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 Betreff des Beitrags: 7 TOTE IN DEN AUGE DER KATZE - Antonio Margheriti
BeitragVerfasst: 30.06.2010 19:06 
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7 Tote in den Augen der Katze 8/10

Antonio Margheriti

Hey so schlecht ist der ja gar nicht wie ich dachte, nachdem ich das überall vernommen hatte !

Ne Schülerin wird geschmissen und macht deswegen einen überaschungsbesuch bei ihrer Tante auf dem Schloss, da auch ihre Mutter dort anwesend ist. Diese ist anwesend weil ihre Schwester sie um Geld gebeten hat, da sie das Schloss nicht mehr unterhalten kann...
In der Nacht wird dann die Mutter erstickt und man versucht das zu vertuschen.... Weitere Morde geschehen...
Nach und nach werden einige Personen in verdächtiges licht gerückt, die Tante wegen des Geldes? Ihr Lover der Arzt, der Gleichzeitig noch was mit der Französisch Lehrerin des Sohnes hat ? Der leicht verrückte Sohn selber? Sein komischer eingesperrter Orang Utang?
Oder ist es dann gar die Mutter die von den Toten wieder auferstanden ist?
Es gibt nur einen Zeugen der den Mörder kennt und das ist die Hauskatze, die bei allen Morden anwesend ist....
Der Film kombiniert meiner Meinung nach sehr gut die Regeln des Giallos mit der Gothic Atmosphäre eines Gruselfilms. Vorallem die Vampierstory die um die Familie gesponnen ist und die Alptraumsequenzen mit der Mutter sind Gothichorror Pur!
Die Ortolani Mukke war auch ganz ok und hat den Film gut unterstützt!
Es gibt eigentlich fast gar nix negatives zu berichten, halt doch! Der Affe,war eindeutig ein Mensch im Kostüm, das sowas von Lachhaft aussah! Gleich in den ersten Minuten gibts diesen zu sehen und lies mich schlimmes befürchten, aber der Affe hat gottseidank nicht viel Screentime!

Kleiner feiner Giallo!

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 Betreff des Beitrags: Re: 7 TOTE IN DEN AUGE DER KATZE - Antonio Margheriti
BeitragVerfasst: 30.06.2010 19:36 
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Schöne Beschreibung! Ich mag den Streifen auch, ne 7/10 von mir! :geek:

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 Betreff des Beitrags: Re: 7 TOTE IN DEN AUGE DER KATZE - Antonio Margheriti
BeitragVerfasst: 01.07.2010 02:52 
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Witzig! Den habe ich mir auch gestern angeschaut. Fand ihn eigentlich auch ganz gut nur diese Mischung aus Giallo und klassischem Gruselfilm fand ich anfangs ein wenig irritierend, aber gegen Ende hat sich das ganze ja etwas aufgelöst...

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 Betreff des Beitrags: Re: 7 TOTE IN DEN AUGE DER KATZE - Antonio Margheriti
BeitragVerfasst: 01.07.2010 19:03 
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Toller Gruselkrimi, für mich aber kein Giallo

9/10 Pkt

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 Betreff des Beitrags: Re: 7 TOTE IN DEN AUGE DER KATZE - Antonio Margheriti
BeitragVerfasst: 01.07.2010 19:10 
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Hab den schon ne Weile hier rumstehen. Kann mich erinnern, dass der im alten Forum ziemlich schlecht weggekommen ist, die positiven Stimmen hier machen mir jetzt aber doch Hoffnung. ;)

Gothic-Atmosphäre ist auf jeden Fall schonmal immer ein dicker Pluspunkt! Lustig auch, dass der italienische Peter Lorre, Luciano Pigozzi, wirklich fast immer in solchen Filmen dabei ist. :)

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 Betreff des Beitrags: Re: 7 TOTE IN DEN AUGE DER KATZE - Antonio Margheriti
BeitragVerfasst: 14.10.2010 23:53 
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Hbe ihn jetzt gerade gesehen und fand ihn eher mäßig. Etwas langatmig gedreht, die Morde hatten absolut nichts Besonderes und der Plot war auch relativ schnell klar. Konnte man sich trotzdem ansehen, aber da gibt es dann doch wesentlich Besseres im Genre.


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 Betreff des Beitrags: Re: 7 TOTE IN DEN AUGE DER KATZE - Antonio Margheriti
BeitragVerfasst: 15.10.2010 10:27 
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Die Mischung aus Giallo und gotisch angehauchtem klassischen Italo-Gruselkino zündet bei mir prächtig. Deshalb ist der Streifen im meinem Heimkino immer wieder ein sehr gern gesehener Gast.
Der Cast ist recht erlesen, Jane Birkin schlicht umwerfend und Anton Diffring gibt einen echten Stänker, klasse, danke Herr Margheriti.

Gruß, G.


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 Betreff des Beitrags: Re: 7 TOTE IN DEN AUGE DER KATZE - Antonio Margheriti
BeitragVerfasst: 08.11.2010 00:36 
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Die junge Corringa (Jane Birkin) besucht ihre Verwandtschaft, doch auf dem düsteren Anwesen gerät sie schnell in ein Netz aus Familienflüchen, Aberglauben und Morden...

Antonio Margheriti verlagert den giallomäßigen Plot wirklich gekonnt in ein stimmiges Gothic-Setting. Die typischen Locations, wie nebelverhangene Gärten, dunkle Keller und Gruften, Friedhöfe etc. werden von der Kamera atmosphärisch eingefangen und auch auf ein paar ansprechend in Szene gesetzte Farbspielereien muss man nicht verzichten, dazu ertönt Riz Ortolanis Score nur manchmal ein wenig zu aufdringlich. Die Geschichte beleuchtet die verschiedenen exzentrischen Charaktere eigentlich recht gelungen, bietet auch die ein oder andere Wendung, echte Überraschungen werden erfahrene Genrefans hier jedoch kaum finden. Was den Cast betrifft, musste Luciano Pigozzi scheinbar wieder einmal den Part übernehmen, der in den Corman-Vehikeln oft Peter Lorre zu Teil wurde. Zusammen mit Venantino Venantini, welcher einen Priester gibt, hätte man hier also schonmal zwei wohlbekannte Gesichter des Italo-Kinos. Für die restlichen Rollen hat man u.a. aus den Ko-Produktions-Ländern Frankreich und Deutschland noch ein paar Leute rangeholt, die ihre Sache durchweg gut machen.

Alles in allem ein Streifen, bei dem man so ziemlich genau das bekommt, was man erwartet, insgesamt durchaus überzeugend, auch wenn's ein wenig am Überraschungsfaktor mangelt. Jedenfalls merke ich jetzt langsam immer mehr, dass ich Margheriti wohl doch etwas unterschätzt habe, wenn ich ihn bisher eher unter die Auftragsregisseure, die sich halt in jedem populären Genre mal versucht haben, eingeordnet habe - hier spürt man nämlich trotz aller Genrekonventionen doch eine gewisse eigenständige, persönliche Note.

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 Betreff des Beitrags: Re: 7 TOTE IN DEN AUGE DER KATZE - Antonio Margheriti
BeitragVerfasst: 08.02.2011 16:09 
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Ich habe den Film in der vergangenen Nacht geschaut. "7 Tote..." hat mir sehr gut gefallen, ein Film zum knuddeln! Besonders Frau Kunstmann spricht mich an, sie kommt als ruchloses Saustück sehr angenehm rüber.

Leider ist die DVD von X-Rated oft zu dunkel geraten. Ist die Scheibe von Blue Underground zu empfehlen?

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 Betreff des Beitrags: Re: 7 TOTE IN DEN AUGE DER KATZE - Antonio Margheriti
BeitragVerfasst: 08.02.2011 17:56 
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Habs grad noch mal extra für Dich gecheckt, Blap (...der bringt mich ja um, wenn ich da nicht richtig hingucke)
Die BU ist zwar auch recht dunkel in entprechenden Szenen, hat aber eine weit differenziertere Gammatarierung, so dass man mehr Details in Schwarzbereichen wahrnimmt, zudem eine reichere, wärmere und volle Farbgebung aufzuweisen, während dunkle Szenen bei der X-Rated schon manchmal richtiggehend versumpfen und die farbliche Gesamttendenz (leicht!) grün-gelblich ins Kühle läuft.
Zudem ist das Bild der BU insgesamt ruhiger, einen Tacken mehr filmlike imo. Scheinen also nicht von gleichen Master zu kommen.
Schönes Stückchen Polycarbonat, die BU. Läuft prima auf nem Pana-Plasma... :)

Gruß, G.


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 Betreff des Beitrags: Re: 7 TOTE IN DEN AUGE DER KATZE - Antonio Margheriti
BeitragVerfasst: 08.02.2011 18:26 
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Danke! Das deckt sich mit meinem Eindruck, die X-Rated Scheibe säuft in dunklen Bereichen immer wieder ab. Ich werde mir die BU als Ergänzung zulegen. Die deutsche Auswertung ist IMHO trotzdem Pflicht, denn die Synchro gefällt mir in diesem Fall wirklich gut. Sie ist nicht zu flapsig geraten, aber auch nicht zu brav.

"7 Tote in den Augen der Katze" würde sehr von einer guten HD-Auswertung profitieren. Naja, wohl eher ein Wunschtraum, zumindest momentan.

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 Betreff des Beitrags: Re: 7 TOTE IN DEN AUGE DER KATZE - Antonio Margheriti
BeitragVerfasst: 08.02.2011 18:28 
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Blap hat geschrieben:
...
"7 Tote in den Augen der Katze" würde sehr von einer guten HD-Auswertung profitieren. Naja, wohl eher ein Wunschtraum, zumindest momentan.

Schaun mer mal, so wie BU grad abgeht... :)

Gruß, G.


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 Betreff des Beitrags: Re: 7 TOTE IN DEN AUGE DER KATZE - Antonio Margheriti
BeitragVerfasst: 08.02.2011 18:31 
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G. Rossi Stuart hat geschrieben:
Schaun mer mal, so wie BU grad abgeht... :)

Gruß, G.


Ich würde eine entsprechende BD sofort kaufen. Aber ich rechne in nächster Zeit nicht damit, denn der Streifen ist ja quasi "Nische innerhalb der Nische". Hoffentlich irre ich, und Frau Lustig kündigt die Scheibe in den nächsten Tagen an. ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: 7 TOTE IN DEN AUGE DER KATZE - Antonio Margheriti
BeitragVerfasst: 09.02.2011 00:32 
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Frontansicht der großen Hartbox von X-Rated (Cover A)


7 Tote in den Augen der Katze (Italien, Frankreich, Deutschland 1973, Originaltitel: La morte negli occhi del gatto)

Mauz und das Rasiermesser

Lady Mary MacGrieff (Françoise Christophe) ist die Schlossherrin des alten Familienanwesens. Da Ebbe in der Kasse herrscht, bittet Lady Mary ihre Schwester Lady Alicia (Dana Ghia) um finanzielle Unterstützung. Doch Alicia will nichts davon wissen, sie rät Mary dazu, den alten Kasten schleunigst zu veräußern und in die Stadt umzusiedeln. Mitten in diese aufgeladene Stimmung platzt die unbekümmerte Corringa (Jane Birkin), ihrerseits die Tochter Alicias. Beim gemeinsamen Abendessen kocht die Spannung unter noch grösserer Flamme, denn James (Hiram Keller) -seinerseits der Sohn von Lady Mary- sorgt mit seiner taktlosen Art für weiteren Unfrieden. Selbst der anwesende Pater Robertson (Venantino Venantini) kann den vorlauten James nicht beschwichtigen. Besonders auf Dr. Franz (Anton Diffring) reagiert der junge Lord bissig, sogar die attraktive "Privatlehrerin" Suzanne (Doris Kunstmann) wird mit verbalen Ohrfeigen bedacht. In der folgenden Nacht wird Lady Alicia ermordet, ein grausiger Schock für Corringa. Die Lage wird immer bedrohlicher, weitere Tote sind zu beklagen, Leichen verschwinden. Wer ist für die Taten verantwortlich? Steckt der feindselige James hinter dem Terror? Besteht ein Zusammenhang mit dem Fluch, der angeblich seit Generationen auf der Familie MacGrieff lastet...???

Antonio Margheriti erfreute mich bereits mit dem Giallo-Frühwerk "Sieben Jungfrauen für den Teufel" (Nude... si muore, 1968), einem sehr schönen Genrebeitrag, der auch bestens für Einsteiger und Skeptiker geeignet ist, da er sich in gemäßtigten Bahnen bewegt. "7 Tote in den Augen der Katze" vermischt typische Elemente des Giallo (Schwarze Handschuhe, Rasiermesser) mit "Edgar Wallace Feeling", wirft dazu jede Menge herrliche Gruselatmosphäre in den Topf. Margheriti hält sein Süppchen stets unter Dampf, die unterschiedlichen Zutaten sind mit Gefühl für die richtige Dosierung abgeschmeckt. Bekanntlich sind die Übergänge zwischen "Giallo", "Wallace" und "Gothic-Horror" fliessend, das Vermengen der verwandten Spielarten gelingt in diesem Fall ganz vorzüglich! Mit Carlo Carlini stand ein erfahrener Kameramann parat, für die musikalische Untermalung sorgte der bewährte Riz Ortolani.

Die Besetzung füllt das stimmungsvolle Umfeld mit Leben aus, ich habe jede Menge Zuneignung zu verteilen. Jane Birkin spielt die Rolle der Corringa zunächst mit einer typisch jugendlichen Unbekümmerheit, überzeugt aber auch in den tragischen und fordernden Momenten. Sie verkommt dabei nie zur Nervensäge, dank ihrer eigenwilligen Schönheit sammelt sie zusätzliche Sympathiepunkte. Birkin passt nicht in die üblichen Schubladen, die gern zwecks Beurteilung von "Schönheit" aufgezogen werden. Auf den ersten Blick mag sich ihre Anmut nicht offenbaren, doch mit jeder Minute die vergeht, vergrössert sich ihre rätselhafte Anziehungskraft. Ein Gesicht mit Charakter, ich verneige mich in Demut! Bei aller Begeisterung für Jane Birkin, ist meine wahre Herzdame hier jedoch eine andere Vertreterin des starken Geschlechts. Klar, ich bin ein kleines bisschen in die Figur Suzanne verliebt, die von Doris Kunstmann als ruchloses Saustück präsentiert wird, und ihre anziehenden Reize sehr ansprechend feilbietet. Dazu bedarf es keiner ausufernden Nackt-/Erotikszenen, Frau Kunstmann war damals einfach ein Naturereignis. Françoise Christophe fällt der MILF-Part zu, sie hat es nicht leicht gegen die Präsenz von Birkin und Kunstmann zu bestehen. Doch Françoise Christophe und Dana Ghia können sich behaupten, auch wenn die grosse Show auf jüngeren Beinen durch das Szenario schwebt.

Um die Herrenriege ist es ebenso gut bestellt. Hiram Keller macht eine interessante Entwicklung durch, deren Umsetzung ihm gut gelingt. Man ahnt bereits zu Beginn, dass der junge Lord nicht nur ein Irrer mit Hang zu wüsten Pöbeleien ist. Doch überzeugt euch bitte selbst davon, ich will nicht zu viel verraten. Auf Venantino Venantini ist sowieso immer Verlass, man kennt ihn aus unzähligen Produktionen, er ist bis in die heutige Zeit aktiv. Nicht minder stark gerät die Vorstellung von Anton Diffring, dessen harte, nordische Gesichtszüge ihm zu einigen Rollen als Fiesling verhalfen. Konrad Georg dürfte zumindest den nicht mehr ganz so jungen Zuschauern bekannt sein, er war in vielen Fernsehproduktionen (Derrick, Der Alte usw.) zu sehen. Da Jane Birkin die weibliche Hauptrolle spielt, hat man Serge Gainsbourg für eine Nebenrolle verpflichtet, die Kombination dürfte damals recht zugkräftig gewesen sein.

"7 Tote in den Augen der Katze" verzichtet auf allzu wilde Ausritte, die Morde gehen nicht ins Detail, Nacktheiten gewinnen nicht die Überhand. Eine Prise Irrwitz streute man trotzdem in den Sud, der mehrfach als Randerscheinung auftauchende Affe sorgt für Schmunzler. Diese Schmunzler sind meinerseits durchaus wohlwollend, ich bin bekanntlich ein Freund von Popanz und Co.. Die Katze hat es in den Titel geschafft, was in erster Linie als griffiger Aufhänger zu verstehen ist. Wer dem Giallo zugeneigt ist (oder diesen endlich entdecken möchte), wer gern Wallace Filme und deren Epigonen geniesst, wer ein Herz für wohlige Gruselschauer hat... Der zählt eindeutig zur Zielgruppe, sollte sich einen Abend für das Date mit der Katze freihalten.

Die mir vorliegende DVD stammt aus dem Hause X-Rated. Die gebotene Qualität ist im Grunde recht ordentlich, leider säuft die Scheibe in dunklen Szenen immer wieder ab. Ein erträgliches Manko, doch der Wunsch nach einer besseren Auswertung besteht. Boni sind rar, diverse Hartboxen stehen zur Auswahl bereit. Wer weniger tief in die Tasche greifen möchte, kann sich die Kaufhausversion beschaffen. Die deutsche Synchronisation gefällt mir gut. Sie ist weder zu brav, noch zu flaspsig, trifft den passenden Ton. Vermutlich werde ich zusätzlich die US-DVD von Blue Underground anschaffen, doppelt hält bekanntlich besser.

Gut bis sehr gut = Dicke 7,5/10 (Vielleicht noch ein wenig mehr. Auf jeden Fall hagelt es hier ganz besonders viele Knuffigkeits- und Wohlfühlpunkte, die jede Skala mit Wucht aus dem Rahmen reissen!)

Lieblingszitat:

"Sie hat mir nie gefallen. Aber in ihr war etwas so stupid-perverses, dass ich sie unbedingt malen musste."

Bonuszitat:

"Wie ist sie eigentlich so im Bett?"
"Reden wir nicht dauernd von Leichen und Mumien. Für heute habe ich genug davon."

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 Betreff des Beitrags: Re: 7 TOTE IN DEN AUGE DER KATZE - Antonio Margheriti
BeitragVerfasst: 09.02.2011 13:09 
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Sehr schöne Besprechung. Ich hab den Film ja auch in mein Herzelein geschlossen, wie ich schon öfters mal betont habe. Sag beizeiten bitte mal Bescheid, ob die BU-DVD tatsächlich heller ausgefallen ist.

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 Betreff des Beitrags: Re: 7 TOTE IN DEN AUGE DER KATZE - Antonio Margheriti
BeitragVerfasst: 09.02.2011 20:51 
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Diabolik! hat geschrieben:
Sag beizeiten bitte mal Bescheid, ob die BU-DVD tatsächlich heller ausgefallen ist.

G. Rossi Stuart hat geschrieben:
Habs grad noch mal extra für Dich gecheckt, Blap (...der bringt mich ja um, wenn ich da nicht richtig hingucke)
Die BU ist zwar auch recht dunkel in entprechenden Szenen, hat aber eine weit differenziertere Gammatarierung, so dass man mehr Details in Schwarzbereichen wahrnimmt, zudem eine reichere, wärmere und volle Farbgebung aufzuweisen, während dunkle Szenen bei der X-Rated schon manchmal richtiggehend versumpfen und die farbliche Gesamttendenz (leicht!) grün-gelblich ins Kühle läuft.
Zudem ist das Bild der BU insgesamt ruhiger, einen Tacken mehr filmlike imo. Scheinen also nicht von gleichen Master zu kommen.
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 Betreff des Beitrags: Re: 7 TOTE IN DEN AUGE DER KATZE - Antonio Margheriti
BeitragVerfasst: 09.02.2011 20:54 
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 Betreff des Beitrags: Re: 7 TOTE IN DEN AUGE DER KATZE - Antonio Margheriti
BeitragVerfasst: 10.02.2011 14:06 
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Da kann man nichts mehr hinzufügen und Herr Blap bringt es wie immer auf den Punkt
Hab mich natürlich auch in die schlüpfrige Kunstmann verguckt. Fand aber, dem Affen hätte man gut und gerne mehr Screentime ins Script schreiben können.
Hammer Gag: Als man dem Dandy den Gorila als Orang Utan verkaufte.
An den Satz und die Szene mit deinem Lieblingsziat kann ich mich noch gut erinnern. Ich selber hab für mich das folgeden Zitat gespeichert:

Lieblingszitat: „Sie hat mir nie gefallen aber in ihr war etwas stupides perverses, dass ich malen wollte.“

Der Film hat schon was, so eine kleine verruchte Art die sich beim männlichen Zuschauer festklebt...saber saber :oops:
6.5/10

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 Betreff des Beitrags: Re: 7 TOTE IN DEN AUGE DER KATZE - Antonio Margheriti
BeitragVerfasst: 10.02.2011 15:14 
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Aber dir ist schon klar, dass ich bei einer Zeitreise in die Siebziger über die Kunstmann herfalle!? Du darft dich gern mit der heutigen Doris verlustieren! :mrgreen:

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 Betreff des Beitrags: Re: 7 TOTE IN DEN AUGE DER KATZE - Antonio Margheriti
BeitragVerfasst: 10.02.2011 15:24 
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Blap hat geschrieben:
Aber dir ist schon klar, dass ich bei einer Zeitreise in die Siebziger über die Kunstmann herfalle!?


Wenn das Marcia spitzkriegt, ist aber zappenduster, Freundchen! :evil:

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 Betreff des Beitrags: Re: 7 TOTE IN DEN AUGE DER KATZE - Antonio Margheriti
BeitragVerfasst: 10.02.2011 16:26 
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Aber warum? Marcia und Edwige wollen doch ein drittes Weibchen im Rudel.

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 Betreff des Beitrags: Re: 7 TOTE IN DEN AUGE DER KATZE - Antonio Margheriti
BeitragVerfasst: 08.08.2012 20:57 
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Original Titel: La Morte negli occhi del gatto
Produktionsland: Deutschland, Frankreich, Italien
Produktion: Luigi Nannerini
Erscheinungsjahr: 1973
Regie: Antonio Margheriti
Drehbuch: Peter Bryan (Roman), Antonio Margheriti, Giovanni Simonelli
Kamera: Carlo Carlini
Schnitt: Giorgio Serrallonga
Musik: Riz Ortolani
Länge: ca. 90 Minuten
Freigabe: FSK 16
Darsteller: Jane Birkin, Hiram Keller, Françoise Christophe, Venantino Venantini, Doris Kunstmann, Anton Diffring ,Dana Ghia, Konrad Georg, Serge Gainsbourg ,Luciano Pigozzi, Bianca Doria, Franco Ressel



Corringa findet sich während ihrer angeblichen Schulferien auf dem Schloss ihrer Familie ein. Auf dem Schloss leben Corringas Mutter Alice, ihre Schwester Mary, deren Sohn James, sowie eine Französischlehrerin, Hochwürden Robertson und der Arzt Dr.Franz. Alle Anwesenden sind dem Geld nicht abgeneigt. Kein Wunder, das innerhalb des Schlosses auch ein Mörder umgeht, der die Anwesenden nach und nach eliminiert.

Antonio Margheriti versuchte sich bereits 1968 mit „Sieben Jungfrauen für den Teufel“ und 1969 mit „Schreie in der Nacht“ auf dem Giallo-Sektor. Orientierte er sich bei „Sieben Jungfrauen für den Teufel“ noch stark am Wallace-Schema, so wurde „Schreie in der Nacht“ eher eine Mischung aus Gruselelementen gepaart mit einem kleinen Giallo-Anklang. Dieses Grusel- sprich Horrorelement brachte Margheriti auch in „7 Tote in den Augen der Katze“ ein. Ein dunkles Gesamtambiente, mit gemütlichen Räumlichkeiten die durch die Beleuchtung zu einer kleinen Bedrohlichkeit mutieren. Das Ganze ist schön für das Auge anzusehen und lässt den Freund des Genres in einen gewissen Wohlfühlfaktor fallen. Was ein wenig störend ist, ist die Tatsache dass Margheriti irgendwie nichts Halbes und nichts Ganzes schafft.

Der Anklang von Horrorelementen, sprich das Einbringen übernatürlicher Elemente ist genau genommen ein verantwortlicher Wegweiser, der „7 Tote in den Augen der Katze“ den Pfad des Giallos verlassen lässt. Margheriti scheint in seiner Vorgehensweise nicht schlüssig, was er denn nun genau beabsichtigt. Zweifelssohne ist das was er in seinem Film praktiziert technisch sehr gut umgesetzt. Die Kamera, die Musik, wie auch die Beleuchtung sind absolut richtig eingesetzt. Allerdings kann der Film nicht das eigentliche Prinzip eines Giallo erfüllen.
Es fehlt ihm dazu einfach die Überzeugungskraft um den Zuschauer einzubinden. Die Morde laufen eher lapidar ab und im Grunde genommen ist die Frage nach dem Mörder nicht so zentral gesetzt, wie es in anderen Filmen dieses Genres der Fall ist. Die Lösung wird eher als ein „na ja“ gesehen und kann nicht einen Bava-mäßigen „Blutige Seide Aha Effekt“ erzeugen. Es ist sehr schade, das Margheriti dieses Einbinden nicht recht gelungen ist.

Das grundsätzliche Strickmuster, welches der Film bietet ist altbekannt und wurde zigmal angewendet und zehn Jahre vor „7 Tote in den Augen der Katze“ sogar von Alfred Vohrer mit „Das indische Tuch“ mehr oder weniger veralbert. Das Prinzip der Dezimierung einer Gruppe die sich untereinander nicht versteht, wo Keiner dem Andren traut und in der jeder seinen eigenen Vorteil sucht.

Fazit: Wie schon bei „Sieben Jungfrauen für den Teufel“ und „Schreie in der Nacht“ fehlt es auch „7 Tote in den Augen der Katze“ an Überzeugungskraft um sich vom Durchschnitt abzuheben, denn in diesem Genre gibt es weitaus bessere Filme.

6/10

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 Betreff des Beitrags: Re: 7 TOTE IN DEN AUGE DER KATZE - Antonio Margheriti
BeitragVerfasst: 17.08.2012 22:31 
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Ich fand den Film ziemlich gut. Nachdem mir DRACULA IM SCHLOSS DES SCHRECKENS so gut gefallen hatte, lief der irgendwann auch mal im Fernsehen. Dass man gleich zu Beginn den Gorilla am Fenster sah, fand ich sogar ganz gut und gruselig von der Idee her. Netter Streifen von Margheriti!

8/10


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 Betreff des Beitrags: Re: 7 TOTE IN DEN AUGE DER KATZE - Antonio Margheriti
BeitragVerfasst: 05.11.2012 12:33 
Ich mag den Film sehr gerne aber gibts da wirklich nichts besseres als die X-Rated? Zu dunkel und der Ton, bzw. die Musik leiert ziemlich stark.


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 Betreff des Beitrags: Re: 7 TOTE IN DEN AUGE DER KATZE - Antonio Margheriti
BeitragVerfasst: 05.11.2012 17:47 
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Ich muss sagen, von den zig Veröffentlichungen, die ich von der KATZE habe/hatte, ist die X-Rated noch am besten.

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Zensor, der - Beamter gewisser Regierungen, dessen Aufgabe es ist, geniale Werke zu unterdrücken. In Rom war der Zensor
ein Inspektor der öffentlichen Moral; die öffentliche Moral moderner Nationen verträgt jedoch keinerlei Inspektion.
(Ambrose Bierce - Des Teufels Wörterbuch, 1911)


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 Betreff des Beitrags: Re: 7 TOTE IN DEN AUGE DER KATZE - Antonio Margheriti
BeitragVerfasst: 05.11.2012 17:53 
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G. Rossi Stuart hat geschrieben:
[...] Die BU ist zwar auch recht dunkel in entprechenden Szenen, hat aber eine weit differenziertere Gammatarierung, so dass man mehr Details in Schwarzbereichen wahrnimmt, zudem eine reichere, wärmere und volle Farbgebung aufzuweisen, während dunkle Szenen bei der X-Rated schon manchmal richtiggehend versumpfen und die farbliche Gesamttendenz (leicht!) grün-gelblich ins Kühle läuft.
Zudem ist das Bild der BU insgesamt ruhiger, einen Tacken mehr filmlike imo. Scheinen also nicht von gleichen Master zu kommen.
Schönes Stückchen Polycarbonat, die BU. Läuft prima auf nem Pana-Plasma... :)

Gruß, G.


Hier die Vorzüge der US-DVD.

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What, does it make me evil? Am I a feeble deranged fuck? Cause Jesus would and I would not drive the needle exchange truck?


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 Betreff des Beitrags: Re: 7 TOTE IN DEN AUGE DER KATZE - Antonio Margheriti
BeitragVerfasst: 05.11.2012 18:03 
Ich finde das Filmchen echt nicht so ohne und würde mich über eine bessere Scheibe freuen.


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 Betreff des Beitrags: Re: 7 TOTE IN DEN AUGE DER KATZE - Antonio Margheriti
BeitragVerfasst: 03.08.2013 19:18 
Erscheint am 06.09.2013 von Dynasty
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Leider habe ich bei dem Label wenig Hoffnung auf ein helleres Bild und keinen Leierton wie bei der X-Rated.


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 Betreff des Beitrags: Re: 7 TOTE IN DEN AUGE DER KATZE - Antonio Margheriti
BeitragVerfasst: 06.08.2013 22:54 
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hmmm ich hatte den als gar nicht so schlecht in Erinnerung. Muss ihn irgendwann nochmal anschauen

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 Betreff des Beitrags: Re: 7 TOTE IN DEN AUGE DER KATZE - Antonio Margheriti
BeitragVerfasst: 10.09.2013 00:38 
Hat schon jemand die neue DVD von Intergroove? Ist das Bild nun heller und leiert der Ton noch?


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