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 Betreff des Beitrags: Lo sceriffo che non spara - 1965 - José Luis Monter
BeitragVerfasst: 28.04.2012 22:30 
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Lo sceriffo che non spara (Italien, Spanien 1965 / José Luis Monter)

Schauspieler: Mickey Hargitay, Vincenzo Cascino, Dan Clark, Aïché Nana, Pilar Clemens, Ángel Ter, Sancho Gracia, Gianni Dei, Anthony Devi, German Grech, Victor Kasline, Marco Mariani, Solvi Stubing, José Luis Zalde, Manuel Zarzo, José Luis Monter
Story: Guido Malatesta
Kamera: Aiace Parolin [Eastmancolor, Panoramica]
Musik: Felice Di Stefano (as Felix De Stephen)
Produzenten: Sergio Newman, Vincent Cashino

Geschichte: Eine Postkutsche wird von dem Banditen Alan überfallen und 100.000,- Euro erbeutet. Drahtzieher ist der Bankier Vermont, dessen Tochter in der Postkutsche saß und mit dem ehemaligen Pistolero Jim verlobt ist. Dieser wird zum Sheriff ernannt, um die Banditen zu verhaften. Allerdings ist Jim der Bruder von Alan und die Tochter des Bankiers ist "gefühlstechnisch auch eher auf dem Holzweg".

Meinung: Früher Genrevertreter, der noch einigen Anleihen zum US-Western besitzt. Problem ist, meiner Meinung Dan Clark, dem Charisma fehlt und von Hargitay (auch nicht gerade einem Schauspiel-Ass) an die Wand gespielt wird. Die Musik von Stefano geht in Ordnung. Alles in allem eine kurzweilige Geschichte, die gut erzählt ist, aber nicht gerade zu Jubelstürmen einlädt.

Screenshots von einer deutschen Version (Danke an The Sandmann). Der Film ist nie in Deutschland erschienen, deshalb um so erfreulicher, dass die Handlung nun verständlich ist.
Leider ist der Ton der span. Quelle von schlechter Qualität und auch die Bildqualität ist nicht der Hammer.

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 Betreff des Beitrags: Re: Lo sceriffo che non spara - 1965 - José Luis Monter
BeitragVerfasst: 29.04.2012 00:09 
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El Puro hat geschrieben:
Screenshots von einer deutschen Version (Danke an The Sandmann). Der Film ist nie in Deutschland erschienen, deshalb um so erfreulicher, dass die Handlung nun verständlich ist.


Nanu?

:villafrage:

Und hatte nicht der große Renato Polselli etwas mit diesem Film zu tun?

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"Wir haben zulange Menschen, denen Film als Kunstform nichts bedeutet, das Geschäft bestimmen lassen, und jetzt pissen sie ihm das letzte Fleisch von den Knochen."
- Tim Lucas (im Zusammenhang mit diesem Artikel)

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 Betreff des Beitrags: Re: Lo sceriffo che non spara - 1965 - José Luis Monter
BeitragVerfasst: 29.04.2012 07:24 
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El Puro hat eine spanische Version mit deutschen Untertiteln vom Sheriff ;)
Hab den erst vor kurzem mit englischen Untertiteln bekommen ! 8-)

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 Betreff des Beitrags: Re: Lo sceriffo che non spara - 1965 - José Luis Monter
BeitragVerfasst: 29.04.2012 12:07 
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Italo-West-Fan hat geschrieben:
Hab den erst vor kurzem mit englischen Untertiteln bekommen ! 8-)


Ist die Quelle ebenfalls eine span. oder ital. Kopie ?
Wenn es eine ital. Version ist, kannst du was zur Bild-/ und Tonqualität sagen !


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 Betreff des Beitrags: Re: Lo sceriffo che non spara - 1965 - José Luis Monter
BeitragVerfasst: 29.04.2012 14:56 
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Ist auch ne spanische Version, und wenn ich mich nicht irre sogar etwas schlechtere Bildquali als deine Version !
Ich weiß nur noch eine ital. TV Ausstrahlung, ebenfalls in VHS Quali...

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 Betreff des Beitrags: Re: Lo sceriffo che non spara - 1965 - José Luis Monter
BeitragVerfasst: 30.04.2012 12:45 
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Habe dieselbe Version wie Italo-West-Fan. ;)
Vermute ne vhs als Quelle.
Laufzeit ist 79:41, scheint im Original aber länger zu sein, da der Score im Schwarzbild weiterläuft jedoch nach wenigen Sekunden unsanft abgebrochen wird. Bildformat ist 1,85:1

Zum Film selber: Ich bezeichne ihn mal als unteren Durchschnitt und das ist eine sehr nette Wertung ;)

Wirkt schon sehr unbeholfen das Ganze, sowohl Schauspieler als auch die Regie.

@ El Puro: Sind noch weitere UT Fassungen geplant? Falls ja, werde ich aufhören mir seltene Fassungen mit englischen UT zu besorgen, wenn ein paar Wochen später deutsche UT auftauchen :mrgreen:


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 Betreff des Beitrags: Re: Lo sceriffo che non spara - 1965 - José Luis Monter
BeitragVerfasst: 30.04.2012 19:35 
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Grinder hat geschrieben:

@ El Puro: Sind noch weitere UT Fassungen geplant? Falls ja, werde ich aufhören mir seltene Fassungen mit englischen UT zu besorgen, wenn ein paar Wochen später deutsche UT auftauchen :mrgreen:


Naja, so ganz aktuell bin ich nicht, aber laut Sandmann sind wohl noch einige Geschichten in Planung. Die Übersetzung soll wohl eines der Probleme sein.
Aber um mal ein paar Infos von unserem schweizer Edelfan weiterzugeben: PAGO CARA SU MUERTE, Tre croci per non morire, Una bala marcada, Due croci a Danger Pass ....

Dazu wohl noch jede Menge Filme, wo anhand der engl. UT die deutschen angefertig werden.
Keine Ahnung, was da noch so kommt. Bzw. zwei weiß ich: "Gringo getta il fucile" und "Ehi Amigo ....".
Bei letzterm hat der Italo-West-Fan eine Version mit komplettem Vorspann aufgetrieben.
Dürfte Ende der Woche in die Schweiz gehen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Lo sceriffo che non spara - 1965 - José Luis Monter
BeitragVerfasst: 01.05.2012 11:36 
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El Puro hat geschrieben:
Grinder hat geschrieben:

@ El Puro: Sind noch weitere UT Fassungen geplant? Falls ja, werde ich aufhören mir seltene Fassungen mit englischen UT zu besorgen, wenn ein paar Wochen später deutsche UT auftauchen :mrgreen:


Naja, so ganz aktuell bin ich nicht, aber laut Sandmann sind wohl noch einige Geschichten in Planung. Die Übersetzung soll wohl eines der Probleme sein.
Aber um mal ein paar Infos von unserem schweizer Edelfan weiterzugeben: PAGO CARA SU MUERTE, Tre croci per non morire, Una bala marcada, Due croci a Danger Pass ....

Dazu wohl noch jede Menge Filme, wo anhand der engl. UT die deutschen angefertig werden.
Keine Ahnung, was da noch so kommt. Bzw. zwei weiß ich: "Gringo getta il fucile" und "Ehi Amigo ....".
Bei letzterm hat der Italo-West-Fan eine Version mit komplettem Vorspann aufgetrieben.
Dürfte Ende der Woche in die Schweiz gehen.


Danke für die Info, dann werde ich die Augen mal offen halten ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: Lo sceriffo che non spara - 1965 - José Luis Monter
BeitragVerfasst: 06.11.2012 21:02 
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Ich ahbe die spanische vhs von diese film, aber gebt es mitterweile auch ein deutsche tv fassungg?

oder gibt es ein liste mit italo western die im deutsche fernsehe gelaufen haben? manschmahl haben die fernsehe versionen fiele bessere bild qualitate.

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 Betreff des Beitrags: Re: Lo sceriffo che non spara - 1965 - José Luis Monter
BeitragVerfasst: 06.11.2012 22:31 
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shootgringoshoot hat geschrieben:
Ich ahbe die spanische vhs von diese film, aber gebt es mitterweile auch ein deutsche tv fassungg?

oder gibt es ein liste mit italo western die im deutsche fernsehe gelaufen haben? manschmahl haben die fernsehe versionen fiele bessere bild qualitate.

Nein, es gibt ein Fanprojekt mit deutschen UT.
Zum Thema TV: Irgendwo hier im Forum gibt es ne Liste mit Filmen die im dt. TV gelaufen sind. Reggie kann bestimmt helfen. ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: Lo sceriffo che non spara - 1965 - José Luis Monter
BeitragVerfasst: 06.12.2013 16:50 
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Fand den Streifen nicht ganz so übel wie die Fassung,welche wahrscheinlich die einzig verfügbare,beim anfertigen der dt. UT's,war.
Die UT's sind schonmal gelungen und bei der Bildqualität gibts auch schlechteres.Aber das Rauschen der Tonspur,welches gleichmäßig von laut zu sehr laut,während der ganzen Laufzeit zu hören ist,nimmt einem doch den Spaß bei der Sache.
Um den seltenen IW als Gesehen abzuhaken reichts aus und die ein oder andere,gute Szene ist schon drin.Da nehmen Mickey Hargitay (einer der Bösen und eigentlich die einzige nennenswerte Figur) und ein Kumpan,ein Bandenmitglied das auf eigene Faust 'arbeitet',auseinander und schießen ihm durch beide Hände.
Bei dieser Sequenz glaubte ich die Handschrift Polselli's zu erkennen (was die Figuren,ihren Look und die Härte betrifft) der ja zusammen mit Monter die Regie dieses frühen IW übernommen haben soll.Der Sheriff aus dem Titel,welcher nicht schießen will,war auch noch im grünen Bereich.
Manchmal will er nämlich schon,z.B. wenn er jemand einen Colt zuwirft und umlegt,bevor der ihn richtig gefangen hat.
Den Rest hab ich fast schon wieder vergessen - 4/10


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 Betreff des Beitrags: Re: Lo sceriffo che non spara - 1965 - José Luis Monter
BeitragVerfasst: 07.12.2013 11:35 
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GunmanStan hat geschrieben:
die Fassung,welche wahrscheinlich die einzig verfügbare,beim anfertigen der dt. UT's,war.

Ich kenn noch eine italienische TV Fassung, VHS Quali, ist aber etwas schärfer und hat bessere Farben, dafür ist das Bildformat nur etwa 1,56:1 !

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 Betreff des Beitrags: Re: Lo sceriffo che non spara - 1965 - José Luis Monter
BeitragVerfasst: 07.12.2013 11:37 
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Italo-West-Fan hat geschrieben:
GunmanStan hat geschrieben:
die Fassung,welche wahrscheinlich die einzig verfügbare,beim anfertigen der dt. UT's,war.

Ich kenn noch eine italienische TV Fassung, VHS Quali, ist aber etwas schärfer und hat bessere Farben, dafür ist das Bildformat nur etwa 1,56:1 !

Wenn der Ton in Ordnung ist ... bestimmt die bessere Wahl ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: Lo sceriffo che non spara - 1965 - José Luis Monter
BeitragVerfasst: 07.12.2013 11:40 
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Hab den Film noch nicht gesehen, glaub aber nicht das es sich wirklich lohnt ! ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: Lo sceriffo che non spara - 1965 - José Luis Monter
BeitragVerfasst: 07.12.2013 11:46 
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Bin gerade dabei die IW 'abzuarbeiten' die ich in der Sammlung,aber noch nicht gesehen hab.
Da ist manchmal schon hartes Brot dabei (nur noch 5) :lol:


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 Betreff des Beitrags: Re: Lo sceriffo che non spara - 1965 - José Luis Monter
BeitragVerfasst: 07.12.2013 11:51 
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Ich möcht den stapel eigentlich auch abarbeiten, aber immer wenn ich den dann durchgehe läuft dann doch wieder auf was anderes raus ! :lol: Leider zu viele Graupen dabei...

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 Betreff des Beitrags: LO SCERIFFO CHE NON SPARA - Renato Polselli & José Luis Monter
BeitragVerfasst: 11.10.2018 20:46 
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Lo sceriffo che non spara (IT)
El sheriff no dispara (ES)
Le Shérif ne tire pas (F)
The Sheriff Won't Shoot
Revólver Maldito

IT / ES 1965

R: Renato Polselli & José Luis Monter
D: Mickey Hargitay, Vincenzo Cascino, Aïché Nana, Dan Clark (Marco Mariani), Solvi Stubing, Pilar Clemens, Victor Kasline, Ángel Terrón, Manuel Zarzo, Sancho Gracia u.a.

Italo-Cinema.de

Score: Felice Di Stefano

OFDb



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Eines gleich vorweg: Wer über inszenatorische und logische Schwächen hinwegsehen kann, Filme nicht nur rein rational betrachtet und auch auf filmische Abstrusitäten klar kommt, der dürfte bei diesem einzigartigen Italo-Western eindeutig auf seine Kosten kommen. Wer Filme aber rein nüchtern betrachtet, Wert auf einen durchgängigen Spannungsbogen, eine stimmige Inszenierung, talentierte Schauspieler und ein anspruchsvolles Drehbuch legt, für den dürfte sich das Ganze bereits nach kürzester Zeit als das blanke Grauen herausstellen, denn der gemeinschaftlich von Renato Polselli, José Luis Monter und Vincenzo Cascino erschaffene Wild-West-Irrsinn ist jenseits von Gut und Böse angesiedelt.


Der Film erzählt die unglaubliche Geschichte eines unfassbaren Sheriffs, der nicht nur von seinem äußeren Erscheinungsbild her dem kabarettistisch veranlagten TV-Mediziner Dr. Eckart von Hirschhausen ähnelt, sondern auch noch seinen leiblichen Vater auf dem Gewissen hat: Infolge eines tragischen Fehlschusses, der seinem Vater letztlich das Leben kostete, hängt Sheriff Jim Day (Dan Clark) seinen Colt für alle Zeiten an den Nagel. Dumm nur, dass er bereits bei der nächstbesten Gelegenheit vom Vater seiner Geliebten Desiree (Aïché Nana) zum neuen Sheriff der beschaulichen Gemeinde Richmond ernannt wird. Aber ein sich selbst bemitleidender Sheriff der nicht mehr schießt, kann so etwas gut gehen?

Dann wäre da noch sein Bruder Alan (Mickey Hargitay), der nicht nur als Anführer einer fünf mannstarken Outlaw-Truppe - die kurz zuvor bei einem Überfall auf eine Postkutsche 100.000 $ erbeutete - fungiert, sondern sein waffenphobisches Geschwisterteil auch noch mit dessen sauberen Mätresse hintergeht, die selbst aber wiederum nichts von Alans abgründigen Doppelleben ahnt. Als sich dann auch noch der ruchlose Baron Vermont (Vincenzo Cascino) die Beute Alans unter den Nagel reist, beginnt die bereits brodelnde Situation vollends zu eskalieren.


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Wer hat's erfunden?

So lautet dann wohl auch die meist gestellte Frage, wenn es darum geht, wer diese wahnwitzige Italo-Westernproduktion letztendlich inszeniert haben soll: Renato Polselli oder José Luis Monter - oder doch beide zusammen?


Einige Quellen behaupten, dass einzig und allein José Luis Monter für die Regiearbeit zuständig gewesen sei, wohingegen andere Quellen wiederum besagen, dass Renato Polselli den Platz auf dem Regiestuhl für sich beansprucht hätte. Polselli selbst ließ in einem Interview verlauten, dass er den gesamten Film geleitetet habe und eben nicht nur der Koregisseur von José Luis Monter gewesen wäre, zumal die Namensnennung des Spaniers in den Credits lediglich für einen finanziellen Vorteil im Rahmen der spanisch-italienischen Koproduktion gesorgt haben soll. Was aber angesichts so mancher Szenarien zumindest offensichtlich scheint, ist die unverkennbare Handschrift Renato Polsellis: Seien es die panischen Blicke mit weit aufgerissenen Augen, das zerfaserte Drehbuch, die skurril wirkenden Gestalten mit ihren oftmals schwer nachvollziehbaren Handlungsweisen, oder auch der nicht minder zerfranste Drehstil - all das lässt schlussendlich schon recht eindeutig auf die Mitwirkung Polsellis schließen.

Veröffentlicht wurde diese bereits 1965 entstandene Western-Kuriosität zunächst auf den großen Leinwänden Italiens, Spaniens und Frankreichs, bevor das Spektakel Jahrzehnte später in Spanien nochmals auf VHS wiederveröffentlicht wurde. Hinzu kamen weitere TV-Ausstrahlungen auf dem türkischen Sender TRT1 und dem italienischen Privatsender Rete 4.


Als Produzent fungierte übrigens der einzigartige Vincenzo Cascino, der als vermögender Großindustrieller sein Heimatland Argentinien verließ, um in Italien ab 1964 vier Filme zu produzieren, für die ihn Liebhaber filmischer Absurditäten die Füße küssen müssten. Dabei fungierte Cascino bei diesen vier besagten filmischen Wundertüten nicht nur als hauptverantwortlicher Produzent, sondern schrieb auch an den jeweiligen Drehbüchern mit, übernahm vier Mal selbst die Hauptrolle -obwohl seine schauspielerische Fähigkeiten recht begrenzt waren- und zweimal sogar die Regie. Neben LA SETTE VIPERE (IL MARTINO LATINO) und LO SCERIFFO CHE NON SPARA (beide Filme entstanden übrigens unter der Regie von Renato Polselli) markierte schließlich der von ihm inszenierte 7 DONNE D'ORO CONTRO den Höhepunkt seiner doch recht überschaubaren Schaffensphase: Dabei handelt es sich um einen völlig wahnwitzige Eurospy-Flic, in dem er sich sowohl mit Mickey Hargitay als auch mit sieben weiteren Agentinnen eine wahnwitzige Schnitzeljagd nach sieben Goya-Gemälden liefert, von denen aber wiederum nur ein Bild den korrekten Lageplan zum sagenumwobenen Schatz Adolf Hitlers beinhaltet. Eine filmische Knallschote par excellence!


Wer jetzt noch etwas mehr über die unfassbaren Darbietungen der beteiligten Schauspieler erfahren möchte, der kann dies gerne im Rahmen einer etwas ausführlicheren Filmvorstellung auf ITALO-CINEMA.de nachlesen.


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Trailer:

www.youtube.com Video From : www.youtube.com




Eine Frage an das Moderatorenteam hätte ich aber noch: Wäre es möglich, 'Renato Polselli' als Regisseur im Threadtitel noch zu ergänzen? Vielen Dank :)


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 Betreff des Beitrags: Re: THE SHERIFF WON'T SHOOT - Renato Polselli & José Luis Monter
BeitragVerfasst: 14.10.2018 09:58 
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Ergänzend hierzu noch ein Auszug des Interviews zwischen Jay Slater und Renato Polselli, welches übrigens auch im britischen Filmmagazin DIABOLIK (Ausgabe Nr. #2) veröffentlicht wurde. Das Interview entstand bereits vor dem Jahre 2006 und enthält zudem zwei kleinere Erinnerungslücken: Sein Koregisseur hieß nicht Montero, sondern Monter mit Nachnamen und Polsellis Synonym für den vorliegenden Western war nicht Ralph Brown*, sondern Lionel A. Prestol



"A year later, Polselli tried his fast hand at the Spaghetti Western. Lo sceriffo che non spara tells of a muscular sheriff (played by Polselli regular Mickey Hargitay) who doesn’t need bullets to rid his town of villains - his brawn will suffice. Polselli is keen to point out that he directed the entire movie, and was not a co-director to Roberto Montero. Apparently, as the film was an Italian and Spanish co-production, the Spaniards asked if they could have one of their directors credited. The Spanish producers felt that it would make financial common sense if it was credited to an Italian and a Spaniard - therefore Montero’s name was plastered on the credits as co-director. Like most Italian directors who worked in the horror and western genres, Polselli discarded his own name and adopted a pseudonym. “I thought ‘Ralph Brown’ sounded better to an American than Renato Polselli. Besides, they dislike Italian names - too much tongue twisting for them! This is why us Italians used pseudonyms for all our Spaghetti Westerns. We did our best to fool them!” Lo sceriffo che non spara was the first film Polselli made with Mickey ‘Mr. Universe’ Hargitay. Polselli is eager to spill the beans on Hargitay. “When I came to direct Delirio caldo, the producer called me to say that an actor was wandering around Rome looking for work. I convinced the producer that Hargitay was my ideal choice and even fooled him into thinking he was an American. I remember one night I introduced Hargitay to the producer. As the producer thought Hargitay was American, he spoke in English and Hargitay had to apologise and say ‘I’m sorry, I don’t speak a word of English!’ He was very strong, but hardly a body builder like you see him in the films. He once boasted he could rip a Yellow Pages book in half - and he did!Quelle


*Bei Ralph Brown handelt es übrigens um ein Synonym Polsellis, welches er sich nicht nur in der Zeit zwischen 1972 - 1980 als Regisseur für seine 'entfesselten' Filmwerke zulegte, sondern auch schon 1965 für seinen einzigen Schauspielauftritt im Rahmen des US Westerns SOHN DES REVOLVERHELDEN verwendete, worin er dann einen Sheriff namens Litton verkörperte.


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Zitat:
Eine Frage an das Moderatorenteam hätte ich aber noch: Wäre es möglich, 'Renato Polselli' noch als Regisseur im Threadtitel zu ergänzen? Vielen Dank ;)


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