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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Post subject: Interview mit DETLEF CLAUS zu Buch über japanischen Monsterfilm
PostPosted: 27.12.2014 01:39 
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Dieses kleine Interview habe ich vor einiger Zeit mit Detlef Claus geführt - er sammelt seit 40 Jahren Material zu japanischen Monsterfilmen. Fast im Alleingang hat er ein 608-Seiten-Buch produziert mit fast allen deutschen Werbematerialien zu den Filmen und das Ganze selbst finanziert, da kein Verlag Interesse gezeigt hat (auch wenn der Belleville Verlag beim Vertrieb hilft). Das Gespräch fand vor dem jüngsten Godzilla-Film statt, deshalb kommt von US-Seite auch nur Emmerichs Film zur Sprache.


Seit wann sammeln Sie Dinge rund um Godzilla?


Seit etwa 40 Jahren. Da habe ich die ersten Plakate und Aushangbilder im Kino erstanden. Ich wollte eine Erinnerung an die Filme behalten, die mich so fasziniert haben. Außerdem war ich schon immer ein Sammler.

Bei vielen gelten die Godzilla-Filme als Kinderkram mit Darstellern in Gummi-Anzügen. Sehen Sie das anders?

Das kann man gar nicht anders sehen, denn die Filme aus diesem Genre wurden überwiegend für Kinder produziert. Auch wenn es Anfangs keineswegs so gedacht war. Letztendlich steckt sehr viel Arbeit und Liebe darin, exakte Miniaturstädte aufzubauen. Es gibt auch nur zwei Meinungen dazu: Entweder man mag diese Art der Filme, oder eben nicht. Dazwischen gibt es eigentlich nichts.

Was haben Sie selber über die Jahre in Ihre Sammlung investiert, grob geschätzt?


Über 100 000 Euro.

Was ist Ihr liebstes und/oder rarstes Stück?


Das „Godzilla“ A0 quer Plakat von der deutschen Erstaufführung von 1956. Davon gibt es in Sammlerkreisen nur noch vier bekannte Exemplare.

Was fehlt noch in Ihrer Sammlung?


Wenn ich das auf das deutsche Werbematerial beziehe, dann fehlen mir noch 22 Fotos aus zwei Filmen („Rodan“, „Godzilla kehrt zurück“) von etwa 1600 Aushangbildern. Die Plakate habe ich alle.

Wie lange haben Sie nach einem Verlag gesucht? Haben viele abgesagt?


Es haben alle abgesagt. Dem einen war das zu speziell, dem nächsten passte es nicht in sein Programm, dem dritten war das Risiko des Nichtabsatzes zu groß, noch einer konnte mit dem Thema gar nichts anfangen.

Wie hoch ist die Auflage?

1500 Bücher.

Ist die Sammlerszene groß genug, dass Sie auf einen kompletten Verkauf hoffen?


Mein erstes Buch zu diesem Thema von 1998 (Godzilla, Gamera, Gappa) aus dem Schwarzkopfverlag war bei einer Auflage von 2000 Exemplaren nach drei Jahren ausverkauft. Das Buch hatte aber nur ein Drittel des Seitenumfangs und war größtenteils schwarz/weiß.

Auf Ihrer eigenen Internetseite taucht Roland Emmerichs US-Film „Godzilla“ nicht auf – warum nicht?

Es ist kein Godzillafilm, der in diese Reihe gehört. Das Monster ist komplett im Computer entstanden und hat nichts mit den asiatischen Wurzeln zu tun, bis eben auf den Namen. Es nur ein Monsterfilm. Der Film hätte nicht zwingend Godzilla heißen müssen. Der Film ist sicherlich computertechnisch gut gemacht, aber das ist auch alles.


Detlef Claus: Asiatische Monster- und Science-Fiction-Filme. Das deutsche Werbematerial von 1956-2011. Belleville Verlag, 608 Seiten, 79,90 Euro.


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