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 Betreff des Beitrags: Re: SPIEL MIR DAS LIED VOM TOD - Sergio Leone
BeitragVerfasst: 23.09.2018 13:43 
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Alle reden hier von der Kabel-1-Fassung, was aber meines Wissens Unsinn ist. Diese Fassung lief zuerst auf Pro 7 und wurde dann später eben auch auf Kabel 1 ausgestrahlt.

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 Betreff des Beitrags: Re: SPIEL MIR DAS LIED VOM TOD - Sergio Leone
BeitragVerfasst: 24.09.2018 11:38 
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Ich habe sie Pro7/Kabel 1 Fassung genannt. Aber es scheint daß sie abgesehen von der Erstausstrahlung überwiegend (oder auch nur noch) auf Kabel 1 lief. Beide Sender gehören aber ohnehin zusammen.


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 Betreff des Beitrags: Re: SPIEL MIR DAS LIED VOM TOD - Sergio Leone
BeitragVerfasst: 06.01.2019 13:47 
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Spiel mir das Lied vom Tod ("C'era una volta il West" aka "Once Upon A Time In The West" I/USA 1968, Regie: Sergio Leone)

Drei Männer an einer einsamen Eisenbahnstation im Wilden Westen. Der Zug hält und ihm entsteigt ein Mann mit einer Mundharmonika (Charles Bronson). Nach einem kurzen Wortwechsel erschießt er die drei Killer. Währenddessen ermordet der Killer Frank (Henry Fonda) im Auftrag einer Eisenbahngesellschaft den Farmer McBain mit seiner ganzen Familie. Nur seine frisch angetraute Frau Jill (Claudia Cardinale) bleibt verschont, da sie noch nicht eingetroffen ist. Währenddessen treibt der Bandit Cheyenne (Jason Robards) sein Unwesen in der Gegend. Harmonika fängt ihn und kauft mit der Prämie die Farm der McBains. Sein Ziel ist Rache, sein Opfer Frank. Doch der kann sich an den mysteriösen Fremden nicht erinnern...
(OFDb)

Nach seiner "Dollar"-Trilogie schlägt Sergio Leone hier ein neues Kapitel in seinem Filmschaffen auf. Waren schon die Vorgänger episch in ihrer Bildgestaltung und von geradezu hypnotischer Ruhe und Gelassenheit, legt Leone mit "Spiel mir das Lied vom Tod" eine regelrechte Zeremonie der Bilder und Töne vor. Die (auf den Punkt geschriebenen) Dialoge dienen hier bisweilen nur noch als Taktgeber für die Reaktionen und Handlungen der Figuren. Eine derartige Intensität hat Leone mMn sonst in keinem seiner Filme erreicht. Hier treibt er das Zelebrieren der Blicke und Gesten zur Perfektion. Hierbei bleibt aber auch die Handlung nicht auf der Strecke, die sich wie ein Puzzle immer klarer vor dem Zuschauer ausbreitet. Dabei gelingen Leone immer wieder Momente von immenser emotionaler Wucht, die bei wiederholter Sichtung sogar noch stärker wirken. Ich würde fast sagen, es ist unmöglich, von diesem Film nicht gefesselt und hypnotisiert zu sein (obwohl ich auch Leute kenne, die ihn langweilig finden). Die Anfangsszene baut auf Anhieb Spannung und eine fast schon surreale Atmosphäre auf, die sich durch den ganzen Film zieht. Der Originaltitel suggeriert dann auch folgerichtig, dass es sich hier gewissermaßen um ein Märchen handelt. Henry Fonda hatte zunächst Bedenken einen skrupellosen Schurken zu spielen, fand dann aber Gefallen an seiner Rolle, was man auch spürt, wenn man den Film sieht. Was das Outfit der Figuren betrifft, greift Leone auf die klassischen Farben Schwarz (für den "Bösen") und Weiß (für den "Guten") zurück. Doch wie üblich bei Leone, verschwimmen die Grenzen zwischen "Gut" und "Böse" hin und wieder schon mal - bis am Ende die Fronten endgültig geklärt werden.

10/10

Zur Sichtung lag mir diesmal die Kabel-Ausstrahlung vor, welche auf einem italienischen Master basiert. Hierbei handelt es sich um eine längere Fassung, die zwar als Director's Cut (DC) bezeichnet wird, aber wohl eher eine frühere Schnittfassung des Films darstellt. In diesem DC sind zahlreiche Einstellungen länger, aber es gibt auch alternatives Material zu sehen. Folglich fehlen im DC also auch Stellen, die in der internationalen Fassung enthalten sind. Ein Spruch von Charles Bronson wurde beim DC nachsynchronisiert, weil diese Einstellung in der internationalen Fassung nicht vorkommt. Dafür fehlt ein kurzer Spruch von Bronson, der wiederum in der internationalen Fassung enthalten ist - alles in derselben Szene, die in beiden Fassungen unterschiedlich abläuft. Eine echte Kuriosität und mMn eine wirklich sehenswerte Fassung des Films. Allerdings ist der Ton beim DC nicht immer ganz synchron zum Bild (leicht zu früh), was aber m. E. noch im erträglichen Rahmen ist. Auch das Bildformat zeigt nicht ganz die volle Breite, was aber mMn ebenfalls noch im Rahmen(!) ist. Dafür bekommt man hier gut 10 Minuten Extra-Material zu sehen, welches sonst nur auf einer italienischen DVD zu finden ist (übrigens ohne englischen Ton und ohne UT). Ihre Premiere hatte diese Fassung 1998 auf Pro 7. Dort lief in den 90ern auch eine selbst restaurierte Fassung von "Zwei glorreiche Halunken".

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