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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Post subject: DIE MÖRDERKLINIK - Elio Scardamaglia
PostPosted: 26.09.2010 20:35 
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OT: La lama nel corpo (1966)

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In einer im tiefsten Wald gelegenen psychiatrischen Privatklinik geschehen Morde. Außerdem dringen seltsame Geräusche aus der obersten Etage, die nicht betreten werden darf, und der Oberarzt geht undurchschaubaren Machenschaften nach...

Ausgesprochen interessanter, im Gothic-Ambiente angesiedelter Früh-Giallo, bei dem eigentlich alles stimmt!
Ausufernde Gewaltexzesse sollte man hier natürlich noch nicht erwarten, aber das hat der Film auch gar nicht nötig. Denn Regisseur Scardamaglia inszeniert einfallsreich, ohne größere Längen und vor allem mit viel Sinn für Atmosphäre, Locations und visuelle Kniffe. So ein Schauplatz ist dabei freilich prädestiniert für schräge Nebenfiguren, so gibt's zum Beispiel eine Patientin, die mit einer ausgestopften Katze schmust, und einen anderen, der öfters gefährliche Anfälle hat, aber im Mittelpunkt steht doch eindeutig die Story, welche einige Wendungen bietet und damit gut die Spannung hält. William Berger ist perfekt in der Rolle des zwielichtigen Arztes, die Frauen sind schön und die Musik begleitet die Geschehnisse äußerst effektiv.

Da kann man doch tatsächlich von einem kleinen Juwel sprechen, das einen weitaus höheren Bekanntheitsgrad verdient hätte.

Danke auch nochmal an den freundlichen Spender. :)


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 Post subject: Re: DIE MÖRDERKLINIK - Elio Scardamaglia
PostPosted: 27.09.2010 21:50 
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Schöner-Proto-Früh-Gothic-Giallo, der einfach eine Menge Freude macht! Tip!

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Zensor, der - Beamter gewisser Regierungen, dessen Aufgabe es ist, geniale Werke zu unterdrücken. In Rom war der Zensor
ein Inspektor der öffentlichen Moral; die öffentliche Moral moderner Nationen verträgt jedoch keinerlei Inspektion.
(Ambrose Bierce - Des Teufels Wörterbuch, 1911)


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 Post subject: Re: DIE MÖRDERKLINIK - Elio Scardamaglia
PostPosted: 14.01.2011 22:40 
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Ja den Film liebe ich sehr erinnert in der Ausleuchtung und der Handlung stark an die Werke Bavas .... schöner Film

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Blu Ray und DVD Holzkistenverpackungen sind Sondermüll....
und echte Filmfans brauchen sowas nicht !!!


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 Post subject: Re: DIE MÖRDERKLINIK - Elio Scardamaglia
PostPosted: 15.01.2011 10:13 
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Ich werde mir die Italien-Disc bestellen. Bin wirklich gespannt auf den Streifen. Sollte/müßte eindeutig was für meinen Geschmack sein.

Gruß. G.


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 Post subject: Re: DIE MÖRDERKLINIK - Elio Scardamaglia
PostPosted: 04.11.2011 19:51 
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Hab mir das Tape nun auch mal bei Mundo geschossen...
Hat sich gelohnt!
Erstaunt bin ich diesmal, das Chet Haargenau die selben Bilder für seine Screenshots gewählt hat, die ich mir beim sehen schon vorgemerkt hatte. Die Szene beim Brunnen, die Dame neben der Abendröte ect...

Ich mag ja solche Filme die in einem Krankenhaus spielen, ner schule oder Internat, ode hier ne Irrenanstallt!
Der Film ist sehr spannend gehalten, prässentiert leider recht Früh seinen Mörder, aber es ist doch anders als man denkt.
Schön das der Film im Gothic Ambiente spielt, klar einen teueren oppulent ausgestatteten Film kann man nicht erwarten, funktionier aber auch so. Zb die von Chet angesprochenen Insassen, es gibt nur drei davon zu sehen und die werden für die Story benötigt. Normalerweise müsste so eine Anstallt ja etwas mehr Patienten präsentieren...
Nunja es gibt in dieser Anstallt ein Stockwerk das niemand betreten darf, denn dort verbirgt sich ein geheimniss...
Im stock darunter hört man immer ein schleifen von oben, was einen Patienten in den Wahnsinn treibt.
Was sich da oben verbirgt ist schier unglaublich :shock:
Eine neue Schwester wurde eingestellt, diese muss die mysteriösen vorgänge auch erstmal verdauen.
Auch eine Dame die eine Wagenpanne hatte trudelt ein ect... (natürlich mit dem Pferdegespann, ihr Mann wurde dabei zu tote geschleift.)
Morde gibts auch einige, zumindest die ergebnisse sind einigermassen blutig anzusehen. Der Mörder ist ein vermumter der mit Rasierklinge mordet.
Was so kammera und farbtechnisch geboten wird seht ihr ja an Chets bildern!
Vergeben würde ich 7,5/10

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 Post subject: Re: AW: DIE MÖRDERKLINIK - Elio Scardamaglia
PostPosted: 13.10.2014 22:37 
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 Post subject: Re: AW: DIE MÖRDERKLINIK - Elio Scardamaglia
PostPosted: 13.10.2014 23:40 
andeh wrote:
Kommende #6 der filmArt Giallo Edition! Image Image Image



Schön! :)


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 Post subject: Re: DIE MÖRDERKLINIK - Elio Scardamaglia
PostPosted: 14.10.2014 01:20 
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Hach! Gefühltermaßen gestern erst beim TERZA VISIONE in Nürnberg auf der Leinwand genossen, und jetzt schon bei FilmArt! Sachen gibt's... ;)

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 Post subject: Re: DIE MÖRDERKLINIK - Elio Scardamaglia
PostPosted: 14.10.2014 10:08 
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Diabolik! wrote:
Hach! Gefühltermaßen gestern erst beim TERZA VISIONE in Nürnberg auf der Leinwand genossen, und jetzt schon bei FilmArt! Sachen gibt's... ;)


Im Alkoholgeförderten Freudentaumel geschrieben? ;) oder wird da tatsächlich was kommen?

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 Post subject: Re: DIE MÖRDERKLINIK - Elio Scardamaglia
PostPosted: 14.10.2014 10:24 
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Auf der Rückseite der Postkarte in der heute eingetrudelten Giallo Edition Nr. 5 wird er angekündigt! :) Hat mir im Kino auch seeeehr gut gefallen diese Perle. :D

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 Post subject: Re: DIE MÖRDERKLINIK - Elio Scardamaglia
PostPosted: 14.10.2014 11:55 
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Sehr Fein! Mörderklinik kenne ich noch nicht.
Die Überraschung ist mit dieser Titelbekanntgabe vollends gelungen :good:


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 Post subject: Re: DIE MÖRDERKLINIK - Elio Scardamaglia
PostPosted: 14.10.2014 16:42 
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andeh wrote:
Auf der Rückseite der Postkarte in der heute eingetrudelten Giallo Edition Nr. 5 wird er angekündigt! :) Hat mir im Kino auch seeeehr gut gefallen diese Perle. :D


Richie Pistilli wrote:
Sehr Fein! Mörderklinik kenne ich noch nicht.
Die Überraschung ist mit dieser Titelbekanntgabe vollends gelungen :good:


In der Tat eine Überraschung... aber eine sehr angenehme.

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 Post subject: Re: DIE MÖRDERKLINIK - Elio Scardamaglia
PostPosted: 14.10.2014 19:05 
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Diabolik! wrote:
Hach! Gefühltermaßen gestern erst beim TERZA VISIONE in Nürnberg auf der Leinwand genossen, und jetzt schon bei FilmArt! Sachen gibt's... ;)


Ja das stimmt... Sehr schön das der nun kommt! Toller film!

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 Post subject: Re: DIE MÖRDERKLINIK - Elio Scardamaglia
PostPosted: 14.10.2014 21:23 
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Ich mag die Mischung von Gothischer Horror-Atmosphäre und Giallo.

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 Post subject: Re: DIE MÖRDERKLINIK - Elio Scardamaglia
PostPosted: 15.10.2014 19:43 
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Hui, tolle Nachricht! :)


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 Post subject: Re: DIE MÖRDERKLINIK - Elio Scardamaglia
PostPosted: 15.10.2014 19:52 
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 Post subject: Re: DIE MÖRDERKLINIK - Elio Scardamaglia
PostPosted: 15.10.2014 20:48 
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... kenn ihn garnicht... scheint aber auch was für mich zu sein :)

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 Post subject: Re: DIE MÖRDERKLINIK - Elio Scardamaglia
PostPosted: 15.10.2014 22:02 
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Bin auch mehr als erfreut, dass die Giallo Edition #06 dieses mal mit einer absoluten Gernre-Perle aufwartet :good: Diese Rarität befindet sich bis heute auf meiner Liste ungesehener Gialli mit dt. Synchro und kann es daher kaum erwarten, diesen schwer gesuchten Genre-Diamant endlich betrachten zu dürfen (Danke FilmArt!) :laie_69: :)


Bis dato gibt es dann erst einmal den Trailer und ein paar Filmposter:

www.youtube.com Video from : www.youtube.com



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Weiterhin führt die IMDB mal wieder 2 Schnittfassungen auf:

1 hr 15 min (75 min) (re-release) (1972) (USA)
1 hr 26 min (86 min) (re-release) (1968) (USA)

:unknown:


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 Post subject: Re: DIE MÖRDERKLINIK - Elio Scardamaglia
PostPosted: 16.10.2014 00:44 
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Hab ich von VHS-Sichtungen eher als Gothic-Grusler denn als Giallo in Erinnerung. Egal, Hauptsache er kommt.

Die Erinnerung daran beginnt dunkel zu werden, aber ich empfand ihn als durchaus gelungen. Kein "La Danza Macabra", auch kein "Long Hair of Death", aber oberes Mittelfeld mit einigen atmosphärisch dichten Szenen - und mit Helmut Berger.


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 Post subject: Re: DIE MÖRDERKLINIK - Elio Scardamaglia
PostPosted: 16.10.2014 01:29 
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Den wollte ich auch immer schonmal sehen. Hier gefällt mir der Titel DAS MONSTER AUF SCHLOSS MOORLEY fast besser, das klingt nach 60er Jahre Kintop und passt wohl auch zum Gothic Horror-Charakter des Films. Vielleicht könnte man ja ein Wendecover mit dem Alternativ-Kinoplakat machen, ausnahmsweise... ;)


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 Post subject: Re: DIE MÖRDERKLINIK - Elio Scardamaglia
PostPosted: 16.10.2014 03:00 
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marc666 wrote:
und mit Helmut Berger.


William. ;)

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 Post subject: Re: DIE MÖRDERKLINIK - Elio Scardamaglia
PostPosted: 16.10.2014 11:03 
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Diabolik! wrote:
marc666 wrote:
und mit Helmut Berger.


William. ;)


Hab ich ein Glück: Den mag ich viel lieber! :)


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 Post subject: Re: DIE MÖRDERKLINIK - Elio Scardamaglia
PostPosted: 20.02.2015 01:27 
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Last edited by Mater Videorum on 09.12.2015 10:36, edited 1 time in total.

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 Post subject: Re: DIE MÖRDERKLINIK - Elio Scardamaglia
PostPosted: 20.02.2015 11:56 
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Mater Videorum wrote:
Ist eigentlich schon bekannt, in welchem digitalen Format den filmArt unter die gierigen Fans bringt?

Möchte den bald mal wieder sehen...ein richtiges Wohlfühl-Gothik-Grusel'chen...auf den 1. Blick nix besonderes, aber dann entpuppt sich DIE MÖRDERKLINIK doch als kleine Perle. Und was hatten wir letztes Jahr "unfreiwillig" mit dem Film beim Terza Visione gelacht! Bin gespannt...so unscheinbar, wie das Filmchen zuerst schien...umso mehr lässt mich die Erinnerung nicht mehr los!


Hat FilmArt nicht gesagt, dass der auf Blu-Ray kommen wird und man die Nr. 7 der Reihe deshalb vorziehen wird, weil die Arbeiten länger dauern werden?


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 Post subject: Re: DIE MÖRDERKLINIK - Elio Scardamaglia
PostPosted: 20.02.2015 16:14 
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So ist es...nächste Woche wird die Ankündigung zum NIGHT RIPPER kommen, ebenfalls eine DVD/Blu-Ray-Kombo, danach kommt die Mörderklinik.

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 Post subject: Re: DIE MÖRDERKLINIK - Elio Scardamaglia
PostPosted: 20.02.2015 16:48 
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filmArt wrote:
So ist es...nächste Woche wird die Ankündigung zum NIGHT RIPPER kommen, ebenfalls eine DVD/Blu-Ray-Kombo, danach kommt die Mörderklinik.


Goil! Die Firma dankt.


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 Post subject: Re: DIE MÖRDERKLINIK - Elio Scardamaglia
PostPosted: 06.08.2015 18:37 
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Damit dieser Thread noch Beachtung findet, poste ich hier:

Obwohl die alte, deutschsprachige VHS in meiner Sammlung in Ehren gehalten wird, werde ich mir die jetzt anstehende Neuerscheinung gönnen.
Beneidenswert all jene, welche dieses Kleinod italienischen Filmschaffens erstmals goutieren und sich auf eine der interessantesten Veröffentlichungen des Jahres freuen dürfen.
Der Film ist wirklich ganz ausgezeichnet.


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 Post subject: Re: DIE MÖRDERKLINIK - Elio Scardamaglia
PostPosted: 01.11.2015 22:16 
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Hab den heute im Kino auf 35mm sehen dürfen, und war nicht wirklich begeistert. Für mich ist der Film letztlich weder Fisch noch Fleisch, vielleicht habe ich auch so meine Probleme mit den Gialloelementen in einem Film, der 1870 spielen soll. Dabei ist er gut gemacht und erinnert gelegentlich an Bava. Aber ich werde wohl auf die jetzt erscheinende Disc verzichten.


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 Post subject: Re: DIE MÖRDERKLINIK - Elio Scardamaglia
PostPosted: 11.11.2015 14:09 
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William Berger   Mary Young   Françoise Prévost   in

DIE MÖRDERKLINIK

LA LAMA NEL CORPO / LES NUITS DE L'ÉPOUVANTE / DAS MONSTER AUF SCHLOSS MOORLEY / NIGHT OF TERRORS (I|F|1966)
mit Barbara Wilson, Philippe Hersent, Germano Longo, Harriet Medin, Massimo Righi, Rossella Bergamonti, Anna Maria Polani und Delfi Mauro
eine Produktion der Ci. Ti. Cinematografica | Leone Film | Orphée Productions | im Alpha Filmverleih
ein Film von Elio Scardamaglia


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»Ich freue mich auf die Erfahrung, die Geliebte eines Mörders zu sein!«


Dr. Robert Vance (William Berger) betreibt eine Heilanstalt, in der Patienten mit angeschlagener psychischer Konstitution betreut werden. Da die Einrichtung sehr abgeschieden liegt, sollen seine Schutzbefohlenen von der vorhandenen Ruhe profitieren, jedoch wird durch diese Voraussetzung auch ein unheimlicher Frauenmörder angelockt, der seine Opfer mit einem Rasiermesser tötet. Doch es scheinen sich noch weitere Geheimnisse in dem alten Gemäuer zu verbergen. Aus dem oberen Stockwerk sind sehr beunruhigende Geräusche zu vernehmen. Als man der Sache auf den Grund gehen will, kommt es zu einer schauerlichen Entdeckung. Derweil mordet das Phantom weiter und in der Klinik scheint es von Verdächtigen nur so zu wimmeln...

Bereits der Vorspann mit seinen nahezu verheißungsvollen Klängen erweist sich nicht nur als atmosphärische Einführung in Elio Scardamaglias Beitrag, sondern der Zuschauer bekommt auch gleichzeitig eine sehr charakteristische Einführung in das bevorstehende Szenario geboten, da es sich um eine karussellartige Führung durch das titelgebende Gemäuer handelt. Die abwechselnd eingeblendeten Lettern, die die beteiligten Darsteller groß ankündigen, stehen sinnbildlich für die bemerkenswerten Leistungen des Ensembles, sodass man sich entspannt und erwartungsvoll zurücklehnen darf. Blitzschnell kommt es zum ersten Mord, der in Verbindung mit der morbiden Atmosphäre für Aufsehen sorgen wird, auch die Konstellationen werden rasch durchleuchtet, damit man nach einer kurzen Einspielphase weiß, mit wem man es zu tun bekommt. Zumindest scheint es so. Dieser schnelle, und ebenso konsequente Einstieg legt die Vermutung nahe, dass man es mit einem erfahrenen Regisseur zu tun hat, jedoch zeigt sich beim Betrachten von Elio Scardamaglia, der eigentlich als Filmproduzent tätig war, dass "Die Mörderklinik" auch gleichzeitig seine komplette Filmografie darstellt. Solche Gegebenheiten kann man zwar skeptisch betrachten, doch hier sollte man nur das Naheliegende tun und sich einfach auf diese Wundertüte der Unterhaltsamkeit konzentrieren. Eine in Schwarz gehüllte Gestalt schleicht im prunkvollen Ambiente, beziehungsweise in einem Set umher, das sehr aufwendig und der Zeit entsprechend originalgetreu simuliert wirkt. Es entstehen sehr spannende Phasen, wenn beispielsweise die Zielscheiben des Mörders um ihr Leben rennen müssen. Generell fällt das gelungene Spiel mit Licht und Schatten auf, die entstehenden Kontraste sorgen für Stimmungen, meistens der unbehaglicheren Art.

Nach einiger Zeit kristallisiert sich deutlich heraus, dass die Regie auf ein gedrosseltes Erzähltempo setzt, zugunsten einer Art Detail-Verliebtheit und dichten Zeichnung der beteiligten Charaktere, so dass die Kulturgäste des Hauses auch hinlänglich vorgestellt werden, um sie im weiteren Verlauf kritisch und empfindlich durchleuchten zu können. Die Marschrichtung, beziehungsweise die allgemein angewandte Strategie wird diesem Beitrag einen nahezu kultivierten Charakter verleihen, das Aufsparen von Effekten und expliziten Gewaltspitzen kommt dem ruhigen Verlauf zugute, da unter diesen Voraussetzungen die Pointen viel klarer und in Reinkultur wirken können. In diesem Zusammenhang soll natürlich ebenfalls erwähnt werden, dass es sich bei Scardamaglias Beitrag um einen atypischen Giallo handelt, dessen Konturen sich mit etlichen anderen Genres verschmelzen, um gedankliche Brücken zu schlagen. Und aus dieser empfundenen Ausgewogenheit schöpft der Verlauf seine Kraft, da es mangels Spektakel viele einladende Alternativen geben wird, die den geneigten Zuschauer fesseln möchten. Die bunte und gefährliche Welt rund ums Sanatorium hat zahlreiche Abhandlungen erfahren, charakteristische bis interessante Beiträge stellen beispielsweise Fernando Di Leos "Das Schloss der blauen Vögel" oder Pierre Chenals "Die Schamlosen" dar, doch eines haben diese, meistens sehr streng ortsgebundenen Bonbons alle gemeinsam: nämlich, dass sie auf der Basis der angeschlagenen Psyche, der trüben Vergangenheit und dunklen Geheimnisse eine Absolution in sich darstellen, um die bizarrsten, abenteuerlichsten und verwirrendsten Blüten zu treiben. Zu diesem Zweck dreht sich das Karussell der angeschlagenen Gemütszustände in hohen Umdrehungen und die Insassen geben im Spektrum von Wahnvorstellungen bis Schizophrenie einige überzeichnete Vorstellungen zum Besten.



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So treten immer neue Personen auf, die Verwirrung stiften, viele von ihnen wirken geheimnisvoll und unberechenbar, ja eigentlich agieren die meisten von ihnen so, als seien sie dem Wahnsinn nah, oder als hätte er sie bereits längst eingeholt. In diesem Zusammenhang muss die Besetzungsliste erwähnt werden, die mit vergleichsweise wenigen großen Namen des Geschäfts aufwartet, sogar vielmehr mit Schauspielern, deren Filmografien nicht gerade üppig wirken. Wie dem auch sei, in solchen Fällen muss es eben zu einer gehörigen Portion Überzeugungsarbeit kommen, die hier glücklicherweise nicht ausbleibt. Das Sanatorium wird von keinem geringeren als William Berger, alias Dr. Robert Vance geleitet, alleine seine Präsenz sorgt für die nötigen Momente zwischen Skepsis und Vertrauen. An seiner Seite sieht man Mary Young, die hier in ihrem zweiten und letzten Film zu sehen ist. Sie entfaltet eine vereinnahmende Aura und jongliert dabei mit einem, dem Empfinden nach unüberwindbaren Distanzaufbau. Die Diskussionen über eheliche Rechte und Bürden mit ihrem Mann scheinen alltäglich zu sein. William Berger strahlt seine gewohnte Souveränität aus. Es scheint, als sitze er Probleme einfach aus, im Zweifelsfall kommt es kurzerhand zu naturwissenschaftlichen Betrachtungen. Diese Strategie provoziert Temperament und Emotionen seiner Gattin, die gerne giftig die Krallen ausfährt, sich in schwerwiegende Vorwürfe und Beschuldigungen hüllt. In diesen Situationen macht sich die teilweise präzise Dialogarbeit bezahlt, wenngleich der Film insgesamt durch seine Dialogarmut auffällt, und eher mit der opulenten Bildsprache zu punkten versucht. Durch seine tatkräftigen Darsteller bekommt "Die Mörderklinik" einen interessanten Schliff, vor allem weil sich bekannte und unverbrauchte Gesichter hier die Klinke in die Hand geben und zur Dynamik des Verlaufs beitragen.

In diesem Zusammenhang muss natürlich auch Françoise Prévost als die namhafteste weibliche Darstellerin der Produktion genannt werden, die sich mit William Berger die Funktion der Zugpferde teilt. Die verschlagen wirkende Französin bereichert jede, nach zweifelhaften Charakteren dürstende Geschichte ungemein. Hier wird sie nach der kurzen, aber schmerzvollen Trennung von ihrem Mann von Dr. Vance aufgelesen und wo könnte man sich schneller und nachhaltiger erholen als in seinem Sanatorium? Der neue Kurgast Gisèle lebt sich jedenfalls umgehend ein und damit erst gar keine Langeweile aufkommt, nimmt sie das alte Gemäuer und die Herrschaften des Hauses etwas genauer unter die Lupe, um aus purer Neugierde wenigstens noch Profit schlagen zu können, doch das Temperament der gewohnheitsmäßigen Erpresserin wird schnellstens ausgebremst. Prévost liefert eine beachtliche Leistung ab, genau wie beispielsweise Delfi Mauro, Philippe Hersent und vor allem Barbara Wilson, als umwerfend aussehende Krankenschwester des Etablissements. Der zentrale Punkt für Angst und Verbrechen ist und bleibt die Klinik, die neben den sorgfältig eingeführten Charakteren ein weiteres Geheimnis birgt. In der Anfangsphase des Films kommt es zu ersten Andeutungen in Verbindung mit Zuständen von Insassen, die auf den Zuschauer zunächst wie Wahnvorstellungen wirken. Es existiert eine obere Etage, für die der Zutritt strengstens untersagt ist. Man hört Geräusche, man nimmt Schritte wahr, doch wirken diese Hinweise lediglich wie Einbildungen der Patienten, bis sich der Verdacht bestätigt, dass sich dort ein Monster befindet. Die Karten werden mit jeder kruden Verhaltensweise der Personen neu gemischt, so dass der Verdacht auch mehr oder weniger auf jeden einzelnen gelenkt wird, doch die Hintergründe bleiben über lange Strecken nebulös.

Insgesamt wird das eigentliche Thema nie aus den Augen verloren. Man nimmt beobachtende Blicke wahr, weitere Existenzen steuern auf ein abruptes Ende zu, Leichen kommen, gehen und verschwinden und im Bereich der beunruhigenden Szenen bekommt man ein paar wenige Zero-Effekte geboten, wie beispielsweise das Experimentieren an einem Hamster, oder weitere Morde, bei denen das Blut jedoch nicht gerade in Fontänen sprudeln wird. Die Kamera hält sich dabei an die Gesetze des Ambientes und wirkt zwar interessiert, hinterlässt vielleicht sogar kultivierte Absichten, allerdings kommt es nicht zur exzessiven Experimentierfreudigkeit, da man hauptsächlich auf konventionelle Grusel-Zutaten setzt, die ihre Wirkung über Kontraste und Schattenspiele aufbauen. Das letzte Drittel des Films wird mit der Offenbarung des Monsters eingeleitet. Werden sich also nun die Effekte halsbrecherisch überschlagen? Die Antwort lautet nein, doch das Tempo wird über forcierter, direkter und geschliffener wirkende Dialoge gesteigert, außerdem wird das alte Gemäuer von immer lauteren Schreien durchzogen. Die permanent vorhandene atmosphärische Dichte erweist sich nicht nur als gelungenes Stilmittel, sondern vor allem als adäquates Gegengewicht zum manchmal zu behäbigen Tempo. Beim Thema Spannung kommt man ebenfalls durchgehend auf seine Kosten, da das ständig kursierende nervöse Element eine geheimnisvolle Grundstimmung schürt, außerdem kann man sich auf eine abwechslungsreiche Auflösung mit diskretem Whodunit freuen. "Die Mörderklinik" geht schließlich als Film in die persönliche Filmhistorie ein, der nicht zuletzt wegen seines klaren Aufbaus punktet und insgesamt sorgsam durchdacht wirkt. Zustande gekommen ist schließlich ein mörderischer, beziehungsweise klinischer Spaß, der in den Sphären der landläufig bekannten Gialli als nahezu aristokratisch wirkendes Exemplar in Erinnerung bleiben wird. Top!


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 Post subject: Re: DIE MÖRDERKLINIK - Elio Scardamaglia
PostPosted: 12.11.2015 00:59 
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ugo-piazza wrote:
Hab den heute im Kino auf 35mm sehen dürfen, und war nicht wirklich begeistert. Für mich ist der Film letztlich weder Fisch noch Fleisch, vielleicht habe ich auch so meine Probleme mit den Gialloelementen in einem Film, der 1870 spielen soll. Dabei ist er gut gemacht und erinnert gelegentlich an Bava. Aber ich werde wohl auf die jetzt erscheinende Disc verzichten.


Kann dir nur zustimmen.
Werde versuchen den so gut wie es geht wieder zu verschleudern!
Auch der Versuch in irgendwelcher weiße auch immer Bava nachzuahmen schlug leider total fehl !!


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