Dirty Pictures

Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Post subject: Re: DER KILLER VON WIEN - Sergio Martino
PostPosted: 03.02.2015 17:16 
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reggie wrote:
Laut dem Schnittbericht müsste es aber Untertitelte Szenen geben? Zweimal war was bei gesprächen gekürzt... Als sie sich im Auto unterhalten und einmal als er nach einem Arzt fragt!

Komisch?

Sind den die Lauflängen der beiden scheiben identisch??


Die im SB genannten Szenen (Zeitungskauf aus dem Auto, Hilton fragt eine Passantin nach einem Arzt, Telefonat von Hilton mit dem Arzt) sind bei der Koch-Scheibe definitiv auf deutsch.


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 Post subject: Re: DER KILLER VON WIEN - Sergio Martino
PostPosted: 03.02.2015 18:05 
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Könnte mir vorstellen, dass der Film zunächst vollständig synchronisiert und im erst Nachhinein für den Kinoeinsatz aus Zensurgründen um ein paar Szenen erleichtert wurde bzw. hatten sich einige Szenen aufgrund eines inadäquaten Umgangs mit den Filmrollen für immer verabschiedet. :unknown:


Die it. Langfassung auf der FilmArt DVD hat natürlich auch eine durchgängige dt. Tonspur....


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 Post subject: Re: DER KILLER VON WIEN - Sergio Martino
PostPosted: 24.10.2015 20:44 
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Hatte gestern das Vergnügen, den im Kino sehen zu können.
Ich glaube, über den Film selbst braucht man nicht mehr allzu viel sagen, es ist natürlich eine Perle des Giallo.
Gezeigt wurde die dt. Kinofassung, wobei die Kopie leider schon sehr mitgenommen war.
Oft Verschmutzungen im Bild und verrauschter Ton, dazu stellenweise sehr auffällige Kürzungen (z.B. Glassplitter-Sex-Szene) und immer wieder Jump Cuts.
Also die Kopie war wirklich nicht mehr in einem allzu guten Zustand.
Dennoch war es mir eine Freude, den Film einmal im Kino sehen zu können!
Am Schluss wurde sogar applaudiert, dürfte also auch heute noch bei allen Altersgruppen gut ankommen (denn im Publikum war von Jung bis Alt alles vertreten).
Und das bei einem Film, der in der Allgemeinheit (also abseits der Filmfans) gar nicht so bekannt ist (denke ich mir zumindest).
Das hat mich schon überrascht.

Mir jedenfalls hat der Film auch so noch gut gefallen.


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 Post subject: Re: DER KILLER VON WIEN - Sergio Martino
PostPosted: 24.10.2015 22:13 
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Sbirro Di Ferro wrote:
Hatte gestern das Vergnügen, den im Kino sehen zu können.
Ich glaube, über den Film selbst braucht man nicht mehr allzu viel sagen, es ist natürlich eine Perle des Giallo.
Gezeigt wurde die dt. Kinofassung, wobei die Kopie leider schon sehr mitgenommen war.
Oft Verschmutzungen im Bild und verrauschter Ton, dazu stellenweise sehr auffällige Kürzungen (z.B. Glassplitter-Sex-Szene) und immer wieder Jump Cuts.
Also die Kopie war wirklich nicht mehr in einem allzu guten Zustand.
Dennoch war es mir eine Freude, den Film einmal im Kino sehen zu können!
Am Schluss wurde sogar applaudiert, dürfte also auch heute noch bei allen Altersgruppen gut ankommen (denn im Publikum war von Jung bis Alt alles vertreten).
Und das bei einem Film, der in der Allgemeinheit (also abseits der Filmfans) gar nicht so bekannt ist (denke ich mir zumindest).
Das hat mich schon überrascht.

Mir jedenfalls hat der Film auch so noch gut gefallen.


Hach, dieses Vergnügen hatte ich Anfang des Monats auch - again! 8-)


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 Post subject: Re: DER KILLER VON WIEN - Sergio Martino
PostPosted: 26.05.2017 20:52 
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Vor einigen Monaten war ich im Urlaub in Wien und habe mich mit Erfolg auf die Suche nach einigen der Drehorte begeben.
Das Ergebnis könnt ihr hier bestaunen =)

Immer die jeweilige Filmszene und mein Foto von heute.

Shopping Tour in der Wiener Innenstadt mit Christina und Edwige =)

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Heute übrigens keine Nobelboutique mehr... lediglich H&M
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Die Einfahrt zur Wiener Hofburg

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Nochmal die Hofburg

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Mit Christina auf der Spur des Killers im Schlosspark von Schönbrunn ;)

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Treffpunkt am Palmenhaus

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Last edited by archenemydomi on 28.05.2017 12:21, edited 1 time in total.

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 Post subject: Re: DER KILLER VON WIEN - Sergio Martino
PostPosted: 27.05.2017 00:00 
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Sehr schön!


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 Post subject: Re: DER KILLER VON WIEN - Sergio Martino
PostPosted: 27.05.2017 11:04 
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Drehorte in real besichtigen macht wirklich Spaß. Hab auch irgendwo noch "Killer von Wien"-Wienfotos auf der Festplatte...
Schön gemacht. Nur beim Palmenhaus ist beim Hochladen oder Verlinken wohl was schief gelaufen. ;)

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 Post subject: Re: DER KILLER VON WIEN - Sergio Martino
PostPosted: 28.05.2017 12:22 
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Asa Vajda wrote:
Drehorte in real besichtigen macht wirklich Spaß. Hab auch irgendwo noch "Killer von Wien"-Wienfotos auf der Festplatte...
Schön gemacht. Nur beim Palmenhaus ist beim Hochladen oder Verlinken wohl was schief gelaufen. ;)


Ohja, mir hat das auch richtig viel Spaß gemacht. Zudem ist Wien ja auch noch eine wunderschöne Stadt! Lohnt sich.
Danke fürs drauf Aufmerksam machen...Fehler ist berichtigt =)

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 Post subject: Re: DER KILLER VON WIEN - Sergio Martino
PostPosted: 02.03.2019 15:01 
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"Der Killer von Wien" (Lo strano vizio della signora Wardh) (Italien / Spanien 1971)
mit: Edwige Fenech, George Hilton, Alberto de Mendoza, Ivan Rassimov, Cristina Airoldi, Manuel Gill, Carlo Alighiero, Bruno Corazzari, Miguel del Castillo, Luis de Tejada, Mira Vidotto, Brizio Montinaro, Marella Corbi, Pouchie u.a. | Drehbuch: Eduardo M. Brochero, Ernesto Gastaldi | Regie: Sergio Martino

Julie und Neil Wardh leben in New York. Börsengeschäfte führen den Mann nach Wien, wo Julie ihrem früheren Liebhaber Jean begegnet, mit dem sie ein zerstörerisches sadomasochistisches Verhältnis verband. Auf einer Party lernt sie den Erben George kennen, der ihr neue Lebensfreude gibt. Währenddessen wird die Stadt von einem brutalen Frauenmörder heimgesucht und es scheint, als hätte er es auch auf Julie abgesehen....

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"Das seltsame Laster der Frau Wardh" scheint der Auslöser für verstörende und bedrohliche Vorgänge zu sein, wird aber nicht weiter begründet. Offensichtlich handelt es sich bei der attraktiven Frau um eine Person, deren Selbstbewusstsein nicht sehr ausgeprägt ist, obwohl sie in einem Umfeld der Prosperität lebt und keine anderen Sorgen als ihr eigenes Gefühlsleben hat. Das Bedürfnis, von jemandem dominiert zu werden und die Kontrolle über ihr Leben abzugeben, schwächt ihre Persönlichkeit, was sie für autoritäre Männer zur leichten Beute werden lässt. So weckt sie entweder einen Beschützerinstinkt oder leitet dazu an, sie zu erniedrigen, weil sie ihrem Partner wenig entgegenzusetzen hat. Gleich drei Männer glauben, zu wissen, was das Beste für sie ist und versuchen, sie nach ihren Vorstellungen zu formen. Jean, der dominante Freund nachtaktiver Tiere, übt seine Macht mit Gewalt aus; Neil, ihr konservativer Ehemann bietet ihr ein sicheres Ambiente, langweilt sie jedoch mit seinem Börsenhintergrund, während der sportliche George Abenteuer und Bedingungslosigkeit verspricht. Julies Freundin Carol propagiert die Sorglosigkeit, weil sie an der Unberechenbarkeit des Lebens nichts ändern kann und behauptet sich mit einer Prise Humor und Schlagfertigkeit. Niemand außer Neil Wardh muss einem Broterwerb nachgehen und so dreht sich alles um das eigene Wohlergehen und jede Regung auf der Klaviatur der Emotionen wird ausgekostet und analysiert. Die Angst vor dem unheimlichen Frauenmörder nimmt zu, als die Beziehungen Julies kompliziert werden und weitet sich auch auf die loyale Freundin aus, weil sie Julie helfen will. Der Rasiermessermörder beeinflusst durch seine Strafaktionen die Psyche der Frauen, weil er einem Hass das Wort spricht, der auf die Vernichtung des Weiblichen ausgerichtet ist. Seine Attacken richten sich gegen junge, aktive Frauen, deren Leben er in rabiater Weise vernichtet. Die latente Bedrohung durch ihre eigene Vergangenheit lässt Julie nicht zur Ruhe kommen und suggeriert ihr, sie selbst müsste das nächste Opfer des Mörders werden, während ihre fröhliche Freundin Carol so eine Gefahr mangels ähnlicher Erfahrungen nicht spürt.

Die Besetzung des Films wartet mit alten Bekannten auf, wobei besonders George Hilton immer eine sichere Bank ist. Obwohl der stets sonnengebräunte Mann oftmals im Zwielicht steht und sich, nachdem man Vertrauen zu ihm gefasst hat, gern als Schurke entpuppt, ist man ihm nie lange böse, weil es ihm gelingt, diese souveräne Nonchalance zu vermitteln, die ihm Sympathien sichert. Alberto de Mendoza hält sich mit seinen Gefühlsregungen meist zurück und strahlt Seriosität, aber auch Unergründbarkeit aus. Das Sprichwort der 'stillen Wasser' trifft auf ihn zu. Ivan Rassimovs animalische Ausstrahlung macht ihn zu einem unangenehmen Zeitgenossen, der neben seinen handfesten Attributen wenig zu bieten hat. Inmitten dieser Männer schafft es Edwige Fenech mit ihrem Schneewittchen-Gesicht spielend, die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Ihr treuherziger Augenaufschlag, der viele Männer um den Verstand bringt, weckt Hoffnungen auf weitere Einblicke, die sie mehrfach gewährt. Was bleibt, ist jedoch eine gewisse Leere, weil ihr das Lebensfeuer fehlt. Vermutlich glaubte sie deshalb, durch den Zusatz von Gewalt, ihre Empfindungen verstärken zu können. Sie agiert und bleibt doch abwesend, in ihrem eigenen Kokon gefangen. Ohne Zweifel würde ein Psychologe dieses Beziehungsmuster als krankhaft konstatieren, weil sie nicht Herrin ihrer selbst ist, sondern nur auf äußere Einflüsse reagiert. Edwige Fenech gelingt es, das Publikum für sie einzunehmen, weil sie sich auch den Vorgaben des Drehbuchs ganz hingibt und man sich wünscht, sie möge sich endlich aus diesem ungesunden Strudel der psychischen und physischen Abhängigkeit befreien. Das Wiener Lokalkolorit ist dezent und wird ohne touristische Aufdringlichkeit präsentiert. Die Poesie der Schauplätze zeugt von großem Respekt, weil sie sorgsam gewählt worden sind. Die Parkanlagen von Schloss Schönbrunn erinnern in ihrer Inszenierung an Szenen aus "Letztes Jahr in Marienbad", während die pittoresken Gassen der spanischen Küstenstadt auf die Enge hinweisen, in die Julie Wardh getrieben wird. Bemerkenswert auch die musikalische Umrahmung durch Nora Orlandi, deren unaufdringlicher Score die Stimmungen verstärkt, ohne sie zu erdrücken.

Fazit: Eleganter, farbenprächtiger Giallo vor gehobener Kulisse mit einem überzeugenden Ensemble und einer schlüssigen Story. Spielt in einer Liga mit ähnlich konzipierten Filmen wie "Der Schwanz des Skorpions" oder "Der Mann ohne Gedächtnis".


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