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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Post subject: DER MANN DER AUS DEM NORDEN KAM- José Luis Merino
PostPosted: 11.09.2010 17:33 
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Inhalt
Die kanadische Armee hat eine Ladung Goldbarren im Wert von einer halben Million Dollar nach Fort Eagles zu transportieren. Doch es lauert Gangsterboss McCoy mit seiner bunt zusammengewürfelten Bande. Der gerissene Scout Kitosch (Jorge Hill) hat daher wenig Bock, den Transport zu übernehmen. In dem sie den Gold- als Leichentransport tarnen, gelingt es den Rotröcken trotzdem, den Zaster sicher an den Bestimmungsort zu bringen.
Doch ist Fort Eagles leider bereits von der McCoy-Truppe gehörig aufgemischt und die Besatzung massakriert worden. Und mit den Banditen, die wegen des Goldes noch einmal vorbei schauen, muss sich das Fähnlein Fieselschweif nun auseinandersetzen. Doch glücklicherweise sind Kitosch, sein Kumpel Donnell (Ricardo Palacios) und Major Zachary Baker (Piero Lulli) mit von der Partie. (film-maniax.de)



I, E 1966

:servus: miteinader,
Was haltet ihr von diesem Film ?
Soll ja nicht so'ne Granate sein !

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 Post subject: Re: Der Mann der aus dem Norden kam - José Luis Merino
PostPosted: 11.09.2010 17:49 
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Naja der Film ist ganz ok...
Ist eigentlich eine Fortsetzung von "Zeit der Geier", Hilton gibt hier wieder den Frauenhelden "Kitosch" und hat diesmal die Frau eines Indianers angefasst! Der ist natürlich sauer und Kitosch muss sich in des Fort retten.... Natürlich greifend die Indianer gleich an.... Kitsoch selbst ist glaub ich dort eingebuchtet, auch wegen irgendwelcher Weibergeschichten.... :mrgreen:
Glaub der Film spielt zudem in Kanada mit lauter Rotröcken....
Ist ganz ansehbar , aber meine Erinnerung ist schon etwas verblasst, muss demnächst mal wieder reinschauen...

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 Post subject: Re: Der Mann der aus dem Norden kam - José Luis Merino
PostPosted: 11.09.2010 18:52 
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Der liegt bei mir auch noch ungesehen rum. Die paar Minuten, die ich aber bisher mal reingeschaut hab, waren aber nicht so schlecht. Für die nächste Westernnacht... reserviert ;)

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Zensor, der - Beamter gewisser Regierungen, dessen Aufgabe es ist, geniale Werke zu unterdrücken. In Rom war der Zensor
ein Inspektor der öffentlichen Moral; die öffentliche Moral moderner Nationen verträgt jedoch keinerlei Inspektion.
(Ambrose Bierce - Des Teufels Wörterbuch, 1911)


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 Post subject: Re: Der Mann der aus dem Norden kam - José Luis Merino
PostPosted: 11.09.2010 19:29 
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reggie wrote:
Naja der Film ist ganz ok...
Ist eigentlich eine Fortsetzung von "Zeit der Geier", Hilton gibt hier wieder den Frauenhelden "Kitosch" und hat diesmal die Frau eines Indianers angefasst! Der ist natürlich sauer und Kitosch muss sich in des Fort retten.... Natürlich greifend die Indianer gleich an.... Kitsoch selbst ist glaub ich dort eingebuchtet, auch wegen irgendwelcher Weibergeschichten.... :mrgreen:
Glaub der Film spielt zudem in Kanada mit lauter Rotröcken....

Wenn, dann ist müsste Zeit der Geier die Fortsetzung sein, da er 1 Jahr später erschienen ist. Aber da Kitosch hier eine Art Trapperkluft trägt, und er ja auch in Kanada spielt, ist es dann aber auch wieder keine so richtige Fortsetzung.

Jedenfalls ähneln sich die Filme nur wenig, auch wenn Hiltons Figur schon ähnliche Charakterzüge aufweist.

Auch mit Merinos späteren Western Requiem para El Gringo und More Dollars for the MacGregors hat der Film nur wenig gemein.

Ansehenswert, aber nichts besonderes.


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 Post subject: Re: Der Mann der aus dem Norden kam - José Luis Merino
PostPosted: 11.09.2010 20:01 
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Ich muss zugeben, dass ich ein großer Fan von den beiden Merino-Filmen Réquiem para el gringo und La Muerte busca un hombre bin. Beide sind voller mystischer und ungewöhnlicher Elemente.

Diesen hier muss ich zugeben, kenne ich nicht und hatte auch nie die Fühler danach ausgestreckt. Und wenn ich die Wörter Indianer, Trapperkluft, Kanada etc. höre, wird sich das kurzfristig wohl auch nicht ändern. Ist nicht dass was ich unter IW verstehe. Oder täusche ich mich ?


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 Post subject: Re: Der Mann der aus dem Norden kam - José Luis Merino
PostPosted: 11.09.2010 20:03 
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El Puro wrote:

Diesen hier muss ich zugeben, kenne ich nicht und hatte auch nie die Fühler danach ausgestreckt. Und wenn ich die Wörter Indianer, Trapperkluft, Kanada etc. höre, wird sich das kurzfristig wohl auch nicht ändern.


Schreckt mich auch eher ab. Und ich finde Merinos Requiem auch ungewöhnlich gut.

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 Post subject: Re: Der Mann der aus dem Norden kam - José Luis Merino
PostPosted: 11.09.2010 20:18 
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Tja, allzu genaue Erinnerungen habe ich schon nicht mehr, obwohl es noch nicht so lange her ist das ich ihn gesehen habe.
Aber ich würde sagen ein typischer IW ist es tatsächlich nicht. Zeit der Geier aber schon. Wahrscheinlich sehe ich deswegen den Fortsetzungscharakter als eher niedrig an.


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 Post subject: Re: Der Mann der aus dem Norden kam - José Luis Merino
PostPosted: 12.09.2010 09:13 
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Ja dann eben so rum....
Und bis auf die Figur von Kitosch sind das auch zwei grund verschiedene Filme!
Man ist im Fort und muss sich gegen Indianer verteidigen, ab und zu reiten die rotröcke auch mal draußem herum und werden angegeriffen usw...
Mukke ist bei dem Film auch keine besondere zu hören...
Am besten gefällt hier die Figur des Kitosch, die hier haargenau so ist wie bei zeit der Geier...
Wie schon gesagt ist aber schon ein paar jährchen her das ich den sah denke ich...

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 Post subject: Re: Der Mann der aus dem Norden kam - José Luis Merino
PostPosted: 12.09.2010 13:07 
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Richtiges Italofeeling kommt sicher nicht auf. Keine Duelle mit verstaubten Männern zu Deguello-Trompeten-Klängen usw. Beim ersten Sehen hat mich der Film sehr ermüdet. Als ich ihm vor einigen Monaten eine zweite Chance gab, hat er mich plötzlich ziemlich gut unterhalten. Vermutlich eine Sache der Erwartungshaltung. Wenn man eben keinen typischen Spaghetti erwartet und sich auf die Andersartigkeit einlässt (Kostüme, Landschaft, Indianer etc.), weiß der Film durchaus zu gefallen. Wobei ich hinzufügen muss, dass mir besonders die leichteren Momente und die Schlitzohrigkeit der Personen gefielen. Bitternis und Coolnes eines Django sucht man hier vergebens.


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 Post subject: Re: Der Mann der aus dem Norden kam - José Luis Merino
PostPosted: 12.09.2010 18:34 
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Ordentlich gemacht aber kein IW eher ein amerikanischer Trapperfilm made in Italy .... hat mich gut unterhalten ...Hilton spielt sehr gut

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Blu Ray und DVD Holzkistenverpackungen sind Sondermüll....
und echte Filmfans brauchen sowas nicht !!!


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 Post subject: Re: Der Mann der aus dem Norden kam - José Luis Merino
PostPosted: 13.09.2010 16:59 
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Gut, sollt mal eine DVD kommen, wird sie in meine Sammlung wandern.
Da ihr alle den Film als "unterhaltsam" anpreist, was haltet ihr dann von dieser Kritik ? ;)
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Deswegen war ich so skeptisch zum Film !!

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 Post subject: Re: Der Mann der aus dem Norden kam - José Luis Merino
PostPosted: 13.09.2010 18:12 
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Filmmaniax wrote:
" und seine Mütze mit Biberschwanz sieht aus, als trägt er sein Geschlechtsteil auf dem Kopf spazieren"


:lol: :lol:


Allerdings hab ich auf einem Screenshot Piero Lulli gesehen. Muss also in die Sammlung. :mrgreen:

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 Post subject: Re: Der Mann der aus dem Norden kam - José Luis Merino
PostPosted: 13.09.2010 20:55 
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Nun ja, mehr als 4/10 habe ich ihm dann doch nicht gegeben.


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 Post subject: Re: DER MANN DER AUS DEM NORDEN KAM- José Luis Merino
PostPosted: 23.08.2016 16:25 
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Gestern habe ich noch KOPFGELD FÜR RINGO gesehen und heute gleich die nächste saure Gurke.
Der Film hat George Hilton, Piero Lulli, Riccardo Palacios, Luis Barboo und die "trauernden Witwen" und was sonst noch?
Eigentlich nichts mehr, denn das Fort schaut aus, wie zu Winnetous Zeiten, die Landschaften sind grün und felsig, nichts schaut nach IW aus.
Das Ganze spielt sich auch noch in Kanada ab, da fehlt klarerweise auch die kanadische Armee in ihrer roten Uniform nicht und zu allem Überfluss gibt's auch noch Indianer.
Wenn das ein IW sein soll, dann gute Nacht...
Die Inszenierung ist zumeist auch ziemlich mies, die Musik von Angelo Francesco Lavagnino nicht viel besser.
Überraschenderweise wird's in den letzten 10 Minuten doch noch besser, aber das ist natürlich viel zu spät, um den ganzen Film noch irgendwie zu retten.
Das einzige, was von Anfang an nicht so schlecht ist, ist die deutsche Synchro.
Ab und zu ein cooler Spruch kann bei dem Film nie verkehrt sein.
Allerdings finde von den Sprechern nicht alle gut besetzt, Michael Chevalier auf George Hilton hat mir gar nicht gefallen.
So kann ich dafür leider nicht mehr geben als 3/10.


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 Post subject: Re: DER MANN DER AUS DEM NORDEN KAM- José Luis Merino
PostPosted: 15.10.2018 08:38 
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Einer der Hiltons, die ich mir noch auf Eis gelegt hatte. Danke an Grinder für die Fassung. :)

Bei George H. kann man sich im Gegensatz zu anderen Westmännern nicht sicher sein, was man bekommt. Schon deutlich vor der Komödienphase wurden in seine durchaus brutalen Filme alberne Clownszenen eingepflegt (s. Django-Melodie in Blei, Halleluja für Django). Der hier vorliegende Film macht einem den Einstieg nicht leicht. Mäßig gefilmte Verfolgungsjagden zwischen Klischee-Irokesen und dem Schürzenjäger Kitosch. Mit dem Auftreten des von mir hochgeschätzten Piero Lulli wird der Film dann deutlich besser. Bei der Ankunft im überfallenen Fort musste man schon sehr staunen, was da so gezeigt wurde.

Ein Kontrast war für mich einerseits die etwas "locker" gefilmten Schießereien im Fort, und andererseits die fast schon monumentalen Massenszenen in der Prärie. Rot uniformierte Mounties (und Schotten...) im Kampf mit einer Masse an Indianern, durchsetzt mit einigen Cowboys... es ist alles ein bisschen schräg. :D

Die DF läuft 81 Min, das kann aber nie und nimmer die intendierte Version gewesen sein. Der Film kam auch erst 1974 in die Kinos (Produktion 66 oder 67). Das bedeutet für uns, zwar eine größere Auswahl an Gewaltszenen als bei einem Kinostart Jahre früher, allerdings auch eine extreme Klamauk-Synchro... Die kann mit dem Steiß wackeln und hat Naschobst in der Bluse...Ich hämmer dir die Fledermäuse aus der Dachluke... :D Wäre etwas für Nürnberg, nachdem wir 5 Bier drin haben, wurde aber auch etwas nervig.


Ich gebe dem Filmchen 6/10.

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 Post subject: Re: DER MANN DER AUS DEM NORDEN KAM- José Luis Merino
PostPosted: 15.10.2018 10:07 
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 Post subject: Re: DER MANN DER AUS DEM NORDEN KAM- José Luis Merino
PostPosted: 15.10.2019 15:41 
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VHS und welch großer Luxus, Premiere-Fassung stünden bereit...

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 Post subject: Re: DER MANN DER AUS DEM NORDEN KAM- José Luis Merino
PostPosted: 15.10.2019 16:01 
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Anti-Hero wrote:
Am 9.1.20 von Schröder angekündigt :|

VHS und welch großer Luxus, Premiere-Fassung stünden bereit...


Mit Senderlogo für den ultimativen Nostalgie-Flash?


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 Post subject: Re: DER MANN DER AUS DEM NORDEN KAM- José Luis Merino
PostPosted: 15.10.2019 18:02 
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Ein Mountie-Western aus Italien? Die Amis haben solche Filme zuhauf produziert, aber mit italienischer Prägung fällt mir nur Joe´s ROTRÖCKE ein. :o

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 Post subject: Re: DER MANN DER AUS DEM NORDEN KAM- José Luis Merino
PostPosted: 14.01.2020 16:50 
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#206 "Der Mann, der aus dem Norden kam" wurde von José Luis Merino verwirklicht, der mit “Requiem für Django“ und “La muerte busca un hombre“ zwei außergewöhnliche Italowestern geschaffen hat. Der hier besprochene Film ist sozusagen der Vorgänger von “Zeit der Geier“, der ein Jahr später von Nando Cicero gedreht wurde, welcher jedoch nur die Hauptfigur namens Kitosch mit diesem gemein hat.
Auch bei dem hier besprochenen Film handelt es sich um einen ungewöhnlichen Italowestern, da die Handlung in Kanada angesiedelt ist und außerdem Indianer eine nicht gerade unwesentliche Rolle spielen. Der Hauptcharakter, der wie auch bei „Zeit der Geier“ von George Hilton dargestellt wird muss dem kanadischen Militär dabei helfen einen Goldtransport durch ein gefährliches Gebiet zu geleiten um letztendlich ein Fort zu erreichen. Auch die zweite Hauptrolle ist mit einem bekannten Darsteller besetzt, den vermutlich jeder Fan des Genres kennt und schätzt. Hierbei handelt es nämlich um niemand Geringeren als Piero Lulli. Von der darstellerischen Seite gibt es daher schon mal nichts zu bemängeln.
Was mir ebenfalls zugesagt hat waren die großangelegten Schlachten, die man in der Form nicht so oft im Genre zu sehen bekommt. Allerdings muss ich zugeben, dass ich mit Rotröcken und Indianern nicht soviel anfangen kann, obwohl ich natürlich wusste worauf ich mich eingelassen habe. Natürlich freue ich mich immer wenn es mal einen neuen Italowestern zu entdecken gibt, vor allem wenn es sich um einen ungewöhnlichen Vertreter innerhalb des Genres handelt. Jedoch konnte mich der Film nicht so ganz überzeugen. “Der Mann, der aus dem Norden kam“ ist zwar schon einen Blick wert und ich denke er wird auch ein paar Fans Freude bereiten, aber man sollte nichts Herausragendes erwarten, denn über den Durchschnitt kommt er nicht hinaus. Ich vergebe hierfür daher 5/10 Punkte.

Meine José Luis Merino-Rangfolge:

1. Requiem für Django
2. La muerte busca un hombre
3. Der Mann, der aus dem Norden kam

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 Post subject: Re: DER MANN DER AUS DEM NORDEN KAM- José Luis Merino
PostPosted: 15.01.2020 11:36 
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Habe mir den Film aktuell auch mal in beiden Fassungen angesehen. War dann doch etwas besser, als ich ihn von VHS in Erinnerung hatte.
Durch seinen Schauplatz mit entsprechender Thematik sticht der Film etwas aus den ganzen Italo-Western des Jahres 1967 hervor, er wurde allerdings erst im Jahr 1974 in Deutschland im Kino ausgewertet. Dem Zeitgeist entsprechend...
Die deutsche Fassung ist gekürzt und durch die Sprüchesynchro verfremdet, bzw. seiner Ernsthaftigkeit beraubt. Das macht den Film an sich kurzweiliger und zumindest schmunzeln muss man ja doch, vor allem was Hilton da so raushauen darf. Ein bisschen Humor ist ja auch im Original vorhanden. Der Charakter des Kitosch wird in der DF allerdings durchgehend als Draufgänger und Schürzenheld dargestellt, daher wurde wohl auch eine längere Passage aus der Filmmitte herausgeschnitten. Kitosch ist betrunken, er wird von Sheila (Krista Nell ) verarztet. Ihn plagen Zweifel und er philosophiert. Eigentlich eine Steilvorlage, dem Betrunkenen Sprüche in den Mund zu legen...man entschied sich dennoch für den Cut. Schade.
Generell leidet die Konstellation Hilton/Lulli/Nell unter den vorgenommenen Schnitten.
Auch die Schlusspointe wurde in der DF versemmelt, da ungeschickt gekürzt. Oder doch "nur" ein Filmriss...wer weiß.

Im Original handelt es sich um einen Scope Film in 1:2,35. Der deutschen Fassung sieht man das beschnittene Format (1:1,78) schon an....aber was gar nicht geht ist diese englische Fullscreen Fassung. Schon lustig, wenn sich zwei Personen - die eigentlich im Bild sein sollten - unterhalten, man aber nur eine Bretterwand sieht (z.B. ca. bei Minute 3). Tja, das passiert, wenn man bei einem Scope Film stur die Bildmitte in 4:3 übernimmt :lol:

Die Indianerüberfälle auf die verkleideten Rotröcke im ersten Filmdrittel, sowie die Überfälle auf das Fort sind sehr dynamisch und schnell geschnitten. Ich wette, dass man bei den Aufnahmen mit den vielen Soldaten oder Indianern im Bild auf Archivmaterial zurückgegriffen hat. Die Farben schwanken in diesen Momenten nämlich und man sieht nie einen der Protagonisten in diesen Massenszenen. Solche Fortüberfälle, oder größer angelegte Rotrockszenen, gab es ja in einigen frühen spanischen Western, z.B. MOUNTAINS (MESTIZO), LA CARGA DE LA POLICIA MONTADA oder HÖLLENFAHRT NACH GOLDEN CITY (FUERTO PERDIDO), etc. Wahrscheinlich hat man da Material übernommen, das gezeigte Fort kam ja in vielen Filmen vor ;-)

Tja, eine Wertung fällt mir schwer. Die kurze DF mit der Schnoddersynchro hat durchaus ihren Reiz, aber dem Film hätte es wohl besser getan, wenn er wie z.B. MOUNTAINS von Julio Buchs erst in den 80er Jahren auf VHS ungekürzt mit einer soliden Synchro ausgestattet worden wäre. Das ganze dann noch in Scope....so wäre der Film fair bewertbar...mit den vorliegenden Fassungen...eher schwierig.
Ach ja...den Score fand ich überwiegend ganz hervorragend.


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 Post subject: Re: DER MANN DER AUS DEM NORDEN KAM- José Luis Merino
PostPosted: 15.01.2020 20:23 
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Entspricht die deutsche Fassung auf der DVD der VHS oder der Premiere Ausstrahlung ? :?


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 Post subject: Re: DER MANN DER AUS DEM NORDEN KAM- José Luis Merino
PostPosted: 15.01.2020 22:45 
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Gibts in der DF erwähnenswerte Gewaltschnitte ?

(Vollbild bei Scope ist ja eigentlich auch eine Zensur .... )

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 Post subject: Re: DER MANN DER AUS DEM NORDEN KAM- José Luis Merino
PostPosted: 16.01.2020 08:12 
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@Il Nero: Ist scheinbar das gleiche Master wie bei Premiere, aber in 16:9

@Anti-Hero: Ich bin mir nicht sicher, aber es kann sein, dass ein paar Einstellungen der Toten im Fort geschnitten worden sind. Müsste aber nochmal genau nachschauen. Die FS Fassung macht halt nich wirklich Spaß....


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 Post subject: Re: DER MANN DER AUS DEM NORDEN KAM- José Luis Merino
PostPosted: 16.01.2020 13:23 
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Grinder wrote:
Die FS Fassung macht halt nich wirklich Spaß....



Das glaub ich gerne. :|

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