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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Post subject: Re: DIE NACHT DER ROLLENDEN KÖPFE - Maurizio Pradeaux
PostPosted: 24.03.2016 20:53 
Pater Thomas wrote:
Darf gerne in der ECC kommen. Ich liebe den Film!


Das unterschreibe ich schnell mal.


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 Post subject: Re: DIE NACHT DER ROLLENDEN KÖPFE - Maurizio Pradeaux
PostPosted: 25.03.2016 09:16 
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... würde ich auch nochmal updaten

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 Post subject: Re: DIE NACHT DER ROLLENDEN KÖPFE - Maurizio Pradeaux
PostPosted: 25.03.2016 11:11 
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Als ich den damls zu vhs zeiten neben vodoo schreckensinsel der zombis,
Freitag der 13 reihe und Friedhofsmauer in einer Reihe stand habe ich ihn
direckt ausgeliehen und war dann sehr entäuscht.

Aber als er dann vor paar jahren Andreas in auf dvd brachte, und
ich mir ihn nochmal ansah stieg er sehr in der gunst und ist bei mir
im oberen Gilallo drittel meiner favoritten
Würde ihm 7,5 - 8 von 10 geben.


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 Post subject: Re: DIE NACHT DER ROLLENDEN KÖPFE - Maurizio Pradeaux
PostPosted: 25.03.2016 11:53 
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Bin auch für eine ECC-Neuauflage :)


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 Post subject: Re: DIE NACHT DER ROLLENDEN KÖPFE - Maurizio Pradeaux
PostPosted: 25.05.2017 21:26 
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Nach Jahren wieder einmal gesehen und "Die Nacht der rollenden Köpfe" konnte nach wie vor als klassischer Vertreter seiner Gattung überzeugen. Vielleicht ist die Geschichte im Endeffekt etwas zu durchschnittlich ausgefallen, aber die großen Stärken liegen in der spannenden Inszenierung, insbesondere bei den teils ziemlich in die Länge gezogenen und expliziten Ermordungsszenen, die daher auch an den Nerven zu ziehen wissen. Die Besetzung macht durch die Bank einen sehr guten Eindruck und es sind ganz typische Interpretationen und Charaktere aus der Welt des Giallo ausfindig zu machen. Insgesamt ein sehr atmosphärischer Beitrag, der seine Mission locker erfüllen kann.


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 Post subject: Re: DIE NACHT DER ROLLENDEN KÖPFE - Maurizio Pradeaux
PostPosted: 25.05.2017 21:46 
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Vor über einem Jahr, dass letzte mal geschaut und gemocht.

Folgende Szene möchte ich noch mal hervorheben.

sid.vicious wrote:
[...]knuffig, kann man die Aktion nennen in der Commissario Merughi - Ketty als Lockvogel einsetzt. Dabei fällt Schnauzbart ganz übel „auf die Fresse“. [...]


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 Post subject: Re: DIE NACHT DER ROLLENDEN KÖPFE - Maurizio Pradeaux
PostPosted: 26.05.2017 11:10 
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Ich fand ja die Szene der Telefonzelle im Wald zu gut :lol:

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 Post subject: Re: DIE NACHT DER ROLLENDEN KÖPFE - Maurizio Pradeaux
PostPosted: 26.05.2017 11:37 
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Mmmh . . . ist der wirklich so gut, wie er hier 'gemacht' wird? Ich habe den mal vor Jahren in einer "Grindhouse" - Vorstellung im Kino gesehen und fand den nicht so überzeugend. Die eigentlich recht hübsche CFA/XNK HB habe ich auch schon Jahre rumliegen, aber noch nicht geschaut . . . :?

Na vielleicht mal demnächst . . .


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 Post subject: Re: DIE NACHT DER ROLLENDEN KÖPFE - Maurizio Pradeaux
PostPosted: 29.04.2018 15:44 
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Jimmy Stewart wrote:
Mmmh . . . ist der wirklich so gut, wie er hier 'gemacht' wird? Ich habe den mal vor Jahren in einer "Grindhouse" - Vorstellung im Kino gesehen und fand den nicht so überzeugend. .


Bei mir ergab sich eine kleine Susan Scott Retrospektive, da ich an die beiden Arrows von "Death walks" rankam. Die VZ von "Nacht" kam dann noch dazu.

"Nacht" ist, verglichen mit der Regie der anderen beiden, sicherlich Mittelfeld. Das ist alles arg konventionell runtergedreht. Trotzdem fand ich ihn sehr unterhaltsam. Hübsche Frauen, die sich alle auszogen, ein paar fiese Morde, ein paar nette Absurditäten. (Bester unfreiwilliger Witz: die arme Informantin Martha, die so pleite ist, dass sie in ihrer Bruchbude keinen Strom hat, aber auf dem Tisch steht die Flasche J&B.) Sicher ist das kein High Concept Giallo wie die Martinos, aber er hat Spaß gemacht. Und Susan Scott alias Nieves Navarro kam gut rüber. Sie war wirklich wandelbar, und mir hat gefallen, dass sie hier einen schlichteren Typ verkörperte statt wie häufig das mondäne Luxusweibchen.


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 Post subject: Re: DIE NACHT DER ROLLENDEN KÖPFE - Maurizio Pradeaux
PostPosted: 29.04.2018 20:42 
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Wentworth wrote:
Jimmy Stewart wrote:
Mmmh . . . ist der wirklich so gut, wie er hier 'gemacht' wird? Ich habe den mal vor Jahren in einer "Grindhouse" - Vorstellung im Kino gesehen und fand den nicht so überzeugend. .


Bei mir ergab sich eine kleine Susan Scott Retrospektive, da ich an die beiden Arrows von "Death walks" rankam. Die VZ von "Nacht" kam dann noch dazu.



Verdammte Hulle! Seit meinem letzten Beitrag hierzu, habe ich den Film immer noch nicht wiedergesehen.

Ich habe gerade mal die beiden DVDs vergleichsweise eingelegt, und sie weisen doch nicht unwesentliche Unterschiede auf.

Die DVD 1 läuft netto ca. 86:23, ist nicht anamorph und von eher minderer Quali; die DVD 2 geht netto ca. 86:01 und weist eine erheblich bessere Qualität auf. Die Laufzeiten habe ich mal so ungefähr Logo- und Schwarz- bzw. Standbildbereinigt gemessen.

Fehlt bei der 'Minerva' irgendwas im Vergleich zur 'X', oder ist der Unterschied aufgrund von Framecuts, langsamerer Laufzeit . . . oder in meiner Unzulänglichkeit, genau zu messen, zu suchen? :?

DVD 1

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DVD 2

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 Post subject: Re: DIE NACHT DER ROLLENDEN KÖPFE - Maurizio Pradeaux
PostPosted: 29.04.2018 21:04 
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Ehrlich gesagt für mich sehe stimmungsvoller , unterhaltsamer schöner Giallo.
Würde gut in die ECC von Andreas passen.


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 Post subject: Re: DIE NACHT DER ROLLENDEN KÖPFE - Maurizio Pradeaux
PostPosted: 28.03.2020 00:27 
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"Die Nacht der rollenden Köpfe" (Passi di danza su una lama di rasoio) (Italien / Spanien 1973)
mit: Robert Hoffmann, Susan Scott, Anuska Borova, George Martin, Serafino Profumo, Anna Liberati, Simón Andreu, Rosita Torosh, Cristina Tamborra, Orlando Baralla, Nerina Montagnani, Giovanni Pulone, Rodolfo Lolli, Salvatore Borgese, Carlo Carli, Elisa Mainardi, Luciano Rossi u.a. | Drehbuch: Arpad De Riso, Alfonso Balcázar, Maurizio Pradeaux und George Martin nach einer Idee von Arpad De Riso und Maurizio Pradeaux | Regie: Maurizio Pradeaux

Kathy wartet auf ihren Verlobten Alberto und beobachtet dabei durch ein Teleskop wie eine blonde Frau von einem schwarzgekleideten Mann erstochen wird. Die Kriminalpolizei unter Inspektor Merughi nimmt die Ermittlungen auf und zieht Parallelen zu einem weiteren Frauenmord, bei dem das Opfer ebenfalls mit einer Rasierklinge getötet wurde. Die Journalistin Lidia Arrighi veröffentlicht das Foto des sich entfernenden Täters, der auf der Flucht den Karren eines Maronenverkäufers umgestoßen hat, was ein deutscher Tourist im Bild festhielt. Bald darauf wird der Händler in seiner Wohnung ermordet und alles deutet darauf hin, dass der Mörder hinkt - der blutige Abdruck des Gummipfropfens seines Gehstocks am Tatort lässt darauf schließen und katapultiert Alberto in den Mittelpunkt der Ermittlungen....

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Die Ingredienzen für einen guten Giallo liegen nach landläufiger Meinung schnell auf der Hand: ein maskierter Täter, der brutal mordet und dann blitzschnell im Dunkeln verschwindet; mehrere attraktive, oft leichtbekleidete Damen in Lebensgefahr und ein Privatmann, der unter Verdacht gerät und gezwungenermaßen selbst nach der Lösung für die Verbrechen sucht. Die Polizei bleibt in diesem Zusammenhang oftmals blass und ist auf die Mitarbeit der Privatermittler und/oder der Presse angewiesen. Im vorliegenden Fall macht Regisseur und Drehbuch-Co-Autor Maurizio Pradeaux also alles richtig und scheint sehr bemüht zu sein, die Merkmale seines Films mit Nachdruck zu betonen, indem er die Sequenzen kraftvoll und lautmalend inszeniert. Der klassische Aufbau der Handlung schafft eine solide Basis, auf der dann der entfesselte Wahnsinn aufgebaut wird, eingepflanzt in Momente reiner Poesie, die sich in Tanz und Musik erschöpfen. Der menschliche Körper als Zielscheibe für Aggressionen bäumt sich mit leidenschaftlicher Extraversion dagegen auf, was für stetige Bewegung sorgt und die Charaktere im Schnelldurchlauf vor den Karren des Sensenmannes spannt. Prägnante Morde halten die Spannung hoch und vermitteln das Gefühl einer permanenten Bedrohung, die nur für Augenblicke aufgehoben wird, wenn prickelnde Schauwerte in Szene gesetzt werden, um den Zuschauer abzulenken und einzulullen. Wie in einem sensuellen Wettstreit buhlen die Verlobten um die Gunst des Zusehers, der sich fragen muss, ob hier ein tieferer Sinn begründet liegt, der sich auf der Zielstrecke als psychologisch doppeldeutig enttarnen wird. Die Verknüpfung von Tod und Sexualität zieht sich wie ein roter Faden durch viele Kinodramen und beflügelt die Phantasie der Analysten.

Weichgezeichnete Erotikszenen, die wie durch einen optischen und akustischen Schleier gefilmt wurden, kontrastieren mit einengenden, finsteren Mordsequenzen, in denen sich die Kamera nicht schüchtern herantastet wie bei den Liebesspielen der Paare, sondern die Opfer in eine Sackgasse treibt und sich an ihrer Agonie weidet. Mit Vehemenz wird veranschaulicht, dass der Täter seine Spur der Zerstörung konsequent verfolgt, während seine Zielgruppe anscheinend keine unterdrückten Emotionen verarbeiten muss. Der Mord stellt keine reine Beseitigung eines Individuums dar, sondern dient dem Ausdruck tiefsten Hasses, aufgestauten Neides und schonungsloser Rache. Der Akt des Tötens als morbider Höhepunkt der Publikumserwartungen bedient klassische Elemente des Genres und steigert die Spannung durch minutenlange Hinhaltetaktiken des Täters, der sein Opfer in die Irre führt, in trügerischer Sicherheit wahrt und es durch langsames Heranpirschen aus der Fassung bringt. Gekonnt laviert die (Hand-)Kamera zwischen architektonischen Barrieren und fängt mit dem Auge des Betrachters blitzschnell Fluchtmöglichkeiten ein, welche nicht selten den Niedergang beschleunigen. Das Spiel mit der Angst, das unvermittelt auf Momente der Ruhe und Unvoreingenommenheit folgt, bewegt sich wie ein Feuerball durch das Leben der Betroffenen und hinterlässt ein Bild der Zerstörung, das von der Besessenheit kündet, mit welcher der unbekannte Täter agiert. Einmal mehr ist es die Journaille, die parallel ermittelt und zur Wahrung ihres Informationsauftrags Öl ins Feuer gießt. Der Stich ins Wespennest wird dahingehend goutiert, als das Aufscheuchen des Mörders gezielten Maßnahmen der Polizei in die Hände spielen und somit den gewünschten Fahndungserfolg bringen soll.

Der Österreicher Robert Hoffmann profiliert sich in der männlichen Hauptrolle neben der spanischen Nieves Navarro, die hier unter dem Namen Susan Scott firmiert. Das Zusammenspiel der beiden kann als gelungen bezeichnet werden, weil sich routinierte Momente des Alltags überzeugend an Ausnahmesituationen reihen, die nicht nur tatkräftiges Geschick, sondern auch Willensstärke und Humor erfordern. Besonders die Damen Navarro und Borova erweisen sich innerhalb der darstellerischen Ansprüche als vielseitig und versuchen nicht nur den eigenen Erwartungen gerecht zu werden, sondern trotz allen Selbstvertrauens auch die Gunst ihrer Partner zu bewahren und zu vertiefen. Anuska Borova gefällt vor allem als toughe Reporterin, während ihre Anhänglichkeit zu Simón Andreu streckenweise eine Faszination aussendet, die der Mann nur mit Mühe rechtfertigen kann. Nieves Navarro zeigt hier bodenständigere Züge und sieht ihre Beziehung mit pragmatischeren Augen. Die Mischung aus moderner Attraktivität und beständiger Verlässlichkeit macht ihre Darstellung sehr sympathisch. Sie kostet jene Momente, in denen sie in eine fremde Rolle schlüpft, mit Ironie aus und demonstriert damit eine souveräne Haltung, die signalisiert, dass sie das Spiel der Geschlechter durchschaut hat. Auf diese Weise gerät eine per se gefährliche Situation wie jene auf dem "Walk of Shame" zur augenzwinkernden Demaskierung männlicher Notlagen. In einem starken Finale beweisen Hoffmann und Navarro deduktive Energie, die vom Täter ausgebremst werden will und an den Nerven der Zuschauer zehrt. Wie so oft ereilt die erklärende Auflösung das Publikum auch im vorliegenden Fall nicht restlos zufriedenstellend, weil sie fast verschämt vorgebracht wird und gerne ein paar Minuten länger in Anspruch genommen hätte.

Fazit: Trotz einiger saftiger Mordszenen artet der Film nicht in einen Blutrausch aus, sondern orientiert sich am klassischen Kriminalfilm, der mit traditionellen Giallo-Elementen versehen und überzeugenden Darstellern umgesetzt wurde. Die Indizierung des Films in den Achtziger Jahren erscheint fragwürdig, zeigt der Film doch wenig mehr als in durchschnittlichen Vertretern des Genres zu sehen ist. Dennoch nichts für schreckhafte Zuseher; wer unheimliche Spannung sucht, wird hingegen sehr gut unterhalten.


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