Dirty Pictures

Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Post subject: Re: THE CHILD - DIE STADT WIRD ZUM ALPTRAUM - Aldo Lado
PostPosted: 12.03.2012 18:46 
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Grade nochmal gesehen: Wirklich ein überragender Film, mit einem Score, der eindrucksvoll beweist, dass Morricone damals wie heute einer der besten war.
Die Musik arbeitet eigentlich nur mit wenigen Motiven, aber diese sind derart intensiv und gekonnt eingesetzt, dass der Film binnen kürzester Zeit den Spagat zwischen Hochspannung und traurigen Momenten schafft, die zu Tränen zu rühren vermögen - und das mehrfach.

Lazenby spielt hier überraschend stark - wer behauptet, der Mann sei kein guter Schauspieler gewesen, kennt diesen Film nicht.

Der finale Kampf mit dem Täter hätte zwar etwas besser sein können, aber dafür ist der wirkliche Schluss bis zum "The End"-Credit sehr furios und bewegend.

Toller Film! Definitiv einer der 5, wenn nicht 3 besten Gialli, die je gemacht worden sind.

In meiner persönlichen Liste konkurriert er derzeit mit "Death Walks on High Heels" um Platz 1.

_________________
"Wenn du mit mir sprechen willst, ruf die Nummer 6-6-6 an."
Luc Merenda in "A Man Called Magnum" zu einer minderjährigen weiblichen Zeugin von vielleicht 13 Jahren, nachdem diese ihm vorher einen Kuss auf die Wange gedrückt hat, nur weil er ihre Bilder lobte... :D


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 Post subject: Re: THE CHILD - DIE STADT WIRD ZUM ALPTRAUM - Aldo Lado
PostPosted: 12.03.2012 19:02 
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Detective Lloyd wrote:
Grade nochmal gesehen: Wirklich ein überragender Film, mit einem Score, der eindrucksvoll beweist, dass Morricone damals wie heute einer der besten war.
Die Musik arbeitet eigentlich nur mit wenigen Motiven, aber diese sind derart intensiv und gekonnt eingesetzt, dass der Film binnen kürzester Zeit den Spagat zwischen Hochspannung und traurigen Momenten schafft - und das mehrfach.

Lazenby spielt hier überraschend stark - wer behauptet, der Mann sei kein guter Schauspieler gewesen, kennt diesen Film nicht.

Der finale Kampf mit dem Täter hätte zwar etwas besser sein können, aber dafür ist das wirkliche bis zum "The End"-Credit sehr furios und bewegend.

Toller Film! Definitiv einer der 5, wenn nicht 3 besten Gialli, die je gemacht worden sind.

In meiner persönlichen Liste konkurriert er derzeit mit "Death Walks on High Heels" um Platz 1.


Na, ja ich fand den Film zwar auch sehr gut also ich gebe ihm 6,5 von 10 Punkten, aber in meiner Top Ten ist der Film nicht. :(

Von dem doch sehr traurigen und Intensiven Anfang hat leider der Rest des Filmes nie mehr wieder so einen Starken und bewegenden Moment, wie mit dem Mädchen im Fluss und auch der darauf fussende Seelischen Absturz unseres Helden, der sich dann auf die Mörder Hetz macht.

Es tut mir leid, dass so sagen zu müssen aber Spiel mir das Lied vom Tod (Zwar ein Western) fand ich viel trauriger und vor allem schaffte es Leone trotzdem die Tragik der Geschichte weit über 2 Stunden zu halten ! Aldo Lado schafft es nicht mal auf ca.90 Minuten das traurige und Melancholische so herüber zu bringen.

My dear Killer gefiehl mir deutlich besser !

Aldo Lado schafft auch hier wieder meiner Meinung nicht den Spagat zwischen Inszinierung und Story zu schaffen und den Roten Faden durchweg durch die Geschichte zu erzählen.

Das Ende fand ich schon ziemlich schwach... :( Da hatte ich was "verrückteres" erwartet.

Jetzt aber was Positives, die Kamera Arbeit ist sehr gelungen auch wenn sie ein bisschen Extravaganter hätte sein können.
Die Schauspieler sind aber durch die Bank weg perfekt besetzt und passen wie angegossen in Ihre Rollen, hier sticht vor allem George Lazenby hervor.

Also wie gesagt 6,5 von 10 Punkten

Ich weiß ja nicht ob es auch auch so geht, aber irgendwie würde ich als Vater eines getöteten Kindes mehr Explodieren, also irgendwie fehlte da am Ende auch die Rache so ein bischen und wie gesagt die Mörder Figur am Ende ist sehr schwach..... :(

Ach ja und Morricone´s Soundtrack ist relativ sperrig... :o Also eigentlich bis jetzt einer der schlechtesten Morricone Giallo Soundtrack´s

Gruß,

Der New York Ripper

PS: Und jetzt kommt nicht wieder an das sich mir solche "Intelligenten Filme" nicht erschließen oder so ! Jeder hat seine Vorlieben und My dear Killer hat mir in Beziehung auf "Kinder" Geschichten besser gefallen ;)


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 Post subject: Re: THE CHILD - DIE STADT WIRD ZUM ALPTRAUM - Aldo Lado
PostPosted: 12.03.2012 19:12 
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Also in puncto Traurigkeit scheitert "Spiel mir das Lied vom Tod", meines Erachtens, unabdingbar an Charles Bronson. Der wirkt viel zu cool und relaxt.
Das Bewegendste war die Szene, wo die Familie ermordet wird. Was auch nicht überrascht: Ist ja mit Frank Wolff.

Sehr bewegend bei "The Child" fand ich z.B. auch den Mittelteil, wo Lazenby mehrfach Flashbacks hat und sich an seine Tochter erinnert. Vor allem die Szene, wo er dabei übers Wasser fährt, ist Hammer, mit dem Score dazu.

"My dear Killer" ist ähnlich, aber handwerklich einen Zacken schwächer. Zumindest von der Kamera her.
Nicht schlecht! Im Gegenteil. Nur schwächer.

"The Child" hätte vielleicht noch eine Prise "Die rote Dame" gut getan, wo die abgefreakte Lady etwas besser rauskam. Das hätte wahrscheinlich auch zu einem besseren Finale geführt. (Man hätte den Aufzug am Ende etwas mehr ausspielen können. Die Auflösung, was das Ganze eigentlich soll, find ich nen Zacken zu dünn.)

Wobei "Die rote Dame" wiederum ein echt peinliches Finale hat.

Unterm Strich hat "The Child" trotzdem mehrere schlicht grandiose Momente. Ob es nun die Tatsache ist, dass Morricone das eine Thema mit fast schon barocken Instrumenten einleitet (auf die Idee muss man erstmal kommen) oder geniale Einstellungen wie etwa die Aufnahme gleich am Anfang, wo du das Mädchen mit dem Schlitten den Berg runterfahren siehst, während die Dame sich von links ins Bild schleicht: Irrsinnig gut!

Auch der Take, wo die Dame das Eis essende Mädchen nur knapp verfehlt und dann in der Totalen unerkannt weggeht, ist einer dieser Geniestreiche.
Von den ganzen POV shots mit dem Schleier oder den Parallelmotnagen - bei der Szene wo die Kinder spielen, während Lazenby sich mit seiner Geliebten vergnügt oder später bei der Verfolgung vs. Bad-Szene - ganz zu schweigen.

Ganz cool hätte ich es wiederum gefunden, wenn der Inspektor etwas prägnanter gewesen wäre. In der Rolle hätte ich gerne Franco Ressel gesehen. Durch die deutsche Stimme von Lothar Blumhagen war er ja immerhin unterschwellig präsent.

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 Post subject: Re: THE CHILD - DIE STADT WIRD ZUM ALPTRAUM - Aldo Lado
PostPosted: 13.03.2012 16:24 
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The Child ist besticht durch 2 Punkten:erstmal Venedig als Schauplatz,der herrlich labyrinthartig wirkt und 2: Georg Lazenby als Darsteller.Gut alzu toll schauspielern tut er nicht. Die Trauer hab ich ihm auch keine Sekunde abgekauft, aber himmerlherrgott es ist james Bond in einem Giallo mit Schnurrbart.
Morricones Soundtrack gefällt mir irgendwie mal gut und mal weniger gut.
Die Handlung an sich erinnerte mich irgendwie ziemlich an Fulcis Duckling und wirklich spannende Szenen sind etwas rar.
Trotzdem ein guter Giallo mit kleineren Schwächen.
7/10 Punkte


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 Post subject: Re: THE CHILD - DIE STADT WIRD ZUM ALPTRAUM - Aldo Lado
PostPosted: 28.02.2014 18:04 
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Nach MALASTRANA war das nun mein zweiter Lado.
Gemessen an Lados Erstlingswerk fällt der hier ein wenig ab, ist aber trotzdem noch weit über dem Durchschnitt.
Denn der Film hat zwei ganz große Stärken: die Geschichte und Venedig.
Die Geschichte mit dem Kindermörder hat mir sehr gut gefallen, in Verbindung mit dem nebeligen Venedig und dem von Kindergesang beherrschten Score von Maestro Morricone ergibt das eine wunderbare Gruselatmösphäre.
Jedoch darf man hier keinen reißerischen, auf Brutalitäten konzentrierten Giallo erwarten.
Die paar Morde, die es gibt, passieren entweder Off-Screen oder werden nicht detailliert gezeigt (ähnlich wie in BLUTSPUR IM PARK), trotzdem werden zwei Morde komplett gezeigt und sind auch sehr gut inszeniert. (Mord im Kino)
Der sonst übliche Erotik-Touch ist auch kaum vorhanden, aber das ist hier auch nicht nötig.
Schauspielerisch muss man neben George Lazenby und Anita Strindberg auch Adolfo Celi besonders hervorheben.
Das Finale in der Kirche kommt auch sehr unspektakulär daher, aber dafür hat man sich für den Fenstersprung noch was geniales einfallen lassen.
Die Musik von Ennio Morricone kann zwar nicht ganz mit seinen sonstigen Kompositionen mithalten, passt aber perfekt zum Film.

Fazit: Schöner, ruhiger Giallo der mit der Kombination aus nebeligem Venedig, einer ungewöhnlichen Geschichte und der Musik zu fesseln weiß.
8/10


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 Post subject: Re: THE CHILD - DIE STADT WIRD ZUM ALPTRAUM - Aldo Lado
PostPosted: 24.05.2015 14:56 
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The Child - Die Stadt wird zum Alptraum (D)
Chi l'ha vista morire? (IT)
Qui l'a vue mourir? (F)
Quién la ha visto morir? (ES)
Who Saw Her Die? (USA + Int.)


IT 1972

R: Aldo Lado
D: George Lazenby, Anita Strindberg, Nicoletta Elmi, Adolfo Celi, Dominique Boschero, Peter Chatel u.a.


dt. VHS Premiere

dt. Synchronsprecher

Score: Ennio Morricone

OFDb



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Die kleine Roberta (Nicoletta Elmi) lebt eigentlich gemeinsam mit ihrer Mutter (Anita Strindberg) in London, stattet aber aktuell ihrem Vater einen mehrtägigen Besuch in der Lagunenstadt Venedig ab. Da sich der sehr beschäftigte Bildhauer Franco Serpieri (George Lazenby) nebenher auch noch ein paar Stunden mit seiner Geliebten vergnügen möchte, schickt er seine heißgeliebte Tochter zum Spielen mit den anderen Kindern aus dem Haus und widmet sich in der Zwischenzeit seiner bedürftigen Libido.
Am Abend ist Roberta jedoch plötzlich spurlos verschwunden und voller Panik startet Franco in der geheimnisvollen Lagunenstadt eine großangelegte Suchaktion.
Doch schon kurz darauf ist jegliche Hoffnung dahingesiecht, da im Kanal die (in eine Puppe verwandelte ;) ) Leiche des rothaarigen Mädchens angeschwemmt wird.

Nachdem die Beisetzung von Statten gegangen ist, macht sich Franco auf eigene Faust auf die Suche nach dem Mörder und kann unter der Mithilfe seines Freundes, dem Journalist Kuni (Piero Vida) in Erfahrung bringen, dass ein Serienmörder bereits seit längerer Zeit in Venedig sein Unwesen treibt und dem bereits mehrere Kinder auf eine ähnliche grausame Art und Weise zum Opfer gefallen sind. Als Täter wird eine schwarzgekleidete und schleierverhangene Frau vermutet, deren Identität aber bis zum heutigen Tag noch nicht ermittelt werden konnte.

Geplagt von zentnerschweren Schuldgefühlen steigert sich Franco immer tiefer in die Suche nach der unbekannten Täterin und stößt dabei auf ein grausames Geheimnis. Doch plötzlich kommt es zu weiteren Morden und das Leben der Serieris befindet sich schlagartig in aller höchster Gefahr.....


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Nach "Blutiger Schatten" und "Wenn die Gondeln trauern tragen" fand mein letztwöchiger Venedig-Exkurs mit diesem beeindruckenden Genre-Exemplar einen gebührenden Abschluss.

Auch Aldo Lados Venedig-Thriller kann schon alleine aufgrund der großartigen Atmosphäre der Lagunenstadt überzeugen, wobei hier aber auch bildtechnisch ordentlich vom Stapel gelassen wurde. Der Film versprüht eine wunderbar alptraumhafte Atmosphäre und wartet mit stimmungsvollen Bildern auf, die einen direkt in ihren Bann ziehen können.

James "Lazenby" Bond legt eine souveräne Leistung an den Tag und verkörpert den schuldgeplagten Vater auf der gnadenlose Suche nach dem Mörder seiner Tochter mit Bravour.
Frau Strindberg gibt in der Rolle seiner getrennt lebenden Ehefrau gleichfalls eine gute Figur ab, lediglich die Spielzeit hätte hier etwas üppiger ausfallen können.
Adolfo Celi ist in der Rolle des undurchsichtigen Kunsthändlers "Serafian" zu bestaunen, der auch sehr solide von ihm verkörpert wird.
Zuguter letzt kann die junge Nicoletta Elmi ein weiteres Mal mit ihrem kindlichen Charm beeindrucken und meistert überzeugend ihre Rolle der ermordeten Tochter mit dem roten Haar.

Lediglich die Auflösung des Plots hätte im Endeffekt ein wenig opulenter ausfallen können, da der Film somit nur ein ein oberes Mittelmaß erreicht (was aber auch völlig ok ist).

Gekrönt wird das Ganze durch die kinderchorlastige Filmmusik von Maestro Morricone, die bereits nach dem ersten Erklingen schon nicht mehr aus den Gehörgängen zu bekommen ist.

Alles in Allem eine sehr spannende und visuell ansprechende Inszenierung, die lediglich ein wenig bei der Konstruktion des Plots schwächelt...


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Trailer:

www.youtube.com Video from : www.youtube.com



Score:

www.youtube.com Video from : www.youtube.com


www.youtube.com Video from : www.youtube.com



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Last edited by Richie Pistilli on 24.05.2015 16:37, edited 1 time in total.

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 Post subject: Re: THE CHILD - DIE STADT WIRD ZUM ALPTRAUM - Aldo Lado
PostPosted: 24.05.2015 16:16 
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Ein wundervoller Film! Am schlimmsten fand ich den Anfang - nach dem Prolog hab ich erstmal eine Pause zum Verschnaufen gebraucht.

_________________
Die Umschreibung Neuentdeckung [...] ist natürlich nur eine äußerst persönliche Färbung, denn es handelt sich um ein Spektakel innerhalb der ganz eigenen Filmwelt. Die Suche nach Input, nach Neuem, und die Offenherzigkeit gegenüber Genres und Filmen jeder Art, führen mich immer wieder zu solchen Etappen, und auch wenn sich dieser Kreis niemals schließen wird, er erfährt mitunter durchaus erfreuliche Erweiterungen. (Prisma)


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