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 Betreff des Beitrags: Re: BLUTSPUR IM PARK - Duccio Tessari
BeitragVerfasst: 16.05.2017 20:45 
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Djabartana hat geschrieben:
Killer von Wien 7/10
Tenebrae 6,5/10
Profondo Rosso 5,5/10

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 Betreff des Beitrags: Re: BLUTSPUR IM PARK - Duccio Tessari
BeitragVerfasst: 16.05.2017 21:19 
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Ist ja alles Geschmackssache, aber
Djabartana hat geschrieben:
Profondo Rosso 5,5/10

:shock:


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 Betreff des Beitrags: Re: BLUTSPUR IM PARK - Duccio Tessari
BeitragVerfasst: 16.05.2017 21:28 
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Ist schon ne Weile her und das war auch mein erster Giallo. Ging glaube über 2 Stunden und ich fand den arg in die Länge gezogen. Glaube es gibt aber auch eine kürzere Fassung. Keine Ahnung wie die beiden Fassungen im Vergleich abschneiden würden. Ist jetzt schon Offtopic hier wieder.

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 Betreff des Beitrags: Re: BLUTSPUR IM PARK - Duccio Tessari
BeitragVerfasst: 16.05.2017 22:27 
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Djabartana hat geschrieben:
Suspiria und Inferno kenne ich, aber das sind ja keine Gialli. Die verehre ich übrigens beide :) Mother of Tears war aber kein würdiger Abschluss...
Den Rest kenne ich nicht, aber ich glaube ich mache erst einmal ne Giallo-Pause.
Nach wie vor fühle ich mich im Stiefel-Land im Italowestern-Bereich am wohlsten. Polizeifilme, diverse Horrorstreifen und Endzeit können mich auch hier und da mal fesseln.


Als IW-Fan könntest du dir mal die BLOODY IRIS von Carnimeo ansehen. ;) Und wenn ich noch eine Empfehlung abgeben darf: Die herausragenden DER TOD TRÄGT SCHWARZES LEDER und DAS GEHEIMNIS DER GRÜNEN STECKNADEL von Dallamano (BANDIDOS), dürften dich in den Bann ziehen.

"Geiheimtipps" für Neueinsteiger sind m. E. die Venedig-Thriller THE CHILD und BLUTIGER SCHATTEN - kein großen Trara, dafür toll gefilmtes Italo-Emo-Thriller-Kino. :P


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 Betreff des Beitrags: Re: BLUTSPUR IM PARK - Duccio Tessari
BeitragVerfasst: 16.05.2017 22:39 
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Jimmy Stewart hat geschrieben:
Djabartana hat geschrieben:
Suspiria und Inferno kenne ich, aber das sind ja keine Gialli. Die verehre ich übrigens beide :) Mother of Tears war aber kein würdiger Abschluss...
Den Rest kenne ich nicht, aber ich glaube ich mache erst einmal ne Giallo-Pause.
Nach wie vor fühle ich mich im Stiefel-Land im Italowestern-Bereich am wohlsten. Polizeifilme, diverse Horrorstreifen und Endzeit können mich auch hier und da mal fesseln.


Als IW-Fan könntest du dir mal die BLOODY IRIS von Carnimeo ansehen. ;) Und wenn ich noch eine Empfehlung abgeben darf: Die herausragenden DER TOD TRÄGT SCHWARZES LEDER und DAS GEHEIMNIS DER GRÜNEN STECKNADEL von Dallamano (BANDIDOS), dürften dich in den Bann ziehen.

"Geiheimtipps" für Neueinsteiger sind m. E. die Venedig-Thriller THE CHILD und BLUTIGER SCHATTEN - kein großen Trara, dafür toll gefilmtes Italo-Emo-Thriller-Kino. :P

BLUTIGER SCHATTEN kenne ich nicht, aber außer GEHEIMNIS DER BLUTIGEN LILIE und vielleicht THE CHILD sind das, was du da aufzählst, alles keine klassischen Gialli.
DER TOD TRÄGT SCHWARZES LEDER ist ein Grenzgänger zwischen Poliziottesco und Giallo und die STECKNADEL hat so einen m.E. unangenehmen Edgar-Wallace-Beigeschmack.
Für einen (hauptsächlichen) IW-Fan fällt mir eigentlich nur ein Film ein, der versucht, eine Brücke zum Giallo zu schlagen: 1000 DOLLAR KOPFGELD, aber den kennst du vermutlich sowieso.


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 Betreff des Beitrags: Re: BLUTSPUR IM PARK - Duccio Tessari
BeitragVerfasst: 16.05.2017 22:53 
Was ist ein unangenehmer Edgar Wallace Beigeschmack?

Außer das die Stecknadel in dieser Reihe gelistet wird und Fuchsi mitspielt, hat m.E. die Stecknadel nix wallaceskes (hööö, cool, gibt's das Wort schon?) an sich. Abgesehen davon ein großartiger Genre-Beitrag.

Als Giallo Freund sollte man auch Filme schauen, welche nebst Gelbmalerei mehrere Genre bedienen. Immerhin zeigen diese auch mehrere Facetten. Ich empfinde alle von Jimmys Empfehlungen als lohnenswert.


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 Betreff des Beitrags: Re: BLUTSPUR IM PARK - Duccio Tessari
BeitragVerfasst: 16.05.2017 22:56 
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requiescat.in.pace hat geschrieben:
Was ist ein unangenehmer Edgar Wallace Beigeschmack?

Sbirro zieht dabei vermutlich Vergleiche zu den übrigen 35 Wallace-Filmen, die er gesehen hat. ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: BLUTSPUR IM PARK - Duccio Tessari
BeitragVerfasst: 16.05.2017 23:04 
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requiescat.in.pace hat geschrieben:
Außer das die Stecknadel in dieser Reihe gelistet wird und Fuchsi mitspielt, hat m.E. die Stecknadel nix wallaceskes (hööö, cool, gibt's das Wort schon?) an sich. Abgesehen davon ein großartiger Genre-Beitrag.

Ich weiß nicht, wie ich sagen soll, der hat was an sich, das passt mir nicht in einem Giallo.
Deutschland, England, Italien - irgendwie kreuz und quer eine Mischung aus allem, die sich für mich nicht wirklich nach einem Giallo angefühlt hat.
Ich persönlich würde ihn nicht empfehlen, schon gar nicht einem Genre-Neuling.

requiescat.in.pace hat geschrieben:
Als Giallo Freund sollte man auch Filme schauen, welche nebst Gelbmalerei mehrere Genre bedienen. Immerhin zeigen diese auch mehrere Facetten. Ich empfinde alle von Jimmys Empfehlungen als lohnenswert.

Als Giallo-Freund ja, aber das ist unser lieber Djabartana ja (noch) nicht, von daher wäre es m.E. eher hilfreich, sich bei Empfehlungen zunächst auf klassische Werke zu beschränken.


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 Betreff des Beitrags: Re: BLUTSPUR IM PARK - Duccio Tessari
BeitragVerfasst: 16.05.2017 23:32 
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Sbirro Di Ferro hat geschrieben:
BLUTIGER SCHATTEN kenne ich nicht, . . .


Say what . . . :o Das ist ein ganz herausragender Giallo- . . . ähem "Nachzügler"!

Zitat:
. . . aber außer GEHEIMNIS DER BLUTIGEN LILIE und vielleicht THE CHILD sind das, was du da aufzählst, alles keine klassischen Gialli.
DER TOD TRÄGT SCHWARZES LEDER ist ein Grenzgänger zwischen Poliziottesco und Giallo . . .


Ja, der "Fleischerbeil-Film" wird als Grenzgänger eingestuft, was ja auch nicht unangebracht ist. Aber nun eine extrascharfe Trennung zu ziehen, dividiert was auseinander, was m. E. nicht unbedingt so gehört. Der Film ist ein Thriller a Italiana, der die besten Elemente des 70er-Genre-Kinos formvollendet vereint. Da muss man nicht kleinlich werden! ;) Ich würde z. B. auch DAS GRAUEN KAM AUS DEM NEBEL als Giallo bezeichnen, obwohl er keine 'phallusschwingende Handschuhträger' vorzuweisen hat.

Zitat:
. . . und die STECKNADEL hat so einen m.E. unangenehmen Edgar-Wallace-Beigeschmack.


Ohne diesen "unangenehmen Edgar-Wallace-Beigeschmack", wäre der Giallo vlt. so gar nicht entstanden. Die Italiener haben diese "dtsch. Mischung" aus Grusel/Horror und detektiv-artigen Storys doch gerne als Vorlage für ihre weitaus expliziteren Filme verwendet.


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 Betreff des Beitrags: Re: BLUTSPUR IM PARK - Duccio Tessari
BeitragVerfasst: 16.05.2017 23:42 
@ Dr. Eisenfaust:

Ich möchte dir deine Meinung nicht nehmen und kann vllt sogar verstehen, wie du es meinst. Nur die Erklärung empfinde ich verhunzt. Sicherlich ist die Stecknadel nicht die Gialllo Referenz, welche in den Top 10 zuerst erwähnt wird, aber sie ist m.E. auch keine Film mit Wallace Geschmäckle. (Vllt hat Prisma [er ist ja hinsichtlich Wallace (und darüber hinaus) der Fachmann par excellence] mit seinem lustigen Statement gar nicht so unrecht.

Aber davon abgesehen. Diese ganzen Debatten, "was ist True und was nur ein Abklatsch", hab ich schon damals nicht kapiert, als ich noch Musik aufgelegt habe. Vllt erreicht ein breitgefächerter Beitrag einen Neueinsteiger viel einfacher, da dieser, sich an vielen Stellen heimisch fühlen kann, als bei einem sturen Vertreter seiner Zunft.


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 Betreff des Beitrags: Re: BLUTSPUR IM PARK - Duccio Tessari
BeitragVerfasst: 17.05.2017 00:03 
Sbirro Di Ferro hat geschrieben:
Ich weiß nicht, wie ich sagen soll, der hat was an sich, das passt mir nicht in einem Giallo.
Deutschland, England, Italien - irgendwie kreuz und quer eine Mischung aus allem, die sich für mich nicht wirklich nach einem Giallo angefühlt hat.
Ich persönlich würde ihn nicht empfehlen, schon gar nicht einem Genre-Neuling.




Gottseidank würde ich so oder so nie auf eine Empfehlung von dir hören.

DAS GEHEIMNIS DER GRÜNEN STECKNADEL ist ein klassischer Giallo, der fast alles enthält was der "Deutsche" unter Giallo versteht. Die italienische Sichtweise sieht das viel breiter aber der Sbirro ist ja auch kein Italiener. ;)
WHAT HAVE YOU DONE TO SOLANGE enthält so ziemlich jede Zutat die ein Giallo haben muß.

WHAT HAVE YOU DONE TO SOLANGE ist nicht nur ein waschechter Giallo, sondern gehört zu den besten seiner Zunft. An dem Film stimmt alles.
BLUTSPUR IM PARK ist auch ein sehr hochwertiger Vertreter des Genres.

Sbirro denkt einfach in diesen deutschen Giallo Kategorien und das ist sein Problem.


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 Betreff des Beitrags: Re: BLUTSPUR IM PARK - Duccio Tessari
BeitragVerfasst: 17.05.2017 15:46 
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Jimmy Stewart hat geschrieben:
Ich würde z. B. auch DAS GRAUEN KAM AUS DEM NEBEL als Giallo bezeichnen, obwohl er keine 'phallusschwingende Handschuhträger' vorzuweisen hat.

Hm..., naja..., ist m.E. auch eher ein Grenzgänger Richtung Poliziottesco.
Langwieriges Verhör, viel Polizeiarbeit (soviel ich mich erinnere), dazu ein bisschen Selbstjustiz-Thematik.
Der Film hat schon viel von einem Poliziottesco bzw. einem klassischen Krimi.
Also als glatter Giallo geht der auf keinen Fall durch.


Jimmy Stewart hat geschrieben:
Ohne diesen "unangenehmen Edgar-Wallace-Beigeschmack", wäre der Giallo vlt. so gar nicht entstanden.

Ja, und?
Darf es mich deswegen nicht stören?
Mir hat's nicht gefallen, für mich hat das nicht gepasst.
Ist denn das so schlimm?


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 Betreff des Beitrags: Re: BLUTSPUR IM PARK - Duccio Tessari
BeitragVerfasst: 17.05.2017 15:50 
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italo hat geschrieben:
WHAT HAVE YOU DONE TO SOLANGE gehört zu den besten seiner Zunft.
An dem Film stimmt alles.

Das ist nur deine persönliche Meinung.
Das heißt noch lange nicht, dass ich das auch so sehen muss.

italo hat geschrieben:
BLUTSPUR IM PARK ist auch ein sehr hochwertiger Vertreter des Genres.

Da sind wir uns ausnahmsweise einig.


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 Betreff des Beitrags: Re: BLUTSPUR IM PARK - Duccio Tessari
BeitragVerfasst: 17.05.2017 16:40 
Sbirro Di Ferro hat geschrieben:
italo hat geschrieben:
WHAT HAVE YOU DONE TO SOLANGE gehört zu den besten seiner Zunft.
An dem Film stimmt alles.

Das ist nur deine persönliche Meinung.
Das heißt noch lange nicht, dass ich das auch so sehen muss.



Du mußt ja nicht aber die Mehrheit sieht das ähnlich wie ich. ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: BLUTSPUR IM PARK - Duccio Tessari
BeitragVerfasst: 18.05.2017 16:24 
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Also wenn Blutspur und Solange keine Gialli sind, dann weiß ich es nicht! Ich stimme italo vollkommen zu!
Übrigens, Sbirro, schalte mal abends/nachts einen italienischen TV Sender (z.B. RAI) ein. Du wirst überrascht sein, welche Filme dort als "Giallo" angekündigt werden ;-) Bei uns würden solche Filme oder Serien als handelsübliche Krimis ala Derrick/Columbo/etc. laufen. So viel zum italienischen Gialloverständnis.

Was bei uns deutschen als Giallo bezeichnet wird, ist ein anderer Schuh. Ich würde sogar alle Wallace Filme als Giallo bezeichnen. Sieh dir doch mal die allerallerallerersten Gialli an, wie z.B. The Girl Who Knew Too Much (Bava) oder Il Mostro Di Vanezia (Tavella) an. Die würden in der Wallace Reihe eingegliedert überhaupt nicht auffallen ;-)

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Zensor, der - Beamter gewisser Regierungen, dessen Aufgabe es ist, geniale Werke zu unterdrücken. In Rom war der Zensor
ein Inspektor der öffentlichen Moral; die öffentliche Moral moderner Nationen verträgt jedoch keinerlei Inspektion.
(Ambrose Bierce - Des Teufels Wörterbuch, 1911)


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 Betreff des Beitrags: Re: BLUTSPUR IM PARK - Duccio Tessari
BeitragVerfasst: 18.05.2017 17:39 
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Sbirro Di Ferro hat geschrieben:
Jimmy Stewart hat geschrieben:
Ohne diesen "unangenehmen Edgar-Wallace-Beigeschmack", wäre der Giallo vlt. so gar nicht entstanden.

Ja, und?
Darf es mich deswegen nicht stören?
Mir hat's nicht gefallen, für mich hat das nicht gepasst.
Ist denn das so schlimm?


No, ist überhaupt nicht schlimm! ;)

Malastrana hat geschrieben:
Also wenn Blutspur und Solange keine Gialli sind, dann weiß ich es nicht! Ich stimme italo vollkommen zu!
Übrigens, Sbirro, schalte mal abends/nachts einen italienischen TV Sender (z.B. RAI) ein. Du wirst überrascht sein, welche Filme dort als "Giallo" angekündigt werden ;-) Bei uns würden solche Filme oder Serien als handelsübliche Krimis ala Derrick/Columbo/etc. laufen. So viel zum italienischen Gialloverständnis.

Was bei uns deutschen als Giallo bezeichnet wird, ist ein anderer Schuh. Ich würde sogar alle Wallace Filme als Giallo bezeichnen. Sieh dir doch mal die allerallerallerersten Gialli an, wie z.B. The Girl Who Knew Too Much (Bava) oder Il Mostro Di Vanezia (Tavella) an. Die würden in der Wallace Reihe eingegliedert überhaupt nicht auffallen ;-)


Der kleine (aber feine) Unterschied besteht darin, dass Sbirro gar kein Deutscher ist, sondern Österreicher! :shock: :D

Auch bei BLUTIGE SEIDE habe ich das Gefühl, dass hier die dtsch. Wallace-Filme etwas "Pate standen".



Achso . . . noch nachträglich Herzlichen Glückwunsch zum Ehrentag, Malastrana! :)


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 Betreff des Beitrags: Re: BLUTSPUR IM PARK - Duccio Tessari
BeitragVerfasst: 18.05.2017 18:29 
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Malastrana hat geschrieben:
Also wenn Blutspur und Solange keine Gialli sind, dann weiß ich es nicht! Ich stimme italo vollkommen zu!

Ich habe ja nie gesagt, dass die zwei keine Gialli sind!
Fachlich gesehen trifft es auf beide Filme zu und BLUTSPUR ist auch zweifellos ein Giallo, nur STECKNADEL für mich gefühlsmäßig (!) nicht wirklich.

Malastrana hat geschrieben:
Übrigens, Sbirro, schalte mal abends/nachts einen italienischen TV Sender (z.B. RAI) ein.

Was glaubst du, wie gerne ich würde (natürlich auch deswegen, weil ich mir damit sicher einige DVDs sparen könnte)?
Ich bekomme aber keinen rein.
Klingt komisch, ist aber so.


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 Betreff des Beitrags: Re: BLUTSPUR IM PARK - Duccio Tessari
BeitragVerfasst: 18.05.2017 18:33 
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Malastrana hat geschrieben:
Was bei uns deutschen als Giallo bezeichnet wird, ist ein anderer Schuh. Ich würde sogar alle Wallace Filme als Giallo bezeichnen. Sieh dir doch mal die allerallerallerersten Gialli an, wie z.B. The Girl Who Knew Too Much (Bava) oder Il Mostro Di Vanezia (Tavella) an. Die würden in der Wallace Reihe eingegliedert überhaupt nicht auffallen ;-)


Jimmy Stewart hat geschrieben:
Der kleine (aber feine) Unterschied besteht darin, dass Sbirro gar kein Deutscher ist, sondern Österreicher! :shock: :D

Danke. ;)

Jimmy Stewart hat geschrieben:
Auch bei BLUTIGE SEIDE habe ich das Gefühl, dass hier die dtsch. Wallace-Filme etwas "Pate standen".

Hm... da ist es mir wiederum gar nicht so aufgefallen oder hat mich zumindest nicht gestört.


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 Betreff des Beitrags: Re: BLUTSPUR IM PARK - Duccio Tessari
BeitragVerfasst: 18.05.2017 18:54 
Jimmy Stewart hat geschrieben:

Auch bei BLUTIGE SEIDE habe ich das Gefühl, dass hier die dtsch. Wallace-Filme etwas "Pate standen".






"Das Gefühl"? Es ist vollkommen offensichtlich, dass sich Mario Bava an den zu der Zeit extrem erfolgreichen Wallace Filmen orientiert hat. Übrigens liefen die Wallace Filme auch in Italien sehr gut, bevor es mit der Giallo Welle Ende der 60er los ging.
BLUTIGE SEIDE hat alle Ingredenzien eines Wallace Films. Bis auf die Farbe gab es an BLUTIGE SEIDE nichts, was nicht zuvor schon bei Wallace da war.
Interessanterweise haben dann die Deutschen 2 Jahre später, als Wallace in Farbe gedreht wurde, rein Licht und beleuchtungstechnisch wieder von Bavas BLUTIGE SEIDE abgeguckt.
Da gibt es schon erstaunliche Parallelen.
Die Italiener sind auch durch den ungeheuren Erfolg von Reinls SCHATZ IM SILBERSEE beeinflusst worden. Der Film war die Initialzündung des europäischen Westerns.
Unterm strich haben es die Italiener dann aber geschafft ihre Filme international salonfähig zu machen, was den Deutschen leider vorbehalten blieb.


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 Betreff des Beitrags: Re: BLUTSPUR IM PARK - Duccio Tessari
BeitragVerfasst: 18.05.2017 19:42 
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italo hat geschrieben:
Jimmy Stewart hat geschrieben:

Auch bei BLUTIGE SEIDE habe ich das Gefühl, dass hier die dtsch. Wallace-Filme etwas "Pate standen".






"Das Gefühl"? Es ist vollkommen offensichtlich, dass sich Mario Bava an den zu der Zeit extrem erfolgreichen Wallace Filmen orientiert hat. Übrigens liefen die Wallace Filme auch in Italien sehr gut, bevor es mit der Giallo Welle Ende der 60er los ging.
BLUTIGE SEIDE hat alle Ingredenzien eines Wallace Films. Bis auf die Farbe gab es an BLUTIGE SEIDE nichts, was nicht zuvor schon bei Wallace da war.
Interessanterweise haben dann die Deutschen 2 Jahre später, als Wallace in Farbe gedreht wurde, rein Licht und beleuchtungstechnisch wieder von Bavas BLUTIGE SEIDE abgeguckt.
Da gibt es schon erstaunliche Parallelen.
Die Italiener sind auch durch den ungeheuren Erfolg von Reinls SCHATZ IM SILBERSEE beeinflusst worden. Der Film war die Initialzündung des europäischen Westerns.
Unterm strich haben es die Italiener dann aber geschafft ihre Filme international salonfähig zu machen, was den Deutschen leider vorbehalten blieb.


Na gut, dann ersetze "Gefühl" durch "Überzeugung". ;) Der Film ist schon eine Melange aus den Wallace Filmen und Noirs amerikanischer Prägung - der dann natürlich mit reichlich Italo-Gothik-Gusto versetzt wurde. Wobei ich glaube, dass schon die S/W Wallacer sich an den Hammerfilmen orientiert haben, was die Lichtsetzung (und auch die "Farbgebung in spe") betrifft. Es war eben nur nicht zu sehen. ;)

Und ja, der große "Streit" . . . Haben die Deutschen den Italowestern "erfunden"? Also den Eurowestern haben "wir" bestimmt zum großen Flügelschlag verholfen, das steht fest. Die Italos waren dann aber, mit weniger "ideologischem Ballast" und gutem Geschäftssinn für schnelle Geschäfte, am Puls der Zeit.


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 Betreff des Beitrags: Re: BLUTSPUR IM PARK - Duccio Tessari
BeitragVerfasst: 15.08.2018 14:23 
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BEWERTET: "Blutspur im Park - Das Messer" (Una farfalla con le ali insanguinate) Italien 1971
mit: Helmut Berger, Giancarlo Sbragia, Evelyn Stewart, Silvano Tranquilli, Weny D'Olive, Günther Stoll, Lorella de Luca, Wolfgang Preiss, Carole André, Peter Shepherd, Dana Ghia, Gabriella Venditti u.a. | Drehbuch: Gianfranco Clerici und Duccio Tessari | Regie: Duccio Tessari

Eine junge Französin wird in einem italienischen Park mit fünf Messerstichen getötet. Mehrere Zeugen beobachten die Flucht des Täters über eine Mauer und so gerät der Fernsehmoderator Alessandro Marchi bald ins Visier der Ermittler. Aufgrund belastender Indizien wird er vor Gericht gestellt und zu lebenslanger Haft verurteilt. Bald darauf geschehen zwei weitere Frauenmorde, die nach dem gleichen Muster verübt werden. Sitzt Marchi unschuldig hinter Gittern? Oder steckt ein teuflisches Komplott hinter den Taten?

Bild Bild

Die Silhouette eines Schmetterlings liegt über den Credits, die den Zuschauer gleich klanggewaltig ins Geschehen hineinziehen. Der Film nimmt sich viel Zeit, um die wichtigsten handelnden Personen einzuführen. Der Mord im Park als unerhörtes Ereignis, das die Idylle der Landschaft am helllichten Tag aufbricht, zieht eine sachliche, aber in ihrer reduzierten Routine nicht weniger erschütternde forensische Polizeiarbeit nach, bei der akribisch jede Spur ausgewertet wird. Über das Opfer erfährt man wenig. Sie war mit der Tochter des Hauptverdächtigen befreundet, der durch Giancarlo Sbragia ein Durchschnittsgesicht erhält und somit aus dem Klischee des maskierten Messermörders ausbricht, der bis am Ende unbekannt und somit unheimlich bleibt. Der zwischenmenschliche Aspekt der Tat flicht ein engmaschiges Netz, in dem alle Personen hängen, wobei nicht jeder gleich intensiv empfindet. Einige Figuren ziehen aus dem Mordfall persönliche Vorteile, wollen sich profilieren oder Lebensentwürfe ändern, wobei unerwartete Wendungen nur teilweise einkalkuliert worden sind. Taktisches Vorgehen soll den Lauf der Dinge so vorantreiben, dass der öffentlichen Meinung genüge getan wird, das eigene Gesicht gewahrt und die Fassade aufrecht gehalten wird. Dabei bleiben essentielle Faktoren wie Wahrheit und Gerechtigkeit auf der Strecke, ebenso wie die Trauer um das junge Mädchen, deren Leiche zwar obduziert wird, deren Charakter jedoch unbeachtet bleibt. Behutsam kristallisiert sich nach den ersten Sensationsmeldungen in Fernsehen und Presse und nach dem Abklingen der Prozesstage heraus, dass Françoises Tod doch Wellen geschlagen hat. Wellen, deren Auswirkungen sich in kräuselnden Schwingungen äußern und eine Person betreffen, die dem Publikum als "schwierig", weil unkonventionell präsentiert wurde: Giorgio, Sohn einer alten Adelsfamilie.

Helmut Berger inszeniert den von Schuld- und Rachegefühlen getriebenen Giorgio in einer Mischung aus Hochmut gegenüber seiner Herkunft und seiner Familie und Demut vor dem Verlust seiner Partnerin. Er lebt mit seinen Erinnerungen und agiert anfangs nach außen hin scheinbar unbeeindruckt. Wenn er will, kann er zuvorkommend und höflich sein und Menschen für sich einnehmen. Ebenso rasch versinkt er wieder in den Einflussbereich der eigenen Dämonen, die ihn fest im Griff halten und ihn von ohnmächtiger Verzweiflung bis zur rasenden Toberei bringen. Die tote Françoise holt ihn als mentale Begleiterin immer wieder in das Glück vergangener Tage zurück und überstrahlt die düsteren Momente wie ein Sonnenstrahl. Sein Handeln geschieht aus dem Antrieb, ihr Gerechtigkeit zukommen zu lassen und um zu verhindern, dass ihre gemeinsamen Tage letztendlich zur Fußnote in seinem Leben werden. Der alles bestimmende Gedanke - die Rache an ihrem Mörder - macht ihn mitleidlos und kalt und repräsentiert einen Zynismus, dessen er sich gar nicht bewusst ist. Der österreichische Schauspieler stand zur Drehzeit auf dem Zenit seines Erfolgs, hatte Auszeichnungen für seine Auftritte in Viscontis Filmen eingeheimst und befand sich kurz vor dem wohl bekanntesten Rollenengagement seines Lebens, jenem des Bayernkönigs Ludwig II., der mit seiner umfassenden psychischen Bandbreite eine der schillerndsten Figuren der Kinolandschaft wurde. Ebenso vollzieht sich in "Blutspur im Park" seine Betäubung durch den Schmerz zunächst lautlos, ergreift aber immer mehr Besitz von ihm bis selbst der Tod einen Sinn darstellt, wenn damit das Leid ein Ende findet und als ersehnte Befreiung von Hass und Trauer Sühne geleistet wird.

Der Film wartet mit klaren Strukturen auf, was sich vor allem in den pointierten Gerichtsszenen und den ausführlichen Ermittlungsarbeiten zeigt. Hier können einige Darsteller einen sehr guten Eindruck hinterlassen, angefangen bei Silvano Tranquilli, der als Inspektor Berardi einen ruhigen, vertrauenswürdigen Eindruck hinterlässt, obwohl die deutsche Synchronisation durch Hellmut Lange ihm zunächst einen "Stahlnetz"-Touch verleiht, so als würde er nicht in Bergamo und Mailand, sondern im "Mordfall Oberhausen" ermitteln. Günther Stoll, den man sonst selten so temperamentvoll und aktiv sieht, darf neben seinen rhetorischen Trümpfen vor den Geschworenen auch noch die verhalten agierende Evelyn Stewart umgarnen und steckt seine Fühler im Übermut seines Erfolgs gar nach ihrer Tochter aus, die von Wendy D'Olive mit natürlichem Anmut gespielt wird. Evelyn Stewart zeigt eine beherrschte Frau, deren Blicke vielsagend auf ihr Innenleben Rückschluss geben. Ihre angenehme Schönheit fällt erneut ins Auge. Als Staatsanwalt sieht man mit Wolfgang Preiss den zweiten Schauspieler aus dem deutschen Kontingent der italienisch-deutschen Koproduktion. "Das Gesetz ist für alle gleich" prangt hinter seinem Sessel und zeigt ihn als Mann harter und deutlicher Worte, dem Verstöße gegen die Ordnung nicht nur ein Dorn im Auge, sondern auch ein Affront gegen seine Auffassung vom Leben sind. Carole André vermag vor allem in den Rückblenden zu überzeugen, die das rührende Glück in unschuldigen Erinnerungen zeigen und damit eine Bühne erhält, die wenigen Opfern in einem Giallo gewährt wird. Sie wird damit vom Objekt zum Subjekt und erhält posthum eine Rehabilitation als Mensch, die Giorgios Beweggründe begreiflich machen will.

"Der Schmetterling mit den blutigen Flügeln" ist ein visuelles und akustisches Meisterwerk, das von seinem klaren Aufbau und der darstellerischen Güte lebt, wobei Detailgetreue und Tiefgang gleichen Anteil besitzen. Immer wieder ergreifend. 5 von 5 Punkten


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