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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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Wollt ihr weiterhin Tenebrarum-Booklets?
Umfrage endete 15.06.2018 18:43
Ja 52% 52% [ 46 ]
Nein 48% 48% [ 42 ]
Abstimmungen insgesamt : 88
AutorNachricht
 Betreff des Beitrags: Re: Tenebrarum Booklets - Ja oder Nein?
BeitragVerfasst: 08.06.2018 08:04 
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Also ernsthaft Martin gibt sich sehr viel Mühe bei dem was er tut. Und ist wohl für die besten Deutschsprachigen Booklets verantwortlich. Frage mich wieso man hier so hetzen muss?? Kappiert ihr nicht was er schreibt oder zu viel Text ?? Dann kauft euch keine mediabooks und wartet auf die normale vö und liest danach den Wikipedia Eintrag. Die man leider zu oft auch in Booklets findet. Nichts eigenes nichts innovatives,paar eigene Sachen zu einem Wiki Text dazu gepackt und fertig, genau soviel Mühe geben sich die meisten nämlich gar nicht. Da ist Martin beine definitiv anders und eine Ausnahme. Dank seinen Booklets lohnt der preis für ein mediabook auch weil man genau das bekomm was man will ein mediaBOOK wo man viel Text hat und das nicht nur lieblos irgendwo abgeschrieben und kopiert. Er hat auch eine super auffasungsgabe und beschreibt auch verschiedene Dinge aus seinem Blickwinkel und es macht Spass die Booklets zu lesen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Tenebrarum Booklets - Ja oder Nein?
BeitragVerfasst: 08.06.2018 08:18 
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bot oder fanboy? vielleicht ein fanbot.
schon echt lustig.

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 Betreff des Beitrags: Re: Tenebrarum Booklets - Ja oder Nein?
BeitragVerfasst: 08.06.2018 08:27 
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igore hat geschrieben:
bot oder fanboy? vielleicht ein fanbot.
schon echt lustig.


Anscheinend kommt da jede Woche ein neuer...


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 Betreff des Beitrags: Re: Ende Juni: EISKALTE TYPEN AUF HEISSEN ÖFEN (DVD & BLU-RAY KOMBO)
BeitragVerfasst: 08.06.2018 08:53 
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Howard Vernon hat geschrieben:
- zur obigen Diskussion, da ich konkret angesprochen wurde: ich persönlich habe mich A) über das Kommen des Films sehr gefreut und B) freut es mich persönlich, dass das Booklet vom genannten Autor stammen wird... filmArt hat hier sicherlich viel Herzblut und Arbeit hineingelegt, bis die BD mit Boni fertiggestellt war...

@CDexWard

schade, dass Du in den Texten nur etwas oberflächlich Deskriptives siehst; für mich sind es sehr substanzielle Deutungen, die das Szenische - manchmal auch nur im Detail - nach dem ikonographisch ikonologischen Gehalt interpretieren, somit also wirklich die "Film-Sprache" untersuchen - ich finde es außerordentlich schön, dass hier jemand solch ein "Auge" besitzt, die Dinge - auch im kleinen Element - wahrzunehmen und sprachlich kompetent zu vermitteln...

Das Problem ist glaube ich, daß wir hier zu einem großen Teil einfach Laien sind, was Filmwissenschaft angeht. Wir lesen die Texte und weil wir es nicht besser wissen, und ich schließe mich da völlig ein, können wir Interpretationen nachvollziehen. Wenn man dann aber mal einem richtigen, promovierten Filmwissenschaftler dabei zusieht, wie er so einen Booklettext auseinandernimmt und quasi jeden Absatz als Unfug entlarvt, dann geht einem schon irgendwann ein Licht auf.

Filmwissenschaft ist leider eine Wissenschaft, die viele als trivial ansehen, ähnlich wie Literaturwissenschaft, Games Studies usw. - das liegt vermutlich daran, weil wir selbst die Medien fleissig konsumieren und somit doch relativ tief in der Materie stecken und wir auch wissen, dass einiges nicht feststeht, sondern auf Interpretationen beruht. Aber dem ist eben nicht so, es ist eine Wissenschaft und wenn zu uns ein Laie kommt und meint, dass der chronische Husten mal ordentlich mit Rohypnol behandelt werden sollte, dann hinterfragen wir das und bleiben mißtrauisch. Bei weichen Wissenschaften scheinen die Menschen aufgeschlossener zu sein und lassen sich was erzählen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Tenebrarum Booklets - Ja oder Nein?
BeitragVerfasst: 08.06.2018 13:46 
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Für was bitteschön kauf ich mir dann eigentlich ein teures Mediabook ?!
Wegen einer zusätzlichen DVD bestimmt nicht.
Erstmal bräucht ich diese überladene Verpackung bei einem schönen Cover und einer normalen Verpackungsvariante gar nicht, und
zweitens was biedet ein MB eigentlich sonst noch, wenn dann auch noch ein schönes Booklet fehlt ?
MB mit Film und Soundtrack würde Sinn machen, aber wo gibt es sowas ?
Also in diesem Sinne ein JA für ein Tenebrarum Booklet,
persönlich wirklich brauchen würde ich es aber nicht !


Zuletzt geändert von Vincent cushing am 09.06.2018 10:20, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Tenebrarum Booklets - Ja oder Nein?
BeitragVerfasst: 08.06.2018 14:05 
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Ich finde es klasse, dass nach dem heiligen Zorn, der hier wütete, jetzt endlich auch eine Diskussion um die Sache möglich scheint; die letzten Beiträge waren wirklich informativ, weil etwas zum eigentlich Inhaltlichen gesagt wurde, ich hoffe, dass es so weitergeht...


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 Betreff des Beitrags: Re: Tenebrarum Booklets - Ja oder Nein?
BeitragVerfasst: 08.06.2018 16:23 
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Ich auch. Und ganz grundsätzlich ist es im Internetzeitalter immer zu begrüßen, wenn ein Printmedium erscheint, mit dem man sich gemütlich in den Sessel oder aufs Sofa hauen kann, auch und gerade zum Thema Film. Ohne Strom, ohne Updates, ohne Viren. Der Autor sollte freilich einigermaßen kompetent sein, das schließt ja eine eigene Meinung nicht aus.

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FILM MÄG, Print-Fanzine im 11. Jahrgang

"Danach kam ja nur noch der subventionierte Staatsfilm."
(Herbert Fux. Er meinte die Zeit ab Mitte der 70er.)


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 Betreff des Beitrags: Re: Tenebrarum Booklets - Ja oder Nein?
BeitragVerfasst: 08.06.2018 22:31 
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Mein Senf zum Thema:

Die Notwendigkeit einer Umfrage kann ich nicht nachvollziehen, aber das ist jetzt auch schon egal. Sie ergibt zwar keinen praktischen Sinn, weil weder ein Label noch der Autor selbst sie erstellt hat, aber man kann das Ergebnis vielleicht als eine Art "Stimmungsbild" betrachten.

Das stellenweise erstaunlich aggressive Bemühen der tenebrarum-Anhänger wirkt befremdlich. Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, in denen akademisch anmutende Texte zum Thema Genrefilm in unseren Foren gerne als "pseudointellektuell" abgestempelt wurden. Ohne viel Rücksichtnahme auf die investierte Arbeit oder deren Qualität. Da saß der verbale Colt durchaus recht locker.

Es mag ja sein, dass sich MB eine Menge Arbeit macht, aber das allein ist kein Kriterium. Auch die Tatsache, dass das Ergebnis eine ebenso große Textmenge präsentiert, ist kein Merkmal für hohe Qualität, sondern zunächst einfach nur eine Tatsache. Er schreibt halt sehr ausführlich. Aber was heißt das schon?

Ich habe mir heute das Booklet zu DER SCHWARZE LEIB DER TARANTEL noch einmal kurz angesehen: über 30 Seiten, aber mit einer übertrieben aufgeblähten Textmenge, die mit Leichtigkeit drastisch gekürzt werden könnte, ohne an Substanz zu verlieren. Es mag ja sein, dass sich MB-Fans nach dem Motto "Viel ist gut, noch mehr ist besser" davon beeindrucken lassen, aber wer schon mal wissenschaftlich gearbeitet hat, wird sich von dieser Methodik nicht blenden lassen.

Der analysierende Teil ist bei näherem Hinsehen doch relativ knapp, wenn man einmal die viel zu ausführlichen Beschreibungen des reinen Handlungsverlaufs außen vor lässt. Die Ereignisebene noch einmal komplett abzuhandeln, hätte ich in meiner Magisterarbeit (Analyse eines Romans über den Ersten Weltkrieg vor dem Hintergrund verschiedener literarischer Montagetheorien) auch als Methode wählen können. Mit dem Resultat, dass die Arbeit mindestens den doppelten Umfang erreicht hätte, aber keineswegs auch doppelt so gut gewesen wäre.

Das "Nacherzählen" der Handlung hat mit methodischer Genauigkeit und vor allem mit tiefgründiger Analyse des Gegenstandes nur wenig zu tun. Ich muss nicht (zumindest gefühlt) fünf Mal in einem Text lesen, dass eine halbtransparente Glasscheibe mit eingelassenem Drahtgitter die Figuren verschleiert/einsperrt oder dass Gegenstand XY an irgendetwas erinnert (Mordwaffe, Phallus, was auch immer). Das ist redundant und somit überflüssig.

Auch das Feststellen von völlig offensichtlichen Sachverhalten bringt keinen Erkenntnisgewinn. Natürlich weiß ich, dass ein Regisseur gerade an der Spannungsschraube dreht, wenn zum Beispiel irgendwo das Licht ausgeht, eine Gestalt (deren Gesicht wir nicht sehen) mit schwarzen Handschuhen über einen Balkon in die Wohnung eindringt und entsprechende "Spannungsmusik" ertönt.

Wenn ich angesichts solcher 1:1-Beschreibungen des eigentlich für jeden Zuschauer Erkennbaren in diversen Foren lesen muss, dass tenebrarum-Anhänger verlauten lassen, nach der Lektüre der Booklets die Filme mit anderen Augen gesehen zu haben, dann muss ich mich fragen, was sie denn zuvor überhaupt gesehen haben. Da scheinen mir die Ansprüche doch sehr niedrig zu liegen.

Um den Punkt "viel Arbeit gemacht" noch einmal aufzugreifen: Man kann auch viel Vorarbeit und vorhandenes Wissen in einen Text investieren, der dann aber nur halb so lang ausfällt. Wäre dieser dann weniger beeindruckend? Mir drängt sich schon der Eindruck auf, dass der reine Umfang der Texte gerne als gleichzeitiger Nachweis besonderer Qualität wahrgenommen wird.

Genau das sehe ich aber nicht so. Nach meinen Erfahrungen im akademischen Betrieb der Geisteswissenschaften wären solche Texte bei den Profs und Dozenten nicht so gut angekommen. Wir wurden im Gegenteil dazu angehalten, zwar unsere Kenntnis des Themas und das Beherrschen des wissenschaftlichen Handwerkszeuges zu zeigen, ansonsten aber auf den Punkt zu kommen.

Vielleicht komme ich aber auch nur aus einem Bereich, der für mich einfach andere Maßstäbe gesetzt hat als sie heute üblich sind. Autoren wie der früh verstorbene Norbert Stresau mit seiner Abhandlung zum Horror oder Hans D. Baumann waren für mich im deutschsprachigen Raum prägend, das ist auch schon wieder ca. 30 Jahre her. Im Ausland waren es Autoren wie Tim Lucas, die das "schreiben können" mustergültig mit einem hohen Stand an Fachwissen verknüpfen konnten.

Hierzulande sind es mittlerweile eben Autoren bzw. "Audiokommentierende" wie Beine oder Stiglegger, die ihr Revier markiert haben und entsprechend präsent sind. Aber so gut, wie die Anhänger die beiden gerne darstellen, sind sie in meinen Augen eben nicht. Auf mich wirken sie mittlerweile wie die "Mediabooks unter den Extras": Ihr Mitwirken scheint ein Produkt irgendwie aufzuwerten, aber ich kann's zusehends weniger nachvollziehen.

PS: Angesichts der Jubelperser, die jeden kilometerlangen Text als wunderbar profunde Analyse abfeiern, darf auch mal ein rüder Begriff wie "Geschwafel" fallen, ohne dass gleich ein virtueller Bürgerkrieg ausbricht. Schließlich könnten sich die stellvertretend Beleidigten ja mal fragen, welche Werke vom Hip-Hop bis zum deutschen Autorenfilm sie selbst schon mit ähnlichem Vokabular pauschal erledigt haben, ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Tenebrarum Booklets - Ja oder Nein?
BeitragVerfasst: 08.06.2018 23:14 
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@tomasmilian: Bester Beitrag in diesem Thread überhaupt (zugegebenermaßen nicht schwer). Dem ist wirklich gar nichts mehr hinzuzufügen. Danke dafür!

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 Betreff des Beitrags: Re: Tenebrarum Booklets - Ja oder Nein?
BeitragVerfasst: 09.06.2018 05:35 
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Da stimme ich zu, guter Beitrag.
In Sachen italienisches Kino bin ich, abgesehen von Italowestern, eigentlich ein ziemlicher Neuling, da ich mich erst seit einigen Jahren intensiver damit befasse. Deshalb bin ich mit vielen Regisseuren auch nur bedingt vertraut und interpretiere vielleicht meinerseits, aufgrund fehlendem Vorwissen, etwas falsch. Im asiatischen Kino, vornehmlich aus Hongkong und China, bin ich allerdings schon seit zwei Jahrzehnten zuhause und habe auch schon darüber wissenschaftlich gearbeitet, wobei die Dozenten nicht direkt aus der Filmwissenschaft stammten sondern aus der Sinologie, Kunstgeschichte und Politikwissenschaft. In Sachen wissenschaftlichem Arbeiten kann ich tomasmilian beipflichten, dass auch wir Sinologiestudenten dazu angehalten waren bei der wissenschaftlichen Arbeit auf den Punkt zu kommen und nicht zu ausführlich um den heißen Brei zu schreiben.
In den letzten Jahren habe ich den Eindruck bekommen, dass viele italienische Genrefilme, vornehmlich Gialli und Horrorfilme, gerne überinterpretiert werden, in Booklets, wie auch in Audiokommentaren. Dass in jede Einstellung, in jede Requisite, jede Farbe oder jeden Ton auf Teufel komm raus irgendetwas hineininterpretiert werden muss, so wird dann aus der spekulativsten Gurke, die eigentlich mit ein bisschen Blut, nackter Haut und schwarzen Handschuhen nur schnell Kohle machen will, ein unentdecktes, bedeutungsschwangeres Meisterwerk. Es ist schön, dass sich Menschen auch zu weniger bekannten und schmuddeligeren Filmen ihre Gedanken machen und diese interpretieren, ich spreche den entsprechenden Audiokommentaren und Booklets, sowie den daran beteiligten Personen, nicht Aufwand, Fachwissen und Herzblut ab, für meinen Geschmack ist es aber meistens dann doch zu viel (In diesem Zusammenhang muss ich an die 1990er Jahre denken, als auch dem belanglosesten Actionfilm aus Hongkong ein 1997er-Trauma attestiert wurde (1997 --> Rückgabe Hongkongs an die VR-China)). Deswegen kann ich auch mit den Tenebrarum-Booklets/-Specials in der Regel wenig anfangen, erfreue mich an den Bildern und lese für mich interessante Abschnitte, und halte sie für den italienischen Polizeifilm schlicht ungeeignet, da hier Farbdramaturgie, Bildsprache und er Dergleichen eher untergeordnete Rollen spielen. Hier sind Texte zur geschichtlichen Einordnung, zur damaligen Politik und Gesellschaft, die Zusammenhänge von Drehort und Handlung oder auch einfach eine Vorstellung der im Film vorkommenden Autos - zumindest für mich - viel ergiebiger und interessanter. Ich finde auch Marcus Stigleggers Einleitungen und Videokommentare viel besser als seine Audiokommentare, da er sich hier auf das Wesentliche konzentriert und eine interessante Mischung aus Fakten, Analysen und Interpretationen bietet, während mir seine Audiokommentare oft zu analytisch sind.
Rolf Giesen, Uwe Sommerland, Jörg Buttgereit, der von tomasmilian erwähnte Tim Lucas und mein Alltimefavorite Bey Logan finden für meinen Geschmack die treffenderen Worte ohne dabei ins Triviale oder Belanglose abzugleiten.

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 Betreff des Beitrags: Re: Tenebrarum Booklets - Ja oder Nein?
BeitragVerfasst: 09.06.2018 15:12 
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Ich muss sagen, die tomasmilian Texte lese ich manchmal lieber als das Geschreibsel sämtlicher Mediabookautoren :)

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Zensor, der - Beamter gewisser Regierungen, dessen Aufgabe es ist, geniale Werke zu unterdrücken. In Rom war der Zensor
ein Inspektor der öffentlichen Moral; die öffentliche Moral moderner Nationen verträgt jedoch keinerlei Inspektion.
(Ambrose Bierce - Des Teufels Wörterbuch, 1911)


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 Betreff des Beitrags: Re: Tenebrarum Booklets - Ja oder Nein?
BeitragVerfasst: 09.06.2018 17:20 
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Malastrana hat geschrieben:
Ich muss sagen, die tomasmilian Texte lese ich manchmal lieber als das Geschreibsel sämtlicher Mediabookautoren :)

Na,.. das ist doch irgendwie ein Kompliment ;)





tomasmilian hat geschrieben:
Vielleicht komme ich aber auch nur aus einem Bereich, der für mich einfach andere Maßstäbe gesetzt hat als sie heute üblich sind. Autoren wie der früh verstorbene Norbert Stresau mit seiner Abhandlung zum Horror oder Hans D. Baumann waren für mich im deutschsprachigen Raum prägend, das ist auch schon wieder ca. 30 Jahre her.

Interessant,... Auch ich las damals sehr viel und diese beiden Lektüren habe ich u.a. regelrecht verschlungen, obwohl ich zugeben muss, das mir der N. Stresau dennoch ein wenig mehr lag. Allerdings lasen sich seine Texte auch teils ein wenig so, die eine gewisse Kenntnis im Genrefilm voraus setzten.

tomasmilian hat geschrieben:
PS: Angesichts der Jubelperser, die jeden kilometerlangen Text als wunderbar profunde Analyse abfeiern, darf auch mal ein rüder Begriff wie "Geschwafel" fallen, ohne dass gleich ein virtueller Bürgerkrieg ausbricht. Schließlich könnten sich die stellvertretend Beleidigten ja mal fragen, welche Werke vom Hip-Hop bis zum deutschen Autorenfilm sie selbst schon mit ähnlichem Vokabular pauschal erledigt haben, ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen.

Müsste es nicht heutzutage wegen der Aktualität eher "Jubeltürken" heißen,
anstatt die Bezeichnung -Jubelperser- zu benutzen :mrgreen: . ;)
Aber an dem Argument ist was dran und trifft die Sache.





TheMaster hat geschrieben:
In den letzten Jahren habe ich den Eindruck bekommen, dass viele italienische Genrefilme, vornehmlich Gialli und Horrorfilme, gerne überinterpretiert werden, in Booklets, wie auch in Audiokommentaren. Dass in jede Einstellung, in jede Requisite, jede Farbe oder jeden Ton auf Teufel komm raus irgendetwas hineininterpretiert werden muss, so wird dann aus der spekulativsten Gurke, die eigentlich mit ein bisschen Blut, nackter Haut und schwarzen Handschuhen nur schnell Kohle machen will, ein unentdecktes, bedeutungsschwangeres Meisterwerk.

So was ging mir auch schon seit einiger Zeit gedanklich durch den Kopf und hatte vor dies ebenfalls zu
erwähnen. Allerdings weniger im Bezug zu Giallos (habe nur sehr wenige, da nicht so der große Giallo-Freund),
als vielmehr auf andere Filme (auch ein wenig Horror) bezogen. Bin somit fast dergleichen Meinung,
das dies übertrieben war/ist. Kenne das aus früheren Büchern und/oder anderer Zeitschriften, wo vieles
einfach mal so hinein interpretiert worden ist, an das oder die Filmemacher selbst nicht mal daran
gedacht bzw. auf solche Ideen gekommen wären. Da wurde dann meiner Meinung nach übers Ziel
hinaus geschossen und zu viel des "Guten". So etwas macht dann ab einem bestimmten Punkt
keinen so richtigen Spaß mehr und war selbst mir dann zu viel.

TheMaster hat geschrieben:
Rolf Giesen, Uwe Sommerland, Jörg Buttgereit, der von tomasmilian erwähnte Tim Lucas und mein Alltimefavorite Bey Logan finden für meinen Geschmack die treffenderen Worte ohne dabei ins Triviale oder Belanglose abzugleiten.

Herr Giesen war/ist mal so und mal wieder so. Hatte früher auch so einiges von ihm zu Filmen gelesen.
Meist im phantastischen Filmbereich und so einiges musste mir da nicht unbedingt gefallen, da u.a.
abschweifend und manchmal oder öfters völlig unsachlich, als er beispielsweise David Cronenberg vom
Aussehen her mit Heinrich Himmler verglich,... und das im Grunde eher nur, weil er über dessen Film
DIE FLIEGE herzog, da diese Neuverfilmung ihm offenbar gar nicht gefiel. Ja gut,... als ich das las
musste ich zwar spontan lachen, gleichzeitig schüttelte ich den Kopf darüber. Aber gut, ist lange her,
vergessen habe ich es komischerweise aber auch nicht :mrgreen: naja, das nur nebenbei ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: Tenebrarum Booklets - Ja oder Nein?
BeitragVerfasst: 12.06.2018 09:31 
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Von Giesen kenne ich nur die aktuelleren Booklets und Kommentare und die lese, bzw. höre, ich sehr gerne.

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 Betreff des Beitrags: Re: Tenebrarum Booklets - Ja oder Nein?
BeitragVerfasst: 12.06.2018 15:58 
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Ich finde das Abstimmungsergebnis bisher sehr interessant : fast genauso viele Fürsprecher wie Gegner der tenebrarum-Booklets...das zeigt doch, dass da doch so einige nix damit anfangen können.


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 Betreff des Beitrags: Re: Tenebrarum Booklets - Ja oder Nein?
BeitragVerfasst: 14.06.2018 20:38 
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1000Schweiner hat geschrieben:
Ich finde das Abstimmungsergebnis bisher sehr interessant : fast genauso viele Fürsprecher wie Gegner der tenebrarum-Booklets...das zeigt doch, dass da doch so einige nix damit anfangen können.


Genauso gut kann es andersrum interpretiert werden bei 50%:50%


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 Betreff des Beitrags: Re: Tenebrarum Booklets - Ja oder Nein?
BeitragVerfasst: 15.06.2018 13:04 
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Sergeant Schnauzbart hat geschrieben:
OmegaMann hat geschrieben:
Ich könnte mir vorstellen, dass Befürworter und Fans hier schon nicht mehr posten, weil sie davon ausgehen müssen, dass man ihnen FASCHISTOIDE TENDENZEN unterstellt.

Wie bitte?
Ist doch genau andersrum, dass wird doch den Kritikern unterstellt. ;)

Zitat:
Ich finde in dem ganzen Thread nicht ein einziges GUT BEGRÜNDETES und mit Beispielen belegtes Argument gegen die Booklets.

Ich schon:
omerta76 hat geschrieben:
Weniger Universität, mehr Strassenabitur bei solch einem Genre!
;)

Ich für meinen Teil bin froh, nicht IMMER (z.B. in der EDV) ein Beine-Booklet zu sehen/lesen zu "müssen" (müssen muss ich es ja eh nicht), sondern auch mal anderes zu Gesicht zu bekommen.
That's all.
Und nichts anderes hat DJANGOzilla gemeint. :)


Jetzt wird es wirklich witzig. Da wird Dr. Freudstein mit dem Wort faschistoid belästigt, und Du drehst den Spieß einfach um und behauptest kackfrech, es sei umgekehrt. Bei den Hetzern wäre das sogar noch nachvollziehbar, wenn man den Begriff richtig versteht (bei Bedarf einfach mal googeln, bedeutet nämlich NICHT, dass jemand als Faschist bezeichnet wird).

Du bist froh, nicht IMMER ein Beine-Booklet lesen zu müssen? Hast Du vielleicht mal nachgezählt, wie viele Booklets oder Audiokommentare in den letzten Jahren von Stiglegger und Rohner gekommen sind? Diese Leute sind MEGA präsent, Beine-Booklets sind verglichen damit eher selten.

Und wer nach Autoren mit "Straßenabitur" verlangt (übrigens nicht mit SS, aber passt schon irgendwie, Rechtschreibung spielt auf der Straße und in Deinem Block und dem von omerta76 sicher keine große Rolle), der will offensichtlich nichts dazulernen.

Der Clou ist aber, DJANGOdzilla "erklären" zu wollen. Da geht es dann auch mir mit der Interpretation zu weit. Der Mann will nur hetzen, hat er in unzähligen seiner dummen einzeiligen Posts deutlich gemacht. Wo hast Du denn da rausgelesen, dass er gerne mal Tenebrarum Booklets liest, nur eben nicht immer??? Absolut lächerlich.


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 Betreff des Beitrags: Re: Tenebrarum Booklets - Ja oder Nein?
BeitragVerfasst: 15.06.2018 13:08 
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Sergeant Schnauzbart hat geschrieben:
Und daher MUSS es (für einige) eben nicht immer, auch nicht bei X-Rated, ein Beine-Book sein.

Nochmal: Auf nichts anderes wollte DJANGOdzilla mit seiner Beschreibung von "Geschwafel" hinaus.


Interessant, auch bei der ECC-Reihe komme ich nicht mal auf die Hälfte Beine-Booklets. Aber solche Unterstellungen gelten in diesem Forum wohl als ARGUMENTE. :-)


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 Betreff des Beitrags: Re: Tenebrarum Booklets - Ja oder Nein?
BeitragVerfasst: 15.06.2018 13:19 
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DJANGOdzilla hat geschrieben:
Dr. Freudstein hat geschrieben:
Anfangs war kellerbach ja noch ganz gut aber zuletzt kam auch nur noch Rotz von dem. Der erfolg ist ihm wohl zu Kopf gestiegen und er hat sich auf seinen Lorbeeren ausgeruht


Kannst du bitte mal aufhören mit deiner widerlichen Hetze gegen Herrn Kellerbach, du kleiner Assistent?



Unfassbar. DER HATER schlechthin bezichtigt einen anderen, der nur seine Meinung sagt, als Hetzer. Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung, aber davon bist Du leider weiter weg als die Erde von Pluto. Oder soll das etwa satirisch gement sein?


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 Betreff des Beitrags: Re: Tenebrarum Booklets - Ja oder Nein?
BeitragVerfasst: 15.06.2018 13:27 
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Sergeant Schnauzbart hat geschrieben:
Jimmy Stewart hat geschrieben:
Ich habs mir anders überlegt: Die Umfrage ist genial!

Eine Welle der Emotionen schwappt über DPs Sommerloch. :lol:


Du wolle Popcorn?


Und genau das scheint das Niveau zu sein, auf dem hier diskutiert wird. Es hat schon seine Gründe, warum ich das Forum eher selten aufsuche.


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 Betreff des Beitrags: Re: Tenebrarum Booklets - Ja oder Nein?
BeitragVerfasst: 15.06.2018 13:33 
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DJANGOdzilla hat geschrieben:
comicsandtelevision hat geschrieben:
Santorro hat geschrieben:

Dein Wunsch ist mir Befehl....aber gleiches Recht für alle.


Mit einem Forum in dem - Zitat User Dr.Schnauzbart - Kinderschänder und Vergewaltiger "gefeiert" werden, möchte ich auch nichts zu tun haben.
Bitte lösche auch meinen Account.


Nach 17 Beiträgen in 2 Tagen gewiss ein großer Verlust. :?


Dein Ausscheiden aus diesem Forum oder der Verzicht auf Deine schriftlichen Ausscheidungen hier wäre selbst nach über 2000 Posts absolut kein Verlust. Quantität ist nicht alles. 2000 x Müll ist immer noch Müll.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ende Juni: EISKALTE TYPEN AUF HEISSEN ÖFEN (DVD & BLU-RAY KOMBO)
BeitragVerfasst: 15.06.2018 13:39 
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Charlie hat geschrieben:
Wenn man dann aber mal einem richtigen, promovierten Filmwissenschaftler dabei zusieht, wie er so einen Booklettext auseinandernimmt und quasi jeden Absatz als Unfug entlarvt, dann geht einem schon irgendwann ein Licht auf.



Mich würde mal interessieren, auf welchen Filmwissenschaftler und welches Booklet Du anspielst. Den entsprechenden Text würde ich gerne lesen, egal ob es um ein Tenebrarum Booklet geht oder um ein anderes. Allerdings muss ich sagen, dass ich die Sache mit dem RICHTIGEN, PROMOVIERTEN FILMWISSENSCHAFTLER kritisch sehe, da hab ich auch schon einigen Bockmist gelesen. Das Prädikat Filmwissenschaftler ist in meinen Augen keine Garantie für Qualität, und auch nicht promovierte Filmfans, die einfach über jede Menge Sachverstand verfügen, kriegen gute Booklets zustande.


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 Betreff des Beitrags: Re: Tenebrarum Booklets - Ja oder Nein?
BeitragVerfasst: 15.06.2018 13:50 
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tomasmilian hat geschrieben:
Mein Senf zum Thema:

Die Notwendigkeit einer Umfrage kann ich nicht nachvollziehen, aber das ist jetzt auch schon egal. Sie ergibt zwar keinen praktischen Sinn, weil weder ein Label noch der Autor selbst sie erstellt hat, aber man kann das Ergebnis vielleicht als eine Art "Stimmungsbild" betrachten.

Das stellenweise erstaunlich aggressive Bemühen der tenebrarum-Anhänger wirkt befremdlich. Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, in denen akademisch anmutende Texte zum Thema Genrefilm in unseren Foren gerne als "pseudointellektuell" abgestempelt wurden. Ohne viel Rücksichtnahme auf die investierte Arbeit oder deren Qualität. Da saß der verbale Colt durchaus recht locker.

Es mag ja sein, dass sich MB eine Menge Arbeit macht, aber das allein ist kein Kriterium. Auch die Tatsache, dass das Ergebnis eine ebenso große Textmenge präsentiert, ist kein Merkmal für hohe Qualität, sondern zunächst einfach nur eine Tatsache. Er schreibt halt sehr ausführlich. Aber was heißt das schon?

Ich habe mir heute das Booklet zu DER SCHWARZE LEIB DER TARANTEL noch einmal kurz angesehen: über 30 Seiten, aber mit einer übertrieben aufgeblähten Textmenge, die mit Leichtigkeit drastisch gekürzt werden könnte, ohne an Substanz zu verlieren. Es mag ja sein, dass sich MB-Fans nach dem Motto "Viel ist gut, noch mehr ist besser" davon beeindrucken lassen, aber wer schon mal wissenschaftlich gearbeitet hat, wird sich von dieser Methodik nicht blenden lassen.

Der analysierende Teil ist bei näherem Hinsehen doch relativ knapp, wenn man einmal die viel zu ausführlichen Beschreibungen des reinen Handlungsverlaufs außen vor lässt. Die Ereignisebene noch einmal komplett abzuhandeln, hätte ich in meiner Magisterarbeit (Analyse eines Romans über den Ersten Weltkrieg vor dem Hintergrund verschiedener literarischer Montagetheorien) auch als Methode wählen können. Mit dem Resultat, dass die Arbeit mindestens den doppelten Umfang erreicht hätte, aber keineswegs auch doppelt so gut gewesen wäre.

Das "Nacherzählen" der Handlung hat mit methodischer Genauigkeit und vor allem mit tiefgründiger Analyse des Gegenstandes nur wenig zu tun. Ich muss nicht (zumindest gefühlt) fünf Mal in einem Text lesen, dass eine halbtransparente Glasscheibe mit eingelassenem Drahtgitter die Figuren verschleiert/einsperrt oder dass Gegenstand XY an irgendetwas erinnert (Mordwaffe, Phallus, was auch immer). Das ist redundant und somit überflüssig.

Auch das Feststellen von völlig offensichtlichen Sachverhalten bringt keinen Erkenntnisgewinn. Natürlich weiß ich, dass ein Regisseur gerade an der Spannungsschraube dreht, wenn zum Beispiel irgendwo das Licht ausgeht, eine Gestalt (deren Gesicht wir nicht sehen) mit schwarzen Handschuhen über einen Balkon in die Wohnung eindringt und entsprechende "Spannungsmusik" ertönt.

Wenn ich angesichts solcher 1:1-Beschreibungen des eigentlich für jeden Zuschauer Erkennbaren in diversen Foren lesen muss, dass tenebrarum-Anhänger verlauten lassen, nach der Lektüre der Booklets die Filme mit anderen Augen gesehen zu haben, dann muss ich mich fragen, was sie denn zuvor überhaupt gesehen haben. Da scheinen mir die Ansprüche doch sehr niedrig zu liegen.

Um den Punkt "viel Arbeit gemacht" noch einmal aufzugreifen: Man kann auch viel Vorarbeit und vorhandenes Wissen in einen Text investieren, der dann aber nur halb so lang ausfällt. Wäre dieser dann weniger beeindruckend? Mir drängt sich schon der Eindruck auf, dass der reine Umfang der Texte gerne als gleichzeitiger Nachweis besonderer Qualität wahrgenommen wird.

Genau das sehe ich aber nicht so. Nach meinen Erfahrungen im akademischen Betrieb der Geisteswissenschaften wären solche Texte bei den Profs und Dozenten nicht so gut angekommen. Wir wurden im Gegenteil dazu angehalten, zwar unsere Kenntnis des Themas und das Beherrschen des wissenschaftlichen Handwerkszeuges zu zeigen, ansonsten aber auf den Punkt zu kommen.

Vielleicht komme ich aber auch nur aus einem Bereich, der für mich einfach andere Maßstäbe gesetzt hat als sie heute üblich sind. Autoren wie der früh verstorbene Norbert Stresau mit seiner Abhandlung zum Horror oder Hans D. Baumann waren für mich im deutschsprachigen Raum prägend, das ist auch schon wieder ca. 30 Jahre her. Im Ausland waren es Autoren wie Tim Lucas, die das "schreiben können" mustergültig mit einem hohen Stand an Fachwissen verknüpfen konnten.

Hierzulande sind es mittlerweile eben Autoren bzw. "Audiokommentierende" wie Beine oder Stiglegger, die ihr Revier markiert haben und entsprechend präsent sind. Aber so gut, wie die Anhänger die beiden gerne darstellen, sind sie in meinen Augen eben nicht. Auf mich wirken sie mittlerweile wie die "Mediabooks unter den Extras": Ihr Mitwirken scheint ein Produkt irgendwie aufzuwerten, aber ich kann's zusehends weniger nachvollziehen.

PS: Angesichts der Jubelperser, die jeden kilometerlangen Text als wunderbar profunde Analyse abfeiern, darf auch mal ein rüder Begriff wie "Geschwafel" fallen, ohne dass gleich ein virtueller Bürgerkrieg ausbricht. Schließlich könnten sich die stellvertretend Beleidigten ja mal fragen, welche Werke vom Hip-Hop bis zum deutschen Autorenfilm sie selbst schon mit ähnlichem Vokabular pauschal erledigt haben, ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen.


Okay, das ist jetzt wirklich Satire pur. Hoffentlich. Oder kriegst Du nicht mit, dass Du gnau das machst, was Du Beine unterstellst??? Ein ellenlanger Eintrag, bei dem Du um den heißen Brei herumschreibst. Das ist übrigens etwas völlig anderes, als wenn im Booklet sehr detailliert auf Szenen eingegangen wird. Das hat nichts mit nicht auf den Punkt kommen zu tun. "Erstaunlich aggressiv" finde ich übrigens vor allem den Möchtegern-Django und seine Helfershelfer. Ansonsten ist der Ton auf beiden Seiten manchmal etwas rau, aber das ist hier wohl einfach so und wird sich auch nicht ändern. Wenn Du mal wissen willst, was WIRKLICH schlecht ist, dann hör Dir doch mal bei Tarantel den AK an. Dann kannst Du die Qualität mal mit dem Booklet vergleichen. Zum auf den Punkt kommen: Deine Dozenten und Profs würden Deinen Eintrag hier bestimmt auch verreißen. Aber das Wichtigste scheint ja zu sein, dass Du zum wiederholten Male auf Deine Magisterarbeit und Deinen (Ein-)Bildungshintergrund aufmerksam machen konntest. :-)


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 Betreff des Beitrags: Re: Tenebrarum Booklets - Ja oder Nein?
BeitragVerfasst: 15.06.2018 14:12 
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Sehr geehrter OmegaMann, wurde auch Zeit daSS sie sich endlich mal melden! :jc_you_rock:


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 Betreff des Beitrags: Re: Tenebrarum Booklets - Ja oder Nein?
BeitragVerfasst: 15.06.2018 14:35 
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@OmegaMann, nicht böse sein, aber deine posts klingen als würdest du den icd-10 diagnoseschlüssel autismus / aspergersyndrom erfüllen. eventuell mal nicht jede äußerung gleich als bare münze nehmen, eher als tendenz. warum so spassfeindlich und verbissen? und richtig, ich möchte bei der art von bahnhofskino / grindhouse / italoschmodder nichts dazulernen sondern mich einfach nur am gesehenen erfreuen (eskapismus). bei anderen genres gerne..

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 Betreff des Beitrags: Re: Tenebrarum Booklets - Ja oder Nein?
BeitragVerfasst: 15.06.2018 15:26 
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OmegaMann hat geschrieben:
Okay, das ist jetzt wirklich Satire pur.
Was Satire wirklich ist, kann man an geeigneten Stellen (Lexikon, Wikipedia) nachlesen. Was ich geschrieben hatte, war übrigens schon rein formal betrachtet keine Satire. Es war ja weder lustig gemeint noch habe ich mittels der verspottenden Übertreibung jemanden karikiert. Aber gut, wir können es (sinnloserweise) auch "Satire" nennen.

OmegaMann hat geschrieben:
Ein ellenlanger Eintrag, bei dem Du um den heißen Brei herumschreibst.
Dass dir der "heiße Brei" nicht schmeckt, ist eine rein persönliche Einschätzung. Die interessiert mich eher weniger, aber wir haben ja schließlich Meinungsfreiheit. Übrigens kann man es mit unterschiedlich ausgeprägter Lese- und Verständniskompetenz auch anders sehen. Wenn ein Posting mittlerer Länge jemanden überfordert, kann ich nichts dafür. Zumal ich mit Hilfe einiger Beispiele ja erläutert habe, was ich z. B. an Beines Text zu TARANTULA problematisch fand.

OmegaMann hat geschrieben:
Wenn Du mal wissen willst, was WIRKLICH schlecht ist, dann hör Dir doch mal bei Tarantel den AK an. Dann kannst Du die Qualität mal mit dem Booklet vergleichen.
Was interessiert mich der Audiokommentar? Ist der von Herrn Beine? Nein? Was soll dann dieses Whataboutism-Getue? Es ging nicht darum, was ich "wirklich schlecht" finde, sondern was meiner Meinung nach in seiner Qualität überschätzt ist und warum.

OmegaMann hat geschrieben:
Aber das Wichtigste scheint ja zu sein, dass Du zum wiederholten Male auf Deine Magisterarbeit und Deinen (Ein-)Bildungshintergrund aufmerksam machen konntest. :-)
Sehr gut, das berühmte "Ad hominem"-Argument (Achtung: Bildungsalarm!). Sprich: Wenn man konkret in der Sache, also inhaltlich, nichts beizutragen weiß, muss es halt gegen die Person gehen. Heißt: jemanden in seinen persönlichen Eigenschaften angreifen, zum Beispiel in seinem Bildungsgrad.

Das läuft dann über bestimmte, diffamierend gemeinte Begriffe wie "akademisch" oder "pseudointellektuell". Ist zwar stumpf und rein gegen die Person gerichtet, hat aber den Vorteil, dass man einfach meckern kann, ohne sich auf der inhaltlichen Ebene auseinandersetzen zu müssen.

Kurzum: durchsichtiger Versuch, auch für eine trollende Stänkerei handwerklich eher mangelhaft. Das geht sicher besser, aber da müssen wir halt noch üben. ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: Tenebrarum Booklets - Ja oder Nein?
BeitragVerfasst: 15.06.2018 16:18 
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Oh hey, es geht wieder los. Und ich hab kein Popcorn. :(


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 Betreff des Beitrags: Re: Tenebrarum Booklets - Ja oder Nein?
BeitragVerfasst: 15.06.2018 16:55 
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OmegaMann hat geschrieben:
Sergeant Schnauzbart hat geschrieben:
Jimmy Stewart hat geschrieben:
Ich habs mir anders überlegt: Die Umfrage ist genial!
Eine Welle der Emotionen schwappt über DPs Sommerloch. :lol:

Du wolle Popcorn?

Und genau das scheint das Niveau zu sein, auf dem hier diskutiert wird. Es hat schon seine Gründe, warum ich das Forum eher selten aufsuche.

Trotz dieses Klamauks kann ich das nicht bestätigen.
Hier wird schon öfters vernünftig über Filme diskutiert und sich untereinander ausgetauscht.
Auch wenn alles ein wenig nach gelassen hat, aber das dürfte andere Gründe haben.
Und allen kann man es so wieso nicht recht machen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Tenebrarum Booklets - Ja oder Nein?
BeitragVerfasst: 15.06.2018 18:11 
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OmegaMann hat geschrieben:
DJANGOdzilla hat geschrieben:
Dr. Freudstein hat geschrieben:
Anfangs war kellerbach ja noch ganz gut aber zuletzt kam auch nur noch Rotz von dem. Der erfolg ist ihm wohl zu Kopf gestiegen und er hat sich auf seinen Lorbeeren ausgeruht


Kannst du bitte mal aufhören mit deiner widerlichen Hetze gegen Herrn Kellerbach, du kleiner Assistent?



Unfassbar. DER HATER schlechthin bezichtigt einen anderen, der nur seine Meinung sagt, als Hetzer. Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung, aber davon bist Du leider weiter weg als die Erde von Pluto. Oder soll das etwa satirisch gement sein?


Wie wärs mit Ironie!?...


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 Betreff des Beitrags: Re: Tenebrarum Booklets - Ja oder Nein?
BeitragVerfasst: 15.06.2018 18:13 
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OmegaMann hat geschrieben:
DJANGOdzilla hat geschrieben:
comicsandtelevision hat geschrieben:
Santorro hat geschrieben:

Dein Wunsch ist mir Befehl....aber gleiches Recht für alle.


Mit einem Forum in dem - Zitat User Dr.Schnauzbart - Kinderschänder und Vergewaltiger "gefeiert" werden, möchte ich auch nichts zu tun haben.
Bitte lösche auch meinen Account.


Nach 17 Beiträgen in 2 Tagen gewiss ein großer Verlust. :?


Dein Ausscheiden aus diesem Forum oder der Verzicht auf Deine schriftlichen Ausscheidungen hier wäre selbst nach über 2000 Posts absolut kein Verlust. Quantität ist nicht alles. 2000 x Müll ist immer noch Müll.


Du hast ja auch bestimmt alle seine 2000 Beiträge gelesen oder!?...


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 Betreff des Beitrags: Re: Tenebrarum Booklets - Ja oder Nein?
BeitragVerfasst: 15.06.2018 20:27 
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tomasmilian hat geschrieben:
...für eine trollende Stänkerei handwerklich eher mangelhaft
:D


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