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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Post subject: Re: GROSSANGRIFF DER ZOMBIES - Umberto Lenzi
PostPosted: 18.01.2015 19:30 
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Pater Thomas wrote:

Das Booklet war auch wieder der Hammer. Glaube, das war bis jetzt das beste Tenebrarum-Booklet. Vollgeknallt mir viel informativen Text und mehr Bildern als je zuvor. Absolut TOP!



Hallo Pater,

vielen Dank für die tolle Rückmeldung! Freut mich, dass es Dir so gut gefallen hat. Das bislang beste tenebrarum-Booklet? Ich versuche natürlich bei jedem Film, nach Möglichkeit das Optimum herauszuholen. Das hängt zwar auch von der Qualität des Films ab - und bei dem Lenzi-Film war ich wie so oft selbst überrascht, was es da alles zu entdecken gab -, aber ganz entscheidend auch von der mir zugestandenen Seitenanzahl. Natürlich konnte ich auf 26 (oder wenn man die ausgelagerte Werbung und die verklebte Seite mitzählt 28) Seiten deutlich mehr Bild- und Textmaterial unterbringen als auf den leider oft maximal 16 Seiten. Selbst in diesem Fall hab ich noch um vier weitere Seiten gebeten, was aber nicht geklappt hat. :) Ich hätte gerne noch mehr (und einige Bilder gerne größer) abgebildet, aber irgendwo gibt es selbstverständlich ein Limit. Ich bin schon froh, dass ich CMV überzeugen konnte, mich ein etwas dickeres Booklet machen zu lassen. Nach meinen letzten (extrem textlastigen) Booklets wird man mir das vermutlich kaum glauben, aber ich bin selbst ein Fan von gut und reichhaltig illustrierten Booklets; aber gerade da spielt der zur Verfügung stehende Platz die wichtigste Rolle.

Martin

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 Post subject: Re: GROSSANGRIFF DER ZOMBIES - Umberto Lenzi
PostPosted: 18.01.2015 19:41 
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tenebrarum wrote:
Pater Thomas wrote:

Das Booklet war auch wieder der Hammer. Glaube, das war bis jetzt das beste Tenebrarum-Booklet. Vollgeknallt mir viel informativen Text und mehr Bildern als je zuvor. Absolut TOP!



Hallo Pater,

vielen Dank für die tolle Rückmeldung! Freut mich, dass es Dir so gut gefallen hat. Das bislang beste tenebrarum-Booklet? Ich versuche natürlich bei jedem Film, nach Möglichkeit das Optimum herauszuholen. Das hängt zwar auch von der Qualität des Films ab - und bei dem Lenzi-Film war ich wie so oft selbst überrascht, was es da alles zu entdecken gab -, aber ganz entscheidend auch von der mir zugestandenen Seitenanzahl. Natürlich konnte ich auf 26 (oder wenn man die ausgelagerte Werbung und die verklebte Seite mitzählt 28) Seiten deutlich mehr Bild- und Textmaterial unterbringen als auf den leider oft maximal 16 Seiten. Selbst in diesem Fall hab ich noch um vier weitere Seiten gebeten, was aber nicht geklappt hat. :) Ich hätte gerne noch mehr (und einige Bilder gerne größer) abgebildet, aber irgendwo gibt es selbstverständlich ein Limit. Ich bin schon froh, dass ich CMV überzeugen konnte, mich ein etwas dickeres Booklet machen zu lassen. Nach meinen letzten (extrem textlastigen) Booklets wird man mir das vermutlich kaum glauben, aber ich bin selbst ein Fan von gut und reichhaltig illustrierten Booklets; aber gerade da spielt der zur Verfügung stehende Platz die wichtigste Rolle.

Martin


Mit "bestem Booklet" meinte ich natürlich nicht, das deine anderen schlechter sind;) Ich war nur so begeistert, das es auch so viele schöne Bilder gab. Die gehören einfach dazu:) Und 16 Seiten sind wirklich zu wenig. Gerade bei deinen Booklets sollte IMMER eine Ausnahme zu mehr Seiten gemacht werden. Da würde ich als Käufer auch gerne ein paar Euro mehr drauf legen!

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 Post subject: Re: GROSSANGRIFF DER ZOMBIES - Umberto Lenzi
PostPosted: 18.01.2015 19:59 
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Pater Thomas wrote:
tenebrarum wrote:
Pater Thomas wrote:

Das Booklet war auch wieder der Hammer. Glaube, das war bis jetzt das beste Tenebrarum-Booklet. Vollgeknallt mir viel informativen Text und mehr Bildern als je zuvor. Absolut TOP!



Hallo Pater,

vielen Dank für die tolle Rückmeldung! Freut mich, dass es Dir so gut gefallen hat. Das bislang beste tenebrarum-Booklet? Ich versuche natürlich bei jedem Film, nach Möglichkeit das Optimum herauszuholen. Das hängt zwar auch von der Qualität des Films ab - und bei dem Lenzi-Film war ich wie so oft selbst überrascht, was es da alles zu entdecken gab -, aber ganz entscheidend auch von der mir zugestandenen Seitenanzahl. Natürlich konnte ich auf 26 (oder wenn man die ausgelagerte Werbung und die verklebte Seite mitzählt 28) Seiten deutlich mehr Bild- und Textmaterial unterbringen als auf den leider oft maximal 16 Seiten. Selbst in diesem Fall hab ich noch um vier weitere Seiten gebeten, was aber nicht geklappt hat. :) Ich hätte gerne noch mehr (und einige Bilder gerne größer) abgebildet, aber irgendwo gibt es selbstverständlich ein Limit. Ich bin schon froh, dass ich CMV überzeugen konnte, mich ein etwas dickeres Booklet machen zu lassen. Nach meinen letzten (extrem textlastigen) Booklets wird man mir das vermutlich kaum glauben, aber ich bin selbst ein Fan von gut und reichhaltig illustrierten Booklets; aber gerade da spielt der zur Verfügung stehende Platz die wichtigste Rolle.

Martin


Mit "bestem Booklet" meinte ich natürlich nicht, das deine anderen schlechter sind;) Ich war nur so begeistert, das es auch so viele schöne Bilder gab. Die gehören einfach dazu:) Und 16 Seiten sind wirklich zu wenig. Gerade bei deinen Booklets sollte IMMER eine Ausnahme zu mehr Seiten gemacht werden. Da würde ich als Käufer auch gerne ein paar Euro mehr drauf legen!


Das hatte ich jetzt auch nicht negativ verstanden. :) Und Dein Wort im Ohr der Labelbetreiber: Mehr als 16 Seiten wären generell gut. Mit der Bereitschaft, ein paar Euro mehr zu zahlen, dürftest Du aber leider einer Minderheit angehören. Nochmal vielen Dank!

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 Post subject: Re: GROSSANGRIFF DER ZOMBIES - Umberto Lenzi
PostPosted: 18.01.2015 21:14 
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Pater Thomas wrote:
Mit "bestem Booklet" meinte ich natürlich nicht, das deine anderen schlechter sind;) Ich war nur so begeistert, das es auch so viele schöne Bilder gab. Die gehören einfach dazu:) Und 16 Seiten sind wirklich zu wenig. Gerade bei deinen Booklets sollte IMMER eine Ausnahme zu mehr Seiten gemacht werden. Da würde ich als Käufer auch gerne ein paar Euro mehr drauf legen!


Finde auch, 16 mickrige Seiten sind ZU WENIG! Und TENEBRARUM-Booklets werten JEDE VÖ deutlich auf. Da ist der eine oder andere Euro mehr durchaus angebracht.


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 Post subject: Re: GROSSANGRIFF DER ZOMBIES - Umberto Lenzi
PostPosted: 24.11.2017 23:32 
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Erwartet habe ich mir hiervon nicht viel, einfach einen lässigen, mitunter trashigen Unterhaltungsabend.
Das bekam ich zwar auch, aber WIE?
Alles, was hier passiert, ab der Ankunft der Infizierten hat jede kleinste Erwartung meinerseits weit übertroffen.
Mit der kontinuierlichen Ausbreitung der "Seuche" baut sich eine Spannung auf und streckenweise eine Unheimlichkeit, mit der ich überhaupt nicht gerechnet habe.
So action- und temporeich der Film auch sein mag, Spannungs- und Atmosphäreaufbau sind nicht weniger gut und effektiv, als bei Filmen, die umgekehrt funktionieren, also eher auf Atmosphäre, als auf Action setzen.
Derart intensiv habe ich das zuletzt in EIN ZOMBIE HING AM GLOCKENSEIL erlebt.
Bestes Beispiel für ein perfektes Zusammenspiel von Action und Atmosphäre: Die Krankenhaus-Sequenz.
Dort ist die Hölle los, trotzdem ist das Ganze äußerst spannend, verbreitet ein Gefühl der Beklemmung und ist im wahrsten Sinne des Wortes unheimlich gut.
In Punkto Unheimlichkeit gibt's nur mehr eine andere Szene/Sequenz, die jene im Krankenhaus noch überragt.
Gemeint ist die Home-Invasion im Haus des Majors, wo dessen Frau mit einer Freundin verweilt.
Speziell die Szene im Keller ist diesbezüglich sehr stimmungsvoll, sehr wirkungsvoll, also wirklich gut gemacht.
Gegen Ende des Films macht sich auch Hoffnungslosigkeit breit, was für mich hinsichtlich der Wirkung, die der Film auf mich hat, die Krönung ist.
Und trotz all der seriösen Qualitäten lässt sich ein gewisser trashiger Anstrich nicht verleugnen, aber gerade darin liegt auch ein großer Reiz des Films.
Nämlich in der virtuosen Vereinigung von Seriosität und Trash auf verschiedensten Ebenen.
Die Musik von Stelvio Cipriani trägt ebenfalls ihren Teil bei und die Maskenbildner haben auch gute Arbeit geleistet (was ja vor allem bei den Zombies sehr wichtig ist).
Alles in allem liegt hiermit ein sehr, sehr vergnüglicher Film vor, der, denke ich, sowohl seriöse Horror/Zombie-Fans, als auch jene, die eher die trashige Schiene bevorzugen, auf seine Art irgendwie ansprechen wird.
9/10


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 Post subject: Re: GROSSANGRIFF DER ZOMBIES - Umberto Lenzi
PostPosted: 26.11.2017 14:15 
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Sbirro Di Ferro wrote:
Erwartet habe ich mir hiervon nicht viel, einfach einen lässigen, mitunter trashigen Unterhaltungsabend.
Das bekam ich zwar auch, aber WIE?

[...]

9/10


Kann mich Deiner Meinung nur anschließen; von den ganzen italienischen Zombie-Filmen schaue ich mir zwar eigentlich Bianchis LE NOTTI DEL TERRORE am liebsten an, aber den Lenzi-Film mag ich auch sehr... (Lenzi hatte in Interviews allerdings immer darauf verwiesen, dass die "Zombies" keine Zombies wären, sondern lebendige Menschen seien, die durch einen Reaktorunfall wahnsinnig geworden sind - der Originaltitel des Films ist ja auch INCUBO SULLA CITTA' CONTAMINATA);
der Soundtrack von Cipriani ist zum Glück veröffentlicht, so dass die CD wirklich sehr oft in meinen Player wandert - auf der Soundtrack-Veröffentlichung ist auch das Lied I'LL FIND MY WAY TO YOU enthalten, das von Grace Jones gesungen wird und ursprünglich doch wohl - wenn ich mich richtig erinnere - in Dallmanos KALIBER 38 in einer Nachtclubszene auf der Bühne gesungen wird - in Lenzis Film hört man Grace-Jones-Gesang dann, glaube ich, in der Szene mit dem Fernsehballett... unglaubliche Szenen, wenn die "Zombies" die Tänzerinnen und Tänzer während der Live-Show attackieren...


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 Post subject: Re: GROSSANGRIFF DER ZOMBIES - Umberto Lenzi
PostPosted: 26.11.2017 16:52 
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Wenn wir schon gerade wieder beim Thema sind, Howard: Hast du vielleicht Eduardo Fajardo erkannt?
Laut Wikipedia wäre er Dr. Kramer, aber ist weiß jetzt gerade nicht mehr, wer das war.
War das der Chefchirurg, der das Skalpell geworfen hat?


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 Post subject: Re: GROSSANGRIFF DER ZOMBIES - Umberto Lenzi
PostPosted: 26.11.2017 18:37 
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Sbirro Di Ferro wrote:
Hast du vielleicht Eduardo Fajardo erkannt?
Laut Wikipedia wäre er Dr. Kramer, aber ist weiß jetzt gerade nicht mehr, wer das war.
War das der Chefchirurg, der das Skalpell geworfen hat?


Genau, Fajardo ist wegen des Mundschutzes etwas schwerer auszumachen, leider nur eine kleine Rolle für ihn; wobei er mir auch
in Lenzis EIN COLT FÜR 100 SÄRGE gut gefallen hat, wo er zusammen mit Victor Israel unglaubliche Gesichtsausdrücke hinlegt...

bin mir nicht sicher, aber könnte Lenzi selbst als ein "Zombie" in der TV-Ballettsequenz aufgetreten sein? Jenes eine Gesicht, das allerdings nur ein paar Sekunden im Bild ist, scheint mir doch Lenzis gewesen zu sein...
imdb.com indes für Lenzi in der Rolle eines Reporters auf...


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 Post subject: Re: GROSSANGRIFF DER ZOMBIES - Umberto Lenzi
PostPosted: 26.11.2017 18:42 
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Howard Vernon wrote:
Sbirro Di Ferro wrote:
Erwartet habe ich mir hiervon nicht viel, einfach einen lässigen, mitunter trashigen Unterhaltungsabend.
Das bekam ich zwar auch, aber WIE?

[...]

9/10


Kann mich Deiner Meinung nur anschließen; von den ganzen italienischen Zombie-Filmen schaue ich mir zwar eigentlich Bianchis LE NOTTI DEL TERRORE am liebsten an...


OMG, das wird ja immer schlimmer! :o ;) Dagegen ist mein Trashfavorit, HÖLLE DER LEBENDEN TOTEN, ja ein kinematographisches Meisterwerk! :lol:

Sbirro Di Ferro wrote:
Wenn wir schon gerade wieder beim Thema sind, Howard: Hast du vielleicht Eduardo Fajardo erkannt?
Laut Wikipedia wäre er Dr. Kramer, aber ist weiß jetzt gerade nicht mehr, wer das war.
War das der Chefchirurg, der das Skalpell geworfen hat?


Wo du es erwähnst: Ist mir bisher gar nicht aufgefallen, aber er ist der Doc, der wohl für kleine Gage an GDZ mitgewirkt hat. ;)

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 Post subject: Re: GROSSANGRIFF DER ZOMBIES - Umberto Lenzi
PostPosted: 26.11.2017 18:52 
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Jimmy Stewart wrote:



OMG, das wird ja immer schlimmer! :o ;) Dagegen ist mein Trashfavorit, HÖLLE DER LEBENDEN TOTEN, ja ein kinematographisches Meisterwerk! :lol:

g[/img]


HÖLLE DER LEBENDEN TOTEN finde ich auch klasse, der Film kommt aber nicht annähernd an die etruskischen Zombies von Bianchi heran...


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 Post subject: Re: GROSSANGRIFF DER ZOMBIES - Umberto Lenzi
PostPosted: 26.11.2017 19:09 
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Howard Vernon wrote:
Jimmy Stewart wrote:



OMG, das wird ja immer schlimmer! :o ;) Dagegen ist mein Trashfavorit, HÖLLE DER LEBENDEN TOTEN, ja ein kinematographisches Meisterwerk! :lol:

g[/img]


HÖLLE DER LEBENDEN TOTEN finde ich auch klasse, der Film kommt aber nicht annähernd an die etruskischen Zombies von Bianchi heran...


Ich schaue ihn mir demnächst nochmal an, aber viel Hoffnung habe ich nicht. In meiner Erinnerung geht der eher in die Richtung, die auch D'Amato mit seinem "In der Gewalt . . . . " dargeboten hat; also so eine Art Zombie-Sex oder Sex-Zombiefilm. Da gefällt mir die herrliche Blödelei vom Bruno doch schon besser.


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 Post subject: Re: GROSSANGRIFF DER ZOMBIES - Umberto Lenzi
PostPosted: 27.11.2017 11:04 
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Howard Vernon wrote:
HÖLLE DER LEBENDEN TOTEN finde ich auch klasse, der Film kommt aber nicht annähernd an die etruskischen Zombies von Bianchi heran...

Welcher Film schafft das schon? :mrgreen:


GROSSANGRIFF fand ich bei der letzten Sichtung etwas unbefriedigend und HÖLLE hängt im Mittelteil doch stark durch; kann aber mit Anfang und Ende punkten. Muss ich noch mal schauen.


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 Post subject: Re: GROSSANGRIFF DER ZOMBIES - Umberto Lenzi
PostPosted: 27.11.2017 16:28 
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Pa_Nik wrote:


GROSSANGRIFF fand ich bei der letzten Sichtung etwas unbefriedigend und HÖLLE hängt im Mittelteil doch stark durch; kann aber mit Anfang und Ende punkten. Muss ich noch mal schauen.


Vielleicht kann man es so beschreiben: der Film vom guten Mattei ist eine recht unterhaltsame Kopie von Romeros DAWN, wobei dann ganze Szenen und Einstellungen vom Vorgängerfilm "ausgeliehen" wurden (Matteis beste Filme sind für mich RATS und vor allem auch THE OTHER HELL - eine klerikal perverse Version von SUSPIRIA, um es einmal so zu formulieren)

GROSSANGRIFF ist wunderbar hektisch, es gibt keine Sekunde, in der nichts los ist, die Musik treibt - mit ihrer repetitiven Struktur - das Geschehen wunderbar voran, und auch die zyklische Erzählweise gibt dem Ganzen dann noch einen schönen Abschluss - oder eben nicht...

Bianchis Film verbindet nun aber den damaligen Zombie-Trend wieder mit dem italienischen Gothic-Kino, sprich: das Zombie-Motiv wird nicht in der Moderne "verortet"; sondern die Handlung spielt ja in einem urtümlichen Palazzo, der von einem umschließenden Garten eingezäunt ist, indem unzählige antike Artefakte (antik römische Vasen, Sarkophage etc.) aufgestellt sind, so dass der Plot eigentlich von der Gegenwart der Handelnden "abgeschirmt" wird - schon der Beginn in der Krypta deutet bereits dieses zeitliche Zurücksetzen an, das für mich so eine Art Neuauflage des traditionellen Horrorkinos aus Italien meint / meinen könnte...

sehr ungewöhnlich ist dann ja auch das Aussehen der toten Etrusker, die in bäuerlicher Kleidung gegen das "Herrschaftshaus" und den darin Verschanzten rebellieren: marxistischer Klassenkampf? Und damit eine sehr reflektierte Neusetzung von Romeros Motiv: die Armen (die Zombies als Chiffre für die Dritte Welt, für die Unterdrückten) gegen die Besitzenden - die sich in DAWN in einem Supermarkt verschanzen - anrennen zu lassen? - diese Interpretationen gibt es ja...

am auffälligsten ist in Bianchis Bearbeitung des Zombie-Genres jedoch sein Hinzunehmen von katholischen Riten und rituellen Bildern, so als sei durch die toten Etrusker das Pagane in den Katholizismus "eingedrungen" / oder besser: dort das Pagane "wiederauferstanden" - ich könnte mir vorstellen, dass im damaligen Italien diese Art von "katholischem Bildersturm" durchaus bemerkt wurde, wobei Bianchi hierbei sicherlich nur seinen Spaß haben wollten, wenn er zum Beispiel die Eucharistie in eine Kannibalen-Szene im Kloster verwandelt, oder aber das Bild der "stillenden Madonna" neuartig interpretiert... Mariangela Giordanos Charakter weiß, was ich meine...


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 Post subject: Re: GROSSANGRIFF DER ZOMBIES - Umberto Lenzi
PostPosted: 28.11.2017 20:44 
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Howard Vernon wrote:
Jimmy Stewart wrote:
OMG, das wird ja immer schlimmer! :o ;) Dagegen ist mein Trashfavorit, HÖLLE DER LEBENDEN TOTEN, ja ein kinematographisches Meisterwerk! :lol:


HÖLLE DER LEBENDEN TOTEN finde ich auch klasse, der Film kommt aber nicht annähernd an die etruskischen Zombies von Bianchi heran...


Howard Vernon wrote:
. . . Bianchis Film verbindet nun aber den damaligen Zombie-Trend wieder mit dem italienischen Gothic-Kino, sprich: das Zombie-Motiv wird nicht in der Moderne "verortet"; sondern die Handlung spielt ja in einem urtümlichen Palazzo, der von einem umschließenden Garten eingezäunt ist, indem unzählige antike Artefakte (antik römische Vasen, Sarkophage etc.) aufgestellt sind, so dass der Plot eigentlich von der Gegenwart der Handelnden "abgeschirmt" wird - schon der Beginn in der Krypta deutet bereits dieses zeitliche Zurücksetzen an, das für mich so eine Art Neuauflage des traditionellen Horrorkinos aus Italien meint / meinen könnte...

sehr ungewöhnlich ist dann ja auch das Aussehen der toten Etrusker, die in bäuerlicher Kleidung gegen das "Herrschaftshaus" und den darin Verschanzten rebellieren: marxistischer Klassenkampf? Und damit eine sehr reflektierte Neusetzung von Romeros Motiv: die Armen (die Zombies als Chiffre für die Dritte Welt, für die Unterdrückten) gegen die Besitzenden - die sich in DAWN in einem Supermarkt verschanzen - anrennen zu lassen? - diese Interpretationen gibt es ja...

am auffälligsten ist in Bianchis Bearbeitung des Zombie-Genres jedoch sein Hinzunehmen von katholischen Riten und rituellen Bildern, so als sei durch die toten Etrusker das Pagane in den Katholizismus "eingedrungen" / oder besser: dort das Pagane "wiederauferstanden" - ich könnte mir vorstellen, dass im damaligen Italien diese Art von "katholischem Bildersturm" durchaus bemerkt wurde, wobei Bianchi hierbei sicherlich nur seinen Spaß haben wollten, wenn er zum Beispiel die Eucharistie in eine Kannibalen-Szene im Kloster verwandelt, oder aber das Bild der "stillenden Madonna" neuartig interpretiert... Mariangela Giordanos Charakter weiß, was ich meine...


Ich habe mir den Bianchi nochmal angesehen - und muss eingestehen, dass ich ihn viel schlechter in Erinnerung hatte, als er tatsächlich ist. Er ist wirklich nicht sehr attraktiv gefilmt - wenn man ihn mal mit z. B. den Fulcis oder den "Großstadtkannibalen" vergleicht -, und auch einen klassenkämpferischen Impetus möchte ich Bianchi nicht unterstellen. Eher ist anzunehmen, dass die Villa (als einziger Handlungsspielort) günstig angemietet wurde, um dort, ohne größeren organisatorischen Aufwand, alles in einem Rutsch abdrehen zu können.

Allerdings funktioniert diese örtliche Begrenzung doch recht gut, da der Film im Prinzip fast ausschließlich aus Bedrohungssituationen, in recht ansprechendem "gothischen Ambiente" besteht. Auch der von mir erinnerte hohe Sexanteil hält sich sehr in Grenzen, was dem Film m. E. sehr gut zum regenwurmbestückten :lol: Gesichte steht.

Insgesamt ist Bianchi hier ein recht düsterer, und auch z. T. sehr ekliger Zombiehorror gelungen, der auf den Rezipienten eine durchaus alptraumhafte Stimmung übertragen kann.


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 Post subject: Re: GROSSANGRIFF DER ZOMBIES - Umberto Lenzi
PostPosted: 29.11.2017 17:24 
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@Jimmy Stewart

Freut mich, dass der Film dann ja doch nicht so schlecht bei Dir wegkommt; ich habe bislang nur einmal (vor vielen, vielen Jahren)
den Film mit deutscher Sprachfassung gesehen und kann mich nicht mehr daran erinnern, wie die ausgefallen ist... die müsste eigentlich doch qualitätvoll sein - zumal der Film damals in deutschen Kinos lief... dank "88 Films" kann ich den Film heute mit
italienischen Dialogen genießen, was dem Film noch eine zusätzliche "poetische" Note gibt - finde die italienische Sprachfassung wesentlich besser als die "offiziell" englische...

was Du zu den Produktionskosten schreibt ist natürlich richtig; Bianchi / der Produzent etc. haben mit dem Palazzo ein recht kostengünstiges Setting gehabt, wo dann die meisten Szenen abgedreht werden konnten - um so schöner finde ich es, dass dann auch so ein "limitierter" Film es dennoch schafft, bestimmte Assoziationen heraufzubeschwören, die den Betrachter unter die "Oberfläche", also hinter das "Wortwörtliche", schauen lassen...


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 Post subject: Re: GROSSANGRIFF DER ZOMBIES - Umberto Lenzi
PostPosted: 02.02.2020 14:31 
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Letzte Meldung von Dean Miller: Das Flugzeug aus China ist gelandet, alle Sicherheitsvorkehrungen sind getroffen. Doch nachdem die ersten Passagiere ausgestiegen sind, eskalierte die Lage unerwartet und die Folgen für die Bevölkerung sind bislang nicht abzusehen. :? Die TAGESSCHAU hält Sie natürlich weiter auf dem Laufenden - jedenfalls solange dies noch möglich ist...


Okay, Ernst beiseite... :mrgreen:


Großangriff der Zombies ("Incubo sulla citta contaminata" I/S/Mexiko 1981, Regie: Umberto Lenzi)

Aus einem staatlichen Atomforschungszentrum ist eine radioaktive Gaswolke entwichen, die alle ihr ausgesetzten Menschen in blutrünstige Zombies (oder sowas ähnliches) verwandelt. Mit großen Transportmaschinen landen sie auf dem Flughafen einer Großstadt und verbreiten Angst und Schrecken unter der Bevölkerung. Mit allen Mitteln versucht das Militär, ihrer Herr zu werden, doch die Aufgabe scheint unlösbar: Die Zombies, deren Zahl sich rasend schnell vergrößert, erweisen sich nicht als träge, dumpf dahintrottende Wesen, sondern als ebenso schnell wie ihre menschlichen Verfolger. Sadistisch und hinterhältig sind sie auch noch! TAGESSCHAU-Reporter Dean Miller (Hugo Stiglitz) begibt sich mitten ins Geschehen, um vor Ort berichten zu können. Er trifft auf Dr. Anna Miller (Laura Trotter) und es gelingt beiden den mordgierigen Bestien zu entkommen. Bald stehen die beiden allein auf weiter Flur und sehen sich einer Meute von Zombiepathen gegenüber, die nichts anderes wollen, als töten und Blut trinken, denn sie brauchen's dringend. Leider gehen sie dabei ziemlich verschwenderisch mit dem kostbaren Nass um und sind daher immer auf der Jagd nach neuen Opfern... (teilweise OFDb)

"Bin ich nun der Verantwortliche für die Tagesschau, oder nicht?" Yeah, das waren noch Zeiten, wo Reporter alles erdenkliche auf sich nahmen, um der Bevölkerung die Wahrheit zu zeigen. Selbst, wenn die Welt untergeht - der zahlende Steuerzahler hat das Recht auf Information, koste es, was es wolle. Reporterehre! Und es zeigt sich, dass es Renn-Zombies auch Anfang der 80er-Jahre schon gab. Doch richtige Zombies sind das eigentlich nicht. Richtige Zombies schneiden Mädels nicht die Titten ab, um sie grinsend in die Kamera zu halten. Und sie kommen auch nicht aus dem Hinterhalt angesprungen, um ihre Opfer zu verprügeln. Überhaupt sind die Zombies hier ziemlich agil, sehr versiert im Umgang mit Waffen und haben irgendwie immer ein breites Grinsen im Gesicht. Richtige Strahlemänner sind das, aber ist ja auch kein Wunder nach so einer radioaktiven Dusche. Umberto Lenzi ist hier in seinem Element und hält sich erst gar nicht mit Nebensächlichkeiten wie Logik auf. Da ist es nur folgerichtig, dass das Finale in einem Vergnügungspark stattfindet, mitten auf dem Gerüst einer Achterbahn. Das ist alles recht temporeich inszeniert, lässt aber immer wieder auch Raum für ruhige Momente, in denen sich eine durchaus bedrückende Stimmung breit macht. Vor allem die Szene, wenn Major Holmes einen Abstecher zu seinem Haus macht, um nach seiner Frau Sheila zu sehen, ist atmosphärisch wirklich schön unheimlich in Szene gesetzt. Stelvio Cipriani komponierte dazu einen treibenden Soundtrack, der ebenso gut auch zu einem Mafia-Thriller passen würde. Für den Gore- und Splatterfan gibt es eine beachtliche Anzahl billiger, aber sehr wirkungsvoller Effekte zu bestaunen. Diese sorgten selbst 2005 noch dafür, dass "Großangriff der Zombies" auf Liste B indiziert wurde, was den Film bis heute strafrechtlich relevant macht. Wäre langsam mal Zeit, dies zu ändern. Zu den Fans dieses Eurokult-Klassikers zählt sich auch Quentin Tarantino, der dem Hauptdarsteller Hugo Stiglitz in "Inglourious Basterds" seine Reverenz erwies.

Der Kniff mit der
Albtraum-Zeitschleife
war damals noch wirklich originell und überraschend. Umberto Lenzi wiederholte ihn 1989 in seinem "Gates Of Hell", den ich auch sehr empfehlen kann.

9/10 Trash-Splatter-Kult :D


AL NORTHON wrote:
Die alte CMV DVD hat doch tatsächlich bessere Qualität (allerdings nicht anamorph) als die spätere Marketing und X-Rated Fassung.


AL NORTHON wrote:
Ja, das gleiche gilt auch für MUTTERTAG, die alte CMV DVD hat ein besseres Bild als die neueren XT Scheiben.Ich hab das vor nicht langer Zeit mal verglichen.Bei MUTTERTAG wurde anscheinend von XT die CMV Vorlage genommen und einfach mehr Farbe reingedreht,was sehr unnatürlich aussieht.Die Marketing und X-Rated DVD vom Grossangriff zieht glaub ich ziemlich nach, bei einem etwas größeren Bildschirm fällt es ziemlich stark auf.

Kann ich bestätigen. Die alte CMV sieht tatsächlich besser aus, bei "Muttertag" dasselbe.



AL NORTHON wrote:
Die Quali der Marketing VHS ist erstaunlich gut und im richtigen Format.

Die Marketing-VHS, die ich früher hatte, war allerdings stark abgedunkelt. Wenn
Sheila
der halbe Kopf weggeschossen wird, war das kaum noch zu erkennen.

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PHOBOS (Trailer - deutsch)


THC statt TTIP!


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