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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Post subject: SWEETWATER - Logan Miller, Noah Miller
PostPosted: 11.08.2014 18:24 
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Alternativtitel: Sweetwater - Rache ist süß,Sweetwater - Blut schreit nach Blut
Produktionsland: USA
Jahr: 2013
Laufzeit: ca. 91 Minuten
Regie: Logan Miller, Noah Miller
Darsteller: January Jones, Ed Harris, Jason Isaacs, Eduardo Noriega uvm.
Drehbuch: Logan Miller, Noah Miller
Kamera: Brad Shield
Musik: Martin Davich

Inhalt:
In einem kleinen Ort in New Mexico herrscht der Priester aber eigentliche Sektenfüher Josiah (Jason Isaacs).Um das verschwinden von 2 durchreisenden zu klären kommt Sheriff Jackson (Ed Harris) in die Stadt schnell hat er Josiah im Verdacht.Doch Josiah hat nicht nur sie sondern auch den Farmer Miguel (Eduardo Noriega) erschoßen als dessen schwangere Witwe Sarah (January Jones) dies erfährt schwört sie Rache.

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Der Film kommt langsam im Fahrt bevor es richtig Los geht.Dennoch kommt keine Langeweile aus.Ein kleiner Film mit geringem Budget aber dennoch mit Namhafter Besetzung.January Jones zieht auch übrigens kurz mal blank.
War erst Skeptisch.Western im Jahre 2013 ob das was wird ? Optisch fehlt natürlich der "Dreck" sonst steht er aber früheren Western nichts nach.Kleines Kriterium könnte eventuell der Soundtrack sein etwas Modern wie ich finde das war in Django Unchained jedoch auch.Ist zwar alles nicht neu aber gut umgesetzt.Eine kleine eher unbekannte Perle des Neowesterns

7/10

Trailer:
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 Post subject: Re: SWEETWATER - Logan Miller, Noah Miller
PostPosted: 16.07.2015 12:19 
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Ich war sehr positiv überrascht von dem Streifen.
Toller Rache-Western mit starker Besetzung.

7,5/10

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 Post subject: Re: SWEETWATER - Logan Miller, Noah Miller
PostPosted: 20.07.2015 10:40 
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Der Trailer wirkt "tarantinoesk".


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 Post subject: Re: SWEETWATER - Logan Miller, Noah Miller
PostPosted: 20.07.2015 16:04 
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Ziemlich guter Film mit überzeugenden darstellerischen Leistungen - insbesondere von Ed Harris und January Jones.
Hatte zunächst nicht viel erwartet und war von der Qualität des Streifens dann sehr angetan. Für mich gab es keine Langeweile in diesem authentisch wirkenden Werk.
Ed Harris verkörpert den alternden Westerner überaus glaubwürdig - vergleichbar ähnlichen Darstellungen von Robert Duvall oder Tommy Lee Jones.
Die Rachethematik wurde spannend umgesetzt.
Erfreulich, dass immer noch sehenswerte Westernfilme produziert werden.
7/10


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 Post subject: Re: SWEETWATER - Logan Miller, Noah Miller
PostPosted: 04.08.2016 15:18 
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Schwach ist der Film sicher nicht, aber in gewisser Weise bin ich schon enttäuscht.
Langweilig war mir nie, die Figuren sind durchaus recht interessant und die Musik auch ganz passend für einen solchen Neo-Western.
Aber der Film ist irgendwie unausgewogen.
Mit einer Einführungsphase hält man sich gar nicht lange auf, das erste Drittel gehört dem Pfarrer, das zweite Drittel dem Pfarrer und dem Sheriff.
Erst in der letzten halben Stunde (was dann genau genommen schon weniger als ein Drittel ist, weil das Ganze ja nur 84 Minuten dauert) tritt die Witwe mehr in den Vordergrund und somit auch die eigentliche Rachegeschichte.
Meiner Meinung nach ist das alles davor eher ein bisschen zu langgezogen worden, bevor man sich dem Rachefeldzug widmet.
Zwar gibt's auch in den ersten 55 Minuten ein paar interessante Szenen, aber im Großen und Ganzen ist das nichts Besonderes, wenn auch nicht schlecht.
Eben diese letzte halbe Stunde reißt aber doch noch einiges raus.
Mit den Leistungen von January Jones, Ed Harris und Jason Isaacs dazu, schafft es SWEETWATER gerade noch in den überdurchschnittlichen Bereich.
7/10


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 Post subject: Re: SWEETWATER - Logan Miller, Noah Miller
PostPosted: 07.07.2018 19:14 
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Sarah und ihr Mann Miguel haben eine kleine Farm, irgendwo im Nichts von New Mexico. Rechts ist der Ort, mit einem Nichtsnutz von Sheriff und einer Bank, die ihnen auf ihre Ersparnisse von 14 Dollar Kontoführungsgebühren in Höhe von 7 Dollar berechnet. Und links ist der Prophet Josiah, der den Menschen Gottes Wort am ehesten mit dem Messer oder mit seinem eigenen Schwanz einführt. Als Josiah Miguel tötet, hat Sarah nichts, aber auch rein gar nichts mehr zu verlieren. Sie will nur noch eines: Rache! Allerdings gibt es da noch den neuen Sheriff Cornelius Jackson, der die Buchstaben des Gesetzes sehr sehr ernst nimmt. Und der Josiah gewaltig auf dem Kieker hat. Allerdings ist auch die Liebe zwischen ihm und Sarah nicht sonderlich groß, denn Sarahs Mutter ist eine bekannte Hure, und der Vater wurde von Jackson höchstpersönlich gehängt.

OK, die Geschichte ist schon sehr rudimentär. Ich meine, bei Western ist so etwas nun normalerweise kein Hinderungsgrund, und da können komplexe Stories auch durchaus mal ein Stimmungstöter sein. Aber diese Erzählung hier ist schon verdammt simpel gestrickt: Mann A tötet Mann von Frau B, Sheriff C geht A deswegen an, und B nimmt ihre Knarre und metztelt alles nieder. Aber SWEETWATER punktet mit anderen Dingen ganz gewaltig: Da sind einmal die grandiosen Schauspieler. Ed Harris, der grundsolide und manchmal fast etwas bieder wirkende Ed Harris, gibt in einer unglaublichen Performance den freiheits- und gesetzliebenden Cornelius Jackson, der sich in gigantischen DMAX-Naturaufnahmen die Liebe zum Leben und den Respekt vor der Schöpfung aus dem Leibe singt und prügelt. Allein seine Show, wenn er Josiah beim Essen demonstriert, wie er auf die Spur der vermissten Brüder gekommen ist, das ist ganz ganz großes Kino. Tja, und Josiah, das ist Jason Isaacs, den man sonst eher als böse-intriganten Lucius Malfoy aus den HARRY POTTER-Verfilmungen kennt. Diese Rolle hier ist ähnlich angelegt, und Isaacs schafft es glatt, noch mal eine Schippe draufzulegen. Der Mann ist eine eisige Mischung aus Rührseligkeit und Mordlust, aus hemmungslosem Sexualtrieb und unbeschreiblicher Arroganz. So wie Josiah seine Gefolgschaft beherrscht, so beherrscht Isaacs in seinen Szenen den Film. Diese Augen, diese ganze Erscheinung, diese Ausstrahlung – ein Satan in Menschengestalt, dessen Anziehungskraft schwer zu widerstehen ist.
Zwischen den beiden Männern hat January Jones es nicht leicht, weswegen ihr Spiel auch stark zurückgenommen ist. Sie schaut, sie leidet, sie zeigt unaufdringliche Stärke, und kann sich genau damit behaupten. Wenn sie den Dreckschweinen in der Stadt zeigt was eine Hure alles kann, dann lacht das Herz des Rape and Revenge-Fans. Allein das bleigefüllte Arschloch ist bereits die halbe Miete.

Nun ja, die grandiosen Naturaufnahmen erwähnte ich bereits, und dazu kommt dann noch ein ruhiger und sehr manipulativer Soundtrack, der sich mitnichten aus dem Western-Fundus bedient, sondern eher aus dem (Gothic-) Horror-Genre kommt und die Stimmung des Films ganz wesentlich beeinflusst. Genauso wie der Wind, der im Hintergrund heult und stöhnt und atmet, und damit eine fast permanente Unbehaglichkeit etabliert. Nur bei den glücklicheren Bildern des Ehepaars Ramírez ist kein Wind zu spüren, da beherrschen Gemütlichkeit und Heimeligkeit die Welt, und bei aller Armut merkt man wie zufrieden die beiden wären. So man sie liesse …

Sprich, der Film spielt sehr gekonnt mit den Gefühlen des Zuschauers. Und wenn die Geschichte ein klein wenig intelligenter wäre, dann hätte ich mit einer höheren Wertung auch keine Probleme gehabt. Aber schon alleine Jason Isaacs und Ed Harris sind es wert, sich SWEETWATER anzuschauen. Ich hätte ganz ehrlich nicht gedacht, dass heutzutage noch so gute Western gedreht werden. So ganz ohne Kitsch und Larmoyanz, sondern reduziert auf das Wesentliche: Staub, Blut und Blei.

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Die Umschreibung Neuentdeckung [...] ist natürlich nur eine äußerst persönliche Färbung, denn es handelt sich um ein Spektakel innerhalb der ganz eigenen Filmwelt. Die Suche nach Input, nach Neuem, und die Offenherzigkeit gegenüber Genres und Filmen jeder Art, führen mich immer wieder zu solchen Etappen, und auch wenn sich dieser Kreis niemals schließen wird, er erfährt mitunter durchaus erfreuliche Erweiterungen. (Prisma)


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