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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Post subject: TODFEINDE - Henry Hathaway
PostPosted: 29.12.2011 18:59 
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1880, Rincon, Colorado. Der Goldrausch zieht allerhand zwielichtige Gestalten und rauhe Burschen an, das Faustrecht regiert. Während einer Pokerpartie in einem Spielsalon wird ein Fremder des Falschspiels überführt. Erfolglos versucht Van Morgan (Dean Martin) den Betrüger zu retten, kann jedoch nicht verhindern, daß dieser von seinen Mitspielern gelyncht wird. Doch schon kurze Zeit später werden die Vollstrecker zu Opfern: ein unbekannter Killer tötet die Lynchmörder der Reihe nach. ofdb.de


mit Dean Martin, Robert Mitchum, Roddy McDowall, Inger Stevens

USA 1968

Einer meiner absoluten Lieblingswestern was besonders an der großartigen Besetzung liegt. Martin als Spieler, Mitchum als Revolverpfarrer, McDowall als hinterlistiger Lynchmörder. Italowestern ähnlich gibt es eine Gruppe von Verbrechern die nun von einem zunächst unbekannten Rächer aufgerieben wird. Und obwohl Martin das Opfer schützen wollte, gerät auch er ins Visier. Spannend und auch sehr gut inszeniert.


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 Post subject: Re: TODFEINDE - Henry Hathaway
PostPosted: 05.01.2012 13:59 
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Guter Streifen, wobei man gerade Martin seinen
Alkoholkonsum doch schon sehr stark anmerkt.


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 Post subject: Re: TODFEINDE - Henry Hathaway
PostPosted: 05.01.2012 14:23 
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Schwacher Western mit einem dürftigem Drehbuch und eher lustlosen Darstellern. 4/10

Interessanterweise hat Hathaway gleich danach mit gleichem Produzenten und gleicher Drehbuchautorin seinen besten Western gedreht. Zwischen True Grit und dem hier liegen Welten.


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 Post subject: Re: TODFEINDE - Henry Hathaway
PostPosted: 05.01.2012 14:29 
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Stanton wrote:
Schwacher Western mit einem dürftigem Drehbuch und eher lustlosen Darstellern. 4/10
.


:o also wirklich...

ich fand True Grit ziemlich schwach.

Selbst im US-Bereich bleibt alles beim alten :lol:

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 Post subject: Re: TODFEINDE - Henry Hathaway
PostPosted: 05.01.2012 15:14 
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Kontinuität ist wichtig

Ausserdem dürfen wir nicht aus den Rollen fallen, das würde nur zu maßloser Verwirrung führen. Am Ende bricht dann der Server zusammen


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 Post subject: Re: TODFEINDE - Henry Hathaway
PostPosted: 06.01.2012 13:43 
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vor Urzeiten im TV gesehen und klasse gefunden. Dann irgendwann die DVD gekauft und ziemlich enttäuscht gewesen. Visuell sehr nahe am Fernsehfilm.


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 Post subject: Re: TODFEINDE - Henry Hathaway
PostPosted: 06.01.2012 21:57 
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ephedrino wrote:
vor Urzeiten im TV gesehen und klasse gefunden. Dann irgendwann die DVD gekauft und ziemlich enttäuscht gewesen.


So hätte ich das jetzt auch formuliert, da es mir ähnlich erging.

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 Post subject: Re: TODFEINDE - Henry Hathaway
PostPosted: 06.01.2012 22:30 
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TV-Optik ?????

Was zum Henker...

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 Post subject: Re: TODFEINDE - Henry Hathaway
PostPosted: 07.01.2012 12:07 
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Ich glaube in 16:9 sieht er etwas besser aus, aber früher lief er immer 4:3 open matte. Und da er auch meist in einer Studiostadt spielt kommt da vielleicht schon bei manchen ein TV Feeling auf.


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 Post subject: Re: TODFEINDE - Henry Hathaway
PostPosted: 07.01.2012 13:01 
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Menschen laufen bei Tag über die Hauptstraße des Westerndorfs und werfen drei bis vier Schatten = TV-Optik. ;-)


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 Post subject: Re: TODFEINDE - Henry Hathaway
PostPosted: 09.09.2013 22:10 
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Alternativer Titel: Five Card Stud
Produktionsland: USA
Produktion: Hal B. Wallis
Erscheinungsjahr: 1968
Regie: Henry Hathaway
Drehbuch: Marguerite Roberts
Kamera: Daniel L. Fapp
Schnitt: Warren Low
Musik: Maurice Jarre
Länge: ca. 99 Min.
Freigabe: FSK 12
Darsteller:

Dean Martin: Van Morgan
Robert Mitchum: Jonathan Rudd
Inger Stevens: Lily Langford
Roddy McDowall: Nick Evers
John Anderson: Marshall Al Dana
Katherine Justice: Nora Evers
Ruth Springford: Mama Malone
Yaphet Kotto: Little George
Denver Pyle: Sig Evers
Bill Fletcher: Joe Hurley



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Bei einer Pokerpartie wird ein Fremder beim Falschspiel ertappt. Seine Mitspieler finden dieses weniger komisch und lynchen den Unbekannten. Als kurze Zeit später ein Mitglied des Lynchkommandos nach dem anderen ermordet aufgefunden wird geht in der Kleinstadt die Angst um.

„Todfeinde“ entstand im Jahre 1968 und somit zu einer Zeit in der der „klassische“ US Western seine großen Tage hinter sich hatte und einige seiner Helden auch nicht mehr die Jüngsten waren. Dean Martin und Robert Mitchum hatten mittlerweile auch schon die 50 überschritten als Henry Hathaway sie für seinen Western gewinnen konnte.

Das Drehbuch zu „Todfeinde“ wurde übrigens von Marguerite Roberts verfasst, der später auch für das Drehbuch zu Hathaways „Marshall“ verantwortlich war. Der Unterschied ist, dass Roberts sich beim „Marshall“ an Charles Portis Roman orientierte und das „Todfeinde“ aus seinem Repertoire stammt.

Der Versuch den Western ein wenig anders als nach dem bekannten Schema zu gestalten ließ ein ordentliches Ergebnis resultieren, nicht mehr und nicht weniger, denn „Todfeinde“ wirkt streckenweise zu unausgegoren. Die Idee mit Suspense für Unterhaltung zu sorgen und den Wilden Westen etwas düsterer wirken zu lassen ist aller Ehren wert, wurde allerdings von anderen Regisseuren besser umgesetzt. Wenn „Todfeinde“ einen Punkt erreicht an dem er die Spannung vorantreiben könnte, dann bricht der Film schlagartig wieder ab. Dieses ist ein deutliches Manko welches dem Film überhaupt nicht gut tut.

Die Idee einen unbekannten Rächer in eine Kleinstadt kommen zu lassen und ihn dort seiner Arbeit nachgehen zu lassen ist interessant, wurde aber zu absehbar inszeniert. „Todfeinde“ schafft es nicht den Zuschauer mit „Aha Momenten“ oder Überraschungen zufrieden zu stellen. Dazu ist die Vorgehensweise einfach zu offensichtlich.

Innerhalb der Besetzungsliste macht Robert Mitchum in der Rolle von Jonathan Rudd einen aus meiner Sicht ziemlich demotivierten Eindruck. Auch Roddy McDowall kann aus der Rolle des Bösewichts Nick Evers nicht allzu viel rausholen, was auf Grund des sehr dankbaren Parts nicht gerade für ihn spricht. Dean Martin gefällt in seiner Leistung schon besser. Weiterhin agiert Yaphet Kotto als George (der mit etwas Zynismus für gute Unterhaltung sorgt) im guten Bereich.

Fazit: „Todfeinde“ ist einer der Filme die ihre gute Idee verschenken und bei denen somit wesentlich mehr möglich war.

6/10

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 Post subject: Re: TODFEINDE - Henry Hathaway
PostPosted: 03.07.2014 16:03 
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Ich habe mir den Film auch mal zu gemüte geführt und tue mich schwer mit einer Bewertung.
Nach der Einleitung hat der Film erst Mal über vierzig Minuten eine gewisse Länge, in der vor allem die Dialoge nicht überzeugen können. Aber der Schießerei geht es dann spannungstechnisch doch wieder aufwärts und Hathaway präsentiert einige kleine Überraschungen.
Optisch unterscheidet sich der Film stark von Die vier Söhne der Katie Elder, oder Nevada Smith, nicht nur wegen des anderen Formats, sondern der schon erwähnten TV-Optik (und damit meine ich nicht nur die vier Schatten...). Aber letzten Endes stört es mich nicht. Hathaway drehte ab Todfeinde dem Breitwandformat halt leider wieder den Rücken zu...
Die Story ist eigentlich nicht uninteressant und mixt sehr intensiv das Krimigenre mit dem Western. Aber unter dem Strich wirkt der Film als ganzes und viele Szenen auch im Einzelnen sehr unausgereift. Schlimm ist auch der musikalische beitrag von Maurice Jarre. An und für sich ist die Musik nicht schlecht, aber sie passt nicht zum Film und zerstört sehr oft das Flair. Viele Szenen würden mit anderer oder auch gar keiner Musik besser funktionieren.
Unterm Strich würde ich 6,5/10 Punkten vergeben.


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