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 Betreff des Beitrags: THE TREK - Chanchai Pantasi
BeitragVerfasst: 20.10.2018 11:23 
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The Trek
(Dong phayaa fai / Dangerous Forrest / Anaconda 3)
Thailand 2002 - Directed by Chanchai Pantasi
Starring: Danai Samutkochorn, Paul Carey, Elidh MacQueen, Supakson Chaimongkol, Manaswee Krittanookul, Gregory T. Eismin...


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Kaum geht das Gerücht um, daß im thailändischen Dschungel eine neue, haarige Elefantenart entdeckt wurde, formiert sich auch schon eine erste Expedition, um die Dickhäuter aufzuspüren und deren Existenz nachzuweisen. Sämtliche Warnungen, daß sie das besser mal bleiben lassen sollten, schlagen die wackeren Abenteurer natürlich in den Wind. Selbst als sich der erfahrene Führer, den sie in einem nahegelegenen Dorf treffen, weigert mitzugehen, ist das für sie kein Grund, die Sache abzublasen. Sie machen sich einfach selbst auf den unbekannten und gefahrvollen Weg! Soviel Dummheit schreit natürlich nach Bestrafung. Und tatsächlich wird sich die kleine Gruppe Männer und Frauen - nicht zu vergessen das süße Hündchen, das eine der Damen dabei hat - bald wünschen, daß sie nie einen Fuß in diese grüne Hölle gesetzt hätten. Denn im Dschungel leben unzählige bissige, stachelige, kräftige und vor allem hungrige Tiere, und nahezu alle haben die ungebetenen Besucher zum Fressen gern.

Tierhorror trifft auf Dschungel-Action trifft auf Survival-Drama trifft auf Abenteuer mit Öko-Botschaft in Chanchai Pantasis Dong phayaa fai (international besser bekannt als The Trek), einem gar nicht mal so schlechten und durchaus unterhaltsamen B-Movie, das glücklicherweise auf humorige Einlagen und peinlichen Slapstick-Klamauk nahezu gänzlich verzichtet. Komisch ist der Film dennoch, wenn auch zumeist unfreiwillig. Allein das unsagbar dumme Verhalten der Protagonisten sorgt für schadenfrohes Schmunzeln und/oder fassungsloses Kopfschütteln. Die Deppen machen es den lauernden Tieren wirklich sehr, sehr leicht. Der eine trennt sich ohne Not von der Gruppe, der andere stürmt blindlings durch den dichten Dschungel. Die Hundebesitzerin läuft fröhlich ihrem ausgebüchsten Pudel hinterher, ein Mann wäscht sich allein am Flußufer (obwohl er weiß, daß da etwas Gefährliches im Wasser ist), und zur Krönung wird eine Kranke unbeaufsichtigt zurückgelassen, während ihre Kameraden allesamt auf die Jagd gehen.

Daß diese leichtsinnige Wird-schon-nichts-passieren-Mentalität im Dschungel ausgesprochen fehl am Platze ist und der Aussicht auf ein langes, erfülltes Leben zuwiderläuft, verwundert nicht. Genauso gut könnte man versuchen, mit Hawaiihemd und Sandalen den Mount Everest zu besteigen. Das wird nichts. Leider sorgen die diversen Tierattacken beim Zuschauer für zwiespältige Gefühle. Einerseits sind die genüßlich in die Länge gezogenen Szenen hart, blutig und durchaus effektiv, andererseits lassen die gepixelten Viecher jeden Realitätsanspruch vermissen. Die bescheidenen CGI-Effekte waren bereits zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Streifens wenig überzeugend, und - so viel sei gesagt - an diesem Umstand hat sich in den vergangenen Jahren nicht wirklich etwas geändert. Immerhin ist für Abwechslung gesorgt. Tausendfüßer, Skorpione und Ameisen fallen zu Dutzenden über ihre Opfer her, eine große, fiese Spinne erweist sich als Facehugger, und den Rest besorgt eine mit Amphetaminen aufgeputschte Riesenschlange.

Wer, wann und wo draufgeht, ist nicht von Belang. Die schwach charakterisierten und bestenfalls zweckmäßig gespielten Figuren sind einem herzlich egal und taugen bloß als Kanonenfutter. Mitfiebern ist da nicht drin. The Trek ist technisch passabel umgesetzt, die weichen Szenenübergänge und das schöne musikalische Hauptthema bilden einen angenehmen Kontrast zu den harten Todesszenen, und phasenweise kommt sogar eine leicht beklemmende Dschungelatmosphäre auf. In einem Nebenplot bekriegen sich konkurrierende Drogenschmuggler mit Maschinengewehren und Handgranaten, was nicht nur für ein wenig Action sorgt, sondern auch Auswirkungen auf unsere Truppe hat, positive wie negative. Besonders aufregend oder gar spannend ist das Geschehen zu keiner Zeit, und auch die eine oder andere Länge stört den Filmfluß empfindlich. Mehr gibt es über diesen durchschnittlichen aber zumindest recht unterhaltsamen Abenteuer-Action-Horror-Drama-Mix mit Dschungelbeilage nicht mehr zu sagen.

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