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 Betreff des Beitrags: Across the Mason-Dixon-Line: das Südstaaten-Kino vornehmlich der 70er/80er Jahre
BeitragVerfasst: 07.07.2018 21:28 
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Das Burt Reynolds-Vehikel „White Lightning“ (USA 1973, dt. Titel: Der Tiger hetzt die Meute), um den Schwarzbrenner Gator McKlusky, stellte laut Reynolds sowas wie den Startschuss für ein ganzes Subgenre dar, nämlich „"the beginning of a whole series of films made in the South, about the South and for the South. No one cares if the picture was ever distributed north of the Mason-Dixon line because you could make back the cost of the negative just in Memphis alone. Anything outside of that was just gravy.
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Der erste Film rund um Moonshine-Brennerei in den Sümpfen, Ärger mit stiernackigen Sheriffs, latenten Rassismus, Landeier, Southern Charm und sonstige Eigenarten in einem schwülen Setting bis hin zum Southern Gothic war es natürlich nicht … doch sind all dies eigentlich stets Zutaten für recht interessante Filme, die ich mit eurer Hilfe gerne in diesem Thread sammeln würde.

Kollege Reynolds, mit und ohne Schnurre, war selbst recht aktiv in diesem Genre, mir fällt hier zunächst natürlich die deutlich schwächere Fortsetzung zu obigem Startschuss ein: „Gator“ (USA 1976, dt. Titel: Mein Name ist Gator), welcher mit dem großen Zeh ja bereits eher im Smokey and the Bandit-Tümpel als im Bayou dümpelt, dazu noch Filme wie Robert Aldrichs „The Longest Yard“ (USA 1974, dt. Titel: Die Kampfmaschine bzw. Die längste Meile) sowie John Boormans „Deliverance“ (USA 1972, dt. Titel: Beim Sterben ist jeder der Erste) . Bild

In eine ähnliche (geographische) Kerbe schlägt eindeutig Walter Hills „Southern Comfort“ (USA 1981, dt. Titel: Die letzten Amerikaner).
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Oft kopiert und nie erreicht wurde natürlich Stuart Rosenbergs „Cool Hand Luke“ (USA 1967, dt. Titel: Der Unbeugsame) mit einem grandiosen Paul Newman, in dem auch beantwortet wird, wie viele hartgekochte Eier man sich so reindrücken kann? „I don't care if it rains or freezes - long as I got my plastic Jesus - riding on the dashboard of my car.Bild

Um zwei Ecken assoziiert, wenngleich filmhistorisch wohl eher im Südstaaten-Rassismus-Drama in der Tradition von Norman Jewisons “In the Heat of the Night” (USA 1967, dt. Titel: In der Hitze) zu verorten, denke ich noch Alan Parkers „Mississippi Burning“ (USA 1988, dt. Titel: Mississippi Burning - Die Wurzel des Hasses).

Ebenfalls möchte ich den Film mit der vielleicht besten Tagline ever erwähnen, Monte Hellmans "Cockfighter" (USA 1974) mit dem beeindruckend schweigsamen Warren Oates. He came into town with his cock in his hand, and what he did with it was illegal in 49 states. :!:
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Von den aktuelleren Dixie-Filmen seien noch Jeff Nichols‘ „Mud“ (USA 2012) sowie Bertrand Taverniers „In the Electric Mist“ (USA/FRAU 2009, dt. Titel: Mord in Louisiana) als Tipps genannt.

Darüber hinaus ist jedem die hervorragende erste Staffel der Anthologie-Serie „True Detective“ ans Herz zu legen, nicht nur ein Höhepunkt im Bereich Südstaaten-Mystik und des seriellen Erzählens, sondern auch Kern der sogenannten McConnaissance.

An weiteren Meinungen, Deinungen und Empfehlungen bin ich sehr interessiert, vornehmlich an Tipps aus den 70er und 80er Jahren. Danke.

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Zuletzt geändert von Cayopei am 09.07.2018 20:23, insgesamt 4-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Across the Mason-Dixon-Line: das Südstaaten-Kino vornehmlich der 70er/80er Jahre
BeitragVerfasst: 07.07.2018 22:13 
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Ich mag das Subgenre ebenfalls sehr gerne.

Etwas, dass du unbedingt sehen solltest, ist die grandiose Serie Hap and Leonard. :)
Das Geschehen spielt in den 1980er-Jahren und bietet mehr oder weniger alle von dir angesprochenen (Qualitäts-)Merkmale.

Letzte Woche habe ich die dritte und leider letzte Staffel zu Ende geschaut und bin nach wie vor fassungslos, dass so eine großartige Serie nicht fortgeführt werden wird.

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 Betreff des Beitrags: Re: Across the Mason-Dixon-Line: das Südstaaten-Kino vornehmlich der 70er/80er Jahre
BeitragVerfasst: 07.07.2018 22:35 
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Danke für den Hinweis! Hap and Leonard hatte ich mir tatsächlich schon mal vorgenommen zu sehen, aber bisher einfach nicht geschafft. Alles, wo Michael (mothafuckin' Omar) Kenneth Williams mitspielt, kann ja per se nicht ganz schlecht sein...

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 Betreff des Beitrags: Re: Across the Mason-Dixon-Line: das Südstaaten-Kino vornehmlich der 70er/80er Jahre
BeitragVerfasst: 08.07.2018 20:15 
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Sollte der Sumpf bereits trockengelegt, die letzte Flasche Moonshine geleert sein?
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Zuletzt geändert von Cayopei am 09.07.2018 20:27, insgesamt 2-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Across the Mason-Dixon-Line: das Südstaaten-Kino vornehmlich der 70er/80er Jahre
BeitragVerfasst: 08.07.2018 21:34 
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Cayopei hat geschrieben:
Sollte der Sumpf bereits trockengelegt, die letzte Flasche Moonshine geleert sein?

Nein, gewiss (noch) nicht, zumindest was mich betrifft :mrgreen:
Thema ist schon interessant, ebenso so einige Filme, die gut sind :)

Das DIE KAMPFMASCHINE hier mit reinfällt, überrascht mich doch ein wenig :? Habe den Film damals auf DVD gesehen, als der erschien, aber irgendwie konnte ich mit dem recht wenig anfangen. Allerdings wie Burt Reynolds anfangs die Frau behandelt, war ziemlich grob :mrgreen: . ;) Ansonsten ist bei mir vom Film allerdings nicht viel in Erinnerung geblieben. War weniger mein Fall.

Habe dann noch erst mal zwei weitere Filme, die hier ins Schema passen dürften.

DIE GLUT DER GEWALT USA 1969
(Ot: THE LIBERATION OF L.B. JONES)
In einer Kleinstadt in den Südstaaten der USA vertuscht ein angesehener Rechtsanwalt (Lee J. Cobb) den Mord eines weißen Polizisten an einen Neger/Schwarzen. Man will den guten Ruf und das Ansehen der Stadt und des Polizeibeamten nicht beschädigt sehen. Zusätzlichen Zündstoff gibt es, weil sich ein Polizist mit einer Schwarzen eingelassen hat, die auch noch ein Kind von ihm erwartet und ein anderer Schwarzer (Yaphet Kotto) zur Waffengewalt greift.

Unter der Regie von (Ben Hur) Regisseur WILLIAM WYLER entstand dieses Rassendrama. Desweiteren mit Anthony Zerbe, Roscoe Lee Browne, Lona Falana ect. Ist leider lange her, seit ich den mal zu Videozeiten sah. Habe den aber als gut in Erinnerung :)


VERFLUCHT SIND SIE ALLE USA 1974
(Ot: THE KLANSMAN)
Eine Bürgerrechtsbewegung der Schwarzen in den 1960er Jahren, die immer populärer wird, stößt im Süden der USA in Alabama immer mehr auf Widerstand gewisser Weißer. Sheriff Bascomb (Lee Marvin) gerät hier zwischen alle Fronten, der es u.a. mit dem Ku Klux Klan zu tun bekommt. Als dann noch ein Schwarzer eine Weiße vergewaltigt und dafür ein anderer Schwarzer unschuldig von Weißen dafür regelrecht hingerichtet wird, eskaliert die Gewalt und alles spitzt sich sehr drastisch zu.

Hervorragender Film von (James Bond) Regisseur TERENCE YOUNG, der die Problematik und Rassenkonflikte in der Gesellschaft Amerikas sehr gut darstellt. Auch wenn der Film teilweise recht hart daher kommt, so ist die hier gezeigte Gewalt nie Selbstzweck und die Handlung/Geschichte wird auch nicht aus den Augen verloren. Des weiteren ist der Film ferner noch mit Richard Burton, Cameron Mitchell, Linda Evans, Lola Falana, O.J. Simpson usw. sehr gut besetzt. Ganz starker Film, der keine Gefangenen macht :jc_doubleup:

Der erschien zum Glück auf DVD. Allerdings erschien der fast parallel zweimal. Zu empfehlen sei aber nur die DVD vom Label MVL, da hier Bild und Ton gut sind. Die andere, die wohl kurz danach raus kam ist vom Bild her weniger toll.
Soweit erst mal für den Anfang :)

Edit: Ach so,... der DVD Titel lautet übrigens VERFLUCHT UND VERKOMMEN ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: Across the Mason-Dixon-Line: das Südstaaten-Kino vornehmlich der 70er/80er Jahre
BeitragVerfasst: 08.07.2018 22:14 
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McClean (David Keith) steht kurz vor dem Abschluß seiner Ausbildung an einer Militärakademie in South Carolina, als mit Pearce (Mark Breland) der erste schwarze Kadett aufgenommen wird. Die Rituale, mit denen die Neuankömmlinge terrorisiert wurden, waren schon immer brutal. Für Pearce jedoch wird die Akademie zur Hölle. Insbesondere «Die Zehn», ein rassistischer Geheimbund, macht ihm das Leben zur Qual. McClean, der Pearce vor Übergriffen schützen soll, gerät selbst immer mehr ins Schußfeld seiner Kameraden.
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 Betreff des Beitrags: Re: Across the Mason-Dixon-Line: das Südstaaten-Kino vornehmlich der 70er/80er Jahre
BeitragVerfasst: 08.07.2018 22:14 
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Graf von Karnstein hat geschrieben:
VERFLUCHT SIND SIE ALLE USA 1974
(Ot: THE KLANSMAN)
Ganz starker Film, der keine Gefangenen macht :jc_doubleup:


www.youtube.com Video From : www.youtube.com


:jc_doubleup: :jc_doubleup:


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 Betreff des Beitrags: Re: Across the Mason-Dixon-Line: das Südstaaten-Kino vornehmlich der 70er/80er Jahre
BeitragVerfasst: 08.07.2018 23:13 
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Aber passt The Klansman überhaupt in die Südstaaten-Kino - Sparte wenn man nach obiger Definition geht?

Zitat:
[...]the beginning of a whole series of films made in the South, about the South and for the South. [...]


Bei The Klansman kann ich mir vorstellen, dass das Publikum in den Südstaaten den Film nicht sonderlich positiv empfing. Da fällt mir Roger Cormans toller Film "Weißer Terror" mit William Shatner ein der im Jahre 1962 in einer Hochphase der US-Amerikanischen Bürgerrechtsbewegung in die Kinos kam und beim Publikum in den Südstaaten nicht sonderlich gut ankam.

Nochmal zur deutschen Veröffentlichungsproblematik von The Klansmen (oder Verflucht und Verkommen) der Kauf der guten DVD könnte sich als schwierig herausstellen. Laut ofdb gibt es drei deutsche DVD-Veröffentlichungen und alle haben exakt das gleiche Cover, wer auf die Idee gekommen ist weiß ich auch nicht :roll:
Lediglich auf der Rückseite bestätigt das kleine MVL-Logo den Kauf der richtigen Fassung mit dem ordentlich dänischen(?)-Bildmaster :)


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 Betreff des Beitrags: Re: Across the Mason-Dixon-Line: das Südstaaten-Kino vornehmlich der 70er/80er Jahre
BeitragVerfasst: 09.07.2018 12:08 
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Cayopei hat geschrieben:
Sollte der Sumpf bereits trockengelegt, die letzte Flasche Moonshine geleert sein?


Nein, ist zwar auch wiederum eine Serie aus der Gegenwart, allerdings ist Quarry eine absolute Pflichtveranstaltung! :)
www.youtube.com Video From : www.youtube.com


Das Südstaatenthema ist nicht ganz so präsent wie beispielsweise dem angesprochenen Hap and Leonard,
dennoch für alle Freunde des (Südstaaten-)Action-Kinos der 70er zu empfehlen.
Beim Schauen musste ich ständig an Die durch die Hölle gehen. Auch wenn der Film und die Serie durchaus unterschiedlich sind!

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 Betreff des Beitrags: Re: Across the Mason-Dixon-Line: das Südstaaten-Kino vornehmlich der 70er/80er Jahre
BeitragVerfasst: 09.07.2018 15:17 
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Dankeschön für die Tipps! Zunächst muss ich mir mal The Klansman besorgen...

Ganz so eng, wie Burt Reynolds es im Eingangszitat definiert, müssen wir das nun auch nicht sehen. Mir geht es prinzipiell eher um Setting und Thematik als um ein konsequentes good ol' boys-Feeling, welches in New York keinen Kritiker hinterm Ofern hervorlockt, und was Reynolds vermutlich meint.

Edit: jetzt bestelle ich mir gerade den Klansman, (vermutlich) auch die richtige Version, nur um dann festzustellen, dass bei allen dt. Veröffentlichungen die Originaltonspur fehlt. Nerv!

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 Betreff des Beitrags: Re: Across the Mason-Dixon-Line: das Südstaaten-Kino vornehmlich der 70er/80er Jahre
BeitragVerfasst: 09.07.2018 15:50 
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wenn das Thema nicht ganz so eng gesteckt ist, dann möchte ich auch auf "The Birth of a Nation" von D.W. Griffith sowie "The Black Klansman" von Ted V. Mikels hinweisen, wo der Ku-Klux-Klan-Stoff ebenso im Mittelpunkt steht...

hinsichtlich Südstaaten:

"Two Thousand Maniacs!" und "This Stuff'll Kill Ya!" (den möchte ich für das Thema ausdrücklich empfehlen) vom guten H. G. Lewis;

hinsichtlich Drive-In-Kino der 70er Jahre vielleicht:

"Macon County Line" von Richard Compton...

was wäre mit der Serie "Justified"? Hat mir sehr gut gefallen...


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 Betreff des Beitrags: Re: Across the Mason-Dixon-Line: das Südstaaten-Kino vornehmlich der 70er/80er Jahre
BeitragVerfasst: 09.07.2018 15:55 
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An neuen Filmen hat mir LAWLESS gut gefallen. Die WALKING TALL - Reihe würde hier denke ich auch reinpassen. Vorallem gefällt mir hier der DTV - Film WALKING TALL: THE PAYBACK. Ist von der neuen Trilogie. Ich kenne auch nur die neuen und den ersten alten, auch DER GROßE AUS DEM DUNKELN.


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 Betreff des Beitrags: Re: Across the Mason-Dixon-Line: das Südstaaten-Kino vornehmlich der 70er/80er Jahre
BeitragVerfasst: 09.07.2018 16:43 
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Stimmt, das Walking Tall-Original wollte ich mir auch mal zulegen ... gibt es da eine lohnenswerte Veröffentlichung?

Und, bzgl. Justified - ich habe so manchen Abend im Mondschein bzw. im Schein der Zähne von Boyd Crowder verbracht. Starke Serie, zumindest als es das ein Fall pro Woche-Schema verlassen hat und staffelüberspannende Handlungsbögen vorhanden waren.

Im Grunde eröffnet diese Kentucky-Schiene ja noch weitere Türen ins amerikanische Hinterland bis in die Ozarks (etwa Winter's Bone von Debra Granik, USA 2010).

Wer es in den Tiefen des Netzes auftreiben kann, dem sei die Dokumentation Dancing Outlaw empfohlen, sowie mit Abstrichen auch die Fortsetzung Dancing Outlaw II - Jesco goes to Hollywood ... und in diesem Zusammenhang dann noch The Wild and Wonderful Whites of West Virginia (USA 2009) - das ist wirklich ein Blick ins dunkle Herz Amerikas.

www.youtube.com Video From : www.youtube.com

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Zuletzt geändert von Cayopei am 09.07.2018 20:34, insgesamt 2-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Across the Mason-Dixon-Line: das Südstaaten-Kino vornehmlich der 70er/80er Jahre
BeitragVerfasst: 09.07.2018 17:44 
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Schmutzig hat geschrieben:
Nochmal zur deutschen Veröffentlichungsproblematik von The Klansmen (oder Verflucht und Verkommen) der Kauf der guten DVD könnte sich als schwierig herausstellen. Laut ofdb gibt es drei deutsche DVD-Veröffentlichungen und alle haben exakt das gleiche Cover, wer auf die Idee gekommen ist weiß ich auch nicht :roll:
Lediglich auf der Rückseite bestätigt das kleine MVL-Logo den Kauf der richtigen Fassung mit dem ordentlich dänischen(?)-Bildmaster :)

Hatte vor einigen Jahren das Glück, gleich auf Anhieb die richtige Auflage (MVL) aus der Ramschkiste einer großen Geschäftskette zu fischen, denn dass von dieser DVD mehrere Auflagen existieren, hatte ich dann erst im Nachhinein erfahren.


2015 wurde der Film übrigens ein viertes Mal (mit engl. Tonspur) veröffentlicht, aber leider von einem der zwielichtigen Bootleglabels :x
(wobei ich mich angesichts der aktuellen Ausmaße frage, ob die damaligen drei Veröffentlichungen vielleicht auch schon nicht so ganz sauber waren...)
:jc_hmmm: :unknown:

Schmutzig hat geschrieben:
Da fällt mir Roger Cormans toller Film "Weißer Terror" mit William Shatner ein der im Jahre 1962 in einer Hochphase der US-Amerikanischen Bürgerrechtsbewegung in die Kinos kam und beim Publikum in den Südstaaten nicht sonderlich gut ankam


'Weißer Terror' ist natürlich ganz großes (Südstaaten-) Kino :dh:

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Zuletzt geändert von Richie Pistilli am 09.07.2018 17:54, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Across the Mason-Dixon-Line: das Südstaaten-Kino vornehmlich der 70er/80er Jahre
BeitragVerfasst: 09.07.2018 17:53 
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Cayopei hat geschrieben:
Stimmt, das Walking Tall-Original wollte ich mir auch mal zulegen ... gibt es da eine lohnenswerte Veröffentlichung?



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meine Bestellung ich noch nicht eingetroffen, daher kann ich noch nichts zur Bildqualität sagen, aber Shout! ist eigentlich sehr zuverlässig und bietet gute Veröffentlichungen...


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 Betreff des Beitrags: Re: Across the Mason-Dixon-Line: das Südstaaten-Kino vornehmlich der 70er/80er Jahre
BeitragVerfasst: 09.07.2018 20:03 
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Ich bin bei meinen Recherchen gerade noch auf Moonshine County Express (USA 1977) aus der Corman-Schmiede gestoßen...

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Ob der allerdings irgendwas taugt, bleibt zweifelhaft. Immerhin spielt John Saxon mit.

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 Betreff des Beitrags: Re: Across the Mason-Dixon-Line: das Südstaaten-Kino vornehmlich der 70er/80er Jahre
BeitragVerfasst: 09.07.2018 20:22 
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Cayopei hat geschrieben:
Ob der allerdings irgendwas taugt, bleibt zweifelhaft. Immerhin spielt John Saxon mit.

Habe Bloody Whiskey eigentlich als recht unterhaltsam in Erinnerung, wobei ich mich aber ehrlich gesagt gerade an nicht mehr so viele Details erinnern kann... :?


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 Betreff des Beitrags: Re: Across the Mason-Dixon-Line: das Südstaaten-Kino vornehmlich der 70er/80er Jahre
BeitragVerfasst: 09.07.2018 20:38 
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Cayopei hat geschrieben:
Ich bin bei meinen Recherchen gerade noch auf Moonshine County Express (USA 1977) aus der Corman-Schmiede gestoßen...




Passend hierzu: THE MOONSHINE WAR (Whisky brutal, 1970)

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 Betreff des Beitrags: Re: Across the Mason-Dixon-Line: das Südstaaten-Kino vornehmlich der 70er/80er Jahre
BeitragVerfasst: 10.07.2018 18:00 
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Howard Vernon hat geschrieben:
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Auf so was kann man im deutschsprachigen Raum lange warten oder bzw. gar nicht erst hoffen.
Indizierungen und Folgeindizierungen verhindern das zusätzlich.
Und wenn, oh Wunder doch, dann wieder jeder Film einzeln und teurer als anderswo.
Man,... wie mir das alles inzwischen so was von auf die Ketten geht :motzschild:
Da gibt es mittlerweile so einige Beispiele von Trilogien bzw. Komplettausgaben, die im Ausland schön
kompakt in einer Bluray Box erschienen sind, während hier immer noch jeder Kram solo einzeln fast soviel
oder 3/4 kostet, wie so eine Box. Gewinne bzw. ich habe den Eindruck, das man hierzulande einfach nur
abzocken will :dr: Zum Glück gab/gibt es zumindest wenige Boxen im Ausland, die auch deutschen Ton
und Untertitel haben.

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 Betreff des Beitrags: Re: Across the Mason-Dixon-Line: das Südstaaten-Kino vornehmlich der 70er/80er Jahre
BeitragVerfasst: 12.07.2018 11:41 
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Ein großartiger Film in diesem "Genre" ist meiner Meinung nach RUCKUS (1980) von Max Kleven.

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Ist quasi ein humoristischer Vorläufer der Story vom ersten Rambo mit Stallone.

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 Betreff des Beitrags: Re: Across the Mason-Dixon-Line: das Südstaaten-Kino vornehmlich der 70er/80er Jahre
BeitragVerfasst: 13.07.2018 20:34 
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Spielt Ruckus nicht in Kalifornien, oder wurde er nur dort gedreht? Die First Blood-Parallelen sind aber in der Tat ganz interessant. Kann man bei wikipedia (und vermutlich auch woanders) nachlesen...

Den Klansman habe ich mir nun mal angesehen. Ein Film mit einer tatsächlich ziemlich ekligen Atmosphäre. Es fühlte sich für mich die ganze Zeit wie eine Twilight Zone-Folge an, aus einem rassistischen, frauenverachtenden Paralleluniversum. Ob die leider nicht vorliegende OV hier einen besseren oder anderen Eindruck gemacht hätte, bleibt zunächst zweifelhaft, wenngleich die Synchronisation dem Ganzen für mich noch so eine weitere unwirkliche Ebene verpasst hat.

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 Betreff des Beitrags: Re: Across the Mason-Dixon-Line: das Südstaaten-Kino vornehmlich der 70er/80er Jahre
BeitragVerfasst: 13.07.2018 21:42 
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Cayopei hat geschrieben:
Spielt Ruckus nicht in Kalifornien, oder wurde er nur dort gedreht? Die First Blood-Parallelen sind aber in der Tat ganz interessant. Kann man bei wikipedia (und vermutlich auch woanders) nachlesen...

Den Klansman habe ich mir nun mal angesehen. Ein Film mit einer tatsächlich ziemlich ekligen Atmosphäre. Es fühlte sich für mich die ganze Zeit wie eine Twilight Zone-Folge an, aus einem rassistischen, frauenverachtenden Paralleluniversum.


Paralleluniversum wäre nicht schlecht... :mrgreen: Aber ich denke der Film stellt die Situation entsprechend Zeit und Ort recht realistisch dar (sicher dramaturgisch etwas zugespitzt). Wobei ich mir noch nicht mal sicher bin, ob sich da heute mancherorts in den USA so viel geändert hat. Große Teile der Trump-Wählerschaft verweigern sich ja zumindest einer solchen Veränderung.

Gerade diese selbstverständliche Art, wie grauenvolle Dinge im Film dargestellt werden, macht den Film für mich zu einem der stärksten zum Thema Rassismus.


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 Betreff des Beitrags: Re: Across the Mason-Dixon-Line: das Südstaaten-Kino vornehmlich der 70er/80er Jahre
BeitragVerfasst: Gestern 16:45 
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Cayopei hat geschrieben:
Spielt Ruckus nicht in Kalifornien, oder wurde er nur dort gedreht? Die First Blood-Parallelen sind aber in der Tat ganz interessant. Kann man bei wikipedia (und vermutlich auch woanders) nachlesen...


In welchem Bundesland der Film jetzt tatsächlich spielt, kann ich nicht mehr sagen. Er hat aber zu 100% diese fremdenfeindlich-kleinstädtische Südstaatenatmosphäre, und es sind zahlreiche "typische" 70er Jahre Redneck-Figuren vertreten. Denke also schon, dass er da rein passt.


Ein weiterer Film, der mir gerade noch einfällt, wäre Breaker! Breaker! mit Chuck Norris als Brummifahrer, der im amerikanischen Hinterland von einer korrupten Justiz festgehalten wird. Spielt tatsächlivh in Texas City in Kalifornien, hat aber dennoch 100% Südstaatenflair. Vielleicht ist das auch generell keine rein geogragrafische Sache, sondern hat mehr mit einer bestimmten Mentalität zu tun.

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