. Trotz weniger Szenen Margaret Lees kann man von einer gut strukturierten Rolle sprechen, die ihre Schlüsselmomente gebündelt und flüssig hervorbringt. Ein Gespräch zwischen Helen und John beim Pferderennen charakterisiert die momentane Ehe-Situation sehr gut, man spricht offen über ihre Freundin und das Verhältnis zu seiner Sekretärin, aber auch darüber, dass es zu einem Schlussstrich kommen wird. Vor allem hier zeigen sich die Kompetenzen der Margaret Lee sehr gut. In ihrem Verhalten zeigt sich ein Ausdruck von Rücksichtslosigkeit und Kälte, beinahe sachlich und emotionslos erklärt sie ihrem Mann die neuen Voraussetzungen und nennt bei dieser Gelegenheit Liebe und Finanzen gleichzeitig in einem Atemzug. Im Grunde genommen wird eine ganz klassische Schablone des Krimi, beziehungsweise eine Form der Opferrolle bedient, denn Verbrecher und Verbrechen werden förmlich vom Opfer selbst herausgefordert. Der Kreis der Verdächtigen hält die Erinnerung an die jeweilige Person schließlich am Leben und hier ist es sogar Helen selbst, da sie trotz ihres Verschwindens omnipräsent bleibt. So ist letztlich zu sagen, dass Margaret Lee ihre feine Schlüsselrolle sehr nachhaltig und überzeugend prägt, weil sich das anvisierte, verwirrende Element über sie entfalten kann. Übrigens sollte hier auch nicht unerwähnt bleiben, dass man Margaret Lee in "Das Gesicht im Dunkeln" in einer geheimnisvollen Schönheit zu sehen bekommt, wie sie vielleicht kein zweites Mal in dieser Auffälligkeit wahrzunehmen war. Zweifellos einer ihrer interessantesten Auftritte!


➥ MARGARET LEE


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 Post subject: Re: DAS GESICHT IM DUNKELN - Riccardo Freda
PostPosted: 03.11.2016 18:39 
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Daneben der Franco.

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 Post subject: Re: DAS GESICHT IM DUNKELN - Riccardo Freda
PostPosted: 03.11.2016 18:55 
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Sieht gut aus Sid! :)


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 Post subject: Re: DAS GESICHT IM DUNKELN - Riccardo Freda
PostPosted: 16.08.2018 22:54 
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Der erste Italo-Wallace (für mich der letzte).
Klaus Kinski einmal nicht als Wahnsinniger, als "Irrer vom Dienst", sondern hier als der, der in den Wahnsinn getrieben werden soll, das ist schon einmal top.
Bei den Damen haben wir hauptsächlich Christiane Krüger und Annabella Incontrera, die das Auge erfreuen.
Dazu die Interieurs im schicken 60er-Stil - für die Augen gibt's also jedenfalls genug.
Nora Orlandi sorgt mit einer Mischung aus klassischem 60s-Jazz und zwei Pop-Melodien/Lieder, die sie selbst singt, für ein angenehmes Feeling.
So weit, so gut, so schön.
ABER: Es fehlt komplett an Spannung, die Story präsentiert sich noch löchriger, als man es von einem Giallo gewohnt ist und die Inszenierung pendelt zwischen recht ordentlich und sehr schwach.
Natürlich könnte das z.T. auch an der Kürzung der deutschen Fassung von immerhin 10 Minuten liegen.
Aber so kommt der Film in Summe in keiner Hinsicht über den Durchschnitt hinaus.
Das Ganze ist und bleibt ganz nett, langweilt nicht, aber mehr auch nicht.
5-6/10


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 Post subject: Re: DAS GESICHT IM DUNKELN - Riccardo Freda
PostPosted: 17.08.2018 17:13 
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Richie Pistilli wrote:
Prisma wrote:
Ein paar Rückblenden hätten allerdings sicherlich drin sein können! ;)

Das wäre wohl das Mindeste gewesen.... :evil: ;)


Prisma wrote:
In "Killer sind unsere Gäste" wird man in dieser Beziehung garantiert nicht enntäuscht werden, Margaret Lee und der Film hinterlassen einen hervorragenden Eindruck.


Wenn ich dazu noch einen weiteren Film anführen dürfte, in dem Margaret Lee relativ viel Screentime hat: DER BASTARD


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 Post subject: Re: DAS GESICHT IM DUNKELN - Riccardo Freda
PostPosted: 17.08.2018 20:19 
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Sbirro Di Ferro wrote:
Wenn ich dazu noch einen weiteren Film anführen dürfte, in dem Margaret Lee relativ viel Screentime hat: DER BASTARD

DER BASTARD zählt auch zu den Filmen, die gefühlt einmal im Jahr über meine flache Mattscheibe flimmern. :dh:


Sbirro Di Ferro wrote:
ABER: Es fehlt komplett an Spannung, die Story präsentiert sich noch löchriger, als man es von einem Giallo gewohnt ist und die Inszenierung pendelt zwischen recht ordentlich und sehr schwach.

Meines Erachtens zeichnet doch gerade das von Dir verfasste Fazit diesen imposanten Giallo aus :)

Trotz seiner inszenatorischen Unvollkommenheit funktioniert dieser recht eigenwillige Wallace-Giallo nicht nur einwandfrei, sondern bietet auch noch ein paar großartige Momente abseits der explodierenden Spielzeugautos.

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 Post subject: Re: DAS GESICHT IM DUNKELN - Riccardo Freda
PostPosted: 17.08.2018 21:01 
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Ich darf sagen, dass der Film bei mir von Sichtung zu Sichtung dazu gewinnt. Ich finde ihn einfach klasse.

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 Post subject: Re: DAS GESICHT IM DUNKELN - Riccardo Freda
PostPosted: 18.08.2018 00:13 
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sid.vicious wrote:
Ich finde ihn einfach klasse.

Ganz meine Meinung! :)


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 Post subject: Re: DAS GESICHT IM DUNKELN - Riccardo Freda
PostPosted: 18.08.2018 02:17 
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Hab den auch kürzlich gesehen und war nicht ganz so angetan. Kinski ist schon ne Nummer... entweder schaut er bös-gelangweilt oder er schüttet sich n Drink ein, wenn er nicht gerade eine Dame durchrüttelt. Die Modellautosequenz ist natürlich charmant wie sonst nur was, aber der Film kam für mich nie so richtig in die Gänge.

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 Post subject: Re: DAS GESICHT IM DUNKELN - Riccardo Freda
PostPosted: 18.08.2018 06:34 
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Rolf wrote:
Hab den auch kürzlich gesehen und war nicht ganz so angetan.

Du musst Dir den Film einfach mal wieder irgendwann in Ruhe anschauen, denn mir erging es am Anfang ganz ähnlich. Mittlerweile konnte ich DAS GESICHT IM DUNKELN aber in mein Herz schließen und unterschreibe daher auch blind die beiden folgenden Kommentare:

Prisma wrote:
Ich kann schon verstehen, wenn man den Film eher kritisch beäugt, aber der gewinnt doch erheblich beim mehrmaligen Anschauen.
Im Grunde genommen hat man es nämlich mit einer der interessantesten Geschichten der gesamten Wallace-Reihe zu tun.
Leider gibt es dann hier und da einige inszenatorische Ungereimtheiten. :lol:


sid.vicious wrote:
Ich darf sagen, dass der Film bei mir von Sichtung zu Sichtung dazu gewinnt. Ich finde ihn einfach klasse.


8-)


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 Post subject: Re: DAS GESICHT IM DUNKELN - Riccardo Freda
PostPosted: 18.08.2018 11:33 
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Folgende Frage wollte ich schon lange einmal stellen !!
Und zwar geht es um die häufig erwähnte 'fehlende' Spannung in den Gialli.
Welchen Giallo empfindet ihr denn als insgesamt spannend ??
Und ich meine damit jetzt nicht Sequenzen wie in PROFONDO ROSSO wenn David Hemmings alleine am Klavier sitzt und improvisiert/komponiert und er auf einmal merkt das der Killer ganz nah ist !!
Dies hat Argento wie ich finde sehr gut gemacht aber der Film an sich ist doch nicht spannend, oder ?? Ich meine, selbst bei Erstsichtung in einer Vollbildfassung hab ich den Killer gesehen und letztlich geht es wohl nur um die Frage ob es evtl. doch 2 Täter gab.

Ich persönlich empfinde MIO CARO ASSASSINO auch bei wiederholten Anschauen immer noch als spannend. Welche Kandidaten hättet ihr noch ??


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 Post subject: Re: DAS GESICHT IM DUNKELN - Riccardo Freda
PostPosted: 18.08.2018 12:40 
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Cagliostro wrote:
Folgende Frage wollte ich schon lange einmal stellen !!
Und zwar geht es um die häufig erwähnte 'fehlende' Spannung in den Gialli.
Welchen Giallo empfindet ihr denn als insgesamt spannend ??


Da geht's mir sehr ähnlich. Genau wie die aus den Gialli hervorgegangenen Slasher fehlt mir auch Spannung. THE GIRL WHO KNEW TOO MUCH (mein liebster Giallo) finde ich nicht superspannend, aber treibt seinen plot in gutem Tempo voran. Und TORSO dreht zumindest im dritten Akt komplett an der Spannungsschraube. Und letztendlich natürlich noch DAS GEHEIMNIS DER GRÜNEN STECKNADEL, auch wenn der für mich kein reiner Giallo ist. Der ist für mich von vorne bis hinten allerfeinstes Spannungskino.

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 Post subject: Re: DAS GESICHT IM DUNKELN - Riccardo Freda
PostPosted: 18.08.2018 19:17 
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Cagliostro wrote:
Folgende Frage wollte ich schon lange einmal stellen !!
Und zwar geht es um die häufig erwähnte 'fehlende' Spannung in den Gialli.
Welchen Giallo empfindet ihr denn als insgesamt spannend ??

Schwierig zu beantworten, ein konkreter Titel fällt mir jetzt gar nicht ein.
Prinzipiell, würde ich sagen, entsteht Spannung in einem Giallo (oder generell Krimi) dann, wenn ich unbedingt wissen will, wie es weiter geht oder wer letztendlich der Mörder ist.
Fehlt mir dieser Reiz, das Wissenwollen, wer der Mörder ist, aus irgendwelchen Gründen, empfinde ich den Film als spannungslos.
Es geht aber natürlich auch dann die Spannung verloren, wenn die Geschichte sich nur langsam und zäh voranschleppt.
Ist es mir aus irgendwelchen Gründen gleichgültig, wie die Sache überhaupt vorangeht, ist der Film absolut langweilig und somit durchgefallen.
Von daher, schwer zu sagen, welcher Giallo wirklich spannend wäre, in dem Sinn.


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 Post subject: Re: DAS GESICHT IM DUNKELN - Riccardo Freda
PostPosted: 19.08.2018 10:29 
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Sbirro Di Ferro wrote:
Cagliostro wrote:
Folgende Frage wollte ich schon lange einmal stellen !!
Und zwar geht es um die häufig erwähnte 'fehlende' Spannung in den Gialli.
Welchen Giallo empfindet ihr denn als insgesamt spannend ??

Schwierig zu beantworten, ein konkreter Titel fällt mir jetzt gar nicht ein.
Prinzipiell, würde ich sagen, entsteht Spannung in einem Giallo (oder generell Krimi) dann, wenn ich unbedingt wissen will, wie es weiter geht oder wer letztendlich der Mörder ist.
Fehlt mir dieser Reiz, das Wissenwollen, wer der Mörder ist, aus irgendwelchen Gründen, empfinde ich den Film als spannungslos.


Stimmt, diese Frage ist nicht gerade einfach zu beantworten, wobei die meisten Gialli den Suspensebogen auf der narrativen Ebene in den wenigsten Fällen durchwegs aufrecht erhalten. Meines Erachtens bestehen beim Großteil dieser speziellen Kriminalfilme lediglich Suspensemomente, die immer wieder durch zwar spannungsarmere Set-Pieces unterbrochen werden, die dann aber wiederum genau dieses Genrefilmformat ausmachen, denn gerade diese Szenen versprühen nicht nur zumeist ein sehr hohes Maß an Zeitkolorit, sondern erfreuen auch meist ungemein das Auge. Somit sind wir auch schon bei einem weiteren Hauptmerkmal der Gialli angekommen, nämlich der visuellen Komponente (welche dann in den meisten Fällen auch den Hauptreiz für mich darstellt)

Hinzu kommt, dass der höchste Spannungsgrad meist nur bei der Erstbetrachtung in Erscheinung tritt, denn sobald man beispielsweise weiß, wer schlussendlich der Mörder ist, laufen einige der diesbezüglichen Spannungsmomente bei Folgesichtungen meist ins Leere. Aber auch Gialli, bei denen man den Täter von vorne herein kennt, können dennoch sowohl zahlreiche gute Spannungsmomente als auch eine bestimmte Faszination verbreiten. Wer die Spannung ausschließlich in der erzählten Geschichte sucht, der wird nur mit einem geringen Teil dieser Filme seine Freude haben, denn der Großteil lebt in erster Linie von ganz anderen Komponenten (bzw. von deren Kombination).

Wenn ich mich recht erinnere, entpuppten sich damals im Rahmen meiner Erstsichtungen beispielsweise THE CHILD, EIN SCHWARZER TAG FÜR DEN WIDDER, DER TOD TRÄGT SCHWARZES LEDER, die MARTINO-GIALLI oder auch DER MANN OHNE GEDÄCHTNIS als äußerst spannend, wobei es sich hierbei vordergründig eher um die klassischen Whodunit-Plots mit vermummten Killern und sauberpolierten Schlitzwerkzeugen dreht. Meine Faszination gilt in den letzten Jahren aber eher den frühen Intrigen-Gialli, die zwar meist etwas unspektakulärer erscheinen, dafür aber ganz andere Qualitäten zu bieten haben.


Sbirro Di Ferro wrote:
Es geht aber natürlich auch dann die Spannung verloren, wenn die Geschichte sich nur langsam und zäh voranschleppt.
Ist es mir aus irgendwelchen Gründen gleichgültig, wie die Sache überhaupt vorangeht, ist der Film absolut langweilig und somit durchgefallen.

Langweilig muss aber nicht gleich uninteressant bedeuten ;)
Neben der Spannung gibt es auch noch zahlreiche andere Komponenten, die einem dennoch einen ordentlichen Filmspass ermöglichen.


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 Post subject: Re: DAS GESICHT IM DUNKELN - Riccardo Freda
PostPosted: 19.08.2018 16:09 
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Richie Pistilli wrote:
Wer die Spannung ausschließlich in der erzählten Geschichte sucht, der wird nur mit einem geringen Teil dieser Filme seine Freude haben, denn der Großteil lebt in erster Linie von ganz anderen Komponenten (bzw. von deren Kombination).


Vielleicht kann man Richies Einordnung dahingehend noch etwas ausweiten, indem man auf den speziellen Ort und auf das anvisierte Kinopublikum des Genrekinos eingeht...

sicherlich wird Pasolinis MEDEA, ein Film von Visconti, von Antonioni etc. nicht in jenen Kinos gelaufen sein (zumindest nicht bei ihrer Erstauswertung), in denen dann ein Western von Bergonzelli, ein "Giallo" von Dallamano oder ein Polizeifilm von Castellari sodann seine Premiere feiern sollte...

sowohl die Art des Kinos als auch dessen Filmauswahl konnte sich somit durchaus unterschieden haben; wenn man es stark vereinfacht sagen möchte: es gab die Kinos, die eher ein bürgerlich intellektuelles Klientel angesprochen haben, weshalb dann auch das Filmprogramm dementsprechend ausgewählt wurde - zum Beispiel: offensichtlich politische Filme, typisches "arthouse"-Kino, was in den 60er / 70er Jahren vielleicht den Brille tragenden Foucault-Leser angezogen hatte, der still in seinem Kino-Sessel Platz genommen hat und die Kinobilder mit ihrer wunderbar komplexen und tiefsinnig überraschenden Story geradezu magisch einsaugen sollte - nach der Vorstellung ist er dann friedlich - vielleicht auch nicht, da ihn die gut erzählte Geschichte in SALVATORE GIULIANO wahnsinnig aufgeregt hat - nach Hause gegangen - oder er hat noch mit Freuden über die intellektuelle Herausforderung, die ihm im Kino gerade die Augen über die Welt geöffnet hatte, diskutiert...

meine Vereinfachung auf der Gegenseite:

ein Kino, diesmal in einem ärmlichen Viertel, mit einer gänzlich anderen Zuschauerschaft; im Kino - das auch schon bessere Tage gesehen hat - wird während der Vorstellung wild herumgelaufen, man unterhält sich lautstark, während der Film läuft; doch keiner im Zuschauerraum interessiert sich großartig für den Plot, lieber tratscht der eine Zuschauer mit seinem Nebenmann, es gibt auch manchmal Streit - doch da: plötzlich wird im Film nicht mehr dialogisiert - es passiert etwas: eine besondere Stimmung entsteht im Film, schwarze Handschuhe sind zu sehen - und zack: die schöne Frau, die gerade nackt aus der Dusche kommt, wird blutrünstig umgebracht - das Spektakel endet - die Story geht weiter... bis dann wieder das Spektakel neuerlich einsetzt...

was ich hier angeschnitten habe, ist natürlich absolut vereinfacht; doch will ich damit ausdrücken, dass selbstverständlich die damaligen Regisseure auf ihr Publikum reagiert haben - der "Giallo" brauchte diese ausgeklügelte Handlung nicht, da es vor allem auf die sinnliche Erfahrung - und nicht auf das Kopflastige - ankam; die "Langeweile", die sich beim Sehen des "Giallo" einstellt, wurde damals möglicherweise überhaupt gar nicht vom angezielten Kinopublikum wahrgenommen, da es in diesen Momenten eh nicht auf die Kinoleinwand geschaut hatte - wurde doch in solchen Genrekinos - im Unterschied zum "arthouse"-Kino - die Inszenierung sinnlicher Sequenzen als eine Art von "Signal" vom Publikum angesehen (zum Beispiel: ein plötzlicher Zoom, Augen-close-ups, der dominante Einsatz von Musik etc.), dass jetzt etwas Besonderes im Film passiert... ansonsten war das Kino der Genre-Filme eben dann auch ein Ort sozialer Kontakte...

was ich eben dargestellt habe, findet sich in Bill Landis Buch: "Sleazod Express - A Mindtwisting-Tour Through The Grindhouse Cinema Of Time Square" (New York 2002) ungemein plastisch beschrieben - so wild wird es dann im italienischen "Bahnhofskino" aber sicherlich nicht zugegangen sein (ansatzweise hierzu auch: Mikel J. Koven: "La Dolce Morte - Vernacular Cinema And The Italian Giallo Film. Lanham, Maryland 2006 [letztlich geht es in dieser Studie dann doch mehr um die Strukturanalyse des "Giallo" und weniger um seine Rezeptionsorte])...

ich glaube dahingehend schon, dass man das Genre-Kino vor allem aufgrund seiner sinnlichen Kraft herausheben sollte (Thriller, Komödie, Melodrama, Pornographie etc. - diese Filme "produzieren" zunächst einmal Affekte - wobei natürlich eine gut konstruierte Handlung hier auch hilfreich sein kann)...

wegweisend für diese Art von Spektakel-Kino war in Europa nach dem II. Weltkrieg vor allem und besonders der sogenannte Sandalenfilm: wenig "Story" - dafür umso mehr starke Männer, die unglaubliche Sachen anstellen... weitere Genres folgten...


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 Post subject: Re: DAS GESICHT IM DUNKELN - Riccardo Freda
PostPosted: 19.08.2018 18:06 
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Richie Pistilli wrote:
Meines Erachtens bestehen beim Großteil dieser speziellen Kriminalfilme lediglich Suspensemomente, die immer wieder durch zwar spannungsarmere Set-Pieces unterbrochen werden, die dann aber wiederum genau dieses Genrefilmformat ausmachen, denn gerade diese Szenen versprühen nicht nur zumeist ein sehr hohes Maß an Zeitkolorit, sondern erfreuen auch meist ungemein das Auge. Somit sind wir auch schon bei einem weiteren Hauptmerkmal der Gialli angekommen, nämlich der visuellen Komponente (welche dann in den meisten Fällen auch den Hauptreiz für mich darstellt).
Langweilig muss aber nicht gleich uninteressant bedeuten ;)
Neben der Spannung gibt es auch noch zahlreiche andere Komponenten, die einem dennoch einen ordentlichen Filmspass ermöglichen.

Du hast schon recht, es gibt mehrere reizvolle Seiten an einem Giallo, aber ich denke, darum geht es Cagliostro bei seiner Frage gar nicht.
So wie ich es verstanden habe, geht es ihm rein um den klassischen narrativen Spannungsbogen und ich habe dann nur versucht, genau dabei zu bleiben.
So gesehen hast du recht, wenn du sagst: "(...) wobei die meisten Gialli den Suspensebogen auf der narrativen Ebene in den wenigsten Fällen durchwegs aufrecht erhalten."
Und damit haben wir eigentlich schon eine Antwort auf die Frage, nämlich gibt es den klassischen Spannungsbogen im Giallo sowieso kaum.

Ich gebe zu, mein letztes Posting war vielleicht auch teilweise unglücklich formuliert, weil der hauptsächliche Reiz eines Giallo ja wirklich nicht von der Mördersuche ausgeht.
Aber wenn mir von Anfang an das Miträtseln, wer denn nun der Mörder ist, uninteressant ist, dann ist der Spaß vorbei, bevor er noch richtig begonnen hat.


Last edited by Sbirro Di Ferro on 19.08.2018 22:05, edited 2 times in total.

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 Post subject: Re: DAS GESICHT IM DUNKELN - Riccardo Freda
PostPosted: 19.08.2018 20:28 
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Richie Pistilli wrote:
Wenn ich mich recht erinnere, entpuppten sich damals im Rahmen meiner Erstsichtungen beispielsweise THE CHILD. . . DER TOD TRÄGT SCHWARZES LEDER . . . als äußerst spannend


Diese Beiden gehören nach wie vor zu meinen absoluten Genre-Favoriten, so unterschiedlich sie auch sind. Der Erstere entwirft ein Familiendrama, welches wirklich nahe geht, da das Opfer (der Haupthandlung) ein geliebtes Kind ist; der "Dallamano" spannt einen weiteren Bogen und webt gekonnt Gesellschaftskritik in seine 'Kolportage' mit ein.

Natürlich bieten "Child" und "Tod" auch die genreimmanenten starken Bilder und die tolle Musik, andernfalls wärs ja Quatsch. ;)

Bei vielen Gialli sind die Opfer vorrangig Augenfutter, ohne ernsthaft herausgearbeitete Eigenschaften. Als geübter Seher - was man sich natürlich erst mal 'antrainieren' muss :) - weiss man das, und geniesst die dargebotenen dekadenten Tableaus.



(Eigentlich ist's doch ganz einfach zu erklären, was einen (Giallo-) Film für den Zuschauer spannend macht. Es sind nicht unbedingt die mal mehr mal weniger gelungenen Spannungssequenzen, die sich im besten Falle geschickt über die Laufzeit verteilen, sondern, ob man mit den Opfern/Bedrohten mitfühlen kann.)


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 Post subject: Re: DAS GESICHT IM DUNKELN - Riccardo Freda
PostPosted: 25.06.2019 14:09 
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"Das Gesicht im Dunkeln" (A doppia faccia) (Deutschland / Italien 1969)
mit: Klaus Kinski, Christiane Krüger, Sidney Chaplin, Günther Stoll, Margaret Lee, Annabella Incontrera, Luciano Spadoni, Barbara Nelli, Gastone Pescucci, Claudio Trifoni, Carlo Marcolino, Alice Arno, Fulvio Pellegrino, Bedy Moratti u.a. | Drehbuch: Paul Hengge und Richard Freda frei nach dem Roman "The Face in the Night" von Edgar Wallace | Regie: Riccardo Freda

Helen und John Alexander haben sich nach zwei Jahren Ehe auseinandergelebt. Die vermögende Frau pflegt eine Beziehung zu ihrer Freundin Liz, John hingegen hat ein Verhältnis mit seiner Sekretärin. Um den Kopf frei zu bekommen, fährt Helen mit ihrem Jaguar nach Liverpool, stirbt jedoch unterwegs bei der Explosion des Benzintanks, die absichtlich herbeigeführt wurde. Die Beamten von Scotland Yard ermitteln trotz der Unfallthese auch wegen Mordes, da es um ein beachtliches Erbe geht, das dem Ehemann nun zufällt. John findet nach dem Tod seiner Frau keine Ruhe, da es Anzeichen dafür gibt, dass sie nach ihrem Unfall noch gesehen wurde. Sie soll das Gedächtnis verloren haben und unter dem Decknamen "Die Gräfin" in einem Erotikfilm mitwirken. Doch als John die Filmrolle seinem Schwiegervater vorführt, sind alle Hinweise auf Helen verschwunden....

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Innerhalb der deutschen Edgar-Wallace-Reihe sticht diese Koproduktion der Rialto Film Preben Philipsen mit der italienischen Colt Produzioni Cinematografiche als ambitionierter Seitenpfad in eine neue mögliche Zukunft der erfolgreichen Kriminalfilmreihe, die ebenso wie andere Werke ihrer Zeit auf die gesellschaftlichen Veränderungen reagieren musste und wollte und sich deshalb für moderne Einflüsse öffnete. Im Vordergrund steht nach wie vor ein mysteriöser Mordfall, der Erbschafts-Fragen aufwirft und durch das Zusammentreffen mehrerer Faktoren aus dem Raster eines natürlichen Todes fällt. In seiner Machart erinnert "Das Gesicht im Dunkeln" allerdings mehr an die Arbeiten von Francis Durbridge als an einen Roman von Edgar Wallace, der hier wohl nur entfernt konsultiert worden ist. Nicht ungewöhnlich für eine Zeit, in der sich viele Zuschauer lieber vor dem heimischen Bildschirm unterhalten ließen als ins Kino zu gehen. Zudem galt es, beide Seiten zufriedenzustellen und eine Geschichte zu inszenieren, die unkonventionelle Spannung garantierte und gleichzeitig das Interesse für psychologisch anspruchsvolle Stoffe weckte, wie sie mit dem Aufkommen des italienischen Giallo mehr und mehr populär wurden. Es genügte nicht mehr, Goldschätze aus Abteien zu holen, Testamente zu fälschen oder Gauner zu verzinken. Der Zuschauer verlangte nach hintergründigen Verbrechen, die tiefer schürften als nur in pekuniäre Gefilde. Die Motive verschwammen und waren nicht mehr auf den ersten Blick ersichtlich, was die Ermittlungen schwieriger machte und dem Publikum das Gefühl gab, herausgefordert zu werden. Die Isolation des Individuums durch den Tod einer ihm nahestehenden Person, die Schädigung der gesellschaftlichen Achtung und die Notwendigkeit, sich aus dem Zwang der unglückseligen Situation zu befreien, stellten wichtige Facetten dieser Produktionen dar, die zwar eine Absage an konservative Sehgewohnheiten machten, den Zuschauer dafür jedoch mit einer Handlung belohnten, die weit mehr als die üblichen Kombinationen erfordert. Die Auflösung klassischer Beziehungsmuster spielte hier ebenso mit hinein wie die Konzentration auf eigene Belange, die aufgrund des veränderten gesellschaftlichen Rahmens das Gemeinschaftsdenken zugunsten eines verstärkten Individualismus ablösten. Mit der Wahl des Hauptdarstellers wurde diese Intention unterstrichen, steht er doch für Einzelgänger, Psychopathen und Narzissten wie kaum ein anderer Schauspieler.

Klaus Kinski, der sich seit Mitte der Sechziger Jahre zunehmend auf internationalem Parkett etablieren konnte, war ein zugkräftiger Name im italienischen Kino. Sein markantes Gesicht und das Timbre seiner charakteristischen Stimme, die von einem zischenden Flüstern bis zum messerscharfen Einspruch alle Nuancen beherrschte, zogen die Aufmerksamkeit des Publikums nach sich, das dem Mimen stets mit vorsichtigem Respekt begegnete. John Alexander bildete den Abschluss einer Phalanx an exzentrischen Rollentypen innerhalb der Wallace-Krimireihe und stellt wohl jene Figur dar, für welche der Zuschauer am meisten Verständnis aufbringt. Die Identifikation läuft mithilfe mehrerer dramaturgischer Kniffe sehr subtil ab und engt das Blickfeld des Publikums auf die Wahrnehmung von John Alexander ein. Durch seine Augen und mit seinen Überlegungen gestaltet sich die Suche nach der Wahrheit zu einer psychologischen Herausforderung, während klassische Ermittlungen von Seiten der Polizei eher dezent im Hintergrund ablaufen. Das Unbehagen über den grausamen Flammentod seiner schönen Frau egalisiert die negativen Empfindungen, welche sich John anfangs durch die klaren Worte und Handlungen Helens zu Eigen machte. Der Tod komplettiert das Mysterium, das seine Frau umgab, die sich durch Margaret Lee nachhaltig im Gedächtnis des Publikums festsetzen kann. Wiederum bietet der Film hier einen Kunstgriff, der sich schon mehrfach bewährt hat: die schöne Heldin verlässt die Bühne (des Lebens) nach kurzer Zeit, ihr Schatten legt sich jedoch über die Handlung wie ein unsichtbarer Begleiter, der raunend durch die Träume des Hauptdarstellers geistert. Christiane Krüger wirkt durch ihre Natürlichkeit und Spontanität wie die harte Realität, die den Mann aus seiner Gedankenwelt auf den Boden der Fakten zurückholt und ihm signalisiert, dass er dem Druck nur standhalten kann, wenn er sich an Tatsachen hält und das Wesentliche nicht aus den Augen verliert. Ihre Figur bildet das ungeschliffene Gegenstück zu den Damen Helen und Liz; ihre Direktheit zieht unausgereifte Handlungen nach sich und bringt sie in Schwierigkeiten, aus denen sie sich dann mit Mühe wieder herausmanövrieren kann. Entgegen des Eindrucks, den ihre Anwesenheit in der Villa anfangs gibt, ist sie weit weniger unabhängig als es den Anschein hat, was ihre Rolle später ins Nichts laufen lässt. Christiane Krüger fungiert als Türöffnerin in die grelle Welt des Zeitgeistes, den Klaus Kinski weitläufig zu umgehen sucht, indem er die Insignien seiner traditionsbewussten Sphäre betont. Sein Ringen um Fassung steht für den Wunsch nach Antworten.

"Das Gesicht im Dunkeln" hat auch fünfzig Jahre nach seiner Uraufführung im Mathäser Filmpalast München nichts von seiner morbiden Faszination verloren. Die atmosphärische Dichte seiner Schauplätze; die unheilvolle Stimmung, welche wie Blei über den Personen liegt und der perfide Plan einer Verschwörung sorgen dafür, dass sich der Film in der Wahrnehmung des Zuschauers tief verankert. Das Gefühl der Einsamkeit des Individuums, der Vorsatz der Täuschung und ein Hang zum Sadismus bringen den Verlauf der Geschichte mit kontinuierlicher Spannung voran. Die Allianz von Akustik und Optik arrangiert Momente der tiefen Verzweiflung und der tröstenden Melancholie, wobei sich der Hauptdarsteller durch punktgenau gesetzte Akzente bewährt und seiner Figur Würde verleiht. Die Geister der Vergangenheit jagen ihn durch die Räume seines Lebens, vermögen aber nicht, ihn zu brechen oder seinen klaren Verstand zu trüben. Das Tempo zieht immer wieder an und äußert sich in neuen Wendungen, die einen Kriminalfall konstruieren, der in seinen Prinzipien klassische Elemente in Anspruch nimmt, sie jedoch um einige exaltierte Facetten anreichert. Dazu zählen zweifellos die Motorrad-Party unter Hippies, das "Schattenboxen" im Fotostudio und der Film im Film, der seinen Finger in eine Wunde steckt, die der männliche Hauptdarsteller erst nach dem Tod seiner Frau richtig wahrnimmt. Der Gleichmut, mit dem sich das Ehepaar begegnet war, wandelt sich gezwungenermaßen in ein neues Interesse, als das Gefüge auseinanderbricht und die andere Hälfte mit in die Tiefe zu reißen droht. Es gelingt dem Mann zwar, gerade noch zur Seite zu springen und seinen Kopf aus der für ihn bereiteten Schlinge zu ziehen, die Konsequenzen aus dem Tod seiner Frau werden jedoch lange nachhallen. Dieser bittere Kern ist in vielen Giallo-Geschichten enthalten, was sie von den Anfängen der Edgar-Wallace-Reihe deutlich unterscheidet, wo sich am Ende stets ein glückliches Paar fand, das in seiner von der Kriminalität gesäuberten Welt ein neues Leben beginnen konnte. Die Abkehr vom Märchenfaktor ist ein Zugeständnis an eine veränderte Gesellschaftsordnung, in der Gut und Böse nicht strikt getrennt marschieren, sondern sich immer wieder begegnen und kurzfristige Allianzen eingehen. Der Film bietet deshalb weder ein Patentrezept, noch ein Musterbeispiel für einen cosy little whodunit, sondern eine Momentaufnahme aus der sorgenvollen Welt der finanziell Sorglosen, weshalb man "Das Gesicht im Dunkeln" immer wieder neu entdecken kann.


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 Post subject: Re: DAS GESICHT IM DUNKELN - Riccardo Freda
PostPosted: 25.06.2019 18:49 
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Percy Lister wrote:
Der Film bietet deshalb weder ein Patentrezept, noch ein Musterbeispiel für einen cosy little whodunit, sondern eine Momentaufnahme aus der sorgenvollen Welt der finanziell Sorglosen, weshalb man "Das Gesicht im Dunkeln" immer wieder neu entdecken kann.


Ein schönes sowie zutreffendes Fazit.

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 Post subject: Re: DAS GESICHT IM DUNKELN - Riccardo Freda
PostPosted: 02.11.2019 17:32 
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Mit "Das Gesicht im Dunkeln" wurde vielleicht der erste richtige Stilbruch der Reihe geliefert, sodass der Beitrag vielerorts kein besonders gutes Renommee genießt, was wahlweise auf die teils holprige Inszenierung reduziert wird. Betrachtet man die Geschichte dieses von Gast-Regisseur Riccardo Freda inszenierten Beitrags, so steht ohne jeden Zweifel eine der interessantesten Varianten rund um Täuschung und Mord zur Verfügung. Die italienische Note dominiert den Film hier auffällig, sodass es zu zahlreichen Alternativen im Verlauf kommt, die sonst keine oder nur kaum Berücksichtigung fanden. Die gesamte Konstruktion entfernt sich zusätzlich selbstbewusst von bestehenden Leitsätzen der Reihe, was sich schon alleine in der Wahl der Entourage zeigt. Die alleinige Hauptrolle ging somit an Klaus Kinski, dem man intern bereits oft als Mann begegnen durfte, dem vielleicht alles Mögliche zuzutrauen wäre, sodass anzunehmen ist, dass dieses Konzept seinerzeit immer noch aufging. Eine Tote beherrscht das Szenario und die Frage, ob dies aus dem Jenseits oder Diesseits geschieht, wird hoch interessant entschlüsselt. In diesem Zusammenhang ist Margaret Lee in harter und unnachgiebiger Fasson zu bestaunen, die trotz der Kürze ihres Auftritts in Erinnerung bleibt. Dies gilt ebenso für die aufregende Christiane Krüger, den einen Gegenentwurf für klassische Ermittler aufzeigenden Luciano Spadoni, oder einen eisblockartigen Sydney Chaplin, wenngleich der Story ein paar mehr Gegenspieler im Endeffekt gut getan hätten. Eine wahre Revolution bietet Nora Orlandi mit ihren wundervollen und sehnsüchtigen Melodien an, die jedoch auch Spannungsmomente sehr gut untermauern können. Im Endeffekt handelt es sich bei "Das Gesicht im Dunkeln" bestimmt um einen der unkonventionellsten und am meisten unterschätzten Beiträge der gesamten Reihe.


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 Post subject: Re: DAS GESICHT IM DUNKELN - Riccardo Freda
PostPosted: 03.11.2019 19:03 
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Prisma wrote:
Eine wahre Revolution bietet Nora Orlandi mit ihren wundervollen und sehnsüchtigen Melodien an, die jedoch auch Spannungsmomente sehr gut untermauern können. Im Endeffekt handelt es sich bei "Das Gesicht im Dunkeln" bestimmt um einen der unkonventionellsten und am meisten unterschätzten Beiträge der gesamten Reihe.


In der Tat ein einmalig schöner Soundtrack... ist denn bekannt, inwieweit Freda irgendwelche Vorgaben hatte, seinen "Giallo" als "deutschen Wallace" zu inszenieren? Von der deutschen Schauspielerbeteiligung einmal abesehen - denn außerhalb der BRD gab es ja die "Wallace"-Bezüge im Marketing eher weniger...


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 Post subject: Re: DAS GESICHT IM DUNKELN - Riccardo Freda
PostPosted: 03.11.2019 22:03 
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Wallace-Experte Joachim Kramp schrieb im Zusammenhang mit dem wirtschaftlichen Misserfolg von Fredas Film in der BRD, dass die Rialto-Film seinerzeit nicht viel Kapital eingebüßt haben dürfte, da sie nur zu einem Drittel an den Produktionskosten beteiligt gewesen sein soll. Das ist jetzt nur sinngemäß wiedergegeben, ich müsste da noch einmal genau in seinem Buch nachschlagen. Aufgrund dieser Tatsache lässt sich aber meines Erachtens herleiten, dass der Film international zu keiner Zeit für eine Vermarktung unter dem Wallace-Banner vorgesehen war, nur hierzulande, wobei der Film ohne die deutsche Beteiligung unter Rialto wahrscheinlich auch nie zustande gekommen wäre. Also denke ich, dass kaum Wallace-Vorgaben existiert haben dürften.


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 Post subject: Re: DAS GESICHT IM DUNKELN - Riccardo Freda
PostPosted: 04.11.2019 16:20 
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Prisma wrote:
... Also denke ich, dass kaum Wallace-Vorgaben existiert haben dürften.[/align]


Danke für die Antwort, Prisma - ich gehen auch davon aus, dass die "Wallace"-Vermarktung in der BRD als Hauptmöglichkeit gesehen worden ist, den Film am rentabelsten aufzuführen - die italienischen "Giallo"-Erfolge - im Zuge von Argentos Erstling (der ja in der BRD ebenfalls ein "Wallace" war) - gab es ja noch nicht in dem Maße, so dass Fredas Thriller den "Wallace"-Stempel schon im Vorfeld durch die deutsche Produktionsbeteiligung aufgedrückt bekam...


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 Post subject: Re: DAS GESICHT IM DUNKELN - Riccardo Freda
PostPosted: 09.12.2019 11:24 
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Prisma wrote:
Wallace-Experte Joachim Kramp schrieb im Zusammenhang mit dem wirtschaftlichen Misserfolg von Fredas Film in der BRD, dass die Rialto-Film seinerzeit nicht viel Kapital eingebüßt haben dürfte, da sie nur zu einem Drittel an den Produktionskosten beteiligt gewesen sein soll. Das ist jetzt nur sinngemäß wiedergegeben, ich müsste da noch einmal genau in seinem Buch nachschlagen. Aufgrund dieser Tatsache lässt sich aber meines Erachtens herleiten, dass der Film international zu keiner Zeit für eine Vermarktung unter dem Wallace-Banner vorgesehen war, nur hierzulande, wobei der Film ohne die deutsche Beteiligung unter Rialto wahrscheinlich auch nie zustande gekommen wäre. Also denke ich, dass kaum Wallace-Vorgaben existiert haben dürften.


Wenn ich mich recht entsinne, schrieb Kramp, dass kein Beteiligter Geld verloren hat. Der Film war kein gutes Geschäft, aber eben auch kein Verlust.

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 Post subject: Re: DAS GESICHT IM DUNKELN - Riccardo Freda
PostPosted: 09.12.2019 12:44 
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Sartana wrote:
Wenn ich mich recht entsinne, schrieb Kramp, dass kein Beteiligter Geld verloren hat. Der Film war kein gutes Geschäft, aber eben auch kein Verlust.

So habe ich das auch in Erinnerung, und zwar auch in dem Zusammenhang, dass man die Reihe deswegen nicht über einen längeren Zeitraum hätte Jahre ruhen lassen müssen, da niemand wirklich Kapital eingebüßt haben soll. Aber das Geschäft wurde hierzulande bestimmt auch im Vergleich zu den anderen Wallace-Beiträgen betrachtet. Da waren an die 600 000 Kinobesucher natürlich schwach. Außerdem soll ein heißer Sommer damals zusätzlich viele Zuschauer abgehalten haben, ins Kino zu gehen und der harte Stilbruch hat vermutlich sein Übriges dazu getan. Ist bei mir aber auch nur aus der Erinnerung heraus und ich konnte im Buch nicht noch einmal nachschauen, da ich nicht mehr weiß, wo ich es verstaut habe.


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 Post subject: Re: DAS GESICHT IM DUNKELN - Riccardo Freda
PostPosted: 10.12.2019 02:00 
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Prisma wrote:
Sartana wrote:
Wenn ich mich recht entsinne, schrieb Kramp, dass kein Beteiligter Geld verloren hat. Der Film war kein gutes Geschäft, aber eben auch kein Verlust.

So habe ich das auch in Erinnerung, und zwar auch in dem Zusammenhang, dass man die Reihe deswegen nicht über einen längeren Zeitraum hätte Jahre ruhen lassen müssen, da niemand wirklich Kapital eingebüßt haben soll. Aber das Geschäft wurde hierzulande bestimmt auch im Vergleich zu den anderen Wallace-Beiträgen betrachtet. Da waren an die 600 000 Kinobesucher natürlich schwach. Außerdem soll ein heißer Sommer damals zusätzlich viele Zuschauer abgehalten haben, ins Kino zu gehen und der harte Stilbruch hat vermutlich sein Übriges dazu getan. Ist bei mir aber auch nur aus der Erinnerung heraus und ich konnte im Buch nicht noch einmal nachschauen, da ich nicht mehr weiß, wo ich es verstaut habe.


Also natürlich wäre dieser Kurs für die Reihe so nicht haltbar gewesen. Es handelt sich doch weniger um einen Krimi, als mehr um ein Drama, wenn man so will. In Anbetracht dieser Reaktion finde ich es aber noch verwerflicher, wie man mit den anderen "Experimenten" umgegangen ist. Für einen anderen kurs steht beispielsweise "Das Geheimnis der gelben Narzissen", welcher doch "moderner" und "urbaner" daher kommt, ich will soweit gehen mit Noir-Anteilen und durchaus ein Konzept von Wallace präsentiert, was, ganz weit aus dem Fenster gelehnt, heute auch klappen könnte. Mit 3,5 Millionen Zuschauern der zweiterfolgreichste. Jedoch ging man das nicht weiter.
Den härtesten Bruch finden wir aber mit "Das Verrätertor" mit dem kompletten Verzicht auf das Whodunit und einer anderen Form der Geschichtenerzählung. Dieses Experiment brachte wiederum keinen Erfolg, verständlich, dass man es nicht weiterführte.

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