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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Betreff des Beitrags: Re: TODESMELODIE - Sergio Leone
BeitragVerfasst: 16.03.2014 14:06 
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Ja, Leone macht einem das sehr schwer...

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 Betreff des Beitrags: Re: TODESMELODIE - Sergio Leone
BeitragVerfasst: 16.03.2014 15:41 
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Mir nicht. Ich habe da eine ganz klare Reihenfolge. Und so sehr ich auch Giu la testa mag, er ist "nur" die # 6.


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 Betreff des Beitrags: Re: TODESMELODIE - Sergio Leone
BeitragVerfasst: 16.03.2014 15:43 
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Nobody hat geschrieben:
Ich glaube bei Leone ist es sehr schwer zu sagen "das ist mein Lieblingsfilm". Aber Todesmelodie ist mein kleiner Favourit.


Das ist natürlich ein netter Widerspruch ... ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: TODESMELODIE - Sergio Leone
BeitragVerfasst: 16.03.2014 16:25 
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Stanton hat geschrieben:
Mir nicht. Ich habe da eine ganz klare Reihenfolge. Und so sehr ich auch Giu la testa mag, er ist "nur" die # 6.



Man kann den Film lieben und ihm dennoch nur Platz 5 oder 6 geben... Leone eben :lol:

Wie schwierig ist es bitte, Morriconnes Werk in Plätze einzuteilen. Fast unmöglich für mich

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 Betreff des Beitrags: Re: TODESMELODIE - Sergio Leone
BeitragVerfasst: 16.03.2014 17:38 
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Stanton hat geschrieben:
Nobody hat geschrieben:
Ich glaube bei Leone ist es sehr schwer zu sagen "das ist mein Lieblingsfilm". Aber Todesmelodie ist mein kleiner Favourit.


Das ist natürlich ein netter Widerspruch ... ;)


Das versuchte ich damit auszudrücken :)


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 Betreff des Beitrags: Re: TODESMELODIE - Sergio Leone
BeitragVerfasst: 17.03.2014 02:49 
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Ich schließe mich den positiven Stimmen zu "Todesmelodie" gerne an. Unglaublich kraftvoll, vor allem auch die längere Szene am Anfang in der Kutsche (mit extremen Nahaufnahmen). Auch Morricone's Soundtrack ist einfach herrlich. Nach "Es war einmal in Amerika" mein Lieblings-Leone. Kann auch wirklich nicht verstehen, warum der im Allgemeinen so schlecht wegkommt. Über Geschmack lässt sich natürlich streiten, aber ich find ihn z.B. tausend Mal besser als den ziemlich überbewerteten "Spiel mir das Lied vom Tod".


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 Betreff des Beitrags: Re: TODESMELODIE - Sergio Leone
BeitragVerfasst: 17.03.2014 11:53 
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Bernd hat geschrieben:
ziemlich überbewerteten "Spiel mir das Lied vom Tod".




:?: :o :?: :o :?: :shock:


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 Betreff des Beitrags: Re: TODESMELODIE - Sergio Leone
BeitragVerfasst: 17.03.2014 14:55 
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Tja, wie gesagt Geschmackssache. Könnt mir vorstellen, dass ich da wohl einer der wenigen bin, die nicht so mit SMDLVT können.


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 Betreff des Beitrags: Re: TODESMELODIE - Sergio Leone
BeitragVerfasst: 17.03.2014 15:01 
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Mich würde interessieren wieso, aber diese Diskussion können wir ja in den SmdLvT Thread verlagern...


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 Betreff des Beitrags: Re: TODESMELODIE - Sergio Leone
BeitragVerfasst: 17.03.2014 18:43 
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Welche VÖ dieses Films ist empfehlenswert? (Ich weiß schon, das im Juni eine neue Auflage kommt, will aber nicht so lange warten, denn ob ihr es glaubt oder nicht, ich habe diesen Film bis heute noch nie gesehen)
Was ist der Unterschied zwischen der Langfassung und der normalen Fassung?


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 Betreff des Beitrags: Re: TODESMELODIE - Sergio Leone
BeitragVerfasst: 17.03.2014 19:54 
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Da haste noch einen Riesen vor dir,freu dich schonmal drauf ;)

Hab die Gold Edition und die ist ganz gut,ob du wegen dem Vierteljahr da nochmal investierst,mußte selbst entscheiden ... würde warten.
Der Streifen läuft hier 150 Min.,das alte Warner Tape läuft 147 Min.
Langfassung usw. kannste hier nachlesen -
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 Betreff des Beitrags: Re: TODESMELODIE - Sergio Leone
BeitragVerfasst: 17.03.2014 21:06 
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Sbirro Di Ferro hat geschrieben:
Welche VÖ dieses Films ist empfehlenswert? (Ich weiß schon, das im Juni eine neue Auflage kommt, will aber nicht so lange warten, denn ob ihr es glaubt oder nicht, ich habe diesen Film bis heute noch nie gesehen)
Was ist der Unterschied zwischen der Langfassung und der normalen Fassung?


Die erste DVD enthält die Kinofassung mit umgerechnet 154 min. Sie enthält den Original mono Ton, was besser ist.

Die Gold Edition enthält eine zusätzliche Rückblende am Ende, und läuft deswegen 157 min. Hat aber dafür eine gefakten 5.1. Sound mit veränderten Geräuschen und ein paar falschen Soundtrack Teilen. Weiß aber nicht wie letzteres in der deutschen Version ist. Auch in der letzten Rückblende wird falsche Musik verwendet.
Deutlich bessere Bildqualität.


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 Betreff des Beitrags: Re: TODESMELODIE - Sergio Leone
BeitragVerfasst: 28.03.2014 22:54 
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Jetzt hab ich ihn endlich mal gesehen (Gold-Edition) und ich glaube ich muss mir in den nächsten Tagen auch nochmal SMDLVT ansehen, denn TODESMELODIE ist ein sehr starker Konkurrent.
Jede einzelne Szene ist bis ins kleinste Detail perfekt (die Massen-Schießereien, die Kamerafahrt über die Leichen in der Höhle,..) , kann gar nicht alles geniale hier aufzählen sonst müsste ich den ganzen Film Szene für Szene beschreiben.
Besonders erwähnen möchte ich die Rückblenden, die Szene in der Kutsche mit den vielen Nahaufnahmen und die Gastrolle von Furio Meniconi.
Von der Geschichte her, geht´s hier zwar um das gute alte Revolutions-Ding, aber Leone geht das ganz anders an.
Denn das ist nicht nur irgendein gewöhnlicher Revolutions-IW, nein, es ist vielmehr ein Revolutionsepos, ein grandioses, ein geniales, ein perfektes, einfach ein zeitloses Meisterwerk.
Und das zu einer Zeit, in der die Tage des IW eigentlich schon gezählt waren und da haut Leone nochmal so ein Ding raus.
Da kann man nur noch eines sagen: Sergio sei geniale, sei fantastico.
Grazie per questo film!
Die Musik vom Meister Morricone ist natürlich ebenso genial.
10/10


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 Betreff des Beitrags: Re: TODESMELODIE - Sergio Leone
BeitragVerfasst: 01.05.2014 08:17 
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Ebenfalls nach langer Zeit mal wieder gesehen, und vor allem das erste Mal ungeschnitten gesehen (soweit das möglich ist, aber bislang kannte ich tatsächlich nur eine VHS-Version). Mann Mann Mann, was für ein Film, was für eine unglaubliche Flut an Bildern und Gefühlen vor dem Herrn ...
Ich gehe mal davon aus dass die meisten den Film kennen und spoilere unter Umständen ein wenig vor mich hin. Dies nur als Warnung.

Der Film startet fulminant mit der Kutschensequenz, und hier zeigt sich bereits das Genie des Herrn Leone in ganzer Größe. Durch die Montage der Bilder und des Tons sowie die Schnitttechnik wird ganz großes Kino geschaffen - spannende Unterhaltung mit reichlich sozialer Spötterei und Bildern zum Süchtigwerden. Ein Mund, Augen, Zähne, das Essen, wieder ein Mund, Augen, dazu im Hintergrund die höhnischen Kommentare der Passagiere. Eine Schnitttechnik wie sie nur wenige beherrschen.
Dann das Kennenlernen von John und Juan, in seinem Grundzug aufgebaut wie ein klassisches IW-Duell, aber immer wieder gebrochen, immer wieder ironisch, und vor allem nicht einfach nur abgespult, sondern wirklich spannend erzählt. Der Zuschauer bleibt dabei und will wissen was als nächstes passiert. Ein paar Mal sind Musik und Schnitt perfekt aufeinander abgestimmt. Was ist die Steigerung von "Perfekt"? Leone?

Auch in der Sequenz des Banküberfalls werden Musik, Bilder und Schnitt zu einer Einheit. Wie Morricone seine Musik auf die Bilder abstimmt, aber trotzdem nie den Faden verliert und eine Komposition wie aus einem Guss abliefert, das muss erst mal jemand nachmachen. Spätestens in dem Augenblick, in dem Juan sich umdreht und erstaunt feststellt wieviele Leute ihm mittlerweile hinterherlaufen, die Musik sich für einen Moment zurücknimmt, die Menschenmasse gezeigt wird, um dann wieder voll loszulegen, die letzte Tür wird gesprengt - und Juan steht wieder auf der Straße ... Das ist Komposition - das Zusammenführen verschiedener einzelner Komponenten zu einem stimmigen Gesamtbild. Bach oder Lennon/McCartney haben das in ihren Fach nicht anders gemacht.

Der Höhepunkt ist dann die traurige Szene in der Höhle. Juan steht in der Höhle, und wir sehen nur sein Gesicht, seine Gefühle spiegeln sich in seinen Augen und in seiner Mimik. Von dem stattgefundenen Massaker sehen wir nichts, Leone weigert sich seine Geschichte zu ERKLÄREN, der Zuschauer darf selber mitdenken. Zudem wird so auch die Spannung gehalten. Dann wechselt der Fokus von Juan zu John, und während Juan vor der Höhle kämpft, sehen wir mit John die Leichen und hören das Geschieße von Juans Kampf, was sich mit der Kamerafahrt zu einer grauenvollen Symphonie zusammenfügt. Juans Kampf kommentiert und untermalt das vergangene Geschehen, und der Zuschauer wird mitgenommen auf eine schreckliche Reise, ohne dass irgendwelche Gräueltaten und Grausamkeiten gezeigt werden müssen. Durch die Montage von Bild und Ton werden das vergangene und das aktuelle Geschehen gleichzeitig gezeigt, und trotzdem liegt der filmische Schwerpunkt auf den Gefühlen, nicht auf der Filmtechnik. So langsam gehen mir die Superlative aus ...

Gleichzeitig verweigert sich Leone aber auch der einfachen Schuldzuweisung. Dass Villega ein Verräter mit einer schrecklichen Schuld ist, darüber braucht nicht diskutiert werden. Dass John ihn aber, auch aus seiner eigenen Erfahrung heraus, nicht verurteilt. das ist auch ein großer menschlicher Aspekt. In dem gut 40 Jahre später entstandenen A GANG STORY von Olivier Marchal taucht dieses Thema wieder auf und wird auch erklärt: "Irgendwann redet jeder während der Folter". Und der Arzt und Idealist Villega ist halt nunmal kein John Rambo der kaltlächelnd aller Folter widerstehen kann. John weiss das, und darum gibt er Villega eine Chance seine Schuld abzuarbeiten. Eine zutiefst humanistische Einstellung die Leone uns hier zeigt. In einer Zeit, die von Terroranschlägen gegen die breite Masse gekennzeichnet war, eine bemerkenswerte Aussage.

Zum Schluss hin flacht der Film ein wenig ab, die Spannung kann nicht ganz auf dem hohen Niveau der ersten 2 Stunden gehalten werden. Dafür sind die Bilder hier immer noch sehr schön, die Musik ist traurig und es breitet sich eine gewisse Melancholie aus. Etwas geht zu Ende (nämlich die Zeit in Mexiko, aber auch die Revolution), Abschiedsstimmung macht sich breit. Trotzdem kann der Zuschauer nach mittlerweile über 2 Stunden noch gefesselt werden, insofern er sich auf die stimmungsvollen Bilder einlässt. Aber der ganz große Druck des Beginns ist fort. Und so verlässt man mit Juans Schlusswort "Und was wird jetzt aus mir?" den Kinosaal und fragt sich "Was kann jetzt als Film noch kommen? Was soll aus mir als Liebhaber guter Geschichten jetzt werden?"

Ich für meinen Teil bin satt von diesem Film, so satt wie nach meinem Lieblingsessen. Und genauso rundum wohl, wie ich mich nach einem leckeren Nudelauflauf fühle, so wohl fühle ich mich nach TODESMELODIE. Gestern hat mir nicht mal mehr ein Wallace-Film so richtig geschmeckt. Ich glaube so langsam sollte ich meinen Plattenspieler reparieren lassen, weil ich den Soundtrack nur auf Vinyl habe.

Und nachdem ich vor vielen Jahren im Kino bei der Zweitsichtung von SPIEL MIR DAS LIED VOM TOD mal irgendwann weggeduselt bin, gibt es für die TODESMELODIE 10 von 10 Punkten für einen der größten Filme aller Zeiten.

Uap

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Die Umschreibung Neuentdeckung [...] ist natürlich nur eine äußerst persönliche Färbung, denn es handelt sich um ein Spektakel innerhalb der ganz eigenen Filmwelt. Die Suche nach Input, nach Neuem, und die Offenherzigkeit gegenüber Genres und Filmen jeder Art, führen mich immer wieder zu solchen Etappen, und auch wenn sich dieser Kreis niemals schließen wird, er erfährt mitunter durchaus erfreuliche Erweiterungen. (Prisma)


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 Betreff des Beitrags: Re: TODESMELODIE - Sergio Leone
BeitragVerfasst: 01.05.2014 11:18 
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Aber das Ende, mit dem Angriff auf den Zug, ist doch nicht besonders gut inszeniert. Da hat jeder andere Leone Western (incl. Nobody) ein viel, viel stärkeres Ende. Auch der andere Höhepunkt was die Action betrifft, der Hinterhalt an der Brücke, ist in seiner unentschlossene Inszenierung ein Schwachpunkt. Und der Anfang ist zu lang gezogen.


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 Betreff des Beitrags: Re: TODESMELODIE - Sergio Leone
BeitragVerfasst: 01.05.2014 12:43 
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Stanton hat geschrieben:
Aber das Ende, mit dem Angriff auf den Zug, ist doch nicht besonders gut inszeniert. Da hat jeder andere Leone Western (incl. Nobody) ein viel, viel stärkeres Ende. Auch der andere Höhepunkt was die Action betrifft, der Hinterhalt an der Brücke, ist in seiner unentschlossene Inszenierung ein Schwachpunkt.
Da stimme ich Dir zu. Es scheint fast ein wenig, als ob Leone unbedingt einen zweiten GBU inszenieren wollte, ohne aber dafür das geeignete Skript zu haben. Er verlässt sich auf seine grandiosen Bilder und kann so auch zum Schluss hin immer noch punkten. Auf dem Weg nach Amerika fand ich beispielweise die Szene im Waggon schon recht langgezogen. Der kackende Vogel (bzw. richtiger Steigers Reaktion) war gut ja, aber die Szene hatte kein Timing, dafür aber Stimmung und Atmosphäre. Finde ich ...

Stanton hat geschrieben:
Und der Anfang ist zu lang gezogen.
Nope, da widerspreche ich Dir. Tue ich das? Während ich das schreibe fällt mir nämlich ein, dass ich lange drauf gewartet habe, dass die Sprengung der Kirche endlich vorbei ist, und die eigentliche Handlung beginnt ... Trotzdem, hier ist das Timing perfekt, und durch die gute Inszenierung bleibt die Spannung erhalten.

Letzten Endes würde ich den Film gerne mal auf der ganz großen Leinwand bewundern. Ich glaube das wäre eine mittlere Offenbarung. Der Film ist einfach nicht für die Glotze gemacht worden. Und nach den Erfahrungen des DP-Treffens im März vermute ich mal schwer, dass TODESMELODIE in groß keine Längen mehr hat.

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 Betreff des Beitrags: Re: TODESMELODIE - Sergio Leone
BeitragVerfasst: 01.05.2014 13:11 
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Aber wir haben doch jetzt große TVs, groß genug um einem Kinoerlebnis nicht mehr nach zu stehen.

Giu la testa zeigt schon wie sehr sich Leones Stil seit Für eine Handvoll Dollar weiter entwickelt hat. Das ist ein Genuß zu schauen, trotzdem kann er mit seinen bieden Vorgängern nicht mithalten. Die sind beide stärker eine Einheit in ihrer Verzahnung von Erzähltechnik und Inhalt.
Es hat schon seinen Grund daß Leone diesen hier eigentlich nicht selber inszenieren wollte.

Ich finde daß Mein Name ist Nobody in seinen besten Szenen mehr zu bieten hat als Giu la testa, weil dort diese Verzahnung das Erlebnis noch mal steigert.


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 Betreff des Beitrags: Re: TODESMELODIE - Sergio Leone
BeitragVerfasst: 01.05.2014 13:24 
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Stanton hat geschrieben:
Aber wir haben doch jetzt große TVs, groß genug um einem Kinoerlebnis nicht mehr nach zu stehen.
Mein Fernseher ist riesig - keine Ahnung wie groß, aber er ist SEHR groß. Trotzdem, selbst ein nicht so aufregender Film wie SEIN STECKBRIEF IST KEIN HEILIGENBILD wirkt im Kino selbst mit starkem Rotstich noch gut. GBU hab ich mal im Kino gesehen ... Puh, das erschlägt einen wirklich ...

Stanton hat geschrieben:
Ich finde daß Mein Name ist Nobody in seinen besten Szenen mehr zu bieten hat als Giu la testa, weil dort diese Verzahnung das Erlebnis noch mal steigert.
Witzig dass Du ausgerechnet den erwähnst. Mit Nobody konnte ich noch nie viel anfangen. Gerade wegen seines unentschiedenen Gependels zwischen Komödie und ernst steht der auf meiner "eine dritte Chance geb"-Liste seeeeeeeeeeehr weit hinten.

Wie gesagt, für meinen Teil find ich die von Dir angesprochene Verzahnung in TODESMELODIE sehr oft wieder. Allerdings, und das ist richtig, nicht über die gesamte Spielzeit sondern immer nur in einzelnen Episoden. Und diese einzelnen Episoden sind weniger miteinander verbunden als z.B. in GBU, was dann wohl zu dem Eindruck der geringeren Homogenität führt.

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 Betreff des Beitrags: Re: TODESMELODIE - Sergio Leone
BeitragVerfasst: 01.05.2014 13:46 
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Wenn die Blu-ray was taugt werde ich mir die zulegen und dann mal wieder anschauen, der ist einer meiner ersten Italos gewesen und einer meiner Lieblinge....


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 Betreff des Beitrags: Re: TODESMELODIE - Sergio Leone
BeitragVerfasst: 01.05.2014 15:02 
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Schmutziger_Maulwurf hat geschrieben:
Stanton hat geschrieben:
Aber wir haben doch jetzt große TVs, groß genug um einem Kinoerlebnis nicht mehr nach zu stehen.
Mein Fernseher ist riesig - keine Ahnung wie groß, aber er ist SEHR groß. Trotzdem, selbst ein nicht so aufregender Film wie SEIN STECKBRIEF IST KEIN HEILIGENBILD wirkt im Kino selbst mit starkem Rotstich noch gut. GBU hab ich mal im Kino gesehen ... Puh, das erschlägt einen wirklich ...



Ich habe eigentlich schon immer Filme im TV fast genau so genießen können wie im Kino. Jetzt mit einem "nur" 42'' TV erst Recht.

Zitat:
Stanton hat geschrieben:
Ich finde daß Mein Name ist Nobody in seinen besten Szenen mehr zu bieten hat als Giu la testa, weil dort diese Verzahnung das Erlebnis noch mal steigert.Witzig dass Du ausgerechnet den erwähnst. Mit Nobody konnte ich noch nie viel anfangen. Gerade wegen seines unentschiedenen Gependels zwischen Komödie und ernst steht der auf meiner "eine dritte Chance geb"-Liste seeeeeeeeeeehr weit hinten.


Ach so unentschieden ist das gar nicht. Da sind 2 - 4 min drin die reine Slapstick um des Slapsicks willen sind. Bzw um Terence Hills und des kommerziellen Faktors willen. Ansonsten funktioniert die Mischung aus melancholischem Spätwestern und parodistischer Komödie ziemlich gut. Wenn man sich die Blödelsyncro wegdenkt.
Und die Filetstücke des Filmes sind Leone vom Allerbesten.


Zitat:
Wie gesagt, für meinen Teil find ich die von Dir angesprochene Verzahnung in TODESMELODIE sehr oft wieder. Allerdings, und das ist richtig, nicht über die gesamte Spielzeit sondern immer nur in einzelnen Episoden. Und diese einzelnen Episoden sind weniger miteinander verbunden als z.B. in GBU, was dann wohl zu dem Eindruck der geringeren Homogenität führt.


Mir scheint deine 10/10 Wertung arg hochgegriffen, wenn du doch etliche wichtige Punkte des Filmes ähnlich siehst. Die 10 reserviere ich nur für einige wenige perfekte Filme. Im IW wären daß genau genommen nur 2 Filme.


Zuletzt geändert von Stanton am 06.11.2014 13:05, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: TODESMELODIE - Sergio Leone
BeitragVerfasst: 01.05.2014 16:25 
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Stanton hat geschrieben:
Mir scheint deine 10/10 Wertung arg hochgegriffen, wenn du doch etliche wichtige Punkte des Filmes ähnlich siehst. Die 10 reserviere ich nur für einige wenige perfekte Filme. Im IW wären daß genau genommen nur 2 Filme.
Ich mach es mir mit einer 10/10-Wertung auch immer recht schwer. In all den Jahren sind knappe 50 Filme mit 10 Punkten zusammen gekommen, im IW-Bereich müssten es 6 Stück sein. Aber wenn ich mir überlege, dass ich beim Sichten der TODESMELODIE runde anderthalb bis zwei Stunden begeistert auf meinem Sofa hin- und hergerutscht bin, Texte mitgesprochen habe, gemeinsam mit den Protagonisten gefreut, geärgert, getrauert habe, und hinterher mit verdammt großen glänzenden Kinderaugen da saß und geplättet war, dann komme ich vom Bauchgefühl her auf 9,5 von 10. Ergibt für mich eine 10, da ich ihn einer Reihe sehe mit Filme wie ALIEN 1, DER PATE oder dem RABBI JACOB, um ein paar andere 10-er zu nennen.

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 Betreff des Beitrags: Re: TODESMELODIE - Sergio Leone
BeitragVerfasst: 05.06.2014 18:26 
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Was ist eigentlich mit der Blu-ray passiert? Bei der OFDb wurde der Artikel storniert, bei Amazon steht kein VÖ-Termin mehr drinnen... :cry:

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 Betreff des Beitrags: Re: TODESMELODIE - Sergio Leone
BeitragVerfasst: 05.06.2014 21:16 
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Ich schätzte das Master war nicht gelb genug ...


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 Betreff des Beitrags: Re: TODESMELODIE - Sergio Leone
BeitragVerfasst: 15.07.2014 13:42 
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 Betreff des Beitrags: Re: TODESMELODIE - Sergio Leone
BeitragVerfasst: 05.11.2014 23:28 
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Hat schon einer die BD und kann was zur Bildqualität und v.a. der Fassung sagen?
Ist es die Fassung der Gold Dvd oder die der alten Dvd?


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 Betreff des Beitrags: Re: TODESMELODIE - Sergio Leone
BeitragVerfasst: 05.11.2014 23:56 
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eldondo hat geschrieben:
Hat schon einer die BD und kann was zur Bildqualität und v.a. der Fassung sagen?
Ist es die Fassung der Gold Dvd oder die der alten Dvd?

Es wird sich ja hoffentlich einen eigenen Transfer handeln.
Die DVD-Erstauflage ist eine mittlere Katastrophe: Eine wichtige Rückblende geschnitten und ein völlig versautes Framing. Die "Gold"-Edition war dagegen tatsächlich Gold.


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 Betreff des Beitrags: Re: TODESMELODIE - Sergio Leone
BeitragVerfasst: 06.11.2014 09:44 
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eldondo hat geschrieben:
Hat schon einer die BD und kann was zur Bildqualität und v.a. der Fassung sagen?
Ist es die Fassung der Gold Dvd oder die der alten Dvd?


Also die Rückblende vor Johns Tod ist im Film auf der Bluray enthalten. Dürfte sich demnach um die Uncut Fassung handeln.

Für meine Augen war die Bildqualität sehr gut mit ordentlicher Schärfe, wobei ich aber kein Fachmann bin was das angeht. Für mich hat sich das Update auf jeden Fall gelohnt. Die Bluray enthält auch einiges an Bonus-Materialien (die aber vermutlich überwiegend schon bekannt sind).


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 Betreff des Beitrags: Re: TODESMELODIE - Sergio Leone
BeitragVerfasst: 07.11.2014 12:51 
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Arizona Colt hat geschrieben:
eldondo hat geschrieben:
Hat schon einer die BD und kann was zur Bildqualität und v.a. der Fassung sagen?
Ist es die Fassung der Gold Dvd oder die der alten Dvd?


Also die Rückblende vor Johns Tod ist im Film auf der Bluray enthalten. Dürfte sich demnach um die Uncut Fassung handeln.

Für meine Augen war die Bildqualität sehr gut mit ordentlicher Schärfe, wobei ich aber kein Fachmann bin was das angeht. Für mich hat sich das Update auf jeden Fall gelohnt. Die Bluray enthält auch einiges an Bonus-Materialien (die aber vermutlich überwiegend schon bekannt sind).


Danke dir.:) Das wäre mir das wichtigste, dass der Film ungeschnitten ist. Hört sich klasse an.

In der Ofdb ist die Blu-ray jetzt auch eingetragen. Dort ist sie nicht als Langfassung angegeben.
Die Dvds, die die Rückblende haben sind auch als ungeschnitten eingetragen. Solche Sachen verwirren immer!
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Aber dank dir werde ich jetzt beruhigt zugreifen.


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 Betreff des Beitrags: Re: TODESMELODIE - Sergio Leone
BeitragVerfasst: 07.11.2014 12:55 
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eldondo hat geschrieben:
In der Ofdb ist die Blu-ray jetzt auch eingetragen. Dort ist sie nicht als Langfassung angegeben.
Die Dvds, die die Rückblende haben sind auch als ungeschnitten eingetragen. Solche Sachen verwirren immer!
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Das liegt aber nur daran, dass ich als "normaler" User jenes Merkmal nicht aktivieren kann. Muss durch die Administration vorgenommen werden.

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BeitragVerfasst: 07.11.2014 12:59 
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andeh hat geschrieben:
eldondo hat geschrieben:
In der Ofdb ist die Blu-ray jetzt auch eingetragen. Dort ist sie nicht als Langfassung angegeben.
Die Dvds, die die Rückblende haben sind auch als ungeschnitten eingetragen. Solche Sachen verwirren immer!
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Das liegt aber nur daran, dass ich als "normaler" User jenes Merkmal nicht aktivieren kann. Muss durch die Administration vorgenommen werden.


Au, du hast das eingetragen. Ist mir gar nicht aufgefallen.:)
Aber danke für die Aufklärung. :girldanke:


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