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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Post subject: MALASTRANA - Aldo Lado
PostPosted: 24.11.2009 02:08 
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Originaltitel: La Corta Notte Delle Bambole Di Vetro
Darsteller: Jean Sorel, Barbara Bach, Mario Adorf, Ingrid Thulin,...
Jahr: 1971

Inhalt:
Ein amerikanischer Journalist (Jean Sorel) liegt im Todesschlaf, er kann noch denken, lebt aber weder, noch ist er richtig tot. In seinen Gedanken versucht er zu rekonstruieren wie es soweit kam. Er kam mit seiner Freundin (Barbara Bach) nach Prag. Nach wenigen Tagen jedoch verschwandt sie plötzlich spurlos. Mit einem Freund (Mario Adorf) machte er sich auf die Suche nach ihr und stiess dabei auf einen seltsamen Zirkel...

Quelle: ofdb.de

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Zensor, der - Beamter gewisser Regierungen, dessen Aufgabe es ist, geniale Werke zu unterdrücken. In Rom war der Zensor
ein Inspektor der öffentlichen Moral; die öffentliche Moral moderner Nationen verträgt jedoch keinerlei Inspektion.
(Ambrose Bierce - Des Teufels Wörterbuch, 1911)


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 Post subject: Re: MALASTRANA - Aldo Lado
PostPosted: 28.11.2009 02:51 
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Weiter geht es... Schöner Film, unverzichtbar!

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Malastrana

In einem Park wird ein lebloser Körper aufgefunden. Es handelt sich um den amerikanischen Journalisten Gregory Moore (Jean Sorel), der Zeit einiger Zeit seinen Job in Prag ausübt. Im Krankenhaus erklärt man ihn für tot. Doch Gregory ist noch bei Bewusstsein, kann sich aber nicht bemerkbar machen. Er versucht sich daran zu erinnern wie er in diese verzweifelte Lage geraten konnte. Langsam beginnt er in Gedanken die Ereignisse der letzten Wochen zu erkunden. Die junge, schöne Mira (Barbara Bach) soll mit dem Journalisten in den Westen kommen. Dort will das Liebespaar gemeinsam sein Glück geniessen, bald soll Greg einen Job in London antreten. Plötzlich verschwindet Mira jedoch, scheinbar ohne jeglichen nachvollziehbaren Grund. Da er der Prager Polizei nicht traut beginnt Greg auf eigene Faust zu ermitteln. Sein Kollege und Freund Jacques (Mario Adorf) steht im bei der Suche zur Seite, genau wie Gregs alte Freundin Jessica (Ingrid Thulin). Je tiefer Greg in seinen Erinnerungen stöbert, desto verstörender und erschreckender werden die Ereignisse. Ein fürchterlicher Sog scheint den Journalisten in den Abgrund zu ziehen. Inzwischen versucht ein befreundeter Arzt den leblosen Körper Gregs zu reanimieren, denn seine Körpertemperatur befindet sich noch auf einem erstaunlich hohen Niveau, zu hoch für einen Mensch der seit einigen Stunden tot sein soll...

1971 entstand diese feine Italo Perle unter der Regie von Aldo Lado. Wir haben es hier allerdings nicht mit einem "einwandfreien" Giallo zu tun, wie man zunächst vielleicht vermuten möchte, "Malastrana" ist eher ein Mix verschiedener Genres, entzieht sich einer eindeutigen Zuordnung. Jean Sorel passt gut in die Hauptrolle. Er erinnert manchmal ein wenig an Franco Nero, erreicht aber nicht dessen Ausstrahlung. Der Qualität des Filmes tut dies keinen Abbruch, denn Sorel füllt seine Rolle sehr ansprechend aus. Die bezaubernde Stupsnase Barbara Bach ist wie immer eine Augenweide, hier in einer tragischen Rolle zu sehen. Ingrid Thulin und besonders Mario Adorf runden die grösseren Rollen erstklassig ab. Vermutlich ist "Malastrana" nicht unbedingt der ideale Film für Einsteiger in die wundervolle Welt des italienischen Kinos der damaligen Zeit, zu ungewöhnlich, vielleicht auch zu ruhig kommt dieses Werk daher. "Malastrana" ist mehr ein Film für Geniesser, für Leute die gern über die üblichen Grenzen der bekannten Genres hinausblicken.

Koch Media hat bei dieser kleinen Perle wieder ganze Arbeit geleistet. Die schicke Verpackung steckt in einem ebenso hübschen Schuber. Ein interessantes, sehr lesenswertes Booklet liegt bei. Besondere Freunde macht ein sehr unterhaltsames Interview mit Mario Adorf. Eine rundum erstklassige Veröffentlichung. Ein Kleinod des Italo Kinos, präsentiert in wundervoller Aufmachung!

Sehr gut = 8/10

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 Post subject: Re: MALASTRANA - Aldo Lado
PostPosted: 30.11.2009 15:34 
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Bei Malastrana handelt es sich um einen recht ungewöhnlichen Giallo .
Allein der Handlungsort Prag und die damit verbundenen ploitschen hintergründe heben den Film von vielen anderen ab .

Auch die Erzählstrucktur is komplett anderst als gewohnt . Lado inzeniert den Film aus Rückblenden eine in einer Art Koma liegenden Reporters , der sich nur langsam wieder an die Vorgänge erinnern kann die ih in dise Situation brachten .
Paralel dazu siht man das seine Mitmeschen ihn für Tod halten und er kramfhaft versucht aus seiner Erstarrung " aufzuwachen ".

Ungewöhlich auch das Ende , Spoiler den nur der Zuschauer kennt am Ende die Wahrheit im Film stirbt sie mit ihrem Haupdarseller .Spoilerende

Lado iszenierte den Film sehr ruhig und Stimmungsvoll aber nie Langweilig .

Die DVD von Koch Media ist wie bei koch üblich richtig gut . Bild /Ton /Extras

Fazit:
Malastrana hat eine Ungewöhliche Story (Sogar Politisch ), Gute Schauspieler (Jean Sorel - (Besser als Nero) und Mario Adorf ) und einen Schönen Soundtrack von Ennio Morricone mit einem nichteinmal Störendem " Folksong " von Jürgen Drews und ein fast Sureales Finale !

8,5/10 von mir

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 Post subject: Re: MALASTRANA - Aldo Lado
PostPosted: 30.11.2009 16:12 
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Der Film ist einfach spitze. Zählt zu den besten Gialli die ich bis jetzt gesehen hab.


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 Post subject: Re: MALASTRANA - Aldo Lado
PostPosted: 30.11.2009 16:16 
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Tuco wrote:
Der Film ist einfach spitze. Zählt zu den besten Gialli die ich bis jetzt gesehen hab.


ganz deiner meinung einfach grosartig!

der knüller in dem film ist allerdings onkel jürgen :lol:

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 Post subject: Re: MALASTRANA - Aldo Lado
PostPosted: 21.07.2010 23:30 
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Wusste doch das ich hier schonmal einen Thread zu dem Film gesehen habe, nur unter suche nichts zufinden, ich gebe Malastrana ein möchte dann auf die 2 seite und Zack es kommt nichts, es steht nur dauernt da nichts zufinden unter Malastran :shock: (Obwohl ich es ausgeschrieben habe und auch richtig :mrgreen: Komisch .... naja

Habe mir jetzt mal die DVD besorgt (vhs ist ja nicht so einfach zubekommen) , bin mal gespannt drauf und werde berichten.


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 Post subject: Re: MALASTRANA - Aldo Lado
PostPosted: 22.07.2010 18:49 
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Da kannst dich auf was freuen, der Film ist Cool! Einer meiner lieblinge!


Hat mittlerweile schon jemand das Butterfly lied von Onkel Jürgen als Mp3 ?

Bräuchte das unbedingt, find das total cool :D

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 Post subject: Re: MALASTRANA - Aldo Lado
PostPosted: 23.07.2010 16:56 
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Schwiegermutterstraum wrote:

Habe mir jetzt mal die DVD besorgt (vhs ist ja nicht so einfach zubekommen) , bin mal gespannt drauf und werde berichten.

Dann zieh dir auf jeden Fall den Audiokommentar mit Onkel Jürgen rein! Es lohnt sich! :D 8-)

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 Post subject: Re: MALASTRANA - Aldo Lado
PostPosted: 10.08.2010 17:39 
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Also umgehauen hat mich der Film nicht , aber nicht schlecht !

Gestern nacht nochmal mit Audiokommentar von Drews gesehen :lol:
Der wusste ja garnichts , hat immer das selbe erzählt , nur nicht vom Film, weil er da 0 (NULL) Plann von hat. Nur weil er da eine kurze szene hat , völlig fehl am Platz der Typ ...... naja ---


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 Post subject: Re: MALASTRANA - Aldo Lado
PostPosted: 23.08.2010 18:56 
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Malastrana (Kino)
/Das Todessyndrom (Fernsehen)
Unter dem Skalpell des Teufels (DVD)
(La corta notte delle bambole di vetro)

Der Film ist sehr ruhig, keine hektischen Momente, keine Verfolgungsgeschichte, keine blutigen Kills. Da fragt man sich was fesselt den Zuschauer an diesem Film?
Aus meiner bescheidenen Sicht gibt’s hier wenig Giallo dafür mehr Politik.
Der Film schwelgt oder demaskiert ja förmlich den Kommunismus. Je aus welcher Sicht man es sieht.
Da gibt’s z.b eine Textzeile eines Schauspieler der einen Einheimischen spielt: „Er ist ein Ausländer, ich hab es an seinen Schuhen gesehen..“
Nicht das ich mich in Kafka intensiv eingelesen hätte aber die Sequenzen wo Jean Sorel durch die ganzen Behördenstellen jagt wirkt doch sehr an das Buch Der Prozess.
Was die expliziten Bilder nicht schaffen, konstruieren dafür die Metaphern.
Als der Film dann im letzten Drittel sehr psychisch und verstörend wirkt hab ich den Faden zu der Rolle Gregory Moore verloren. Oder besser gesagt ich wollte weg von der Vergangenheit und war ganz heiss auf die gegenwärtige Lebendig Begraben Nummer.
Der Film ist keine leichte Kost und drückt auf den Magen. Wer gerne schnelle und oberflächliche Unterhaltung sucht liegt bei Malastrana falsch.
Alle Kills geschehen im off und es braucht schon 34min Zeit bis man dass erste Opfer vors Visier kriegt. Dafür schmückt sich der Film mit bestem Setting in Prag und mit ausgewogenen Style der damaligen Zeit.
Doch chapeau vor dem Regiedebut, handelt es sich doch um den ersten Giallo seiner angesehenen Karriere. Der Film ist ganz grosse Schule.

Blap wrote:
"Malastrana" ist mehr ein Film für Geniesser, für Leute die gern über die üblichen Grenzen der bekannten Genres hinausblicken.


Dazu empfehle ich ein Glass Barolo der lösst dann auch das Magendrücken für diejenigen die den Film noch nicht verdaut haben. :385:

Zu guter letzt darf man natürlich unser Bunny des Monats nicht vergessen, sexy und atemberauben wie je unsere Barbara Bach. Ihre Schönheit ist
eine weiterer Empfehlungsbrief für den Film..... ;)

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"Ich habe viel von meinem Geld für Alkohol, Weiber und schnelle Autos ausgegeben. Den Rest habe ich einfach verpraßt."


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 Post subject: Re: MALASTRANA - Aldo Lado
PostPosted: 18.05.2011 19:28 
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So heute beleuchtet Jean Sorel das geheimniss der Schmetterlinge ;)

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 Post subject: Re: MALASTRANA - Aldo Lado
PostPosted: 18.05.2011 22:39 
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Relativ ruhiger, weitesgehend unspektakulärer Thriller (als Giallo würde ich den Film für meine Begriffe nicht unbedingt bezeichnen), aber dennoch recht spannend und unterhaltsam. Cooles Ende. 7/10

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 Post subject: Re: MALASTRANA - Aldo Lado
PostPosted: 19.05.2011 08:30 
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Ach, war das wieder schön! :D

Auch nach mehrfacher Sichtung bleibt Aldo Lado´s MALASTRANA für mich einer der faszinierendsten, ungewöhnlichsten und schönsten Genrebeiträge des italienischen Thrillerkinos der 70er. Hier passt einfach alles: Besetzung, Kamera, Musik und Locations bilden eine Einheit und erzeugen eine mysteriöse Atmosphäre, die mich jedesmal aufs neue in ihren Bann zieht! Und wenn Ingrid Thulin am Ende ihr Entsetzen stellvertretend für den Zuschauer direkt in die Kamera schreit und das Bild einfriert und diesen Moment für immer festhält, richten sich bei mir alle Haare auf und ein eisiger Schauer jagt mir durch den Leib! Brrr! (Kein Scherz: Jedes mal hoffe ich besseren Wissens, das es diesmal anders ausgeht und alles gut wird.)
Ein Film, der bei mir auf jeden Fall nach jeder erneuten Sichtung länger nachwirkt und mich auch Tage später noch beschäftigt.
Warum werden heute solche Filme nicht mehr gemacht?

8-9/10 - sehr gut bis herausragend (Tendenz stark steigend)


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 Post subject: Re: MALASTRANA - Aldo Lado
PostPosted: 19.05.2011 18:53 
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Ja warum werden solche Filme nicht mehr gemacht, warum gibts nur noch CPU effekte und übertriebene Action um den Zuseher zu fesseln? Naja es gibt schon noch einige Filme heutzutage, die auch ohne dieses zeugs unterhalten!
Wie zb. Vinyan(sollte man mal ansehen, cooler Film).
Aber nun zu Malastrana:
Die Freundin eines ausländischen Journalisten verschwindet sprulos. Abgehauen scheint sie nicht zu sein, denn Klamotten , Pass usw. ist noch alles da. Ein seltsammer Club mit lauter betuchteren Rentnern scheint irgend etwas damitt zu tun zu haben. Und die Schmetterlinge, die nicht Fliegen können! Dieser Journalist liegt zur zeit in eine art Koma und man hält ihn für tot. Während dieses Stadiums versucht sich dieser zu Erinnern was geschehen ist. Wird man erkennen das er noch Lebt, oder wird er lebendig begraben....

Der Film ist herrlich, packt einem von der ersten Minute an! Mit Prag hat man eine wundervolle Kullisse für diesen Film gefunden. Unterstrichen wird das ganze von einem hervorragenden Morricone score!
Die Atmosphäre ist toll, da braucht es keine Action und so. Die Darsteller sind auch super! Allen vorran wieder mal Mario Adorf, leider landet dieser in einer Mülltonne :cry:
Kultig auch der Auftritt von Jürgen Drews , der seinen Butterfly Song trällert! Dabei wird Sorel ins Wasser buxiert, coole Szene ;)
Wichtige Szenen hatte man bei uns wieder mal herrausgeschnitten, uncut ist der Film auf jeden viel stimmiger!

9/10, ein wahrer Burner!!!

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 Post subject: Re: MALASTRANA - Aldo Lado
PostPosted: 02.06.2011 01:03 
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Ein Film mit dem Namen kann nur gut sein ;) :mrgreen:

Wie der Reggie schon sagte: "Ein echter Burner" 8/10

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Zensor, der - Beamter gewisser Regierungen, dessen Aufgabe es ist, geniale Werke zu unterdrücken. In Rom war der Zensor
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 Post subject: Re: MALASTRANA - Aldo Lado
PostPosted: 26.02.2012 01:10 
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MALASTRANA
[LA CORTA NOTTE DELLE BAMBOLE DI VETRO][ITA/BRD][1971]

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Regie: Aldo Lado
Darsteller: Jean Sorel, Barbara Bach, Mario Adorf, Ingrid Thulin, Fabijan Sovagovic


"Tot? Ich - tot? Unmöglich! Ich lebe! Seht ihr nicht, dass ich lebe?"

So spricht US-Auslandskorrespondent Gregory Moore [Jean Sorel], als er in einem Prager Leichenschauhaus wieder zur Besinnung kommt. Doch leider antwortet ihm niemand, denn keiner kann ihn hören. So liegt der Ärmste nun mit einem Schildchen am Zeh in der Kühlkammer und beginnt sich zu erinnern, wie und warum er in die missliche Lage geraten ist: Alles begann, als seine ebenso blutjunge wie bildschöne Verlobte Mira Svoboda [Barbara Bach] ihn in Prag besuchen kommt. Beide erleben eine Zeit der Freude. Doch plötzlich ist Mira von heute auf morgen verschwunden. Polizei und Freunde vermuten, sie könne ihn einfach im Stich gelassen haben, doch Moore will das nicht glauben, zumal er per Telefonanruf von ihr weggelockt wurde. Zudem ist Mira nicht das einzige Mädchen, das in letzter Zeit spurlos verschwunden ist. Er beginnt nun selbst nachzuforschen und befragt alle, mit denen Mira zuletzt in Kontakt stand. Dabei scheint er in ein Wespennest zu stechen, denn plötzlich fühlt er sich von allen Seiten bedroht. Ein schreckliches Geheimnis scheint auf der ganzen Stadt zu lasten. Zeugen haben Angst davor, zu reden, gefallen sich in vagen Andeutungen. Als schließlich ein Mörder umgeht, der allzu lästigen Zeugen ein vorzeitiges Ende bereitet, wird die Suche für Moore zum Alptraum.

Mit LA CORTA NOTTE DELLE BAMBOLE DI VETRO - in Deutschland in ein auffallend schlankeres MALASTRANA umgetauft - lies Regisseur Aldo Lado [→ NIGHT TRAIN] nicht nur ein erstaunlich versiertes Debütwerk auf das Publikum los, sondern schuf zudem auch ein angenehm-morbides Schauerstück, welches sich erfolgreich einer bestimmten Schublade zu verweigern versteht, um stattdessen Elemente verschiedener Genres zu einem mysteriösen Mosaik aus Unheil und Heimsuchung zu vermengen. Als Krimi beginnend, sich nach und nach zum Psychothriller mausernd, endet der ungewöhnliche Genrebastard schließlich in einem schockierenden Horrorszenario von bedrückender Botschaft und unbequemem Nachhall. Das Giallo-Etikett, das ihm Viele im Eifer des Gefechts anpappen, darf hingegen gern wieder entfernt werden. Die Ereignisse MALASTRANAs gehen über eine bloße Gewaltästhetisierung hinaus und lassen Handschuhe und Rasiermesser unangetastet. Auf das bewährte Bild des maskierten Meuchlers wird verzichtet, das Böse hier ist gesichtslos und hat gleichzeitig doch unendlich viele Gesichter.

Wenn Jean Sorel [→ DER SCHAKAL] als Gregory Moore auf der Suche nach seiner Verlobten durch das düstere Prag wandelt, scheint dann auch jede der auftretenden Personen mindestens einmal verdächtig, etwas mit dem Fall zu tun zu haben. Schritt für Schritt setzt Moore Hinweise zusammen, fügt neue Puzzleteile ins Gesamtbild - doch je näher er der Wahrheit kommt, desto mehr umschließt ihn der Wahnsinn. Langsam, aber sicher verwandelt sich seine Umgebung in ein alptraumhaftes Szenario - und das nicht nur, weil plötzlich Jürgen Drews auf der Brücke hockt und ein Liedchen über buntbeflügelte Schmetterlinge trällert: Die Grenze zwischen Schein und Sein verschwimmt zugunsten panischer Paranoia, welche auch den Betrachter zu erfassen droht.

Bereits zu Beginn wird mit Urängsten gespielt: Die Vorstellung, trotz andauerndem Bewusstsein für tot befunden zu werden, hat beim Menschen schon manchen Alptraum verursacht. Der Umstand, dass das Schicksal Moores für den Zuschauer bereits besiegelt ist, man ihn in der Rückblende jedoch noch in quicklebendigem Liebestaumel erlebt, sorgt zudem aufgrund des heftigen Kontrasts für zusätzliches Unbehagen, welches sich immer weiter steigert, je länger man Zeuge seiner unheimlichen Reise wird. So kommen einem selbst bald Zweifel an der Zurechnungsfähigkeit der Figur, stellt man sich doch irgendwann die Frage, ob Moore nicht vielleicht tatsächlich lediglich einer fixen Idee verfallen ist und Mira ihn gar aus freien Stücken verlassen hat. Trügen ihn gar seine Erinnerungen? Erfährt er lediglich Fieberträume des nahenden Todes?

Auch der Zuseher wird durch solch ihm auferzwungene Fragen Opfer geschickt eingesetzter Gedankenmanipulation, ein passiver Konsum scheint kaum möglich. Die Auflösung schließlich hat etwas mit den Schmetterlingen zu tun, von denen in seinem Gastauftritt nicht nur der junge Jürgen Drews in seiner drolligen Bob-Dylan-Gedächtnisnummer tiriliert, sondern die auch immer wieder Gegenstand der Dialoge werden: "Sie können nicht mehr fliegen“, röchelt der auf den Bahngleisen verendende Informant Moore noch ins Ohr, „sie lassen sie nicht mehr fliegen mit ihren Flügeln“.

Mit einfachen Mitteln und sicherem Händchen gelingt es Lado, welcher auch am sorgsam durchdachten Drehbuch mitschrieb, eine ebenso schaurige wie hypnothische Atmosphäre zu kreieren. Begleitet vom verträumt-melancholischen Score Ennio Morricones [→ TOP JOB] wird aus dem schönen Prag ein surreal anmutender, von seltsamen Gestalten und verkrüppelten Menschen bevölkerter Kosmos dunkler Vorahnungen und bedrückender Orientierungslosigkeit. Die finale Auflösung ist letztendlich als ebenso wunderbare wie erschreckende Parabel interpretierbar, bedenkt man Handlungsort und -zeit des Geschehens und macht sich zudem bewusst, was der Name der Vermissten in der Übersetzung bedeutet. Mag der Anschein zunächst trügen, ist MALASTRANA somit, sofern man gewillt ist, sich darauf einzulassen, auch als politischer Kommentar zu verstehen.

Schwächen leisteten sich die Macher kaum. Merkwürdig erscheint allenfalls, dass die Denkinhalte Moores nicht ausschließlich aus der Innenperspektive erfolgen, er sich also an Momente erinnert, in welchen er gar nicht zugegen war. Auch ein paar reichlich abgestandene Krimi-Klischees fallen aufgrund der ansonsten vorherrschenden Unkonventionalität stärker als gewöhnlich ins Gewicht: Wenn ein Informant sich am Telefon mit der Hauptperson zwecks Übergabe wichtiger Informationen verabredet, anstatt diese einfach im selbem Atemzug mit durch die Muschel zu schicken, muss man kein Genreexperte sein, um den Ausgang erahnen zu können.

Wer suchen will, findet auch weitere kleine Ungereimtheiten. Doch wie MALASTRANA so trefflich lehrt, führt Suchen auch nicht zwangsläufig zum gewünschten Ergebnis - zumal einen die Schlussszene in ihrer eiskalten Konsequenz ohnehin erst einmal kurzzeitig in Gregory-Moore-gleicher Katatonie erstarren lässt. Da hilft dann nur noch die Jürgen-Drews-Konfrontationstherapie! Und jetzt alle!:

„Why don't you let the butterflies with their brightly coloured wings fly free?“ *sing*

s. auch: MALASTRANA

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 Post subject: Re: MALASTRANA - Aldo Lado
PostPosted: 26.02.2012 01:23 
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DJANGOdzilla wrote:

Auch ein paar reichlich olle Krimi-Klischees fallen aufgrund der ansonsten vorherrschenden Unkonventionalität stärker als gewöhnlich ins Gewicht:
Wenn ein Informant sich am Telefon mit der Hauptperson zwecks Übergabe wichtiger Informationen verabredet, anstatt diese einfach im selbem Atemzug mit durch die Muschel zu schicken, muss man kein Genreexperte sein, um den Ausgang erahnen zu können.



Allerdings :mrgreen:

Aber was solls ?

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 Post subject: Re: MALASTRANA - Aldo Lado
PostPosted: 26.02.2012 01:41 
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Ein Film mit einer Wahnsinnsatmosphäre und innovativer Ausgangslage. Die Schauspieler sind alle Klasse (Mario Adorf hat in seiner Karriere in Italien wirklich wenig mittelmäßige oder sogar schlechte Filme mitgenommen) und der Score von Morricone sowieso.
Gerade durch seine gemächliche, aber äußerst dichte Inszenierung hat mich die Handlung bis zum schweißtreibenden Finale packen können.
8v10 Punkte!


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 Post subject: Re: MALASTRANA - Aldo Lado
PostPosted: 26.02.2012 18:14 
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Malastrana

Ich fand den Film sehr spannend und gekonnt insziniert, auch wenn ich der Meinung bin, dass dem Film ein Mord mehr oder weniger gut getan hätte, vor allem im Mittel Teil fehlt doch ein wenig der Aktion Faktor.
Was auch auffällt bis auf die Kleidung von Ingrid Thulin, sieht man in diesem Film kaum etwas Trashig angehauchtes.

Insgesamt gebe ich dem Film 6,5 von 10 Punkte, da mir Stellenweise doch der typische Gewalt und Erotik Part fehlte, natürlich wäre auch eine kleine Schlägerei zwischendurch ganz nett gewesen, sowie.

Für mich bleibt der Film ein guter Thriller mit Giallo anleihen, der vor allem mit guter Kamera Arbeit sowie einem tollen Ennio Morricone Score aufwarten kann.

Was dem Film aber maßgeblich fehlt ist Atmosphäre, er schafft es einfach nicht eine Atmospäre wie Halbmond, Stecknadel oder Handschuhe zu erzeugen, der ganze Film wirkt teilweise leider etwas Farblos.

Zudem war das Ende zu Vorhersehbar und hinterließ bei mir kaum Eindruck, da iast AUTOPSIE-HOSPITAL DER LEBENDEN LEICHEN, Malastrana Meilenweit vorraus.

Gruß,

Der New York Ripper


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 Post subject: Re: MALASTRANA - Aldo Lado
PostPosted: 26.02.2012 19:00 
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Hmm... seltsam. Ich finde gerade die von dir angesprochenen Trashelemente von wegen "schrille 70s-Kostüme" und Co fehlen hier rein gar nicht, bzw. hätten ganz im Gegenteil den ganzen Film versaut.
Und Gewalt und Erotik mag zu kurz kommen, aber der Film IST Atmosphäre pur und zieht seine Schlinge um den Protagonisten systematisch zu, da muss ich nicht alle zwei Minuten eine nackte Frauenleiche bluttriefend ins Bild gehalten bekommen. Und hätte Lado das Ganze temporeicher erzählt, würden den Zuschauer die Entwicklungen kaum so mitnehmen.
Es ist halt kein unterhaltendes Schlitzerfilmchen, sondern ein extrem dicht inszenierter Thriller.


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 Post subject: Re: MALASTRANA - Aldo Lado
PostPosted: 26.02.2012 19:17 
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Fabi88 wrote:
Hmm... seltsam. Ich finde gerade die von dir angesprochenen Trashelemente von wegen "schrille 70s-Kostüme" und Co fehlen hier rein gar nicht, bzw. hätten ganz im Gegenteil den ganzen Film versaut.
Und Gewalt und Erotik mag zu kurz kommen, aber der Film IST Atmosphäre pur und zieht seine Schlinge um den Protagonisten systematisch zu, da muss ich nicht alle zwei Minuten eine nackte Frauenleiche bluttriefend ins Bild gehalten bekommen. Und hätte Lado das Ganze temporeicher erzählt, würden den Zuschauer die Entwicklungen kaum so mitnehmen.
Es ist halt kein unterhaltendes Schlitzerfilmchen, sondern ein extrem dicht inszenierter Thriller.


Es kommt mir hierbei nicht auf Bluttriefende Nackte Leiber an, sondern darauf, dass ich diesen Film für völlig Überbewertet halte und er bei mir keine Atmosphäre sowie Spannung erzeugt.

Zudem sind es die Schrillen Farben, die an den Giallo Filmen oftmals so viel Spaß machen, ich sage ja nicht, dass der Film schlecht ist, aber er kommt für mich an andere Gialli nicht heran.

Gruß,

Der New York Ripper


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 Post subject: Re: MALASTRANA - Aldo Lado
PostPosted: 27.07.2012 00:34 
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MALASTRANA fand ich ausgesprochen gut. Der Film hat für mich eine super Atmosphäre, die sich durch den gesamten Film zieht und die Idee ist recht gut, auch das Ende.

8/10


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 Post subject: Re: MALASTRANA - Aldo Lado
PostPosted: 27.02.2013 22:12 
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Lang, lang, ist's her, dass ich (noch auf VHS) Malastrana sah. Vor knapp 5 Jahren hatte ich mir dann auch die Koch-DVD im Schuber besorgt, doch nach einem kurz darauf erfolgten Umzug blieb die noch ungesehene Scheibe verschollen, und der Film geriet bei mir in Vergessenheit.

Erst jetzt (einen weiteren Umzug später) spürte ich wieder ein Verlangen nach dem Film, was zunächst hieß: DVD neu besorgen. Blöderweise längt OOP, musste ich froh sein, immerhin die spätere Amaray-Auflage zu erwischen, wenn auch deutlich teurer als damals (wobei: wenn ich sehe, was für den VIENNA KILLER jetzt aufgerufen wird, war's immer noch ein Schnäppchen...).

Zur Story wurde ja alles gesagt, also schenk ich mir das. Bedauerlich, dass der Film erst auf DVD vollständig veröffentlicht wurde, gerade die Aussagen des blinden Mannes sind ja sehr politisch. Schien dem Geissler wohl nicht so zu gefallen...

Auch wenn der Film ja so einiges an Gesellschaftskritik auffährt, so haben wir es doch auch mit einigen Giallo-Regularien zu tun. Ein Ausländer, der nur noch eine schmal befristete Zeit sich im Land auffallen wird und dem die Polizei kein Wort glaubt? Das hätte auch einem gewissen Herrn Argento einfallen können... Und dass sich die Handlung weitgehend in High-Society-Umfeld abspielt, war im gelben Genre auch nicht so selten.

Ungewöhnlich natürlich, dass die Hauptfigur die Erlebnisse als bewegungsloser Scheintoter als gedankliche Rückblende erlebt, dass man die Geschichte in der CSSR kurze Zeit nach dem Niederwalzen des Prager Fühlings spielen ließ - und natürlich das Ende, dass man wohl nicht vergessen wird.

Neben Ingrid Thulin und Jean Sorel wirkt auch der Adorf Mario mit, Barbara Bach erfreut außerdem das (männliche) Auge. Freunde des italienischen Kinos werden sich außerdem über Daniele Dublino ("Lady Sex", wir erinnern uns...) und den alten Schmierlappen Luciano Catenacci freuen. Regisseur Aldo Lado machte danach den Giallo "The Child", bevor ein paar Jahre später Mädchen in die Krallen teuflischer Bestien geraten ließ.

Als Extra gibt es ein Interview von Mike Siegel mit Mario Adorf, hauptsächlich zu seiner Italo-Phase, was er ja eher selten tut. Bezeichnenderweise enden Marios Erzählungen im Jahr 1984 mit einem Hollywood-Jungproduzenten, der nicht weiß, wer Billy Wilder ist. :evil:

Daneben gibt es noch ein Audiokommentar von Jürgen Drews, der einen kleinen Auftritt im Film hat. Aber muss man ihn deswegen einen ganzen Audiokommentar alleine einsprechen lassen? Ohne einen Partner, bei dem man sich die Bälle zuspielen kann? Nö, das muss man nicht. Die wichtigsten Infos findet man eh im Drews-Interview vom "Syndikat" wieder. Klar schafft es Onkel Jürgen, die Zeit rumzukriegen, aber da hätte man schon eine bessere Lösung finden können.

Das sollte aber niemanden davon abhalten, diesen Film auszuchecken.


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 Post subject: Re: MALASTRANA - Aldo Lado
PostPosted: 27.02.2013 22:15 
Na na, der Audiokommentar mit Jürgen Drews ist halt mal eine ganz andere Sichtweise dieser Zeit und definiv ein besonderer Bonus.

Den Film habe ich schon so lange nicht mehr gesehen. Seit die Koch DVD erschienen ist.


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 Post subject: Re: MALASTRANA - Aldo Lado
PostPosted: 28.02.2013 03:49 
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Echt mal!
Was haben denn alle hier gegen den Drews-AK :?: :?: :?: :roll:
Der ist nicht nur höchst unterhaltsam, sondern auch sehr informativ.

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 Post subject: Re: MALASTRANA - Aldo Lado
PostPosted: 28.02.2013 15:55 
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italo wrote:
Na na, der Audiokommentar mit Jürgen Drews ist halt mal eine ganz andere Sichtweise dieser Zeit und definiv ein besonderer Bonus.

Den Film habe ich schon so lange nicht mehr gesehen. Seit die Koch DVD erschienen ist.


Solltest du mal wieder, klasse Film - tolle DVD :!:


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 Post subject: Re: MALASTRANA - Aldo Lado
PostPosted: 28.02.2013 16:36 
Vincent cushing wrote:

Solltest du mal wieder, klasse Film - tolle DVD :!:



Die DVD ist schon sehr gut aber leider eiert die Musik an einigen Stellen im Film extrem. Das war so schade. War aber auch kein Beinbruch, weil ich mit der englischen Fassung (Anchor Bay) eher vertraut bin und diese bei Koch sogar noch Uts hat.


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 Post subject: Re: MALASTRANA - Aldo Lado
PostPosted: 17.10.2013 16:06 
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Ein Knaller, dieser Film!
Hätte nicht gedacht, dass der mir so gut gefällt, da es ja keinen einzigen On-Screen Mord gibt und auch der übliche Erotik-Touch hier gänzlich fehlt.
Hat mich aber trotzdem von der ersten Sekunde an umgehauen, das Ding.
Diese Sprünge zwischen Gegenwart und Erinnerung und dann noch diese nette Idee, dass man kurz vor den Übergängen immer ein paar Bilder der nächsten Erinnerung sieht, das ist einfach genial.
Die Atmosphäre des ganzen Films ist einfach grandios.
Beklemmend, verstörend - einfach unübertrefflich.
Für mich sogar noch besser als bei SUSPIRIA.
Bis zu den letzten 10 Minuten hab ich gedacht - nahezu perfekt, aber die letzten 10 Minuten (besonders die Szene mit der Orgie) heben den Film auf Höchstniveau.
Diese Kombination Bilder + Musik + Gestöhne ist einfach traumhaft.

Die Musik passt sehr gut dazu und ist natürlich, wie immer, grandios.
Zuletzt noch die schauspielerischen Leistungen.
Hier möchte ich besonders Mario Adorf hervorheben, der hier immer nen lockeren Spruch auf den Lippen hat.
Jean Sorel ist natürlich auch nicht schlecht.

Fazit: UN VERO CAPOLAVORO!
10/10

Lieblingszitat: Der Außenminister hatte heute Nacht einen Flug - 30 Meter - er hat sogar einen Mann geplättet der gerade vorbeiging.


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 Post subject: Re: MALASTRANA - Aldo Lado
PostPosted: 01.04.2014 09:59 
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Habe ihn mir letztens auch mal angesehen und war sehr aufgeregt deswegen.
Wobei ich ein wenig verwundert bin wegen Prag. Einige Straßenaufnahmen und auch Flüsse waren eher nicht von hier. Laut IMDB scheint auch Ljubljana im Spiel gewesen zu sein, was plausibler klingt. Auch die an dem Film beteiligten Slawen hatten kaum tschechische sondern eher Balkanische Namen. Aber es findet kaum Erwähnung, auch nicht bei csfd. Aber es ist ja auch unwichtig. Die Prager Aufnahmen waren ganz wunderbar, es ist toll die Stadt in den 70ern durch die Augen einer italienischen Produktion zu sehen und wie es sich nun in den 40 Jahren veränderte. Wenn da diese Häuser stehen, so einschüchternd und grau und du siehst: Ohgott, da ist ja jetzt ein Starbucks drin.
Toll fand ich die Aufnahme auf dem alten jüdischen Friedhof. Ich frage mich, woher da die Drehgenehmigung kam ausgerechnet dort zu drehen, es wäre heute das allerundenkbarste, und dann küssen sie sich dort auch noch. :lol:

Insgesamt ist es schade, dass nicht mehr italienische Produktionen die Chance hatten dort zu drehen, die Kulisse war eine sehr angenehme. .. Genau wie der Film.

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 Post subject: Re: MALASTRANA - Aldo Lado
PostPosted: 05.05.2014 05:57 
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Seit heute gibt es auch einen Schnittbericht zum Vergleich der VHS <> DVD Fassung. :)


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