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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Post subject: MOTHER OF TEARS - Dario Argento
PostPosted: 19.12.2009 22:44 
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Italien / USA 2007

Mit Asia Argento, Udo Kier u.a.

Bei Ausgrabungen in der Nähe von Rom öffnen die amerikanische Kunststudentin Sarah Mandy (Asia Argento) und ihre Kommilitonin Giselle (Coralina Cataldi-Tassoni) durch ein Versehen eine alte Urne und setzen damit unwissentlich den Geist von Mater Lacrimarum (Moran Atias), einer der mächtigsten Hexen der Welt, frei. Als nach Giselles grausamer Ermordung eine spektakuläre Serie von mysteriösen Selbstmorden Rom in Angst versetzt und sich zahlreiche, unerklärliche Ereignisse häufen, wird sich Sarah der Tragweite ihres Fehlers bewusst - und beschließt, der "Mutter der Tränen" die Stirn zu bieten...

(Quelle: OFDB.de)

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Für mich ein total ärgerlicher Beitrag Argentos.
Meine bescheidene Meinung demnach auch sehr kritisch:
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 Post subject: Re: MOTHER OF TEARS - Dario Argento
PostPosted: 20.12.2009 13:07 
Der Film baut eine ganz besondere Atmosphäre auf und ist zu jeder Zeit wirklich spannend und unheimlich!
Das Böse ist den ganzen Film über präsent.
Die Kameraeinstellungen und auch die Ausleuchtung (gelb dominiert) sind wunderschön und typisch Argento!
Die Musik von Claudio Simonetti läßt den Soundtrack von INFERNO verblassen!
Der Film ist gespickt mit Zitaten im Sinne der Vorgänger.
Es gibt sogar die obligatorische Taxifahrt zum Haus der Mutter.
Diesesmal wird während der Taxifahrt nicht das Gesicht der Hauptdartellerin mit verschiedenen Lichteffekten beleuchtet, viel mehr spielt Dario Argento mit dem Blick der Kamera durch das Autofenster hinter der Akteurin, was aber nicht vordergründig inszeniert ist.
Asia Argento trägt im Anschluss eine Art Mantel, welcher definitiv an die Darstellerin aus SUSPIRIA erinnert, die durch den Wald flüchtete.
Wie gesagt, der Film ist gespickt mit Zitaten in Bezug auf die Vorgänger!

Mit der Mitwirkung von Phillippe Leroy und Udo Kier knüpft der Regisseur
bewusst oder unbewusst eine schöne Verbindung zum europäischen Exploitation Kino der 60er und 70er Jahre.
Asia Argento als Hauptdarstellerin ist fantastisch!
Der Film ist durchzogen mit den für Dario Argento typisch kranken Gewaltfantasien und seiner genialen Ästhetik!

Wenn man den Film böswillig bewerten will, kann man höchstens die nicht ganz so perfekten computergenerierten Bilder im Showdown bemängeln, die man wahrscheinlich besser hinbekommen hätte.
Andererseits kann man eine "unechte" Wirkung auch den beiden Vorgängern nicht absprechen.
Trotzdem sieht der Film in fast jeder Minute teuer aus.

Ich denke Argento kann SUSPIRIA schon aufgrund der Zeit und des nicht mehr existenten Technicolor Materials, sowieso nicht mehr wiederholen und er will es auch gar nicht.
Auch die raffinierte Ausleuchtung eines Mario Bavas in INFERNO will er nicht kopieren, deswegen ging er mit MOTHER OF TEARS einfach einen anderen Weg.

Nur wegen ein paar kleinen Schwächen schrammt MOTHER OF TEARS ganz knapp am Meisterwerk vorbei!
Dario Argento ist ein Künstler und weiß immer noch ganz genau was er tut!

9 von 10


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 Post subject: Re: MOTHER OF TEARS - Dario Argento
PostPosted: 20.12.2009 13:16 
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Die Story ist zwar recht einfach gestrickt, trotzdem hat mir der Film gut gefallen. Der Score ist super, Simonettis geflüstertes "mater" erinnert positiv an das "witch, witch" von "Suspiria". Auch sonst gibt es am Soundtrack nichts auszusetzen.
Der Film wird eindeutig von (gut gemachten) Gewaltszenen dominiert, die für Srgentos frühere Filme kennzeichnenden Farbspielereien sucht man fast vergebens, vermisst hab ich sie aber auch nicht. Teilweise wird's wieder etwas trashig aber das hat mich an den Argento-Filmen noch nie gestört.
"La terza Madre" kann zwar nicht an die Atmosphäre von "Suspiria" (der eindeutig der beste Teil der Trilogie ist) anschließen, denn dafür ist die Handlung dann doch zu flach, insgesamt ist der Film aber trotzallem unterhaltsam, die Story mag zwar etwas zusammenhanglos sein aber wenigstens kommt dabei keine Langeweile auf. Und einige gute Szenen reißen den Film großteils wieder raus.
Abzüge aber gibt's für das nicht so gelungene Finale, da hätte ruhig mehr herausschauen können, auch die Entdeckung eines Geheimgangs wurde, nebenbei bemerkt, in "Suspiria" besser gelöst. Das Ende war dann doch etwas zu lasch.

Alles in Allem ein, meiner Meinung nach, guter (wenn auch nicht überragender) Abschluß der Mutter-Trilogie.
Wenn man nicht mit allzu hohen Erwartungen an den Film rangeht wird man auch nicht enttäuscht werden.

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 Post subject: Re: MOTHER OF TEARS - Dario Argento
PostPosted: 20.12.2009 19:31 
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Das beste Beispiel für "unfreiwillige Komik" seit langer Zeit. Ich bin zugegebenermaßen kein Argento-Fan und halte ihn neben Romero und Tarantino für einen der meistüberschätztesten Genre-Regisseure, aber mit Filmen wie "Suspiria", "Inferno" und "Phenomena" konnte ich mich doch noch halbwegs anfreunden.
Aber was der gute Mann mit "Mother of tears" abgeliefert hat, spottet jeder Beschreibung von übelstem Trash. Die Gore-Szenen und grottenschlechten CGI-Effekte werten die miserablen schauspielerischen Leistungen und die hirnrissige Story (die bei jeder Simpsons-Halloween-Folge besser ist) auch nicht auf.

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 Post subject: Re: MOTHER OF TEARS - Dario Argento
PostPosted: 20.12.2009 20:32 
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Ich habe die ungekürzte DVD jetzt seit ein paar Monaten hier, war aber noch nicht in der richtigen Stimmung für den Film. Die sehr unterschiedlichen Meinungen erhöhen meine Neugier, ich werde die Sichtung mit Genuss zelebrieren. Bisher hat mich Herr Argento noch nie enttäsucht, selbst "The Card Player" war für mich durchaus noch "gute Mittelklasse".

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 Post subject: Re: MOTHER OF TEARS - Dario Argento
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Bin immer wieder erstaut wie gut THE CARD PLAYER bei euch wegkommt.
Als der damals bei den FFF-Nights gescreened wurde, lag das halbe Residenz vor Lachen auf dem Boden... :lol:
Naja, vielleicht habt ihr die dt. Fassung gesehen, in der OV kommt der Film in diesem ItenglishTM ;) nochmals goofiger rüber... 8-)

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 Post subject: Re: MOTHER OF TEARS - Dario Argento
PostPosted: 20.12.2009 23:31 
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Der Film ist in keinster Weise, ein würdiger Abschluß für die Mutter-Trilogie. Nichts stimmt. Manches wirkt immerhin bemüht, scheitert aber Schlussendlich immer. Es will alles nicht so recht zusammenpassen, Asias spiel hat mir überhaupt nicht gefallen. Die Story ist mau. Die Optik öde. Alles in allem vielleicht noch 4/10. Hab' mir den Film natürlich auch auf ItenglishTM angesehen.

Hier noch einige Screenshots der ungekürzten Optimum UK (meiner Ansicht nach, minimal besser als die Koch bzgl. Kontrast und Schärfe)
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Last edited by chakunah_2072 on 20.12.2009 23:32, edited 1 time in total.

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 Post subject: Re: MOTHER OF TEARS - Dario Argento
PostPosted: 20.12.2009 23:32 
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TRAXX wrote:
Bin immer wieder erstaut wie gut THE CARD PLAYER bei euch wegkommt.
Als der damals bei den FFF-Nights gescreened wurde, lag das halbe Residenz vor Lachen auf dem Boden... :lol:
Naja, vielleicht habt ihr die dt. Fassung gesehen, in der OV kommt der Film in diesem ItenglishTM ;) nochmals goofiger rüber... 8-)


...Das war bei der Vorstellung von "massa of tears" aufm FFF auch nicht anders - der Film war DIE Lachnummer des Festivals :D

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 Post subject: Re: MOTHER OF TEARS - Dario Argento
PostPosted: 20.12.2009 23:33 
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Wie kommt TRAXX eigentlich auf einmal auf den Card Player? :D

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 Post subject: Re: MOTHER OF TEARS - Dario Argento
PostPosted: 20.12.2009 23:33 
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Wenn man sich die Reviews im Netz so anschaut, halten die meisten Kritiker den Film für totalen Schrott.
Ich werd mir demnächst mal mein eigenes Urteil bilden, das macht mich nun doch alles sehr neugierig.

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 Post subject: Re: MOTHER OF TEARS - Dario Argento
PostPosted: 08.04.2010 01:16 
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MOTHER OF TEARS („La terza Madre“, Italien 2007) R: Dario Argento

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Auf einem Friedhof nahe Rom wird ein altes Grab ausgehoben, bei dem eine mysteriöse Urne zutage gefördert wird. Das Behältnis wird ins römische Museum für antike Künste verschickt, wo es von der Kunsthistorikerin Giselle (Asia Argento) und ihrer Kollegin unfachmännisch geöffnet wird. Dies ist der Auftakt für die Niederkunft des Bösen in Rom: MATER LACRIMARUM, die „dritte Mutter“ und Herrscherin aller schwarzblütigen Hexen, manifestiert sich in der italienischen Hauptstadt, um die Welt in Chaos und Agonie zu stürzen. Bald toben Gewalt und Anarchie in den Straßen, und Giselle wird von Hexen, Meuchelmördern und Dämonenjüngern gehetzt. Sie selbst besitzt eine schlummernde magische Begabung, denn ihre ermordete Mutter (Daria Nicolodi) war eine „weiße“ Hexe, die bereits im Kampf gegen die MATER SUSPIRIORUM ums Leben kam. Wird Giselle den Ausbruch des Infernos aufhalten können…?

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Mich überrascht es selber wahrscheinlich am meisten, aber… der Film hat mir gefallen!

Als erstes sei angemerkt, daß man MOTHER OF TEARS unmöglich mit den Vorgängern der Mütter-Triologie, SUSPIRIA und INFERNO, vergleichen kann oder darf. Gegen diese beiden Meisterwerke stinkt der Film natürlich ab, was aber auch niemanden verwundern sollte. Andererseits genießen diese beiden Werke einen klaren Nostalgie-Bonus… wären sie nicht von Argento in den 70ern gedreht worden, würden sie nicht bei jedem erneuten Anschauen wachsen, würden sie nicht beide mit ihrer wunderbaren Ausleuchtung, Kameraführung und Ausstattung bezaubern – rein formal bewegen sie sich auf ähnlichem Territorium wie der 2007er Nachzügler.

Zu den einzelnen Kritikpunkten, weswegen Argentos Abschlussfilm der Trilogie von zahllosen Rezensenten durch den Fleischwolf gedreht wurde, habe ich folgendes zu sagen:
Die Kamera ist vielleicht nicht mehr so innovativ und berauschend wie in alten Argento-Klassikern, dennoch zaubert Director of Photography Frederic Fasano etliche tolle und faszinierende Augenblicke auf die Leinwand. Die Ausleuchtung ist weniger künstlerisch gelungen, es dominieren eher faulige Gelbtöne, was die Atmosphäre jedoch bestens unterstreicht. Nur in einigen Szenen verwendet Argento die Rot- und Grünfilter aus SUSPIRIA-Tagen, wenngleich die alte Raffinesse fehlt.
Das Drehbuch ist natürlich wieder mal recht hanebüchen und wirr, aber so verhält es sich in ausnahmslos ALLEN Filmen des Meisters. Man verzeiht ihm diese Schrulle, denn dafür zeichnet seine Filme eine traumartige, oft sogar surreale Qualität aus, die auch hier vorhanden ist. Es ist Argento auch durchaus geglückt, einige wirkungsvolle Spannungssequenzen zu fabrizieren. Zudem ist der Film gespickt mit Selbstzitaten aus alten Argento-Filmen, bis hin zu einer 1:1-Hommage an PHENOMENA. Dem Kenner werden etliche Szenen bekannt vorkommen – zumindest klaut Dario nur aus seinem eigenen Fundus, das muss man ihm zugute halten.

Kommen wir zum Ensemble: Die für ihre angeblich so miserable Leistung arg gescholtene Asia Argento konnte mich durchweg überzeugen. Da ich aber grundsätzlich auf die Dame stehe, mag mein Urteil eventuell subjektiv getrübt sein. Natürlich ist ihr Schauspiel in MOTHER OF TEARS nicht mit der grandiosen Darstellung in ihrem eigenen Film THE HEART IS DECEITFUL ABOVE ALL THINGS vergleichbar, aber dies ist schlißelich auch kein Asia- sondern ein Dario Argento-Film – und bei ihrem Vater waren die Frauenfiguren stets eher Stereotypen, denn Charaktere. Mich hat sie mit ihrer leicht abgefuckten Art jedenfalls mal wieder bezaubert, und einmal sieht man sogar ihre Möpse unter der Dusche, was will man mehr? Möpse gibt es in MOTHER OF TEARS sowieso zuhauf, aber zu diesem essentiellen Thema später mehr…
Auch die übrigen Darsteller können sich durchaus sehen lassen, wenngleich sie mehr oder weniger Komparsen-Rollen einnehmen. Udo Kier spielt einen Exorzismus-geschulten alten Priester, der leider nur einen Kurzauftritt absolviert, bevor das Elendsglöcklein für ihn bimmelt. Phillipe Leroy gibt einen zwielichtigen Alchimisten, den ebenfalls nach knapp bemessener Laufzeit der Schnitter heimsucht. Daria Nicolodi taucht nur als Geist auf und sieht ziemlich angegammelt aus. Gefreut habe ich mich über eine Stippvisite der wunderschönen Jun Ichikawa, die hier eine hässliche, zahnlückige Hexe spielt und schmerzhafte Bekanntschaft mit einer Schiebetür macht.
Ein beherzter Griff ins Klo ist leider die Darstellerin der MATER LACRIMARUM, da hätte ich mir doch eine überzeugendere Aktrice gewünscht. Andererseits hat sie große – wenn auch künstliche – Möpse, da lässt man schon mal fünfe gerade sein. Ihre finale Höllenfahrt gestaltet sich auch recht deftig – dennoch bleibt am Ende ein schaler Geschmack zurück. Das Finale hätte sicher etwas pompöser ausfallen dürfen. Aber dafür gibt es Möpse noch und nöcher.

Der absolute Glanzpunkt des Films ist die überragende Musik von Claudio Simonetti, die Motive aus den Vorgänger-Werken verwendet, aber trotzdem sehr eigenständig und stimmig rüberkommt. Die „Mater!“-Chöre sind gänsehauterzeugend und kraftvoll, mir läuft es jetzt noch kalt den Rücken runter. Wunderbar! Auf Metal verzichtet Dario dankenswerterweise, außer beim Abspann, wo es gut passt und mit dem übrigen Score glänzend harmoniert.

Die Gewalt ist bei MOTHER OF TEARS äußerst drastisch, teilweise sogar exzessiv und reichlich überzogen. Bereits in der ersten – meiner Ansicht nach sehr gelungenen – Sequenz wird einer Museumsangestellten übelst mitgespielt, da hab ich mich glatt am Rotwein verschluckt. Aber, jo mei! – was soll´s, wo gehobelt wird, da fallen Späne. Wem es zu bunt wird, der kann sich ja die entschärfte deutsche DVD antun. Mir lag zur Sichtung die britische Scheibe von Optimum Home Entertainment vor, auf der es sämtliche Geschmacklosigkeiten ungekürzt zu bestaunen gibt.

In einem ganz speziellen Aspekt ist Argento sogar ein einzigartiges Kunststück gelungen: Der Film wirkt in jeder Hinsicht, als sei er vor 30 Jahren entstanden. Jede Einzelheit scheint „80er Jahre!“ zu schreien, angefangen bei den Klamotten der Darsteller, über die extrem „splattrigen“ Mordszenen und der exploitativen Darreichungsform, bis hin zu den Hexen, die überall in Rom auftauchen und aussehen, wie die übriggebliebenen Groupies eines Glamrock-Konzerts. Der Film wirkt, als sei er direkt im Anschluss an Lamberto Bavas DEMONI runtergekurbelt worden und spielt auch mitunter in derselben Liga: Gewiss ist er kein Meilenstein oder gar ein Meisterwerk, aber er weiß knapp 100 Minuten glänzend zu unterhalten.
Mir hat er jedenfalls einen spaßigen Filmabend bereitet, und viel mehr wollte ich gar nicht.

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 Post subject: Re: MOTHER OF TEARS - Dario Argento
PostPosted: 08.04.2010 14:24 
Ich liebe MOTHER OF TEARS!
Der bekommt von mir 9 von 10 Punkten!


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 Post subject: Re: MOTHER OF TEARS - Dario Argento
PostPosted: 08.04.2010 16:32 
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....hatte mienen Italienurlaub früher extra so gelegt, dass ich den Film dort zum Start im Kino sehen konnte. Zum Glück hatte Rom aber noch andere Sehenswürdigkeiten zu bieten :-D

Obwohl ich den Film nicnt so prall fand, habe ich mir die DVD trotzdem zugelegt.

Würde ich bei Giallo oder Phantom of the Opera ehrlich gesagt nicht machen (den Rest der Argento-Sachen müsste ich hier eigentlich stehen haben bis auf Door to Darkness und Evil-Eyes).


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 Post subject: Re: MOTHER OF TEARS - Dario Argento
PostPosted: 28.04.2011 14:07 
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Cover des Schubers der ungekürzten Fassung aus Österreich


The Mother of Tears (Italien 2007, Originaltitel: La terza madre)

Die verspätete Mutter

Bei Ausgrabungen findet man einen alten Sarg, an dem eine Truhe mit rätselhaftem Inhalt befestigt ist. Die ansehnliche Schatulle wird an ein Museum in Rom geschickt, der Wissenschaftler Michael Pierce (Adam James) soll den Fund untersuchen. Da Pierce momentan nicht im Hause weilt, öffnen Sarah Mandy (Asia Argento) und eine Kollegin den hölzernen Behälter. In der Kiste findet man so seltsame wie faszinierende Artefakte vor. Doch als Sarah flugs ein Buch als Übersetzunghilfe für alte Schriftzeichen aus der Bibliothek holt, wird sie bei ihrer Rückkehr Zeugin eines grauenvollen Szenarios. Ihre Kollegin wird von fürchterlichen Gestalten regelrecht zerfleischt, nur knapp kann sich Sarah dem schrecklichen Treiben per Flucht entziehen. Die Polizei schenkt den Ausführungen der jungen Frau keinen Glauben, zu befremdlich und phantastisch mutet ihre Aussage an. Bald wird Rom von einem Strudel aus Gewalt und Terror ergriffen, Mater Lacrimarum kehrt zurück! Wer kann die Mutter der Tränen aufhalten? Noch ahnt Sarah nichts davon, dass sie über magische Kräfte verfügt...

Lange, lange habe ich die Sichtung von "La terza madre" vor mir hergeschoben. Doch in der vergangenen Nacht konnte ich mein Verlangen nicht länger im Zaum halten, endlich wanderte die DVD in den Player. Die Mutter der Tränen tritt ein übergrosses, geradezu gigantisches Erbe an. Dario Argento startete seine legendäre "Mütter-Trilogie" bekanntlich bereits 1977 mit "Suspiria", 1980 folge der zweite Teil namens "Inferno". Beide Werke gelten längst als Klassiker des Horrorkinos, haben in all den Jahren nichts von ihrem Reiz, ihrer Wirkung eingebüßt. Kann sich der lang erwartete Abschluss der Trilogie mit seinen Vorgängern messen, zumindest halbwegs an diese Meisterwerke anknüpfen? Die Antwort ist so wenig überraschend wie gleichermaßen ernüchternd. Nein, an "Suspiria" und "Inferno" reicht "La terza madre" nicht heran, zu keiner Zeit, in keiner Disziplin!

Doch macht der Vergleich tatsächlich Sinn? Ist dieser Vergleich -nach all den Jahren, die zwischen den Filmen liegen- überhaupt angemessen, erlaubt und ansatzweise fair? Ja und nein! Wie meinen? Ja, denn immerhin soll dieser Film eine Trilogie vollenden. Nein, denn in den fast drei Jahrzehnten, die bekanntlich seit "Inferno" verstrichen sind, hat sich das "Filmemachen" sehr stark verändert. Von dem Rausch aus Farben und Klängen, der hypnotisch und eindringlich über den Zuschauers kam, sich in jeder Pore, jeder Zelle bemächtigte, bis in die hintersten Winkel des Bewusstseins kroch, ist in der "Tränen-Mama" nicht mehr viel übrig geblieben. Nein, ein weiterer Klassiker ist Dario Argento nicht gelungen. Ja, der Film macht trotzdem Freude, auch wenn er weitaus gewöhnlicher ausgeführt ist, nur noch selten das Genie des Meisters erkennbar wird.

Teils wurde die angeblich ausufernde Gewalt in "The Mother of Tears" angeprangert, mit der Argento vom Mangel an Substanz ablenken will. Aber seinen wir ehrlich, übertreibt Argento es tatsächlich, ertränkt er seinen Film in einem Regen aus Blut und Gedärm? Sicher nicht, obschon es die eine oder andere rustikale Szene zu sehen gibt. Argento begibt sich nicht auf das übliche "Folter-Slasher-Niveau", nutzt die Momente des Mettguts nicht als sinnfreien Selbstzweck, sondern versucht (IMHO überwiegend durchaus gelungen) damit die Atmosphäre zu verstärken. Dennoch muten die ruppigen Szenen nicht so stimmig an, wie man es aus anderen Filmen des Italieners kennt. So kommt z.B. "Suspiria" auch nicht ohne blutige, sadistische Momente aus, aber dort sind sie wie gemalt ausgeführt, kommen trotz ihrer offensiven Art schaurig-schön daher. Nicht die blutigen Szenen sind es, die "Mother of Tears" gewöhnlich erscheinen lassen. Es ist vielmehr die weitgehende Abwesenheit besonderer Momente, der Mangel an "Argento-Feeling". Wo sind die unfassbar genialen Kamerafahrten, wo ist das unglaubliche Gespür für Atmosphäre, Architektur, Farben und Formen? Es ist nicht verloren, doch blüht nur zaghaft im Hintergrund, blitzt immer nur kurzzeitig auf.

Wie ist es um die Damen und Herren vor der Kamera bestellt? Die Hauptrolle wird von Asia Argento gespielt, die Tochter des Regisseur arbeitete schon zuvor mit ihrem Vater zusammen. Asia spaltet oft die Gemüter, ich mag ihre direkte Art, ihre stets (mehr oder weniger stark ausgeprägte) nuttige Billigkeit, in der sich bei genauer Betrachtung eine erstaunliche Tiefe erkennen lässt. Die Darstellung der in einen Taumel des Grauens stürzenden Sarah gelingt Asia Argento gut, ich habe nichts an ihrer Darbietung zu bemängeln. Valeria Cavalli bringt die magisch begabte Sarah auf den richtigen Weg. Sie verleiht ihrer Rolle der Seherin Marta Colussi ein natürliche Wärme, gepaart mit der unaufdringlichen Attraktivität einer reifen Dame. Daria Nicolodi taucht als Geistererscheinung auf, spricht ihrer Tochter Mut zu. Eine sinn- und reizvolle Besetzung, da Dario Nicolodi bekanntlich auch im wahren Leben die Mutter von Asia Argento ist. Eine gewisse Moran Atias sehen wir als Mater Lacrimarum. Leider sind ihre schauspielerischen Qualitäten nicht der Rede wert, aber immerhin erfreut sie uns mit schmackhaften Einblicken (zu den Auftritten der "Tränen-Mutti" später noch ein paar Worte). Adam James gibt den zunehmend in Bedrängnis geratenden Wissenschaftler zufriedenstellend, kann aber keine Glanzpunkte setzen. Immerhin schlägt er sich besser als die sehr blassen Herren Cristian Solimeno und Robert Madison, die als Polizisten machtlos der unfassbaren Gefahr gegenüberstehen. Richtig gut ist der kurze Auftritt von Philippe Leroy, der als Alchimist einen sehr ambivalenten und reizvollen Part spielen darf. Udo Kier soll nicht unerwähnt bleiben, seine Szenen sorgen für Gekeife, Gegeifer und ein Blutbad. Insgesamt kann man dem Ensemble ein gutes Zeugnis ausstellen, auch wenn nicht alle Mitwirkenden rundum zu überzeugen vermögen.

An dieser Stelle muss ich erneut auf die optische und inszenatorische Qualität des Films eingehen. Zunächst war ich wenig angetan von den Szenen, in denen Mater Lacrimarum höchstselbst auftaucht. Besonders im Finale scheint Argento nicht mehr in der Spur zu sein. Aber ist dem tatsächlich so? Betrachte ich Mater Lacrimarums "finale Messe" mit Wohlwollen, fühle ich mich unweigerlich an ein Theaterstück erinnert, mutet die Inszenierung gar wie eine Verneigung vor dem Theater an. Einem Könner wie Dario Argento möchte ich daher unterstellen, dass er ganz bewusst diese Ausrichtung gewählt hat. Wirkliches Geschwächel stellt sich ein, wenn digitale Effekte in den Vordergrund treten. Von anderem Kaliber sind die Makeup-Arbeiten des bewährten Sergio Stivaletti. Argento hätte gut daran getan sich stärker auf "CGI-freie" FX zu konzentrieren, wäre besser mit Modellen, Masken und Prothesen gefahren (Immer wenn altbewährte Techniken zum Einsatz kommen, fügen sich die Effekte ansprechend in den Film ein). Die Musik steuerte Claudio Simonetti bei, der schon seit einer gefühlten Ewigkeit mit (und ohne) Goblin für Dario Argento tätig ist. Simonetti verlässt sich auf erprobte Zutaten, insgesamt tönt der Score aber zurückhaltender -und etwas beliebiger- als manch andere Arbeit des Musikers.

Was bleibt nach der ersten Sichtung von "La terza madre"? Ein Tal der Tränen? Eine überraschender Volltreffer? Nein, ein unterhaltsamer und angenehmer Horrorbeitrag, der zwar als Abschluss der Trilogie nur eingeschränkt funktioniert, aber weit von einem Desaster entfernt ist. Schon allein für sein Durchhaltevermögen verdient Dario Argento unseren Respekt!

Für den deutschen Markt wurde der Film leider gekürzt, Abhilfe schafft z.B. die Scheibe aus Österreich. Die Qualität der DVD geht in Ordnung, das Making of bietet zwar nur den üblichen Sülz, lohnt für den Argento-Fan aber trotzdem. Neben der Amaray-Version im Schuber, wurde die Disc auch in einer limitierten grossen Hartbox angeboten.

Uff, nun also die unselige Wertung per Zahlenraster. Werte ich den Film als eigenständiges Werk, ziehe ich gern solide 7/10 (gut). Es ist nur Nebelstocherei, doch hätte Dario Argento "La terza madre" bereits vor 25 Jahren realisiert, wäre der Regisseur vermutlich in der Lage gewesen, die Trilogie mit einem dritten Meisterwerk zu vervollständigen.

Lieblingszitat:

"Ich muss kämpfen, ich muss kämpfen!"
"Beruhigen Sie sich. Bitte! Nehmen Sie ihre Tropfen."

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Last edited by Blap on 28.04.2011 16:10, edited 1 time in total.

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 Post subject: Re: MOTHER OF TEARS - Dario Argento
PostPosted: 28.04.2011 15:02 
Ich liebe MOTHER OF TEARS!


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 Post subject: Re: MOTHER OF TEARS - Dario Argento
PostPosted: 28.04.2011 16:28 
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Mir gefällt "Mother of Tears" auch ziemlich gut. Nach den vielen negativen Kritiken ist es nett auch ab und zu mal was positives zu lesen. Das Hauptproblem der meisten Argentoverehrer ist glaub ich, dass aufgrund des weltengroßen Unterschieds in der Inszenierung zu den beiden älteren Filmen, eine Einreihung in die Trilogie nicht so recht gelingt. Aber das lässt sich nach so einem langen Zeitraum nicht vermeiden, da wie Blap schon schrieb, sich das Filmemachen (auch das Filmesehen) stark verändert hat.
Ich fand das Phantom der Oper furchtbar und auch alles weitere danach konnte mich nicht begeistern aber "Mother of Tears" hat mir dann mal wieder richtig gut gefallen - dass das so viele Fans anders sehen erstaunt mich immer noch. Ich glaube aber, dass sich das vielleicht noch etwas relativiert, wenn mehr Zeit vergeht und es dann tatsächlich noch ein paar Argentofans gibt.


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 Post subject: Re: MOTHER OF TEARS - Dario Argento
PostPosted: 28.04.2011 17:22 
kalle wrote:
Mir gefällt "Mother of Tears" auch ziemlich gut. Nach den vielen negativen Kritiken ist es nett auch ab und zu mal was positives zu lesen. Das Hauptproblem der meisten Argentoverehrer ist glaub ich, dass aufgrund des weltengroßen Unterschieds in der Inszenierung zu den beiden älteren Filmen, eine Einreihung in die Trilogie nicht so recht gelingt. Aber das lässt sich nach so einem langen Zeitraum nicht vermeiden, da wie Blap schon schrieb, sich das Filmemachen (auch das Filmesehen) stark verändert hat.
Ich fand das Phantom der Oper furchtbar und auch alles weitere danach konnte mich nicht begeistern aber "Mother of Tears" hat mir dann mal wieder richtig gut gefallen - dass das so viele Fans anders sehen erstaunt mich immer noch. Ich glaube aber, dass sich das vielleicht noch etwas relativiert, wenn mehr Zeit vergeht und es dann tatsächlich noch ein paar Argentofans gibt.




Ach, von Romero wollen alle auch immer nur DAWN OF THE DEAD haben.
MOTHER hat alles, was ein neuer Argento Film braucht. Lange habe ich nicht mehr so derbe Argento typische Splatterszenen gesehen. Die Atmosphäre des Films ist auch toll.


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 Post subject: Re: MOTHER OF TEARS - Dario Argento
PostPosted: 28.04.2011 18:46 
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Na gut, dann will ich mal dagegen...
Dass die dritte Mutter sich nach all der Zeit nicht nahtlos an die beiden Überflieger anschließen würde, dass war ja abzusehen. Aber so einige Punkte sind dann doch sehr ärgerlich und reißen den Film dann richtig runter. An erster Stelle stehen die völlig bekloppten Manga-Hexen, die einfach nur nerven und kein bisschen Grusel verbreiten. Die CGI-Effekte inklusive des bläulich vor sich hinknitternden Daria-Geistes machen dann die Sache auch nicht besser. Die an sich recht gute Szene mit dem Baby verpuffte, weil die Zapf-Puppe noch im Fallen ein Bein (oder war es ein Arm?) verliert.

All diese Punkte tragen dazu bei, dass der Filme bei mir auch losgelöst von den beiden Vorgängern nicht funktionierte. Davon abgesehen bin ich der Meinung, dass Argento sich einem anderen Sujet hätte widmen sollen, wenn er, aus welchen Gründen auch immer, nicht mal versuchen wollte, die Tränenmami atmosphärisch an die Vorgänger anzulehnen.


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 Post subject: Re: MOTHER OF TEARS - Dario Argento
PostPosted: 28.04.2011 18:59 
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Davon abgesehen bin ich der Meinung, dass Argento sich einem anderen Sujet hätte widmen sollen, wenn er, aus welchen Gründen auch immer, nicht mal versuchen wollte, die Tränenmami atmosphärisch an die Vorgänger anzulehnen.


Jawohl das war auch die Hauptfrage die ich mir gestellt habe! Er will nen dritten Teil fabrizieren und geht diesen vollkommen anders an als die Vorgänger. Weshalb denn das? Ausserdem wusste er ja das den Fans die beiden vorgänger sehr gut gefallen, warum dann nicht einfach bisschen kopiert oder abgekupfert? Warum so nen lieblosen Film hingeschnoddert?

Klar wie Blap schon gut erleutert hat, man kann ihn schauen, losgelöst von den Vorgägern, ja klar. Aber hallo das ist ne Fortsetzung, ein dritter teil! Deswegen muss er sich auch die vielen Buhrufe gefallen lassen! Da hätt er den Film lieber anders nennen sollen!
Na echt , warum keine Farbe, kein tiefgehender Score? Er hatte doch die zutatenliste?

:?: :?: :?:

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 Post subject: Re: MOTHER OF TEARS - Dario Argento
PostPosted: 28.04.2011 20:05 
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reggie wrote:
Na echt , warum keine Farbe, kein tiefgehender Score? Er hatte doch die zutatenliste?

:?: :?: :?:


Weil ER der Regisseur ist??? :mrgreen:

Ich finde es durchaus spannend, wenn eine gewisse Erwatungshaltung mit aller Konsequenz ignoriert wird. Vermutlich wäre auch dann genörgelt worden, wenn Argento eine Kopie von "Suspiria" oder "Inferno" abgeliefert hätte. Es gilt seit einigen Jahren als schick, auf neue Filme von Dario Argento mit allem Nachdruck einzuprügeln. Selbst eine Perle wie "Sleepless" kommt (oft) nicht ohne harsche Kritik davon.

***

Die Einwände von udobroemme kann ich nachvollziehen, nur stören mich diese Punkte nicht allzu sehr. Die "Babypuppenszene" mag ich, sie ist auf liebenswerte Art schlecht ausgeführt. Ok, die Hexen sind in der Tat schlapp.

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 Post subject: Re: MOTHER OF TEARS - Dario Argento
PostPosted: 29.04.2011 03:05 
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Blap wrote:
Selbst eine Perle wie "Sleepless" kommt (oft) nicht ohne harsche Kritik davon.


Also gerade SLEEPLESS, dieser ausgewalzte "Tatort" mit sporadisch eingestreuten, unmotivierten Semi-Argentoismen, ist m. E. noch der uninteressanteste späte Argento (merke: Ich finde bis auf DIE NEUNSCHWÄNZIGE KATZE und TWO EVIL EYES *alle* Filme bis einschließlich PHANTOM DER OPER großartig und habe sie immer wieder und immer wieder anders und neu gesehen).
Da finde ich THE CARD PLAYER und MOTHER OF TEARS (den ich aber trotzdem für bodenlos halte, siehe meine alte OFDB-Kritik, die als unmittelbare Reaktion auf den extremen Schockzustand nach der ersten Sichtung in Gerardmer entstanden ist) noch wesentlich interessanter und spannender, weil da wenigstens nicht gelangweilt versucht wird, den doofen Fans den Arsch zu lecken (Argento hat wirklich eine bemerkenswert sture und empathiefreie Fanbase. Kann ich aus Überzeugung nicht anders sagen.) sondern zu experimentieren, wenn auch leider mit dem lieben Zeitgeist, den der arme Dario überhaupt nicht erfassen und für sich interpretieren kann.
Aber nichtsdestotrotz: Es bietet Reibungsmöglichkeiten und ermöglicht interessante Spekulationen über Argentos eigenes Verhältnis zu seinem Spätwerk. Meinem Empfinden nach ein sehr unpersönliches und nervöses Verhältnis. Und darin sehe ich das schwerwiegendste Problem der Argento-Filme nach dem sehr wahrscheinlich resignierenden Produzenten-Debakel bei PHANTOM DER OPER (für mich sein letztes Meisterwerk): Er hat sich selbst aufgegeben und dreht seither indifferent und ohne großes Interessse nicht mehr für sich sondern nur noch für seine doofen Fans und für seinen Rentenbeutel (ich bezweifle, dass ihn seine Karriere als gemachten Mann zurückgelassen hat). MOTHER OF TEARS und GIALLO - das sind zwei Filme, die von einem Überzeugungstäter wie ihm nur dann kommen können, wenn ihm alles gleichgültig geworden ist. Hypothesen wie jene, dass er mit dem Alter sein Talent verloren haben könnte oder seine früheren künstlerischen Erfolge nur auf talentierte Mitarbeiter zurückzuführen wären, können m. E. nur von ahnungslosen Ignoranten vertreten werden, die sich nie wirklich mit ihm auseinandergesetzt haben und von dem Prozess des Filmemachens nur sehr wenig verstehen.

Unterm Strich schwanke ich, um aufs Thema zurückzukommen, bei MOTHER OF TEARS mittlerweile zwischen zu gleichen Teilen verzweifeltem Entsetzen und mauloffener Faszination. :cry: :mrgreen: Und das ist sicherlich erfreulicher als das quälende Desinteresse und der triste Ärger über den Verlust jeglicher Inspiration während der letzten Sichtung von SLEEPLESS.
MOTHER OF TEARS - das geheime Comeback von Demofilo Fidani unter Pseudonym? Daran erinnert mich der Film jetzt, wenn ich an ihn zurückdenke. Vermutlich bin ich aber nur immer noch von meinem kürzlich gesichteten ersten Fidani verstrahlt. :twisted:

PS (Ich kann nicht anders):


italostrikesback wrote:
MOTHER hat alles, was ein neuer Argento Film braucht.

Und das wäre?

italostrikesback wrote:
Lange habe ich nicht mehr so derbe Argento typische Splatterszenen gesehen.

Solche stumpfsinnigen Gorebauereien im prolligen Schnaas-Modus sind also Argento-typisch? Und "derbe Splatterszenen" sind also überhaupt generell Argento-typisch und eines der herausragendsten Merkmale seiner Filme?

italostrikesback wrote:
Die Atmosphäre des Films ist auch toll.

Welche Atmosphäre? Der Film hatte Atmosphäre?!*

(* Ich habe ihn übrigens bisher zwei Mal gesehen, beide Male im Kino als 35mm-Projektion. Wenn da keine Stimmung aufkommt, wo dann?)

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- Tim Lucas (im Zusammenhang mit diesem Artikel)

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 Post subject: Re: MOTHER OF TEARS - Dario Argento
PostPosted: 29.04.2011 10:34 
McKenzie wrote:
Blap wrote:
Selbst eine Perle wie "Sleepless" kommt (oft) nicht ohne harsche Kritik davon.


Also gerade SLEEPLESS, dieser ausgewalzte "Tatort" mit sporadisch eingestreuten, unmotivierten Semi-Argentoismen, ist m. E. noch der uninteressanteste späte Argento (merke: Ich finde bis auf DIE NEUNSCHWÄNZIGE KATZE und TWO EVIL EYES *alle* Filme bis einschließlich PHANTOM DER OPER großartig und habe sie immer wieder und immer wieder anders und neu gesehen).
Da finde ich THE CARD PLAYER und MOTHER OF TEARS (den ich aber trotzdem für bodenlos halte, siehe meine alte OFDB-Kritik, die als unmittelbare Reaktion auf den extremen Schockzustand nach der ersten Sichtung in Gerardmer entstanden ist) noch wesentlich interessanter und spannender, weil da wenigstens nicht gelangweilt versucht wird, den doofen Fans den Arsch zu lecken (Argento hat wirklich eine bemerkenswert sture und empathiefreie Fanbase. Kann ich aus Überzeugung nicht anders sagen.) sondern zu experimentieren, wenn auch leider mit dem lieben Zeitgeist, den der arme Dario überhaupt nicht erfassen und für sich interpretieren kann.
Aber nichtsdestotrotz: Es bietet Reibungsmöglichkeiten und ermöglicht interessante Spekulationen über Argentos eigenes Verhältnis zu seinem Spätwerk. Meinem Empfinden nach ein sehr unpersönliches und nervöses Verhältnis. Und darin sehe ich das schwerwiegendste Problem der Argento-Filme nach dem sehr wahrscheinlich resignierenden Produzenten-Debakel bei PHANTOM DER OPER (für mich sein letztes Meisterwerk): Er hat sich selbst aufgegeben und dreht seither indifferent und ohne großes Interessse nicht mehr für sich sondern nur noch für seine doofen Fans und für seinen Rentenbeutel (ich bezweifle, dass ihn seine Karriere als gemachten Mann zurückgelassen hat). MOTHER OF TEARS und GIALLO - das sind zwei Filme, die von einem Überzeugungstäter wie ihm nur dann kommen können, wenn ihm alles gleichgültig geworden ist. Hypothesen wie jene, dass er mit dem Alter sein Talent verloren haben könnte oder seine früheren künstlerischen Erfolge nur auf talentierte Mitarbeiter zurückzuführen wären, können m. E. nur von ahnungslosen Ignoranten vertreten werden, die sich nie wirklich mit ihm auseinandergesetzt haben und von dem Prozess des Filmemachens nur sehr wenig verstehen.

Unterm Strich schwanke ich, um aufs Thema zurückzukommen, bei MOTHER OF TEARS mittlerweile zwischen zu gleichen Teilen verzweifeltem Entsetzen und mauloffener Faszination. :cry: :mrgreen: Und das ist sicherlich erfreulicher als das quälende Desinteresse und der triste Ärger über den Verlust jeglicher Inspiration während der letzten Sichtung von SLEEPLESS.
MOTHER OF TEARS - das geheime Comeback von Demofilo Fidani unter Pseudonym? Daran erinnert mich der Film jetzt, wenn ich an ihn zurückdenke. Vermutlich bin ich aber nur immer noch von meinem kürzlich gesichteten ersten Fidani verstrahlt. :twisted:

PS (Ich kann nicht anders):


italostrikesback wrote:
MOTHER hat alles, was ein neuer Argento Film braucht.

Und das wäre?

italostrikesback wrote:
Lange habe ich nicht mehr so derbe Argento typische Splatterszenen gesehen.

Solche stumpfsinnigen Gorebauereien im prolligen Schnaas-Modus sind also Argento-typisch? Und "derbe Splatterszenen" sind also überhaupt generell Argento-typisch und eines der herausragendsten Merkmale seiner Filme?

italostrikesback wrote:
Die Atmosphäre des Films ist auch toll.

Welche Atmosphäre? Der Film hatte Atmosphäre?!*

(* Ich habe ihn übrigens bisher zwei Mal gesehen, beide Male im Kino als 35mm-Projektion. Wenn da keine Stimmung aufkommt, wo dann?)


Ach, jetzt hör schon auf! :mrgreen:


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 Post subject: Re: MOTHER OF TEARS - Dario Argento
PostPosted: 29.04.2011 11:32 
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Gender: Male
McKenzie wrote:
1. ...wenn auch leider mit dem lieben Zeitgeist, den der arme Dario überhaupt nicht erfassen und für sich interpretieren kann.
2. Aber nichtsdestotrotz: Es bietet Reibungsmöglichkeiten und ermöglicht interessante Spekulationen über Argentos eigenes Verhältnis zu seinem Spätwerk. Meinem Empfinden nach ein sehr unpersönliches und nervöses Verhältnis. Und darin sehe ich das schwerwiegendste Problem der Argento-Filme nach dem sehr wahrscheinlich resignierenden Produzenten-Debakel bei PHANTOM DER OPER (für mich sein letztes Meisterwerk): Er hat sich selbst aufgegeben und dreht seither indifferent und ohne großes Interessse nicht mehr für sich sondern nur noch für seine doofen Fans und für seinen Rentenbeutel (ich bezweifle, dass ihn seine Karriere als gemachten Mann zurückgelassen hat). MOTHER OF TEARS und GIALLO - das sind zwei Filme, die von einem Überzeugungstäter wie ihm nur dann kommen können, wenn ihm alles gleichgültig geworden ist.
3. Hypothesen wie jene, dass er mit dem Alter sein Talent verloren haben könnte oder seine früheren künstlerischen Erfolge nur auf talentierte Mitarbeiter zurückzuführen wären, können m. E. nur von ahnungslosen Ignoranten vertreten werden, die sich nie wirklich mit ihm auseinandergesetzt haben und von dem Prozess des Filmemachens nur sehr wenig verstehen.
4. Unterm Strich schwanke ich, um aufs Thema zurückzukommen, bei MOTHER OF TEARS mittlerweile zwischen zu gleichen Teilen verzweifeltem Entsetzen und mauloffener Faszination.
5. Und das ist sicherlich erfreulicher als das quälende Desinteresse und der triste Ärger über den Verlust jeglicher Inspiration während der letzten Sichtung von SLEEPLESS.


1. In der Tat wirkt "Mother of Tears" immer dann "unrund" (ab und an grotesk), wenn sich der Film um eine zeitgemäße Ausrichtung bemüht (Zeitgeist? Ist der nicht zu Beginn der neunziger Jahre an einem Hirnschlag verstorben, spätestens seit den Erfolgen von "Nirvana" und Roland Emmerich?). Seien es nur vermeintliche Nebensächlichkeiten wie digitale Effekte, blutigere Metzeleien etc..

Doch noch ist genug vom "ursprünglichen" Argento übrig (WER oder WAS auch immer das sein mag), um auch einen Film wie "Mother..." zu einem besonderen Erlebnis zu machen. Ok, man kann geteilter Meinung darüber sein, wie sich diese Besonderheit offenbart, grins.

2. Ich halte diese Annahme für falsch. Ich glaube (zumindest will ich daran glauben), dass Argento noch immer weit von Gleichgültigkeit entfernt ist. Dazu sind seine Werke dann eben doch zu widerborstig, zu klar Argento. Gut, man kann dies freilich auch als Zugeständnis an die Fanbase verstehen, kann ich nachvollziehen.

3. Gehen die Behauptungen tatsächlich schon in solche Richtungen? Miese Kritiken bezüglich seines Spätwerks habe ich schon häufig gelesen, jedoch beinhalteten diese nicht solche Unterstellungen. Erstaunlich und erschreckend.

4. Wenn das kein Kompliment ist, geradezu eine Verneigung vor der Mutter der Titten ...äähm... Tränen. Immerhin, längst nicht jedes Werk lässt einem in diesem Zustand zurück. :mrgreen:

5. "Sleepless" ist ganz klar ein Versuch an die Klassiker des Giallo anzuknüpfen. Für mich geht die Rechung auf. Aber ich verstehe deinen Ärger, obschon ich ihn nicht teile. ;)

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 Post subject: Re: MOTHER OF TEARS - Dario Argento
PostPosted: 29.04.2011 12:40 
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Blap wrote:
"Sleepless" ist ganz klar ein Versuch an die Klassiker des Giallo anzuknüpfen. Für mich geht die Rechung auf. Aber ich verstehe deinen Ärger, obschon ich ihn nicht teile. ;)


"Sleepless" zeigt, dass die klassische Giallo-Formel auch im neuen Millennium noch funktionieren kann. "Phantom der Oper" hingegen zeigte, dass eine Spielfilmlänge seeeehr lang sein kann.

Alles, was nach "Sleepless" kam, wurde von mir ignoriert. Der Abschluss der Mütter-Trilogie würde mich ja schon noch reizen, aber als Ösi-DVD-Boykotteur wird das schwierig... ;)


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 Post subject: Re: MOTHER OF TEARS - Dario Argento
PostPosted: 11.08.2012 16:34 
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Habe mir den gestern nochmal angeschaut und bin am überlegen mir den nochmal zu besorgen, da meine ital. DVD nur den ital. Ton hat. Den verstehe ich zwar, da aber wohl der engl. der O-Ton ist, will ich mir noch eine entspr. Fassung besorgen, um zu sehen, ob darüber noch was rausgeholt werden kann.

Finde den mittlerweile nicht mehr so schlecht, wie am Anfang, auch wenn ich mir den Abschluss der Mütter-Trilogie anders vorgestellt habe....

Die franz. BD gibt es günstig, nur würden mich die festen Subs stören, die jap. BD ist mir zu teuer. Dann bleibt eigenltich nur noch die engl. DVD. Hat jemand eine dieser (oder eine andere Fassung) und kann mir bei der Entscheidung helfen?

Hiernach *** The link is only visible for members, go to login. *** scheint die franz. BD ja nicht sooooo toll zu sein (dazu wie gesagt noch die forced Subs...).

Grüße

Marco


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 Post subject: Re: MOTHER OF TEARS - Dario Argento
PostPosted: 28.09.2012 14:17 
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Das Bild der britischen DVD fand ich ziemlich gut, ich hab da nichts zu meckern. Die DVD hat nur englischen Ton und keine Untertitel, als Bonus nur einen Trailer. Bei einem Preis von knapp 4 Pfund machst Du mit der DVD aber sicherlich nichts verkehrt, wenn Dir der Film zusagt.


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 Post subject: Re: MOTHER OF TEARS - Dario Argento
PostPosted: 24.10.2012 01:52 
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Habe mir den Film heute Nacht zum zweiten Mal gedrückt und fand ihn noch um einige Grade beknackter, als nach der Erstsichtung. Soviel Spaß kann Gehirnerweichung machen!
Meine Güte, was hat Argento bloß für Drogen eingeworfen? Die will ich auch! :shock:
Der Film ist wirklich der totale Abstieg in den transzendentalen Runkelrübenkeller. DEMONI 3 meets Ittenbach. Vielleicht sollte ich direkt Fulcis DÄMONIA hinterherschieben und dazu Opiumkekse mit Methylalkohol reichen... Gl,gl,gl,gl.

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 Post subject: Re: MOTHER OF TEARS - Dario Argento
PostPosted: 24.10.2012 01:55 
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Ach, Italo, bevor du jetzt wieder schreibst: "Ich LIEBE Mother of Tears!" ... Ich liebe den Film ja auch. Busserl.

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 Post subject: Re: MOTHER OF TEARS - Dario Argento
PostPosted: 29.10.2013 20:53 
Freu! :D
MOTHER OF TEARS (Blu-Ray) - Uncut - Schuber (O-Card)

Erscheint am 29.11.2013 (auch als DVD erhältlich)
im Exklusivvertrieb von NSM in Zusammenarbeit mit Koch Media

hier bestellbar
*** The link is only visible for members, go to login. ***

* 16-seitiges Booklet von Kai Naumann und Dr. Marcus Stiglegger
* Making of (ca. 33 Minuten)
* Dario Argento beim Cinestrange-Festival in Dresden (ca. 31 Minuten)
* Originaltrailer
* Bildergalerie

Ihr Schlaf war ewig. Ihr Erwachen ist umso grausamer. Auf einem Friedhof werden die Gebeine der „Mater Lacrimarum“, der Mutter der Tränen, gefunden. Als eine von drei mythischen Hexen hat sie die Macht, die Welt ins Unglück zu stürzen. Während eine junge Archäologin die Artefakte aus dem Grab untersucht, strömen dunkle Kräfte nach Rom. Gewalttaten und Selbstmorde nehmen zu. Chaos regiert. Im Untergrund der ewigen Stadt hat sich die Mutter ein Nest gebaut. Dort bereitet sie das Ende der Welt vor. Die dritte Mutter ist erwacht. Und niemand kann sie aufhalten.

Dreißig Jahre nach SUSPIRIA beschließt Horror-Meisterregisseur Dario Argento seine „Mutter“-Trilogie. LA TERZA MADRE ist ein treibender, altmodischer Horrorfilm voll verschwenderischem Ornament, abgründigen Bildern, Blut und Brüsten, mit erschaffen von langjährigen Wegbegleitern des Regisseurs. ASIA ARGENTO, DARIA NICOLODI und UDO KIER verirren sich erneut im Fetischuniversum von Dario Argento. Maskenbildner-Legende SERGIO STIVALETTI steuert die Effekte bei und Prog-Rocker CLAUDIO SIMONETTI komponiert die Filmmusik. Die Hochkultur tanzt mit dem Vulgären durch die Finsternis: LA TERZA MADRE ist die Essenz des Genrekinos.


Originaltitel: La Terza madre

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 Post subject: Re: MOTHER OF TEARS - Dario Argento
PostPosted: 29.10.2013 21:12 
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ENDLICH :!:
Nun kann ich die Mütter Trilogie komplettieren, auf die Bd habe ich gewartet :)
Hoffe nur das er nicht ganz so grottig ist wie viele sagen, wird nämlich ein Blindkauf da ich den Film noch nicht gesehen habe...

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Dieser User kann die nächsten Hammer Softboxen von Anolis kaum erwarten! :)


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