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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Post subject: DEATH WALKS ON HIGH HEELS - Luciano Ercoli
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Death walks on High Heels (Italien, Spanien 1971, Originaltitel: La morte cammina con i tacchi alti)

Nicole (Nieves Navarro) verdient ihr Geld mit freizügigen Auftritten in den Nachtclubs von Paris. Sie ernährt nebenbei auch noch ihren Stecher Michel (Simón Andreu), der leider ein wenig zu oft und zu tief ins Glas schaut. Die junge Dame wird von einem seltsamen Anrufer belästigt, der von ihr genaueres über den Verbleib gestohlener Diamanten wissen will. Nicoles Vater hatte die Edelsteine bei einem Einbruch erbeutet, doch der gute Mann wurde inzwischen ermordet. Tatächlich taucht bald ein maskierter Bursche in der Wohnung der Stripperin auf und bedroht sie mit Nachdruck. Nicole findet wenig später in Michels Wohnung einen eindeutigen Hinweis darauf, dass ihr Freund der brutale Besucher ist. Da kommt der charmante Engländer Dr. Matthews (Frank Wolff) gerade recht, er ist ein Verehrer der sinnlichen Dame und nimmt sie kurzerhand mit auf die britische Insel. Weil Matthews (unglücklich) verheiratet ist, quartiert er seine Liebschaft in seinem schicken Landhaus ein, taucht ab und zwecks eindringlichen Unterhaltungen auf. Doch der Sadist aus Paris hat die Fährte der Stripperin längst wieder aufgenommen, es kommt zu schrecklichen Ereignissen...

Luciano Ercoli erfreute 1970 mit dem schönen Giallo "The forbidden Photos of a Lady above Suspicion" ( Le foto proibite di una signora per bene). Ein Jahr später legte er mit "Death walks on High Heels" (La morte cammina con i tacchi alti), einen nicht minder faszinierenden Beitrag zum Genre nach. Seine Lebensgefährtin Nieves Navarro darf nun die erste Geige innerhalb weiblichen Besetzung spielen, die aus Andalusien stammende Schönheit zieht hier nahezu alle Register ihrer Verführungskunst. Die weniger bekannte Claudie Lange ist in der Rolle der hintergangenen Ehefrau zu sehen, ihre Ähnlichkeit mit Nieves Navorro fällt erstaunlich aus. Beide Damen liefern eine gute Vorstellung ab, wobei die Rolle von Frau Navarro einiges mehr zu bieten hat. Die männlichen Kollegen waren in "Forbidden Photos" eher Eckpfeiler der Handlung, nun stehen sie weitaus stärker im Zentrum, treiben den Film voran. Der in "Forbidden Photos" ebenfalls mitwirkende Simón Andreu darf dieses Mal richtig aufdrehen, während Frank Wolff sehr überzeugend den ruhenden Gegenpol gibt. Ekelfratze Luciano Rossi kommt als erwartungsgemäß schräger Vogel daher, ihn umgibt immer eine leicht widerwärtige Aura, der Mann ist eine sichere Bank für abstossende Nebenfiguren. George Rigaud gibt als ältlicher Captain ebenfalls Rätsel auf, hinter der sauberen Fassade blüht die Verdorbenheit in aller Pracht. Carlo Gentili bringt als verschrobener Polizist ein wenig Humor ins Geschehen ein, sein Spiel nimmt die steife Art der Briten liebevoll und ansprechend aufs Korn. Bei der Besetzung ist also alles im grünen Bereich, doch auch in den anderen Disziplinen zeigt sich Ercolis Werk in bester Verfasung. Die Handlung scheint zunächst recht durchschaubar, ich war mir ziemlich früh sicher die Vorgänge entschlüsselt zu haben, doch dann kam alles ganz anders. Der Film verlangt nach einem aufmerksamen Zuschauer, der mit einer gelungenen Auflösung belohnt wird. Wie schon bei "Forbidden Photos" geht es auch in "Death walks on High Heels" recht ruhig zu, die Handlung schreitet in angenehm gemäßigtem Tempo vorwärts. Zwar verbrät der Film gleich zu Beginn einen extrem gialloesken Mord, doch man sollte nun keine wüste Orgie erwarten, den schwarzen Handschuhen und dem Messer zum Trotz. Lediglich ein weiterer Mord ist recht drastisch in Szene gesetzt, passt aber glücklicherweise trotzdem gut ins Gesamtbild. Schauwerte bietet Ercoli eher in Form von Sex an, Frau Navarro darf sich recht freizügig präsentieren. Allzu ausufernd wird es aber auch hier nicht, zumindest drängt sich erneut der Verdacht auf, dass Ercoli eine besonders Vorliebe für Füsse hegt.

Der sehr schöne Score von Stelvio Cipriani soll an dieser Stelle nicht unterschlagen werden. Damit wären wir auch bei den Anmerkungen zur DVD-Auswertung von "Death walks on High Heels" angekommen, denn das "Luciano Ercoli Death Box Set" enthält als Bonus eine CD mit Kompositionen von Cipriani. Neben dieser CD und der DVD zu "Death walks on High Heels", enthält das Set den dritten Ercoli Film "Death walks at Midnight" (La morte accarezza a mezzanotte, 1972), in dem sich erneut Nieves Navarro, Simón Andreu und Claudie Lange die Ehre geben, selbst Luciano Rossi fehlt nicht. Auf den zweiten Film des Sets werde ich zu gegebener Zeit eingehen, ich freue mich bereits auf die Sichtung. "Death walks on High Heels" liegt in sehr schöner Qualität vor, hier wurde wirklich sehr gute Arbeit geleistet. Ferner enthält das Box-Set ein Booklet, sowie zwei Postkarten mit Motiven italienischer Lobbycards. Leider ist diese tolle Veröffentlichung seit einiger Zeit OOP, glücklicherweise aber noch zu zivilen Preisen (um 40$) zu bekommen! In Deutschland wurde der Film bisher noch nicht veröffentlicht, es deutet sich auch keinerlei Verbesserung dieser Situation an. Daher rate ich zum baldigen Kauf der Box, es lohnt sich! Der englischen Tonspur kann man gut folgen, also nur Mut!

Mir hat der erste "Death walks..." Film sehr gut gefallen. Oft wird er höher als "Forbidden Photos..." bewertet, doch für mich befinden sich die Werke auf Augenhöhe. "Death walks on High Heels" mag den ausgeklügelteren Plot bieten, ohne Zweifel sind die Kulissen prachtvoller, doch mich spricht auch die fast kammerspielartige Atmosphäre von "Forbidden Photos..." sehr an. Für den zweiten Ercoli Giallo setzt es daher ebenfalls dicke 8/10, allerdings mit steigender Tendenz. Für jeden Giallo Freund eine klare Pflichtveranstaltung!

Lieblingszitat:

"If you don't talk, i'll kill you!"

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PostPosted: 17.03.2010 22:34 
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Och jo, dann klatsch ich mal meinen Eintrag aus´m Filmtagebuch hintendran... :)

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LA MORTE CAMMINA CON I TACCHI ALTI (“Death walks on High Heels”, I 1971)

Die Pariser Nachtclub-Stripperin Nicole Rochard (Nieves Navarro) wird von der Polizei unter Druck gesetzt, da ihr Vater – ein berüchtigter Tresorknacker und Meisterdieb – ermordet wurde. In seinem Nachlass vermutet man eine Anzahl erbeuteter Diamanten, und die Polizei geht davon aus, daß der Mörder jenes Diebesgut suchte, was man nun in Nicoles Besitz wähnt. Diese gibt jedoch vor von nichts zu wissen. Wenig später wird sie von demselben Mörder (der auffallend blaue Augen hat) heimgesucht und bedroht. Ihr Freund Michel (Simón Andreu), der säuft wie ein Loch und sich obendrein von ihr aushalten lässt, glaubt ihr natürlich nicht. Gleichzeitig wird sie von dem Londoner Mediziner Dr. Robert Mathews (Frank Wolff) hofiert. Als sie im Badezimmerschrank ihres Freundes ein Paar blaue Kontaktlinsen findet, lässt sie sich kurzerhand auf Dr. Mathews Umwerbung ein und bittet ihn, sie nach England mitzunehmen. Aber der gnadenlose Verfolger gibt so leicht nicht auf, und bald kommt es zu weiteren Morden…


Eines vorweg: Obwohl LA MORTE CAMMINA CON I TACCHI ALTI etliche klassische Elemente des Giallo-Kinos enthält, handelt es sich vielmehr um eine geschickt konstruierte Kriminalgeschichte. Und zweitens: Das Drehbuch (von Ernesto Gastaldi) wartet mit dermaßen vielen Wendungen, Plot-Twists und unvorhersehbaren Entwicklungen auf, daß der Zuschauer sich schon arg konzentrieren muss, um bei der Sache zu bleiben. Wenn man sich jedoch auf die verzwickte Handlung einlässt, wird man mit einem hervorragenden Thriller belohnt.
Auf der Seite der Darsteller überzeugt vor allem die Navarro (aka Susan Scott), die hier, ihrer Rolle entsprechend, extrem viel nackte Haut zeigt. Überhaupt glänzt der Film mit etlichen hocherotischen Momenten. (In einer Szene sitzen Wolff und Navarro am Kaminfeuer und Nieves verspeist gegrillten Fisch, den sie sich lüstern in den Mund stopft, sich lasziv die fettigen Finger abschleckt und Wolff mit glutvollen Blicken verschlingt… Junge, Junge!) Frank Wolff überzeugt ebenfalls auf ganzer Linie, vor allem wenn man die Entwicklung seines Charakters gegen Ende des Films bedenkt.

Eher ungewöhnlich für einen Giallo ist auch der Humor, der vor allem von den zwei englischen Ermittlern ausgeht und niemals dümmlich oder aufgesetzt wirkt. Meine Lieblingsszene diesbezüglich: Als Simón Andreu sturzbetrunken an einem Tatort auftaucht, wird er vom Chefinspektor erst mal fachgerecht ausgenüchtert. Zuerst wird ihm gewaltsam ein brühendheißer Kaffee mit Zitronensaft eingeflößt, dann gibt’s ein paar kräftige Watschen rechts und links und als nächstes wird er kotzen geschickt. Der Michel reihert beherzt aus einem Fenster und göbelt einen darunter stehenden Bobby von oben bis unten voll, der dies stoisch über sich ergehen lässt. Ich lag fast unter der Bank!
Ansonsten kommt die Inszenierung ziemlich gemächlich daher und ist eher blutarm. Nur eine Mordszene wird explizit ausgespielt, dafür ist sie aber auch äußerst sadistisch ausgefallen. Aufgrund des komplexen Drehbuchs kann man sich den Film aber durchaus ein zweites oder drittes Mal anschauen, ohne das Langeweile aufkommen wird. Die Auflösung am Ende strotzt nur so vor Überraschungen und man kommt aus dem Nach-Luft-Schnappen gar nicht mehr raus.

Das Ganze ist natürlich sehr stylisch gefilmt, und die Locations, Kulissen und Settings sind wunderbar ausgewählt. Auch das gesamte 70er Jahre-Flair, das man an Gialli so liebt, ist ein wahrer Sinnesschmaus. Das Sahnehäubchen auf der Torte stellt der fantastische Score von Stelvio Cipriani dar.

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 Post subject: Re: DEATH WALKS ON HIGH HEELS - Luciano Ercoli
PostPosted: 17.03.2010 22:58 
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Na Blap, da hätte ich mir aber auch Sorgen gemacht, wenn dir der nicht gefallen hätte. :mrgreen: Jetzt gleich noch Midnight hinterher und du wirst nochmal begeistert sein. 8-)

Muss den auch mal wieder schauen, das Gute bei diesen komplizierten Plots ist, dass man sich die Auflösungen unmöglich alle merken kann. Und so kann man sich die Filme nach einem gewissen Abstand fast nochmal so angucken als ob man sie noch nie gesehen hat.

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PostPosted: 18.03.2010 07:18 
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Die Box von No Shame ist erste Sahne in Punkto Qualität und Aufmachung schade das es das US Label nicht mehr gibt und die Neuauflagen von Mya einfach nicht der Bringer sind !!!

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 Post subject: Re: DEATH WALKS ON HIGH HEELS - Luciano Ercoli
PostPosted: 18.03.2010 16:57 
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Seh ich genauso da sind die Italo Filme bei manchen Bootlegern im Netz besser , die haben es tatsächlich fertig gebracht ein AVI auf zu blasen und als DVD herraus zu bringen .... so nicht. Hab nichts gegen Boots aber wenn dann richtig machen und nicht als offiziele DVD verkaufen !!!!

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 Post subject: Re: DEATH WALKS ON HIGH HEELS - Luciano Ercoli
PostPosted: 18.03.2010 17:02 
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Euch ist aber bekannt, das MYA nur eine Handvoll offizielle DVDs veröffentlicht hat? :roll:

Die haben in Italien einen netten Spitznamen weg, den ich hier aber besser nicht nennen werde


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PostPosted: 18.03.2010 17:44 
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Freakland wrote:
Die haben in Italien einen netten Spitznamen weg, den ich hier aber besser nicht nennen werde


M(AF)YA? :mrgreen:

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 Post subject: Re: DEATH WALKS ON HIGH HEELS - Luciano Ercoli
PostPosted: 20.03.2010 14:45 
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Der Film gehört definitiv zu den besten Gialli. Super Score, interessanter Plot, etwas Nudity und schönes Ende. So habe ich meine Gialli gerne. Einziger Schwachpunkt sind am Anfang gewisse Längen, die nicht unbedingt hätten sein müssen. Ansonsten bedingungslos zu empfehlen!


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 Post subject: Re: DEATH WALKS ON HIGH HEELS - Luciano Ercoli
PostPosted: 29.08.2010 20:14 
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Ich habe den Film gesehen und bin immer noch sprachlos. Jetzt ohne Mist, das ist wohl mit Abstand, zusammen mit Der Killer von Wien, der beste Giallo den ich bisher gesehen habe. Toll fotografiert und wirklich geschickt in Szene gesetzt, hält einen der Film in Atem. Ich wusste bis zum Schluss nicht wie er denn nun ausgeht. Hinzu kommen noch ein absolut genialer Score und wirklich schön anzusehende Darstellerinnen. Das ganze wird noch mit einigen brutalen Szenen und etwas Humor gewürzt et voilà: heraus kommt ein Bilderbuch Giallo. Wie gesagt, für mich der bisher beste Giallo zusammen mit Der Killer von Wien. Sprich : die perfekte Unterhaltung! Selbst meine Freundin ist ganz aus dem Häuschen! Ein absolutes Muss für jeden Fan des italienischen Films! Ich brauche wohl nicht erwähnen das auch dass das geniale Set von NoShame ein absolutes Must Have ist!


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 Post subject: Re: DEATH WALKS ON HIGH HEELS - Luciano Ercoli
PostPosted: 29.08.2010 20:32 
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Kann dir da nur zustimmen, ZOSO! :D

Ich siedle die Ercoli-Gialli auch ganz oben im Genre an, noch vor den Argento-Gialli.

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 Post subject: Re: DEATH WALKS ON HIGH HEELS - Luciano Ercoli
PostPosted: 29.08.2010 21:32 
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Chet wrote:

Ich siedle die Ercoli-Gialli auch ganz oben im Genre an, noch vor den Argento-Gialli.


Absolut! Da stimme ich ohne zu Zögern zu!


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 Post subject: Re: DEATH WALKS ON HIGH HEELS - Luciano Ercoli
PostPosted: 17.09.2010 08:40 
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Gestern Abend mal wieder angeschaut. Wirklich der beste Giallo den ich bisher gesehen habe!


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 Post subject: Re: DEATH WALKS ON HIGH HEELS - Luciano Ercoli
PostPosted: 17.09.2010 09:38 
Den Film mag ich wirklich sehr aber mit Sicherheit keiner der besten Gialli.
Mir gefällt die erste Hälfte besoonders gut, weil diese total stylish ist, was mit Sicherheit an Susan Scotts sexy Perfomance liegt.


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 Post subject: Re: DEATH WALKS ON HIGH HEELS - Luciano Ercoli
PostPosted: 17.09.2010 10:01 
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Also ich finde den Film zwar auch gelungen, aber von den Argentos ist er noch deutlich weg. Die Locations und die Ausstattung ist alles schon schön anzuschauen, ein wenig zu brav das Ganze für meine Geschmack. Sonst waren die Bilder schon schön Komponiert, jedoch recht konventionell. Klar - sauber konstruiert ist er aber soo kompilziert war das jetzt auch nicht (ist natürlich unmöglich vorher mit Sicherheit zu sagen, was jetzt los ist). Fischessen vor dem Feuer ist natürlich ein Highligt. So 8/10 würde ich sagen!

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PostPosted: 17.09.2010 12:05 
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Naja, ich sehe die drei "Ercoli-Gialli" (die ich alle als "sehr gut" bewerte), schon vor manchen Filmen von Argento. "Die neunschwänzige Katze" und "Vier Fliegen auf grauem Samt", bleiben für mich hinter den Beiträgen von Ercoli zurück. "Schwarze Handschuhe" befindet sich auf Augenhöhe, "Profondo Rosso" überbietet Ercoli.

"Tenebre" liebe ich ebenfalls noch ein wenig mehr, als die prächtigen Ercoli Werke. Aber der Vergleich hinkt ein wenig, da die Filme in sehr unterschiedlichen Jahrzehnten entstanden.

Für mich zählen "Death walks on High Heels" (obwohl es keine High Heels in dem Film gibt), "Death walks at Midnight", sowie der oft unterbewertete "Forbidden Photos...", durchaus zum erweiterten Kreis der Genrespitze!

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PostPosted: 17.09.2010 12:12 
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Die drei Ercoli-Gialli zählen auch für mich zu den Besten ihrer Zunft.


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 Post subject: Re: DEATH WALKS ON HIGH HEELS - Luciano Ercoli
PostPosted: 25.01.2012 00:09 
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Unglaublich guter, höchst stilvoller Film mit einem faszinierenden Spitzen-Score, coolen Cops, einer großartigen Susan Scott und einem gigantischen Frank Wolff sowie geilen Trash-Momenten mit Luciano Rossi und George Rigaud.
Auch Andreu und Martín machen ihre Sache sehr gut.

Für mich einer der allerbesten Gialli.

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"Wenn du mit mir sprechen willst, ruf die Nummer 6-6-6 an."
Luc Merenda in "A Man Called Magnum" zu einer minderjährigen weiblichen Zeugin von vielleicht 13 Jahren, nachdem diese ihm vorher einen Kuss auf die Wange gedrückt hat, nur weil er ihre Bilder lobte... :D


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PostPosted: 28.01.2012 13:43 
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In aller Kürze, dieser Film enthält alles, was ein Gialli braucht: Susan Scott, Susan Scott und, äh, Susan Scott. :mrgreen:
Und Claudie Lange, und Simon Andreu, und Luciano Rossi, und George Rigaud, und Frank Wolff.

Verbrechen, black gloves, Erotik, schöne Schauplätze zwischen Paris und englischer Provinz, auch Humor darf nicht fehlen, wofür insbesondere die englische Polizei zuständig ist (herrlich die Methode, Simon Andreu schlagartig auszunüchtern, worauf er aus einem Fenster einem Bobby direkt auf die Uniform kotzt. Der Polizist bleibt tatsächlich stoisch dort stehen, bis ihm der Inspektor mitteilt, dass er nun gehen könne). Und Frank Wolff hat ein Faible für Overknees. :mrgreen:

Lohnt sich absolut.

No shame? In der Tat: Keine Schande!


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PostPosted: 30.01.2012 02:38 
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ugo-piazza wrote:
In aller Kürze, dieser Film enthält alles, was ein Gialli braucht: Susan Scott, Susan Scott und, äh, Susan Scott. :mrgreen:


Besser hätte ich das auch nicht formulieren können :mrgreen:

:prost23:

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Zensor, der - Beamter gewisser Regierungen, dessen Aufgabe es ist, geniale Werke zu unterdrücken. In Rom war der Zensor
ein Inspektor der öffentlichen Moral; die öffentliche Moral moderner Nationen verträgt jedoch keinerlei Inspektion.
(Ambrose Bierce - Des Teufels Wörterbuch, 1911)


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PostPosted: 30.01.2012 13:55 
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...nur die High Heels fehlen leider.

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PostPosted: 30.01.2012 15:45 
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Blap wrote:
...nur die High Heels fehlen leider.


Nope. Die fehlen nicht. Es gibt ja diese amüsante Szene, wo Nieves Navarro von der Nutte "verfolgt" wird. Auf diese Irreführung spielt der Titel an.

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PostPosted: 30.01.2012 17:01 
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Das sind keine High Heels, das ist Amateurklasse. :mrgreen:

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PostPosted: 30.01.2012 17:03 
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High Heels sind, genau genommen, tatsächlich nur Stöckelschuhe.
Wenn du das mal in die Google-Bildersuche eingibst, findest du auf Seite 1 sogar nur derartige Bilder.

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...und eben solches Schuhwerk ist in dem (ansonsten herrlichen) Film nicht zu sehen. Du redest hier mit einem Fetischisten. :mrgreen:

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PostPosted: 30.01.2012 17:11 
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Wenn du ein Fetischist bist, würde ich mich an deiner Stelle aber eher darüber beschweren, dass der Film fast die Hälfte der Zeit nahezu ohne weibliche Mitwirkung auskommen muss. :mrgreen:

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PostPosted: 30.01.2012 17:16 
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Ich beschwere mich nicht, ich stelle nur fest. :lol:

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 Post subject: Re: DEATH WALKS ON HIGH HEELS - Luciano Ercoli
PostPosted: 26.01.2014 16:42 
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Sehr ungewöhnlicher, aber guter eher ruhiger Giallo.
Meines Erachtens eine Spur besser, als FORBIDDEN PHOTOS.
Die ersten 45 Minuten sind durchgängig unterhaltsam, aber dann kommen immer wieder kleinen Längen auf.
Es gibt hier zwar auch schwarze Handschuhe und Rasiermesser und auch einen giallotypischen Mord, aber das passiert nur einmal und so kann man ihn doch zur ruhigeren Sorte zählen.
Vereinzelt findet man sogar humorige Momente, wie z.B. die Szene als der Kommissar, den besoffenen Michel wachprügelt und ihn dann zum Kotzen ins Badezimmer schickt, wo sich Michel aus dem Fenster lehnt und sich das Mittagessen nochmal durch den Kopf gehen lässt, was sich dann auf den unten stehenden Polizisten ergießt.
Natürlich gibt´s auch wieder einen gewissen erotischen Touch und ein paar bekannte Gesichter dazu.
Gegen Ende gibt´s noch eine kleine Schlägerei, sowie auch im Finale.
Das ist genau das, was mir bei FORBIDDEN PHOTOS gefehlt hat.
Die Musik von Stelvio Cipriani erinnert ein bisschen an DIE BESTIE MIT DEM FEURIGEN ATEM und hat mir sehr gut gefallen.
7,5/10


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 Post subject: Re: DEATH WALKS ON HIGH HEELS - Luciano Ercoli
PostPosted: 28.04.2016 19:29 
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Gerade eben zum zweiten Mal (diesmal über die Arrow-BD) gesehen.
Nachdem ich mir jetzt meinen Kommentar nach der Erstsichtung noch einmal durchgelesen habe, muss ich doch etwas revidieren.
Denn zumindest auffällige Längen hat es nicht mehr gegeben.
Ansonsten gibt's an meiner ersten Bewertung nicht viel zu ändern, allerdings fällt mir auf, dass ich (aus welchen Gründen auch immer) damals nicht auf die Sets und Locations eingegangen bin.
Die machen schon noch einiges aus, sind oft sehr schön anzusehen.
Wenn ich jetzt die Sets und Locations dazu- und die (damals empfundenen) Längen wegrechne, komme ich aus heutiger Sicht auf 8/10.


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