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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Post subject: TREFFPUNKT FÜR ZWEI PISTOLEN - Richard Wilson
PostPosted: 07.10.2014 14:15 
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Invitation To A Gunfighter (USA 1964)
Produktion: Stanley Kramer
Alternativ-Titel: Duell am Rio Bravo
Deutsche Erstaufführung: 25.12.1964
Darsteller:
Yul Brynner, Janice Rule, George Segal, Pat Hingle, Brad Dexter, Clifford David

New Mexico 1865. Als Matt Weaver (George Segal) aus dem Bürgerkrieg heimkehrt, muß er feststellen, dass seine Farm einen neuen Besitzer hat. Er stellt den Bankdirektor Sam Prewster (Pat Hingle), der dafür verantwortlich ist, zur Rede und erfährt bei der Gelegenheit, dass seine Braut Ruth (Janice Rule) einen anderen geheiratet hat. Man legt ihm nahe, die Stadt zu verlassen, doch Weaver weigert sich. Um ihn loszuwerden, heuert man einen Killer (Yul Brynner) an. Dieser erkennt bald, dass der Mann, den er töten soll, redlicher und ehrenhafter ist als seine Auftraggeber.

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Es handelt sich hier um einen dialoglastigen Western, der nur wenig Action zu bieten hat. Yul Brynner glänzt als cooler und kaltblütiger Revolvermann, stilvoll ganz in Schwarz gekleidet mit weißem Rüschenhemd. Im Film hört er auf den klangvollen Namen "Jules Gaspard D´Estaing", der für ein paar unterhaltsame Reaktionen sorgt. Brynner prägt den Film (er ist schon in der Eingangszene zu sehen), alle anderen Figuren sind mehr oder weniger Statisten und Stichwortgeber. Janice Rule verkörpert einen Frauencharakter, der für US-Western typisch ist. George Segal kann als rachsüchtiger Kriegsveteran nur ansatzweise überzeugen. Minuspunkte gibt es (jedenfalls von mir) für die aufdringliche und nervtötende Musik, die von Anfang bis Ende - selbst in unpassenden Momenten - zum Einsatz kommt.

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George Seagal, Pat Hingle

Hier eine zeitgenössische Kritik aus dem Fachblatt "Film-Echo":
"Die Story windet sich geschickt durch den Irrgarten menschlicher Reaktionen. Unter weitgehendem Verzicht auf handfeste Aktion lässt Regisseur Wilson auf halbem Feuer kochen, um schließlich Yul Brynners Amoklauf umso größere Wirkung zu sichern. Brynner selbst ist mitbestimmend für das Klima dieses Films: der Star gibt sich aufreizend lässig. Pomadig in Gang, Sprache und Gebärde, spielt er den Nihilismus eines Ausgestoßenen hoch. Der unpathetisch inszenierte Film verlangt zwar streckenweise vom jugendlichen Western-Publikum etwas viel Bereitschaft, den unterkühlten Pfaden zu folgen - insgesamt gesehen aber bleibt der Eindruck eines ansprechenden, sogar anspruchsvollen Western haften."


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