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 Betreff des Beitrags: LA CARNE - FLEISCH - Marco Ferreri
BeitragVerfasst: 01.08.2018 15:28 
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Produktionsland/Jahr: Italien 1991
Darsteller: Sergio Castellitto, Francesca Dellera, Philippe Léotard, Farid Chopel, Petra Reinhardt, Nicoletta Boris, Massimo Bucchi, Eleonora Cecere, Matteo Ripaldi
Drehbuch: Marco Ferreri, Liliana Betti, Massimo Bucchi, Paolo Costella
Produziert von: Giuseppe Auriemma
Musik: Diverse

Frustriert hat sich Barpianist Paolo von Ehe und Job verabschiedet. Als die atemberaubende Francesca seinen Weg kreuzt, wird er jedoch aus seiner Lethargie gerissen: Sie ist die zu Fleisch gewordene Verkörperung all seiner erotischen Fantasien. Zusammen beziehen sie ein einsames kleines Haus am Strand. Hier wird er jedoch von ihr ans Bett gefesselt und mit einer Dauererektion versehen, so dass sie sich jederzeit bedienen kann. Die Leidenschaft bringt ihn um den Verstand und treibt ihn langsam aber sicher in die Katastrophe.
(Moviepilot)

Die 90er sind angebrochen, es ist sein vorvorletzter Film und Ferreri kehrt dorthin zurück, wo er in den 70ern (seit den späten 60ern) war.
Er verzichtet glücklicherweise auf einen weiteren Versuch, seine provokanten, skurrilen, bizarren Themen mit dem jeweiligen Zeitgeist in Einklang zu bringen, wie er es in den 80ern wiederholt getan hat, was schon damals nicht funktioniert hat.
Stattdessen besinnt er sich auf den altbekannten Stil seiner Filme aus den 70ern, ohne sich den 90ern irgendwie anzupassen.
Wären da nicht die Schauspieler, an denen man sieht, aus welchem Jahrzehnt der Film sein muss, hätte er auch genauso 20 Jahre früher entstanden sein können.
Streckenweise wirkt der Film fast wie eine reduzierte Version vom großen Fressen.
Denn die Hauptbeschäftigungen von Paolo und Francesca sind essen und Sex, aber ein bisschen facettenreicher ist es doch.
Wir erfahren, dass Paolo in jungen Jahren die Kommunion verweigert wurde, er also nie Gott "in sich" haben konnte und jetzt trifft er Francesca, die für ihn, wie er selbst sagt, eine Göttin ist.
Man kombiniere, was wird er am Ende also tun...?
Bis dahin ist es ein angenehmes Erotikdrama mit gelegentlichen humorigen Einschüben, aber dann, in den letzten (geschätzt) 5-10 Minuten, packt Ferreri die große Keule aus und beweist uns einmal mehr, dass er nicht zu Unrecht als "Meister der Provokation" gilt, der gerne auch zu drastischeren Darstellungsweisen greift.
LA CARNE ist also nach ein paar schwächeren Werken in den 80ern wieder ein 100% echter, richtiger Ferreri, mit dem er seinem Ruf wieder gerecht wird.
Für diese Rückkehr in alter Stärke gebe ich 8/10.

Eröffnungsszene:
www.youtube.com Video From : www.youtube.com


Behind-the-scenes:
www.youtube.com Video From : www.youtube.com


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