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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Post subject: PSYCHO (1960) - Alfred Hitchcock
PostPosted: 11.07.2014 18:43 
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PSYCHO
(USA 1960)

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Janet Leigh - MARION CRANE /// Anthony Perkins - NORMAN BATES
Vera Miles - LILA CRANE /// John Gavin - SAM LOOMIS
Martin Balsam - ARBOGAST

Regie: ALFRED HITCHCOCK


Ein wenig über den Film
Marion Crane ist Sekretärin bei einer Immobilienfirma. In den Pausen trifft sie sich heimlich in einem Hotelzimmer mit Sam Loomis. Beide stecken offenbar in Geldschwierigkeiten.

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Marion & Sam treffen sich heimlich im Hotel


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Marion bekommt vom Klienten 40.000 Dollar

Später kauft ein Klient ein Haus von der Firma und bezahlt in bar 40.000 Dollar. Marion soll das Geld zur Bank bringen, aber das tut sie nicht. Das kleine Vermögen tut sie in ihre Handtasche, packt ihre Koffer und flüchtet mit ihrem Wagen in Richtung Kalifornien. Unterwegs kommen ihr Zweifel und sie denkt, das schon die Polizei informiert worden ist,...zumal sie auch von einem Strassenpolizisten kontrolliert wurde.

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Ein Polizist kontrolliert Marion, die es sehr eilig hat weiter zufahren


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Marion kauft sich für 700 Dollar einen neuen Wagen

Als sie immer weiter fährt, fängt es stark zu regnen an und sie macht übermüdet Rast in einem Motel, genannt BATES MOTEL. Der Besitzer, ein junger Mann namens Norman Bates gibt ihr ein Zimmer.

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Norman & Marion

Norman wirkt Marion gegenüber eher schüchtern und gehemmt. Er serviert ihr ein Sandwich und sie unterhalten sich. Norman lebt mit seiner kranken Mutter zusammen, hat aber öfters Ärger mit ihr, was öfters in Streit ausartet. Marion ist müde, will schlafen gehen und sie beschließt wieder zurück zufahren, um das Geld zurück zugeben. Als sie noch vorher unter der Dusche ist, wird sie plötzlich von einer offenbar älteren Frau mit mehreren Messerstichen ermordet.
Eine Woche später machen sich so einige Leute auf die Suche nach Marion und den 40.000 Dollar.

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Der Film hat bis heute nichts von seiner brillanten unheimlichen Schwarzweiß-Atmosphäre eingebüßt. Hinzu kommen noch die Kamera, die Ausleuchtung und die Musik von BERNARD HERRMANN. Dieser Filmmusiker dürfte allein schon wegen dieser Komposition Filmmusik-Geschichte gemacht haben. Unvergessen die schrille Streichermusik zum Mord unter der Dusche. Aber auch die Vorspannmusik, die eher nichts gutes verheißt und bei der sich durchs schwarze Bild waagerechte und senkrechte weiße Streifen im Wechsel hindurch bewegen,...nur unterbrochen von den Stabangaben. Als der Vorspann beendet ist bekommt man schöne ruhige Streicher-Musik zu hören beim Blick über die Stadt usw. B. Herrmann verstand es genial dem Film noch zusätzlich musikalische Atmosphäre zu verpassen, die diese auch dann noch hat, wenn man sie sich einfach nur auf Cd anhört. :good:

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Einer der berühmtesten Szenen, der Mord unter der Dusche

Diese Mordszene hat Filmgeschichte geschrieben und die Leute, die den Film damals zum ersten mal im Kino sahen müßen entsetzt gewesen sein. Da geb ich was drum, um damals dabei gewesen zu sein. Hitchcocks Film gilt als der Vater aller Psychokiller-Filme, der absolut wegweisend für viele danach entstandenen Filme ist. Das geniale am Film ist, das die ursprüngliche Handlung ab einen bestimmten Zeitpunkt völlig umschwenkt. Plötzlich geht es nicht mehr um Marion oder die 40.000 Dollar, sondern nur noch darum, was sich beim Bates Motel abspielt. Dadurch wird es immer unheimlicher. Vor allen Dingen, ab der Stelle wo man dem Sheriff mitteilt, das man eine alte Frau im Bates-Haus gesehen hat. Dieser kann es nicht glauben, weil Normans Mutter vor 10 Jahren starb. Allerdings fragt er sich, wer dann auf dem Friedhof liegt???

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Norman ist entsetzt über die Tote im Motelzimmer


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Lila & Sam im Bates-Motel


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Norman Bates wird immer misstraurischer

Anthony Perkins wurde seit dieser/seiner Rolle immer wieder damit identifiziert und dieses sogenannte Image wurde er auch nicht mehr los. Vielleicht lag es auch an der ganzen Intensität der Darstellung und der Inszenierung ansich. Perkins liefert hier meines erachtens eine Höchstleistung ab. Allein schon die Szene wo er mit dem servierten Essen eigentlich ins Zimmer zu Marion will, aber dann zögert,...unentschlossen ist und es lieber vorzieht mit ihr woanders zu sein. Einfach fantastisch, wie er das macht.

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Die Gesamtkosten von Psycho sollen so ca. bei 800.000 Dollar gelegen haben, was verhältnismäßig eigentlich ziemlich preiswert gewesen ist. Somit war es auch der billigste Film den Altmeister Alfred Hitchcock da gemacht hatte. Der Film spielte aber das zigfache wieder ein. Desweiteren mußten sich die Kinobetreiber auf Anordnung von Hitchcock und den Verleihern verpflichten, niemanden mehr ins Kino zu lassen, nachdem der Film angefangen hatte. Deswegen steht z.B. auf den Plakaten der Hinweis "BITTE PÜNKTLICH KOMMEN.....UND NICHTS VERRATEN!" Das dürfte wohl damals auch einmalig gewesen sein. Und diese Zusatzwerbung sorgte in den Medien für weiteren Wirbel. Hitchcocks neuer Schocker PSYCHO war in aller Munde.

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Das berühmte Haus in dem Norman Bates wohnt

Auch dieses Haus dürfte Filmgeschichte geschrieben haben und irgendwie umgibt es bis heute eine unheimliche Aura.

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Psycho ist und bleibt ein absoluter Meilenstein des horrormäßigen Psychokiller-Films. Hier harmonieren Atmosphäre, Musik, Kameraführung, schauspielerische Höchstleistungen aller Darsteller inkl. des grandiosen Spannungsaufbaus usw. sowas von gekonnt miteinander,...so das Psycho nach wievor einem irgendwie das Gruseln lehrt. Somit kann man dieses Filmwerk auch zusätzlich als zeitlos ansehen, denn Psycho wirkt auch heute noch und immer wieder.

Eines der wahren Meisterwerke der Filmgeschichte! 10/10 :jc_doubleup:

Graf von Karnstein :laie_69:

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 Post subject: Re: PSYCHO (1960) - Alfred Hitchcock
PostPosted: 12.07.2014 07:32 
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Für mich nicht Hitchcocks Bester (das ist - je nach Stimmungslage - Vertigo, Rear Window oder The Birds), aber natürlich ein Wahnsinnsfilm, der unzählige Filme beeinflußte. Was muß es doch für ein krasses Gefühl gewesen sein, den damals im Kino erleben zu dürfen, ohne Vorwissen, ohne die geringste Ahnung, was da auf einen zukommt? Und dann wird die Heldin auf einmal brutal abgeschlachtet! Der irrsinnig gut geschnittene Duschmord, während auf der Tonspur die Violinen kreischen, ist wohl eines der absoluten Highlights der Filmgeschichte. Trotzdem ist meine Lieblingsszene des Films die Autofahrt von Marion und ihre Begegnung mit dem Polizisten. Herrlich unspektakulärer Suspense, man sitzt wie auf glühenden Kohlen. Respekt übrigens auch an Richard Franklin, dem ein mehr als nur ordentliches Sequel gelungen ist. Und Fans des Filmes sollten natürlich auch das Biopic Hitchcock aus dem Jahre 2012 nicht verpassen, da dort die Dreharbeiten zu Psycho (mit Scarlett Johansson als Janet Leigh) im Mittelpunkt stehen.

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 Post subject: Re: PSYCHO (1960) - Alfred Hitchcock
PostPosted: 12.07.2014 15:26 
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 Post subject: Re: PSYCHO (1960) - Alfred Hitchcock
PostPosted: 14.07.2014 18:25 
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Psycho – Alfred Hitchcock

(USA 1960)

13.07.2014; TV (BR) / 1,33:1



Marion Crane, die zu Beginn des Filmes 40000 Dollar gestohlen hat, befindet sich auf der Reise nach Phoenix, um dort ein neues Leben zu beginnen. Unterwegs plagen sie das schlechte Wetter, das schlechte Gewissen und die Müdigkeit. So findet sie Unterkunft im Bates-Motel, das von einem sympathischen jungen Mann, Norman Bates, und dessen Mutter betrieben wird.

Abgesehen davon, dass Alfred Hitchcock wie gewohnt mit den Erwartungen des Zuschauers an die Handlungsentwicklung spielt – so wird die Hauptfigur, gespielt von Vera Miles, nach einem Drittel des Filmes ermordet, weitere Hauptfiguren werden nicht im gleichen Maße aufgebaut; oder auch, dass die Mutter, die von Marion Crane in einem Gespräch mit Norman belauscht wird, nicht wirklich gesprochen hat, da sie schon tot ist und Norman ihre Stimme imitiert – ist der Film visuell sehr interessant, da die Bildsprache die Themen der Persönlichkeitsspaltung und des Voyeurismus vertieft. So teilt zu Beginn des Filmes ein Kran das Bild in zwei Hälften, im Vorspann verdecken und überlagern zahlreiche Balken immer wieder das Bild, und die Kamera spielt immer wieder gekonnt auch mit den voyeuristischen Zuschauererwartungen. Nur einmal wird Voyeurismus plakativ gezeigt, wenn Norman Marion durch ein Loch in der Wand dabei beobachtet, wie sie sich auszieht. Gerade diese Szene ist nun in sämtlichen internationalen Veröffentlichen auf DVD und BluRay geschnitten, deswegen ist die alte TV-Fassung, die ungekürzt ist, besonders wertvoll für das Verständnis des Films. Denn nachdem Norman Bates sie beobachtet hat, gerät er in Unruhe, flüchtet, nimmt die Persönlichkeit seiner Mutter an und begeht den Mord an Marion. Während Normans Persönlichkeit nach dem Mord sofort wieder zurückkehrt, die Schuld aber der Mutter zuschreibt – deren Identität er ja angenommen hatte – übernimmt diese zweite Persönlichkeit Norman am Ende des Films dauerhaft.

Das Hören von Stimmen wird im Film ebenfalls intelligent bearbeitet: Wenn Marion sich zu Beginn des Filmes noch auf ihrer Reise nach Phoenix befindet, tauscht sie ihr Auto, um wegen der gestohlenen 40000 Dollar nicht so leicht von der Polizei verfolg werden zu können. Anschließend denkt sie über das Gespräch mit dem Autoverkäufer nach, das sie wenige Minuten vorher geführt hat; der Zuschauer hört diesen inneren Dialog mit. Übergangslos wird der Zuschauer aber nun Zeuge eines inneren Dialogs, den sie sich nur vorstellt: ein Gespräch ihres Chefs mit einer anderen Angestellten und mit dem Eigentümer der 40000 Dollar, wie sich zuerst darüber gewundert wird, warum Marion noch nicht an ihrem Arbeitsplatz ist, und sie dann als Diebin verdächtigt wird. Später im Bates-Motel wird der Zuschauer mit Marion Zeuge eines Gesprächs zwischen Norman und seiner toten Mutter, deren Stimme er imitiert; am Ende des Films trägt er ihre Kleider und selbst sein Gesicht trägt ihre Züge. Ein Psychiater erklärt einer Reihe von Beamten, dass das Tragen der Kleidung der Mutter nicht in einem sexuellen Kontext steht, sondern die Übernahme der Identität seiner Mutter anzeigt, einer Mutter, die zu Lebzeiten immer die totale Aufmerksamkeit und Liebe des Sohnes forderte, und auch gab – filmhistorisch eine interessante Weiterentwicklung des Motivs des triebhaften Mörders, das in „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“ vorgestellt wird. Auch hier schreibt der Mörder Hans Beckert, gespielt von Peter Lorre, die Schuld Stimmen zu, die ihn zu seinen Taten drängen, und gegen die er sich nicht wehren kann. In „Psycho“ wird der Zuschauer nun Zeuge dieser Stimmen, und dies in einem Aufbau vom Normalen, wenn Gedanken um ein Thema noch kreisen, das einen nicht los lässt, über das schlechte Gewissen hin zum Krankhaften, wenn man sich nicht mehr gegen Stimmen und Triebe wehren kann – und der Zuschauer ist gleichzeitig der atemberaubenden Spannung wehrlos ausgeliefert.

Fazit:

Brillanter, epochemachender Psychothriller, der auf Filme des Genres bis heute wirkt.

Wertung:

10 / 10


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 Post subject: Re: PSYCHO (1960) - Alfred Hitchcock
PostPosted: 15.07.2014 08:12 
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 Post subject: Re: PSYCHO (1960) - Alfred Hitchcock
PostPosted: 15.07.2014 21:29 
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Ich finde den Film auch klasse ;)

Will aber mal anmerken das die anderen teile auch gar nicht so schlecht sind! Zwei sind so gar richtig klasse, nur der letzte halt der wo er live im Radio da ist, fällt etwas ab...

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 Post subject: Re: PSYCHO (1960) - Alfred Hitchcock
PostPosted: 15.07.2014 21:38 
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reggie wrote:
Will aber mal anmerken das die anderen teile auch gar nicht so schlecht sind! Zwei sind so gar richtig klasse, nur der letzte halt der wo er live im Radio da ist, fällt etwas ab...

Meine Rede! Mein Lieblingsteil ist ja der zweite und auch alles was danach noch kam finde ich ebenfalls schon ziemlich ansehnlich.
Ich glaube sogar, dass ich den 60er "Psycho" von allen Teilen am wenigsten gesehen habe. :lol:


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 Post subject: Re: AW: PSYCHO (1960) - Alfred Hitchcock
PostPosted: 15.07.2014 23:15 
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Teil 1-3 sind einfach Genial...Teil 4 und das Remake unterirdisch!
Die Serie gefällt mir auch nicht wirklich :-(

Gesendet von meinem GT-I9100 mit Tapatalk 2

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 Post subject: Re: AW: PSYCHO (1960) - Alfred Hitchcock
PostPosted: 16.07.2014 11:33 
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sagger wrote:
Teil 1-3 sind einfach Genial...Teil 4 und das Remake unterirdisch!
Die Serie gefällt mir auch nicht wirklich :-(

Gesendet von meinem GT-I9100 mit Tapatalk 2

Die Serie gefällt dir echt nicht? Hast du die erste Staffel mal komplett geschaut? Ich finde die Serie richtig gut! Aber wie immer: Geschmackssache


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 Post subject: Re: PSYCHO (1960) - Alfred Hitchcock
PostPosted: 16.07.2014 12:11 
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Psycho ist schon ein Meisterwerk. 10/10

Teil 2 ist eine gelungene Fortsetzung. 7/10

Teil 3 ist durchgehend mittelmäßig und zunehmend langweiliger. 3/10


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 Post subject: Re: PSYCHO (1960) - Alfred Hitchcock
PostPosted: 31.03.2015 18:39 
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Ich muss gestehen, ich habe den Film bis gestern noch nie gesehen.
Bisher hat mich der Film ja nie wirklich gereizt, weil Amerika & Horror ist eine Kombination, mit der ich gar nichts anfangen kann.
Gestern musste es aber doch mal sein und ich muss sagen, er hat mir überraschenderweise sehr gut gefallen.
Das Zusammenspiel passt hier ganz einfach auf allen Ebenen und so kann man hier zurecht von einem zeitlosen Meilenstein der Filmgeschichte sprechen.
Der Film ist überwiegend eher ruhig angelegt und die Schockmomente werden sparsam, aber gut platziert, eingesetzt.
Zum legendären Dusch-Mord möchte ich sagen: Eine absolute Glanzleistung in inszenatorischer Hinsicht.
Sehr schön gefilmt, perfekt geschnitten und dann noch die Musik dazu, das alles erzeugt auch heute noch Gänsehautfeeling pur.
Überrascht hat mich auch ein wenig, Martin Balsam anzutreffen, den ich ja bisher ausschließlich aus Italo-Filmen gekannt habe.
Die These, dies sei ein stilbildender Film, kann ich nicht ganz nachvollziehen, zumindest nicht auf das amerikanische Horrorkino bezogen.
Ich denke, stilbildender Film, trifft da eher auf den Giallo zu, denn im Giallo hat es auch ruhige Filme gegeben, während sich die Amis in ihren Filmen im Laufe der Zeit immer mehr auf das blutige konzentriert haben und bis heute ist dieser Stil, den Hitchcock hier vorgibt, im amerikanischen Horrorkino komplett verloren gegangen.
Heute geht's nur noch darum möglichst brutal zu sein, ohne jedoch auf Atmosphäre oder inszenatorische Raffinessen zu achten.
Da scheint mir eher wahrscheinlich, dass der Film für den Giallo als Vorbild gedient hat.
Aber wie auch immer: Es ist ein zeitloser Klassiker und verdient seine 10/10 allemal.


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 Post subject: Re: PSYCHO (1960) - Alfred Hitchcock
PostPosted: 01.04.2015 18:11 
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Hitchcock ist ja auch kein Ami :P


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 Post subject: Re: PSYCHO (1960) - Alfred Hitchcock
PostPosted: 01.04.2015 18:26 
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Sbirro Di Ferro wrote:
Die These, dies sei ein stilbildender Film, kann ich nicht ganz nachvollziehen, zumindest nicht auf das amerikanische Horrorkino bezogen.
Ich denke, stilbildender Film, trifft da eher auf den Giallo zu, denn im Giallo hat es auch ruhige Filme gegeben, während sich die Amis in ihren Filmen im Laufe der Zeit immer mehr auf das blutige konzentriert haben und bis heute ist dieser Stil, den Hitchcock hier vorgibt, im amerikanischen Horrorkino komplett verloren gegangen.
Heute geht's nur noch darum möglichst brutal zu sein, ohne jedoch auf Atmosphäre oder inszenatorische Raffinessen zu achten.
Da scheint mir eher wahrscheinlich, dass der Film für den Giallo als Vorbild gedient hat.


Freilich hat "Psycho" den Giallo massiv beeinflusst. Noch deutliche Spuren hat das Werk jedoch im Slasherfilm hinterlassen.

Übrigens, für seine Zeit war "Psycho" mit Sicherheit gewagter, härter und schockierender als es heute ein üblicher Slasher zu leisten vermag. Aber bitte nicht das US-Horrorkino auf Mettgut reduzieren, vor allem nicht die Zeit zwischen "Psycho" und der Gegenwart unterschlagen.

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 Post subject: Re: PSYCHO (1960) - Alfred Hitchcock
PostPosted: 01.04.2015 18:48 
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Hitchcock ist ja auch kein Ami :P


Naja ein gebürtiger Ami nicht, das stimmt, aber er lebte ab 1939 in Amerika und war ab 1955 amerikanischer Staatsbürger.
Also war er zum Zeitpunkt der Dreharbeiten zu PSYCHO bereits ein Ami.


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 Post subject: Re: PSYCHO (1960) - Alfred Hitchcock
PostPosted: 01.04.2015 19:31 
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Einen Esel in den Stall zu stellen macht noch kein Pferd aus ihm. Ich kenne die Biografie von Hitchcock. Ich wollte nur sagen, dass er seinen eigenen Hintergrund hat und außerdem ein ausgereifter Künstler war, als er in die Staaten kam.


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