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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Post subject: Re: MINNESOTA CLAY - Sergio Corbucci
PostPosted: 30.12.2014 18:09 
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Gestern also die Zweitsichtung, meine Meinung ändert sich kaum, Cameron Mitchell ist eine katastrophale Fehlbesetzung, das wäre eine grandiose Rolle für van Cleef, Gilbert Roland,... gewesen. Die deutsche Synchro an sich hat gute Sprecher, aber die Dialoge sind oft so selten dämlich *an-den-kopf-klatsch* :roll:
Dann dieser dämliche Andy, die gesamte unfreiwillige Komik die sich durch den ganzen Film zieht...
Einige gute Momente sind der Anfang im Steinbruch, Die Szenen mit Sancho und auch das Ende in der Stadt ist gelungen, der Rest ist mau.
Die Story von einem Corbucci in seiner Hochphase und einem anderen Hauptdarsteller, ein Meisterwerk wäre das.
so 3/10

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 Post subject: Re: MINNESOTA CLAY - Sergio Corbucci
PostPosted: 30.12.2014 21:35 
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Die Story ist doch fast die gleiche wie von Django...


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 Post subject: Re: MINNESOTA CLAY - Sergio Corbucci
PostPosted: 30.12.2014 21:53 
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Die Story ist doch fast die gleiche wie von Django...


:shock: :?:

Außer dass es zwei rivalisierenden Banden gibt, die gegeneinander ausgespielt werden (Ähnlichkeiten gibt es dahingehend in fast jedem IW), sind die Plots aber sehr heterogen.
Was Mitchell betrifft, stimme ich absolut zu. Völlig fehlbesetzt.
Bin zwar jetzt auch nicht der große van Cleef Fan, aber hier wäre er die perfekt Besetzung.


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 Post subject: Re: MINNESOTA CLAY - Sergio Corbucci
PostPosted: 31.12.2014 12:23 
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Die Grundstrukturen der beiden Filme- und zwar nicht nur im Bezug auf die Banden- sind sich extrem ähnlich. In Django ist nur die Verpackung wesentlich progressiver.


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 Post subject: Re: MINNESOTA CLAY - Sergio Corbucci
PostPosted: 07.06.2016 12:04 
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Ich muss mal wieder eine Lanze für diesen Film brechen. Ich habe ihn gestern wieder gesehen. Er ist nie langweilig und von Corbucci sehr gut inszeniert. Klar, FeHD ist wesentlich progressiver, aber Clay ist ebenfalls besser, als alles, was bis dahin in Italien/ Spanien entstanden ist. Corbucci arbeitet viel mit Nahaufnahmen, zeigt schöne Studien, kleinere Kamerafahrten und die Endschießerei ist in sich sinniger, als die der meisten Genrevertreter. Es ist einfach ein guter kleiner Western. Auch der Score ist gut.


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 Post subject: Re: MINNESOTA CLAY - Sergio Corbucci
PostPosted: 07.06.2016 13:53 
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aber Clay ist ebenfalls besser, als alles, was bis dahin in Italien/ Spanien entstanden ist.


Was jetzt aber auch keine große Kunst war.
Er ist auch besser als das Meiste was dann zwischen FOD und Django entstand, aber auch das war jetzt nicht so schwierig. Aber gemessen an Minnesota Clay war Django ein Quantensprung.


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 Post subject: Re: MINNESOTA CLAY - Sergio Corbucci
PostPosted: 07.06.2016 18:06 
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Definitiv. Aber wie meinst du, was zwischen FoD und Django etstand? bezogen auf Corbucci, oder das gesamte Genre? Ich denke 65/66 hat einige der besten Genrevertreter hervorgebracht und war eine erste echte Hochphase des IW.


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 Post subject: Re: MINNESOTA CLAY - Sergio Corbucci
PostPosted: 07.06.2016 18:26 
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1966 würde ich als stärkstes Jahr bezeichnen

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 Post subject: Re: MINNESOTA CLAY - Sergio Corbucci
PostPosted: 07.06.2016 18:40 
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Ja, sehe ich auch so.


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 Post subject: Re: MINNESOTA CLAY - Sergio Corbucci
PostPosted: 07.06.2016 21:47 
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Definitiv. Aber wie meinst du, was zwischen FoD und Django etstand? bezogen auf Corbucci, oder das gesamte Genre? Ich denke 65/66 hat einige der besten Genrevertreter hervorgebracht und war eine erste echte Hochphase des IW.


Bezogen auf alle IW. Bis django ist die Qualittä noch sehr überschaubar, und die meisten haben noch wenig richtiges IW Feeliing. Erst ab Mitte 66 änder sich das entscheidend. Da

Das beste Jahr war aber für mich eindeutig 1968, da erlebte der IW seine Vollendung. Auch wenn GBU natürlich schon in 66 entstand, aber gefühlt ist er auch von 68.


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 Post subject: Re: MINNESOTA CLAY - Sergio Corbucci
PostPosted: 07.06.2016 22:26 
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65/66 kamen Tessaris Ringos, Sollimas Erstling, die ersten beiden Giraldis, Arizona Colt, Der lange Tag der Rache, Yankee, Johnny Yuma, Navajos Joe... 68 wsur noch mal ein großes Jahr für Leone und Corbucci, aber was kam da in der Breite?


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 Post subject: Re: MINNESOTA CLAY - Sergio Corbucci
PostPosted: 07.06.2016 22:48 
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Sollima ist bereits 67, und die anderen sind ok bis gut, aber da gab es in 68 besseres wie den letzten Giraldi, den letzten Sollima, Requiem para el Gringo, 4 für ein Ave Maria, die finde ich alle besser. Und auch in 69 sind noch bessere als die Genannten erschienen. Viel bessere um genau zu sein, vorneweg Colizzi, Hossein und Mulargias meisterlicher El puro.

In 66 gab es noch Quien sabe? neben Django und GBU. Aber die 3 Leones/Corbuccis von 68 stellen außer GBU alles in den Schatten was es sonst im IW gab, egal welcher Jahrgang.

Nee, 1968 ganz eindeutig, und mit beträchtlichen Vorsprung.


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 Post subject: Re: MINNESOTA CLAY - Sergio Corbucci
PostPosted: 07.06.2016 22:59 
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Sierra Madre ist doch von 1966.
Für 66 spricht für mich auch dass es allgemein noch weniger Schrott gab.
Auch kleinere Produktionen waren recht gut. Danach durfte dann jeder

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 Post subject: Re: MINNESOTA CLAY - Sergio Corbucci
PostPosted: 18.09.2020 22:56 
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Gestern mal wieder gesehen.


Für mich auch schon ein richtiger IW, ganz weit entfernt von Grande Canyon, den man vielleicht aus Corbuccis Liste streichen kann.
Schöne Bilder, einige wirklich einprägsame Szenen (Ortiz Tod, die Bibel und die Kette). Corbucci spielt auch schon mit der Gewalt, aber es gibt diesen abonnierten Tabubruch aller anderen seiner Western noch nicht. Mitchell sieht am Ende seines Abenteuers allerdings schon sehr zerstört aus.

Mitchell spielt die Rolle nicht ohne Autorität und wird auch gut synchronisiert, aber ich bleibe dabei, dass er schon die schwächste Stelle in diesem Film darstellt.

6/10

Bei der Einordnung bleibt er aber hinter Johnny Oro und Crudeli

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