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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Betreff des Beitrags: COPKILLER - Roberto Faenza
BeitragVerfasst: 19.06.2012 14:16 
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"Der Bad Lieutenant-Blues"

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Copkiller aka Corrupt aka Bad Lieutenant 2 ("Copkiller - l'assassino dei poliziotti" Italien/USA 1983, Regie: Roberto Faenza)

Der New Yorker Polizist Fred O'Connor (Harvey Keitel) arbeitet als Drogenfahnder für das Rauschgiftdezernat und ist für seine äußerst harte Vorgehensweise bekannt. Aus diesem Grund betraut man ihn mit einem neuen Fall. Er soll einen Serienmörder dingfest machen, der schon einige Polizisten auf dem Gewissen hat und die Stadt in Angst und Schrecken versetzt. Niemand ahnt jedoch, dass O'Connor ein Doppelleben führt, Bestechungsgelder kassiert und privat selbst mit Drogen handelt, um sich so ein Luxusapartment in Manhattan zu finanzieren. Eines Tages dringt ein junger Mann namens Leo (John Lydon alias Johnny Rotten) in das Apartment ein und behauptet der gesuchte Polizistenmörder zu sein. Er weiß erstaunlich viel über O´Connors illegale Geschäfte und es kommt zu einem nervenaufreibenden Psychoduell zwischen den beiden Männern… (OFDb)

Lange vor Abel Ferraras BAD LIEUTENANT entstand dieser kleine, aber recht feine Cop-Thriller mit Harvey Keitel. Kaum ein anderer Schauspieler bringt die Rolle des korrupten, kaputten Bullen so glaubwürdig rüber, wie Keitel. Hier bekommt er es mit einem starken Gegner zu tun: John Lydon, der leider viel zu selten als Schauspieler auftrat. Hier wirkt er gar wie der junge Gary Oldman.

Leider krankt COPKILLER aber auch an einigen Längen. So ist es wohl auch zu erklären, warum es so viele unterschiedliche Schnittfassungen des Films gibt -Mehr dazu unten.

Ennio Morricone schwirrte wohl noch "Das Ding" im Hinterkopf herum, als er den Soundtrack zu COPKILLER komponiert hat. Man vergleiche einmal die Titelmusik beider Filme. :wink:

Im großen und Ganzen ein bemerkenswerter Film, aus dem man aber mehr hätte machen können. Die beiden Hauptdarsteller reißen einiges heraus, was von der Regie versäumt wurde. So gibt es von mir

7,5/10

Die DVD von Mr. Banker beinhaltet zwei Versionen. Allerdings scheint auch hier keine komplett ungekürzte Fassung vorzuliegen. Das VHS-Tape von Polygram läßt hier und da einige Handlungsteile missen, die aber auch nicht unbedingt notwendig sind und den Film eher in die Länge ziehen. Gravierender sind da schon die Kürzungen bei der TV-Fassung, die ZUSÄTZLICH noch um 4 Min. kürzer ist, als das Polygram-Tape und manches unverständlich werden läßt. Diese Fassung lief Mitte der 90er auch einmal auf Bayern und wurde später nochmal von VOX und DAS VIERTE ausgestrahlt. Ich bezweifle allerdings, dass die Kürzungen vom Sender vorgenommen wurden. Interessanterweise hatte die TV-Fassung italienische Credits, während das Polygram-Tape englische Credits aufwies. In Punkto Gewaltdarstellungen waren alle (-soweit ich gesehen habe-) ungekürzt.

Die DVD von Mr. Banker weist ein dunkleres Bild auf, als das Polygram-Tape. Auch ist hier das Bild -im Vergleich zum Polygram-Tape- etwas gezommt (rechts und unten deutlich sichtbar beschnitten). Die US-Fassung sieht da nicht anders aus.
Der deutsche Ton ist bei der Mr. Banker-DVD (mal wieder) nicht ganz synchron: Ab 72:00 bis 87:50 Min. kommt er um ca. 3 EB zu spät -was schon störend auffällt! :x

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Zuletzt geändert von Guilala am 21.06.2012 14:23, insgesamt 2-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: COPKILLER - Roberto Faenza
BeitragVerfasst: 19.06.2012 14:58 
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Zitat:
Die beiden Hauptdarsteller reißen einiges heraus, was von der Regie versäumt wurde


Das sehe ich genauso, dennoch würde ich höchstens die 6 ziehen...
Ja leider, bei mir kam da viel zu oft langeweile auf :(
Der Morricone Score hat mir hier auch nicht so getaugt...
Keitel war auch schon besser, klar wenn die Regie nichts taugt :?

Ich sah das Polygramm tape....

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 Betreff des Beitrags: Re: COPKILLER - Roberto Faenza
BeitragVerfasst: 19.06.2012 23:43 
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Der Film wurde nach der Romanvorlage "The Order of Death" (-kenne ich allerdings nicht-), von Hugh Fleetwood gedreht. Und ein Jahr später kam dieser Song heraus:
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Der passte in Richard Stanleys "Hardware" auch bestens rein. :mrgreen:

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 Betreff des Beitrags: Re: COPKILLER - Roberto Faenza
BeitragVerfasst: 11.09.2018 21:49 
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Geiler Film, zumindest habe ich ihn seit meiner letzten und einzigen Sichtung (1985 ?) als einen solchen in Erinnerung.

www.youtube.com Video From : www.youtube.com


Jetzt kann ich wenigstens das Rotten-Interview unterbringen.

www.youtube.com Video From : www.youtube.com

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 Betreff des Beitrags: Re: COPKILLER - Roberto Faenza
BeitragVerfasst: 12.09.2018 15:52 
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Den Film könnte ich mir eigentlich auch bald mal wieder zu Gemüte führen... :jc_hmmm: :dh:



sid.vicious hat geschrieben:
Jetzt kann ich wenigstens das Rotten-Interview unterbringen.

In einem Interview mit dem britischen NME zog Rotten im Rahmen des Films über die Italiener her, was er aber kurz darauf wiederum in einem Interview mit dem deutschen Musik Express / Sounds empört dementierte: "Er habe keinesfalls etwas gegen Italiener (...), hassen würde er lediglich die Franzosen, denn diese seien protzig und hochnäsig!" :lol:


Lydon: ''First question, please!''
ME Sounds: ''Shouldn't we take a seat first?''
Lydon: ''No, I prefer to keep standing. I'm a nervous guy. I bet you are from the German press.''
ME Sounds: ''Yes, why?''
Lydon: ''Because I don't give interviews to the English press anymore. The 'NME' is phony. Full of lies.''
ME Sounds: ''So in your last 'NME' interview you actually didn't say every word they put into your mouth?''
Lydon: ''No. You know, they ask a precise question and you give a precise answer. Then they put these little bits inbetween which you never said.''
ME Sounds: ''Such as that you hate the Italians?''
Lydon: ''That one, exactly. I don't have anything against the Italians. I have many good friends over there. These things make me angry. It's really the French that I hate. They are so pretentious and snobby. Terrible.''

Quelle: *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***

Mehr Interviews mit Mr. Lydon: *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***



Und zum Abschluss lässt es dann auch der Maestro noch einmal rocken...
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Zuletzt geändert von Richie Pistilli am 12.09.2018 22:18, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: COPKILLER - Roberto Faenza
BeitragVerfasst: 12.09.2018 21:53 
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Ich finde das Interview mit JJ Burnell nicht. :( Der hat nämlich mal gesagt, dass er die Deutschen hassen würde.

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 Betreff des Beitrags: Re: COPKILLER - Roberto Faenza
BeitragVerfasst: 12.09.2018 22:41 
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sid.vicious hat geschrieben:
Ich finde das Interview mit JJ Burnell nicht. :( Der hat nämlich mal gesagt, dass er die Deutschen hassen würde.


Das war doch, wenn ich mich recht erinnere, Bestandteil einer WDR Doku. Burnell stand oben auf einer Treppe und raunzte das unten stehende Kamerateam an, dass er das deutsche Fernsehen hasst . . . oder so ähnlich. :D

Kürzlich lief auf Arte eine Doku über Henry Padovani, den ersten Gitarristen von The Police, in der auch Burnell (oben ohne) auftritt. Meine Fresse, mit seinen 58 Jahren - die Doku ist von 2010 - war er immer noch ein Hirsch von gut trainiertem Ausmaß. :shock:


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 Betreff des Beitrags: Re: COPKILLER - Roberto Faenza
BeitragVerfasst: 13.09.2018 08:54 
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Jimmy Stewart hat geschrieben:
sid.vicious hat geschrieben:
Ich finde das Interview mit JJ Burnell nicht. :( Der hat nämlich mal gesagt, dass er die Deutschen hassen würde.


Das war doch, wenn ich mich recht erinnere, Bestandteil einer WDR Doku. Burnell stand oben auf einer Treppe und raunzte das unten stehende Kamerateam an, dass er das deutsche Fernsehen hasst . . . oder so ähnlich. :D



Wow. Gut in Erinnerung behalten. Genau diese Aktion meine ich.

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