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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Betreff des Beitrags: DIE VÖGEL - Alfred Hitchcock
BeitragVerfasst: 02.04.2017 21:42 
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USA 1963

D: Rod Taylor, 'Tippi' Hedren, Jessica Tandy, Suzanne Pleshette

Aus einer Laune heraus folgt die verwöhnte Millionärstochter Melanie Daniels dem Rechtsanwalt Mitch Brenner ins idyllische Bodega Bay. In einer Tierhandlung in San Francisco hatte sie sich als Verkäuferin ausgegeben - und Gefallen an dem smarten Kunden gefunden. Mit Melanies Ankunft bricht Unheil über das kleine Nest herein: Alles, was Flügel hat, überfällt Kinderparties, flattert in die gute Stube harmloser Bürger und wartet vor der Schule auf das Pausenzeichen - niemand ist vor den Bestien sicher. Ohne ersichtlichen Grund hacken die geflügelten Feinde auf alles ein, was sich bewegt... (OFDB)


Eigentlich wäre eine Inhaltsbeschreibung von "Die Vögel" ja wie Eulen nach Athen tragen. Und dass Ms. Hedren nach Hitchcocks Ansicht nicht gut zu Vögeln gewesen sei und deswegen kein Star wurde, hat schon jeder Sperlingspapagei gezwitschert.

Anyway, "The birds" ist natürlich ein verdienter Klassiker des Tierhorrors geworden, und das ist er m.E. gerade auch deshalb geworden, weil er eben keine Erklärung für das Verhalten der Vögel anbietet. Es kann eben nicht auf Mutationen aufgrund radioaktiver Strahlung zurückgegriffen werden, sondern ganz normale Möwen und Krähen attackieren die Menschen. Wer hat schon Angst vorm Federvieh?

Als ich den ersten Film sah, war ich so ca. 12 Jahre alt, und die Szene, in der Mrs. Brenner den Farmer tot mit ausgepickten Augen in dessen Haus findet, hat mich damals richtig geschockt. Und ich finde sie auch heute noch für eine Mainstream-Produktion von 1963 recht herbe. Grandios, wie Melanie vor der Schule auf das Ende der Stunde wartet und hinter ihrem Rücken eine Krähe auf dem Gerüst landet. Und noch eine. Und noch eine. Und als Melanie dies bemerkt, ist das Gerüst bereits voller Vögel. Tja, und wenn am Ende die Brenners versuchen, möglichst lautlos von ihrem Besitz zu flüchten, hat dies bestimmt auch einem gewissen Armando de Ossorio gefallen...

Lange Rede, kurzer Sinn: A must!


Zuletzt geändert von ugo-piazza am 03.04.2017 11:23, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE VÖGEL - Alfred Hitchcock
BeitragVerfasst: 02.04.2017 22:07 
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ugo-piazza hat geschrieben:

Als ich den ersten Film sah, war ich so ca. 12 Jahre alt, und die Szene, in der Mrs. Brenner den Farmer tot mit ausgepickten Augen in dessen Haus findet, hat mich damals richtig geschockt. Und ich finde sie auch heute noch für eine Mainstream-Produktion von 1963 recht herbe.


Was Gewaltdarstellung betrifft war Hitchcock denke ich immer auf der Höhe der Zeit, bzw daran interessiert etwas über das Hinauszugehen was üblich war.


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE VÖGEL - Alfred Hitchcock
BeitragVerfasst: 03.04.2017 05:59 
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ugo-piazza hat geschrieben:
Als ich den ersten Film sah, war ich so ca. 12 Jahre alt, und die Szene, in der Mrs. Brenner den Farmer tot mit ausgepickten Augen in dessen Haus findet, hat mich damals richtig geschockt.


Das ging mir damals bei der gesagten Szene genau so, zumal sie zugleich die härteste Szene darstellte, die meine zarten Kinderaugen zum damaligen Zeitpunkt zu sehen bekamen. Die Szene ist sogar heute noch vor dem inneren Auge stets präsent :)


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE VÖGEL - Alfred Hitchcock
BeitragVerfasst: 03.04.2017 07:20 
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Bin ja auch ein kleiner Tierhorror-Fan. Habe mir in letzter Zeit nochmal ein paar angesehen. Werde dazu gleich mal einen Thread eröffnen. Die Vögel ist einfach ein absoluter Klassiker und auf Augenhöhe mit Jaws, wobei ich Die Vögel persönlich noch einen Tick mehr mag. Gehört auch in meine Top 5 der Hitchcock-Filme! Die Atmosphäre zieht mich irgendwie jedes Mal in ihren Bann. Es gibt soviele Szenen die sich in das Hirn brennen. Ist meiner Meinung nach ein ganz besonderer, einzigartiger und wichtiger Film.

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE VÖGEL - Alfred Hitchcock
BeitragVerfasst: 03.04.2017 08:37 
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Es wird wohl den meisten so gehen, dass der Effekt mit den ausgehöhlten Augen in Erinnerung geblieben ist. "Die Vögel" habe ich auch das erste Mal als Kind gesehen und gerade diese Szenen waren da richtiggehend beunruhigend. Heute wie damals ist es aber vor allem die unerwartete Reaktion Jessica Tandys, die die Szene mit dem Farmer, neben der schnellen Montage, so stark macht, denn sie ist so geschockt, dass sie es nicht einmal mehr fertig bringt, zu schreien. Überhaupt kommt das lange Hinauszögern der Schockmomente dem Film sehr zugute. Das Versammeln der Vögel und die unerklärlichen Angriffe, in Verbindung mit der an den Nerven zerrenden Akustik, sind einfach hervorragend inszeniert. Wirklich ein Klassiker!


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 Betreff des Beitrags: Re: AW: DIE VÖGEL - Alfred Hitchcock
BeitragVerfasst: 03.04.2017 09:10 
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Ugo, woran hast du denn gedacht, als du Rod Steiger in den Cast schriebst? ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: AW: DIE VÖGEL - Alfred Hitchcock
BeitragVerfasst: 03.04.2017 11:23 
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ephedrino hat geschrieben:
Ugo, woran hast du denn gedacht, als du Rod Steiger in den Cast schriebst? ;)


I can't tayl... :oops:


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE VÖGEL - Alfred Hitchcock
BeitragVerfasst: 03.04.2017 13:33 
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Viele Klassiker definieren sich auch über ihre Filmmusik. Und das ist auch das Ungewöhnliche an Die Vögel. Der Film kommt ohne jede Musikuntermalung aus. Deshalb ist das einzige an Musik, was ich mit diesem Film verbinden kann, das Kinderlied (irgendwas mit rasseltidassel).


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE VÖGEL - Alfred Hitchcock
BeitragVerfasst: 17.04.2017 10:23 
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Der Trailer ist ja komplett morbid und makaber

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE VÖGEL - Alfred Hitchcock
BeitragVerfasst: 20.12.2018 19:39 
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Neulich las ich, dass die Entstehung von Hitchcocks erfolgreichsten Film "Die Vögel" auf einem peinlichen Mißverständnis beruht.

Sir Alfred wollte weg vom Image des "Nervenkitzlers" und plante einen saftigen Erotikstreifen. Auf die Frage seines Produzenten nach dem nächsten Projekt antwortete Hitchcock etwas gedankenverloren: "irgendwas mit vögeln". Das verstand der Produzent aber nun völlig falsch, und so mußte sich Hitchcock eine Story mit Federvieh aus den Fingern saugen. :) :)


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE VÖGEL - Alfred Hitchcock
BeitragVerfasst: 20.12.2018 21:09 
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Frank hat geschrieben:
Neulich las ich, dass die Entstehung von Hitchcocks erfolgreichsten Film "Die Vögel" auf einem peinlichen Mißverständnis beruht.

Sir Alfred wollte weg vom Image des "Nervenkitzlers" und plante einen saftigen Erotikstreifen. Auf die Frage seines Produzenten nach dem nächsten Projekt antwortete Hitchcock etwas gedankenverloren: "irgendwas mit vögeln". Das verstand der Produzent aber nun völlig falsch, und so mußte sich Hitchcock eine Story mit Federvieh aus den Fingern saugen. :) :)


Na, da glauben wir aber jetzt nicht selber dran ... ;)














(funktioniert auch nicht auf englisch, oder?)


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE VÖGEL - Alfred Hitchcock
BeitragVerfasst: 21.12.2018 06:44 
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Naja, Hitchcock konnte deutsch :lol:

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE VÖGEL - Alfred Hitchcock
BeitragVerfasst: 21.12.2018 14:27 
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Stanton hat geschrieben:
Frank hat geschrieben:
Neulich las ich, dass die Entstehung von Hitchcocks erfolgreichsten Film "Die Vögel" auf einem peinlichen Mißverständnis beruht.

Sir Alfred wollte weg vom Image des "Nervenkitzlers" und plante einen saftigen Erotikstreifen. Auf die Frage seines Produzenten nach dem nächsten Projekt antwortete Hitchcock etwas gedankenverloren: "irgendwas mit vögeln". Das verstand der Produzent aber nun völlig falsch, und so mußte sich Hitchcock eine Story mit Federvieh aus den Fingern saugen. :) :)


Na, da glauben wir aber jetzt nicht selber dran ... ;)














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Naja, "Something with Birds" z. B. klingt zwar nicht sehr saftig, aber immerhin leicht nach "Bordsteinschwalben" oder so . . . :D


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE VÖGEL - Alfred Hitchcock
BeitragVerfasst: 21.12.2018 14:59 
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Bird wird im britischen Englisch umgangssprachlich auch für Mädchen verwendet - allerdings mit eher negativer Konnotation (etwa: „Tussi“). In American English würde man vielleicht eher „chick“ sagen.

Vielleicht geht die Anekdote darauf zurück, daß der Brite Hitchcock etwas im britischen Slang sagt und der amerikanische Gesprächspartner etwas anderes versteht. Dürfte zumindest wahrscheinlicher sein als die deutsche Variante, vermute ich.

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Jokerfive


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