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 Betreff des Beitrags: THELMA & LOUISE - Ridley Scott
BeitragVerfasst: 17.06.2018 00:26 
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Produktionsland/Jahr: USA 1991
Darsteller: Susan Sarandon, Geena Davis, Harvey Keitel, Michael Madsen, Brad Pitt, Stephen Tobolowsky, Lucinda Jenney, Christopher McDonald, Timothy Carhart
Drehbuch: Callie Khouri
Produziert von: Ridley Scott & Mimi Polk Gitlin
Musik: Hans Zimmer

Louise Sawyer (Susan Sarandon) und Thelma Dickinson (Geena Davis) sind zwei Hausfrauen, die endlich mal aus ihrem öden Eintagsleben ausbrechen wollen. Sie beschließen spontan zu verreisen, um endlich mal frei zu sein. An einer Raststätte versucht ein Mann Thelma zu vergewaltigen, woraufhin Louise ihn erschießt. Statt der Polizei die Notsituation zu erklären, flüchten die Beiden vom Tatort. Von nun an sind Polizist Hal Slocumb und etliche Polizisten hinter ihnen her. Die biederen Hausfrauen werden zu gejagten Outlaws...
(Ofdb)

Wenn Ridley Scott einen guten, interessanten Film gemacht hat, ist es THELMA & LOUISE.
Seine anderen hochgelobten "Klassiker" ALIEN und BLADE RUNNER haben mich nie gereizt.
Ich habe, ehrlich gesagt, bis vor Kurzem auch nicht gewusst, dass es sich hierbei um einen Ridley-Scott-Film handelt, aber das ist dann wohl eine der berühmten Ausnahmen von der Regel.
Denn eigentlich ist der Name Ridley Scott für mich nach wie vor ein rotes Tuch.
Aber THELMA & LOUISE ist zugegebenermaßen sehr gut geworden, sicher in dem Rahmen auch nicht viel besser möglich.
Auf jeden Fall hat Scott hier aber schon einmal einen großen Vorteil von Anfang an:
Er hat ein wirklich gutes Drehbuch zur Verfügung, eines wofür die Autorin Callie Khouri (dessen erstes Drehbuch dies war) auch vollkommen verdient den Oscar bekommen hat.
Ein tragikomisches Roadmovie mit Thrilleranleihen, versehen mit gesellschaftskritischen Untertönen, begleitet von einem starken Freiheitsgefühl und einfach kompromisslos und konsequent gegen alle Konventionen in jeder Hinsicht.
Und wie Scott das in bewegte Bilder umsetzt, ist ausnahmsweise grandios!
Er hat die richtigen Locations gefunden (u.a. sogar Monument Valley), er hat für die Hauptfiguren Thelma und Louise mit Geena Davis und Susan Sarandon ein harmonisches Duo gefunden.
Außerdem gibt's kleine, aber nicht weniger herausragende Rollen für Harvey Keitel und Michael Madsen.
Zu Brad Pitt: Naja, oft hochgelobt, aber mir ist der Typ sowieso nicht sonderlich sympathisch, von daher kann ich nur gutheißen, dass seine Rolle des J. D. ebenso klein ist, er nur wenig Screentime hat.
So kann er den Film auch nicht aus dem Gleichgewicht bringen oder groß schaden.
Was ebenso wenig schadet, sogar noch sehr viel bringt, ist die Musik.
Damit meine ich aber nicht die paar Melodien von Hans Zimmer, sondern viel mehr die Auswahl der Hintergrundsongs.
Die tragen den Film auch noch mit, da sind schon einige coole Lieder dabei, die das schon angesprochene Freiheitsgefühl hervorheben.
Und wenn ich mir das Gesamtwerk in allen Aspekten noch einmal durchdenke, glaube ich: 15-20 Jahre früher und das wäre höchstwahrscheinlich ein Sam-Peckinpah-Film geworden.
Er hat ja 13 Jahre zuvor mit CONVOY einen ähnlichen Film gedreht.
Zwar mit völlig anderen Intentionen, aber stimmungsmäßig und vom Gefühl her, ist THELMA & LOUISE (zumindest streckenweise) nicht viel anders.
Ansonsten bleibt mir nur noch zu sagen: Anschauen!
Auch wem Ridley Scott sonst nicht sonderlich interessiert, sollte Thelma und Louise eine Chance geben, die 2 Stunden lohnen sich bestimmt!
8/10

Trailer:
www.youtube.com Video From : www.youtube.com


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 Betreff des Beitrags: Re: THELMA & LOUISE - Ridley Scott
BeitragVerfasst: 17.06.2018 09:15 
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Ein toller Film, bei dem für mich nahezu alles passt. Vor allem auch Stephen Tobolowsky und ganz speziell Christopher MacDonald (das Telefonat! :D ). Und die Musik ist ebenfalls sehr schön, da hat Zimmer noch abwechslungsreich komponiert.

Und wie ist dein Verhältnis zu Scott zu verstehen? Interessiert dich das meiste nicht oder ist er ein rotes Tuch für dich? Wenn rotes Tuch, weswegen? Ich mag ja sein Auge für die großen Bilder.

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 Betreff des Beitrags: Re: THELMA & LOUISE - Ridley Scott
BeitragVerfasst: 17.06.2018 18:01 
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MMeXX hat geschrieben:
Und wie ist dein Verhältnis zu Scott zu verstehen? Interessiert dich das meiste nicht oder ist er ein rotes Tuch für dich? Wenn rotes Tuch, weswegen? Ich mag ja sein Auge für die großen Bilder.

Wo fange ich jetzt am besten an....
Es ist wohl so, dass mich das meiste von Scott nicht interessiert.
Wenn ich an den Namen Ridley Scott denke, fallen mir als erstes Titel wie GLADIATOR oder ROBIN HOOD ein.
Das in Verbindung mit der heutigen Zeit, ist für mich ein Brechmittel.
Die "großen Bilder" des heutigen Hollywood, so etwas ist für mich nur große Grütze.
Das schaut so übertrieben "groß" aus, das ist mir zuviel und schaut für mich dann auch nicht mehr ehrlich und echt aus.
Da habe ich dann immer das Gefühl, als hätte sich der jeweilige Regisseur gesagt: "Ich muss jetzt unbedingt etwas großes, kolossales schaffen".
Als ginge es einzig und allein um das große Spektakel und genau solche großen Spektakel der heutigen Zeit, die hasse ich!
Und aus irgendeinem Grund ist für mich Ridley Scott zum Inbegriff dieses Stils geworden, auch wenn mehr oder weniger alle (auch die allerkleinsten No-Name-Regisseure) in gewissen Genres so arbeiten.
Heute geht's anscheinend gar nicht mehr anders.

Es ist seltsam, aber es ist so.
Wenn ich an die Schlacht aus FALSTAFF denke, das schaut noch gut aus, weil es sich noch echt und ehrlich anfühlt.
Aber bei einer solchen Szene in der heutigen Zeit könnte ich kotzen.
Für mich wäre das alles nur mehr prätentios, aber heute geht sowas anscheinend leider nicht mehr anders.


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 Betreff des Beitrags: Re: THELMA & LOUISE - Ridley Scott
BeitragVerfasst: 17.06.2018 19:45 
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Und was ist mit "Alien" oder "Blade Runner"?


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 Betreff des Beitrags: Re: THELMA & LOUISE - Ridley Scott
BeitragVerfasst: 17.06.2018 22:20 
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Pa_Nik hat geschrieben:
Und was ist mit "Alien" oder "Blade Runner"?

Wie gesagt, haben mich beide nie gereizt, was sich jetzt auch nicht geändert hat, daher auch nie gesehen und ich habe auch nicht vor, das so schnell zu ändern.


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 Betreff des Beitrags: Re: THELMA & LOUISE - Ridley Scott
BeitragVerfasst: 18.06.2018 01:07 
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22. Black Rain (1989)
23. Mann im Hintergrund, Der (1987)
24. Legende (1985)
25. Blade Runner, Der (1982)
26. Alien - Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt (1979)
27. Duellisten, Die (1977)

Von diesen 25 von ihm allein inszenierten Kinofilmen ist nur ein recht kleiner Bruchteil solch gigantomanisches Film-Geprotze wie du es beschreibst.

DER MANN IM HINTERGRUND, BLACK RAIN, TRICKS, EIN GUTES JAHR und THE COUNSELOR sind eigentlich ganz "kleine" Filme, die teilweise wirklich sehr gut sind.

Und sehr viel aus der Mittelklasse ist top: LEGENDE, BLACK HAWK DOWN (imho einer der besten modernen Kriegsfilme ever!), AKTE JANE und AMERICAN GANGSTER & WHITE SQUALL taugen.


Du siehst... ich muss gar nicht erst mit dem Atomwaffenarsenal seiner Filmographie, ALIEN & BLADE RUNNER, auf dich ballern... da gibt's im vermeintlich Kleinkalibrigen schon einiges zu entdecken... es lohnt sich!

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 Betreff des Beitrags: Re: THELMA & LOUISE - Ridley Scott
BeitragVerfasst: 18.06.2018 10:53 
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Sbirro Di Ferro hat geschrieben:
Pa_Nik hat geschrieben:
Und was ist mit "Alien" oder "Blade Runner"?

Wie gesagt, haben mich beide nie gereizt, was sich jetzt auch nicht geändert hat, daher auch nie gesehen und ich habe auch nicht vor, das so schnell zu ändern.


Unfassbar. :shock: Eine echte Bildungslücke, die geschlossen gehört.


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 Betreff des Beitrags: Re: THELMA & LOUISE - Ridley Scott
BeitragVerfasst: 18.06.2018 11:40 
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Mit Ridley Scott assoziere auch ich in erster Linie den Begriff "Gigantomanie", wohl aus Filmen wie GLADIATOR oder ROBIN HOOD heraus. Fakt ist aber auch, dass sowohl ALIEN wie auch BLADE RUNNER den modernen SF-Film wesentlich geprägt haben, und man als Filmfan solche Sachen zumindest mal gesehen haben sollte. Zum einen von wegen Kanon und so, zum anderen aber auch um sehen, wie hoch eine Messlatte gelegt werden kann. Und die ist bei den beiden schon verdammt hoch. Ausserdem sind beide verdammt geile Filme, die überhaupt nicht altern.

Dass BLACK RAIN von Ridley Scott ist hatte ich gar nicht mehr auf dem Schirm. Ein geniales kleines Stückchen Grossstadtthriller, seit dessen Genuss vor fast 30 Jahren ich ein Faible für Andy Garcia habe. Auch DER MANN DER NIEMALS LEBTE hat mir sehr gut gefallen, und DIE AKTE JANE wäre ohne diese grossartigen Bilder völlig im B-Sumpf der 90er-Jahre untergegangen. Aber obwohl ich den vor Ewigkeiten nur einmal gesehen habe, haben sich so einige Bilder für mittlere Ewigkeiten eingeprägt.

In den letzten Jahren habe ich aber den Eindruck, dass bei seinen Filmen die Stories schwächer werden. THE COUNSELOR hatte starke Bilder, aber inhaltlich war das Teil eher leer. Und von DER MARSIANER und ALIEN: COVENANT habe ich das gleiche gelesen. Mein Interesse lässt nach ...

Nichtsdestrotrotz, und obwohl ich seinen Bruder für den Talentierteren der beiden halte, kommt man als Filminteressierter an Ridley Scott m.E. nicht vorbei. Schon allein wegen seiner ersten drei Filme (Danke für die Liste, TRAXX!!!). Give him a try, Sbirro!!

_________________
Die Umschreibung Neuentdeckung [...] ist natürlich nur eine äußerst persönliche Färbung, denn es handelt sich um ein Spektakel innerhalb der ganz eigenen Filmwelt. Die Suche nach Input, nach Neuem, und die Offenherzigkeit gegenüber Genres und Filmen jeder Art, führen mich immer wieder zu solchen Etappen, und auch wenn sich dieser Kreis niemals schließen wird, er erfährt mitunter durchaus erfreuliche Erweiterungen. (Prisma)


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 Betreff des Beitrags: Re: THELMA & LOUISE - Ridley Scott
BeitragVerfasst: 18.06.2018 18:12 
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TRAXX hat geschrieben:
1. Alles Geld der Welt (2017)
2. Alien: Covenant (2017)
3. Marsianer - Rettet Mark Watney, Der (2015)
4. Exodus - Götter und Könige (2014)
5. Counselor, The (2013)
6. Prometheus - Dunkle Zeichen (2012)
7. Robin Hood - Mythos oder Wahrheit (2010)
8. Robin Hood (2010)
9. Mann, der niemals lebte, Der (2008)
10. American Gangster (2007)
11. Gutes Jahr, Ein (2006)
12. Alle Kinder dieser Welt (2005)
13. Königreich der Himmel (2005)
14. Tricks (2003)
15. Black Hawk Down (2001)
16. Hannibal (2001)
17. Gladiator (2000)
18. Akte Jane, Die (1997)
19. White Squall (1996)
20. 1492 - Die Eroberung des Paradieses (1992)
21. Thelma & Louise (1991)
22. Black Rain (1989)
23. Mann im Hintergrund, Der (1987)
24. Legende (1985)
25. Blade Runner, Der (1982)
26. Alien - Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt (1979)
27. Duellisten, Die (1977)

Da steht so viel und so wenig, das mich jetzt auf den ersten Blick nach dem Trailer interessieren würde:

- Der Mann im Hintergrund
- Black Rain
- Black Hawk Down
- The Counselor

Die würde ich mir sicher irgendwann anschauen, wenn mir gar nichts interessanteres unterkommt, aber das dauert höchstwahrscheinlich noch ziemlich lange.

Ach ja, DIE AKTE JANE habe ich, glaube ich, sogar vor gar nicht allzu langer Zeit einmal auf Kabel 1 im Nachtprogramm gesehen.
Allerdings ohne in irgendeiner Weise groß beeindruckt gewesen zu sein.


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 Betreff des Beitrags: Re: THELMA & LOUISE - Ridley Scott
BeitragVerfasst: 18.06.2018 23:20 
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Scott ist visuell der beste, der zur Zeit arbeitet. Seine Bilder sind gewaltig aber eben nicht wirklich übertrieben (außer das Finale von Exodus...). Aber ich sehe es auch so, dass seit Robin Hood seine Storys schwächer werden. Tolle Ideen, die oftmals nicht richtig entwickelt wurden, was schade ist, dennn American Gangster, Der Mann, der niemals lebte, Ein gutes Jahr und White Squall sind in dieser Hinsicht großartig.


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 Betreff des Beitrags: Re: THELMA & LOUISE - Ridley Scott
BeitragVerfasst: 18.06.2018 23:27 
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Nobody hat geschrieben:
Scott ist visuell der beste, der zur Zeit arbeitet. Seine Bilder sind gewaltig aber eben nicht wirklich übertrieben (außer das Finale von Exodus...). Aber ich sehe es auch so, dass seit Robin Hood seine Storys schwächer werden. Tolle Ideen, die oftmals nicht richtig entwickelt wurden, was schade ist, dennn American Gangster, Der Mann, der niemals lebte, Ein gutes Jahr und White Squall sind in dieser Hinsicht großartig.

Hm ja, kann ich nicht wirklich beurteilen, da ich außer THELMA & LOUISE nichts kenne, aber eben, wie schon gesagt, mich das meiste von Scott auch nach den Trailern nicht interessiert.
Als aktiven visuell starken Regisseur würde ich noch Danny Boyle nennen, der - ich kann es nicht oft genug sagen - mit TRANCE einen der (nicht nur visuell, sondern allgemein) für mich schönsten Filme der letzten Jahre abgeliefert hat.
Und natürlich nicht zu vergessen Refn und Lynch (wenn man letzteren noch werten kann).


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 Betreff des Beitrags: Re: THELMA & LOUISE - Ridley Scott
BeitragVerfasst: 19.06.2018 02:39 
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Gerade visuell sind mir Scotts Filme zu oft zu oberflächlich, zu angeberisch, nicht wirklich schön, gerade die Älteren. Den Ruf des ehemaligen Werbefilmers hat er nicht zu Unrecht erhalten, das beeindruckt mich oft nicht, das ist nur oberflächenschön.
In den letzten Jahren ging er von dieser Oberflächenschönheit aber etwas weg, wurde etwas "schmutziger", aber voll überzeugen können mich auch diese Filme nicht, aber nun aus teils anderen Gründen.

Scotts schönster Film ist Alien, und der sieht für zum Glück mich nie wie ein Scott Film aus, während auch Blade Runner zu denen gehört die visuell so aufdringlich sind, daß das mich anfängt zu stören.

Aber die meisten von Scotts Filmen haben auch noch jede Menge andere Probleme. Trotzdem kein uninteressanter Regisseur, aber keiner für den ich mich wirklich interessiere.

Für Thelma und Louise habe ich ihn immer als den "falschen" Regisseur empfunden.


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 Betreff des Beitrags: Re: THELMA & LOUISE - Ridley Scott
BeitragVerfasst: 19.06.2018 16:47 
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Stanton hat geschrieben:
Für Thelma und Louise habe ich ihn immer als den "falschen" Regisseur empfunden.

Dann ist die Frage, wer wäre deiner Meinung nach der Richtige gewesen?
Peckinpah fällt weg, der hat ja damals schon nicht mehr gelebt und sonst fällt mir keiner ein, der für den Stoff besonders geeignet gewesen wäre, der da wesentlich mehr herausholen hätte können, als Scott das getan hat.

Ursprünglich hätte ja Scott, soweit ich weiß, nur als Produzent fungieren sollen.
Die getesteten Regisseure waren ihm aber angeblich alle nicht Recht und er hätte dann entschieden, dass er das selbst übernimmt.
So ist zumindest mein Wissensstand.


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 Betreff des Beitrags: Re: THELMA & LOUISE - Ridley Scott
BeitragVerfasst: 20.06.2018 12:54 
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Zuerst wollte eine Frau ihn inszenieren, soweit ich das erinnere. Scott kam dann erst sehr spät dazu.

Peckinpah? Auf den wäre ich nie gekommen. Möglich wären da ansonsten viele gewesen, sehr viele.


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 Betreff des Beitrags: Re: THELMA & LOUISE - Ridley Scott
BeitragVerfasst: 20.06.2018 18:10 
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Stanton hat geschrieben:
Zuerst wollte eine Frau ihn inszenieren, soweit ich das erinnere. Scott kam dann erst sehr spät dazu.

Eine Frau hätte den zuerst inszenieren sollen?
Wer wäre denn da in Frage gekommen, damals, wen gab's denn da?
Donna Deitch, Jane Campion, oder vielleicht gleich Callie Khouri selbst?
Erstes Drehbuch und das auch gleich selbst verfilmen hätte ja sicher auch gepasst.

Letztendlich kann es uns aber auch egal sein, der Film ist schon unter Scott gut geworden.


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 Betreff des Beitrags: Re: THELMA & LOUISE - Ridley Scott
BeitragVerfasst: 20.06.2018 20:50 
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Stanton hat geschrieben:
Zuerst wollte eine Frau ihn inszenieren, soweit ich das erinnere.


Interessant, das wusste ich nicht. Ich kann mir aber vorstellen, dass Mary Lambert ein gutes Ergebnis erzielt hätte.

Allerdings weiss ich auch nicht um die Begleitumstände, weshalb sie nach dem tollen FRIEDHOF DK kein Bein mehr auf den Boden bekam . . .


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 Betreff des Beitrags: Re: THELMA & LOUISE - Ridley Scott
BeitragVerfasst: 20.06.2018 22:02 
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Jimmy Stewart hat geschrieben:
sie nach dem tollen FRIEDHOF DK kein Bein mehr auf den Boden bekam . . .



Ich fand den enttäuschend nach dem Buch.

Da gibt es wirklich viel bessere King-Verfilmungen

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 Betreff des Beitrags: Re: THELMA & LOUISE - Ridley Scott
BeitragVerfasst: 21.06.2018 14:58 
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Sbirro Di Ferro hat geschrieben:
Stanton hat geschrieben:
Zuerst wollte eine Frau ihn inszenieren, soweit ich das erinnere. Scott kam dann erst sehr spät dazu.

Eine Frau hätte den zuerst inszenieren sollen?
Wer wäre denn da in Frage gekommen, damals, wen gab's denn da?
Donna Deitch, Jane Campion, oder vielleicht gleich Callie Khouri selbst?

Jimmy Stewart hat geschrieben:
Interessant, das wusste ich nicht. Ich kann mir aber vorstellen, dass Mary Lambert ein gutes Ergebnis erzielt hätte.


Zur damaligen Zeit wäre im Grunde eher die Regisseurin Kathryn Bigelow in Frage gekommen.
Nach ihren Filmen Near Dark und Blue Steel, die stilistisch, optisch und visuell wunderbar sind,
wäre sie die richtige für Thelma & Louise gewesen. Der hätte ich das ebenso zugetraut, wie nun
Ridley Scott. Auch thematisch wäre das ihr Ding gewesen, denke ich :)

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 Betreff des Beitrags: Re: THELMA & LOUISE - Ridley Scott
BeitragVerfasst: 22.06.2018 14:31 
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Anti-Hero hat geschrieben:
Jimmy Stewart hat geschrieben:
sie nach dem tollen FRIEDHOF DK kein Bein mehr auf den Boden bekam . . .



Ich fand den enttäuschend nach dem Buch.

Da gibt es wirklich viel bessere King-Verfilmungen


Die meisten King-Verfilmungen können mit den Büchern nicht mithalten. Es gibt wohl nur eine Handvoll derer, die wirklich gelungen sind. Als Film an sich, finde ich FDK aber durchaus gelungen. ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: THELMA & LOUISE - Ridley Scott
BeitragVerfasst: 22.06.2018 14:32 
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Graf von Karnstein hat geschrieben:
Sbirro Di Ferro hat geschrieben:
Stanton hat geschrieben:
Zuerst wollte eine Frau ihn inszenieren, soweit ich das erinnere. Scott kam dann erst sehr spät dazu.

Eine Frau hätte den zuerst inszenieren sollen?
Wer wäre denn da in Frage gekommen, damals, wen gab's denn da?
Donna Deitch, Jane Campion, oder vielleicht gleich Callie Khouri selbst?

Jimmy Stewart hat geschrieben:
Interessant, das wusste ich nicht. Ich kann mir aber vorstellen, dass Mary Lambert ein gutes Ergebnis erzielt hätte.


Zur damaligen Zeit wäre im Grunde eher die Regisseurin Kathryn Bigelow in Frage gekommen.
Nach ihren Filmen Near Dark und Blue Steel, die stilistisch, optisch und visuell wunderbar sind,
wäre sie die richtige für Thelma & Louise gewesen. Der hätte ich das ebenso zugetraut, wie nun
Ridley Scott. Auch thematisch wäre das ihr Ding gewesen, denke ich :)


Na klar, die Bigelow - natürlich! ;) Aber sie war zu dieser Zeit ja mit dem, für damalige Verhältnisse, megateuren Projekt GEFÄHRLICHE BRANDUNG beschäftigt.

Ich dachte an M. Lambert, weil sie aus der Videoclip-Ecke kommt und das m. E. schon zu T&L gepasst hätte. Allerdings fiel mir ad hoc auch keine andere Frau im Bizz ein, der man Anfang der 90er einen Kinofilm dieses Budgets anvertraut hätte.


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