Dirty Pictures

Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
It is currently 21.08.2019 00:58

All times are UTC + 1 hour [ DST ]




Post new topic Reply to topic  [ 129 posts ] Go to page  Previous  1, 2, 3, 4, 5  Next
AuthorMessage
 Post subject: Re: DER KILLER VON WIEN - Sergio Martino
PostPosted: 14.11.2013 19:27 
Offline

Joined: 11.2009
Posts: 4740
Gender: Male
TRAXX wrote:
Ich habs mal in die Spoiler-Tags gezogen.


Dann schau noch mal genau hin. ;)


Top
 Profile  
 
 Post subject: Re: DER KILLER VON WIEN - Sergio Martino
PostPosted: 14.11.2013 19:56 
Offline
User avatar

Joined: 11.2009
Posts: 9126
Location: Liquid Eyes in Cologne
Gender: Male
Ooops, ja, danke Ugo! :oops:

Jetzt sollte es passen.

_________________
"Ein Tittchen hier, ein Fötzchen da, und die Welt sähe wieder rosiger aus." anti
Image


Top
 Profile  
 
 Post subject: Re: DER KILLER VON WIEN - Sergio Martino
PostPosted: 14.11.2013 21:27 
Offline
User avatar

Joined: 11.2009
Posts: 2255
Location: Amberg
Gender: Male
Allein, dass Traxx & Co. nun nochmal was von
Anzahl der Killer
geschrieben haben, ist ein Spoiler. Bitte auch hier noch mal durchwischen.

@Sbirro: Bitte denk doch mal nach, bevor du postest. :roll:

_________________
Regelmäßig neue Reviews von Stuart Redman und DJANGOdzilla bei
JÄGER DER VERLORENEN FILME


Top
 Profile  
 
 Post subject: Re: DER KILLER VON WIEN - Sergio Martino
PostPosted: 14.11.2013 21:38 
Offline
Moderator
User avatar

Joined: 11.2009
Posts: 10563
Location: Bayern/Franken
Gender: Male
Nochmal ausgebessert, jo Sbirro bitte auf Spoiler achten.
Passiert mir aber auch schon mal :lol:

_________________
Image


Top
 Profile  
 
 Post subject: Re: DER KILLER VON WIEN - Sergio Martino
PostPosted: 13.12.2013 11:21 
Offline
User avatar

Joined: 07.2011
Posts: 402
Location: Münsterland
Gender: Male
... noch ist er günstig, vielleicht möchte jemand sein Glück versuchen ...

*** The link is only visible for members, go to login. ***


Top
 Profile  
 
 Post subject: Re: DER KILLER VON WIEN - Sergio Martino
PostPosted: 13.12.2013 12:07 
Offline

Joined: 07.2012
Posts: 158
Gender: None specified
il gatto wrote:
... noch ist er günstig, vielleicht möchte jemand sein Glück versuchen ...

*** The link is only visible for members, go to login. ***


Vielleicht ist er jetzt öfter günstiger zu haben, nun da Filmart ihn angekündigt hat...


Top
 Profile  
 
 Post subject: Re: DER KILLER VON WIEN - Sergio Martino
PostPosted: 09.03.2014 00:38 
Offline
User avatar

Joined: 01.2010
Posts: 3661
Gender: None specified
So hab den Film jetzt das erste Mal auf der FilmArt DVD gesichtet und er hat mir wirklich gut gefallen.

Die erste halbe Stunde zieht sich etwas, da Martino mehr oder weniger flache Charaktere bietet, die jetzt nicht wirklich mein Interesse als zuschauer fesseln. Dass das ganze nicht komplett langweilig wird liegt an der tollen Inszenierung Martinos, der hier ein visuell ein kreatives Feuerwerk abbrennt. Dazu zählen seine Kameraperspektiven, Beleuchtung, Verwendung von Farben und auch der sehr offensive Einsatz von Klang.
Nach einer halben Stunde zieht dann auch die Story an, da die vorher etwas lahm eingeführten Figuren nun in ein verzwicktes Beziehungsnetz eingewebt werden (was ja für italienische Plots nichts ungewöhnliches ist, eindimensionale Figuren, komplexe Konstellationen). Die letzten vierzig Minuten sind dann echt spannend und wartet mit einigen Twistst auf, die ich letzten Endes für gar nicht mal so unlogisch halte, wie es das Film Art Booklet vor gibt. Die Auflösung erinnerte mich dann etwas an Lucidis Todesengel.

Alles in allem hat Martino einen tollen Film abgeliefert und Maßstäbe für das Genre definiert. Volle Punktzahl gibts trotzdem nicht, weil die Figuren nichts an sich haben, weswegen man sich an sie erinnert, außer vielleicht Fenechs masochistische Phantasien. Aber ne 8,5/10 ist mir "Der Killer von Wien" schon wert.


Top
 Profile  
 
 Post subject: Re: DER KILLER VON WIEN - Sergio Martino
PostPosted: 29.07.2014 19:52 
Offline
User avatar

Joined: 03.2014
Posts: 1937
Gender: Male
Ich habe mir DER KILLER VON WIEN nun auch erstmals angesehen, da vorher unbekannt. Mir hat der Film soweit auch gefallen. Gut, das man hier auf irgendeinen Tatzeugen oder Reporter verzichtet hatte, der das ganze aufklärt und die Polizei dumm dastehen läßt, wie ja in so einigen Giallis leider üblich, was mich dann widerum eher langweilt.

Der Plot erinnert in der Tat an diverse Vorbilder, die ich jetzt nicht nennen möchte,...denn ich will hier möglichen Nicht-Kennern die Spannung nehmen ;)
Das ganze ist schön umgesetzt worden. Die Stadt Wien, der Park von Schönbrunn, diverse örtliche Umgebungen usw. sind gut anzusehen. Die Schauspieler haben mir auch gefallen. Edwige Fenech ist echt hübsch anzusehen und machte ihre Sache gut. Ivan Rassimov, aufgrund seines Parts mal wieder eher negativ auffallend :D ,...aber er wirkte auch ganz gut. George Hilton und Alberto De Mendoza ebenfalls. Was mich u.a. überraschte war/ist die schöne Filmmusik von NORA ORLANDI, die hier so wundervoll melancholisch und ein wenig tragisch erklinkt. Passte vorzüglich und ist hörenswert :)

Alles in allem,...auf jeden Fall einer der besseren Giallis :good:

:hutheben:

_________________
ImageImageImage


Top
 Profile  
 
 Post subject: Re: DER KILLER VON WIEN - Sergio Martino
PostPosted: 29.07.2014 20:55 
Offline
User avatar

Joined: 07.2011
Posts: 402
Location: Münsterland
Gender: Male
Graf von Karnstein wrote:
[b]...denn ich will hier möglichen Nicht-Kennern die Spannung nehmen ;)


... das ist aber nicht nett ;)


Top
 Profile  
 
 Post subject: Re: DER KILLER VON WIEN - Sergio Martino
PostPosted: 20.09.2014 15:58 
Offline
User avatar

Joined: 03.2011
Posts: 887
Location: Köln
Gender: Male
Als bislang völlig unbeschriebenes Blatt ( Shame on me )
in Sachen Gialli habe ich mir jetzt mal die FilmArt DVD ge-
gönnt, aber richtig warm geworden bin ich mit dem Streifen
leider nicht.

Vielleicht liegt es an meiner Antipathie gegen George Hilton
oder an den doch erheblichen Längen des Streifens ( vor allen
Dingen im ersten Drittel ), keine Ahnung.
Zugegeben: Einige Szenen vermögen mich zwar durchaus zu
überzeugen ( die Szene im Park ist ganz groß, die Auflösung
durchaus überraschend ), trotzdem kann er mich nicht wirklich
begeistern.

Nun meine Frage an die Fachleute:
Ist der Streifen repräsentativ oder gar als eine Art Referenz für
das Genre zu sehen ( dann wäre das wohl eher nichts für mich ) ?
Wenn nicht, was könnte man in der Richtung eher empfehlen ( ich
habe jetzt keine Lust die ellenlangen Listen durchzuarbeiten ) ?


Top
 Profile  
 
 Post subject: Re: DER KILLER VON WIEN - Sergio Martino
PostPosted: 20.09.2014 16:26 
Offline
Moderator
User avatar

Joined: 11.2009
Posts: 10563
Location: Bayern/Franken
Gender: Male
Oh für mich ist der Killer von Wien schon einer der Besten! Wenn dir der schon nicht gefällt, das selbe Muster bieten viele aus dem Genre... Hm schwer zu sagen ob dir nun Gialli zusagen.

Ansonsten ganz Klar Torso, der ein halber Slasher ist, der könnte dir gefallen! Und die Gialli von Argento. Klasse auch "Malastrana" und "Die Farben der Nacht". Auch die "Obscuren" (co) Gialli sind gut.

Glaube mit denen machst du keinen Fehler! Bei den Meisten Gialli ist es halt "Style over Substance". Mehr die Atmo der Damaligen zeit die sie Atmen, eine logische Krimihandlung bieten die Wenigsten ;)

Ein paar Tolle Wüst ich noch, aber die gibts noch nicht auf DVD.

_________________
Image


Top
 Profile  
 
 Post subject: Re: DER KILLER VON WIEN - Sergio Martino
PostPosted: 20.09.2014 16:33 
Offline
User avatar

Joined: 07.2013
Posts: 7587
Gender: None specified
Den wienerischen Killer sehe ich schon als Referenzwerk, also wenn du, Trainspotting, schon mit dem Film nichts anfangen kannst, sind wohl die meisten Argentos auch nichts für dich. (Am ehesten noch DAS GEHEIMNIS DER SCHWARZEN HANDSCHUHE oder THE STENDHAL SYNDROME)
Ansonsten, würde ich dir empfehlen, es mal mit den Ercoli- oder den Tessari-Gialli zu versuchen.


Top
 Profile  
 
 Post subject: Re: DER KILLER VON WIEN - Sergio Martino
PostPosted: 20.09.2014 17:04 
Offline
User avatar

Joined: 03.2011
Posts: 887
Location: Köln
Gender: Male
Vielen Dank erstmal für Euer Feedback.
Ich denke ich werde "Torso" mal antesten,
wenn mir der nichts gibt lasse ich besser
die Finger von dem Genre ;)


Top
 Profile  
 
 Post subject: Re: DER KILLER VON WIEN - Sergio Martino
PostPosted: 21.09.2014 09:19 
Offline
User avatar

Joined: 05.2011
Posts: 1210
Gender: Male
Sbirro Di Ferro wrote:
Den wienerischen Killer sehe ich schon als Referenzwerk, also wenn du, Trainspotting, schon mit dem Film nichts anfangen kannst, sind wohl die meisten Argentos auch nichts für dich.


:?: :?:

Ich verstehe nicht, wie man darauf kommt. Argento und Martino sind doch fast unterschiedliche Welten. Auf jeden Fall "Profondo Rosso" und "Tenebre" probieren!

Bei weiteren Tipps ist die Frage, ob deutscher Ton dabei sein muss.

_________________
Image
Higurashi no Naku Koro ni


Top
 Profile  
 
 Post subject: Re: AW: DER KILLER VON WIEN - Sergio Martino
PostPosted: 21.09.2014 09:40 
trainspotting wrote:
Ich denke ich werde "Torso" mal antesten,
wenn mir der nichts gibt lasse ich besser
die Finger von dem Genre ;)


Wobei Torso keine Referenz für das Genre ist. Es sei denn man verbindet mit dem Genre automatisch Titten und dämliche Sychros. Ein nettes Filmchen für zwischendurch ist er allemal, aber an dem sollte man das Genre nicht messen.


Top
  
 
 Post subject: Re: DER KILLER VON WIEN - Sergio Martino
PostPosted: 21.09.2014 09:54 
Offline
User avatar

Joined: 11.2009
Posts: 1300
Location: Il cimitero senza croci
Gender: Female
Ja, das sehe ich auch so (wobei ich "Torso" für zu Unrecht unterschätzt halte). Es kommt eben immer darauf an, auf welche Aspekte man beim Genre Wert legt. Und es ist nun mal so, dass viele über den Horrorfilm auf den Giallo kommen, weil einige Gialli gore-technisch auch etwas zu bieten haben. Ist eben eine andere Herangehensweise. Wenn man nach brutalen (Rasiermesser-)morden lechzt, wird man bei Filmen wie "Der Killer von Wien", "Malastrana" und Co. sicher enttäuscht, macht aber mit "Torso" keinen Fehler... ;)

_________________
SCHATTENLICHTER


Top
 Profile  
 
 Post subject: Re: DER KILLER VON WIEN - Sergio Martino
PostPosted: 21.09.2014 10:39 
Und das ist der Punkt (Gore) der mich beim Giallo eher peripher tangiert. Vielmehr mag ich die Inszenierung der Morde, den gewissen Flair, die Musik.... . Aber wie du schon sagtest: auch ich komme prinzipiell vom Horror zum Giallo. Aber tatsächlich war ich auf der Flucht vor sinnlos und übermäßig platziertem Gore. Komisch wie sich das entwickelt. Früher konnte es nicht blutig genug sein und nun Bedarf es mehr Inhalte. Ich werde alt. :)


Top
  
 
 Post subject: Re: DER KILLER VON WIEN - Sergio Martino
PostPosted: 21.09.2014 12:02 
Offline
User avatar

Joined: 07.2013
Posts: 1698
Location: Das finstere Tal
Gender: Male
Sehr interessant das. Horror ist nicht wirklich meine Welt, ich komme vom Krimi und dem Thriller zum Giallo. Mit den blutigen Morden kann ich darum eher weniger anfangen, mich faszinieren stattdessen die verwickelten Handlungen, die Unzahl an Verdächtigen, die mal mehr und mal weniger überraschenden Twists. Und das Ganze spielt dann in einer Zeit in der ich selber als Kind gelebt habe, wo ich mir also über das Flair ein kleines Stückchen Kindheit zurückholen kann.

Aus dieser Warte heraus konnte ich mit dem Wiener Killer extrem viel anfangen, genauso wie z.B. mit dem SCHWANZ DES SKORPIONS. TORSO war in Ordnung und hat gefallen, aber da gefallen mir Dinge wie DOPPIA FACCIA weitaus besser (übrigens auch sehr zu empfehlen - wenn man Krimis mag ;) )

_________________
Die Umschreibung Neuentdeckung [...] ist natürlich nur eine äußerst persönliche Färbung, denn es handelt sich um ein Spektakel innerhalb der ganz eigenen Filmwelt. Die Suche nach Input, nach Neuem, und die Offenherzigkeit gegenüber Genres und Filmen jeder Art, führen mich immer wieder zu solchen Etappen, und auch wenn sich dieser Kreis niemals schließen wird, er erfährt mitunter durchaus erfreuliche Erweiterungen. (Prisma)


Top
 Profile  
 
 Post subject: Re: DER KILLER VON WIEN - Sergio Martino
PostPosted: 21.09.2014 12:26 
Offline
User avatar

Joined: 03.2011
Posts: 887
Location: Köln
Gender: Male
Auch nochmal herzlichen Dank für die letzten Kommentare.

Also ich denke ich bin eigentlich mit der richtigen
Einstellung an die Sache herangegangen.
Ich habe weder ein primitives Schlitzerfilmchen noch
übermäßig viel Gore erwartet, sondern überraschende Plot-
wendungen ( hier ja eigentlich vorhanden ), zwielichtige
Charaktere ( auch das findet man ja eigentlich vor ) und
ungewöhnliche filmische Umsetzung derselben.

Objektiv betrachtet sicherlich alles in dem Streifen enthalten,
trotzdem konnte er mich nicht wirklich "mitnehmen".

Sicher nicht das letzte mal das ich mich mit dem Genre aus-
einandergesetzt habe, trotzdem bin ich ein wenig ernüchtert.

Und Argento war für mich eigentlich nie jemand den ich auf das
Gialli Genre beschränkt gesehen habe, sondern als "genreüber-
greifende Kraft", und hier soll es ja um "reine" Gialli`s gehen ;)


Top
 Profile  
 
 Post subject: Re: DER KILLER VON WIEN - Sergio Martino
PostPosted: 31.01.2015 22:10 
Offline
User avatar

Joined: 12.2013
Posts: 4177
Location: Provinzmetropole an Rhein und Mosel
Gender: Male
Image


Der Killer von Wien (D)
Lo strano vizio della Signora Wardh (IT)
L'étrange vice de Madame Wardh (F)
Les nuits folles de Mme Wardh (BE)
La perversa señora Ward (ES)
Next! (UK)
The Next Victim! (USA)
Blade of the Ripper (USA)
The Strange Vice of Mrs. Wardh (USA - DVD)


IT / ES 1971

R: Sergio Martino
D: Edwige Fenech, George Hilton, Ivan Rassimov, Alberto de Mendoza, Conchita Airoldi, Bruno Corazzari u.a.


dt. Kinostart: 05.05.1972

dt. Synchronsprecher

Schnittbericht: Original Fassung vs. dt. Kinofassung

Score: Nora Orlandi

OFDb



Image


"Das Schlimmste an dir ist das Beste, was du hast. Und es wird immer mir gehören"


ImageImageImageImageImage

ImageImageImageImageImage


Nachdem ein unbekannter Killer bereits mehreren Damen auf eine nicht gerade zimperliche Art und Weise einen Freifahrtschein in Richtung Himmel vermittelte, herrscht unter der Wiener Bevölkerung Angst und Schrecken. Genau in diesem Moment finden sich die reizende Julie Wardh (Edwige Fenech) und ihr Ehemann Neil Wardh (Alberto de Mendoza) in der Donaumetropole ein, da der werte Gatte in Wien geschäftlichen Verpflichtungen nachgehen muss. In der Beziehung der Beiden kriselt es daher schon seit längerem, da sich Julie von ihrem Partner vernachlässigt und hinter seine Arbeit zurück gesetzt fühlt.

Während Neil also mal wieder aufgrund seiner zeitintensiven Geschäftsterminen mit Abwesenheit glänzt, versucht sich Julie anderweitig ihre Zeit zu vertreiben und erkundet gemeinsam mit ihrer besten Freundin Carol Brandt (Conchita Airoldi) die österreichische Hauptstadt. Dabei lernt sie auf einer Party Carols Cousin George Corro (George Hilton) kennen, der in ihr ein kleines Gefühlschaos verursacht. Der schöne George versucht fortan mit allen Mitteln der hübschen Strohwitwe den Kopf zu verdrehen.

Doch Julie bedrücken zunächst noch ganz andere Sorgen, da auch ihr Ex-Geliebter Jean (Ivan Rassimov) plötzlich wieder auf der Bildfläche auftaucht und sie scheinbar auf Schritt und Tritt verfolgt. Ihre vorherige Beziehung zu dem wahnsinnig-wirkenden und etwas sadistisch-veranlagten Ex-Liebhaber war für Julie die reinste Hölle, da sie lange Zeit die Fesseln dieser destruktiven Abhängigkeit nicht abstreifen konnte.
Da sich aber der irre Jean mit dem letzt endlich von Erfolg gekrönten Befreiungsschlag seiner vorherigen Liebes-Marionette nicht abfinden kann, macht er dieser das Leben weiterhin zur Hölle und lässt ihr sogar Rosensträuße mit Morddrohungen in Form von beiliegenden Glückwunschkarten zukommen.
Da sich zur gleichen Zeit die Mordserie des unbekannten Rasiermesserkillers fortsetzt, macht sich in Julie die schreckliche Vermutung breit, dass vielleicht Jean hinter den bisherigen Meucheltaten stecken könnte und somit jetzt auch ihr nach dem Leben trachtet. In einem Anfall panischer Angst rettet sie sich eines Abends in die Arme des schönen George und verbringt mit diesem im Anschluss eine ausschweifende Liebesnacht. Doch ihr Seitensprung bleibt scheinbar nicht unentdeckt, da Julie am nächsten Tag unverhofft von einer unbekannten Person damit erpresst wird: Entweder zahlt sie 20.000 $ oder ihr gehörnter Ehemann würde die Wahrheit über seine mittlerweile total verzweifelte Julie erfahren.

Und als wäre das jetzt nicht alles schon genug, wird Julie auch noch durch einen versuchten Mordanschlag eines maskierten und mit einem Rasiermesser bewaffneten Killers in der dunklen Tiefgarage des Wiener Hotels getollschockt.
Mittlerweile ist Julie mit ihren geistigen und körperlichen Kräften am Ende und hat bereits fast jeglichen Lebenssinn aufgegeben.... was geschieht hier bloß?

"Jetzt versuchst Du mir auszuweichen, doch zu Deinem verborgenen Laster habe nur ich den Schlüssel"


ImageImageImageImageImage

ImageImageImageImageImage


Sergio Martinos "Der Killer von Wien" gehört m.E. zu den absoluten Vorzeigeexemplaren der Hochglanz-Gialli und zu meinen liebsten Genrevertretern. Diese mit zahlreichen Farbspielereien und perfekten Bildkompositionen gespickte Inszenierung kann mich jedes mal wieder aufs Neue begeistern und wächst sogar noch weiterhin bei jeder erneuten Betrachtung.

Zu den visuellen Highlights gehören gut durchdachte Kamerafahrten und -einstellungen, traumhaft inszenierte Albtraumsequenzen in Form von Rückblenden oder die wunderschönen Schauplätze wie z.B. die Gatenanlage von Schloss Schönbrunn.
Der Film ist durchgehend in wunderschönen Einzelbildern abfotografiert, von denen sich ein sehr großer Teil für immer ins Gedächtnis fräst und dadurch so schnell nicht wieder vergessen wird.

Das Hotelzimmer der Wardhs fand dann ein Jahr später bei der Roten Dame seine erneute Verwendung

Für das sehr gelungene Drehbuch dürfte federführend Ernesto Gastaldi verantwortlich gewesen sein. Das Highlight dieser sehr spannend inszenierte Krimi-Geschichte stellt dann die völlig unerwartet Auflösung des Plots dar, da sich diese letzt endlich als eine sehr große Überraschung ungeahnten Ausmaßes präsentiert.

Soweit man Sklaven ihrer Triebe in der etwas enger gefassten Definition des Genrebegriffs Giallo außen vor lässt, handelt es sich hierbei (nach Five Dolls for an August Moon) um den wohl zweiten Einsatz von Frau Fenech im Rahmen dieser heißgeliebten Meuchelfilmchen. Wie so oft macht die Edwige auch hier eine sehr ansehnliche Figur und kann den kompletten Film über verzücken.

Der gute George, aber auch Alberto de Mendoza liefern wie gewohnt eine sehr solide Darbietung ab und werden lediglich durch den Auftritt des großartigen und schrecklichen Ivans in den Schatten gestellt. Terrorbarde Rassimov setzt sich in der Rolle des unberechenbaren Jeans ein weiteres Denkmal und verbreitet mal wieder alleine aufgrund seines markanten Äußeren und der bedrohlichen Außenwirkung nicht nur beim Zuschauer, sondern in in erster Linie auch bei der armen Edwige, ein höchstes Maß an Unbehagen und wirkt einfach nur bedrohlich. Was für eine großartige und einmalige Hackfresse (in diesem Fall im positiven Sinn ganz lieb gemeint ) ;)
Ansonsten ist auch noch Bruno Corazzari in einer kleineren Nebenrolle mit von der Partie.

Als Krönung des Ganzen, spendierte Nora Orlandi diesem fröhlich, bunten Meuchelspektakel dann auch noch einen passgenauen Score, der zugleich einige unvergessliche Perlen it. Filmusikkunst enthält. Ein sehr brillanter Soundtrack :tanzen4:


Einen Schnittbericht zu den Unterschieden der it. Original Fassung und der dt. Kino Fassung gibt es hier


ImageImageImageImageImage

ImageImageImageImageImage

ImageImageImageImageImage


Bleibt am Ende nur noch (einmal) zu sagen:

ZOSO wrote:
Tuco wrote:
Ich würde fast von einem kleinem Meisterwerk sprechen.


Das ist falsch, es ist kein kleines sondern ein Meisterwerk.


;)


Image


US Trailer:

[BBvideo]http://vimeo.com/107862192[/BBvideo]


it. Trailer:

www.youtube.com Video from : www.youtube.com


www.youtube.com Video from : www.youtube.com


Image

Score:

www.youtube.com Video from : www.youtube.com


www.youtube.com Video from : www.youtube.com


Image

Image Image Image Image Image Image Image

Image Image Image Image Image Image Image Image


Top
 Profile  
 
 Post subject: Re: DER KILLER VON WIEN - Sergio Martino
PostPosted: 31.01.2015 23:15 
Offline
User avatar

Joined: 07.2013
Posts: 3849
Gender: Male
AL NORTHON wrote:
Der Killer von Wien find ich total überschätzt.

Ich habe mir mal ein anderes Zitat heraus gesucht, mit dem ich eher konform bin. Klar, stilistisch und visuell präsentiert Sergio Martino dem Zuschauer ein absolutes Filetstück, allerdings ist der Film dramaturgisch gesehen für mich kein Meisterwerk. Bei der Erstansicht habe ich nicht das oft zitierte Unerwartete gesehen, oder Aha-Effekte im Quadrat, sondern eher eine gewisse Vorhersehbarkeit, oder ich nenne es vielleicht besser Wiedererkennungswert. Für mich dann doch weit entfernt vom ultimativen Giallolymp.


Top
 Profile  
 
 Post subject: Re: DER KILLER VON WIEN - Sergio Martino
PostPosted: 01.02.2015 14:45 
Offline
User avatar

Joined: 07.2013
Posts: 7587
Gender: None specified
Zum Review von Richie möchte ich sagen: :231: :jc_goodpost:


Top
 Profile  
 
 Post subject: Re: DER KILLER VON WIEN - Sergio Martino
PostPosted: 01.02.2015 15:31 
Offline
User avatar

Joined: 12.2013
Posts: 4177
Location: Provinzmetropole an Rhein und Mosel
Gender: Male
Zum Abschluss gibt es noch etwas fürs Auge: Die übrig gebliebenen Schnappschüsse von Frau Fenech in "Der Killer von Wien"

ImageImageImageImageImage

ImageImageImageImageImage


Top
 Profile  
 
 Post subject: Re: DER KILLER VON WIEN - Sergio Martino
PostPosted: 01.02.2015 15:54 
Offline
User avatar

Joined: 07.2013
Posts: 3849
Gender: Male
Richie Pistilli wrote:
Zum Abschluss gibt es noch etwas fürs Auge: Die übrig gebliebenen Schnappschüsse von Frau Fenech in "Der Killer von Wien"

ImageImageImageImageImage

ImageImageImageImageImage

Auch wieder eine schöne Zusammenstellung! Wie Ausschuss sieht das aber gerade nicht aus. ;)


Top
 Profile  
 
 Post subject: Re: DER KILLER VON WIEN - Sergio Martino
PostPosted: 01.02.2015 16:21 
Offline
User avatar

Joined: 12.2013
Posts: 4177
Location: Provinzmetropole an Rhein und Mosel
Gender: Male
Es handelt sich halt um qualitativ guten Ausschuss aufgrund akuten Platzmangels bei der eigentlichen Filmbesprechung ;)


Top
 Profile  
 
 Post subject: Re: DER KILLER VON WIEN - Sergio Martino
PostPosted: 01.02.2015 17:00 
Offline

Joined: 10.2014
Posts: 210
Gender: None specified
Schönes Review!

Aber mal eine ganz dumme Frage an die Experten.

Bringt die Filmart-Ausgabe einen echten Mehrwert, wenn man schon die Koch-Media im Regal stehen hat? Ich finde die anderen Ausgaben von Filmarts Giallo-Edition hervorragend und habe da auch zugeschlagen, bin aber unschlüssig, ob der Kauf lohnt, wenn man die Koch schon hat.


Top
 Profile  
 
 Post subject: Re: DER KILLER VON WIEN - Sergio Martino
PostPosted: 01.02.2015 18:18 
Offline
User avatar

Joined: 07.2013
Posts: 7587
Gender: None specified
Falls du die dt. Kinofassung sehen willst, lohnt sich der Kauf auf jeden Fall.
Außerdem liegt der Filmart-Edition eine neue Abtastung zu Grunde, es gibt ein zusätzliches Interview mit Sergio Martino, welches auf der Koch-DVD nicht enthalten ist und ein anderes Booklet dazu.


Top
 Profile  
 
 Post subject: Re: DER KILLER VON WIEN - Sergio Martino
PostPosted: 01.02.2015 22:19 
Offline

Joined: 11.2009
Posts: 4740
Gender: Male
Wentworth wrote:
Schönes Review!

Aber mal eine ganz dumme Frage an die Experten.

Bringt die Filmart-Ausgabe einen echten Mehrwert, wenn man schon die Koch-Media im Regal stehen hat? Ich finde die anderen Ausgaben von Filmarts Giallo-Edition hervorragend und habe da auch zugeschlagen, bin aber unschlüssig, ob der Kauf lohnt, wenn man die Koch schon hat.


Da ich die Koch-Scheibe habe, habe ich auf die FilmArt verzichtet. Wobei ich mich jetzt aber frage, wo eigentlich die Unterschiede der beiden Fassungen bei FilmArt bestehen. Die deutsche Kinofassung ist doch kürzer? Wie ich aber justamente anhand der Koch-Disc noch mal gecheckt habe, gibt es ja gar keine untertitelten Sequenzen. :?

Hach, ich liebe diesen Film! :a013: :a017_gif: :icon_poppen:


Top
 Profile  
 
 Post subject: Re: DER KILLER VON WIEN - Sergio Martino
PostPosted: 03.02.2015 01:49 
Offline
User avatar

Joined: 11.2009
Posts: 2637
Gender: Male
Highscores: 1
Hier sind alle Unterschied genau aufgelistet:

*** The link is only visible for members, go to login. ***

_________________
-> <-


Top
 Profile  
 
 Post subject: Re: DER KILLER VON WIEN - Sergio Martino
PostPosted: 03.02.2015 15:37 
Offline
Moderator
User avatar

Joined: 11.2009
Posts: 10563
Location: Bayern/Franken
Gender: Male
Laut dem Schnittbericht müsste es aber Untertitelte Szenen geben? Zweimal war was bei gesprächen gekürzt... Als sie sich im Auto unterhalten und einmal als er nach einem Arzt fragt!

Komisch?

Sind den die Lauflängen der beiden scheiben identisch??

_________________
Image


Top
 Profile  
 
Display posts from previous:  Sort by  
Post new topic Reply to topic  [ 129 posts ] Go to page  Previous  1, 2, 3, 4, 5  Next

All times are UTC + 1 hour [ DST ]


You cannot post new topics in this forum
You cannot reply to topics in this forum
You cannot edit your posts in this forum
You cannot delete your posts in this forum
You cannot post attachments in this forum

Search for:
© phpBB® Forum Software | phpBB3 free Forum by UserBoard.org | All Rights Reserved.
» Contact & Abuse Support-Forum Gooof Webdesign free forum Dein Forumo Forum web tracker