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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Betreff des Beitrags: Re: AMIGOS- DIE (B)ENGEL LASSEN GRÜSSEN - Giulio Petroni
BeitragVerfasst: 10.07.2018 16:47 
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Stanton hat geschrieben:
Wenn der im Zuge des Komödienbooms neu gestartet wurde, dann ist der mir Sicherheit neu geprüft worden, denn dann wäre FSK 12 essentiell gewesen.

Z.B. sind bei der WA aller damaligen Bond Filme in 1978 auch alle neu auf FSK 12 geprüft worden, und dafür vom Verleih vorher auch teils entschärft worden.

Sollte er damals tatsächlich wieder aufgeführt worden sein, frage ich mich aber, warum hätte man den damals nicht auch mit einer neuen Synchro verbrandt? ;)
Wäre ja nicht der erste und einzige, der im Nachhinein, im Zuge der Komödienwelle verblödelt neusynchronisiert geworden wäre.


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 Betreff des Beitrags: Re: AMIGOS- DIE (B)ENGEL LASSEN GRÜSSEN - Giulio Petroni
BeitragVerfasst: 10.07.2018 17:06 
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Sicher, aber auch das neusynchronisieren ist nicht immer konsequent durchgezogen worden.

Übrigens waren die beiden Trinita Filme in Deutschland ebenfalls FSK 16. Heute werden diese ja schon als Kinderfilme wahr genommen, aber damals galten sie noch als eher vulgär.


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 Betreff des Beitrags: Re: AMIGOS- DIE (B)ENGEL LASSEN GRÜSSEN - Giulio Petroni
BeitragVerfasst: 10.07.2018 17:23 
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Stanton hat geschrieben:
Übrigens waren die beiden Trinita Filme in Deutschland ebenfalls FSK 16. Heute werden diese ja schon als Kinderfilme wahr genommen, aber damals galten sie noch als eher vulgär.

Ja, das habe ich auch gehört.
Mir ist das so erzählt worden, dass es bei solchen Filmen - von zumindest einer gewissen Altersgruppe - immer noch geheißen hat: "Da werden dauernd Leute verprügelt (oder erschossen, was ja im Fall vom ersten Trinita sogar noch gestimmt hat, wenn man's genau nimmt), das kann man doch nicht machen, wie kann man sich denn so etwas nur anschauen..."
Obwohl es doch offensichtlich war und ist, dass das alles nicht ernst gemeint war und als Komik verstanden werden sollte.


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 Betreff des Beitrags: Re: AMIGOS- DIE (B)ENGEL LASSEN GRÜSSEN - Giulio Petroni
BeitragVerfasst: 10.07.2018 17:47 
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Der erste Trinita darf auch an Ostern nicht gezeigt werden. Ebenso Zwei vom Affen gebissen, nicht aber Gott vergibt, Django nie... :lol: Soviel dazu, wie wohl durchdacht diese Listen sind.


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 Betreff des Beitrags: Re: AMIGOS- DIE (B)ENGEL LASSEN GRÜSSEN - Giulio Petroni
BeitragVerfasst: 10.07.2018 17:59 
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Nobody hat geschrieben:
Der erste Trinita darf auch an Ostern nicht gezeigt werden.

Na ist doch klar, oder?
Wenn da jemandem die Eier weggeschossen werden... ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: AMIGOS- DIE (B)ENGEL LASSEN GRÜSSEN - Giulio Petroni
BeitragVerfasst: 18.11.2018 14:52 
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Gerade geschaut, und in der ersten Hälfte ständig irritiert gewesen: "das kenne ich doch" und "diese Sequenz habe ich schon mal gesehen" wechselten sich permanent mit "aber den Film kenne ich doch gar nicht" und "den habe ich doch unter Garantie noch nicht geschaut" ab, und sorgten mit dem seltsam anmutenden '68er-Gebräu aus beinhartem Italo und burlesker Komödie für zusätzliche Verwirrung. So dauerte es ganz schön lange bis mir dämmerte, was für ein brillanter Film das ist, und warum mir manches bekannt vorkam: ich hatte die erste halbe Stunde schon einmal "genossen", die Sichtung aber aufgrund der schlechten Qualität der Koch-Scheibe und vor allem aufgrund der mich damals irritierenden komödiantischen Einlagen, abgebrochen, da ich nicht in der Stimmung für 'so etwas' war.

Besondere Filme benötigen eben immer eine besondere Herangehensweise. Nun, beim zweiten Versuch, hab ich mich irgendwann auf die krude Mischung eingelassen, und obwohl mich diesmal eher die Gewaltspitzen irritiert haben, gehören sie unbedingt zum Film, der eigentlich eine düster-melancholische Grundstimmung in sich trägt. Der Humor erinnert mich dabei ein ein knochentrockenes "jetzt erst Recht" im Angesicht grenzenlos scheinender Verzweiflung. Eine Art Camus-Western, wenn man so möchte.

Die Quali der Koch-DVD ist leider nur gehobenes VHS-Niveau, und der Bildausschnitt ist stark beschnitten, was mir vor allem am oberen Bildrand gleich zu Beginn störend auffiel. Immerhin ist der italienische Ton nicht totgefiltert, wie es bei früheren Koch-Releases oder auch im Ausland bei Arrow und Co. gerne der Fall ist (ich weiß nicht, was die Italiener da mit dem Ton immer machen, aber es ist meist eine Vollkatastrophe - warum das scheinbar keinen stört, weiß ich auch nicht). Jedenfalls freue ich mich auf zukünftige Sichtungen in besserer Bild-Qualität (und hoffentlich nicht schlechterer Tonqualität).

Der Score von Morricone ist recht schmal ausgefallen, im Grunde zwei Stücke, die variiert eingesetzt werden. Das generell oft mit "Chased" betitelte, hat mir dabei enorm gemundet, wobei ich noch nicht so recht weiß, wie ich es finden soll, dass es im Film immer nur angespielt wird, aber immer von einer fortschreitenderen Stelle ausgehend, so dass es zum Ende des Films dann - über den Film verteilt - im Grunde doch ganz zu hören war. Budgetgründe, Morricone wollte nicht mehr komponieren, oder doch ein filmisch eigenwillig-genialer Einsatz des Scores?

Egal, der Streifen ist wie gesagt klasse! War mein zweiter Petroni nach La Notte dei serpenti (1970), der auch schon recht eigenwillig und toll war. Aber ist das nicht fast jeder (zweite) Italowestern, eigenwillig? Vielleicht ist das einer der primären Gründe, warum immer noch gilt Leone hätte die besten gedreht, danach gäbe es noch eine handvoll ähnlich guter, und der Rest... naja, wäre eben der Rest: weil die Eigenwilligkeit eines Leone als Schablone genommen wird, durch die die anderen Eigenwilligkeiten nicht so recht passen wollen.

Jedenfalls sehe ich das inzwischen deutlich anders, und AMIGOS kann mit so einigen Leones mithalten, und steckt sie in manchen Aspekten auch locker in die Tasche. Ein (weiteres) einzigartiges Kleinod ist das, und ein cineastischer Hochgenuss.

_________________
To please the majority is the requirement of the Planet Cinema. As far as I'm concerned, I don't make a concession to viewers, these victims of life, who think that a film is made only for their enjoyment, and who know nothing about their own existence.


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 Betreff des Beitrags: Re: AMIGOS- DIE (B)ENGEL LASSEN GRÜSSEN - Giulio Petroni
BeitragVerfasst: 18.11.2018 18:11 
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Dr. Zombi hat geschrieben:
Jedenfalls sehe ich das inzwischen deutlich anders, und AMIGOS kann mit so einigen Leones mithalten, und steckt sie in manchen Aspekten auch locker in die Tasche. Ein (weiteres) einzigartiges Kleinod ist das, und ein cineastischer Hochgenuss.

Also man liest von dir ja öfter etwas, das man sonst kaum wo liest, aber so etwas, dass hier gleich eine relativ mittelmäßige halbe IW-Komödie (eine unter hunderten) über Leone gestellt wird, hätte ich mir nicht einmal von dir erwartet. :o
Leone ist und bleibt (für mich und wohl auch in den Augen der meisten Anderen) das non-plus-ultra des IW (wenn nicht des Western generell).
Der einzige, der künstlerisch das Zeug hatte, ihm gleichzukommen, ist Peckinpah.
Zwischen den beiden und dem Rest klafft eine große Lücke.


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 Betreff des Beitrags: Re: AMIGOS- DIE (B)ENGEL LASSEN GRÜSSEN - Giulio Petroni
BeitragVerfasst: 18.11.2018 18:32 
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Sbirro Di Ferro hat geschrieben:
Dr. Zombi hat geschrieben:
Jedenfalls sehe ich das inzwischen deutlich anders, und AMIGOS kann mit so einigen Leones mithalten, und steckt sie in manchen Aspekten auch locker in die Tasche. Ein (weiteres) einzigartiges Kleinod ist das, und ein cineastischer Hochgenuss.

Also man liest von dir ja öfter etwas, das man sonst kaum wo liest, aber so etwas, dass hier gleich eine relativ mittelmäßige halbe IW-Komödie (eine unter hunderten) über Leone gestellt wird, hätte ich mir nicht einmal von dir erwartet. :o
Leone ist und bleibt (für mich und wohl auch in den Augen der meisten Anderen) das non-plus-ultra des IW (wenn nicht des Western generell).
Der einzige, der künstlerisch das Zeug hatte, ihm gleichzukommen, ist Peckinpah.
Zwischen den beiden und dem Rest klafft eine große Lücke.


Kann man so sehen, aber das ist meiner Meinung nach (eben) Geschmackssache. Ich finde zum Beispiel Peckinpah nicht so dolle (auch wenn ich einiges, und auch manche Western, von ihm mag. Da hab ich locker 50 Westernregisseure, die ich lieber mag und für fähiger halte. Leone finde ich hingegen auch klasse, aber das Nonplusultra ist er auch nicht. Das Westerngenre ist auch viel zu vielfältig, als da eine Stilistik oder eine handvoll Filme ein Ideal darstellen könnten. Das tolle am Western, auch als Genre, ist ja, dass man da eben alles mit machen kann, sozusagen jedes andere Genre als Western verpacken kann. Hast ein paar Cowboys auf Pferden um 18irgendwas in den USA, und schwupps ist es ein Western. Egal wie und was du sonst erzählst.

Ich hab vor 20 Jahren auch mal gedacht Leone wäre das Nonplusultra, etc. pp. aber je mehr Western ich sehe, desto mehr entdecke und schätze ich eben die Vielfalt. Und sehe halt nicht mehr alles mit "jeder Western muss sich an XY messen lassen". Wieso überhaupt? Leone macht sein Ding, andere machen ihr Ding. Und manches andere Ding gefällt mir inzwischen (deutlich) besser.

Ich denke, es ist ein großer Fehler, sich allzu früh allzu sehr von etwas beeindrucken zu lassen, und dann von gänzlich anderen Dingen zu erwarten, dass sie diesen Vorstellungen "entsprechen" soll(t)en. Also nach dem Motto, wenn ein Italowestern toll sein soll, soll er möglichst so sein, wie ein Leone. Wenn er das nicht ist, ist er dann automatisch schwächer, etc. Da gabe ich so den Eindruck, dass das oft passiert, und das ist für mich ziemlich schwachsinnig.

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