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 Betreff des Beitrags: DIE RASENDEN ROCKER VOM THUNDERSTRIP - David L. Hewitt
BeitragVerfasst: 15.08.2016 13:40 
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Wohnort: Was Sie vorhin Hölle nannten, nennt er sein zu Hause.“
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DIE RASENDEN ROCKER VOM THUNDERSTRIP

Produktionsland: USA
Produktion: David L. Hewitt, Mick Mehas
Erscheinungsjahr: 1966
Regie: David L. Hewitt
Drehbuch: Pat Boyette, David L. Hewitt
Kamera: Gary Graver
Schnitt: Gary Graver
Spezialeffekte: Harry Woolman
Musik: Al Quick
Länge: ca. 77 Min.
Freigabe: FSK 18
Darsteller: Maray Ayres, William Bonner, Lindsay Crosby, Casey Kasem, Gary Kent, Bruce Kimball, Jody McCrea, Mick Mehas, Jack Starrett, Megan Timothy, Randee Lynne Jensen


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Bei einer Messerstecherei wird eine junge Frau verletzt. Der Sheriff nimmt die Verantwortlichen (drei Rocker) fest. Kurze Zeit später kommen (auch noch) zwei Schnapsbrennerinnen in den Knast. Als deren Schwester die beiden Mädels befreit, nimmt man die drei Biker mit.

„Der folgende Film ist eine der extremsten Synchronarbeiten von Rainer Brandt.“

So lehrt uns die warnende Texttafel die vor Beginn dieses 1966er David L. Hewitt-Vehikels eingeblendet wird. Ferner werden wir darauf hingewiesen, dass die Bildqualität ziemlich übel ist. Scheiss egal, wenn’s denn sein muss höre ich mir dieses "Brandsche Oratorium" auch ohne Bildbegleitung an.

DIE RASENDEN ROCKER VOM THUNDERSTRIP kann man nicht als reinen (Rocker-) Bikerfilm bezeichnen. Hier handelt es sich (eher) um einen Film der in die Richtung von Russ Meyer-Werken wie DIE SATANSWEIBER VON TITFIELD und MOTORPSYCHO… WIE WILDE HENGSTE tendiert. Drei Mädels die illegalen Schnaps brennen und anschließend mit drei beschmierten Bikern auf der Flucht sind. Auch wenn die weiblichen Protagonisten (natürlich!!!) nicht annährend an die Klasse des Titfield-Trios (erstens haben sie kaum Spielzeit, und zweitens wird es eh niemals gelingen den Göttinnen das Wasser zu reichen) heran kommen, lassen sie eine soziale Inkompetenz nicht missen. Demnach kann man dem Film einige Roughie-Elemente bescheinigen.

Das Dialogbuch von Rainer Brandt gibt dem allenfalls durchschnittlichen Film einen heftigen Kick nach vorn. In manchen Italo-Western ist diese Art des Schnodders zwar unpassend und überflüssig, aber bei den RASENDEN ROCKER VOM THUNDERSTRIP unverzichtbar. Brandt, Rode, Petruo, Kindler und Co. veranstalten eine gewaltige Sprachbambule. Das dabei die eigentliche Story vor sich in plätschert… who cares?

Fazit: Rainer ermöglicht seinen Jüngern den Zugang zum „Gral des Königsgeschnodder“. Lass es krachen Alter, denn Kohlrübenhengst, Altmeister Teach, Animal der Bänkelsänger, Dumpfmeister und - nicht zu vergessen - Fräulein Theolinde schütteln schon die Sektpullen. Auf das der Rotfuchs gepicknickt wird. Wow!!!!



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 Betreff des Beitrags: Re: DIE RASENDEN ROCKER VOM THUNDERSTRIP - David L. Hewitt
BeitragVerfasst: 15.08.2016 17:00 
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Interessanterweise gibt es zu diesem Film widersprüchliche Angaben über das Produktions- bzw. Erscheinungsjahr: 1966 bzw. 1970
Der deutsche Kinostart (Constantin Verleih) erfolgte jedenfalls erst am 11.2.1972


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE RASENDEN ROCKER VOM THUNDERSTRIP - David L. Hewitt
BeitragVerfasst: 15.08.2016 20:04 
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Ach ja, die "Rasenden Rocker" gab's ja auch noch. Die derbe Synchro passt auf jeden Fall 1-A zu diesem noch derberen Filmchen. Was da teilweise für politisch höchst inkorrekte, frauenfeindliche Sprüche abgelassen werden - dagegen ist ja SARTANA ein reinster Waisenknabe! :mrgreen:

Wer auf solche Bikerfilmchen steht, dem sei HELLS ANGELS '70 und DIE WILDEN SCHLÄGER VON SAN FARNCISCO zu empfehlen. Eine weitere Synchro, in der die Gevatter Brandt und Brunnemann dem Affen ordentlich Zucker geben. "Ja, klarefutzki, Keule!"


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE RASENDEN ROCKER VOM THUNDERSTRIP - David L. Hewitt
BeitragVerfasst: 29.01.2018 11:17 
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Pistolero hat geschrieben:
Interessanterweise gibt es zu diesem Film widersprüchliche Angaben über das Produktions- bzw. Erscheinungsjahr: 1966 bzw. 1970
Der deutsche Kinostart (Constantin Verleih) erfolgte jedenfalls erst am 11.2.1972


Der Film heißt im Original "The Girls From Thunder Strip" und startete laut wiki in den USA am 19.03.1970.

Dass der Film nicht von 1966 sein kann, sieht man auch an den Mähnen der Rocker, die für 1966 noch zu lang gewesen wären. 1970 waren solche Frisuren aber dann üblich (siehe auch Easy Rider).

Der Film selbst ist so schrottig, dass es sich kaum lohnt, darüber zu reden. Handwerklich sauschlecht, mit einem vor Ungereimtheiten und Längen strotzenden Drehbuch. Man muss das Gehirn ab der ersten Minute ausschalten, sonst tut es weh. Anfangs haben die Macher auch komödiantische Elemente eingebaut, doch spätestens nach der ersten halben Stunde schlägt das ganze um in eine langatmige, mit eingestreuten Gewaltexzessen versehene Sinnlosigkeit.

Man fragt sich, wie es dieses Machwerk überhaupt nach Deutschland schaffen konnte. Aber sicher gab es auch in den hiesigen Kinos ein johlendes und Bier saufendes Publikum für sowas in den Spätvorstellungen.

Obwohl Originaltitel und US-Plakat etwas anderes suggerierten, kommen keine starken, emanzipierten Frauen vor. Denn von den drei Schwestern kann sich nur eine (einmal kurz) gegen einen der Rocker durchsetzen, ansonsten bleiben sie (und auch alle anderen Frauen) schwache Opfer, die vom aufrechten Held gerettet werden müssen. Nun ja - bei starken Frauen in einem Rockerfilm wäre das US-Biker-Publikum wohl auch weg geblieben.

Die Schnoddersynchro schwankt zwischen Klamauk und Fiesheiten. Offenbar wussten Brandt und Brunnemann auch nicht so recht, was sie mit diesem Schund machen sollten. Und so haben sie den Rockern eine Redegewandheit verpasst, die nicht so ganz zu ihnen passen will (denn sie sehen aus, als sei ihr Wortschatz auf höchstens 200 Worte beschränkt).

Trotzdem kann man nicht mal Brandt-Fans diesen Film empfehlen, denn wer seine Synchros aus dieser Zeit kennt, wird hier kaum was neues finden. Außerdem bleibt ein seltsamer Nachgeschmack, wenn man Redewendungen, die später auch in "Die Zwei" oder Spencer/Hill-Filmen vorkamen, schon in diesem Schund-Kontext vernehmen muss.

Das ZDF hatte wohl keine Ahnung, was Brunnemann und Brandt noch Anfang 1972 so alles eingedeutscht haben, sonst hätten sie wahrscheinlich ein paar Monate später nicht den Auftrag für "Die Zwei" bekommen.


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE RASENDEN ROCKER VOM THUNDERSTRIP - David L. Hewitt
BeitragVerfasst: 13.02.2018 19:27 
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Der Streifen mit der "sehr hörenswerten" deutschen Kinosynchronisation ist in der von MIG veröffentlichten Rocker & Biker Box Vol. 6 enthalten, wird dort aber nicht auf dem Cover erwähnt.

Lt. Coverangabe soll das Werk eigentlich in der Rocker & Biker Box Vol. 5 verfügbar sein, dies ist aber unzutreffend.


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE RASENDEN ROCKER VOM THUNDERSTRIP - David L. Hewitt
BeitragVerfasst: 16.02.2018 13:29 
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Aha wusste ich gar nicht das da was verwechselt wurde.
Bis vol. 10 hab ich sie hier, Wie viel gibt's mittlerweile?

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE RASENDEN ROCKER VOM THUNDERSTRIP - David L. Hewitt
BeitragVerfasst: 16.02.2018 21:11 
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Von der Rocker & Biker Box - Reihe sind 10 Ausgaben erschienen:

Vol. 1
- Run, Angel, Run
- Hell's Angels '69
- Rocker kennen kein Erbarmen
- Das Todesrennen der wilden Engel

Vol. 2
- Biker - The Hard Riders
- Biker kennen keine Gnade
- Von Rockern gehetzt
- Hells Angels - Die Engel des Todes

Vol. 3
- Hells Angels in Vietnam
- Die fliegenden Feuerstühle

Vol. 4
- Die auf heissen Öfen verrecken
- Biker - Von der Meute gehetzt

Vol. 5
- Die Rockerschlacht von Northville (Tipp !)
- Bigfoot gegen die Rockerbande

Vol. 6
- Sie nannten ihn Stone (Tipp !)
- Die rasenden Rocker vom Thunder Strip

Vol. 7
- Satan's Sadisten
- Hells Angels - Verdammt in Vietnam

Vol. 8
- Die Easy Rider von Tokyo
- Desert Biker Angels

Vol. 9
- Easy Rider - Todeslied der stählernen Ketten
- Spree - Rocker der Wüste

Vol. 10
- Black Angels - Die sich selbst zerfleischen
- The Black Six


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