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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Post subject: Re: SUSPIRIA - Luca Guadagnino
PostPosted: 27.11.2018 19:36 
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Pacific Nil wrote:

„Suspiria“ als handwerklich gänzlich uninspirierter Film ist der filmgewordene Inbegriff eines Professorenfilms, ein Beispiel intellektueller, drehbuchversessener Lieblosigkeit par excellence.


Danke für Deine großartige Kritik, mit der ich mir dann schon die Herangehensweise vom Remake vorstellen kann... es hört sich fast so an, als würden die fantastisch märchenhaften Bilder des Originals im Remake - in einer Art von Freud'scher "Traumdeutung" - analysiert werden, so dass die assoziationsreichen Bilder Argentos nun in "Sprache" - Deine Verweise auf das ständige Ausdeuten der Szenen - umgesetzt worden wären: statt Irrationalität nun also Logozentrismus... vielleicht nimmt deshalb auch im Remake der Psychiater solch einen Raum ein - Klemperer mögliche Referenz auf Victor Klemperer, der ja die "Sprache des Dritten Reichs" (!) analysiert hatte?...

hatte bei Argento nur solch eine Einstellung:

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genügt, um den Hexenzirkel mit Geschichte-lenkenden Geheimbünden in Zusammenhang zu bringen,

so taucht nun also bei der Neuverfilmung ein Buch auf, um die Bezüge zur spekulativen Freimaurerei zu erklären...

dennoch: Deine Kritik ist so tief und reichhaltig, dass ich immer noch auf das Remake gespannt bin...


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 Post subject: Re: SUSPIRIA - Luca Guadagnino
PostPosted: 27.11.2018 20:12 
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Dank dir für deine ausführliche Kritik, Pacific Nil! :D

Man kriegt bei dieser völlig ziemlich freien Version von Suspirira definitiv nicht das, was man erwartet hat oder sich gar gewünscht hat. Da stimme ich absolut zu.
Keine Parallelen zum Giallo, keine Parallele zu Argento, zu Tovoli, zu Goblin, ja nicht mal einen "richtigen" Horrorfilm hat Guadagnino hinbekommen. Kein wildes Kino,
wenig Körperlichkeit. Alles richtig.
Wird eine Bedrohung bei Zuschauer erzeugt? Fehlanzeige. Immersive Tongestaltung auf der Klaviatur des Schreckens? Nicht die Bohne.
Dafür gibt's zuhauf Parallelen zum deutschen Autorenkino der 70er, Ensemblekino, talking heads, Zeitgeschichte, ein fast schon streberhaftes Vermeiden von Genremustern und Erwartungen usw.

Trotzdem (oder gerade deswegen) kam in meinen Augen ein guter (nicht sehr guter!) Film dabei heraus, den ich nun schon zweimal gesehen habe.
Sein I AM LOVE fand ich damals grossartig, sein BIGGER SPLASH nervig, sein CALL ME BY YOUR NAME quälend ziellos und gefühlsduselig.
Eigentlich standen die Chancen ziemlich schlecht, dass er mich mit seinem Remake kriegt, noch zumal das Original einer meiner Lieblingsfilme seit fast 20 Jahren ist.

Wie dem auch sei – ich finde es herrlich, dass es sich so vortrefflich streiten lässt über diesen Film. Ich denke, genau das lag auch in der Intention des Regisseurs.
In ein paar jahren, wenn sich die Wogen geglättet haben, kann man den Film vielleicht nochmal "neu" sehen oder entdecken.
Mit der Berliner Schule ging es vielen hier ja genauso.

Aber ich sträube mich ein wenig, die zum Teil wirklich fundierte Kritik nur am Fehlen eines neuen (oder alten?) visuellen Konzeptes, der geführten, "steifen" Schauspielregie, dem intellektuellen Anspruch (wtf?) festzumachen. Das ist mir zu wenig für eine fundierte Kritik. Jeder kann sicher 20 Filme aus dem Stand nennen, die genau diese Merkmale aufweisen und trotzdem funktionieren.

Was man dem Film garantiert nicht vorwerfen kann, ist, dass er es sich zu einfach macht. Vielleicht will der Film zuviel – vielleicht wollen seine Kritiker zuviel ...


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 Post subject: Re: SUSPIRIA - Luca Guadagnino
PostPosted: 27.11.2018 20:42 
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Dass SUSPIRIA (2018) völlig anders ist als SUSPIRIA (1977) stellt zunächst erstmal die Grundbedingung für ein gutes Remake dar.
Ich meine, was erwartet ihr von einem SUSPIRIA-Remake? Bava-esquen Farbrausch, Goblin-Cover-Band-Soundtrack, wilde Kamera-Arbeit etc.pp., also quasi einen Argento-Nachbau, ein Rip-Off des Originals, nur jetzt halt mit Smartphones?

Klar kann man Guadigninos Reinvention von SUSPIRIA immer noch (negativ) kritisieren, aber man kann ihm keineswegs ankreiden Argentos Original seelenlos 1:1 kopiert zu haben, was im Übrigen eine Grundvoraussetzung für überflüssige Remakes ist - überflüssig, weil ich dann ja direkt beim Original bleiben kann.

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 Post subject: Re: SUSPIRIA - Luca Guadagnino
PostPosted: 27.11.2018 22:44 
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Ich halte die ganzen ausufernd negativen Reviews für nicht besonders aussagekräftig, weil es fast nicht möglich ist, den Film nach nur einer Sichtung so grundgenau zu erfassen, um eine treffsichere Review zu schreiben.
Die überwiegende Mehrheit der positiv gestimmten Leute, geben wenigstens ganz ehrlich zu, den Film ein zweites mal sehen zu müssen, bevor sie ein faires Urteil abgeben.
Das ist wohl wesentlich ernstzunehmender als ausufernde Negativ Kritiken, die den Film auseinander nehmen ohne ihn wirklich verstanden zu haben aber zugeben würde man das natürlich nie. :wink:


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 Post subject: Re: SUSPIRIA - Luca Guadagnino
PostPosted: 27.11.2018 23:38 
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ErnestoGastaldi wrote:
Was man dem Film garantiert nicht vorwerfen kann, ist, dass er es sich zu einfach macht. Vielleicht will der Film zuviel – vielleicht wollen seine Kritiker zuviel ...

Eine interessante Aussage, denn auch ich habe den Eindruck, dass der Film zuviel will. Die Mischung aus der grauen Schwermut des deutschen Autorenkinos, dem aufgesetzten Symbolismus studentischer Kurzfilme und den Mechanismen moderner Horrorfilme, die hat mich einfach nicht überzeugt. Dabei sehe ich SUSPIRIA durchaus nicht als Remake - im Vorspann steht "basierend auf dem Drehbuch von Dario Argento", und Guadagnino hat meines Erachtens einen eigenen Film gedreht eben nach der Vorlage, nach Ideen von Argento. Aber er hat sehr viel eigenes dazu gefügt, und sich bewusst vom großen Vorbild lösen wollen. Lösen müssen, denn wie Traxx richtig schreibt:
Traxx wrote:
was erwartet ihr von einem SUSPIRIA-Remake?
Eben, das könnte nie und nimmer funktionieren. Wa dann allerdings auch zur Frage führt: Was wollte Guadagnino denn nun eigentlich drehen? Doch ein Remake? Oder einen Polit-Horror-Thriller mit Reminiszensen an das deutsche Autorenkino? Wäre da weniger nicht vielleicht mehr gewesen?

Mir gefielen die Settings, und mir gefiel der Detailreichtum und die unglaubliche Liebe zur Authentizität der späten 70er-Jahre. Ich würde mir den Film gerne auf DVD noch mal anschauen, um mit der Pause-Taste spielen zu können, und die vielen vielen Einzelheiten besser betrachten zu können. Das werde ich aber nicht tun, denn nur für die Settings und die Kulissen werde ich mir die Scheibe sicher nicht kaufen. Wie ich an anderer Stelle schon bemerkt habe, ist der Film schlicht und ergreifend 60 Minuten zu lang. Den ganzen Nazi-/RAF-/Symbolismus-Quatsch raus, und wir haben wahrscheinlich einen starken und gut funktionierenden Horrorfilm. Aber so stehe ich vor der interessanten Tatsache, dass der Film zu voll ist, und mit dieser Fülle eigentlich nur die Leere des Drehbuchs übertünchen möchte.

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Die Umschreibung Neuentdeckung [...] ist natürlich nur eine äußerst persönliche Färbung, denn es handelt sich um ein Spektakel innerhalb der ganz eigenen Filmwelt. Die Suche nach Input, nach Neuem, und die Offenherzigkeit gegenüber Genres und Filmen jeder Art, führen mich immer wieder zu solchen Etappen, und auch wenn sich dieser Kreis niemals schließen wird, er erfährt mitunter durchaus erfreuliche Erweiterungen. (Prisma)


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 Post subject: Re: SUSPIRIA - Luca Guadagnino
PostPosted: 28.11.2018 12:08 
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Ryan wrote:
Ich halte die ganzen ausufernd negativen Reviews für nicht besonders aussagekräftig, weil es fast nicht möglich ist, den Film nach nur einer Sichtung so grundgenau zu erfassen, um eine treffsichere Review zu schreiben.
Die überwiegende Mehrheit der positiv gestimmten Leute, geben wenigstens ganz ehrlich zu, den Film ein zweites mal sehen zu müssen, bevor sie ein faires Urteil abgeben.
Das ist wohl wesentlich ernstzunehmender als ausufernde Negativ Kritiken, die den Film auseinander nehmen ohne ihn wirklich verstanden zu haben aber zugeben würde man das natürlich nie. :wink:


Es soll Leute mit einem hervorragendem Gedächtnis geben, die brauchen sich einen Film nur einmal anzuschaun. ;)


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 Post subject: Re: SUSPIRIA - Luca Guadagnino
PostPosted: 28.11.2018 12:30 
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Ryan wrote:
Ich halte die ganzen ausufernd negativen Reviews für nicht besonders aussagekräftig, weil es fast nicht möglich ist, den Film nach nur einer Sichtung so grundgenau zu erfassen, um eine treffsichere Review zu schreiben.
Die überwiegende Mehrheit der positiv gestimmten Leute, geben wenigstens ganz ehrlich zu, den Film ein zweites mal sehen zu müssen, bevor sie ein faires Urteil abgeben.
Das ist wohl wesentlich ernstzunehmender als ausufernde Negativ Kritiken, die den Film auseinander nehmen ohne ihn wirklich verstanden zu haben aber zugeben würde man das natürlich nie. :wink:

Zum Glück hat Pacific Nil den Film zweimal gesehen, also kannst du sein Urteil getrost als "fair" betrachten. :idea:

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 Post subject: Re: SUSPIRIA - Luca Guadagnino
PostPosted: 28.11.2018 13:06 
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ErnestoGastaldi wrote:
Dank dir für deine ausführliche Kritik, Pacific Nil! :D

Man kriegt bei dieser völlig ziemlich freien Version von Suspirira definitiv nicht das, was man erwartet hat oder sich gar gewünscht hat. Da stimme ich absolut zu.
Keine Parallelen zum Giallo, keine Parallele zu Argento, zu Tovoli, zu Goblin, ja nicht mal einen "richtigen" Horrorfilm hat Guadagnino hinbekommen. Kein wildes Kino,
wenig Körperlichkeit. Alles richtig.
Wird eine Bedrohung bei Zuschauer erzeugt? Fehlanzeige. Immersive Tongestaltung auf der Klaviatur des Schreckens? Nicht die Bohne.
Dafür gibt's zuhauf Parallelen zum deutschen Autorenkino der 70er, Ensemblekino, talking heads, Zeitgeschichte, ein fast schon streberhaftes Vermeiden von Genremustern und Erwartungen usw.

Trotzdem (oder gerade deswegen) kam in meinen Augen ein guter (nicht sehr guter!) Film dabei heraus, den ich nun schon zweimal gesehen habe.
Sein I AM LOVE fand ich damals grossartig, sein BIGGER SPLASH nervig, sein CALL ME BY YOUR NAME quälend ziellos und gefühlsduselig.
Eigentlich standen die Chancen ziemlich schlecht, dass er mich mit seinem Remake kriegt, noch zumal das Original einer meiner Lieblingsfilme seit fast 20 Jahren ist.

Wie dem auch sei – ich finde es herrlich, dass es sich so vortrefflich streiten lässt über diesen Film. Ich denke, genau das lag auch in der Intention des Regisseurs.
In ein paar jahren, wenn sich die Wogen geglättet haben, kann man den Film vielleicht nochmal "neu" sehen oder entdecken.
Mit der Berliner Schule ging es vielen hier ja genauso.

Aber ich sträube mich ein wenig, die zum Teil wirklich fundierte Kritik nur am Fehlen eines neuen (oder alten?) visuellen Konzeptes, der geführten, "steifen" Schauspielregie, dem intellektuellen Anspruch (wtf?) festzumachen. Das ist mir zu wenig für eine fundierte Kritik. Jeder kann sicher 20 Filme aus dem Stand nennen, die genau diese Merkmale aufweisen und trotzdem funktionieren.

Was man dem Film garantiert nicht vorwerfen kann, ist, dass er es sich zu einfach macht. Vielleicht will der Film zuviel – vielleicht wollen seine Kritiker zuviel ...


Super zusammengefasst, mir hat er auch gut gefallen. :)

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 Post subject: Re: SUSPIRIA - Luca Guadagnino
PostPosted: 28.11.2018 13:11 
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Käpt'n Krautsalat wrote:
Ryan wrote:
Ich halte die ganzen ausufernd negativen Reviews für nicht besonders aussagekräftig, weil es fast nicht möglich ist, den Film nach nur einer Sichtung so grundgenau zu erfassen, um eine treffsichere Review zu schreiben.
Die überwiegende Mehrheit der positiv gestimmten Leute, geben wenigstens ganz ehrlich zu, den Film ein zweites mal sehen zu müssen, bevor sie ein faires Urteil abgeben.
Das ist wohl wesentlich ernstzunehmender als ausufernde Negativ Kritiken, die den Film auseinander nehmen ohne ihn wirklich verstanden zu haben aber zugeben würde man das natürlich nie. :wink:

Zum Glück hat Pacific Nil den Film zweimal gesehen, also kannst du sein Urteil getrost als "fair" betrachten. :idea:


Na dann hat der Film auf bei ihm eine Wirkung erziehlt, wenn er ihn gleich zwei mal ansieht. :jc_goodpost:


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 Post subject: Re: SUSPIRIA - Luca Guadagnino
PostPosted: 28.11.2018 16:22 
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Wenn es also tatsächlich die Absicht war die audio-visuelle Pracht von Argentos SUSPIRIA komplett zu ignorieren, dann wäre es wesentlich besser eine eigene Geschichte zu erzählen !!

Z.B., was würde passieren wenn sich alle Mütter in einem Ort treffen würden ??
Ideen gäbe es sicher genug um die Mythologie der Mütter auszubauen.


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 Post subject: Re: SUSPIRIA - Luca Guadagnino
PostPosted: 28.11.2018 19:23 
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Macht der Film doch auch. Der springende Punkt ist doch: Enttäuschte Erwartungen (dazu zählt auch
"Ach, hätte der Regisseur es doch nur so oder so nicht gemacht") führen zu einer völlig subjektiven eigenen
Beurteilung des Filmes (die zu äussern ja auch völlig legitim ist). Nur einer objektiven Kritik des Filmes
hält das natürlich nicht stand. Der Film ist, was er ist.

Katzenmenschen von Tourneur - in den 80ern reinterpretiert von Paul Schrader, damals in der Luft zerissen - heute ein kleiner Klassiker.

Der Ansatz ist einfach ein anderer. Das muss man nicht mögen, aber zumindest respektieren finde ich.
Wie immer gilt: Time will tell ...


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 Post subject: Re: SUSPIRIA - Luca Guadagnino
PostPosted: 28.11.2018 19:28 
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ErnestoGastaldi wrote:
Katzenmenschen von Tourneur - in den 80ern reinterpretiert von Paul Schrader, damals in der Luft zerissen - heute ein kleiner Klassiker.

Der Ansatz ist einfach ein anderer. Das muss man nicht mögen, aber zumindest respektieren finde ich.
Wie immer gilt: Time will tell ...



Ich denke in einigen Jahren wird SUSPIRIA ein kleiner viellt sogar größerer Horror Klassiker. Mal sehen.
Die Wogen die er unter den Filmfans erzeugt sprechen für sich, sei es postitiv oder negativ.


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 Post subject: Re: SUSPIRIA - Luca Guadagnino
PostPosted: 28.11.2018 19:51 
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ErnestoGastaldi wrote:
Nur einer objektiven Kritik des Filmes [...]

...die es verfickt nochmal nicht gibt und nicht geben kann!!!

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 Post subject: Re: SUSPIRIA - Luca Guadagnino
PostPosted: 28.11.2018 21:17 
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Ja, das alte Problem. Aber mal versuchen, nen Meter von sich wegzugehen hat sicher auch noch keinem geschadet. Das gilt übrigens nicht nur für den eigenen Filmgeschmack.
(Wort zum Sonntag: Ende) :lol:


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 Post subject: Re: SUSPIRIA - Luca Guadagnino
PostPosted: 29.11.2018 01:30 
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ErnestoGastaldi wrote:
Ja, das alte Problem. Aber mal versuchen, nen Meter von sich wegzugehen hat sicher auch noch keinem geschadet. Das gilt übrigens nicht nur für den eigenen Filmgeschmack.
(Wort zum Sonntag: Ende) :lol:

Und selbst wenn ich 50.000 Meter von mir weg gehe (Wie immer das auch funktionieren soll? Out-of-Body-Experience? Hatte ich noch nicht mal auf meinem heftigsten Acid-Trip!), dann schlüpf ich dennoch in keine allumfassend unumstößliche heilige Objektivität.

Aber ja... whatever... lassen wir's! :roll:

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 Post subject: Re: SUSPIRIA - Luca Guadagnino
PostPosted: 29.11.2018 02:10 
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Gerne. :roll: Zurück zum Thema.


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 Post subject: Re: SUSPIRIA - Luca Guadagnino
PostPosted: 29.11.2018 14:57 
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Für mich als jemand der den Film nicht gesehen hat, ist das jedenfalls ein schöner Thread.

So weiß ich nun mit Sicherheit, dass ich mir den Streifen getrost sparen kann. :D

Ist immer wieder gut, verschiedene Meinungen zu einem Film zu lesen zu bekommen.

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 Post subject: Re: SUSPIRIA - Luca Guadagnino
PostPosted: 29.11.2018 15:14 
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Dr. Zombi wrote:
Für mich als jemand der den Film nicht gesehen hat, ist das jedenfalls ein schöner Thread.

So weiß ich nun mit Sicherheit, dass ich mir den Streifen getrost sparen kann. :D

Ist immer wieder gut, verschiedene Meinungen zu einem Film zu lesen zu bekommen.


Hm, gerade bei dir hätte ich jetzt gedacht das du dir ein eigenes Bild machst, vor allem weil du oft kontroverse Meinungen zu Filmen hast. :)

PS: ...und das McKenzie und Pacific Nil der Film nicht gefällt, war für mich ein Indiz das er mir gefallen könnte. :lol:

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 Post subject: Re: SUSPIRIA - Luca Guadagnino
PostPosted: 29.11.2018 16:18 
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andeh wrote:
Dr. Zombi wrote:
Für mich als jemand der den Film nicht gesehen hat, ist das jedenfalls ein schöner Thread.

So weiß ich nun mit Sicherheit, dass ich mir den Streifen getrost sparen kann. :D

Ist immer wieder gut, verschiedene Meinungen zu einem Film zu lesen zu bekommen.


Hm, gerade bei dir hätte ich jetzt gedacht das du dir ein eigenes Bild machst, vor allem weil du oft kontroverse Meinungen zu Filmen hast. :)

PS: ...und das McKenzie und Pacific Nil der Film nicht gefällt, war für mich ein Indiz das er mir gefallen könnte. :lol:


Ja, das stimmt, aber zuerst muss ich ja prinzipiell Lust auf einen Film entwickeln (oder ihn eben von irgendjemandem unfreiwillig voirgesetzt bekommen). :mrgreen:

Ich vermute aber eher, dass meine Kontroverse Meinung hierbei stark Richtung McKenzies gehen dürfte.
Zumal McKenzie, was Produktionen neueren Datums angeht, (auch im Vergleich zu mir) meist extrem wohlwollend ist, und gefühlt 90% der neu erscheinenden Sachen die er guckt mit 8/10 oder höher bewertet.
Ich bin da, was das Kino des 21. Jahrhunderts angeht, wesentlich unzufriedener (und generell oft eher frustriert). :?

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Last edited by Dr. Zombi on 29.11.2018 16:29, edited 1 time in total.

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 Post subject: Re: SUSPIRIA - Luca Guadagnino
PostPosted: 29.11.2018 16:27 
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andeh wrote:

PS: ...und das McKenzie und Pacific Nil der Film nicht gefällt, war für mich ein Indiz das er mir gefallen könnte. :lol:


Genau das meinte ich, als ich schrieb , dass sie ungewollt eher Werbung für den Film machen.


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 Post subject: Re: SUSPIRIA - Luca Guadagnino
PostPosted: 29.11.2018 16:29 
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Dr. Zombi wrote:
Ja, das stimmt, aber zuerst muss ich ja prinzipiell Lust auf einen Film entwickeln (oder ihn eben von irgendjemandem unfreiwillig voirgesetzt bekommen). :mrgreen:

Ich vermute aber eher, dass meine Kontroverse Meinung hierbei stark Richtung McKenzies gehen dürfte.
Zumal McKenzie, was Produktionen neueren Datums angeht, (auch im Vergleich zu mir) meist extrem wohlwollend ist, und gefühlt 90% der neuen Sachen die er guckt mit 8/10 oder höher bewertet.
Ich bin da, was das Kino des 21. Jahrhunderts angeht wesentlich frustrierter. :?


Der Film ist definitiv einzigartig, da würde ich mir mein eigenes Urteil bilden.


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 Post subject: Re: SUSPIRIA - Luca Guadagnino
PostPosted: 29.11.2018 16:45 
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Ryan wrote:
Dr. Zombi wrote:
Ja, das stimmt, aber zuerst muss ich ja prinzipiell Lust auf einen Film entwickeln (oder ihn eben von irgendjemandem unfreiwillig voirgesetzt bekommen). :mrgreen:

Ich vermute aber eher, dass meine Kontroverse Meinung hierbei stark Richtung McKenzies gehen dürfte.
Zumal McKenzie, was Produktionen neueren Datums angeht, (auch im Vergleich zu mir) meist extrem wohlwollend ist, und gefühlt 90% der neuen Sachen die er guckt mit 8/10 oder höher bewertet.
Ich bin da, was das Kino des 21. Jahrhunderts angeht wesentlich frustrierter. :?


Der Film ist definitiv einzigartig, da würde ich mir mein eigenes Urteil bilden.


Das Leben ist zu kurz, um mir alle je gedrehten Filme reinzuziehen - leider.
Wenn dem nicht so wäre, würde ich prinzipiell gerne jeden Film(schnipsel) der je belichtet worden ist mindestens(!) einmal gucken.

Aber leider, leider, werde ich bis zu meinem Tod nur einen klitzekleinen Prozentsatz der Filmgeschichte genießen können. Und da ist bei mir dann genießen das Stichwort, auf das es mir (mehr und mehr) ankommt.

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 Post subject: Re: SUSPIRIA - Luca Guadagnino
PostPosted: 29.11.2018 18:02 
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Ryan wrote:
Genau das meinte ich, als ich schrieb , dass sie ungewollt eher Werbung für den Film machen.


Ja und ? Auch negative Reviews/Kritiken 'bewerben' im Grunde einen Film - soll man jetzt deiner Logik nach gar nichts über einen Film schreiben dürfen ?
Also ich fand das Dingens grottenlangweilig - trotzdem habe ich überhaupt nichts dagegen wenn der Film so viel Geld wie möglich einspielt !


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 Post subject: Re: SUSPIRIA - Luca Guadagnino
PostPosted: 29.11.2018 18:36 
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Grundsätzlich hatte mich der Film vielmehr an MOTHER OF TEARS als an SUSPIRIA erinnert.... :jc_hmmm:

Fühlte mich zwar zu keinem Zeitpunkt irgendwie gelangweilt, aber so richtigen packen vermochte mich der Film dann leider auch nicht. Viele der einzelnen Set-Pieces plätscherten einfach nur an mir vorbei, ohne dabei eine Art von Begeisterung auszulösen. Hinzu gesellte sich das finale Hexensabbat-Massaker, welches mir von seiner visuellen Machart her so rein gar nicht gefiel. Der Film funktionierte in meinen Augen weder als ein SUSPIRIA-Remake, noch überzeugte mich das Dargebotene im Rahmen eines eigenständigen Films, der sich lediglich von der SUSPIRIA-Geschichte inspirieren ließ. Schade!


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 Post subject: Re: SUSPIRIA - Luca Guadagnino
PostPosted: 30.11.2018 13:54 
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Hier noch ein interessanter Essay über den Film und seine Rezeption (den ich gerade entdeckt habe):

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 Post subject: Re: SUSPIRIA - Luca Guadagnino
PostPosted: 30.11.2018 16:26 
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Dr. Zombi wrote:
Hier noch ein interessanter Essay über den Film und seine Rezeption (den ich gerade entdeckt habe):

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Ein Supertext, wie ich finde - er rückt dem Film mit den wesentlichen Kritikpunkten zuleibe.

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"Wir haben zulange Menschen, denen Film als Kunstform nichts bedeutet, das Geschäft bestimmen lassen, und jetzt pissen sie ihm das letzte Fleisch von den Knochen."
- Tim Lucas (im Zusammenhang mit diesem Artikel)

ESKALIERENDE TRÄUME
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 Post subject: Re: SUSPIRIA - Luca Guadagnino
PostPosted: 30.11.2018 16:32 
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McKenzie wrote:
Dr. Zombi wrote:
Hier noch ein interessanter Essay über den Film und seine Rezeption (den ich gerade entdeckt habe):

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Ein Supertext, wie ich finde - er rückt dem Film mit den wesentlichen Kritikpunkten zuleibe.


Ab ins Fegefeuer mit diesem Machwerk! :mrgreen:


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 Post subject: Re: SUSPIRIA - Luca Guadagnino
PostPosted: 01.12.2018 12:28 
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McKenzie wrote:
Dr. Zombi wrote:
Hier noch ein interessanter Essay über den Film und seine Rezeption (den ich gerade entdeckt habe):

*** The link is only visible for members, go to login. ***

Ein Supertext, wie ich finde - er rückt dem Film mit den wesentlichen Kritikpunkten zuleibe.

Die ganzen Diskussionen über den Film finde ich um ein vielfaches interessanter!
Bitte weitermachen! :dh:



Was mir wiederum sehr gefiel, war die recht 'unscheinbare' Filmmusik von Thom Yorke:

www.youtube.com Video from : www.youtube.com


www.youtube.com Video from : www.youtube.com


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 Post subject: Re: SUSPIRIA - Luca Guadagnino
PostPosted: 21.01.2019 17:19 
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Dario Argento slams Suspiria remake: “It betrayed the spirit of the original film”

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 Post subject: Re: SUSPIRIA - Luca Guadagnino
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omerta76 wrote:
Dario Argento slams Suspiria remake: “It betrayed the spirit of the original film”

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Dario meint: "Der Film macht keine Angst und hat keine Musik" oder so ähnlich . . . na ja. Er lobt Guadagnino aber auch.



P.S.: Lustig finde ich die Meldung auf der Seite zu Roseanne Barr. Sie findet Natalie Portman zum Kotzen, weil diese nicht an einer Veranstaltung teilgenommen hat bei ihr ein Preis verliehen werden sollte - da auch Netanyahu anwesend war, den Portman wohl nicht sonderlich mag. Vor einigen Jahren hat Barr Israel noch als "Nazistaat" bezeichnet; dann von ihren jüdischen Wurzeln erfahren und sich zur Verteidigerin Israels aufgeschwungen . . . Die Alte ist, nicht nur deshalb, zum K*tzen!


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