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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Betreff des Beitrags: VON MANN ZU MANN - Giulio Petroni
BeitragVerfasst: 22.09.2010 22:56 
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Kann es denn wirklich angehen, daß es zu diesem vorzüglichen Spaghettiwestern noch keinen Thread gibt? Dieser Mißstand sei hiermit getilgt!

***

VON MANN ZU MANN a.k.a. DIE RECHNUNG WIRD MIT BLEI BEZAHLT („Da uomo a uomo“, Italien 1967) R: Giulio Petroni

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Eine Bande übler Banditen überfällt einen Goldtransport, der auf der Farm der Familie Meceita Rast eingelegt hat. Bei der Gelegenheit rottet der Haufen auch gleich die gesamte Familie aus, lediglich der kleine Bill (John Phillip Law) überlebt das Massaker und muss die Mordtat mit ansehen. Viele Jahre später: Der Bub ist zum Mann gereift und Rachegelüste gären in seiner Brust – die Zeit des Erwachsenwerdens hat er sich mit der Übung an allerlei Schießeisen und Bleispritzen sinnhaltig verkürzt. Parallelstrang: Der wegen Raubüberfalls zu 15 Jahren Steinbruch verurteilte Ganove Ryan (Lee van Cleef) wird auf freien Fuß gesetzt, und auch ihn gelüstet es nach Vergeltung an der verkommenen Rotte, die ihn hinter Gitter brachte. Wie der Zufall es will, handelt es sich um dieselben Mordbuben, die Bills Sippe auf dem Gewissen haben. Die Wege der beiden Rächer kreuzen sich immer wieder, und obwohl Ryan dem Grünschnabel die Blutwurst auszureden und ihm zuvorzukommen versucht, machen sie schließlich doch gemeinsame Sache. Nach und nach werden die Mörder, die mittlerweile zu Ansehen und Reichtum gelangt sind, aufs Korn genommen. Schließlich kommt es in einer verlassenen Wüstenstadt an der mexikanischen Grenze zum Showdown zwischen Bill, Ryan und Walcott (Luigi Pistilli), dem Kopf der Bande…


DA UOMO A UOMO (der den schönen englischen Titel DEATH RIDES A HORSE trägt) zählt zweifelsohne zu den überdurchschnittlichen Vertretern seiner Zunft. Petroni ist hiermit ein fesselnder und visuell hervorragender Rachewestern gelungen, der trotz seiner konventionellen und vorhersehbaren Story kaum eine überflüssige Szene aufweist. Schon die sehr stimmige Anfangssequenz weiß rundum zu begeistern: Inmitten eines Unwetters mit dichten Regenschleiern bricht die Bande von Walcott gnadenlos über Bills Familie hinein, wie die gesichtslosen Reiter der Apokalypse. Die Bluttat ist in Einzelbilder aufgelöst, die Hinweise auf die Identität der Täter liefern: hier eine Tätowierung, dort ein Ohrring oder eine entstellende Gesichtsnarbe. Mit großen Augen beobachtet der junge Bill die Vorgänge, bis das einstige Heim ein Raub der Flammen wird. Großartig gemacht!
Auch der Rest der Handlung galoppiert, aller Schablonenhaftigkeit zum Trotz, ansprechend flott dahin und trumpft ein ums andere Mal mit unvergesslichen cineastischen Momenten. Langeweile kommt bis zum atmosphärisch ausgefeilten Finale im Sandsturm – bei dem auch mit herrlich schwarzem Humor nicht gegeizt wird – niemals auf. Und obwohl das Drehbuch die sich unvermeidlich anbahnende Vater-Sohn-Ersatzbeziehung zwischen Bill und Ryan aufgreift, ergeht es sich glücklicherweise nicht in pathetischen Sentimentalitäten, sondern bleibt bei dezenten Andeutungen, die den ikonenhaften Figuren nichts von ihrer monolithischen Strenge nehmen. Die Charaktere dieses Films sind wie biblische Rachedämonen, die unaufhaltsam ihrem schicksalsträchtigen Weg folgen. Am Ende wartet die Geschichte mit einer mehr oder weniger überraschenden Wendung auf, die aber nicht verraten werden soll.

Dabei erweisen sich John Phillip Law und Lee van Cleef als denkbar gute Wahl; Law gibt den rachwütigen Jungspund überzeugend, auch wenn (oder weil) er keine schauspielerischen Glanzleistungen vollbringt. Seine Gesichtszüge sind unerbittlich wie Stahlbeton, jedes Lächeln ist ihm fremd, nur hin und wieder zuckt es um seine hellblauen Augen. Western-Kultstar Van Cleef strahlt die reife Weisheit des erfahrenen Gunslingers aus – hilfreich ist bei seiner Charakterzeichnung das gelassene Pfeifeschmauchen, das schon bei DER GEHETZTE DER SIERRA MADRE und ZWEI GLORREICHE HALUNKEN zu seinem Markenzeichen wurde. Aber auch die Widersacher machen allesamt eine manierliche Figur, allen voran natürlich der großartige Luigi Pistilli, der durch miese Geschäfte und eine mafiöse Politik zum angesehenen Bankier aufgestiegen ist. Der Brite Anthony Dawson spielt den sinistren Saloonbesitzer und Glückspielbaron Cavanaugh, der die heimliche Herrschaft über sein Heimatstädtchen an sich gerissen hat – der Sheriff und der Richter sind ihm längst hörig und vergnügen sich lieber beim Pokerspiel, anstatt Gerechtigkeit walten zu lassen. In Nebenrollen als Handlanger der Bösewichte sehen wir gestandene Schurkenfratzen wie Mario Brega, José Torres und Bruno Corazzari.

Optisch macht der Film eine Menge her, Kameramann Carlo Carlini sind einige wunderbare, sehr Italowestern-typische Aufnahmen gelungen. Auch einige recht einfallsreiche visuelle Spielereien werden in angenehmer Dosis kredenzt. Quentin Tarantino ist ein bekennender Fan des Films und hat sich an einigen Stellen freizügig bedient – die Flashbacks der Mordnacht sind in rotstichige Bilder aufgelöst und erinnern frappierend an die Szenen, in denen sich „Die Braut“ in KILL BILL 1 & 2 an die Schandtaten ihrer Peiniger entsinnt. Und in einer Szene sagt Lee van Cleef: „In einem Buch habe ich mal gelesen: Rache ist ein Gericht, das man kalt essen muss.“ (Das Zitat ist natürlich kein klingonisches Sprichwort, sondern stammt aus der Feder von William Faulkner. Ryan erweist sich als äußerst belesen, zudem mit Büchern, die lange nach seiner Zeit geschrieben wurden…)

Fantastisch ist auch der Score von Ennio Morricone, der mit treibenden Gitarrenakkorden, pschedelischen Flöten und Chören aufwartet, jedoch bei der vorliegenden DVD von MGM viel zu stark in den Hintergrund gemischt wurde und dadurch viel von seiner ursprünglichen Kraft einbüßt. Das Titelstück kam mir diffus bekannt vor, und – siehe da! – wie so oft wurde auch dieser Song von Oberzitierer Tarantino für KILL BILL „ausgeborgt“.

Was VON MANN ZU MANN von den Größen des Genres trennt ist Petronis mitunter etwas unschlüssige und steife Inszenierung, sowie das nötige Feingefühl für Situationen und Charakterentwicklung, das die Meisterwerke von Leone oder Corbucci auszeichnet. Insgesamt fällt sein Beitrag eher in die Liga von Sergio Sollima, obgleich dieser ein geschickteres Händchen für Figurenzeichnung besaß. Da dies aber erst Petronis zweite Regiearbeit war (ein Jahr später inszenierte er den tollen Revolutionswestern TEPEPA mit Tomas Milian), muss man ihm schlussendlich attestieren, einen rundum ansehnlichen Film fabriziert zu haben. Visuell kraftvoll, packend erzählt – große Klasse!

8 von 10 Sporen.

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 Betreff des Beitrags: Re: VON MANN ZU MANN - Giulio Petroni
BeitragVerfasst: 22.09.2010 23:11 
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Einer meiner absoluten Lieblinge!Ich hatte den zum ersten mal vor einer gefühlten Ewigkeit im Fernsehen gesehen ohne grosse Erwartungen.Um so grösser war die Überraschung.Leider gab es diesen Film nicht auf VHS (in Deutschland) zu der damaligen Zeit.Als MGM dann Jahre später die DVD ankündigte war das für mich wie Weihnachten und Geburtstag an einem Tag.Mit Tränen der Freude in den Augen bin ich an dem Tag als die DVD erschienen ist aus dem Fachhandel gelaufen.Die DVD ist zwar nicht die Beste,aber der Film ist echt klasse,auch der Soundtrack ist einfach genial.Wer den Film noch nicht gesehen hat sollte es schnellstens nachholen.

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"Berlin (EZ) | 10. Mai 2012 | Deutsche Fernsehzuschauer und Kinofans können aufatmen: Hamburger Studenten haben eine Software entwickelt, die Til Schweiger aus Filmen entfernt und damit eine erhebliche Qualitätssteigerung garantiert."


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 Betreff des Beitrags: Re: VON MANN ZU MANN - Giulio Petroni
BeitragVerfasst: 23.09.2010 05:14 
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Ist für mich sogar der beste IW nach den drei langen Leones.


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 Betreff des Beitrags: Re: VON MANN ZU MANN - Giulio Petroni
BeitragVerfasst: 23.09.2010 06:38 
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jawoll meiner auch, nach blindman! 8-)

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 Betreff des Beitrags: Re: VON MANN ZU MANN - Giulio Petroni
BeitragVerfasst: 23.09.2010 07:57 
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Ich dagegen kann den Hype nicht verstehen. Klar ist er nicht schlecht, aber unter meine Top 20 kommt er wohl nicht. Hier ist einfach alles zu simpel, vorhersehbar, unoriginell und bieder. Da gefällt mir der sehr nahe US-Verwandte "Nevada Smith" eigentlich besser, auch wenn der natürlich bei der Musik nicht punkten kann.


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 Betreff des Beitrags: Re: VON MANN ZU MANN - Giulio Petroni
BeitragVerfasst: 23.09.2010 12:17 
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Der Film ist Top. Wunderbar gefilmt, toller Score, nette Geschichte und gute Darsteller. All das hebt den Film aus dem Gros der anderen Spaghettis! 8/10

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 Betreff des Beitrags: Re: VON MANN ZU MANN - Giulio Petroni
BeitragVerfasst: 23.09.2010 14:49 
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ephedrino hat geschrieben:
Ich dagegen kann den Hype nicht verstehen. Klar ist er nicht schlecht, aber unter meine Top 20 kommt er wohl nicht. Hier ist einfach alles zu simpel, vorhersehbar, unoriginell und bieder. .


Ich bin derselben Meinung. War einigermaßen enttäuscht. Zudem mag ich auch John Philipp Law nicht besonders. Gut aussehen reicht nicht.

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 Betreff des Beitrags: Re: VON MANN ZU MANN - Giulio Petroni
BeitragVerfasst: 23.09.2010 15:13 
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Puh, bei diesem Film bin ich hin und her gerissen.

War damals nach den Leones, Corbuccis und einer handvoll mehr einer der ersten 10-15 Italowestern die ich gesehen habe und war entsprechend begeistert. Score, Lee Van Cleef die Inszenierung super!!

Nachdem ich mir dann vor Jahren die dvd besorgt hatte war ich dann doch ein bißchen entäuscht, keine Ahnung warum.......na ja wird vielleicht noch einmal Zeit für eine Sichtung.
John Phillip Law halte ich aber auch für den Schwachpunkt des Films, ich finde er agiert etwas lustlos.


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 Betreff des Beitrags: Re: VON MANN ZU MANN - Giulio Petroni
BeitragVerfasst: 23.09.2010 20:00 
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Ich schließe mich hier der Meinung von ephedrino und Anti-Hero an. Einer der am meisten überbewerteten IW überhaupt.
Und vor allem ein Film, der vielleicht mehr als andere, von dem tollen Score von Morricone lebt.

Die einzelne Rachegeschichten sind teilweise in unterschiedliche und abgetrennte Elemente unterteilt, ähnlich wie in El Rojo oder 5 blutige Stricke. Trotzdem ist bei mir der Funke nicht übergesprungen. Viel zu schwach agiert John Phillip Law. Man nimmt den Bubi keinen eiskalten Rächer ab.

Natürlich gibt es grandiose Szenen, wie das vermeindliche Endduell oder als Law in das von Sturm gepeinigte Mexikanerdorf reitet. Aber gerade den Mittelteil finde ich als zu langatmig und wenig einfallsreich.

Insgesamt sicher ein guter IW, aber weit weg von Petronis Meisterwerk Tepepa und sicher auch nicht in meiner Top 20 oder 30.


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 Betreff des Beitrags: Re: VON MANN ZU MANN - Giulio Petroni
BeitragVerfasst: 24.09.2010 17:47 
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Der Film ist super , gehört zu den besten des Genres! Am geilsten ist echt der Morricone Score! Den liebe ich ;)
Er ist jetzt nicht *der* beste, aber überbewertet ist er auch nicht gerade, er ist schon echt toll!

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 Betreff des Beitrags: Re: VON MANN ZU MANN - Giulio Petroni
BeitragVerfasst: 24.09.2010 17:54 
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reggie hat geschrieben:
aber überbewertet ist er auch nicht gerade


...... naja er steht immerhin gerade in der SWDB auf Platz 9 der besten Filme. Und da gehört er für meinen Begriff nicht hin. Ich sehe ihn deshalb für ähnlich überbewertet wie Companeros oder Navajo Joe. ;)

"Die Rechnung wird mit Blei bezahlt" und auch "Companeros" sind sicher in meiner Top 50, aber wie gesagt, nicht Top 20 oder 30. ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: VON MANN ZU MANN - Giulio Petroni
BeitragVerfasst: 24.09.2010 18:00 
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El Puro hat geschrieben:
reggie hat geschrieben:
aber überbewertet ist er auch nicht gerade


...... naja er steht immerhin gerade in der SWDB auf Platz 9 der besten Filme. Und da gehört er für meinen Begriff nicht hin. Ich sehe ihn deshalb für ähnlich überbewertet wie Companeros oder Navajo Joe. ;)

"Die Rechnung wird mit Blei bezahlt" und auch "Companeros" sind sicher in meiner Top 50, aber wie gesagt, nicht Top 20 oder 30. ;)


Hm ja hab das jetzt auf das bezogen was die leute hier so schrieben und auf die bewertung der ofdb zb...
Aber platz neun ist wirklich viel zu hoch, da stimme ich dir zu, ob er in meiner top 20 landen würde weiss ich jetzt nich aber so um platz 35 rum würde er sicher bekommen :D

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 Betreff des Beitrags: Re: VON MANN ZU MANN - Giulio Petroni
BeitragVerfasst: 24.09.2010 18:30 
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Denke die Platzierung auf Rang 9 in der SWDB hängt aber auch damit zusammen, dass LvC in den USA generell sehr gut ankommt und vor allem der Film in zahlreichen Ländern bereits auf DVD veröffentlicht wurde. Auch ich befinde den Film für gut, aber bei weitem nicht als herausragend - aber ich stehe ja sowieso eher auf die kleinen, eher seltenen Perlen des Genres...


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 Betreff des Beitrags: Re: VON MANN ZU MANN - Giulio Petroni
BeitragVerfasst: 24.09.2010 20:10 
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Von Mann zu Mann hat mich auch nie irgendwie beeindruckt. Warum gerade der bei den IW Fans so beliebt ist habe ich nie begriffen. Vielleicht tatsächllich nur der Van Cleef Faktor.

Die Geschichte jedenfalls ist wenig originell und die Umsetzung auch nicht. Petroni ist ein solider Regisseur, aber seine Filme sind immer nur so gut wie seine Drehbücher. Und da kann VMZM es nicht mit den Arbeiten Vincenzonis für Leone und Corbucci aufnehmen. aber die hat er auch nicht alleine geschrieben.
Petroni vermasselt die Filme nicht (auch Providenza ist ganz ok), aber er bringt sie auch nicht zum Leuchten.
Der Anfang ist schwach, aber danach, nach dem Zeitsprung, entwickelt sich VMZM scheinbar zu einem guten Rachewestern. Bis dann diese Bankraubpassage kommt, die dann wieder erschreckend einfallslos ist. Der Rest ist dann wieder grundsolide.
Die einzige Szene die ich mag ist die Ankunft Laws in diesem Wüstendorf mit den Totenschädeln.

Mit viel gutem Willen 6/10


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 Betreff des Beitrags: Re: VON MANN ZU MANN - Giulio Petroni
BeitragVerfasst: 11.03.2011 03:02 
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Hatte heute die holländische DVD erhalten, die deutsche gibts ja nicht mehr.

Fand ich doch wesentlich besser als beim ersten Mal. Van Cleef liefert eine seiner besten Vorstellungen ab, während Law ein hölzerner Franco Nero-Klon mit Clint Eastwood-Kostüm bleibt. Der echte Nero wäre doch 1968 sicher auch noch zu haben gewesen.

Für ein Meisterwerk reicht es aber nicht. Der Film ist mit seinen 110 Minuten auch ein wenig zu lang geraten. Dennoch : Spaß macht er allemal.


7.5/10

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 Betreff des Beitrags: Re: VON MANN ZU MANN - Giulio Petroni
BeitragVerfasst: 11.03.2011 10:48 
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Hab mir schon vor ner ganzen Weile die UK DVD bestellt.
Spätestens heut muss sie kommen, sonst ist die Lieferfrist zu ende... :!:

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 Betreff des Beitrags: Re: VON MANN ZU MANN - Giulio Petroni
BeitragVerfasst: 11.03.2011 16:52 
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wieso ausländische dvd bestellt. ist die besser? die deutsche dvd kann man doch noch bei ama für um die 8 euro bekommen........


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 Betreff des Beitrags: Re: VON MANN ZU MANN - Giulio Petroni
BeitragVerfasst: 11.03.2011 17:03 
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Und die UK für 2,50 :mrgreen:

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 Betreff des Beitrags: Re: VON MANN ZU MANN - Giulio Petroni
BeitragVerfasst: 11.03.2011 18:35 
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Vorteil an diesen MGM-Dingern sind ja, dass sie oft alle gleich sind.

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 Betreff des Beitrags: Re: VON MANN ZU MANN - Giulio Petroni
BeitragVerfasst: 29.06.2012 12:04 
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Einer meiner Liebling Filme schlechthin, besser geht es kaum noch :!: Petroni hat hier meiner Meinung nach alles richtig gemacht. Lee Van Cleef in Höchstform, auch die Nebendarsteller und John Phillip Law passen perfekt. Mit Leone, Sollima & Corbuccis Werken für mich auf Augenhöhe 8-)


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 Betreff des Beitrags: Re: VON MANN ZU MANN - Giulio Petroni
BeitragVerfasst: 29.06.2012 12:45 
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Saustarker Film, da gebe ich vollkommen recht.
Van Cleef in Höchstform ( wann war er das mal nicht ? ),
nur mit Herrn Law kann ich mich immer noch nicht richtig
anfreunden ( was nicht heisst das er schlecht ist, nur nicht
ganz passend und etwas brav aus meiner Sicht )


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 Betreff des Beitrags: Re: VON MANN ZU MANN - Giulio Petroni
BeitragVerfasst: 29.06.2012 12:55 
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trainspotting hat geschrieben:
Van Cleef in Höchstform ( wann war er das mal nicht ? ),



ab 1970 :geek:

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 Betreff des Beitrags: Re: VON MANN ZU MANN - Giulio Petroni
BeitragVerfasst: 29.06.2012 14:48 
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Man merkt zwar das er ab 1970 abbaut, als Fanboy
kann ich Deine Aussage aber nicht unkommentiert
stehenlassen, geschweige denn akzeptieren :)


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 Betreff des Beitrags: Re: VON MANN ZU MANN - Giulio Petroni
BeitragVerfasst: 29.06.2012 14:54 
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Für mich der beste Nicht-Leone. Immer wieder gern gesehen. Veredelt durch eine Top-Synchro.


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 Betreff des Beitrags: Re: VON MANN ZU MANN - Giulio Petroni
BeitragVerfasst: 29.06.2012 15:02 
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Das einzige, was ich bei dem Film kritisieren kann, ist der der deutsche Titel. Bei dem muss ich immer an ein anderes Genre denken, aber nicht an einen Western :mrgreen: ;)

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BeitragVerfasst: 29.06.2012 15:24 
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An was denkst du erst beim 'Stoßgebet für einen Hammer' :lol:


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 Betreff des Beitrags: Re: VON MANN ZU MANN - Giulio Petroni
BeitragVerfasst: 29.06.2012 15:37 
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GunmanStan hat geschrieben:
An was denkst du erst beim 'Stoßgebet für einen Hammer' :lol:



An einen dicken Mann mit Vollbart.

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 Betreff des Beitrags: Re: VON MANN ZU MANN - Giulio Petroni
BeitragVerfasst: 29.06.2012 15:57 
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Anti-Hero hat geschrieben:
An einen dicken Mann mit Vollbart.
Ich weiß ja,daß du an den Weihnachtsmann glaubst :lol:


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 Betreff des Beitrags: Re: VON MANN ZU MANN - Giulio Petroni
BeitragVerfasst: 29.06.2012 20:42 
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Don Cuchillo hat geschrieben:
Einer meiner Liebling Filme schlechthin, besser geht es kaum noch :!: Petroni hat hier meiner Meinung nach alles richtig gemacht. Lee Van Cleef in Höchstform, auch die Nebendarsteller und John Phillip Law passen perfekt. Mit Leone, Sollima & Corbuccis Werken für mich auf Augenhöhe 8-)


Weiß nicht, kann ich nicht nachvollziehen.

Da liegen für mich Welten zwischen dem hier und Leone oder den besten Corbuccis. Sowohl von den Geschichten her wie auch von der Machart.


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 Betreff des Beitrags: Re: VON MANN ZU MANN - Giulio Petroni
BeitragVerfasst: 30.06.2012 10:15 
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Als Lee sich die Haare hat lang wachsen lassen dann war es vorbei...

Diese Frisur hat sein ganzen Charisma zerstört finde ich.... Da schaut er einfach nur hässlich aus und lässt seine Ausstrahlung früherer Tage missen ;)

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